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Thema: Südanflug Jan-März 2012


Beiträge hier.




Pistensystem von Norden her gesehen. Im Hintergrund der dicht besiedelte Zürcher Süden.


Zuletzt bearbeitet: 28.01.12 23:30 von Administrator


Grundsätzliche Einigung im Fluglärmstreit mit vielen Fragezeichen

http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=2547&Itemid=1

Positiv zu werten ist, dass Deutschland und die Schweiz eine Einigung anstreben.

Die jetzt unterschriebene Absichtserklärung ist allerdings mehr als vage vage und beinhaltet vor allem Entgegenkommen der Schweiz gegenüber Deutschland. Die in den Schweizer Medien erwähnte Lockerung der einseitigen Deutschen Verordnung sucht man vergeblich in der Absichtserklärung.

Eine Reduktion der Anflüge über Deutschland führt zu mehr Anflügen über Schweizer Gebiet, das wesentlich dichter besiedelt ist. Man darf gespannt sein, wie gleichzeitig die An- und Abflugrouten so optimiert werden können, dass die Zahl der Lärmbetroffenen vermindert wird. Die Befürchtung ist gross, dass die Bundespolitik einmal mehr die berechtigten Anliegen der betroffenen Schweizer Bevölkerung nicht mit Nachdruck vertritt.

Medienmitteilung Verein Flugschneise Süd – NEIN, 28.01.2012

Absichtserklärung











Zum Mitmachen:

Nachbarschaft des Grauens

Danke

P.S. Man muss 5 "Lieblingsnachbarn" auswählen! Nicht nur den allerliebsten.


Zuletzt bearbeitet: 30.01.12 08:05 von Kontrollator


Kontrollator:
Zum Mitmachen:

Nachbarschaft des Grauens

Danke

P.S. Man muss 5 "Lieblingsnachbarn" auswählen! Nicht nur den allerliebsten.


Statt eines AKW haben die 20-Minütler ein Kohlekraftwerk abgebildet. Im Weiteren vermisse ich "Ein Dorf mit Süddeutschen Faktenverdrehern und Fluglärmgegnern" als Alptraumnachbar. Mit Hohentengen hat die Schweiz leider so einen.


Zuletzt bearbeitet: 30.01.12 14:31 von Thomas


Florianspolitik zahlt sich langfristig nicht aus.

Selbst die Lügen im letzten Abstimmungskampf haben nicht geholfen.

http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/stadt_und_region/zuercher_parlamentarier_fluglaerm-absichtserklaerung_staatsvertrag_1.14657148.html

„Thomas Hardegger, SP-Nationalrat und Vertreter des Schutzverbandes der Bevölkerung rund um den Flughafen, sieht die Schweiz in einer schwachen Verhandlungsposition. «Wenn man, wie in der Absichtserklärung geschehen, schon vor den Verhandlungen derart viele Konzessionen eingehen muss, ist das bitter.» Die Gefahr sei gross, dass die Zürcher Bevölkerung mehr Lasten übernehmen müsse, vor allem der Osten: «Alles läuft auf eine Verlängerung der Piste 28 und somit auf mehr Ostanflüge hinaus.»


Wo liegt das Problem, wenn damit weniger Menschen mit weniger Fluglärm belastet werden können?

Der Schutzverband und Osten haben die Süddeutschen vor ein paar Jahren mit allen Mitteln hofiert, um so den Süden doch noch in die Knie zwingen zu können. Aus Feind wurde plötzlich Freund. Man denke nur an die Einladungen von ex-Landrat Wütz nach Kloten und Bülach. Mit Schadenfreude hat man verlauten lassen, man sei auf die Deutschen angewiesen. Das waren rein vorgeschobene Argumente. Im Kern ging es immer nur darum, möglichst viele Flugbewegungen in den Süden abschieben zu können. Funktioniert hat das „Päcklimachen“ mit den Süddeutschen nicht. Vor allem der Osten mit seinen sehr unterschiedlichen Interessen zum Norden, ist den Deutschen komplett auf den Leim gegangen. Aus Freund wurde jetzt plötzlich wieder Feind. So ging das hin und her. Diese Florianspolitik des Osten und Norden wurde schliesslich bei der letzten Abstimmung über ein Pistenmoratorium brutal bestraft. Deutschland fordert zwar heute nicht explizit Variante J, übt aber in diese Richtung klar Druck aus. Hier öffnet sich der Verhandlungsspielraum der Schweiz.



Bantli:
Florianspolitik zahlt sich langfristig nicht aus.

Selbst die Lügen im letzten Abstimmungskampf haben nicht geholfen.

http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/stadt_und_region/zuercher_parlamentarier_fluglaerm-absichtserklaerung_staatsvertrag_1.14657148.html

„Thomas Hardegger, SP-Nationalrat und Vertreter des Schutzverbandes der Bevölkerung rund um den Flughafen, sieht die Schweiz in einer schwachen Verhandlungsposition. «Wenn man, wie in der Absichtserklärung geschehen, schon vor den Verhandlungen derart viele Konzessionen eingehen muss, ist das bitter.» Die Gefahr sei gross, dass die Zürcher Bevölkerung mehr Lasten übernehmen müsse, vor allem der Osten: «Alles läuft auf eine Verlängerung der Piste 28 und somit auf mehr Ostanflüge hinaus.»


Wo liegt das Problem, wenn damit weniger Menschen mit weniger Fluglärm belastet werden können?

Der Schutzverband und Osten haben die Süddeutschen vor ein paar Jahren mit allen Mitteln hofiert, um so den Süden doch noch in die Knie zwingen zu können. Aus Feind wurde plötzlich Freund. Man denke nur an die Einladungen von ex-Landrat Wütz nach Kloten und Bülach. Mit Schadenfreude hat man verlauten lassen, man sei auf die Deutschen angewiesen. Das waren rein vorgeschobene Argumente. Im Kern ging es immer nur darum, möglichst viele Flugbewegungen in den Süden abschieben zu können. Funktioniert hat das „Päcklimachen“ mit den Süddeutschen nicht. Vor allem der Osten mit seinen sehr unterschiedlichen Interessen zum Norden, ist den Deutschen komplett auf den Leim gegangen. Aus Freund wurde jetzt plötzlich wieder Feind. So ging das hin und her. Diese Florianspolitik des Osten und Norden wurde schliesslich bei der letzten Abstimmung über ein Pistenmoratorium brutal bestraft. Deutschland fordert zwar heute nicht explizit Variante J, übt aber in diese Richtung klar Druck aus. Hier öffnet sich der Verhandlungsspielraum der Schweiz.


Man kann ja bis 6 Stunden tagsüber von Osten fliegen, heute ist die Rede von deren 4... Ob da die Süddeutschen immer noch die "Freunde" des Ostens sein werden?


Zuletzt bearbeitet: 30.01.12 20:17 von Thomas


Thomas:
Man kann ja bis 6 Stunden tagsüber von Osten fliegen, heute ist die Rede von deren 4... Ob da die Süddeutschen immer noch die "Freunde" des Ostens sein werden?


Im Moment sind sie ja wieder Feinde. Aber wie gesagt, das kann jederzeit ändern!



Angela Merkel - live



Bin ich im falschen Film oder wo?

http://www.bantliz.com/suedanflug/suedanflug-downloads/Bin-ich-im-falschen-Film-oder-wo.pdf

(Geschrieben am 06.04.2004 um 13.59 von hinterwaeldler)

Suedkurier.de - Fluglärmforum

Ich wohne in Nenzingen in der Hegau und damit mitten in diesem „Fluglärmgebiet“. Wenn ich hier so manchen vor mir geschriebenen Beitrag lese, erhalte ich den Eindruck, die in Zürich landenten Flugzeuge fliegen unmittelbar über den Wohnhäusern und Köpfen der Betroffenen hinweg. Nur ihren Wohnort verraten sie uns nicht oder behalten ihn aus Angst vor Schikanen für sich.

Diese Belästigung durch den Lärm der Verkehrsflugzeuge kann ich jedoch keinesfalls bestätigen. Mein Gehör scheint noch in Ordnung zu sein, denn auf alle Fälle höre ich die Autos auf der "Stockacher Aachtalbrücke" und das Förderband des Kieswerkes über die Stockacher Aach. Beides in ca. 1km Entfernung. Die in sehr großer Höhe fliegenden Verkehrsflugzeuge werden merkwürdiger Weise von dieser Geräuschkulisse auch nachts übertönt oder diese Flugzeuge machen einen sehr großen Bogen um unsere Gemeinde. Möglich ist auch, daß die Hegau mit "Ob Eck" & Tutlingen verwechselt wird.

Von den lärmenden Fluzeugen fallen mir eher die privaten Sport- und Reiseflugzeuge auf, welche auf den Flugplätzen rings um den Bodensee starten und landen. Diese sind jedoch offensichtlich von den Schreiberlingen nicht gemeint. Wenn ich nicht in den unbewölkten Himmel schaue, würde ich sagen: Es befinden sich in der Hegau nicht mehr und nicht weniger Flugzeuge in der Luft, wie überall in Deutschland.

Wird das ganze Problem nicht ein wenig hoch gespielt und das von Leuten, die davon nicht einmal betroffen sind? Einfach so aus Prinzip am Meckern? Zumindest habe ich beim Lesen einiger Beiträge diesen Eindruck gewonnen. Hier wird ganz offensichtlich Stimmung gegen unsere südlichen Nachbarn gemacht, dabei haben wir zu diesen ein sehr gutes Verhältnis und viele von uns finden dort einen sicheren und und viel besser bezahlten Arbeitsplatz. Ich bin eher zur Behauptung geneigt, ein paar Gemeindevorstände der Hegau glauben aus dieser Richtung einen warmen (Fränkli-)Regen zu erwarten. Dem Unserem habe ich zu Beginn der öffentlichen Diskussion vor zwei Jahren aufgefordert, sich wenistens der Stimme zu enthalten.

Um es einigen Leuten mal schlichtweg zu sagen: Die Schlacht zwischen der Hegau und der Aargau im Moorgarten hat 1315 ihr eindeutiges Ende gefunden. Siehe dazu auch http://www.fasnacht-stockach.de/. Da jedoch heute niemand mehr weiß, wie dieser Kampf ausgegangen ist, wird er nun entsprechen der Tradition jedes Wochenende bei Aldi und Lidl wiederholt. Zumindest sieht es bei Geschäftsschluß so aus. Das ist aber ein anderes Thema. Es geht nur uns an und wird von uns mit einem Lächeln quittiert.

Diese schon von (wörtlich) "hoher krimineller Energie" schreibenden "Betroffenen" sollten auf alle Fälle bedenken: Der Züricher Flughafen ist auch für die im Hegau wohnenden Menschen der nächstgelegene Großflughafen und dessen Angebote werden gern von ihnen genutzt. Ist das diesen "Betroffenen" nicht bekannt?

Bei uns in Nenzingen gibt es viel größere Lärmquellen. Zwei habe ich schon genannt. Eine weitere wäre zum Beispiel unsere sich auf dem Nachbargrundstück befindliche Kirche (35m Entfernung!). An ganz normalen Werktagen schlagen deren Glocken ungelogen rund 4000 Mal (in Worten: viertausend) täglich. Schon morgens früh 6.01 Uhr geht es mit 140 Schläge los und das in einer Lautstärke, welche nur bei geschlossenen Fenster erträglich ist. Selbst noch zur Mitternacht sind es 24 Schläge. Wer mehr darüber wissen will besucht meine Homepage http://www.hinterwaeldlers-home.de/.

Ich betone auch hier an dieser Stelle: Dieses Läuten der Glocken hat nur sehr wenig mit dem Glaubensbekenntnis der Einwohner unserer Gemeinde zu tun. Anders ausgedrückt: Wer nach 30 Sekunden Glockengeläut nicht zur Kirche eilt, wird es auch nach 3 Minuten nicht tun. Oder? Ebenso haben die alltäglichen 4000 Schläge wenig mit dem so genannten Angelusläuten gemeinsam, dazu gibt es nämlich eindeutige Regeln der badischen Kirchen. Noch schlimmer wird es an Sonn- und Feiertagen oder beim "Zusammenläuten" zu besonderen Anlässen. Dort sind es schnell mal 1500 Schläge am Stück und das mehrmals innerhalb einer Stunde. Dann auch in einer Lautstärke, in der sich Haus- und Wildtiere, sowie Singvögel, aber auch Menschen angstvoll aufgeschreckt irgendwohin verstecken, um diesem fürchterlichen Lärm zu entgehen. Diese Glocken lassen uns an besonderen Feiertagen morgens gegen 7 Uhr im Bett stehen!!! Ehrlich, da zittern die Gardinen am offenen Fenster. Igel, Sing- und Greifvögel tun es danach so, wie der Pfarrer unserer Gemeinde: Sie verlassen diese Wohngegend! Was aber sollen wir tun?

Vogelgezwitscher im Frühling hören wir selten aus den Bäumen rund ums Haus, sondern nur aus der Ferne. Dafür gibt es aber genügend Feldmäuse, Nacktschnecken und anderes Ungeziefer in "Nachbars" Garten. Das kennt keine Grundstücksgrenzen und fühlt sich offensichtlich nicht allzu sehr vom Lärm belästigt.

Über solche Probleme sollten wir ernstlich nachdenken und sprechen! Und was noch wichtiger ist: Diese können innerhalb weniger Stunden gelöst werden!

Bitte etwas mehr Toleranz von allen Seiten wünscht sich der

Hinterwäldler.



Monatsrückblick Februar 2012 (VFSN)

http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=2566&Itemid=1



Nicht absurd?

Der Flughafen wächst ohne Rücksicht auf die durch Fluglärm, Abgase und Unfallrisiko betroffene Bevölkerung ins Immense, so will es dessen Lobby die zumeist nicht im betroffenen Gebiet wohnt und die dortigen Sorgen nicht kennt.

Im Circle entstehen nebst Restaurants, Arztpraxen, Fittness- und Shopping-Centers, 550 zusätzliche Hotelzimmer. Diese rufen nach Mitarbeitern, naheliegenderweise meist süddeutschen Grenzgängern. Diese stammen aus sehr dünn besiedelten Gebieten wo einige wenige Politbarone aufgrund nicht relevanten Fluglärms ein Flugverbot erwirkt haben und die den Fluglärm, die Abgase und Flugverkehrsrisiken, in eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Schweiz abschieben. Obgenannte Grenzgänger erreichen Kloten in der Regel privilegiert über eine Autobahn ohne Vignettenpflicht und die deutschen Taxis werden mit freier Zufahrt zum Flughafen beschenkt.

Es geht um jenen Flughafen, der für die Wirtschaft, den Tourismus und die Politiker Baden-Württembergs das Tor zur Welt bedeutet, dessen Anteil deutscher Passagiere immerhin halb so hoch ist wie jener der Schweizer, dessen Flugzeuge zu über 70 % deutschen Befehlen gehorchen und dessen Gesamtlärm bereits vor der DVO zu 95 % im Kanton Zürich angefallen ist.

Dass alle Zufahrten zum Flughafen schon heute in Stosszeiten zuwenig Kapazität aufweisen und bald einmal nach gewaltigen Investitionen rufen, dass uns die nördlichen Nachbarn mit ihren Brummis auf der Nord/Süd-Achse ganze Talschaften verseuchen, dass die deutschen Güterzüge das Südufer des Bodensees nachts beinahe pausenlos belärmen, dass die einst zugesicherten deutschen Zufahrten zur NEAT nicht zeitgerecht erstellt werden, dass Deutschland seit Jahren für die Steuerung der Luftverkehrsabwicklung über süddeutschem Gebiet durch die schweizerische Skyguide keinen roten Cent bezahlt - all das haben aus deutscher Sicht die südlichen Untertanen ohne zu murren zu akzeptieren - schliesslich dürfen sie bei ihren Einkäufen im süddeutschen Gebiet jährlich einige hundert Millionen Euro hinterlassen und es finden über 936 deutsche Angestellte ihr tägliches Verdienst am Flughafen.

Es soll noch Leute geben, die dies „freundnachbarliche Beziehungen“ nennen.

Adrian Schoop, Gockhausen

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Lärm-Beschwerden: laerm@zurich-airport.com Tel 043 816 21 31  

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