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Thema: Südanflug Jan-März 2013


Hier die Beiträge.



Südstarts

Neu (rot) sind Abflugrouten vorgesehen, die direkt nach Süden weiterführen - über den Zürichsee respektive über das Zürcher Oberland.



Südstarts über Zollikon, Küsnacht und Herrliberg sind bald Realität, sofern der Bundesrat das Flughafenplanungsinstrument SIL in seiner jetzigen Form absegnet.



Peinlicher geht es nimmer:

Kinder-Rap gegen den Fluglärm, Südkurier

Ein Vater aus Hohentengen hat mit seinen Kindern einen Rap-Song als Video-Clip zum Fluglärm-Konflikt produziert.
Das Fluglärm-Problem wird jetzt auch mit musikalischen Mitteln thematisiert. In Hohentengen-Lienheim, wo die Düsengeräusche der Verkehrsmaschinen den Alltag prägen, hat der 51-jährige Christian Boller den Soundtrack zur Debatte um Zürich-Kloten komponiert.

Der selbstständige Monteur, der in der Freizeit Keyboard, Gitarre und Trompete spielt, hat in seinem Tonstudio zusammen mit seinen Kindern Maximilian (10) und Andrea (9) „ein kleines Lied für mehr Ruhe über Südbaden“, so der Untertitel, aufgenommen. In Anspielung auf die regionale Hymne, an die sich auch die Einleitungsmelodie anlehnt, heißt die Produktion „Ruhig Badnerland“ und kommt als locker-unterhaltsamer Video-Clip mit Rap-Gesang daher.

„Wir brauchen unsere Ruhe, wenn wir abends schlafen gehen“, intonieren „Maxi und die Bollerbande“, nachdem ein scheinbares Idyll, bei dem Klatschmohn auf einer saftigen Wiese vor dem Rheintal blüht, durch Fluglärm entzaubert wird und genervte „Mayday, Mayday“-Rufe der kleinen Protagonisten den Auftakt bilden. „Auf die sanfte Weise für Ruhe sorgen“ soll der Song nach Bekunden von Christian Boller. Er sieht sich keineswegs als Fundamentalist, sondern findet ein gewisses Maß an Belastung durch die Jets durchaus als hinnehmbar: „Wir sind ja selbst schon mit dem Flugzeug in den Urlaub geflogen.“

DVDs mit dem viereinhalb Minuten langen Musikstück, das auch im Internet abzurufen ist, hat er diese Woche an Bundespräsident Gauck, Kanzlerin Merkel und Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann geschickt – und natürlich an Bundesverkehrsminister Ramsauer als Unterzeichner des umstrittenen Staatsvertrags, der im einst ruhigen Badnerland, so befürchten Kritiker, für noch mehr Unruhe sorgen würde.

Kommentar: Die Band macht sicher mehr Krach als die deutschen Flugzeuge. Wer sich das bahnbrechendes Werk wirklich antun will, muss auf diesen Link klicken. Viel Vergnügen!



Auszug aus VFSN Artikel vom 09.12.2012.

http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=2741&Itemid=1

Im Strassenverkehr ist sich jeder Autofahrer und Passagier bewusst, dass er sich während der Fahrt einem gewissen Risiko aussetzt. Das Gleiche gilt auch für die Fliegerei. Unfälle beim Fliegen wie auch auf der Strasse sind in der Regel nicht auf ein technisches, sondern auf ein menschliches Versagen zurück zu führen. Um die Auswirkungen solcher Fehler klein zu halten, geniesst der Schutz von Unbeteiligten im Strassenverkehr hohe Priorität. Für die Aviatik gelten jedoch unbeteiligte Opfer am Boden immer noch als Kollateralschaden und "gesellschaftlich akzeptiertes Risiko"[1].

Da Flugzeuge in der Regel "vom Himmel fallen" besteht der wirksamste Schutz der unbeteiligten Bevölkerung am Boden darin, dass sie nicht überflogen wird. Soll also die Sicherheit erhöht werden, sind Flugrouten so zu legen, dass sie über möglichst wenig Menschen führen. Dies gilt speziell für Landungen, erfolgen doch da mit 60% die meisten aller Flugunfälle (Start: 30%, Reiseflug:10%).

In Anbetracht dieser Tatsachen ist es zwar fiskalpolitisch verständlich, aber aus Risikosicht unverantwortlich, dass Gemeinden wie Kloten oder Bassersdorf, den Bau von Ein- und Mehrfamilienhaus-Siedlungen unter der Anflugachse seit Jahren genehmigen. Umso lauter fordern diese Gemeinden eine "gerechte Verteilung" des Fluglärmes und bauen munter weiter! 60% Wahrscheinlichkeit, dass ein Flugunfall bei der Landung statt findet - damit kann ein Südkonzept nie der sicherste Anflug sein. Gemäss Risikoanalyse von Bienz, Kummer&Partner[2] ist das Kollektive Risiko für die Bevölkerung im Süden 18 mal höher als im Norden, dasjenige im Osten 8 mal höher als im Norden.





Das Ostkonzept ist "ertüchtigt" mit einer Verlängerung der Piste Richtung Westen und Rollwegen die am Ostende ein Umfahren der Landepiste ermöglichen. Gleichzeitig finden keine Südlandungen statt und Starts erfolgen nach Norden. Damit sind alle wichtigen Gefahrenpunkte eliminiert, da mit dem ertüchtigten Ostkonzept ein wirklich kreuzungsfreier Flugbetrieb geschaffen wird.



Beim Südkonzept bleiben jedoch die Gefahrenpunkte der sich kreuzenden Pisten weiterhin bestehen.

Dasselbe gilt für die Rollwege, die die aktive Piste 34 kreuzen.

Betracht man die Eingangs erwähnten Aspekte der Sicherheit für Unbeteiligte, fällt die Bilanz für das ertüchtigte Ostkonzept noch positiver aus. Die Landungen betreffen ein Gebiet das deutlich weniger besiedelt ist als dies beim Südkonzept der Fall ist und die Starts führen nicht mehr über Opfikon-Glattbrugg und Schwamendingen, sondern über kaum besiedelte Gebiete im Norden.

[1] BAZL Information 06-03
[2] Vergleich der An- und Abflugvarianten auf dem Flughafen Unique anhand der Absturzrisiken für die Bevölkerung, 2002

Risikoanalyse-Flugbetriebsvarianten - Bienz, Kummer & Partner (2.2 MB)



Was der neue Staatsvertrag bringen könnte

Viel längere Ruhefenster für Süddeutschland, dafür doppelt so viele Anflüge über dem Osten und mehr Nordabflüge: Das sind die möglichen Folgen des Fluglärm-Staatsvertrags.





Sonntagszeitung 31.03.2013

Der Südanflug verletzt internationale Normen

http://www.sonntagszeitung.ch/nachrichten/artikel-detailseiten/?newsid=247945

Wie die Luftfahrtbehörde bei der Piste 34 des Flughafens Zürich trickste



Die Sicherheitslinie des Bazl deckt sich nicht mit jener der Icao.



Am 20.06.2008, also vor rund 5 Jahren wurde dieses Bild hier schon veröffentlicht.



Trotzdem ist es gut, dass die Presse das Thema erneut aufgreift und leicht verständlich zeigt, wie die Bevölkerung im Süden bei der Einführung der Südanflüge durch das Bazl und Moritz Leuenberger ausgetrickst wurde.



Offizieller Sicherheitszonenplan aus dem Jahr 2003, mit rot gekennzeichneten Hindernissen:

Sicherheitszonenplan 2003

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