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Thema: Kommentare zu Medienberichten Apr-Jun 2012


Die Arroganz der Deutschen darf die Schweiz aber nicht ohne Gegenmassnahmen hinnehmen, wenn sie ihre Selbstachtung nicht verlieren will.


So deutliche Stellungnahmen unserer Presse habe ich sehr lange Zeit vermisst. Es ist nun an der Politik, Steuer- und Flughafenverhandlungen zu verknüpfen.



Es ist nun an der Politik, Steuer- und Flughafenverhandlungen zu verknüpfen.


... und die faulen Austreden von Landrat Bollacher & Co zu entlarven. Das tut den laufenden Verhandlungen überhaupt keinen Abbruch.

Da werden Argumente von deutscher Seite bemüht, die geradezu lächerlich sind und jeglicher Objektivität entbehren. Es bleibt deshalb nur zu hoffen, dass das auch Angela Merkel in Berlin auffällt und sie die süddeutschen Verhandlungspartner endlich zur Vernunft drängt.


Zuletzt bearbeitet: 16.05.12 18:15 von Administrator


Piste 28 muss so verlängert werden, dass auch Riesenvögel darauf starten können.

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Muss-es-erst-Tote-geben/story/22420669

Andererseits müssen die An- und Abflugregime räumlich voneinander getrennt werden. Hamburg macht vor, wie das möglich ist: Die gekreuzten Pisten der Hansestadt sind nur selten beide gleichzeitig für Abflüge in Betrieb. In der Regel wird auf einer Bahn gestartet und auf der anderen gelandet. Damit das in Zürich möglich ist muss die Piste 28 so verlängert werden, dass auch Riesenvögel darauf starten können. Nur dann ist der Satz «Unser Flughafen ist sicher» legitim.


Genau so ist es!



Bantli:
Piste 28 muss so verlängert werden, dass auch Riesenvögel darauf starten können.

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Muss-es-erst-Tote-geben/story/22420669

Andererseits müssen die An- und Abflugregime räumlich voneinander getrennt werden. Hamburg macht vor, wie das möglich ist: Die gekreuzten Pisten der Hansestadt sind nur selten beide gleichzeitig für Abflüge in Betrieb. In der Regel wird auf einer Bahn gestartet und auf der anderen gelandet. Damit das in Zürich möglich ist muss die Piste 28 so verlängert werden, dass auch Riesenvögel darauf starten können. Nur dann ist der Satz «Unser Flughafen ist sicher» legitim.


Genau so ist es!


S'hat in den Kommentarspalten des Tagi auch schon anders getönt, als noch Liliane Minor (Eigentumswohnungsbesitzerin in Bachenbülach) Kommentare zum Flughafen verfassen durfte. Man hat in der Redaktion wohl inzwischen erkannt, dass ein Pistenausbau beim Stimmvolk mehrheitsfähig ist.

Was kostet so eine PR-Kampagne im TA wohl etwa?


Zuletzt bearbeitet: 16.05.12 20:48 von Thomas


Pistenverlängerung 28 bedeutet grösste Sicherheit mit am wenigsten Lärmbetroffenen.

Die Abstimmungsvorlage Pistenverlängerung 28 wird auch ohne grosse Kampagne im Handumdrehen gewonnen werden. Genau darum wollten die Oestler mit der letzten Abstimmung Pistenmoratorium unter allen Umständen verhindern, dass die Vorlage je vor das Stimmvolk kommt. Das Resultat kennen wir. Der Schuss ging gewaltig hinten heraus, wie leicht vorherzusehen war.



Bantli:
Pistenverlängerung 28 bedeutet grösste Sicherheit mit am wenigsten Lärmbetroffenen.

Die Abstimmungsvorlage Pistenverlängerung 28 wird auch ohne grosse Kampagne im Handumdrehen gewonnen werden. Genau darum wollten die Oestler mit der letzten Abstimmung Pistenmoratorium unter allen Umständen verhindern, dass die Vorlage je vor das Stimmvolk kommt. Das Resultat kennen wir. Der Schuss ging gewaltig hinten heraus, wie leicht vorherzusehen war.


Das einzige Problem sehe ich im Kantonsrat. Es ist nicht gewiss, dass dieser sich an den Volkswillen hält und eine Pistenverlängerungsvorlage zur Abstimmung stellt.



Flughafen ist bei Demos wählerisch


Ich hätte an Thomas Kerns Stelle diese Demo erlaubt - dann würden die ca. 10'000 deutschen Passagieren täglich, die den Flughafen Kloten frequentieren, wohl ziemlich drüber staunen, dass es angeblich zuviel Lärm über Deutschland geben soll...



Protest gegen Flugläm

Gedämpfter Krach vor dem Haus vom Fraport-Chef

http://www.op-online.de/nachrichten/frankfurt-rhein-main/protestaktion-fluglaerm-homburg-beschallung-fraport-chef-stefan-schulte-2367843.html

[...]

Ja, die Aktion. Es geht darum, jene Politiker und Repräsentanten des Flughafens, die man als Verantwortliche für den Krach am Himmel ausgemacht hat, morgens mit Fluglärm aus einem Lautsprecher zu beschallen. Die Idee ist, ihnen auf diese Weise eine Vorstellung davon zu geben, welche Belastungen sie durch den Flughafen-Ausbau für die Menschen geschaffen haben. Ausgedacht hat sich das Johannes Faupel. Der freie Werbetexter und Fachjournalist, der in Sachsenhausen unter der Einflugschneise schmachtet, hat schon diverse Leute genervt - Oberbürgermeisterin Petra Roth war schon dran oder auch Ex-Ministerpräsident Roland Koch (beide CDU). Über 80 Dezibel gibt seine Anlage her, der Lärm der Flugzeuge wird auf einem Dach in Sachsenhausen aufgenommen und live via Handy vor die Häuser getragen.

[...]

In Bad Homburg stellen sie sich bockig. Polizeimann Paske: „Die Lärmschutzverordnung greift nur, wenn der Lärm ein Abfallprodukt anderer Tätigkeiten darstellt. Sie greift nicht, wenn er um seiner selbst Willen produziert wird.“ Genau das sei hier aber der Fall. Hätte Faupel ganz offiziell eine Demonstration angemeldet, läge die Sache anders.

Die Polizeigeduld endet damit bei 50 Dezibel. Das ist etwa so laut wie ein leises Gespräch und ergibt in der Bad Homburger Weltsicht durchaus Sinn. Paske: „Jeder hat ja auch das Recht, sich hier zu unterhalten. Alles andere ist unzulässiger Lärm in einem Wohngebiet.“ Faupel ist sauer, bleibt aber ruhig. „Abertausende stehen morgens ab 5 Uhr in den Betten, und bei Herrn Schulte darf man nur flüstern.“ Das Rechtssystem schütze die Falschen. Außerdem werde der Lärm gar nicht hier produziert, sondern von einem anderen Ort übertragen. Nichts anderes praktiziere Fraport: „Die machen auf ihrem Areal Krach, verlärmen die Gegend und deklarieren damit die umliegenden Wohnviertel zu Industriegebieten. „Wenn Fluglärm nicht hier sein darf, darf er auch bei uns in Sachsenhausen nicht sein.“ Faupels Vorschlag: Wenden wir die „Geräte- und Maschinenschutzverordnung“ doch an - und schließen die Nordwestbahn zwischen 20 und 7 Uhr. Der 46-Jährige stöpselt den Lautsprecher trotzdem ein. Während bei früheren Aktionen das Düsengetöse von 85 Dezibel deftig war, gibt es jetzt ein Geräusch, das Herrn Schulte an seinen Haarfön im Bad erinnert hätte. Wenn er denn dagewesen wäre.

Fluglärm zurück zum Absender. Na ja. Faupel auf jeden Fall ist tapfer. „Nein, enttäuscht bin ich nicht. Wir machen weiter. Dann melden wir künftig halt immer eine Demonstration an“, sagt er. „Nach den Sommerferien kommen wir mehrmals pro Woche - aber zu den richtigen Leuten. Bis die Landebahn geschlossen wird.“


In kurzen Zeitabständen regelmässig bewilligte Demos geben einen guten Anschauungsunterricht für die nicht betroffenen Bürger und sind erst noch legal. Da gibt es keine juristischen Verzögerungen, wie zum Beispiel bei der „Geräte- und Maschinenschutzverordnung“. Die Bewilligungsanträge für die Demos für die Tage und Wochen nach den Sommerferien kann Faupel jetzt schon machen. Da kommt wohl am Schluss einiges Papier zusammen!

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