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Thema: Medienberichte Juli-Sept 2011


Gegen gefährliche Laserpointer ist man machtlos

http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/regional/zuerich-schaffhausen/294617.polizei-und-skyguide-gegen-blenderangriffe-machtlos.html

... aber harmlose Taschenlämpler aus Gockhausen behandelt man wie Schwerverbrecher....



Befragung der zürcher Wahlkandidaten zur Flughafenpolitik

http://www.weltoffenes-zuerich.ch/web/media/MM_Wahlen_2011.pdf

Von den sieben Ständeratskandidaten sind nur Blocher und Gutzwiller gegen die Behördeninitiative "Pistenverbot" - aus Schneisersicht sind somit nur diese 2 wählbar.



Auszug aus dem Polit-Chat des Blick

http://www.blick.ch/news/politik/wahlen2011/wir-haben-ein-eigenartiges-verhaeltnis-zu-wachstum-entwickelt-182180

Gloor Robert, Winterthur: Hallo Frau Diener. Warum sind sie so stur gegen Veränderungen am klotener Pistensystem, obwohl die EMPA im Rahmen des SIL-Prozess gezeigt hat, dass man mit 2 verlängerten Pisten ca. 35% weniger Flughafenanwohner belärmen würde?
Verena Diener: Zur Zeit geht es um Planungssicherheit für die Flughafengemeinden und die Bevölkerung. Das Vertrauen auf Stabilität und Begrenzung des Fluglärms für die Bevölkerung ist in unserem Land, aber auch in Deutschland schwer angeschlagen. Wir haben zur Zeit noch eine Reserve von ca. 70´000 Flugbewegungen pro Jahr. Das sollte für die nächsten Jahre, zusammen mit den technischen Entwicklungsmöglichkeiten ausreichen für eine moderate Flugentwicklung. Wenn das Vertrauen wieder intakt ist, dass die Befürchtungen und Anliegen der Bevölkerung Ernst genommen werden, wird man diese Diskussion wieder aufnehmen können.



20 Minuten - Indien droht Swiss mit Entzug der Landerechte

Weil die Air India der Star Alliance nicht beitreten darf, droht Indien laut einem Medienbericht der Swiss als «deutsche Fluggesellschaft» mit drastischen Sanktionen.

Flugzeuge der Swiss sollen in Indien nicht mehr landen dürfen. Offizieller Grund: Die Swiss erfülle die gesetzlichen Vorschriften für den Liniendienst zwischen den beiden Staaten nicht, schreibt das indische Aussenministerium in einem Brief an die Schweizer Botschaft. Das berichtet die «Aargauer Zeitung».

Die Swiss fliegt derzeit täglich mit ihren Airbus A330-300 von Zürich nach Mumbai und Delhi. Die angedrohten Massnahmen haben offensichtlich wenig mit der Swiss, dafür viel mit der staatlichen Air India zu tun. Ende Juli verweigerte der von der Lufthansa gegründete Luftfahrt-Verbund Star Alliance nach jahrelangen Verhandlungen die Aufnahme in die weltgrösste Airline-Allianz, weil sie die vereinbarten Mindestanforderungen nicht erfüllte. Die hoch defizitäre Airline war zuletzt in die Schlagzeilen gekommen, weil sie Löhne nicht rechtzeitig bezahlen konnte. Zudem klagen Passagiere immer wieder über verdreckte Kabinen und den schlechten Service.

Lufthansa-Konzern im Visier der Inder

Der negative Entscheid der Star Alliance kam für die indische Regierung dennoch überraschend. Sie legt nun den Star-Alliance-Mitgliedern Steine in den Weg. Der A380 Superjumbo der Lufthansa darf nicht in Indien landen, der österreichischen Austrian Airlines wird ebenfalls mit dem Entzug der Landerechte gedroht. Die möglichen Massnahmen gegen die Swiss begründet Indien laut «AZ» damit, dass die zum Lufthansa-Konzern gehörende Airline nicht mehr von Schweizer Aktionären kontrolliert werde. Dies sei ein Verstoss gegen das bilaterale Luftverkehrsabkommen.

Daniel Göring vom zuständigen Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) sagt auf Anfrage von 20 Minuten Online, er habe von diesen «Gerüchten» gehört. Offiziell liege aber derzeit nichts «auf dem Tisch». Die Swiss betont lediglich, dass die Airline eine Schweizer Firma mit Schweizer Bewilligung als Luftfahrtbetreiber sei.

Dass die indische Regierung ihre Drohung wahrmacht, scheint eher unwahrscheinlich. So oder so: Für die Star Alliance bleibt der indische Subkontinent eine «Problemzone». 2012 tritt die aufstrebende indische Kingfisher Airlines dem Konkurrenzverbund «Oneworld» um British Airways bei, während die Star Alliance weiter keinen Partner auf dem boomenden Markt hat. (am)

(Wann merken die Schweizer endlich, dass die Swiss keine schweizerische Fluggesellschaft mehr ist?)





http://www.thomashardegger.ch/site/index.php/standpunkte/medien/54-fluglaermstreit-finanzausgleich-verkehr

«Du gibst mir die Wurst, ich lösch dir den Durst»

Der Landbote

Freitag, 9. September 2011 Winterthur

Einigkeit unter den Ständeratskandidierenden beim Fluglärmstreit: Eine Lösung sei nur möglich, wenn das Problem etwa mit der Atommüllfrage oder der Abgeltungssteuer verknüpft werde. Eine Idee, die dem Bundesrat bekanntlich nicht gefällt.



Wie soll man den Fluglärmstreit mit Deutschland lösen?

Balthasar Glättli (Grüne): Man wird nur eine Einigung mit Deutschland finden, wenn man weiss, worüber man verhandeln soll. Das heisst, es braucht zuerst eine Limite für die Zahl der Flugbewegungen als Diskussionsbasis.

Thomas Hardegger (SPSP): Wir können das Problem nicht lösen, wenn wir den Deutschen sagen, sie müssten einen Teil des Lärms übernehmen, und im Kanton Zürich ist ein Gebiet ganz befreit davon. Es braucht eine minimale Verteilung des Lärms.

Urs Hany (CVP): Wir brauchen ein Verteilungskonzept. Ich hoffe, dass die deutschen und schweizerischen Minister jetzt eine gute Einigung finden.

Maja Ingold (EVP): Wir müssen uns überlegen, was wir den Süddeutschen offerieren sollen, damit es für sie akzeptabel ist, einen Teil des Fluglärms zu übernehmen. Ohne ein solches Tauschgeschäft wird man zu keiner Lösung kommen.

Verena Diener (GLP): Es braucht eine Verknüpfung mit einem anderen Thema. Die Deutschen sind sehr interessiert an einer Mitsprache über das Atommüllendlager in Benken. Sie haben da grosse Befürchtungen. Ich würde deshalb die Diskussion über die Endlagerung des atomaren Mülls mit der Diskussion über die Flugbewegungen verknüpfen.

Felix Gutzwiller (FDP): Ich bin auch für eine Paketlösung. Vor allem muss es der Gesamtbundesrat endlich als seine zentrale Aufgabe betrachten, mit Berlin über das Thema zu verhandeln, um die Sache voranzubringen.

Christoph Blocher (SVP): Ich würde das Abgeltungssteuerabkommen, das den Deutschen Milliarden bringen wird, erst dann in Kraft setzen, wenn der Fluglärmvertrag unter Dach und Fach ist. Gibst du mir die Wurst, so lösch ich dir den Durst.

Kommentar: Da träumen immer noch Leute von "Verteilkonzepten" und behaupten, der Süden sei eine fluglärmfreie Zone trotz Alarmwertüberschreitungen durch startende Langstreckenmaschinen...



«Ohne Wachstum können wir nicht investieren»

http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/stadt_und_region/schweiz_zuerich_flughafen_vorlagen_harry_hohmeister_1.12616069.html

Swiss-Chef Harry Hohmeister nimmt Stellung zu den Flughafen-Vorlagen

Ein Pistenausbauverbot, über das im Kanton Zürich am 27. November abgestimmt wird, gefährdet den Hub am Flughafen Zürich, warnt der Swiss-Chef Harry Hohmeister. Die Swiss würde den Flottenausbau ab 2014 wohl stoppen.

Interview: nz./asü.

Herr Hohmeister, der Swiss läuft es gut – kann man daraus schliessen, dass Sie mit den aktuellen Rahmenbedingungen am Flughafen Zürich gut zurecht kommen?

Grundsätzlich können wir sehr zufrieden sein mit der Qualität und der guten Zusammenarbeit mit dem Flughafen hier in Zürich. Aber die regulativen Bedingungen, vor allem die zeitlichen, schränken uns stark ein. Die Kapazitäten reichen für den heutigen Anspruch aus. Die Frage ist, wie lange dies noch der Fall sein wird.

Welche der regulativen Beschränkungen ist für Sie besonders störend – die einseitigen deutschen Sperrzeiten oder das Nachtflugregime?

Die Nachtflugsperre von 23 bis 6 Uhr. Es gibt kein Drehkreuz in Europa, das derart gravierende Beschränkungen hat. Mit grossen Anstrengungen haben wir uns damit arrangiert, aber letztes Jahr sind wegen des Nachtregimes immerhin 2500 Passagiere in Zürich hängen geblieben. Es braucht eine schweizweite Regelung, zum Beispiel eine Sperre von 24 bis 6 Uhr. Wenn wie heute manche Flüge wegen der verschärften Nachtruhe in Zürich nach Basel oder Genf umgeleitet werden, dann fängt eine Diskussion darüber an, dass der Lärm einfach exportiert wird.

Die Nachtruhe ist in einem dicht besiedeltem Gebiet ein wichtiges Gut.

Natürlich haben wir dafür Verständnis. Deshalb sage ich ja, dass eine Sperre von 24 bis 6 Uhr handhabbar wäre. Die heutige scharfe Nachtsperre ist aber zu eng gesteckt und in einem gewissen Sinne auch egoistisch. In anderen Airports wie Hongkong oder Peking müssen unsere Flugzeuge um 2 Uhr in der Nacht starten, um im passenden Zeitfenster hier hereinzukommen. Der Flieger aus Johannesburg muss Umwege fliegen, um am Morgen nicht zu früh in Zürich anzukommen – das ist auch ökologisch bedenklich. Als Airliner sind wir Teil der Gesellschaft sind und müssen uns anpassen. Anpassungswille ist viel da, deshalb investieren wir in leisere Flugzeuge. Aber die Anpassungsmöglichkeiten sind beschränkt, wir bewegen uns am Limit. Wenn noch weitere Einschränkungen erfunden werden, können wir das Drehkreuz Zürich nicht mehr aufrecht erhalten.

Ein grosses Thema ist die Stundenkapazität, die Anzahl Starts und Landungen, die in einer Stunde bewältigt werden können. Wenn Sie vorausblicken auf die Jahre 2015, 2020: Reicht dann die heute Kapazität in den Spitzenzeiten noch aus?

Nein. Die jetzige Kapazität reicht aus bis 2014 oder 2015. Dann ist der Flughafen in den Spitzenzeiten voll. Heute können in Zürich maximal 66 Flugbewegungen pro Stunde abgewickelt werden, bei vergleichbaren Hubs wie Kopenhagen oder Wien sind es bereits um die 80. Von den Kapazitäten her sind steht Zürich also heute schon an der letzten Stelle.

Wie gross sollte die Stundenkapazität nach 2015 sein, damit die Nachfrage abgedeckt werden kann?

Für die Swiss rechnen wir bis 2025 mit vier bis sechs Prozent Passagierwachstum, das sind etwa drei Prozent mehr Flugbewegungen pro Jahr. Damit unsere Zukunft nach 2015 gesichert ist, bräuchten wir langfristig eine Stundenkapazität in der Grössenordnung 80. Sonst werden wir in zehn Jahren nicht mehr wettbewerbsfähig sein.


Zuletzt bearbeitet: 23.09.11 17:34 von Administrator


Felix Gutzwiller zur Flughafenpolitik

http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/stadt_und_region/ich_kandidiere_nicht_gegen_christoph_blocher_1.12359002.html

...

Wo haben Sie in der letzten Legislatur konkret etwas für Zürich erreicht?
Als Erstes würde ich den Staatsvertrag Schweiz - USA nennen. Für den Finanzplatz Zürich ist das ein wichtiger Entscheid, und wir haben eine Lösung gefunden, die für den Standort Zürich gut ist. Dann die Infrastruktur-Entscheide: der Gubristtunnel und die Oberlandautobahn. Ich habe mich auch für den Flughafen eingesetzt und erreicht, dass das in der Kommission ein stehendes Traktandum ist.

Viel ist im Fluglärmstreit allerdings nicht in Bewegung geraten . . .
Zugegeben, aber wir sind am Thema dran. Ich führe laufend Gespräche mit verschiedenen Akteuren. Aber es ist klar, es muss jetzt vorangehen. Mit der neuen Volkswirtschaftsministerin müssen neue Grundlagen geschaffen werden für eine sinnvolle Lösung.

Aber Deutschland bewegt sich nicht, im Gegenteil.
Was wir hören, sind primär Äusserungen von Regionalpolitikern. Die Verhandlungen werden zwischen Bern und Berlin geführt. Die von der Schweiz und Deutschland gemeinsam durchgeführten Lärmmessungen zeigen, dass es in der Verteilung des Lärms eine massive Ungerechtigkeit gibt. Das kann unter befreundeten Staaten nicht einfach hingenommen werden.

Soll man das Fluglärmproblem mit anderen Dossiers koppeln?
Ich halte das nicht für ausgeschlossen. Die Verbindung mit dem Steuerabkommen war unmöglich, weil die Geschwindigkeiten der beiden Dossiers sehr verschieden waren. Aber es sind andere Bündelungen denkbar. Etwa Erleichterungen für den Lastwagenverkehr.

....



«Lärmfünfliber» soll «Lärmzehnernote» werden

http://www.zol.ch/ueberregional/kanton-zuerich/Laermfuenfliber-soll-Laermzehnernote-werden/story/27460722

Aktualisiert um 16:47 Uhr

Der Zürcher Kantonsrat verlangt die Verdoppelung des «Lärmfünflibers». Das heisst, dass die Abfluggebühr für Passagiere am Flughafen Zürich von fünf auf zehn Franken erhöht werden soll. Der Kantonsrat hat am Montag ein entsprechendes Postulat überwiesen.

Der so genannte «Lärmfünfliber», die Abfluggebühr für Passagiere des Flughafens Zürich, soll auf zehn Franken verdoppelt werden. Der Zürcher Kantonsrat hat am Montag ein entsprechendes Postulat der SP mit 93 zu 77 Stimmen überwiesen.

Im Februar 2008 habe das Bundesgericht eine Lärmklage gutgeheissen und damit einen Leitentscheid gefällt, heisst es in dem Ende 2008 eingereichten Vorstoss. Wie hoch die finanziellen Forderungen insgesamt sein werden, wisse man noch nicht.

Beglichen würden die Entschädigungen unter anderem mit Mitteln aus dem Fluglärmfonds, der durch den «Lärmfünfliber» alimentiert wird. Der Flughafen Zürich rechne damit, dass 800 Millionen bis 1,2 Milliarden Franken fällig werden könnten, schreiben die Postulanten.

Wenn der Fonds allerdings zu wenig liquid wäre, müssten die Zahlungen mit Steuergeldern erfolgen, sagte Erstunterzeichnerin Priska Seiler Graf (SP, Rümlang). Dies gelte es zu vermeiden. Ihrer Meinung nach wäre die Verdoppelung des «Lärmfünflibers» für Passagiere «absolut zumutbar».

Bereits genügend alimentiert

«Der Fluglärmfonds ist bereits genügend alimentiert», entgegnete Lorenz Habicher (SVP, Zürich). Zudem gehöre der Flughafen Zürich in Sachen Gebühren bereits heute zu den teuersten in Europa. Das Postulat sei unnötig. Mehr als ein Bericht des Regierungsrates schaue ohnehin nicht heraus.

Benno Scherrer (GLP, Uster) entgegnete, wegen fünf Franken zusätzlicher Gebühren würde sich die Konkurrenzfähigkeit des Flughafens nicht verschlechtern. Auf jeden Fall gelte es zu verhindern, dass der Kanton die Entschädigungsforderungen vorfinanzieren müsse.

Die Mittel fliessen dank dem «Lärmfünfliber» «recht gut», wie Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker (SVP) betonte. Zudem rechne die Regierung gegenwärtig mit deutlich tieferen Entschädigungszahlungen von 740 Millionen Franken. Eine Erhöhung zum heutigen Zeitpunkt hält Stocker deshalb nicht für angebracht.

(rsc/sda)



Christoph Blocher sieht nur in der Dossierverknüpfung den Lösungsweg in der Flughafenproblematik

http://www.drs.ch/www/node/295971


Zuletzt bearbeitet: 27.09.11 01:19 von Thomas


Fluglärm ja – aber nicht umsonst

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Fluglaerm-ja--aber-nicht-zu-viel/story/18923823

Eine Umfrage zeigt Erstaunliches: Die meisten Menschen im Kanton Zürich akzeptieren einen gewissen Anteil Fluglärm – wenn im Gegenzug eine florierende Wirtschaft winkt.

Die Bevölkerung nimmt ein gewisses Mass an Fluglärm für eine starke Wirtschaft in Kauf, wie eine Umfrage von Isopublic ergab. Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut befragte von Juni bis August telefonisch 1103 Stimmberechtigte im ganzen Kanton Zürich. Auftraggeber war der Verein Pro Flughafen.

Knapp die Hälfte aller Befragten (45 Prozent) gab an, sie befürworte Einschränkungen in der Wirtschaft, wenn sich dafür der Fluglärm reduziere. Etwas mehr als die Hälfte (51 Prozent) lehnt dies ab, wie Matthias Kappeler, Geschäftsführer von Isopublic, sagte.

Gleichzeitig akzeptierten fast alle Befragten (89 Prozent), dass eine floriernde Wirtschaft zu Fluglärm führt. Dieser Widerspruch lasse sich damit erklären, dass bestehende Einschränkungen wie etwa das am Flughafen Zürich geltende Nachtflugverbot breit abgestützt und akzeptiert seien, erklärte Pro-Flughafen Geschäftsführer Christian Bretscher.

Fluglärm stört weniger als Strassenlärm

Für zwei Fünftel der Interviewten (40 Prozent) ist der Anteil an Fluglärm in den letzten zwei Jahren gleich hoch geblieben. Rund ein Viertel (26 Prozent) dagegen meint, die Flugzeuge verursachten mehr Lärm. Von einer Zunahme sprachen gemäss Isopublic-Chef Kappeler vor allem Befragte, die älter als 55 Jahre sind.

Sind sie zuhause, dann stört der Fluglärm insgesamt fast zwei Fünftel (37 Prozent) aller Befragten. Fast zwei Drittel (63 Prozent) fühlen sich dagegen gar nicht gestört. Gemäss der Umfrage rangiert im Alltag der Fluglärm als Störquelle nach Strassenverkehrs- und Baulärm an dritter Stelle.

Stimmvolk entscheidet über Pistenausbau-Stopp

Weiter geht gemäss Kappeler aus der Umfrage hervor, dass zwei Drittel aller Teilnehmer möchten, dass der Flughafen Zürich anpassungsfähig bleibt. Ein guter Viertel (27 Prozent) ist dagegen der Meinung, der Flughafen solle bleiben wie er ist. Für eine Vergrösserung oder Verkleinerung plädiert eine Minderheit (unter 5 Prozent).

Anlass für die Umfrage war die kantonale Abstimmung vom 27. November 2011. Das Zürcher Stimmvolk entscheidet dann über eine Behördeninitiative und einen Gegenvorschlag. Beide Vorlagen verlangen, dass auf dem Flughafen Zürich keine Pisten mehr ausgebaut werden.

(rub/sda

Kommentar:
Bad News für die Fairteiler/Pistenstopper. Klare Mehrheit dagegen, dass dem Flughafen jeglicher Entwicklungsspielraum genommen wird. Ist zwar nur eine Meinungsumfrage, aber lässt mich hoffen, dass die Pistenverbotsvorlagen klar abgelehnt werden. Damit kann sich dann der Kantonsrat auch nicht mehr als Vogel Strauss in Szene setzen.

Admin: Link korrigiert.


Zuletzt bearbeitet: 27.09.11 14:25 von Administrator


Thomas Kern nimmt u.a. Stellung zu den Pistenverbotsinitiativen:

http://www.kgv.ch/userfiles/File/ZW/ZW%202011/2011_September.pdf#page=22



Flughafengemeinden fordern Anpassung des Lärmindexes

http://www.zol.ch/ueberregional/kanton-zuerich/Flughafengemeinden-fordern-Anpassung-des-Laermindexes/story/25423328

Aktualisiert um 09:59 Uhr

In ihrer Stellungsnahme zur Teilrevision des Zürcher Fluglärmindexes fordern die Anrainergemeinden eine neue Berechnung des Monitoringwerts. Ausserdem wollen sie, dass das verdichtete Bauen unterstützt wird.

22 Gemeinden rund um den Flughafen Zürich fordern eine Neuberechnung des Zürcher Fluglärmindexes ZFI. Und auch die Voraussetzungen für Staatsbeiträge bei Verdichtungen sollen angepasst werden, heisst es in einer Stellungnahme zur Teilrevision der Verordnung zum ZFI.

Die Teilrevision sieht vor, langfristig alle Wohnungen in der Flughafenregion mit hochwertigen Schallschutzmassnahmen auszustatten. Dies wird von den betroffenen Gemeinden durchwegs begrüsst, wie die Gemeinde Bassersdorf am Mittwoch stellvertretend mitteilt.

Die Gemeinden fordern, dass die Berechnung des ZFI-Monitoringwerts angepasst wird. Bei der Berechnungsmethode solle zwingend berücksichtigt werden, wenn dank Schallschutzmassnahmen weniger Personen gestört würden. Gleichzeitig dürften Verbesserungen im Lärmschutz nicht dazu führen, dass den betroffenen Bewohnern mehr Lärm, respektive mehr Flugbewegungen, zugemutet wird.

Gemäss kantonalem Richtplanentwurf zum Flughafenkapitel setzt sich der Regierungsrat für Verdichtungsmöglichkeiten in gut erschlossenen Gebieten ein. Die vorgelegte Verordnung bestimme hingegen, dass Sanierungsvorhaben nicht für Staatsbeiträge berechtigt seien, die zu mehr Wohneinheiten führten als in den bestehenden Gebäuden vorhanden.

Nach Ansicht der 22 Gemeinden sollten Verdichtungen im Rahmen der ZFI-Verordnung aber ebenfalls unterstützt werden. Für die Berechnung von Staatsbeiträgen soll massgebend sein, wie und ob sich die Zahl der stark gestörten Personen verringert.

(rsc/sda)



Kein Freude in Nürensdorf über die Umfrage zum Flughafen-Bauverbot

http://www.telezueri.ch/webtv/?&channel_id=71&video_id=220356



Deutlich höhere Lärmgebühren für den Flughafen Zürich

http://www.zol.ch/ueberregional/kanton-zuerich/Deutlich-hoehere-Laermgebuehren-fuer-den-Flughafen-Zuerich/story/24149873

Aktualisiert um 14:49 Uhr

Die Flughafen Zürich AG hat beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) ein überarbeitetes Lärmgebührenmodell eingereicht. Neu sollen 75 Prozent der Flugbewegungen mit einer Lärmgebühr belastet werden. Heute sind es lediglich 10 Prozent.

Die Lärmgebühren für Flugbewegungen am Flughafen Zürich sollen massiv erhöht werden. Zusätzlich zu den eigentlichen Gebühren sollen Gebührenzuschläge in den Tagesrandstunden von 6 bis 7 Uhr und von 21 bis 22 Uhr erhoben werden, wie die Flughafen Zürich AG am Mittwoch mitteilte. Die vorgesehenen Tagesrandstundenzuschläge betragen je nach Flugzeugtyp zwischen 40 Franken für die lärmgünstigste Klasse 5 und 1500 Franken für die lauteste Klasse 1.

In der Nacht sind zusätzlich zu den Lärmgebühren Zuschläge vorgesehen, die sich pro halbe Stunde verdoppeln. Für Flugzeuge, die mit einer Ausnahmebewilligung in der Nachtsperrzeit von 23.30 bis 6 Uhr starten oder landen, erhöht sich dieser Zuschlag und variiert je nach Flugzeugtyp zwischen 1500 Franken und 18'000 Franken.

Revision in zwei Schritten

Gemäss einem Entscheid des Bundesgerichts müssen die überarbeiteten Lärmgebühren auf den Sommerfahrplan Ende März 2013 eingeführt werden. Das BAZ prüfe nun zunächst den von der Flughafenbetreiberin eingereichten Vorschlag für das überarbeitete Lärmgebührenmodell, heisst es in der Mitteilung. Im Frühling 2012 ist eine Konsultation bei den beteiligten Partnern vorgesehen.

Die Flughafenbetreiberin hatte im September des vergangenen Jahres die Absicht angekündigt, die Revision des Lärmgebührenmodells in zwei Schritten zu vollziehen. In einer ersten Phase wurden die Lärmgebühren in den Lärmklasse 1 und 2 auf Ende März dieses Jahres verdoppelt.

In einer zweiten Phase wurde die Einteilung der Flugzeugtypen in fünf Lärmklassen komplett überarbeitet. Aufgrund des technischen Fortschritts und der Modernisierung der in Zürich verkehrenden Flugzeugflotten hatte das bestehende Lärmgebührenmodell kaum mehr einen Lenkungscharakter.

(khe/sda)



Wenn es für uns Schneiser einen Grund für ein doppeltes Nein am 27 November gibt, dann das Gelulle der "Fluglärmsolidarität"

http://www.fluglaermsolidaritaet.ch/Dokumente/Mitgliederinfos_Oktober_2011.pdf

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Lärm-Beschwerden: laerm@zurich-airport.com Tel 043 816 21 31  

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