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Thema: Kommentare zu Medienberichten Juli-Dez 2013


Hier die Beiträge.



Kolumne: Hier spricht Uwe… (3) … über Fluglärm

http://falkenseeaktuell.de/2013/07/28/kolumne-hier-spricht-uwe-3-uber-fluglarm/

Fluchhafen!? Das Großprojekt BER machte Berlin und Brandenburg zum Gespött in aller Welt. Fluch-Hafen heißt es aber auch, weil viele Anwohner wegen des Fluglärms fluchen.

Darüber fluchen wiederum die anderen, nicht betroffenen Anwohner. Verflucht, warum regt ihr euch so auf, die Flieger waren doch schon immer da und die paar Nachtflüge mehr fallen doch gar nicht ins Gewicht.


Schließlich müssen wir ja pünktlich zum Ballermann fliegen oder zu einem wichtigen Geschäftstermin in Altwarmbüchen gelangen.

Da fluchen nun wieder die Betroffenen drüber. Haben doch die Nachtflieger nicht das Problem, dass ihnen der Jumbo mit seinem Lärm und Dreck das gemütliche Feierabendbier auf der Terrasse vermiest. Andersrum: Wer nicht in der Einflugschneise wohnt, hat leicht reden. Die Frage ist: Wie lange noch!

Die Anzahl der Flüge über Falkensee hat zugenommen. Die Piloten halten sich nicht immer an die vorgeschrieben Routen. Belegbar ist dies durch den Flugroutenradar, der auf der Website der Berliner Morgenpost veröffentlich wurde. Der Berliner Senat hat erst kürzlich mehr Nachtflüge genehmigt. Es wird noch mehr Flüge über Falkensee geben und vielleicht werden Anwohner davon betroffen sein, die bisher verschont geblieben sind.

[...]

Kommentar:
Die Probleme mit dem Fluglärm sind überall die gleichen, ob in Deutschland oder der Schweiz!



Bantli:

Kommentar:
Die Probleme mit dem Fluglärm sind überall die gleichen, ob in Deutschland oder der Schweiz!


Nein, sehe ich nicht so. In Zürich spielt eine Landesgrenze mit. Deutschland sieht in der Schweiz wohnhafte Anwohner offensichtlich als Untermenschen an. In Deutschland ohne Grenze würde man Motzern aus Hohentengen und Co. null Beachtung schenken.



Zum NZZ-Artikel "Ein System am Limit" vom 29.7.13:

Hier ein Auszug aus dem Bericht:

Dieses Ende der Fahnenstange in Kloten dürfte zwischen 2020 und 2030 erreicht werden. Heute liegt das Passagieraufkommen in Zürich schon bei weit über 20 Millionen pro Jahr. Die Prognose des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (Bazl) geht für 2020 von rund 30 Millionen und für 2030 sogar von 40 Millionen Passagieren in Zürich aus. Was die Flugbewegungen pro Jahr angeht, sehen Fachleute bei 350 000 Flugbewegungen jährlich eine oberste Grenze. 2012 landeten bzw. starteten in Zürich rund 270 000 Flugzeuge.


Und hier die Mathematik dazu:

Variante 1
Nehmen wir an, 2020 fertigt der Flughafen 30 Millionen Passagiere jährlich ab. Dafür werden 350'000 Flugbewegungen benötigt. Heute liegt die Anzahl Flugbewegungen bei jährlich 270'000. Die Zahl der Flugbewegungen muss somit in 7 Jahren um 80'000 gesteigert werden. 7 Jahre haben 2555 Tage. Wenn man eine lineare Steigerung der Flugbewegungen annimmt, müssen somit jeden Tag 31,3 Flugbewegungen dazukommen, d.h. es müssen jeden einzelnen Tag (gerundet) 16 zusätzliche Flugzeuge landen und starten. Pro Woche macht dies eine Zahl von 112 Flugzeugen, pro Monat eine solche von 480 und pro Jahr 5'760.

Variante 2
Gehen wir weniger forsch vor und nehmen an, die 350'000 Flugbewegungen werden erst im Jahr 2040 erreicht. Die Steigerung um 80'000 Flugbewegungen findet also in 17 Jahren statt. 17 Jahre haben 6205 Tage. Bei einer linearen Steigerung auf 350'000 Flugbewegungen braucht es jeden einzelnen Tag 13 Flugbewegungen mehr. Dafür müssen Tag für Tag 6,5 Flugzeuge zusätzlich in Kloten landen und starten. Pro Woche beträgt der Zuwachs 45 Flugzeuge, pro Monat 195 und pro Jahr 2340.

Wenn das kein grössenwahnsinniger Irrsinn ist.....




Interessant diese Rechnung, die uns anhand von konkreten Zahlen den Grössenwahnsinn der Flughafenlobby vor Augen führt!!



Entlastung für wen?

Bazl, Flughafen und Regierung sollten endlich einmal nicht immer nur über eine Entlastung des Flughafens Zürich reden, sondern die betroffene Bevölkerung ernsthaft miteinbeziehen.

Eine realistische Entlastungsmöglichkeit bestünde allenfalls durch den bereits bestehenden anderen Flugplatz in der Region Zürich in Dübendorf. Dorthin könnte zumindest ein Teil des aviatischen Individualverkehrs verlagert werden, also die General Aviation und die Kleinfliegerei nach Sichtflugregeln. Mit einer solchen Aufteilung könnte die Komplexität des Luftverkehrs in Kloten reduziert und dem Linienverkehr mehr Raum verschafft werden. Doch eine vollständige Verlegung dieses Segments nach Dübendorf wäre laut Bazl nicht machbar.


Mit der Verlagerung der General Aviation und Kleinfliegerei nach Dübendorf würde ausgerechnet das Glattal, das als dichtest bevölkerte Region der Schweiz gilt, mit weiterem Fluglärm eingedeckt. Dies widerspricht klar der geltenden Umweltschutzgesetzgebung, die schon heute mit spitzfindigen Verordnungen des Bazl ausgetrickst wird. Die Politiker sind deshalb dazu aufgerufen, im laufenden SIL-Prozess dieser Praxis endlich einen Riegel zu schieben. Sonst können wir unsere Gesetze gleich abschaffen!



Preisüberwacher fordert billigere Flugtickets (diverse Medien)

Sehr geehrter Herr Meierhans

Was haben sie für eine Vorstellung! In der Wirtschaft gilt immer noch und mit Erfolg, dass der Preis durch Angebot und Nachfrage und u.a. auch ortsabhängig ist. Dieser kann sich, wie in allen übrigen Branchen, aus verschiedensten Komponenten zusammensetzen. Den Gesamt-Preis eines Angebots bestimmt der Anbieter und der Kunde entscheidet. Die Voraussetzungen in Zürich, Basel und Genf sind bei weitem nicht die selben, das können auch Sie nicht ändern.

Auch Ihnen dürfte bekannt sein, dass die meisten Fluggesellschaften nicht kostendeckend arbeiten und nur von Subventionen jeglicher Art leben. Warum kann man billiger nach Madrid fliegen als mit der Bahn von Zürich nach Bern reisen? Hier müsste angesetzt werden.

Vielleicht ist ihnen entgangen, dass die Flugindustrie ohne irgendwelche Entschädigung mannigfache und unverbesserliche Schäden gegenüber Menschen und der Natur in unverantwortbarer Menge verursacht, und damit jegliches Mehrangebot von Billigstflügen nicht die geringste Berechtigung hat.

Was wollen Sie bezwecken mit der Vermehrung von Billigstflügen nach und von Zürich? Noch mehr Flugbewegungen, noch mehr Fluglärm in Ruhezeiten, noch mehr Abgase, noch mehr Unfallrisiko im flughafennahen dichtestbevölkerten Gebiet, noch mehr Chaos auf den bereits heute überlasteten Zufahrtsstrassen zum Flughafen, und schliesslich - und nicht unwesentlich - noch mehr Verlagerung des Tourismus aus der naturgegeben etwas teureren Schweiz ins ferne (billigere) Ausland?

Mit Ihrer Aussage schaden Sie unserm Land!

Mit freundlichen Grüssen

Adrian Schoop, Gockhausen



Blick - Wie lange fliegt die Swiss noch nach Indien?

Von den Flugrechten der Swiss und Austrian profitiere das falsche Land, lautet die offizielle Begründung aus dem Ministerium. Gewinnerin sei ein deutsches Unternehmen und nicht die Schweiz oder Österreich. Das verstosse gegen die Abmachungen.

Wie lange wird es wohl noch dauern, bis endlich andere Staaten und nicht zu letzt unsere verantwortlichen Politiker endlich merken, dass die Swiss keine Schweizer Fluggesellschaft mehr ist?

Darauf machen wir schon lange aufmerksam, dass eine Deutsche Fluggesellschaft Schweizer Bürger mit übermässigem Lärm eindeckt. Warum schreitet hier der Bundesrat nicht ein?



Im Klartext heisst das: Es wird im Vertrag keine Begrenzung der Anzahl Anflüge geben, sondern nur Sperrzeiten. Damit gibt Ramsauer einer breiten Allianz von süddeutschen Politikern und Bürgerorganisationen einen Korb, die eine Begrenzung der Anflugzahl auf 80'000 fordern. Heute erfolgen rund 105'000 Anflüge über Süddeutschland.


Es geht einigen süddeutschen Politikern und insbesondere der BI Waldshut auch noch um Änderungen der Flughöhen, aber dafür bleibt der Deutschen Bundesregierung im Rahmen des gemeinsamen, grenzüberschreitenden Europäischen Luftraums wenig Spielraum.



Pistenverlängerung 28 ist dringender als Bremssystem

Schaumbeton als Notstopp an Klotener Piste 28

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Schaumbeton-als-Notstopp-an-Klotener-Piste-28/story/25035542

Von Liliane Minor. Aktualisiert vor 2 Minuten 9 Kommentare

Der Flughafen Zürich muss am Ende der sehr kurzen Piste 28 ein Bremssystem erstellen. Damit soll verhindert werden, dass ein Flugzeug in die Glatt fällt, falls es das Pistenende überrollt.






Der BFO lügt wie in den vergangenen Abstimmungskampagnen.

Heftiger Verteilkampf

Zürcher Streit um Fluglärmzahlen

http://www.nzz.ch/aktuell/zuerich/uebersicht/zuercher-streit-um-fluglaermzahlen-1.18134968

[...]

Die Zürcher Volkswirtschaftsdirektion widerspricht. Es stimme zwar, dass im Süden zum Beispiel in der Stadt Zürich heute keine Grenzwerte überschritten würden, sondern nur in Opfikon-Glattbrugg und in Wallisellen. Die vom BFO verwendeten Zahlen führten jedoch in die Irre. Im Osten seien im heutigen Betrieb nämlich nur knapp 6000 Personen von Grenzwertüberschreitungen betroffen – nur halb so viel wie insgesamt in den beiden erwähnten Südgemeinden. Der BFO stütze sich mit Verweis auf den SIL-Schlussbericht auf Berechnungsmodelle statt auf aktuelle Zahlen aus dem Jahr 2012 ab.


Der BFO lügt wie in den vergangenen Abstimmungskampagnen, aber der Stimmbürger lässt sich glücklicherweise nicht so leicht mit offensichtlichen Faktenverdrehungen in die Irre führen. Die nächste Abstimmungsniederlage über Pistenverlängerungen ist deshalb schon vorprogrammiert!



Die Verwirr-Spielchen des BFO sind zwar teilweise recht perfid, bewirken aber nach ihrer definitiven Aufklärung genau das Gegenteil, was sie ursprünglich wollten.

Abstimmungstag ist Zahltag!



Es gibt nicht nur Vielflieger, sondern auch Viellügner!

Der BFO kennt da keine Skrupel.



In praktisch allen Artikeln werden den falschen BFO-Zahlen von viel glaubwürdigeren Seiten gleich mehrfach die korrekten Zahlen gegenübergestellt. Der Schuss ging somit einmal mehr hinten raus. Jetzt müsste auch der letzte wissen: BFO lügt dreister als der Lughafen!.



Bantli:
Bremssystem EMAS auf Flughafen Zürich

http://www.bazl.admin.ch/aktuell/medieninformation/00024/index.html?lang=de&msg-id=49898

Bern, 19.08.2013 - Auf Veranlassung des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) soll der Flughafen Zürich am Ende der Piste 28 ein Bremssystem EMAS errichten. Dieses System dient als Sicherheit bei einem allfälligen Überrollen des Pistenendes.


Ein Schritt in die richtige Richtung. Es muss alles getan werden um die Piste 28 zu ertüchtigen. Bremssystem und dann noch ein bisschen fairlängern. Führt zu keiner Kapazitätserhöhung, aber zu mehr Sicherheit. Also ganz im Sinne des BFO.

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