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Thema: Südanflug Okt-Dez 2012


Hier die Beiträge.



Monatsrückblick September 2012 (VFSN)

Wenn beide Seiten jammern, dann hat man sich in der Mitte getroffen.

http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=2670&Itemid=1

Das muss man den Deutschen lassen, sie sind der Schweiz taktisch um Längen überlegen: Statt über ihren zu null Sieg im Staatsvertrag zu jubeln, behaupten sie, jämmerlich über den Tisch gezogen worden zu sein. Was sie damit suggerieren wollen: Wenn beide Seiten jammern, dann hat man sich in der Mitte getroffen: SPD-Politiker bekämpfen nun auch Abkommen zum Fluglärm (TA).



So ändern sich die Zeiten. Das mein Bürger Frust Ost (Auszug aus dem Tagi von heute):
Der Bericht des Bundesamts für Zivilluftfahrt (Bazl) und des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) beinhalte massive Änderungen an den bisherigen An- und Abflugrouten, sagt Sprecher Fritz Kauf. Diese könne man nicht einfach in einem Kurzverfahren abfertigen, es brauche ausgewachsene Mitspracherechte der Gemeinden. Der BFO will deshalb die fehlende Mitsprache beim Uvek rügen und eine Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erheben. «Wir lassen uns nicht so abspeisen», sagt Kauf. Auch inhaltlich zweifelt der BFO am Bericht: Unklar sei, auf welche Grundlagen sich dieser abstütze, zum Beispiel bei der Anzahl der Lärmbetroffenen im Osten.

Wer erinnert sich noch wie es war als Südanflüge im "Kürzestverfahren" bzw. ganz ohne Verfahren, eingeführt wurden weil die Arbeitsplätze im Osten gerettet werden mussten?

Die Frustorganisationen im Osten verhielten sich wie folgt:
    [ ] sie protestierten vehement gegen diese Ungesetzlichkeit
    [ ] es war ihnen egal
    [ ] sie applaudierten begeistert
    [ ] sie forderten mit aller Vehemenz diesen Rechtsbruch

Wer die richtige Antwort ankreuzt bekommt eine Einladung zum ersten Spatenstich für die Ostpistenfairlängerung.





Ostpistenverlängerung





Lust auf Lügen?

https://www.dropbox.com/s/7d4t4gjgbf8n2wa/GVEinladung-Traktandenliste%208.11.%202012.pdf

Insbesondere Herr Heiter lügt munter weiter. (cool, reimt sich sogar und hat lyrischen Pfiff)



Adrian Schoop
Rütistrasse 51
CH-8044 Gockhausen
adrian@schoop.org


Gockhausen, 28.10.2012

Frau Bundesrätin Doris Leuthard
Eidg. Dept. für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation
<doris.leuthard@gs-uvek.admin.ch>


Sehr geehrte Frau Bundesrätin

Am vergangenen Samstag erlebten die in der Südschneise nun seit 9 Jahren vom nicht vorgesehenen unsäglichen Fluglärm Betroffenen einen neuen Höhepunkt äusserst arroganter Terrorisierung. UVEK, BAZL, Skyguide, Kanton Zürich und der Flughafen Zürich beweisen damit erneut, dass sie die rechtlichen Vorgaben und Richtlinien und vom Volk bestimmten Gesetzesrahmen bewusst nicht einzuhalten gedenken.

Die im Anhang gezeigten Fluglärmmessungen des DFLD und die Häufigkeiten der Ueberflüge am 27.10.2012 in Gockhausen zeigen das Ausmass der Tragödie: 225 Ueberflüge mit bis zu 88 dB! (Gemäss Brief BAZL vom 23.11.06 hat Gockhausen mit den Südanflügen ja keinen Lärm......).

Ich nehme Bezug auf folgende Grundlagen:
- Nichtbeachtung der Grundlagen der Kantonalen Abstimmung vom 25.6.95
(als Ziel wurden damals 255'000 Flugbewegungen vorgegaukelt)
- Kantonaler „behördenverbindlicher“ Richtplan
- Kantonales Raumplanungs-Gesetz
- Luftreinhalte-Verordnung
- Umweltschutz-Gesetz
- Verfassungsartikel über Schutz vor Willkür und Wahrung von Treu und Glauben
- Verfassungsartikel über Gewährleistung von Eigentum und Entschädigung von
Enteignungen und Eigentumsbeschränkungen
- Verfassungsartikel über Umweltschutz

Am 30. Oktober 2012 begehen die Südschneiser um 0555 Uhr beim Gockhauser Mahnmal zum 9. Mal den leidigen Jahrestag der einst durch Bundesrat Leuenberger illegal installierten Flugschneise Süd. Bitte erklären Sie den Betroffenen vor Ort, warum die heutigen Piloten ausser den DVO-Sperrzeiten nicht mehr fähig sein sollen, bei 5 Knoten Rückenwind von Norden her zu landen! In den letzten über 50 Jahren war dies diskussionslos möglich. Die Bewilligung von Skyguide dazu zeigt, wie menschenverachtend wir behandelt werden.

Mit freundlichen Grüssen

Adrian Schoop



Für alle Naiv-Schneiser:
Hört ihr was heute Abend wieder mal los ist?
Ja?
Toll!
Und woran liegt das?
ZU KURZE OSTPISTE UND DER OSTEN GRÖLT SICH EINEN AB!!!







Auszug aus VFSN Artikel vom 09.12.2012.

http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=2741&Itemid=1

Im Strassenverkehr ist sich jeder Autofahrer und Passagier bewusst, dass er sich während der Fahrt einem gewissen Risiko aussetzt. Das Gleiche gilt auch für die Fliegerei. Unfälle beim Fliegen wie auch auf der Strasse sind in der Regel nicht auf ein technisches, sondern auf ein menschliches Versagen zurück zu führen. Um die Auswirkungen solcher Fehler klein zu halten, geniesst der Schutz von Unbeteiligten im Strassenverkehr hohe Priorität. Für die Aviatik gelten jedoch unbeteiligte Opfer am Boden immer noch als Kollateralschaden und "gesellschaftlich akzeptiertes Risiko"[1].

Da Flugzeuge in der Regel "vom Himmel fallen" besteht der wirksamste Schutz der unbeteiligten Bevölkerung am Boden darin, dass sie nicht überflogen wird. Soll also die Sicherheit erhöht werden, sind Flugrouten so zu legen, dass sie über möglichst wenig Menschen führen. Dies gilt speziell für Landungen, erfolgen doch da mit 60% die meisten aller Flugunfälle (Start: 30%, Reiseflug:10%).

In Anbetracht dieser Tatsachen ist es zwar fiskalpolitisch verständlich, aber aus Risikosicht unverantwortlich, dass Gemeinden wie Kloten oder Bassersdorf, den Bau von Ein- und Mehrfamilienhaus-Siedlungen unter der Anflugachse seit Jahren genehmigen. Umso lauter fordern diese Gemeinden eine "gerechte Verteilung" des Fluglärmes und bauen munter weiter! 60% Wahrscheinlichkeit, dass ein Flugunfall bei der Landung statt findet - damit kann ein Südkonzept nie der sicherste Anflug sein. Gemäss Risikoanalyse von Bienz, Kummer&Partner[2] ist das Kollektive Risiko für die Bevölkerung im Süden 18 mal höher als im Norden, dasjenige im Osten 8 mal höher als im Norden.





Das Ostkonzept ist "ertüchtigt" mit einer Verlängerung der Piste Richtung Westen und Rollwegen die am Ostende ein Umfahren der Landepiste ermöglichen. Gleichzeitig finden keine Südlandungen statt und Starts erfolgen nach Norden. Damit sind alle wichtigen Gefahrenpunkte eliminiert, da mit dem ertüchtigten Ostkonzept ein wirklich kreuzungsfreier Flugbetrieb geschaffen wird.



Beim Südkonzept bleiben jedoch die Gefahrenpunkte der sich kreuzenden Pisten weiterhin bestehen.

Dasselbe gilt für die Rollwege, die die aktive Piste 34 kreuzen.

Betracht man die Eingangs erwähnten Aspekte der Sicherheit für Unbeteiligte, fällt die Bilanz für das ertüchtigte Ostkonzept noch positiver aus. Die Landungen betreffen ein Gebiet das deutlich weniger besiedelt ist als dies beim Südkonzept der Fall ist und die Starts führen nicht mehr über Opfikon-Glattbrugg und Schwamendingen, sondern über kaum besiedelte Gebiete im Norden.

[1] BAZL Information 06-03
[2] Vergleich der An- und Abflugvarianten auf dem Flughafen Unique anhand der Absturzrisiken für die Bevölkerung, 2002

Risikoanalyse-Flugbetriebsvarianten - Bienz, Kummer & Partner (2.2 MB)



«Es geht nicht um Sicherheit, sondern um Lärmverteilung» (Leserbriefe TA)

http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=2742&Itemid=1

Mehr Menschen gefährdet.

Der Vorschlag im «Tages-Anzeiger» vom 7. 12., einfach mehr Menschen mit Fluglärm zu belästigen, bewirkt keine Zunahme der Sicherheit, sondern genau das Gegenteil. Flugunfälle fordern auch Opfer am Boden, die gilt es zu schützen. Nur Flugrouten, die über möglichst wenig Menschen führen, erhöhen die Sicherheit. Dies gilt speziell für Landungen (60 Prozent aller Unfälle). Im «Tages-Anzeiger» vom 8. 12. stehen explizit die sechs vom Bazl im Oktober 2012 präsentierten Flugregimes in der Kritik. Warum werden aber in der TA-Grafik die grössten Gefahren der «heute betriebenen Konzepte» dargestellt und nicht diejenigen der in der Kritik stehenden Konzepte? Warum wird das Südkonzept irreführend dargestellt? Warum wird Rückenwind als Gefahr bezeichnet? Fakt ist, Skyguide wechselt das Anflugsystem, sobald der zulässige Rückenwind überschritten wird. Warum wird der Ostanflug als «steiler als die Norm» bezeichnet? Der Anflugwinkel beim Ostanflug ist gleich wie beim Südanflug und beträgt 3,3 Grad, was den ICAO-Richtlinien entspricht. Im Oktober wurde unter anderem das Ostkonzept «ertüchtigt» (mit Verlängerung und ohne Querung der Rollwege und ohne gleichzeitige Südanflüge) präsentiert. Damit sind die wichtigen Gefahrenpunkte eliminiert und ein wirklich kreuzungsfreier Flugbetrieb geschaffen. Das Südkonzept enthält weiterhin sich kreuzende Pisten und Rollwege. Auch wenn die Artikelserie des TA unvollständig und teilweise tendenziös ist, so wird bei entsprechender Vertiefung doch klar, dass Pistenverlängerungen ein absolutes Muss sind, wenn man die Sicherheit am Flughafen Zürich erhöhen will.

Thomas Morf, Pfaffhausen Verein Flugschneise Süd – Nein

Piste 28 ausbauen.

Wann endlich wird die Piste 28 ausgebaut? Eine Verlängerung erlaubt nicht nur einen kreuzungsfreien Flugbetrieb, wie ihn die Sicherheitsexperten fordern, sondern ermöglicht gleichzeitig ein Betriebskonzept, welches die Menschen am wenigsten mit Lärm belastet. Wie kann es sich ein Flughafen, der überall zu den besten gehören will, leisten, dass von drei Pisten eine nicht dem heutigen Standard entspricht?

Yvonne Wewerka, Pfaffhausen



http://www.vd.zh.ch/internet/volkswirtschaftsdirektion/de/aktuell.newsextern.-internet-de-aktuell-news-medienmitteilungen-2012-262_staatsvertrag.html

Innerschweizerische Umsetzung: Kanton Zürich darf nicht benachteiligt werden

Die schweizinterne betriebliche Umsetzung des Staatsvertrags ist noch nicht konkretisiert und die Lärmauswirkungen sind noch offen. Fest steht, dass die Bevölkerung des Kantons Zürich schon heute die negativen Auswirkungen des Flugbetriebes der nationalen Infrastruktur Flughafen Zürich praktisch alleine trägt. So sind ausschliesslich Gebiete im Kanton Zürich von Überschreitungen des Immissionsgrenzwertes betroffen. Wie der Bund darlegt, wird sich auch künftig nicht viel daran ändern und die Lärmbelastung der Nachbarkantone wird im Vergleich zu Zürich nach wie vor gering sein. Während gemäss Zürcher Fluglärm-Index (ZFI) 95,3 Prozent der vom Fluglärm stark belästigten Personen
im Kanton Zürich leben, sind es im Kanton Aargau 4,2 Prozent, im Kanton Thurgau 0,2 Prozent und im Kanton Schaffhausen 0,1 Prozent. Die Forderung anderer Kantone nach «Opfersymmetrie» entbehrt jeder Grundlage. Deshalb steht die Zustimmung des Regierungsrats ausdrücklich unter dem generellen Vorbehalt, dass die schweizinterne Festlegung zur betrieblichen Umsetzung des Staatsvertrages nur in Absprache mit dem Kanton Zürich erfolgen darf.

Kommentar: Anhand der Fakten ist Leuthards Provokation mit neuen Lärmverteilungsphantastereien unhaltbar und höchst kontraproduktiv.



Alles Gute im neuen Jahr (VFSN)

http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=2753&Itemid=1



Liebe Schneiserinnen
Liebe Schneiser


Unbeteiligte sind vor Gefahren und Beeinträchtigungen zu schützen. Dieses anerkannte Prinzip wird mit diskussionsloser Selbstverständlichkeit beim Strassen- und Bahnverkehr angewendet. Mit baulichen Massnahmen (Trottoir, Umfahrungen, Lärmschutzwände) und Regulierungen, z.B. Tempo 30 werden Unbeteiligte vor den Gefahren und vom Lärm des Strassenverkehrs aktiv geschützt.

Beim Luftverkehr fordern die Gemeinden im Norden, Osten und Westen jedoch, dass möglichst viele Unbeteiligte dem grösstmöglichen Fluglärm (Straight 16) und einem maximalen Risiko ausgesetzt werden!

Ursprünglich zur Kapazitätsmaximierung vom Lufthansakonzern gefordert, ist der Südstart straight 16 auch beim Bund und der Flughafen Zürich AG willkommen, da der Südstart straight 16 mit Abstand die meisten Flugbewegungen ermöglicht. Auch dies ein willkommener Aspekt für die Gemeinden im Norden und Osten. Sie verdanken ihren Wohlstand und ihre Arbeitsplätze dem Flughafen Zürich.

Nach der Devise: "Unsere Arbeitsplätze - euer Fluglärm" wird eine "gerechte Verteilung" der Lasten und Opfersymmetrie gefordert. Der Südstart straight 16 bewirkt, dass die grösstmögliche Anzahl Menschen, dem grösstmöglichen Fluglärm ausgesetzt wird - dies werden wir nie tolerieren.

Im Gegenteil, auch im neuen Jahr wird sich der VFSN dafür einsetzen, dass möglichst wenig Menschen den Gefahren und dem Lärm der Fliegerei ausgesetzt sind.

Auch im neuen Jahr wird sich der VFSN dafür einsetzen, dass durch den Einsatz moderner Technologien die Belastung der Betroffenen so klein wie nur möglich ausfällt.

Auch im neuen Jahr werden wir permanente Südlandungen und den Südstart straight 16 mit allen uns zur Verfügung stehenden Mittel bekämpfen.

Für das neue Jahr wünschen wir uns, dass gesunder Menschenverstand und Humanismus an Stelle von Grössenwahn, Ignoranz und Egoismus die Diskussionen und Entscheidungen im Dossier Fluglärm prägen.

Für Ihre Treue, Ihr Engagement und Ihre Unterstützung in den vergangenen Jahren und in der Zukunft danken wir Ihnen herzlich und wünschen Ihnen und Ihrer Familie frohe Weinnachten und ein gutes neues Jahr.

Vorstand VFSN, Dezember 2012

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Lärm-Beschwerden: laerm@zurich-airport.com Tel 043 816 21 31  

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