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Thema: Medienberichte Jan-März 2012


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Fluglärm in Zürich

03. Januar 2012 12:55

Flughafen will Kompromiss mit Hausbesitzern

http://www.20min.ch/news/zuerich/story/Flughafen-will-Kompromiss-mit-Hausbesitzern-15736170

Die Flughafen AG sucht nach dem neuesten Bundesgerichtsurteil zur Fluglärmentschädigung das Gespräch mit den betroffenen Liegenschaftsbesitzern. Jetzt gebe es eine Basis für finanzielle Entschädigungen.

Das Bundesgericht hatte der Besitzerin eines Mietshauses in Opfikon ZH eine Entschädigung von gut 17 Prozent des Verkehrswerts zugesprochen, wie am Montag bekannt wurde. Nun könnten auch die Lärmentschädigungen von Mietliegenschaften abgewickelt werden, sagte Flughafensprecherin Sonja Zöchling auf Anfrage. Bislang sind nur lärmgeplagte Besitzer von selbstgenutztem Wohneigentum entschädigt worden.

Wie viele Liegenschaften vom aktuellen Bundesgerichtsurteil betroffen sind, konnte die Mediensprecherin nicht sagen. Insgesamt liegen der Flughafen Zürich AG und dem Kanton Zürich noch 17 000 Entschädigungsbegehren vor. Das Unternehmen gehe nach wie vor davon aus, dass es rund 740 Millionen Franken Lärmkosten zahlen müsse, sagte Zöchling.

Urteil mit Pilotcharakter

Das Bundesgerichtsurteil habe Pilotcharakter, sagte Martin Looser von der Anwaltskanzlei Ettler/Sutter. Er hatte die Opfiker Hausbesitzerin vertreten. Nun sei die Grundsatzfrage entschieden. Looser geht davon aus, dass es in den meisten Fällen eine Einigung zwischen den Besitzern von Mietliegenschaften und dem Flughafen geben werde. Die Anwaltskanzlei vertritt rund 50 weitere Fälle.

Strittig war bislang die Art der Berechnung. Wie die Vorinstanzen übernahm auch das Bundesgericht das Berechnungsmodell der Eidgenössischen Schätzungskommission Kreis 10 und verwarf das von der Flughafen Zürich AG favorisierte Modell. Der Rechtsstreit hatte sich über 13 Jahre hingezogen.

Stichtag für Entschädigungen ist laut früheren Bundesgerichtsentscheiden der 1. Januar 1961. Ab diesem Zeitpunkt war eine starke Zunahme der Lärmbelastung absehbar.

(sda)



Tagi - Flughafen muss Hausbesitzer entschädigen

13 Jahre lang beschäftigte der Fall einer Opfiker Miethausbesitzerin die Gerichte. Nun muss der Flughafen für den Lärm bezahlen.

Eine Lärmentschädigung von gut 17 Prozent des Verkehrswertes muss die Flughafen Zürich AG der Besitzerin eines Mietshauses in Opfikon bezahlen. Dies hat das Bundesgericht entschieden. Die Richter in Lausanne wiesen eine Beschwerde der Flughafenbetreiberin und des Kantons Zürich gegen einen Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts ab. Diese hatten verschiedene Verfahrensrügen erhoben.

Der nun definitiv beurteilte Fall war laut den Anwälten der Liegenschaftenbesitzerin 13 Jahre lang hängig. Im Verfahren ging es um ein Mehrfamilienhaus im Bereich der vom Flughafen nordöstlich verlaufenden Piste 16. Die Eigentümerin und zahlreiche andere Liegenschaftenbesitzer aus Opfikon hatten bereits Ende der 1990er-Jahre Entschädigungen wegen übermässigen Fluglärms gefordert.

Entschädigung aus dem Lärmfonds

Mit seinem Entscheid bestätigte das Bundesgericht die Urteile der Vorinstanzen, wie die Rechtsvertreter einer betroffenen Hauseigentümerin mitteilten. Damit sei der Versuch des Flughafens, eine Entschädigungspflicht bei Mietliegenschaften zu vereiteln, erfolgreich abgewehrt worden. Es handelt sich um einen Pilotfall. Gestützt darauf könne man nun alle weiteren hängigen Fälle von Mietliegenschaften in Opfikon wieder aufnehmen, teilten die Anwälte mit.

Laut Flughafensprecherin Sonja Zöchling seien insgesamt 17'000 Entschädigungsbegehren hängig. Mit diesem Urteil könnten nun alle Fälle abgewickelt werden, die Mietshäuser betreffen. Mit neuen solchen Begehren rechnet der Flughafen Zürich indessen nicht, denn die Einreichfrist ist abgelaufen. Die betroffenen Hauseigentümer werden aus dem Lärmfonds entschädigt. «In diesen Fonds fliesst der Lärm-Fünfliber, den alle Passagiere entrichten, und die lärmabhängigen Gebühren, die Airlines entrichten müssen», sagt Zöchling. Insgesamt rechnet der Flughafen mit Entschädigungszahlungen in einer Höhe von 740 Millionen Franken.

(Bundesgerichtsurteil 1C_100/2011)

Dies zeigt, wie sich der Flughafen dagegen sperrt, für den von ihm verursachten Lärm zu zahlen. Eine Lärmreduktion wird dafür von ihm auch vehement abgelehnt. Die Verfahrenskosten wurden vom Flughafen wohl auch noch aus dem Lärmfonds beglichen.



Der Kanton Zürich steht hinter seinem Airport

HANSJÖRG BÜRGI, CHEFREDAKTOR DES LUFTFAHRTMAGAZINS SKYNEWS.CH

Bereits zum dritten Mal innerhalb von nur vier Jahren haben sich die Stimmberechtigten des Kantons Zürich für «ihren» Flughafen ausgesprochen. Der von 42 Gemeinden und sogar dem Zürcher Kantonsrat unterstützte Bau- und Planungsstopp für den Flughafen wurde mit über 58% abgelehnt. Damit hat der Zürcher Souverän Weitsicht und insbesondere auch Vernunft bewiesen. Denn nach wie vor werden jegliche Veränderungen am Pistensystem eine Volksabstimmung durchlaufen müssen.

Wie geht es weiter? Dank dem klaren Volksentscheid weiss man jetzt auch in Bern, dass die vieldiskutierte Variante «J optimiert» (Verlängerung der Pisten 28 und 32) mehrheitsfähig ist. Sie dürfte damit Eingang in den Sachplan Infrastruktur Luftfahrt haben und dieser kann nach über zehn Jahren Hin und Her endlich auch für den Flughafen Zürich festgesetzt werden. Da die Verhandlungen mit Deutschland nach wie vor stocken, ist wohl in wenigen Jahren mit der nächsten Flughafenabstimmung in Zürich zu rechnen: Dann wird es um die Umsetzung der Variante «J optimiert» gehen, welche Deutschland schont.

«J optimiert» sieht Landungen auf der Piste 28 (Ostanflug) und Starts auf der Piste 32 nach Norden vor. Der grosse Vorteil dabei liegt im kreuzungsfreien Betrieb, welcher die grösstmögliche Sicherheit bietet. Doch ein Nachteil bleibt: Die Piste 28 kann aus topografischen Gründen nur bei relativ guter Bodensicht angeflogen werden. Allwettertauglich sind in Zürich nur die Anflüge aus Norden auf die Pisten 14 und 16. Wenn diese beiden (fast parallelen) Pisten wie ein Parallel-Pistensystem genutzt würden, böte dies bei jedem Wetter wohl die beste Lösung: Landung auf der Piste 14 und Starts auf der Piste 16, aber im Gegensatz zu heute geradeaus oder nach Westen abdrehend. Das wäre «Safety first», ein nur zu gerne (auch von Politikern) zitierter Begriff. Doch beim Flughafen Zürich gilt nach wie vor «Politik zuerst», daran hat auch die Abstimmung vom 27. November (noch) nichts geändert.



Schlechte Verlierer im Kantonsrat

http://streaming1.toponline.ch/news/video/thema/20111128_regio_zh.wmv



Wie die Stadler den Kanton überzeugten

http://www.zuonline.ch/artikel_28346.html

Stadel. Im Kern von Stadel könnte ein Dutzend Neubauten entstehen, obschon das Dorf im Fluglärm-Perimeter liegt. Jetzt sind die ersten Baugesuche eingetroffen. Bauen ist möglich trotz Anflugschneise.

Florian Schaer

Es war ein Vorhaben der Stadler, das viele Grundeigentümer und Behörden im Unterland mit ganz besonderem Interesse verfolgt haben: Das Dorf hat nach einer Möglichkeit gesucht, die noch nicht überbauten Parzellen und Parzellenteile innerhalb der Kernzone überbauen zu dürfen. Und das, obwohl neue Erschliessungsanlagen wie etwa Strassen oder Wasserleitungen nicht zulässig sind wegen der Flieger.

Durch die Nähe zum Flughafen liegt das Zentrum von Stadel im sogenannten Immissionsgrenzwert-Perimeter. Wo Flugzeuge zu viel Lärm verursachen, darf laut Gesetz kein Bauland neu erschlossen werden. Und das heisst in der Regel eben auch: keine neuen Häuser und keine neuen Stadler Einwohner, die potenziell vom Lärm geplagt würden.

«Alles ist besser als gar nichts»

Nun gibt es in Stadel zwei Erbengemeinschaften, die Land in der Kernzone besitzen. Sie stellten vor sechs Jahren ein Gesuch um ein amtliches Quartierplanverfahren wollten also die Sicherheit, ihr Land trotz Lärm bebauen zu können. Doch ein ordentliches Quartierplanverfahren ist innerhalb des genannten Lärmperimeters nicht erlaubt. «Wir wussten, dass ein öffentlicher Gestaltungsplan das einzig potenziell Mögliche war», sagt Stadels Gemeindeschreiber Richard Kälin. Was folgte, war ein sechs Jahre langer Verhandlungsmarathon mit Landeigentümern, Gemeinde und Kanton. «Wir mussten den Landbesitzern immer wieder erklären, dass alles, was wir erreichen, besser ist als gar nichts», so Kälin. Am Ende des bürokratischen Hürdenlaufs stand er endlich schwarz auf weiss fest: der Gestaltungsplan «Usserdorf-Hinterdorf», der insgesamt ein gutes Dutzend Neubauten erlaubt.

Wie aber kriegten die Stadler das hin? Das Gesetz sagt deutlich, dass Neubauten innerhalb des Immissionsgrenzwert-Perimeters nur dann erlaubt sind, wenn ein «überwiegendes öffentliches Interesse besteht». «Wir mussten den Nachweis erbringen, dass die Grundstücke, von denen wir sprechen, bereits erschlossen sind», sagt Kälin, «und zwar für jeden Quadratmeter.» Denn nur dann, so wusste er, würde das «überwiegende öffentliche Interesse» als gegeben gelten. Obschon einzelne Teilgebiete noch kleine Ergänzungen der Erschliessungsanlagen benötigen, war Zürich am Ende überzeugt und bewilligte den erhofften öffentlichen Gestaltungsplan.

Selbst Bäume vorgeschrieben

Allerdings machte der Kanton dabei keine Geschenke: «Neben dem Nachweis der vorhandenen Erschliessungsanlagen mussten wir den Plan sehr restriktiv ausgestalten», erklärt Kälin. Die Höhe, Breite und Länge jedes einzelnen Gebäudes musste exakt festgelegt werden, denn: Erschliessungsanlagen sind dimensioniert, reichen im Klartext also nur für eine bestimmte Zahl von Einwohnern aus. Würde man mehr Wohnungen wollen, müssten die Erschliessungen ausgebaut werden und just das ist wiederum verboten. Damit ist auch die maximale Anzahl möglicher neuer Wohnungen vordefiniert.

Der Plan enthält neben zwingenden Abständen und Hauptfirstrichtungen sogar ganz genaue Standorte für einzelne Hochstammbäume. Die Vorschriften rührten nicht zuletzt auch daher, dass das gesamte Gebiet des Gestaltungsplans dem Ortsbildschutz untersteht. So kommt es, dass nun sogar die Farben von Ziegeln, Storen und Jalousien festgeschrieben und vom Kanton Zürich offiziell abgesegnet sind. «Allein gestützt auf unsere Kernzonenbestimmungen hätte man viel verdichteter bauen können», sagt Kälin. «Die Verhandlungen mit dem Kanton waren von Anfang an ein gegenseitiges Abtasten.»

Ob sämtliche Häuser, die im Plan als möglich eingezeichnet sind, auch tatsächlich gebaut werden, entscheiden die Grundeigentümer. Definitiv bewilligt ist noch kein einziges, doch inzwischen sind die ersten Baugesuche eingetroffen und an den Kanton weitergeleitet worden.



«Es muss sofort zugeschlagen werden»

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/Es-muss-sofort-zugeschlagen-werden/story/13871338

Von Patrick Kühnis. Aktualisiert um 07:38 9 Kommentare

Viel List und manchmal auch ein Bauernopfer: Wie der ehemalige SP-Bundesrat Moritz Leuenberger in der Öffentlichkeitsarbeit trickste, um politisch zu punkten.

Ein Jahr zog seit seinem Rücktritt ins Land. Doch erst kürzlich gestand Moritz Leuenberger ein, wie er als Politiker zweimal auf dem falschen Fuss erwischt wurde. Zuerst als Zürcher Justizdirektor, als 1993 ein Strafgefangener im Hafturlaub am Zollikerberg eine 20-jährige Pfadfinderin ermordete. «Ich war dermassen unter Schock, dass ich einen halben Tag zu lange gewartet habe, bevor ich mich an die Öffentlichkeit wandte.»

Die zweite grosse Schlappe erlebte er 2003 als Bundesrat – nach Einführung der Südanflüge. Für Leuenberger war das der «kommunikative Super-GAU» seiner Karriere, weil er ständig in der Defensive war. Sein Fehler sei es gewesen, den Gegner zu unterschätzen. Während der Flughafen «systematisch eine Gerüchte-Kampagne steuerte», tat sein Uvek-Stab die Fluglärmgegner bloss als «Zürcher Stürmi» ab. «Das war ein kapitaler Kommunikationsfehler. Man darf die anderen nicht verachten, sie haben immer ein bisschen recht.»

[...]

Kommentar:
Moritz Leuenberger verfährt ganz nach dem Motto: "Jetzt kann man es ja sagen!". Den hinterlassenen Scherbenhaufen müssen jetzt andere für ihn aufräumen. Jetzt grosse Töne spucken, passt gar nicht zu seiner Hinterlassenschaft! Faul wie er immer war, haben wir aber nie etwas anderes von ihm erwartet.



Tagi - Passagierrekord dank starkem Franken

Der Flughafen Zürich hat im vergangenen Jahr eine neue Dimension erreicht. Auch in Basel und vor allem in Bern explodierte die Zahl der Fluggäste.

Die Schweizer Flughäfen haben im vergangenen Jahr überdurchschnittlich von der guten Konjunktur und dem starken Franken profitiert. Der grösste Schweizer Airport in Zürich etwa übertraf den bisherigen Passagier-Rekord um über 6 Prozent.

Insgesamt haben im vergangenen Jahr 24'337'954 Passagiere den Flughafen Zürich benutzt. Das entspricht einer Zunahme gegenüber 2010 von 6,4 Prozent. Damit wurde erstmals die Marke von 24 Millionen Passagieren übertroffen. Die bisherige Höchstmarke war 2010 mit 22,9 Millionen Fluggästen erreicht worden.

Frankenstärke hilft

Wie die Flughafen Zürich AG am Mittwoch mitteilte, ist das Passagierwachstum unter anderem auf den starken Franken zurückzuführen, der zu mehr Auslandreisen geführt habe.

In Zürich bleibt die Fluggesellschaft Swiss klar die Nummer eins. Sie beförderte 55,9 Prozent der Passagiere von und nach Zürich. Air Berlin (6,7 Prozent), Edelweiss Air (3,9 Prozent) und Lufthansa (3,8 Prozent) folgen auf den Plätzen.

Insgesamt verzeichnete der Flughafen Zürich im vergangenen Jahr 279'001 Flugbewegungen. Die Anzahl Flüge habe damit gegenüber den Passagierzahlen unterproportional um 3,8 Prozent zugenommen, schreibt die Flughafen Zürich AG.

Wieder nicht wie immer gepredigt: Starker Flughafen dank starkem Franken und nicht umgekehrt. Es ist doch eher so, dass der Flughafen Investitionen ins Ausland verschiebt. Schweizer werden mit Billigflugangeboten geködert, um ihr Geld im Ausland zu verprassen, statt im Inland.


Zuletzt bearbeitet: 11.01.12 21:12 von Flughafenpolitik


20min online - Der Watchdog zeigt Zähne

Zwei Journalisten, ein Talk: Gian Signorell befragt 20-Minuten-Online-Autor Lukas Hässig. Diese Woche: Affäre Hildebrand, Finma stellt Bosch kalt und (fraglicher) Bauboom am Flughafen Zürich.


TOO BIG?

Der Flughafen Zürich baut und baut - für wen?


Bei diesem Gespräch werden drei Themen angesprochen. Letzteres ist sehr interessant und man fragt sich wirklich, für wen hier so viel Geld investiert und Risiko eingegangen wird. Dabei muss man bedenken, dass der Kanton Zürich viel Geld im Flughafen stecken hat. (Ein Mediaplayer wird benötigt und das interessante Thema wird bei 4 Minuten und 40 Sekunden angesprochen.


Zuletzt bearbeitet: 15.01.12 09:45 von Flughafenpolitik


Waldshut-Tiengen

16.01.2012

Freie Hand für Flughafen Zürich?

http://www.suedkurier.de/region/hochrhein/waldshut-tiengen/Freie-Hand-fuer-Flughafen-Zuerich;art372623,5324880

Der Bundesverkehrsminister ändert über Nacht das Reglement für Zürich-Flüge. Damit kann der Schweizer Flughafen jetzt auf Kosten Südbadens expandieren.

Die Zweifel am Hochrhein und im Schwarzwald gegenüber Berlin wachsen. Von einer Verschärfung des Flugregimes gegenüber der Schweiz ist beim Bundesverkehrsministerium offenbar keine Rede mehr. Da wurde am Wochenende bekannt, dass der Verkehrsminister bereits Mitte September eine Änderung der Luftverkehrsverordnung für die An- und Abflüge verfügt hat. Erstmals werden darin Flugverfahren festgelegt, die nach Ansicht der örtlichen Bürgerinitiativen zu einer erheblichen Zunahme des Luftverkehrs über südbadischen Landkreisen führen werden. „Am 23. September 2011 wird mit dieser Änderung die Nutzung des deutschen Luftraums fortgeschrieben“, erklärte BI-Vorsitzender Rolf Weckesser. Er sieht mit der veränderten DVO die Tür weit geöffnet für die Übernahme weiterer Lasten durch die deutsche Seite. Damit sei die „Glaubwürdigkeit der Verantwortlichen“ verloren, fügte er in seinem Schreiben hinzu. „Offen ist, wer dieses Vorgehen stützt.“ Beim Verkehrsministerium war gestern hierzu keine Stellungnahme zu bekommen.

Der jüngste Schritt weckt auch nach Ansicht Edwin Flucks von der BI Schwarzwald-Baar Zweifel an den Absichtsbekundungen Berlins, für die Menschen in den betroffenen Gebieten Entlastungen herbeiführen zu wollen. Die Änderung der DVO „stabilisiert die Verhältnisse zu unserem Nachteil einseitig im Sinne der Schweiz. Wir sind hinters Licht geführt worden“, merkte er enttäuscht in einem Schreiben an, das unter anderem an den Landtagspräsidenten Guido Wolf und den Bundestagsabgeordneten Siegfried Kauder (beide CDU) adressiert ist.

Der Kanton Zürich hatte erst vor kurzem in einer Volksabstimmung gegen jede Art von Wachstumsbeschränkungen für den Airport gestimmt. Deutsche Bürger hatten hierbei naturgemäß kein Mitspracherecht. Proteste im wohlhabenden Zürcher Süden hatten in der Vergangenheit immer wieder dazu geführt, dass die Schweiz eine stärkere Nutzung des deutschen Luftraumes verlangt hat. Jetzt dürfte sie kurz vor ihrem Ziel stehen.



Kommentar VFSN:

http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=2540&Itemid=1

Eine Information für die Journalisten in Süddeutschland: Bei der Abstimmung ging es schlussendlich lediglich darum, ob man eine Piaste verlängern darf um ein bevölkerungsfreundlicheres Flugregime zu ermöglichen oder nicht. Die Aussage "Der Kanton Zürich hatte erst vor kurzem in einer Volksabstimmung gegen jede Art von Wachstumsbeschränkungen für den Airport gestimmt." ist schlicht falsch. Eine Pistenverlängerung hat keine Kapazitätserhöhung zur Folge!

Eine Pistenverlängerung bewirkt keine Kapazitätssteigerung. Erst wenn die Landepiste frei ist, darf das folgende Flugzeug zur Landung ansetzen, bzw. den Missed Approach Point passieren.




Waldshut-Tiengen

13.11.2008

Rolf Weckesser

http://www.suedkurier.de/region/hochrhein/waldshut-tiengen/hintergrund-waldshut-tiengen/Rolf-Weckesser;art473644,3509149

Der 71-jährige Oberst a.D. der Luftwaffe ist seit Gründung der Bürgerinitiative Luftverkehrsbelastung im Kreis Waldshut im Januar 2001 deren Sprecher. Der Stühlinger befasst sich aber schon seit 1997 mit der Neuordnung des Luftverkehrs im Grenzgebiet.



BAZL legt Projekt für Schallschutzhalle am Flughafen Zürich öffentlich auf

http://www.news.admin.ch/dokumentation/00002/00015/?lang=de&msg-id=43034

Bern, 17.01.2012 - Der Flughafen Zürich will eine Schallschutzhalle für die Standläufe von Flugzeugtriebwerken erstellen. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat das entsprechende Gesuch in die öffentliche Auflage gegeben.

Das seit Mitte 2010 geltende vorläufige Betriebsreglement verpflichtet den Flughafen Zürich zum Bau einer neuen Schallschutzanlage für die Standläufe von Flugzeugtriebwerken, wie sie nach durchgeführten Wartungsarbeiten vorgeschrieben sind. Die Anlage soll die Lärmbelastung der Bevölkerung in den umliegenden Gemeinden - vor allem bei nächtlichen Triebwerktests - deutlich reduzieren. Die veralteten offenen Röhrenschalldämpfer vermögen die heutigen Anforderungen nicht mehr ausreichend zu erfüllen.

Nach Prüfung verschiedener technischer Möglichkeiten hat die Flughafen Zürich AG beim BAZL ein Gesuch für den Bau einer geschlossenen Schallschutzhalle für die Triebwerkstandläufe eingereicht. Die geplante Anlage weist eine Länge von 113 Metern, eine Breite von 90 Metern und eine Höhe von 26 Metern auf. Diese Dimensionen ermöglichen es, dass alle Flugzeuge bis zur Grösse einer Boeing 747 ihre Standläufe in der Halle absolvieren können. Vorgesehen ist die Anlage auf dem Vorfeld vor der Werft. Unmittelbar neben diesem Standort errichtet der Flughafen Zürich derzeit eine provisorische offene Anlage. Diese soll für Standläufe zur Verfügung stehen, bis die neue Halle in Betrieb genommen werden kann.

Das BAZL hat das Gesuch der Flughafen Zürich AG für die Schallschutzhalle in die öffentliche Auflage gegeben. Die Einsprachefrist läuft vom 23. Januar bis zum 21. Februar 2012.



Rigel 28 macht schlapp

http://www.zuonline.ch/artikel_31311.html

Tja, da helfen auch Powerriegel nix mehr. Und auch keine bescheuerten Rap-Einlagen...


Zuletzt bearbeitet: 22.01.12 12:04 von Thomas


Thomas:
Rigel 28 macht schlapp

http://www.zuonline.ch/artikel_31311.html

Tja, da helfen auch Powerriegel nix mehr. Und auch keine bescheuerten Rap-Einlagen...


http://www.youtube.com/watch?v=qdeGnC7_usM

hier ist er nochmals, RIP, Pistenausbau-Rap


Zuletzt bearbeitet: 22.01.12 12:04 von Thomas
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Lärm-Beschwerden: laerm@zurich-airport.com Tel 043 816 21 31  

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