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Thema: Medienberichte Juli-Sept 2011


Tagi - Warum es in Kloten fast zur Katastrophe kam

Von Pia Wertheimer. Aktualisiert um 13:26 Uhr 14 Kommentare

Im Juni 2010 kollidierten um ein Haar zwei Flugzeuge. Jetzt zeigt ein Bericht des BFU, dass im Turm des Flughafens Zürich ein Funkspruch nicht zu hören war.

«Ah, you may have two aircraft taking off at the moment», dieser Funkspruch eines British Airways Piloten verhinderte am 18. Juni Sekunden nach 12 Uhr eine Tragödie auf den Pisten des Flughafens Zürich. Das Büro für Flugunfalluntersuchungen (BFU) hat nun seinen Untersuchungsbericht publiziert, wie «Der Landbote» schreibt.

Am Freitagmittag 18. Juni 2010 es hatte geregnet. Die beiden sich kreuzenden Pisten 16 und 28 waren in Betrieb. Auf der Piste 16 setzte ein Airbus A340 der Thai Airways International zum Start an, dasselbe tat auf der Piste 28 eine Turboprop-Maschine der britischen Fluggesellschaft Blue Island. Dank dem aufmerksamen British-Airways-Piloten, der bei der Piste 28 auf seine Startfreigabe wartete, befahl der verantwortliche Fluglotse der Blue-Island-Besatzung einen Startabbruch, während der grosse thailändische Airbus abhob. Die Propellermaschine hat zu diesem Zeitpunkt bereits eine Geschwindigkeit von rund 100 km/h erreicht.

«Erhebliche Kollisionsgefahr»

In seinem Bericht kommt das BFU zum Schluss: «Der schwere Vorfall ist darauf zurückzuführen, dass auf der Piste 28 die Besatzung eines Flugzeugs den Start ohne entsprechende Freigabe einleitete.» Die Experten rügen das Verhalten der Piloten der Blue-Island-Maschine. Es habe zu einer erheblichen Kollisionsgefahr mit einem startenden Flugzeug auf der Piste 16 geführt.

Die Blue-Island-Piloten hätten zudem nicht wahrgenommen, dass ihre thailändischen Kollegen die Startfreigabe für ihren Airbus bestätigten. Die Briten quittierten indessen ihre eigene Startfreigabe, was wiederum die verantwortliche Flugverkehrsleiterin nicht hörte. Zu ihr gelangte lediglich die Bestätigung der Thai Airways. Grund dafür ist, dass die Standorte der beiden Empfänger, welche die Funksprüche der Flugbesatzungen entgegennehmen, die Unterdrückung der Mitteilung der Blue-Island-Piloten begünstigte.

Zudem nahm die Flugverkehrsleitung den Beginn des Startlaufs der britischen Turboprop nicht wahr. Das BFU hält im Bericht fest, dass die Entstehung des schweren Vorfalls «durch den komplexen Betrieb auf zwei sich kreuzenden Pisten begünstigt» wurde. Dieser weise bei hohem Verkehrsaufkommen eine nur geringe Fehlertoleranz auf. (Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)

Erstellt: 29.09.2011, 13:21 Uhr



Tagi - A380 kurz vor Landung durchgestartet

Aktualisiert um 12:20 Uhr

Ein A380 musste wegen eines technischen Problems den Landeanflug nach Zürich abbrechen. An Bord sassen auch Peter Sauber und Sebastian Vettel.

Am Dienstagmorgen ist es bei einem A380 während des Landeanflugs nach Zürich Kloten zu einem Zwischenfall gekommen. Wie der Blick heute Donnerstag schreibt, musste der Flieger der Singapore Airlines durchstarten. Sprecherin Louise Kaben bestätigt gegenüber der Zeitung den Zwischenfall: «Es gab bei diesem Flug einen sogenannten Go-Around.»

Die Hintergründe werden abgeklärt. Laut einem Passagier, der im Blick zitiert wird, soll der Pilot als Grund für den Zwischenfall einen Ausfall des Instrumentenlandesystems ILS für den Zwischenfall genannt haben. Ohne dieses System habe der Riesenvogel im dichten Nebel nicht landen können.

«Das ILS funktionierte zu jedem Zeitpunkt einwandfrei», schreibt Maude Rivière von der Skyguide in einer Stellungnahme. Der Grund für den Zwischenfall sei ein Problem an Bord des Flugzeuges gewesen. «Von einem Ausfall des ILS wären auch andere Flugzeuge tangiert gewesen, dies war jedoch nicht der Fall.»

Formel-1-Stars an Bord

Der A380 flog weiter nach Frankfurt, wo er eine halbe Stunde später gelandet ist. Um 11.24 Uhr setzte der Flieger schliesslich auf Zürcher Boden auf.

An Bord sassen Peter Sauber und der Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel. Sauber sagte zum «Blick», er habe nie Angst gehabt, weil es sehr gute Informationen gab. «Aber ich dachte schon, hoppla. Der Wald war schon nah zu sehen. Dann sind wir durchgestartet.» (fsc)

Erstellt: 29.09.2011, 08:13 Uhr



Blick - A380 muss in letzter Sekunde durchstarten

KLOTEN ZH - Nervenflattern im Superjumbo A380: Nur wenige Augenblicke fehlten bis zur Landung in Zürich. Doch der Singapore-Airlines-Jet musste am Dienstagmorgen im letzten Moment durchstarten!
Von Adrian Schulthess und Roger Benoit Aktualisiert um 15:08 29.09.2011

«Der Kapitän sagte, er habe so stark wie möglich beschleunigen müssen, um einen Crash zu verhindern», sagt Passagier David P.* (35). Er reiste mit seiner Frau aus den Bali-Ferien heim. Das Instrumentenlandesystem ILS funktioniere nicht, sagte der Kapitän laut David P. Im dichten Nebel könne er ohne das System nicht landen. Nächster Stopp: Frankfurt.

«Wir befürchteten das Schlimmste. Wir wussten ja nicht, wo genau das Problem lag. Und ob wir genug Treibstoff bis Frankfurt hatten», sagt David P. Nach 30 bangen Minuten landete der Jet sicher in Deutschland.

Auch Rennstallbesitzer Peter Sauber (67) und Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel (24) sas­sen im A380. «Die Sache war etwas nervig, weil wir rund zwei Stunden in Frankfurt auf den Weiterflug warten mussten», sagt Vettel-Pressesprecherin Britta Roeske.

«Der Kapitän ist sofort zu Sebastian gekommen und hat ihm den elektronischen Defekt erklärt. Und Seb ist ja bekannt dafür, dass er keine ungelösten Prob­leme haben will», so Roske. «Er hat das alles sehr locker genommen, lieber ein kleiner Defekt am Flieger als an seinem Rennauto. Vettel nahm den Zwischenfall so entspannt, dass er sich dauernd mit Crew-Mitgliedern und Passagieren fotografieren liess.»

Der Riesenvogel ist fast fabrikneu, gehört erst seit zwei Wochen zur Singapore-Flotte.

Um 11.24 Uhr landete der A380 doch noch in Zürich. «Der Kapitän entschuldigte sich für die vielen Probleme und sagte, das ILS habe wieder nicht funktioniert», so Passagier David P. Singapore Airlines Schweiz bestätigt den Vorfall. «Es gab bei diesem Flug einen sogenannten Go-Around», erklärt Sprecherin Louise Kaben. «Die Hintergründe müssen wir noch abklären. Der Pilot kann aber immer frei entscheiden, ob er landen will oder nicht.»

Die Schweizer Flugsicherung Skyguide betont in einer Stellungnahme, dass «das eingeleitete Flugmanöver nicht auf einen Ausfall des bodenseitigen Instrumentenlandesystems ILS zurückzuführen» sei. Sondern «auf ein bordseitiges Problem». Das Instrumentenladesystem habe zu jedem Zeitpunkt einwandfrei funktioniert.




Regierungsrat will keine zivile Fliegerei in Dübendorf

http://www.zol.ch/ueberregional/kanton-zuerich/Regierungsrat-will-keine-zivile-Fliegerei-in-Duebendorf/story/28203995

Aktualisiert um 15:06 Uhr

Der Regierungsrat hat ein dringliches Postulat zum Flughafen Dübendorf entgegengenommen. Laut diesem soll der Kanton Zürich dafür sorgen, dass der Flughafen Zürich keine zivilen Flüge nach Dübendorf auslagert.

Die Kantonsräte Thomas Hardegger (SP), Thomas Maier (Grünliberale) und Markus Schaaf (EVP) hatten im Juli ein dringliches Postulat eingereicht, in dem sie forderten, die mögliche zivile Nutzung des Flughafens Dübendorf zu verhindern. Der Regierungsrat solle aufzeigen, wie der Kanton Zürich ein solches Szenario verhindern könne, forderten die Unterzeichnenden. Sie wendeten sich damit gegen eine Mitteilung des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Dieses schrieb im Mai 2011 in einer Mitteilung, eine Ausdehnung der zivilen Nutzung des Flughafens Dübendorf könnte den Flughafen Zürich entlasten

Nun hat der Regierungsrat zum Postulat Stellung genommen. Da er sich bereits 2010 gegen eine weitere aviatische Nutzung des Flughafens ausgesprochen hatte, entschied sich der Regierungsrat, das dringliche Postulat entgegenzunehmen.

Bis 2014 wird Flughafen noch vom Militär genutzt

Der Regierungsrat erklärte zwar, dass die weitere Nutzung des Flughafens teilweise vom Entschluss des VBS abhängt. Dieses entscheidet bis 2014, ob der Militärflugplatz weiter genutzt oder – wie ursprünglich geplant – aufgegeben wird. Der Regierungsrat will jetzt aber abklären, wie der Kanton Zürich dafür sorgen kann, dass der Flughafen Zürich keine Auslagerung der Flüge nach Dübendorf vornimmt.

Praktisch heisst dies, dass der Regierungsrat eine Ausweitung der zivilen Kleinfliegerei auf dem Flughafen verhindern will. Dazu wird er im anfangs 2012 den Richtplan des Flughafens, bei dem die Piste aus der Richtplankarte entfernt wurde, an den Kantonsrat überweisen. Die Vorlage wird 2013 durch den Kantonsrat festzusetzen und anschliessend durch den Bund zu genehmigen sein. (ala)



Flughafen Stuttgart 1988: Piste zu kurz

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1446304/Blick-zurueck-Proteste-gegen-Flughafen#/beitrag/video/1446304/Blick-zurueck-Proteste-gegen-Flughafen

1996 wurde die Piste dann von 2550m auf 3345m verlängert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Stuttgart


Zuletzt bearbeitet: 01.10.11 17:41 von Thomas
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