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Thema: Südanflug Jan-Jun 2014


Auch Sie können betroffen sein!

16 Stunden Südstarts straight - täglich! (VFSN)

http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=3016&Itemid=1



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SICHERHEIT ALS VORWAND

Flughafen und Lufthansa forderten im Sachplan Infrastruktur Luftfahrt den Südstart Straight zur Kapazitätsmaximierung. Die Flugbewegungen sind seit Jahren rückläufig. Neu soll darum der Südstart Straight unter dem Vorwand der Sicherheit einge- führt werden. Basis ist eine unter der Leitung der Flughafen Zürich AG erstellte Sicherheitsüberprüfung, bei der die Bevölke- rung am Boden bewusst nicht berücksichtig wurde. Mit dem Südstart Straight wird die maximal mögliche Anzahl Menschen dem grösstmöglichen Fluglärm und Absturtzrisiko ausgesetzt .

Was können Sie jetzt noch dagegen unternehmen?
Wie kommt der VFSN zu der Behauptung, dass wir bald 16 Sunden täglich Südstarts straight haben werden?
Jetzt handeln und Mitglied werden!


Zuletzt bearbeitet: 01.04.14 18:33 von Administrator


Keine Südstarts straight (geradeaus)!










VFSN zu Pistenverlängerungen

http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=3015&Itemid=1

Warum stimmten die bürgerlichen Kantonsräte aus dem Norden gegen eine Pistenverlängerung, waren aber gegen fixe Abgrenzungslinien*) und für einen zivilen Flugplatz Dübendorf? Ist es nicht widersprüchlich mit dem Argument „das Wachstum des Flughafens begrenzen" gegen eine Pistenverlängerung sein, aber durch flexible Abgrenzungslinien dem Wachstum Tür und Tor zu öffnen und durch einen zivilen Flughafen Dübendorf Kapazität für zusätzliche 30’000 Bewegungen von Grossraumflugzeugen am Flughafen Zürich zu schaffen?
Ganz einfach. Eine Pistenverlängerung begrenzt das Wachstum in keiner Weise. Und gefährdet somit auch nicht die Flughafenarbeitsplätze im Norden. Sobald man eine hohe Kapazität benötigt, stellt man auf Südstarts geradeaus um. Dank den flexiblen Abgrenzungslinien ist das problemlos möglich. Ein bürgerlicher Kantonsrat würde nie für etwas stimmen, was den Flughafen wirklich einschränken könnte.

Die bürgerlichen Politiker im Norden behaupten, der Flughafen habe genug Kapazität. Die Bewegungen nehmen ja ab, also liegen die Politiker doch richtig?
Natürlich, wenn man sämtlichen zusätzlichen Verkehr der durch den Staatsvertrag über Schweizer Gebiet abgewickelt werden muss, über den Süden leitet, stimmt das für den Norden. Durch eine Pistenverlängerung aber könnte man die Anzahl Lärmgeschädigter drastisch senken. Das Bundesgericht hat verfügt, dass Südanflüge nur solange zulässig sind, bis eine bevölkerungsschonende Lösung zur Verfügung steht. Diese Lösung wird bewusst verhindert. Entgegen dem Volkswillen. Erst am 27.11.2011 wurde die sogenannte "Behördenintiative", die ebenfalls Pistenverlängerungen verhindern wollte, mit fast 60% abgelehnt.

Warum wird im Artikel des Tages-Anzeigers die Lieblingsvariante vom BAZL, Nordkonzept mit Südstarts geradeaus, nicht aufgeführt?
Diese Variante hat die höchste Kapazität. Wenn man eine Pistenverlängerung ablehnt mit dem Argument „Stopp der Kapazitätserhöhung " ist es peinlich, dass man offensichtlich durch Verhinderung einer Pistenverlängerung den Flughafen geradezu zwingt, auf eine Variante mit höherer Kapazität auszuweichen! Oder geht es etwa gar nicht um Kapazität, sondern darum, den Fluglärm in dichtest besiedelte Gebiete abzuschieben?

Die Gegner der Pistenverlängerung argumentieren, dass sie mit einem Pistenverlängerungsverbot ein grenzenloses Wachsen des Flughafens verhindern wollen. Wenn man die Grafiken betrachtet kann davon keine Rede sein, das Ostkonzept mit verlängerter Piste hat die gleiche Kapazität wie das heutige Nordkonzept.
Stimmt. Gleiche Kapazität, aber die wenigsten Fluglärmgeschädigten aller möglichen Alternativen. Aber für Fakten haben sich die Fluglärmverteiler noch nie interessiert. Schlussendlich geht es beim Verhindern der Pistenverlängerung nur um eines: Den Fluglärm in den Süden abzuschieben.

Schon bei der Behördeninitiative lief es nach genau dem gleichen Muster ab. Warum durchschauen die GLP, die Grünen und die SP das miese Spiel nicht? Warum sorgen ausgerechnet diese Parteien durch ihren Kampf gegen eine Pistenverlängerung dafür, dass dadurch mit dem Nordkonzept und den Südstarts straight, das kapazitätsstärkste Regime zum Einsatz kommen wird?
Das ist dem VFSN auch ein Rätsel, da müssen Sie die Parteipräsidenten fragen. Zumindest die SP-Fraktion hätte sich von Stadträtin Claudia Nielsen beraten lassen können. Sie hat das Problem schon lange erkannt und setzt sich für eine Vernünftige Lösung ein. Bei dieser Gelegenheit: Danke, Frau Nilsen!

*) Ausserhalb der Abgrenzungslinien darf der Fluglärm die festgelegten Grenzwerte nicht überschreiten. So wie die Abgrenzungslinien heute verlaufen, wären Südstarts straight nur in sehr geringem Ausmass möglich. Da diese Abgrenzungslinien nach dem Kantonsratsbeschluss jederzeit problemlos verschoben werden können, schützen diese Abgrenzungslinien weder vor Südstarts straight, noch erfüllen sie sonst einen Zweck. Sie müssten konsequenterweise ganz abgeschafft werden.



Adrian Schoop
Rütistrasse 51
CH-8044 Gockhausen
adrian@schoop.org

Gockhausen, 17.6.2014

Frau Bundesrätin Doris Leuthard
Eidg. Dept. für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK)

info@gs-uvek.admin.ch

Fluglärm-Terror am 16.6.2014

Sehr geehrte Frau Bundesrätin

Nachdem wir in Gockhausen und weit entlang des Pfannenstils nach über 10 Jahren immer noch tagtäglich durch das fragwürdige bundesrätliche Notrecht in den Ruhestunden von 6–7 Uhr, an den Wochenenden und an süddeutschen Feiertagen von 6-9 Uhr, und je nach Witterung auch ab 20 Uhr, resp. werktags 21 Uhr mit infernalem Lärmterror beschenkt werden, war der gestrige späte Vor- und vollständige Nachmittag ein Inferno ohne gleichen. Unser Haus wurde zusätzlich von 81 Flugzeugen in ca. 250 m Höhe mit bis zu 89 dB pro Maschine überflogen! Der Flughafen begründet die heutigen zahlreichen Reklamationen lapidar mit einer ausserordentlichen Bisen-Situation, welche Ostanflüge infolge Seitenwind und Nordanflüge infolge Rückenwind nicht zulasse. Die Frage: „Wer hat die Bise erfunden“ ist nun gelöst! Offenbar gab es seit Eröffnung des Flughafens 1948 nie eine Bisen-Situation oder der Flughafen lässt heute trotz weit fortgeschrittener Flugtechnik völlig untaugliche Piloten bei uns landen. Nach über 10-jährigem Andauern des Fuglärmproblems eine Verhöhnung der Betroffenen ohne gleichen!

Ich erinnere Sie an das Abstimmungsresultat vom 25.6.1995, welches auf 255'000 Flugbewegungen basierte, wie auch den gültigen Kantonalen „behördeverbindlichen“ Richtplan vom 31.1.1995, welcher weder An-noch Abflüge über das dichtest bevölkerte Gebiet der Schweiz vorsah. Ab dato wurden auch das Kantonale Raumplanungs-Gesetz, die Luftreinhalte-Verordnung und das Umweltschutz-Gesetz, wie die Verfassungsartikel über Schutz vor Willkür und Wahrung von Treu und Glauben, über Gewährleistung von Eigentum und Entschädigung von Enteignungen und Eigentumsbeschränkungen und den Umweltschutz nicht befolgt. Sind nicht gemäss Bundesgerichts-Entscheid vom 22.12.2010 die Südanflüge unzulässig?

Durch das vom Bund vorgeschriebene Flugregime (unter willentlicher Missachtung bzw. Verschleppung weit besserer Möglichkeiten wie GNA links und rechts und moderner Anflugtechniken) erleiden 100’000e:

- unverschuldet eine starke Beeinträchtigung ihrer Wohnqualität,

- eine z.T. unverantwortbar hohe und ständige gesundheitliche Belastung,

- immense Kosten für Fenster- und Dachisolierungen gegen Fluglärm, für die der Verursacher jegliche Vergütung ablehnt,

- auf ihrem Grundbesitz (=meist Basis des Familienvermögens!) grosse Wertverluste, und dies selbstredend zu einer Zeit, in der die vom Fluglärm verschonten Gebiete unseres Kantons grösste Mehrwerte verbuchen konnten,

- und leiden unter einem zuvor nicht gekannten Dauergefühl eines etwaigen Absturzrisikos in bevölkerungsreichem Gebiet.

Es ist zutiefst beschämend, dass das UVEK, das BAZL, der Kanton und der Flughafen das Lärmproblem innert 10 Jahren nicht lösen können (wie lange dauerte der 2. Weltkrieg?) und dass die einst in rechtlichen Belangen vorbildliche Schweiz in ihrer Enteignungspraxis auf einem Niveau steht welches trotz Verfassungsartikel offenbar dem chinesischen Niveau nicht mehr fern steht!

In Erwartung Ihrer glaubhaften Stellungnahme mit freundlichen Grüssen

Adrian Schoop



Ground Based Augmentation System

http://de.wikipedia.org/wiki/Ground_Based_Augmentation_System

Ein Ground Based Augmentation System (GBAS, dt. Bodengestütztes Ergänzungssystem) ist ein auf DGPS beruhendes Verfahren zur Sicherstellung der benötigten Performance (Genauigkeit, Integrität, Kontinuität, Verfügbarkeit) bei der Bestimmung von Ortskoordinaten für Präzisionsanflüge. Dies ist notwendig, da die Genauigkeit des normalen GPS mit einer spezifizierten Genauigkeit von 9 bis 17 Meter für Präzisionslandeanflüge auf Flugplätzen nicht ausreicht und Fehler im System nur unzureichend oder mit Verzögerung vom mehreren Stunden von GPS selbst erkannt werden. GBAS entspricht den Standards der ICAO und ist als Ersatz für die aktuellen Instrumentenlandesysteme (ILS und MLS) vorgesehen.

Technische Umsetzung

GBAS besteht neben den GPS-Satelliten aus einer GBAS-Bodenstation und GBAS-Empfängern an Bord der anfliegenden Luftfahrzeuge. Eine GBAS-Bodenstation besitzt zwei bis vier GPS-Referenzantennen, die an exakt vermessenen Positionen auf einem Flugplatz stehen. Von den hieran angeschlossenen GPS-Referenzempfängern wird das GPS-Signal empfangen und die Abweichungen der empfangenen Position gegenüber der vermessenen Position für jeden einzelnen GPS-Satelliten ermittelt.



Leserbriefe

Zürichsee-Zeitung Dienstag, 15. Juli 2014

Mit vereinten Kräften Lebensqualität verteidigen

Zu «Flughafen jammert da auf einem sehr hohen Niveau» Ausgabe vom 12. Juli

Die Flughafenlobby hat es seit der Einführung der DVO (Durchführungsverordnung) bis jetzt in der Tat erfolgreich geschafft, die Regionen gegeneinander auszuspielen, nach dem Motto: «Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte». Der Osten wird seit Jahren mit zusätzlichen Starts und Landungen bedient, und der vormals vom Fluglärm verschonte Süden wird zunehmend als Open Resource zur Kapazitätssteigerung benützt, siehe die geplanten Südstarts straight.

Herr Hardegger, neuer Präsident des Schutzverbandes, plädiert für qualitativ gute Wohnbedingungen. Dank der effizient operierenden Flughafenlobby wird der Fluglärm gezielt und erfolgreich entgegen jeglicher Vernunft und entgegen gesetzlichen Vorschriften verteilt.

Die noch finanzkräftigen Gemeinden am Zürichsee werden in Zukunft weit geringere Finanzabgaben (NFA) leisten können. Die Südstarts straight werden die gut betuchten Einwohner in die Flucht schlagen. Zitat: «In den Thurgau oder Aargau ziehen» oder noch besser in den süddeutschen Raum. Dort wird mit grosser Vehemenz und erfolgreich gegen den nicht existierenden Fluglärm gekämpft, und eine Büchse Nivea-Creme kostet in Waldshut auch nur die Hälfte des Preises als in der Schweiz. Fazit: Mit vereinten Kräften aus allen Regionen des Kantons Zürich werden wir unsere Lebensqualität zu verteidigen wissen.

Der Süden ist wegen der Verlängerung der Piste 10/28 «zugunsten einer Entlastung des Südens» nicht (mehr) erpressbar, zu undurchsichtig werden geltende Gesetze interpretiert.

Ursula Hofstetter, Forch

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Lärm-Beschwerden: laerm@zurich-airport.com Tel 043 816 21 31  

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