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Thema: Medienberichte Juli-Dez 2013


Swiss-Pilot macht Laserpointer-Angreifer ausfindig

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/SwissPilot-macht-LaserpointerAngreifer-ausfindig/story/16550373

Aktualisiert um 13:42 106 Kommentare

Ein Swiss-Pilot wurde beim Abflug in Zürich mit einem Laserpointer geblendet. Er übermittelte den Standort des Angreifers an den Flughafen. Dieser alarmierte die Polizei. Kurz darauf wurde ein Mann verhaftet.

Im luzernischen Beromünster hat die Polizei einen Mann festgenommen, der zuvor mit einem Laserpointer einen Piloten eines startenden Swiss-Langstreckenflugzeugs geblendet haben soll. Die Luzerner Polizei und die Fluggesellschaft Swiss bestätigten eine Meldung von «20 Minuten».

Die Maschine des Typs A340 startete am Mittwoch um 22.40 Uhr vom Flughafen Zürich-Kloten und war ins brasilianische São Paulo unterwegs. Über der Region Luzern wurde der Pilot von einem Laserstrahl geblendet.

Pilot alarmiert Flughafen

Der Pilot blieb unverletzt und konnte den Flug fortsetzen. Er übermittelte den Standort des Laser-Angreifers an den Flughafen. Dieser alarmierte die Polizei. Die Polizeibeamten konnte darauf in der Gemeinde Beromünster LU einen Mann mit einem Laserpointer festnehmen. Er war gemäss einem Polizeisprecher mit mehreren Personen unterwegs.

Der Mann wurde befragt und befindet sich wieder auf freiem Fuss. Es würden weitere Einvernahmen stattfinden, sagte der Polizeisprecher weiter. Abgeklärt werde auch, wie stark das Lasergerät war. Aus Ermittlungsgründen machte der Sprecher keine weiteren Angaben.

Aussergewöhnlicher Vorfall

Bei der Fluggesellschaft Swiss äussert man sich besorgt. Der Vorfall sei aussergewöhnlich, weil sich das Flugzeug über der Region Luzern bereits in einiger Höhe befunden habe, sagte eine Swiss-Sprecherin auf Anfrage. Die meisten solcher Laser-Attacken seien bisher während des unmittelbaren Anflugs auf den Flughafen geschehen.

Werde ein Pilot von einem Laserstrahl geblendet, sehe er nichts mehr. In der Landephase sei dies besonders kritisch, da diese hohe Konzentration der Piloten erfordere, sagte die Sprecherin weiter. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) registrierte im ersten Halbjahr 2013 40 Fälle von Laser-Angriffen auf Piloten. 2012 kam es zu 100 Zwischenfällen. 2011 zählten die Behörden 134 und 2010 145 Fälle.

Der Rückgang der gemeldeten Attacken hange wohl damit zusammen, dass die Leute inzwischen wüssten, dass Laserpointer keine Spielzeuge seien und solche Attacken zu einer Strafverfolgung führten, vermutete ein Bazl-Sprecher. (bru/sda)

Erstellt: 02.08.2013, 12:06 Uhr



http://www.bild.de/politik/inland/siegfried-kauder/laesst-sich-bescheinigen-dass-er-nicht-krank-ist-31653392.bild.html

könnte einiges erklären.



Gebührenstreit am Flughafen

Harte Landung in Zürich

http://www.nzz.ch/aktuell/zuerich/uebersicht/harte-landung-in-zuerich-1.18128169

Der Preisüberwacher, Stefan Meierhans, sticht mit seiner Kritik an den Gebühren des Flughafens Zürich in ein Wespennest. Wirtschaftsvertreter sehen den Hub gefährdet, Fluglärmgegner warnen vor einem billigen Ballermann-Airport.

Andreas Schürer

Die Sommeroffensive des eidgenössischen Preisüberwachers, Stefan Meierhans, kommt in Zürich nicht gut an. Der SP-Kantonsrat Stefan Feldmann etwa hat seinen Unmut über Twitter kundgetan: «Die Hitzewelle tut nicht allen gut: Der Preisüberwacher findet es zum Beispiel sinnvoll, dass man für 39 Franken nach Madrid fliegen kann.» Thomas Morf, Präsident des Vereins Flugschneise Süd – Nein (VFSN), lädt Meierhans zu sich nach Pfaffhausen zum Frühstück um sechs Uhr morgens ein: «Dann kann er vor Ort beurteilen, ob er wirklich will, dass mehr Billigflieger in Zürich einen Ballermann-Hub betreiben.»

Schützenhilfe für Airlines

Der Auslöser der Aufwallung waren Aussagen von Meierhans in einem Interview mit der «Sonntags-Zeitung». Darin forderte er, dass die Gebühren am Flughafen Zürich gesenkt werden, damit der Wettbewerb spiele (NZZ 5. 8. 13). Heute würden in Zürich, anders als in Genf und Basel, die Anbieter von Billigflügen wie Easy Jet oder Air Berlin benachteiligt. Es könne auch nicht sein, dass Zürich die Airline Swiss, die der Bund mit viel Geld in die Luft gebracht habe, ausblute.

Pikant und wohl bedacht ist der Zeitpunkt der erneuten Offensive von Meierhans. Der Flughafen strebt nämlich eine Erhöhung der Gebühren an, konnte sich mit den Airlines bisher aber nicht einigen. Ende August läuft die Frist der Verhandlungen ab. Ist bis dann kein Kompromiss gefunden, wird es am Bundesamt für Zivilluftfahrt sein, die Höhe der Gebühren zu verfügen. Dass sich der Preisüberwacher nun auf die Seite der Airlines stellt, überrascht nicht. Bereits im September 2012 monierte er, dass der Flughafen die Gewinne aus der Vermietung der Ladenflächen und den Parkhäusern abschöpfe, anstatt dafür zu sorgen, dass diese für die Finanzierung der Infrastruktur verwendet würden. Die Höhe und die Struktur der Gebühren müssten den Wettbewerb zwischen den Fluggesellschaften begünstigen.

Befremdet über die Offensive des Preisüberwachers ist Thomas Koller, Geschäftsführer des wirtschaftsfreundlichen Komitees Weltoffenes Zürich. Meierhans oute sich damit nicht gerade als Kenner der schweizerischen Luftfahrt, sagt Koller. Im Unterschied zu Basel und Genf sei Zürich als interkontinentaler Hub konzipiert, der als Drehscheibe betrieben werde und nicht hauptsächlich Punkt-zu-Punkt-Verbindungen anbiete. Würden über tiefe Gebühren möglichst billige Tarife angestrebt, funktioniere das Hubsystem nicht mehr. Der Home-Carrier, in Zürich also die Swiss, würde in diesem Fall benachteiligt, weil er auch die aufwendige Koordination von Kurz- und Langstreckenflügen sicherstellen müsse.

Aus ganz andern Gründen kämpft im Gebührenstreit der VFSN-Präsident, Thomas Morf, für einmal an der Seite des Flughafens. Die Gebühren müssten nicht gesenkt, sondern erhöht werden, weil Zürich einen qualitativ hochstehenden Flughafen brauche – und keinen Billig-Airport. Der Ruf nach günstigeren Flugpreisen stehe völlig quer in der Landschaft: «Es stimmt doch heute schon etwas nicht, wenn es billiger ist, mit dem Flugzeug nach Berlin zu fliegen, als mit dem Zug nach Bern zu fahren.» Der Preisüberwacher solle sich besser dafür einsetzen, dass umweltfreundliche Verkehrsmittel günstiger würden. Auch für Hanspeter Lienhart, Präsident der IG Nord und Stadtrat von Bülach, ist es nicht im Interesse der Flughafenanwohner, dass man möglichst billig um die Welt fliegen kann. Es sei aber auch problematisch, den Wettbewerb nicht spielen zu lassen.

Auf die Seite des Flughafens stellen sich auch Zürcher Parlamentarier, die sonst meist geharnischt kommentieren, was der Airport plant und unternimmt. Der SP-Nationalrat Thomas Hardegger ist verärgert über «die oberflächliche Kritik» von Meierhans. Der Vergleich mit Basel sei unangebracht, nur schon weil die Kosten der Infrastruktur sehr unterschiedlich seien. Für GLP-Nationalrat Martin Bäumle geht die Diskussion in die falsche Richtung, da es nicht angehe, mit tiefen Tarifen Billiganbieter wie Easy Jet zu beflügeln. Vielmehr müsse im Flugbetrieb endlich Kostenwahrheit angestrebt werden – wobei die Gebühren eher steigen müssten. Der FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger meint, der Preisüberwacher scheine seine Kompetenzen ziemlich willkürlich und ohne gesetzlichen Auftrag auszuweiten. Wenn der Streit um die Gebühren nämlich, wie von Meierhans ins Feld geführt, eine Wettbewerbsfrage sei, sei nicht der Preisüberwacher zuständig, sondern die Wettbewerbskommission.

Der Preisüberwacher kontert

Der Flughafen lässt nicht gelten, dass der Wettbewerb in Zürich nicht spiele. Seit Jahren verkehrten hier schon Billigflieger wie Easy Jet, Air Berlin, Fly Niki oder Germanwings. Ihr Verkehrsanteil betrage stabil zwischen 8 und 11 Prozent. Alle Airlines zahlten die gleichen Gebühren: Geschützt oder benachteiligt werde niemand. Es sei aber klar, dass sich der Anteil der Billiganbieter kaum markant erhöhen werde, da Zürich als Umsteigeflughafen der Swiss auf Wellenstrukturen im Flugplan, Spitzenauslastung, Pünktlichkeit und Passagierkomfort ausgerichtet sei.

Stefan Meierhans lässt sich von der Kritik aus Zürich nicht beirren. Der Umstand, dass zahlreiche günstige Airlines den Flughafen Zürich mieden, schmälere einen wirksamen Wettbewerb – zulasten der Konsumenten. Auf Strecken wie nach Brüssel habe die Swiss in Zürich das Monopol und verlange markant mehr als etwa in Basel oder Genf, wo Easy Jet konkurrenzierend Flüge anbiete.

Durchaus nachvollziehbar ist für Meierhans die Auffassung, der Flugverkehr gehöre verteuert. Dann sei es aber äusserst störend, dass solche «Lenkungsabgaben» wie nach dem heutigen System an die Aktionäre des Flughafens ausgeschüttet würden, statt dass sie dem Konsumenten zugutekämen – wie zum Beispiel bei der CO2-Abgabe.



News > Schweiz Markt > 06-08-2013 15:13
Flughafen Zürich: Parkhaus um 1300 Plätze erweitert

Zürich (awp/sda) - Am Flughafen Zürich stehen im Parkhaus P6 seit Dienstag 1300 zusätzliche Parkplätze zur Verfügung. Nach der Sanierung und Erweiterung bietet es Platz für bis zu 4000 Fahrzeuge. Das P6 ist das grösste Parkhaus am Flughafen Zürich, wie es in einer Mitteilung heisst.

Wo möglich, wurden bestehende Parkplätze verbreitert. Auch wurden die drei Parkplätze für Elektrofahrzeuge erneuert. Die Sanierung werde im Frühling 2014 vollständig abgeschlossen sein, schreibt die Flughafen Zürich AG weiter.

Im Hinblick auf eine weitere Erweiterungsetappe des Parkhauses 6 müssen die jetzigen Ausfahrten im Osten geschlossen und nach Süden verlegt werden. Deshalb wurde eine neue Brücke gebaut, welche ebenfalls am Dienstag in Betrieb genommen wurde.

Die Brücke ist an den Butzenbüelring angeschlossen, sodass der Verkehr in Richtung Zürich neu nicht mehr den Umweg über den Frachtanschluss nehmen muss.

Im Sommer 2014 wird eine Photovoltaikanlage auf dem Parkhausdach installiert. Sie soll 680 Megawattstunden Strom im Jahr erzeugen. Das entspricht gemäss Mitteilung dem jährlichen Stromverbrauch von etwa 200 Haushalten. Mit der Photovoltaikanlage gelinge es, die Dachfläche des Parkhauses "optimal auszunutzen", wird Thomas Kern, CEO der Flughafen Zürich AG, in der Mitteilung zitiert.

Kurzkommentar: Wo blieb bzw. bleibt der Aufschrei und Widerstand des VCS und der Grünen?



Fluggebühren-Streit: Swiss sitzt am kürzeren Hebel

http://www.cash.ch/news/front/fluggebuehrenstreit_swiss_sitzt_am_kuerzeren_hebel_-3110766-449

Seit Wochen herrscht eine hitzige Debatte um eine geplante Gebührenerhöhung am Flughafen Zürich für Airlines. Wie es um die Chance auf eine Erhöhung steht - und wie der Aktienkurs des Airports reagieren könnte.

Von Frédéric Papp

Der Preisüberwacher Stefan Meierhans sorge mit seinen Aussagen in der Sonntagspresse über die zu hohen Gebühren am Flughafen Zürich für Erstaunen in Politik und Wirtschaft. Er verlangte eine Senkung der Gebühren, damit der Wettbewerb spiele. Billigairlines wie Easy Jet oder Air Berlin würden benachteiligt. Es könne auch nicht sein, dass der Flughafen Zürich die Airline Swiss ausblute, polterte der Preisüberwacher weiter. Schon vor einigen Wochen schoss Swiss-Chef Harry Hohmeister mit allen Rohren gegen den Flughafen.

Meierhans' Aussagen lösen auch bei Analysten, die den Flughafen Zürich beobachten, Kopfschütteln aus. "Es kann nicht die Strategie eines stark ausgelasteten Flughafens sein, mit einer hochwertigen, teuren Infrastruktur Billigflieger anzulocken. Dies wäre weltweit ziemlich einzigartig", sagt ZKB-Analyst Armin Rechberger zu cash.

Der Flughafen Zürich plant, nach zehnjährigem Gleichstand per Anfang 2014 die Passagier- und Landegebühren zu erhöhen. Über das Ausmass der Erhöhung hält sich die Flughafen-Geschäftsleitung rund um CEO Thomas Kern bedeckt. Zürichs Flughafen ist hinsichtlich der Gebührenstruktur zwar nicht der teuerste, bewegt sich aber im oberen Mittelfeld.

Chancen für Gebührenerhöhung stehen gut

Ob die Gebührenerhöhung durchkommt, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen. Fest steht: "Der Flughafen hat ein Standortmonopol, da es keine anderen Hubs in dessen Einzugsgebiet gibt", sagt Aviatik-Experte Andreas Wittmer von der Universität St. Gallen auf Anfrage von cash.

Für Privat- und Geschäftsreisende sei es aufwändig, nach München oder andere Flughäfen auszuweichen. "Solange die Swiss den Schweizer Markt bedienen will, ist sie vom Flughafen Zürich abhängig, was dem Flughafen eine gewisse Marktmacht gibt", so Wittmer. Sprich: Der Flughafen Zürich sitzt am längeren Hebel.

Spielt der Flughafen Zürich seine Marktmacht voll aus, wird sich das angeschlagene Verhältnis zwischen dem Flughafen und der Lufthansa-Tochter Swiss weiter eintrüben. Hohmeister hatte für diesen Fall schon mal mit der Verschiebung von Kapazitäten der Swiss nach Wien, Frankfurt und München gedroht. Dieser (wenn auch unrealistische) Wink mit dem Zaunpfahl kam vor allem in der Politik nicht gut an.

Dennoch könnte der Schuss für den Flughafenbetreiber auch nach hinten losgehen. Denn Monopole machen in der Regel träge. Es ist viel bequemer, Gebühren anzuheben, um Mehreinnahmen zu generieren, statt mittels Kosten- und Effizienzmassnahmen die Gebühren beizubehalten oder gar zu senken. Auf lange Sicht schmälert eine solche Einstellung die Wettbewerbsfähigkeit einer jeden Unternehmung. Zugute halten muss man dem Flughafen, dass er die Gebühren während nun zehn Jahren nicht angerührt hatte.

Negativer psychologischer Effekt

An der Börse nimmt man den Gebührenstreit gelassen. Die Aktie des Flughafen Zürichs notiert mit 505 Franken auf einem Fünf-Jahres-Hoch. Im Gleichschritt mit dem Gesamtmarkt avancierten die Titel seit Jahresbeginn um 20 Prozent.

Obwohl die Anhebung der Gebühren für den Flughafen Zürich für die Aktie nicht matchentscheidend ist, darf man die Auswirkungen auf eine mögliche Ablehnung nicht gänzlich vernachlässigen. Es würde ein psychologisch negatives Zeichen gesetzt, so Rechberger, im Sinne von: "Wenn es dem Flughafen Zürich nach zehn Jahren nicht gelingt, die Gebühren zu erhöhen, wann dann?"

Der Flughafen Zürich kämpft noch an anderen Fronten mit Problemen. So kommt zum Beispiel das Prestigeprojekt "The Circle" nicht voran. Anstatt 2017 soll die Eröffnung ein Jahr später erfolgen. Über 200'000 Quadratmeter Platz bietet "The Circle" für Hotellerie und Gewerbe. Doch bis anhin zieren sich potenzielle Mieter.

Das Immobilienprojekt soll die schwindenden Einnahmen aus dem Flugbetrieb kompensieren. Eine weitere Verzögerung oder gar eine Aufgabe des Projekts hätte somit gravierende Folgen auf die Erträge des Flughafen Zürichs und somit auch auf die Aktie.

Anleger sollten daher die Halbjahreszahlen am 26. August abwarten. Dann sind Neuigkeiten bezüglich Circle und Gebühren zu erwarten.



Flughafen Zürich: Emirates kritisiert Gebührenpolitik

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/flughafen-zuerich-emirates-kritisiert-gebuehrenpolitik-479540

Luftfahrt Die steigenden Kosten am Flughafen Zürich werden laut Emirates-Chef den Airlines aus den Taschen gezogen. Generell soll das Angebot am Flughafen durchdacht werden.

VonTim Höfinghoff

Der Präsident der Fluggesellschaft Emirates, Tim Clark, warnt den Flughafen Zürich, steigende Kosten nur an Fluggesellschaften abzuwälzen. «Ich will den Flughafenbetreiber in Zürich nicht schlechtreden», sagt Clark im Interview mit der «Handelszeitung», «allerdings kann es nicht sein, steigende Kosten lediglich an Fluggesellschaften weiterzureichen.»

Der Flughafen Zürich solle sich mehr auf seine Immobilien konzentrieren. Seiner Überzeugung nach sollte für Flughäfen das Shopping Priorität vor dem Fluggeschäft haben. Die Flughäfen müssten sich generell überlegen, wie sie ein besseres Angebot bieten können.

Grosse Nachfrage

Das Schweizer Geschäft im Allgemeinen sei für Emirates weiterhin besonders ertragsstark. «Der Ertrag je Sitzplatz pro Kilometer ist einer der höchsten in unserem Flugnetz», so Clark. Auch die Auslastung sei aussergewöhnlich hoch. Ein nicht zu unterschätzendes Kundensegment seien dabei Menschen aus dem Nahen Osten, die sich in Schweizer Kliniken behandeln lassen. In anderen Märkten käme es saisonbedingt immer wieder zu starken Schwankungen. «In der Schweiz rechnen wir in den nächsten fünf Jahren aber mit einer grossen Nachfrage.»

Zudem fliege Emirates ab Anfang 2014 auch mit einer A380 nach Zürich. «Wir hätten auch schon im vergangenen Jahr eine A380 in Zürich eingesetzt», sagt der 64-jährige Clark dazu, «doch einige dieser Maschinen haben Haarrisse in den Flügeln und müssen repariert werden.» Mit einer A380 auch Genf anzufliegen, sei vorerst nicht geplant. Dafür fehlten noch die nötigen Maschinen.



Demonstration gegen Südstarts

Gelbe Invasion in Zürich

http://www.nzz.ch/aktuell/zuerich/uebersicht/gelbe-invasion-in-zuerich-1.18129190

Die Südschneiser rufen wieder zu einer Demonstration nach Zürich: Am 21. September soll auf einer Tour vom Landesmuseum zum Helvetiaplatz gegen die «Südstarts geradeaus» protestiert werden.

Zürich Heute, 16:46

asü. Die Südschneiser rufen wieder zu einer Demonstration nach Zürich: Am 21. September soll auf einer Tour vom Landesmuseum zum Helvetiaplatz gegen die «Südstarts geradeaus» protestiert werden. An der Aktion beteiligen sich der Verein Südschneise Süd – Nein (VFSN), der Quartierverein Schwamendingen und der Hauseigentümerverband Dübendorf & Oberes Glatttal.

Wer alles auftreten wird, ist noch unklar. Gesetzt ist, dass der VFSN-Präsident Thomas Morf vor den mit gelben Utensilien ausgerüsteten Südschneisern eine feurige Rede halten wird. Zudem ist geplant, Vertreter der Stadt Zürich und des Fluglärmforums Süd für einen Auftritt zu gewinnen, allenfalls auch National- und Kantonsräte. Morf hofft auf mindestens 5000 Teilnehmer, wie er sagt. Die Aufnahme der «Südstarts geradeaus» bei Nebel und Bise in den Flughafen-Sachplan habe die betroffene Bevölkerung in der Stadt Zürich, der Zürichseeregion und dem Oberland aufgerüttelt. Die Angst vor einer regelmässigen Nutzung dieses Startverfahrens sei zudem gross. Seit Ende letzten Jahres habe der VFSN 600 Mitglieder gewonnen – insgesamt unterstützten nun über 5300 Mitglieder den Verein mit mindestens je 40 Franken im Jahr.

Anders als von den Organisatoren dargestellt, ist die Demonstration allerdings noch nicht bewilligt, wie die Stadt Zürich auf Anfrage mitteilt; das Gesuch sei in Bearbeitung. Die Stadt selber äusserte sich wiederholt dezidiert gegen die Einführung der «Südstarts geradeaus». Ob Stadtpräsidentin Corine Mauch einen Auftritt haben wird, sei auch noch offen; eine Anfrage liege noch nicht vor.

Eines ist klar: Der Auftritt der Südschneiser wird, sofern er tatsächlich stattfindet, polarisieren. Keine andere Fluglärm-Organisation macht derart oft mobil. Seit 2002 hat der VFSN bereits ein halbes Dutzend grössere Demonstrationen mit 2000 bis 10 000 Teilnehmern organisiert: drei in Zürich, zwei am Flughafen und eine in Bern. Über die aktuelle Aktion kann Fritz Kauf, Sprecher des Vereins Bürgerprotest Fluglärm Ost (BFO), nur den Kopf schütteln. Statt selber einen Teil zu übernehmen, wolle der Süden mittels der angestrebten Pistenverlängerungen alles an den Osten und den Westen abschieben. Diese unfaire Taktik werde aber nicht aufgehen – da nützten auch Auftritte mit Trillerpfeifen und gelben Mützen nichts: «Der ‹Südstart geradeaus› wird Realität – und zwar regelmässig.» Nur so könne die mangelhafte Sicherheit am Flughafen verbessert werden.



Fällander Gemeinderat unterstützt Petition gegen Südstarts

http://www.zol.ch/bezirk-uster/faellanden/Faellander-Gemeinderat-unterstuetzt-Petition-gegen-Suedstarts/story/28002314

Der Gemeinderat von Fällanden hat keine Freude an den geplanten Südstarts geradeaus. Er ruft die Fällander deshalb dazu auf, eine Petition zu unterschreiben.

Der Fällander Gemeinderat ruft die Bevölkerung dazu auf, die «Petition Südstart Straight 16 - Nein» zu unterstützen. Das vom Verein Flugschneise Süd – Nein und dem Quartierverein Schwamendingen initiierte Begehren fordert den Bundesrat auf, die «Südstarts straight» nicht zuzulassen und sie im Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (Sil) als unzulässig zu definieren, wie die Gemeinde Fällanden schreibt.

Der Bundesrat habe mit seinem Entscheid zur ersten Sil-Tranche Südabflüge geradeaus ohne Begrenzung der Bewegungen erstmals möglich gemacht. Damit würden die Lärmemissionen im Süden des Flughafens Zürich zu einer «unerträglichen Belastung», insbesondere auch für die Fällander, schreibt die Gemeinde.

Beim Objektblatt-Entwurf im Jahr 2010 habe es noch geheissen, Südabflüge geradeaus seien notwendig, um bei Bise und Nebel den Flughafen Zürich funktionsfähig zu halten. Damals sei von einem Maximum von 1000 Bewegungen im Jahr die Rede gewesen. Der Entscheid des Bundesrates zum Sil sehe nun jedoch keine wesentliche Beschränkung vor.

Der Gemeinderat bittet die Fällander Bevölkerung deshalb «um Ihre Solidarität mittels Unterschrift auf den Petitionsbögen». Die entsprechende Unterschrift kann auch im Gemeindehaus (Empfang) gesetzt werden. (rsc)



Salzburger Flugverkehr

09. August 2013 08:25; Akt: 09.08.2013 11:18 Print

Deutschland zofft auch mit Ösis über Fluglärm

http://www.20min.ch/finance/dossier/luftverkehr/story/Deutschland-zofft-auch-mit--sis-ueber-Fluglaerm-30747515

Genau wie in Zürich will Deutschland in Österreich eine einseitige Verordnung durchsetzen, um den Flugverkehr in Salzburg einzuschränken. Geschützt werden sollen 16'000 Bayern.

Nicht nur die Schweiz hat ein Fluglärmproblem mit Deutschland, auch Österreich liegt seit Jahren mit seinem Nachbarn im Clinch. Gestritten wird um den Flugverkehr in Salzburg, der bayerische Gemeinden beschallt. Deutschland will - genau wie 2003 in Zürich - eine einseitige Verordnung durchsetzen, um seine Bürger zu schützen. In Salzburg befürchtet man das Schlimmste.

Der Salzburger Bürgermeister greift zu deutlichen Worten, wenn er an die Drohung aus Deutschland denkt. «Das würde zu einem immensen Schaden für die Region führen», sagte Heinz Schaden auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Vor allem im Tourismus würden die Lichter ausgehen. Aber auch die Festspiele, eine der Hauptattraktionen der Mozart-Stadt, hätten ein Problem. «Viele Künstler, aber auch die Gäste sind auf den Flughafen angewiesen.»

Noch ist unbekannt, welches neue Betriebsregime Deutschland konkret durchsetzen will. Der Entwurf ist gemäss deutschem Verkehrsministerium zwar weitgehend fertig, er wird aber noch nicht publik gemacht. Weil die Fakten fehlen, machen in Salzburg Gerüchte die Runde: Von einer Mindestflughöhe von 2000 Metern über deutschem Gebiet ist die Rede.

Die Maschinen müssten dann quasi im Sturzflug auf die Piste zusteuern - ein aus Sicherheitsgründen unmögliches Szenario. Ein Anflug aus anderer Richtung ist gemäss Schaden aber «zu gefährlich».

Salzburger Maschinen über bayerischen Köpfen

Um das Problem zu erkennen, genügt ein Blick auf die Karte: Salzburg ist auf drei Seiten von bis zu 2000 Meter hohen Bergen eingekesselt. Nur in Richtung Norden ist das Gelände flach und für die Fliegerei unproblematisch. Doch in dieser Richtung liegt Bayern, konkret Freilassing mit seinen rund 16'000 Einwohnern.

Seit Jahren fliegen den Freilassingern die österreichischen Maschinen über die Köpfe. Und wie es auch die Deutschen im Norden des Zürcher Flughafens tun, wehren auch sie sich vehement. Nur was die Grössenordnung betrifft, unterscheidet sich der Streit: Während Zürich jährlich 270'000 Bewegungen zählt, sind es in Salzburg nur 17'000.

Dennoch ist die Wut auf die Nachbarn gross. Die Bayern fühlen sich vertröstet, weil die Salzburger stets das Problem mit den Bergen ins Feld führen. Viele Betroffene vermuten, dass mit den Nordanflügen vielmehr das Villenviertel im Süden Salzburgs geschont werden soll.

Selbst der deutsche Verkehrsminister Peter Ramsauer, der auch für die Neuaushandlung des Staatsvertrages mit der Schweiz zuständig ist, glaubt nicht an die absolute Unmöglichkeit des Südanfluges.

Wie es aus seinem Ministerium auf Anfrage heisst, soll die geplante Verordnung «neue Verfahren von und nach Süden über österreichisches Gebiet fördern».

Ramsauer: «Österreich hat zu wenig getan»

In Berlin ist man überzeugt, dass der Anflug über die Berge sicher sein kann. Die Piloten bräuchten aber eine Schulung und Lizenzierung. Auch die Bordinstrumente müssten aufgerüstet werden. Der Südanflug kann theoretisch heute schon angewendet werden - in den Augen der Deutschen wird das aber viel zu selten gemacht.

Noch immer würden 90 Prozent der Flüge über Deutschland abgewickelt. «Dieses Verhältnis muss sich spürbar ändern. Die Belastungen auf deutscher Seite müssen sinken», so Ramsauer. «Dafür hat die österreichische Seite bislang zu wenig getan.»

30 Prozent der Passagiere aus Deutschland

Dieser Vorwurf kommt beim Flughafen nicht gut an. «Man kann uns nicht vorwerfen, dass wir nicht kooperativ waren», sagte Sprecher Alexander Klaus auf Anfrage. In den vergangenen Jahren sei man den Anwohnern mit vielen Massnahmen entgegengekommen, etwa mit Schallschutzfenstern und einem Verbot von sehr lauten Maschinen.

«Wir nehmen die Probleme der Lärmgeplagten ernst», sagte Klaus weiter. Man müsse aber auch bedenken, dass sich nur eine Minderheit wirklich gestört fühle. Wie auch in Zürich weist man auch in Salzburg darauf hin, dass der Flughafen intensiv von Deutschen genutzt werde. 30 Prozent der Passagiere und 10 Prozent der Mitarbeiter stammen gemäss Angaben des Flughafens aus Bayern.

Bis auf Weiteres können die Salzburger nur auf die Fakten warten. Man hofft zudem, dass sich Ramsauers Engagement grösstenteils als Wahlkampf entpuppt. Der CSU-Verkehrsminister kommt aus dem Wahlkreis Traunstein, zu dem auch Freilassing gehört. Man werde sehen, was nach den Wahlen im September von der Drohung übrigbleibe.

In Zürich wurde die einseitige Verordnung im Jahr 2003 Realität. Die Anflüge über Deutschland wurden damit eingeschränkt. Die Maschinen fliegen seither vermehrt über Schweizer Gebiet nach Zürich, was für gewisse Regionen um den Flughafen mehr Lärm bedeutet.

(sda)



Umstrittene Studie

Bund lässt Prognosen zum Flughafenwachstum überprüfen

http://www.nzz.ch/aktuell/zuerich/uebersicht/bund-laesst-prognosen-zum-flughafenwachstum-ueberpruefen-1.18129889

Nun also doch: Das Bundesamt für Zivilluftfahrt geht vor der zweiten Etappe des Flughafen-Sachplans über die Bücher. Die umstrittene Intraplan-Studie, deren Prognose den Streit mit Deutschland eskalieren liess, soll nun überprüft werden.

Andreas Schürer

Noch im Januar wollte das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) die offizielle Planungsgrundlage für die Entwicklung des Flughafens Zürich nicht infrage stellen. Nun hat der Wind gedreht: Das Bazl bestätigt Informationen der NZZ, dass vor allem die umstrittene Prognose zum Wachstum der Zahl der Flugbewegungen überprüft werden soll. Die im Jahr 2005 erstellte und zuletzt 2009 angepasste Studie des Münchner Beratungsbüros Intraplan Consult wird im Hinblick auf die zweite Etappe im Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL) zum Flughafen Zürich aktualisiert, wie eine Bazl-Sprecherin sagt. Die entscheidenden Weichen für das künftige Betriebsregime werden in diesem zweiten SIL-Teil gestellt. Auch die Debatte um den Staatsvertrag mit Deutschland ist von den Prognosen direkt betroffen.

Überschätztes Wachstum

Mit der angekündigten Überprüfung reagiert das Bazl auf breite Kritik der Flughafengemeinden und der Fluglärm-Organisationen. Die Intraplan-Studie sagte nämlich zwar die Entwicklung der Passagierzahlen fast punktgenau voraus – von 21 Millionen im Jahr 2009 auf rund 25 Millionen Passagiere im Jahr 2012. Das Wachstum der Flugbewegungen überschätzte sie aber massiv, zumindest aus kurzfristiger Sicht. So hätten laut der Studie bereits im Jahr 2012 in Zürich über 300 000 Flugbewegungen abgewickelt werden sollen. Tatsächlich waren es nur knapp 270 000, so viele wie 2007 und satte 10 000 weniger als 2011.

Der Trend ist auch in diesem Jahr leicht rückläufig – trotz steigenden Passagierzahlen. Die Fluggesellschaften setzen grössere Flugzeuge ein und lasten diese erst noch besser aus. Ein aktuelles Beispiel: Im Juni 2013 nahm die Zahl der Passagiere im Vergleich mit dem Vorjahresmonat um 0,8 Prozent zu, jene der Flugbewegungen sank dagegen um 1,7 Prozent. Die durchschnittliche Zahl der Passagiere pro Flug stieg um 1,9 Prozent auf 112, die Auslastung (Sitzladefaktor) war mit 77,4 Prozent 1,2 Prozentpunkte höher als im Juni 2012.

Was der Effekt ausmacht, das verdeutlicht ein Vergleich: Im Jahr 2003 wurden am Flughafen Zürich mit 269 000 Flugbewegungen 17 Millionen Passagiere befördert. Letztes Jahr waren fast exakt gleich viele Flüge zu verzeichnen. An Bord sassen aber insgesamt 25 Millionen Passagiere. Womit auch klar ist: Halbleere Flieger ab Zürich, von denen der Preisüberwacher Stefan Meierhans fabuliert, sind Einzelfälle, der Durchschnittswert liegt deutlich höher.

Das Büro Intraplan rechnete den Einfluss der grösseren Flugzeuge und der besseren Auslastung zwar ein, unterschätzte ihn aber. Laut der Prognose aus dem Jahr 2009 sollte die Zahl der Passagiere pro Flug von 93 im Jahr 2007 auf 103 im Jahr 2020 und auf 111 im Jahr 2030 ansteigen. Nun wurde der letztere Wert bereits im Juni 2013 überschritten. Damit deutet sich an, dass auch der Prognosewert von 316 000 Flugbewegungen für das Jahr 2015 nicht erreicht wird.

Megatrends sind unverändert

Durchaus möglich ist aber, dass das Wachstum langfristig nicht mit grösseren Geräten und besserer Auslastung bewältigt werden kann – und die Langfristprognose zutreffen wird, allenfalls um einige Jahre verzögert. Im Jahr 2020 sollen laut der Intraplan-Prognose am Flughafen Zürich 346 000 Flugbewegungen abgewickelt werden, im Jahr 2030 sogar 405 000. Dass die Kapazitätsgrenze am Flughafen Zürich bei rund 350 000 Bewegungen liegt, ist in der nachfrageorientierten Studie nicht berücksichtigt, verdeutlicht aber den Handlungsbedarf und die Wichtigkeit der Prognose für die Langfristplanung. Der Co-Geschäftsführer und Projektverantwortliche der Intraplan Consult GmbH, Markus Schubert, ist gegenwärtig nicht erreichbar, im Januar hatte er aber die Langfristprognose noch verteidigt. Aktualisierungen seien für kurzfristige Betrachtungen sinnvoll, auf die lange Sicht sehe er keinen Anpassungsbedarf. Da die Megatrends unverändert seien und der Flughafen Zürich als attraktiver Standort vom Wachstum der Branche profitieren werde, sei eher die Zeitachse die Variable als die prognostizierte Zahl.

Unnötige Aufregung

Gerade im Fluglärmstreit mit Deutschland ist die Zeitachse aber entscheidend. Der in Berlin blockierte Staatsvertrag soll bis ins Jahr 2030 wirken – in seine Gültigkeitsdauer fällt also die in der Intraplan-Studie vorhergesagte massive Steigerung der Zahl der Flugbewegungen. Die Prognose stand denn auch am Ursprung des Eklats im Fluglärmstreit im vergangenen Herbst. Pflichtschuldig rechnete das Bazl vor, dass die maximale Zahl an Anflügen über Süddeutschland 110 000 betrage. Der nachträgliche Hinweis aus Bern, diese Zahl gelte erst beim Erreichen der Gesamtkapazität von 350 000, konnte nicht beschwichtigen – laut der offiziell verwendeten Intraplan-Studie wird diese Kapazitätsgrenze schliesslich bereits im Jahr 2022 erreicht. Fällt das Wachstum bis 2030 nun aber wesentlich tiefer aus, wäre die ganze Aufregung künstlich aufgebauscht gewesen.

Der Flughafen Zürich begrüsst denn auch den Entscheid des Bazl, die Studie zu aktualisieren. Laut der Sprecherin Sonja Zöchling ist es nur gut, wenn vor der wichtigen nächsten SIL-Festsetzung möglichst aktuelle Zahlen vorliegen. «Sonst steht ständig der Vorwurf im Raum, dass mit veralteten Zahlen operiert wird.»

Tatsächlich ist die Studie höchst umstritten. Die Fluglärm-Organisationen fordern geschlossen eine Anpassung, Thomas Morf, Präsident des Vereins Flugschneise Süd – Nein, schlägt den Verantwortlichen die aus der Kurzfristsicht falschen Zahlen bei jeder sich bietenden Gelegenheit um die Ohren. Trotz der nun angeordneten Aktualisierung ist eine Prognose sicher zu wagen: Auch wenn die vorhergesagte Entwicklung der Bewegungszahlen nach unten angepasst wird – die Debatte um den zweiten SIL-Teil, um Südstarts, Pistenausbauten und gekröpfte Anflüge, wird kein Dezibel weniger lärmig ausfallen.



Wie lange fliegt die Swiss noch nach Indien?

Blick - Wie lange fliegt die Swiss noch nach Indien?

Dass die Swiss der deutschen Lufthansa gehört, missfällt der indischen Regierung. Aviatikminister Singh prüft nun einen Entzug der Betriebserlaubnis der Airline. Doch eigentlich geht es um etwas ganz anderes.

Da droht für die Swiss Ärger aus Delhi. Aviatikminister Ajit Singh überlegt, ob der Swiss und der AUA die Betriebserlaubnis für Indien entziehen soll, berichtet die indische Finanzzeitung «Firstpost». Grund für die Verstimmung des Ministers sind die Luftverkehrsabkommen mit der Schweiz, Österreich und Deutschland. Die Regierung sieht diese verletzt.
Von den Flugrechten der Swiss und Austrian profitiere das falsche Land, lautet die offizielle Begründung aus dem Ministerium. Gewinnerin sei ein deutsches Unternehmen und nicht die Schweiz oder Österreich. Das verstosse gegen die Abmachungen. Eine Klausel in diesen Verträgen besagt, das Fluggesellschaften zur Mehrheit Aktionären aus dem Land gehören müssen, mit dem auch der bilaterale Vertrag geschlossen wurde. Sowohl die Swiss als auch die AUA gehören aber zu 100 Prozent der deutschen Lufthansa.

Erpressung?

Laut der Firstpost soll es bei der Drohung aus Delhi um etwas ganz anderes gehen. Aviatikminister Sing will die Lufthansa erpressen. Sie ist das mächtigste Mitglied des Luftfahrtbündnisses Star Alliance, bei diesem Air India gerne dabei wäre. Doch ein Beitritt wurde ihr bisher verwehrt. Die Staatsairline trudelt schon länger in finanziellen Turbulenzen und geniesst bei Passagieren einen schlechten Ruf. Ein Informant sagte gegenüber der Zeitung: «Sie gaben der Sache bisher noch nicht so viel Aufmerksamkeit, wie sie hätten sollen.»

Indien droht den beiden Airlines nicht zum ersten Mal. Bereits 2011 wurde das Thema schon einmal aufs Tapet gebracht. Damals wurde das «Problem» auf diplomatischem Weg gelöst.

Von Blick.ch angefragt, konnte die Swiss zum aktuellen Zeitpunkt keine Stellung nehmen.



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Sind das die Spotter?



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