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Thema: Südanflug Juli-Dez 2013


Hier die Beiträge.



Biswinde und GNA

Mich erstaunt, dass Biswinde in Zürich erst seit bald 10 Jahren existieren sollen. Zuvor klappte es auch.

Ebenso erstaunt mich, dass der äusserst dringende GNA eine Vorbereitungs- und Testzeit von insgesamt 7 Jahren bedingen soll. Der Verdacht liegt nahe, dass einmal mehr aus Prestige-Gründen eine typische Schweizer-Extra-Lösung gefunden werden soll. Auf Grund der langen Entwicklungszeit des GBAS (Ground Based Augmentation System) könnte ich mir vorstellen, dass das Problem infolge der Dringlichkeit mit den bekannten Mitteln in Etappen gelöst werden könnte, um wenigstens innert nützlicher Frist eine Teilentlastung zu bringen. Ob viele der heute unter dem Fluglärm Leidenden bei der Einführung des GBAS noch existieren werden ist fraglich, und ob der GNA dannzumal effektiv installiert wird ebenso.

Transferpassagiere zahlen angeblich CHF 21.--. Ich kenne jedenfalls niemanden, der von diesen Beträgen je einen Bruchteil gesehen hat..... wohl auch kein Wunder, solange meistbetroffene Orte wie z.B. Gockhausen mit dem BAZL-Trick „Leq16“ ausgetrickst werden.

Adrian Schoop / Email an Flughafen Zürich.



Lärmklage

An: laerm@zurich-airport.com
Montag, 29. Juli 2013.

Sehr geehrte Damen und Herren

Bei schönstem Kaiserwetter ist gestern Abend kurz nach 20.00 Uhr ein Jet über den Süden gelandet, kurz vor 23.30 Uhr nochmals einer.

Offensichtlich handelt es sich dabei um ungeübte Piloten, deren Lärm- und Umweltbelästigung wir dank des Sparprogrammes der deutschen Swiss in Zukunft noch mehr zu erdulden haben werden. Die geplanten ausländischen Billiglohn-Piloten werden die Sicherheit der Bevölkerung am Boden noch mehr gefährden.

Meines Wissen hat sich die Lufthansa damals beim Schnäppchenkauf der "Swiss" verpflichtet, Schweizer Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen……… Offensichtlich löst sich dies alles in Luft auf, wie so vieles in der Luftfahrt, z.B. geltende Gesetze.

Ursula Hofstetter
8127 Forch



Ex-Stapi Elmar Ledergerber im Interview.

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/Spitze-sind-hoechstens-unsere-Hooligans-/story/22427343

24.07.2013

[...]

Wenn die Zahl der Touristen aus fernen Ländern steigt, erhöht sich die Bedeutung des Flughafens. Wie stehen Sie zu einem Pistenausbau?
Zürich liegt im Zentrum Europas. Der Flughafen ist für uns – national und international – die wichtigste Infrastruktur. Weltweit angebunden zu sein, ist entscheidend für die Standortgunst von Zürich. Dass wir etwa 120 Direktverbindungen haben, das ist der grösste Trumpf für die Region, und zwar nicht nur für die Wirtschaft und den Tourismus. Die Schweizer sind Weltmeister im Reisen. Ich war schon als Stadtpräsident für den Ausbau der Piste 10/28 – aus Sicherheitsgründen. Es wäre ja eine traurige Geschichte, sollte dereinst bei Rümlang ein Flieger in einen Bach stürzen.

Als Stadtpräsident hatten Sie aber gegen die Südanflüge demonstriert. Jetzt ist der Lärm neu verteilt. Und Deutschland weigert sich, den Staatsvertrag zu unterzeichnen.
Ich kann das nicht verstehen. Die Deutschen, sowohl in Berlin wie im südlichen Schwarzwald, gebärden sich relativ irrational.

Irrational? Was meinen Sie damit?
Über ein Drittel der Arbeitsplätze der Südschwarzwälder sind in der Schweiz. Ihre wirtschaftliche Basis ist auf der linken Seite des Rheins. Ihre Kinder werden in der Schweiz ausgebildet. Ihre Touristen kommen aus der Schweiz usw. Statt gemeinsam gute Lösungen für die gemeinsame Zukunft zu finden, spucken sie in den Teller, aus dem sie essen. Das kann ich nicht verstehen. Dazu kommt, dass rund drei Viertel aller Flüge nach und von Zürich von deutschen Maschinen – Swiss, Lufthansa, Germanwings, Air Berlin etc. – ausgeführt werden. Zürich-Kloten ist ein deutscher Flughafen auf Schweizer Gebiet. Irgendwann einmal muss eine neue Lösung kommen. Im Moment aber sieht es nicht gut aus.



Elmar Ledergerber

Ich war schon als Stadtpräsident für den Ausbau der Piste 10/28 – aus Sicherheitsgründen. Es wäre ja eine traurige Geschichte, sollte dereinst bei Rümlang ein Flieger in einen Bach stürzen.


Klare Worte wie immer!







ToniBrummer:
Elmar Ledergerber

Ich war schon als Stadtpräsident für den Ausbau der Piste 10/28 – aus Sicherheitsgründen. Es wäre ja eine traurige Geschichte, sollte dereinst bei Rümlang ein Flieger in einen Bach stürzen.


Klare Worte wie immer!


Da werden die Fairteiler aus dem Osten sicher bald einen giftigen "Newsletter" rauslassen.



Adrian Schoop schreibt in seiner heutigen Email an Thomas Kern, CEO Flughafen Zürich AG u.a.:

Warum bedient sich der Bund heute noch - und von der gesamten inländischen Luftfahrtbranche akzeptiert - der völlig untauglichen und zu falschen Erkenntnissen führenden Messmethode nach Leq16? Nur ein Tauber kann behaupten, dass unsere Ohren einen Durchschnittslärm als störend empfinden.


Antwort

An der schon lange dringend notwendigen Revision der Lärmschutzverordnung (LSV) war bisher in politischen Kreisen, vor allem in den nichtbetroffenen Kantonen (Mehrheit), niemand so recht interessiert, weil das etwas kosten würde. Ein weiteres Beispiel, dass Kostenwahrheit im Luftverkehr nicht existiert!



Keine Südstarts geradeaus!



Petitionsbogen hier beziehen.



Fluglärm soll nicht verteilt, sondern muss reduziert werden (VFSN)

http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=2881&Itemid=1

Der Osten hat weniger Fluglärm als der Süden!

Die Zahlen der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich sind eindeutig. Die Fluglärmbelastung im Süden ist grösser als im Osten. Bedingt durch die Startroute ist einzig im Westen eine noch höhere Belastung vorhanden.

Das "Gebrüll" aus dem Osten nach gerechter Fluglärmverteilung entbehrt jeglicher sachlichen Grundlage und dies schon seit Jahren, wie dem Bericht der Volkswirtschaftsdirektion zu entnehmen ist.

Diese Zahlen sind zwar interessant, bergen aber die Gefahr, vom eigentlichen Problem abzulenken. Die Diskussion soll nicht darüber geführt werden, wie Fluglärm verteilt werden kann, sondern wie Fluglärm nachhaltig und markant reduziert werden soll.

Eine Verteilung ermöglicht Kapazitätssteigerungen und führt damit zu noch mehr Fluglärm.

Der VFSN setzt sich seit seiner Gründung dafür ein, dass möglichst wenig Menschen mit Fluglärm belastet werden und, dass dort, wo eine Belastung statt findet, diese durch den Einsatz modernster Technologien möglichst gering gehalten wird.



Thomas Morf, Präsident VFSN



Kanton Zürich
Volkswirtschaftsdirektion


Info-Forum Flughafen Zürich

Protokoll
8. Info-Forum
Vom 1. Juli 2013


Ort: Konferenzzentrum Walcheturm, Stampfenbachplatz, Zürich

http://www.vd.zh.ch/dam/volkswirtschaftsdirektion/direktion/internet/themen/flughafenpolitik/flugbetrieb_umwelt/akteure_zustaendigkeiten/infoforum/20130701_Protokoll_InfoForum.pdf



Flughafenpolitik

Akteure & Zuständigkeiten

http://www.zh.ch/internet/volkswirtschaftsdirektion/de/themen/flughafenpolitik/flugbetrieb_und_umwelt/akteure_und_zustaendigkeiten.html

[...]

Bund / Bundesamt für Zivilluftfahrt

Der Bund ist für die Gesetzgebung und die Aufsicht im Luftfahrtbereich zuständig. Er setzt den Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL) fest, erteilt Betriebskonzessionen und Betriebsbewilligungen für Flughäfen und Flugplätze, registriert und prüft Luftfahrzeuge, erteilt die erforderlichen Genehmigungen für das Flugpersonal usw.

Das Regelwerk der Schweizer Luftfahrt steht im internationalen Kontext und richtet sich nach internationalen Vorgaben, z.B. der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO), der Europäischen Union (kraft der bilateralen Verträge der Schweiz mit der EU) oder der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA). Für den Vollzug ist das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) zuständig. Das BAZL erarbeitet zuhanden des Bundesrates das SIL-Objektblatt Flughafen Zürich, genehmigt das Betriebsreglement, erteilt Bewilligungen und beaufsichtigt den Flugbetrieb.

Für Plangenehmigungen (Baubewilligungen) ist das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) zuständig.

[...]

Kanton Zürich

Der Kanton Zürich spielt als Hauptaktionär an der Flughafen Zürich AG nach wie vor eine wichtige Rolle für den Flughafen. Er stellt drei Vertreter im Verwaltungsrat und hat bei bestimmten Geschäften (fluglärmrelevante Änderungen des Betriebsreglements und Änderung von Länge und Lage der Pisten) eine Sperrminorität (Vetorecht). Darüber hinaus obliegt ihm die Aufsicht über die Einhaltung der An- und Abflugrouten und der Nachtsperrordnung des Flughafens Zürich.

Als Standortkanton kommen dem Kanton auch in raumordnungspolitischen Fragen zentrale Aufgaben zu, etwa durch Festlegungen im kantonalen Richtplan. (siehe zum Verhältnis Kanton – Flughafen)

Politische Gemeinden (Konsultative Konferenz KKFZ)

Die politischen Gemeinden im Kanton Zürich werden im Rahmen einer Konsultativen Konferenz nach Paragraf 4 des Flughafengesetzes in die Entscheide des Kantons betreffend Flughafen einbezogen. Die Konsultative Konferenz dient dem Informations- und Meinungsaustausch. Die Gemeinden sind bezirksweise mit zwei oder drei Delegierten vertreten.

Darüber hinaus werden die Gemeinden auch im Rahmen der ordentlichen Verfahren angehört, etwa bei der Änderung des kantonalen Richtplans. Die verfahrensmässigen Rechte der Gemeinden werden durch die Konsultative Konferenz nicht beschränkt oder ersetzt.

13. Konsultative Konferenz vom 26. Juni 2013

Im Mittelpunkt der 13. KKFZ stand der Meinungsaustausch um den SIL-Prozess. Am selben Tag hatte der Bundesrat die erste Etappe des SIL-Objektblattes (SIL-1) verabschiedet.

Dokumente

Protokoll KKFZ vom 26. Juni 2013 (PDF, 695 kB)
Reglement Konsultative Konferenz, Februar 2005 (PDF, 70 kB)

Info-Forum Flughafen

Das Info-Forum Flughafen dient dem Informationsaustausch zwischen den zahlreichen Bürgerorganisationen und Interessenverbänden rund um den Flughafen einerseits und der Volkswirtschaftsdirektion anderseits. Das Info-Forum wurde gebildet, um diesen Organisationen ein Gefäss für den Meinungsaustausch zu bieten. Es findet in unregelmässigen Abständen statt und verfügt über keine Beschlusskompetenz.

8. Info-Forum vom 1. Juli 2013

Am 8. Info-Forum Flughafen Zürich referierten neben Regierungsrat Ernst Stocker Dr. Peter Müller und Max Schulthess vom BAZL zur 1. Etappe des SIL-Objektblattes.

Dokumente

Protokoll 8. Info-Forum vom 1. Juli 2013 (PDF, 2 MB)



Leserbriefe Tages-Anzeiger, 03.09.2013.

Kein Goldküsten-Problem
Die Verwendung des Begriffs «Goldküste» für die Südanflugschneise ist für uns Bürger, die wir effektiv den zahlreichen Belastungen dieses Anflugverfahrens seit 10 Jahren ausgesetzt sind, ein reiner Affront, weil der Südanflug eben genau nicht über die Goldküste geführt wird.Die dauernde Wiederholung dieses Klischees lässt in uns den Verdacht aufkommen, dass gegen uns ein eigentlicher medialer Krieg geführt wird. Es wird suggeriert, privilegierte und wohlhabende Bürger des Kantons profitierten zwar von den Vorteilen des Flughafens, seien aber nicht bereit, ihren Beitrag zu leisten, was die Passivseite dieses Unternehmens angeht. Mit Abstand das Mühseligste bei den Südanflügen ist das Unverständnis, auf welches wir bei jener Bevölkerung stossen, welche keine derartigen Immissionen zu ertragen hat. Und dieses Unverständnis wird durch eine solche Berichterstattung kultiviert.

Reto Agustoni, Gockhausen

Unsinn bekämpfen.
Für den Tagi-Journalisten ist der Einsatz der linken Stadtregierung gegen die «Südstarts straight» und allenfalls für die Erweiterung der Piste 28 bemerkenswert. Stadtpräsidentin Mauch habe sich vor zwei Jahren für ein Bauverbot ausgesprochen, schreibt er. Fakt ist, dass der «gefrässige» Flughafen, aber vor allem dessen Hauptkunden, die deutschen Airlines, auf eine Kapazitätssteigerung pochen. Der Pistenausbau hat gute Chancen: Der Bundesgerichtsentscheid vom 22. 12. 2010 hat die Südanflüge als unzulässig bezeichnet. Die drohenden «Südstarts straight» werden den Protest aus dem Süden noch verstärken. Aus «Sicherheitsgründen» erwägt das Bazl, den «Straight 16» in den «Sachplan Infrastruktur Luftfahrt» zu integrieren. Gut, dass jetzt auch die Stadt Zürich gegen diesen Unsinn kämpfen will.

Das Unwort «Goldküste» begleitet seit langem den Fluglärmstreit. Weder Wallisellen, Gockhausen, Fällanden, Binz, Forch und die Bergteile der «Goldküste» befinden sich küstennah. Wir in diesen küstenfernen Gebieten ertragen die Flugzeuge von 6 Uhr bis zum Teil um 23.30 Uhr.

Ursula Hofstetter, Forch



Die Goldküste ist zwar von den Südanflügen nicht betroffen.



Anders sieht es hingegen bei den geplanten Südstarts straight 16 aus!




Zuletzt bearbeitet: 03.09.13 17:19 von Administrator


Auffächerung der Flugrouten bei Südstarts

Der Grund dafür liegt in der 5000 Fuss-Regel.

5000 Fuss-Regel

Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) - 26.06.2013 Teil IIIC

Erläuterungsbericht Seite 24

4.16 Einhaltung der Standard-Abflugrouten (Mindestüberflughöhen, Wegpunkte, 5'000-Fuss-Regel)

Gemäss Vorgabe des vorläufigen Betriebsreglements (vBR) und der bestehenden Praxis der Flugsicherung können die Flugzeuge beim Abflug die Standardrouten am Tag (06.00 bis 22.00 Uhr) auf einer Höhe von 5'000 Fuss, in der Nacht (ab 22.00 Uhr) in der Regel auf der Flugfläche 80 verlassen und direkt zum Ausflugpunkt in die Luftstrasse fliegen.

Der Kanton Zürich verlangt, dass diese Regel nur in betriebskritischen Phasen angewandt wird. Die Standardrouten seien einzuhalten, wenn die Anwendung der 5'000-Fuss-Regel bzw. Flugfläche-80-Regel aus Kapazitätsgründen nicht erforderlich sei. Die Einführung von Wegpunkten im Nahbereich des Flughafens sei bei der Erarbeitung des definitiven Betriebsreglements sorgfältig zu prüfen.


VFSN

Eine A310 benötigt rund 20 km Flugdistanz um die 5000 ft zu erreichen. Von da an, kann der Pilot auf direktem Weg zum nächsten Navigationspunkt fliegen. Die Mehrheit der startenden Flugzeuge wird sich nicht auf den "theoretischen" Routen bewegen.

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Lärm-Beschwerden: laerm@zurich-airport.com Tel 043 816 21 31  

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