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Thema: Medienberichte Apr-Jun 2013


Hier die Beiträge.



Tendenziöser Tagesanzeiger:

von unserer beliebten Frau Minor, dem Medien-Flughafen-Turbo:

http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=2804&Itemid=1

und weiterlesen auf der nachfolgenden Seite des VFSN


Zuletzt bearbeitet: 05.04.13 21:46 von Flughafenpolitik


Stadtpräsidentin ruft zum Protest auf

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Stadtpraesidentin-ruft-zum-Protest-auf/story/19373730

Von Pascal Unternährer. Aktualisiert um 11:59 22 Kommentare

Corine Mauch (SP) fordert die Bevölkerung auf, eine Petition gegen die Pläne von Bundesrätin Doris Leuthard (CVP) für den Flughafen Zürich zu unterstützen. Sehr zum Ärger grosser Teile des Kantons.

Kolumnen von Regierungsmitgliedern sind hierzulande meist unverfänglich, da man sich nicht in die Nesseln setzen will. Dies scheint sich zu ändern. Kürzlich hat Regierungsrat Martin Graf (Grüne) im kantonalen Intranet für die 1:12-Initiative der Jungsozialisten geworben, was für Aufsehen sorgte und zu einer harschen Reaktion eines Chefbeamten führte – der wiederum durch seinen Chef, Regierungsrat Ernst Stocker (SVP), gerügt wurde.

Nun macht Zürichs Stadtpräsidentin mobil. In der wöchentlichen Stadtratskolumne im «Tagblatt der Stadt Zürich» ruft Corine Mauch unter dem Titel «Gemeinsam gegen Südstarts geradeaus» zum Widerstand auf. «Unterschreiben auch Sie», fordert Mauch die Bevölkerung auf und verweist auf den Link des Quartiervereins Schwamendingen, der eine Petition gegen die Pläne von Verkehrsministerin Doris Leuthard lanciert hat.

«Verheerende» Konsequenzen

Diese will die Südstarts ohne die heutige Linkskurve über den Osten des Flughafens forcieren und entsprechend ins Objektblatt des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) aufnehmen. Der sogenannte Straight 16 würde die Flugrouten entflechten und so die Sicherheit erhöhen. Zudem müssten die Flugzeuge Richtung Süden keine Ehrenrunden mehr über dem Flughafengebiet drehen, was ökologisch Sinn machen würde. Der Bundesrat will das Objektblatt noch dieses Jahr genehmigen.

Betroffen durch die Südstarts geradeaus wären vor allem Opfikon, Wallisellen, Schwamendingen, Gockhausen und die Forch-Gegend. Die Konsequenzen wären «verheerend», schreibt Stadtpräsidentin Mauch. Bereits heute beträfen vier von zehn Starts auf dem Flughafen Zürcher Stadtgebiet. Mehr als ein Drittel aller Fluglärmbetroffenen am Tag wohne im Süden des Airports, davon über die Hälfte in Zürich, wagt sich Mauch auf die zahlentechnischen Äste hinaus.

Für mehr Sicherheit und Kapazität

Die Südstarts geradeaus von der Piste 16 aus werden von den Fluglotsen, dem Flughafen und allen Fluglärmbetroffenen ausser jenen im Süden gefordert. Die Lotsen machen vor allem Sicherheitsaspekte geltend, da Kreuzungen von Flugbahnen vermieden und das «fehleranfällige Bisenkonzept» sistiert werden könnte.

Der Flughafen verspricht sich dadurch auch eine Kapazitätserweiterung, da die Starts und Landungen auf der Piste 14 nicht mehr eingeschränkt würden. Und die Ost-, Nord- und Westschneiser versprechen sich eine Entlastung für ihr Gebiet. Für den Süden indes würde ein weiterer Albtraum wahr, nachdem die morgendlichen Südanflüge vor zehn Jahren eingeführt worden sind.

Kampf mit Petitionen

Mit der Petition will die Stadt Zürich Druck machen, weil alle anderen Interventionen bisher nicht gefruchtet haben. Es ist nicht die einzige laufende Fluglärmpetition. Der Verein Flugschneise Süd – Nein hat im November 2012, unterstützt durch den Osten, eine Petition namens «ZRH_2020» zur Senkung des Anteils Transitpassagiere von 34 auf 20 Prozent gestartet.

Gleichzeitig fordert eine weitere Petition eine achtstündige Nachtruhe. Seit November sind allerdings erst gut 700 Unterschriften zusammengekommen. Angepeilt wird ein Mehrfaches, wie der Petitionär Heiner Graafhuis aus Meggen LU gegenüber der NZZ gesagt hat: «Um zu Bundesrätin Doris Leuthard zu gehen, brauchen wir wohl schon 50'000 Unterschriften.» Jetzt steht auf der Website bescheidener: «Let's reach 1000.»

Osten sammelte 27'000 Unterschriften

Die Mutter aller Fluglärmpetitionen hatte den Bürgerprotest Fluglärm Ost (BFO) im Juli 2007 lanciert. Die Petition «Pistenausbau Nein» wandte sich gegen Pistenverlängerungen und setzte sich für eine Verteilung des Fluglärms ein. Sie erreichte innert dreier Monate über 27'000 Unterschriften. Das Rennen ist eröffnet.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.04.2013, 14:04 Uhr



Petition

--> Formular hier herunterladen.

Quartierverein Schwamendingen

«Ruhe und Sicherheit – keine Südstarts geradeaus!»

http://www.qvs-vorstand.ch/web10/images/stories/Suedstarts/petition_new.pdf

Liebe Bewohnerinnen und Bewohner von Schwamendingen

Die meisten Belastungen durch Fluglärm tragen heute Zürich-Schwamendingen und benachbarte Gemeinden mit zusammen über 150'000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Neben den Südanflügen ist Schwamendingen auch durch die nach Westen startenden Flugzeuge, die mit Linkskurve nach Osten abbiegen, sowie durch die nach Süden startenden Jets mit Linkskurve stark betroffen.

Fazit: Vier von zehn Starts belasten den Süden! Wir finden, das reicht!

Bund und Skyguide fordern nun zusätzlich «Südstarts geradeaus». Die Jets würden damit direkt über Schwamendingen starten, was zu einer massiv höheren Lärmbelastung führen würde. Zudem würden diese Südstarts das Sicherheitsrisiko für die Bevölkerung stark anheben: Die meisten Unfälle im Flugverkehr passieren beim Start oder bei der Landung eines Flugzeugs.

Mit dieser Petition wollen wir erreichen, dass die «Südstarts geradeaus» niemals Realität werden! Wir fordern von der Dossier führenden Bundesrätin Doris Leuthard, vom Bundesrat und von der Bundesversammlung, «Südstarts geradeaus» nicht zuzulassen und sich damit für die Erhaltung unserer Lebensqualität einzusetzen und unsere Sicherheit als Wohnbevölkerung nicht zu gefährden.



Lärmgebührenmodell am Flughafen gilt ab Mai

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Laermgebuehrenmodell-am-Flughafen-gilt-ab-Mai/story/24999783

Aktualisiert um 15:07

Unter anderem die Gemeinde Rümlang hat Beschwerde gegen das neue Lärmgebührenmodell des Flughafens erhoben. Das Bundesverwaltungsgericht hat ihr die aufschiebende Wirkung entzogen.

Das neue Lärmgebührenmodell für den Flughafen Zürich gilt vorläufig ab dem 1. Mai. Den zwei Beschwerden dagegen hat das Bundesverwaltungsgericht die aufschiebende Wirkung entzogen, wie der Flughafen am Freitag mitteilte. Neu müssen rund 70 Prozent der Flugzeuge Lärmgebühren entrichten.

Beschwerde gegen das neue Gebührenmodell haben der Schutzverband der Bevölkerung um den Flughafen (SBFZ) und die Gemeinde Rümlang erhoben. Sie verlangen ein wirksameres Modell. Das Bundesgericht hatte die Einführung der überarbeiteten Lärmgebühren auf den Sommerfahrplan Ende März 2013 verlangt.

Die Neuregelung will die Fluggesellschaften dazu bringen, für ihre Flüge von und nach Zürich die «lärmgünstigsten Maschinen» einzusetzen. Das Lärmgebührengeld fliesst in den Lärmfonds des Flughafens, aus dem etwa Lärmschutzmassnahmen oder Entschädigungen finanziert werden.

10 Prozent der Flugzeuge gebührenpflichtig

Letztmals revidiert wurde das Lärmgebührenmodell im Jahr 2000. Aufgrund der technischen Entwicklungen sind heute nur noch etwa zehn Prozent aller am Flughafen Zürich verkehrenden Flugzeuge gebührenpflichtig.

Neu werden es rund 70 Prozent sein. Auch die häufig in Zürich anzutreffenden Maschinen des Typs Airbus A320 sind neu in einer gebührenpflichtigen Lärmklasse. Einzig für die in die gebührenfreie Klasse 5 eingeteilten Flugzeuge, wie jene des Typs Avro oder Canadair, müssen keine Lärmgebühren bezahlt werden.

Mit dem neuen Modell werden auch die besonders sensiblen Nachtzeiten stärker belastet als bisher. Zusätzliche Zuschläge werden während Tagesrandzeiten (6 bis 7 und 21 bis 22 Uhr) verlangt. Diese Zuschläge fallen auch für die in die gebührenfreie Lärmklasse eingeteilten Flugzeuge an. (pia/sda)

Erstellt: 19.04.2013, 15:07 Uhr



Medienmitteilungen

18.04.2013 Generalversammlung 2013 der Flughafen Zürich AG

http://www.flughafen-zuerich.ch/desktopdefault.aspx/tabid-493/967_read-4705/

An der heutigen Generalversammlung der Flughafen Zürich AG wurden alle traktandierten Geschäfte gemäss den Anträgen des Verwaltungsrates genehmigt. Die Jahresrechnung weist einen Gewinn von 94,7 Millionen Franken aus. Die von der Generalversammlung beschlossene Dividende beträgt 9.50 Franken pro Aktie.

Der Geschäftsabschluss des Jahres 2012, die aktuelle Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr sowie die politischen Rahmenbedingungen für den Flughafen Zürich standen im Mittelpunkt der Generalversammlung der Flughafen Zürich AG. Das Geschäftsergebnis 2012 wurde durch die Ersterfassung von Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer beeinflusst. Unter Ausklammerung dieses Sondereffektes läge der Gewinn bei 192,0 Millionen Franken. Die Dividende pro Aktie beträgt wie bereits im Vorjahr 9.50 Franken.

Bei den Erneuerungswahlen in den Verwaltungsrat sind alle bisherigen Mitglieder für eine weitere einjährige Amtsperiode wiedergewählt worden: Martin Candrian, Corine Mauch, Dr. Kaspar Schiller, Ulrik Svensson und Andreas Schmid (Präsident). Die Vertreter des Kantons Zürich im Verwaltungsrat – Regierungsrat Ernst Stocker (Volkswirtschaftsdirektor), Dr. Lukas Briner und Dr. Martin Wetter – werden nicht von der GV gewählt, sondern vom Regierungsrat des Kantons Zürich delegiert.



Schweiz und Deutschland reden wieder über Fluglärm

http://www.schwaebische.de/region/wir-im-sueden/baden-wuerttemberg_artikel,-Schweiz-und-Deutschland-reden-wieder-ueber-Fluglaerm-_arid,5427031.html

Abgeordnete aus Südbaden wollen für bessere Bedingungen auf deutscher Seite kämpfen

Von Stefanie Järkel

Stuttgart Deutschland und die Schweiz wollen wegen des Fluglärmstaatsvertrages wieder miteinander sprechen. So kommen am Montag erstmals nach Unterzeichnung des Vertrages Vertreter beider Länder in Basel zusammen. Dabei geht es um mögliche Ergänzungen zum vorliegenden Staatsvertrag, der die An- und Abflüge am Flughafen Zürich über deutsches Gebiet regeln soll.

Teilnehmen werden an dem Gespräch der Ministerialdirektor im Bundesverkehrsministerium, Gerold Reichle, und der Direktor des Schweizer Bundesamtes für Zivilluftfahrt, Peter Müller.

Problematisch ist nach wie vor, dass der Staatsvertrag aus deutscher Sicht zu viel Interpretationsspielraum lässt. Dabei geht es vor allem um die Anzahl und die Höhe der Flüge. Die Schweizer sind zwar zu Gesprächen bereit, wollen allerdings den Staatsvertrag nicht nachverhandeln. Der Schweizer Ständerat hat das Abkommen im März bereits ratifiziert. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat den Vertrag zwar für Deutschland unterzeichnet, der Bundesrat hat aber nicht mehr über den Vertrag abgestimmt.

Mit dabei sein werden auch die Bundestagsabgeordneten aus Südbaden, Andreas Jung (CDU), Birgit Homburger (FDP) und Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD). „Die Abgeordneten aus der Region werden geschlossen die Position Baden-Württembergs vertreten“, sagte Birgit Homburger, die auch FDP-Landesvorsitzende ist, der Schwäbischen Zeitung. In der vergangenen Woche haben sich die Abgeordneten sowie Bürgermeister und Landräte aus der Region mit Vertretern des Bundesverkehrsministeriums auf vier Punkte geeinigt, die es nun zu klären gilt.

So soll nochmals verhandelt werden über die Flughöhen, die Anzahl der Flüge aus Norden und der Verlauf der Flugrouten sowie der Abstand zur Grenze bei Anflügen über Schweizer Gebiet. Unter anderem besteht die Sorge, dass der Tourismus rund um die Insel Reichenau unter starkem Fluglärm leiden könnte. Es gehe um die Frage, ob es „weitere, völkerrechtlich verbindliche Vereinbarungen“ neben dem Staatsvertrag geben könne, teilt ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums mit.

Unterdessen wächst der Unmut gegen Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) – auch in der eigenen Partei. Nachdem die Ratifizierung im deutschen Bundesrat im November ausgesetzt worden war, soll sich der Minister nicht mehr allzu viel um das Thema Fluglärm gekümmert haben, heißt es. Immerhin sind nun fast fünf Monate vergangen bis zu einem erneuten Gespräch zwischen Deutscher und Schweizer Seite. Dies könnte auch daran liegen, dass trotz Bundestagswahl im September kein Zeitdruck besteht. Anders als nicht verabschiedete Gesetzesentwürfe, verfällt der derzeit vorliegende Staatsvertrag nicht mit Ende der Legislaturperiode.

(Erschienen: 21.04.2013 23:05)



News > Schweiz Markt > 15:19:29
22-04-2013 14:26
CH/Fluglärm: Zürcher Parlamentarier wollen beim Lärmfonds mitreden (AF)
(Meldung durchgehend ergänzt)

Zürich (awp/sda) - Der Kanton Zürich soll mitbestimmen dürfen, wie das Geld aus dem Lärmfonds des Flughafens Zürich verteilt wird. Das fordern 80 Kantonsrätinnen und Kantonsräte, die am Montag eine entsprechende Parlamentarische Initiative vorläufig unterstützten.

Bis jetzt kann die Luftfahrt-Branche selber entscheiden, welche Lärmschutz-Projekte mit den Millionen des Airport Zurich Noise Fund (AZNF) finanziert werden. Im Komitee sitzen ausschliesslich Vertreter des Flughafens und der Fluggesellschaften.

Der Kanton Zürich - und damit indirekt die Bevölkerung - darf bis jetzt nicht bei der Gelder-Verteilung mitreden. Die beiden Vertreter von Volkswirtschaftsdirektion und Finanzdirektion sind nur als Beobachter ohne Stimmrecht an den Sitzungen dabei.

Für viele Kantonsrätinnen und Kantonsräte ist es unverständlich, dass der Kanton bis jetzt kein Stimmrecht hat. SP, Grüne und GLP kritisieren in ihrem Vorstoss, dass der AZNF so immer mehr zum Selbstbedienungsladen für den Flughafen werde.

STREITPUNKT SCHALLSCHUTZHALLE

Die Verwendung des Geldes werde auf die aktuellen Bedürfnisse des Flughafens abgestimmt und das Fonds-Reglement je nach Bedarf geändert. Als Beispiel nennen sie den Bau der Schallschutzhalle, in der neu die Triebwerkstests durchgeführt werden. Der Bau, der vor allem die Gemeinde Rümlang entlastet, kostet 25 Mio CHF.

Das Geld für die Halle stammt aus dem Lärmschutz-Fonds. Für die Entnahme musste aber extra das Reglement geändert werden - sonst hätte der Flughafen den Bau selber bezahlen müssen.

Die Initianten der Parlamentarischen Initiative kritisieren diesen Vorgang insbesondere deshalb, weil noch Tausende von Anwohnern auf Geld für Schallschutzfenster warten.

GLP: "DEM FLUGHAFEN AUF DIE FINGER SCHAUEN"

Für die GLP ist klar, dass der Kanton bei der Gelderverteilung mitreden muss. "Der Flughafen ist ein guter Partner, aber einer, dem man genau auf die Finger schauen muss", sagte Jörg Mäder (Opfikon).

Gerhard Fischer (EVP, Bäretswil) betonte, dass "nicht der geringste Verdacht auf Bevorzugung des Flughafens entstehen darf". Der Kanton dürfe deshalb nicht nur als Beisitzer dabei sein. Dieser Meinung war auch die EDU, welche die PI ebenfalls unterstützte.

Für die FDP hingegen wäre das Mitreden des Kantons "aus ordnungspolitischen Gründen falsch", wie Jörg Kündig (Gossau) sagte. Der Flughafen sei ein privates Unternehmen. Bei der Gelder-Verteilung dürfe der Staat deshalb nicht eingreifen.

cp

Bemerkung/Kommentar: Da wird gemauschelt und getrickst. Warum wird nicht eine Strafuntersuchung eingeleitet wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung, ev. Veruntreuung?



Informationstreffen zum Staatsvertrag mit Deutschland

http://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&msg-id=48589

Bern, 22.04.2013 - Vertreter der Schweiz und Deutschlands haben sich heute in Basel bei einem Informationstreffen über verschiedene Punkte des Fluglärm-Staatsvertrages ausgetauscht. Die Schweiz bekräftigte dabei, dass es keine Nachverhandlungen des Vertrages geben werde, zeigte sich aber bereit, offene Fragen zur An-wendung des Vertrages zu klären.

Am Montag, 22. April 2013, haben sich in Basel Vertreter der Schweiz und Deutschlands bei einem Informationstreffen über die Auswirkungen des Fluglärm-Staatsvertrags ausgetauscht. Der Vertrag, der die Auswirkungen des Zürcher Flughafenbetriebes auf deutsches Hoheitsgebiet regelt, wurde im September 2012 von den Verkehrsministern beider Länder unterzeichnet.

Die schweizerische Seite machte klar, dass es keine Nachverhandlungen des Vertrages geben werde. Sie ist aber bereit, die von deutscher Seite aufgetauchten Fragen entgegenzunehmen und zu klären. Das kann gegebenenfalls mit einem Noten-Austausch erfolgen. Beim Staatsvertrag handelt es sich um einen für beide Seiten akzeptablen Kompromiss. Der Ständerat hat ihm im März zugestimmt. Der Nationalrat wird voraussichtlich in der Sommersession darüber befinden.

Die Schweizer Seite wurde am Informationstreffen von Peter Müller, Direktor des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL), vertreten. Auf deutscher Seite nahmen Gerold Reichle, Leiter der Abteilung Luft- und Raumfahrt im deutschen Verkehrsministerium sowie Politiker und Vertreter von Bürgerorganisationen aus den betroffenen süddeutschen Gebieten an der Veranstaltung teil.


Adresse für Rückfragen:
Für Medienschaffende:
Kommunikation BAZL
Telefon: 031 324 23 35
Herausgeber:

Bundesamt für Zivilluftfahrt
Internet: http://www.bazl.admin.ch



Fluglärm

Zürcher Parlamentarier wollen beim Lärmfonds mitreden

http://www.nzz.ch/aktuell/newsticker/zuercher-parlamentarier-wollen-beim-laermfonds-mitreden-1.18068939

(sda) Der Kanton Zürich soll beim Lärmfonds des Flughafens Zürich mitreden. Das fordern 80 Kantonsrätinnen und Kantonsräte, die am Montag eine entsprechende Parlamentarische Initiative vorläufig unterstützten.

Bis jetzt kann die Luftfahrt-Branche selber entscheiden, was mit dem Geld des Airport Zurich Noise Fund (AZNF) finanziert wird. Im Komitee sitzen ausschliesslich Vertreter des Flughafens und der Airlines.

Der Kanton hingegen darf bis jetzt nicht dabei mitreden, wenn es um die Verteilung der Fonds-Gelder geht. Er ist nur als Beobachter ohne Stimmrecht bei den Sitzungen dabei, mit je einem Vertreter von Volkswirtschaftsdirektion und Finanzdirektion.

Kantonsräte von SP, Grünen und GLP kritisieren das, weil der AZNF so immer mehr zum Selbstbedienungsladen werde. Die Verwendung des Geldes werde auf die aktuellen Bedürfnisse des Flughafens abgestimmt, wofür jeweils das Reglement geändert werde.

Für die vorläufige Unterstützung der Parlamentarischen Initiative stimmten auch die EDU und die EVP. Für die vorläufige Unterstützung waren 60 Stimmen nötig. (SDA-ATS/fn/bk)



Der Schweiz die Lautstärke herunterdrehen

Die Schweiz wird lauter, trotz Fortschritten im Lärmschutz. Eine Herausforderung für die Empa, jenes Schweizer Institut, das im Kampf gegen den zunehmenden Lärm von Zügen, Flugzeugen und Autos Forschung betreibt.

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Flughafen Zürich vergibt Planung für Pistenverlängerung

http://www.handelszeitung.ch/politik/flughafen-zuerich-vergibt-planung-fuer-pistenverlaengerung

Pistenausbau Der Flughafen Zürich prescht vor. Für 4 Millionen lässt er die Pistenverlängerung planen. Ob je gebaut wird ist politisch noch nicht entschieden.

Der Flughafen Zürich hat die Planungsarbeiten für einen allfälligen Pistenausbau an ein Planungsbüro vergeben - noch bevor der politische Entscheid dazu in Zürich gefallen ist. Für diese Vorbereitungsarbeiten investiert er 4 Millionen Franken.

Die Planungsarbeiten dienen als Grundlage für den Entscheid, der im Kanton Zürich ansteht. Der Kantonsrat oder - was sehr wahrscheinlich ist - das Stimmvolk werden entscheiden müssen, ob sie einen Ausbau der Pisten 28 und 32 gutheissen oder nicht.

Das Baugesuch für den Ausbau kann der Flughafen erst dann beim Bund einreichen, wenn der Kanton Zürich sein Ja gegeben hat. Weil der Zeitplan für ein Projekt dieser Grössenordnung aber sehr knapp sei, sollte das Baugesuch nach der Zustimmung umgehend eingereicht werden können, schreibt der Flughafen in einer Mitteilung vom Freitag. Man beginne deshalb bereits jetzt mit den Vorbereitungen.

Will der Kanton den Pistenausbau nicht, bleibt der Flughafen auf den 4 Millionen Franken Kosten für die Planungsarbeiten sitzen. Die Gesamtkosten für den Ausbau betragen 500 Millionen Franken.

Flughafen: Ohne Pistenausbau geht es nicht

Nach Ansicht des Flughafens kann das Verkehrsaufkommen mit den zusätzlichen Sperrzeiten, die der Staatsvertrag voraussichtlich per 2020 mit sich bringt, nur mit ausgebauten Pisten effizient abgewickelt werden.

Der Flughafen will die kürzeste Piste 28 von heute 2'500 Meter auf 2'950 Meter verlängern, damit auch Langstreckenflugzeuge bei nasser Piste und ungünstiger Witterung darauf landen können. Die Piste 32 soll zudem von 3'300 auf 3'700 Meter verlängert werden. So soll sie sich als Landepiste für alle Flugzeugtypen eignen.

Zum geplanten Ausbau gehört überdies der Bau eines Rollweges rund um das östliche Ende der Piste 28. Der Rollweg ist gemäss Flughafen nötig, um die Anzahl Maschinen zu verringern, welche diese Piste nach der Landung oder vor dem Start kreuzen müssen.











29. April 2013 | ben

Wirbel um Studie zum Fluglärm

http://www.echo-online.de/nachrichten/landespolitik/Wirbel-um-Studie-zum-Fluglaerm;art175,3895130

Gesundheit – Wissenschaftler Greiser: Viele vorzeitige Todesfälle wegen Nachtflügen

WIESBADEN.

Grund für die vorzeitigen Todesfälle sei der Fluglärm mit seinen gesundheitsschädigenden Auswirkungen auf die Menschen, sagte der Bremer Medizinprofessor Eberhard Greiser am Montag. In den Jahren 2012 bis 2021 seien wegen dieses Lärms mit 23 400 Erkrankungen sowie mit Gesundheitskosten von 1,5 Milliarden Euro zu rechnen.

Greiser kam zu dieser „Prognose“, indem er Erkenntnisse zu Auswirkungen des Lärms in der Umgebung des Flughafens Köln/Bonn auf das Rhein-Main-Gebiet übertrug. Für problematisch hält er, dass in Frankfurt nur ein sechsstündiges Nachtflugverbot (von 23 bis fünf Uhr) gilt und es sogar in dieser Zeit zu außerplanmäßigen Starts und Landungen kommen kann. Diese Ruhezeiten reichten nicht, damit die Bürger regenerieren könnten, sagte Greiser. Die Nachtflüge führten zur Ausschüttung von Stresshormonen und damit etwa zu Blutdruck-Erhöhungen, erklärte der Wissenschaftler bei einer Pressekonferenz der Linksfraktion. Die Linken-Fraktionsvorsitzende Janine Wissler warf der CDU/FDP-Landesregierung vor, die Gesundheitsgefährdung durch Fluglärm „konsequent zu verschleiern“. Auch die 2010 in Auftrag gegebene Lärmwirkungsstudie „Norah“ spare die entscheidenden Fragen aus.

Die CDU-Fraktion nannte Greisers Studie einseitig und zum Teil „abwegig“. Die Erkenntnisse zum Flughafen Köln/Bonn könnten nicht einfach auf Frankfurt übertragen werden, meinte auch die FDP. „Wer die Todesangst von Menschen im Wahlkampf gezielt schürt, ohne wissenschaftlich fundierte Belege dafür zu haben, der agiert schäbig und unredlich“, hieß es.

Kommentar:
Die Politiker schwatzen sich heraus, die Erkenntnisse zum Flughafen Köln/Bonn könnten nicht einfach auf jenen von Frankfurt übertragen werden. Dies ist eine faule Ausrede aus folgendem Grund. Wenn betroffene Personen in ihrem Schlaf nachts gestört werden, ist es gleich, ob sie in Köln/Bonn oder in Frankfurt im Bett liegen. Die Nachtruhestörung ist einzig und allein für die gesundheitsschädigenden Auswirkungen entscheidend. Deshalb sind die Resultate von einem auf den andern Ort übertragbar. Medizinprofessor Eberhard Greisers auf breiter medizinischer Untersuchung basierende Erkenntnisse auf so faule Art und Weise zu bodigen, funktioniert nicht.

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