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Thema: Kommentare zu Medienberichten Jan-Jun 2014


Hier die Beiträge.


Zuletzt bearbeitet: 03.01.14 13:21 von Administrator


"SP ist besorgt über "Südstarts straight" ZSZ vom 7. Januar 2014

Ein grosses Lob für die SP des Bezirks Meilen für deren Realitätssinn und Weitblick und für ihren Willen, sich für das Wohlbefinden der Bevölkerung/Wähler einzusetzen. Die überaus lärmigen Südstarts straight werden der Bevölkerung als Sicherheitsmassnahmen schmackhaft gemacht und sollen vorerst „nur“ bei Bise eingeführt werden. Das BAZL und der Flughafen desavouieren sich mit ihren Argumenten selbst, denn würde es tatsächlich um die Sicherheit gehen, müssten die Südstarts straight sofort und während 16 Stunden eingeführt werden.

Danke liebe SP vom Bezirk Meilen für Euren Realitätssinn und Weitblick.

Es ist zu hoffen, dass auch die anderen Parteien begreifen werden, dass quantitatives Wachstum um jeden Preis nicht nachhaltig und zielführend ist/ sein kann.

Ursula Hofstetter
8127 Forch



Die SP vom Bezirk Meilen ist leider eine Ausnahme.

Die SP gehört zu den notorischen Lärmverteilern, die von den Stimmbürger/innen schon mehrmals eine gehörige Abfuhr bekamen. Nichts haben sie daraus gelernt! Es will einfach nicht in die Köpfe dieser Genossen, dass Immissionen nicht verteilt, sondern konzentriert werden. So schreibt es auch das Gesetz vor.



Sicherheit und Salami-Politk

Das BAZL und der Flughafen desavouieren sich mit ihren Argumenten selbst, denn würde es tatsächlich um die Sicherheit gehen, müssten die Südstarts straight sofort und während 16 Stunden eingeführt werden.


Der Flughafen hat mit den Südstarts straight nur ein Ziel: Spitzenkapazität erhöhen! Dass diese nur bei Bise oder schlechtem Wetter erfolgen sollen, passt perfekt in die von ihm schon immer betriebene Salami-Politik.



Bantli:
WEKO büsst mehrere Fluggesellschaften

Es geht hier um eine horizontale Preisabrede.

Gibt es auch horizontale Preisabsprachen im horizontalen Gewerbe? Aber wahrscheinlich geht es im horizontalen Gewerbe moralischer zu und her als im Lustfahrts, äh, Luftfahrtsgewerbe.

Wie in der katholischen Kirche: Scheisse bauen, beichten, alles OK, Gleiche Scheisse wieder bauen, wieder beichten, wieder alles OK, usw.

Aber gutes Geschäftsmodell der Swisshansa: Gemeinsam mit der Konkurrenz gegen Gesetze verstossen, profitieren, Selbstanzeige = keine Sanktionen, dafür aber Sanktionen für die Konkurrenz.



@Kontrollator

Die Deutsche Lufthansa AG, welche ebenfalls Teil des Kartells war, hat das Verfahren durch eine Selbstanzeige ausgelöst. Deshalb profitiert diese Airline von einem vollständigen Sanktionserlass. Als Tochtergesellschaft der Deutschen Lufthansa AG profitiert ebenfalls die Swiss International Air Lines AG von diesem Sanktionserlass.


Weil der Lufthansa wegen den laufenden WEKO-Untersuchungen das Wasser ohnehin schon aussichtslos bis am Hals stand, wurde die Konkurrenz kurzerhand verpetzt. Wie kleine Kinder!! Jetzt kommt aber erst der eigentliche Clou bei der Sache: Die scheinbare Reue wurde mit einem Sanktionserlass grosszügig belohnt!

Bananenstaat!!



Nicht nur als Milchkuh!

"Die Gastfreundschaft hat leider nicht die ganze Bevölkerung durchdrungen." Wer nach Davos komme, solle sich hier als Gast fühlen können. "Und nicht nur als Milchkuh", sagte Schwab in einem Interview mit der Zeitung "Schweiz am Sonntag". Es genüge nicht, Hotels und eine gute Infrastruktur zu bauen. Es brauche auch die richtige Mentalität, eine Einstellung der Gastfreundschaft.


Gilt auch für uns Unterländer!



Für die Basler SP-Ständerätin Anita Fetz steht auf jeden Fall fest: "Die Swiss ist keine nationale Fluggesellschaft mehr, sondern eine Lufthansa-Tochter, die sich knallhart am Markt ausrichtet".


Wann merkt dies der Bund und Leuthard endlich? Daher keine Geschenke an Ausländische Fluggesellschaften wie die SWISSS mehr!




Zuletzt bearbeitet: 13.01.14 20:15 von Flughafenpolitik


Die Verlängerung zweier Pisten ist klar die bessere Variante, als Südstarts geradeaus.

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Bazl-will-gerade-Suedstarts-ab-Kloten-21240159
Der Flughafen selbst wehrt sich gegen die Erwägungen des Bundesamtes. «Das Bazl weiss, dass der Zürcher Regierungsrat und der Flughafen diese Südstarts nicht wollen», sagt Verwaltungsratspräsident Andreas Schmid gegenüber der «NZZ am Sonntag». Die ebenfalls im Expertenbericht genannte Variante der Verlängerung zweier Pisten sei klar die bessere Lösung, um die Komplexität im Anflugregime zu senken, sagt Schmid. Allerdings liesse sich diese Option erst in zehn Jahren umsetzen.


Warum nicht die bessere Lösung wählen, wenn sie klar die bessere ist? Der Grund dafür ist einfach zu finden. Doris Leuthard hat dem Osten und Norden anno dazumal zuviel versprochen! Jetzt versucht sie, wenigstens einen Teil ihrer vorschnellen Versprechen einzulösen. Gesichtswahrung kommt vor Sicherheit!



SR Technics zügelt Werkstatt nach Malaysia

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/SR-Technics-zuegelt-Werkstatt-nach-Malaysia/story/26043714

Aktualisiert um 07:26 27 Kommentare

Die einstige SR-Group-Tochter hat in Malaysia eine Werkstatt in Betrieb genommen. Davon betroffen sind Mitarbeiter in Kloten.


Kommentar im TA:

Christian Pargätzi
04.02.2014, 23:29 Uhr
Melden 21 6

Und ich dachte immer der Luftverkehr ist der einzige, grösste und beste Jobmotor und Wirtschaftsankurbler auf dieser Welt. Ich lese in letzter Zeit aber immer nur von Entlassungen und Job-Verlagerungen ins Ausland. Jobs gehen, Lärm und Gestank bleiben.



Bantli:
Einwanderungsstopp träfe 56'000 deutsche Grenzgänger

http://www.handelszeitung.ch/politik/einwanderungsstopp-traefe-56000-deutsche-grenzgaenger-563170

Abstimmung Kann sich die SVP am 9. Februar mit ihrer Initiative gegen Masseneinwanderung durchsetzen, träfe dies auch 56'000 deutsche Grenzgänger, die hierzulande arbeiten. Von deutscher Seite gibt es Protest.

Leider bringt das den Fluglärm nicht weg. Ich wäre eher für eine Initiative gegen den Masseneinflug über die Südschneise. Wenn es 56'000 Südanflüge treffen würde, dann wäre wir schon mal einen Schritt weiter!


Zuletzt bearbeitet: 07.02.14 00:07 von Kontrollator


Kontrollator:
Bantli:
Einwanderungsstopp träfe 56'000 deutsche Grenzgänger

http://www.handelszeitung.ch/politik/einwanderungsstopp-traefe-56000-deutsche-grenzgaenger-563170

Abstimmung Kann sich die SVP am 9. Februar mit ihrer Initiative gegen Masseneinwanderung durchsetzen, träfe dies auch 56'000 deutsche Grenzgänger, die hierzulande arbeiten. Von deutscher Seite gibt es Protest.

Leider bringt das den Fluglärm nicht weg. Ich wäre eher für eine Initiative gegen den Masseneinflug über die Südschneise. Wenn es 56'000 Südanflüge treffen würde, dann wäre wir schon mal einen Schritt weiter!


Die Grenzgänger kann man als Druckmittel einsetzen, indem man ihre lächerlich geringe Quellenbesteuerung von 4.5% erhöht - diese Steuer können sie in Deutschland an ihrer Steuerrechnung abziehen. Jeder Franken, den wir mehr an Quellensteuer verlangen, geht direkt den grenznahen Gebieten Deutschlands verloren. Pizzalieferungen unterbinden ist ja schön und recht, aber eine deutliche Erhöhung der Quellensteuer würde wirklich weh tun.



«Flugreisen werden billiger», weil man die Umwelt-Kosten externalisiert!

Swiss-CEO: «Flugreisen werden billiger»

http://www.cash.ch/news/im_fokus/swissceo_flugreisen_werden_billiger-3183135-635

13.03.2014 15:46


Drei Formen der Externalisierung von Umweltkosten

http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-52498275.html

Die Bilanzen der Industrie wie auch die Haushaltsabrechnungen der öffentlichen Hand vernachlässigen die Kosten für die Beanspruchung der Umwelt. Der Fachbegriff für die Verschiebung von Kosten auf spätere Haushalte oder auf einen anderen Kostenträger ist die "Externalisierung". Es gibt viele Formen der Externalisierung von Umweltkosten. Die drei wichtigsten:

1. Externalisierung in die Zukunft: Maßnahmen werden so erledigt oder Produkte so hergestellt, daß Umweltkosten erst Jahre später anfallen.

Beispiel: Der Einsatz von Pestiziden, um Geld für umweltfreundlichere Pflanzenschutzmaßnahmen zu sparen und höhere Hektarerträge zu erwirtschaften. Pestizide brauchen rund 20 Jahre, bis sie im Grundwasser nachzuweisen sind. Die Kosten für die Reinigung des Grundwassers werden in die Haushalte der Zukunft externalisiert.

2. Externalisierung auf den Steuerzahler: Ein Vorhaben wird so ausgeführt oder ein Produkt wird so hergestellt, daß Begleit- oder Folgekosten nicht dem Verursacher, sondern dem Steuerzahler, also der Allgemeinheit, zufallen.

Beispiel: Die Herstellung von Produkten, die als Giftmüll entsorgt werden müssen. Da die Verursacher - Hersteller oder Käufer - in der Regel keine Entsorgungsmöglichkeit nachweisen können, muß bisher die öffentliche Hand, also der Steuerzahler, diese Aufgabe übernehmen und die Kosten tragen. Wären die Entsorgungskosten im Preis enthalten, würden viele dieser Produkte nicht hergestellt oder verkauft.

3. Externalisierung in andere Länder: Aktivitäten gehen so vonstatten oder ein Produkt wird so hergestellt, daß Begleit- oder Folgekosten in einem anderen Land anfallen.

Beispiel: Bei der Produktion von Futtermitteln für europäische Kühe auf Feldern in der Dritten Welt werden Pestizide in weit höherem Maß eingesetzt als bei uns. Hinzu kommt, daß vielerorts die traditionellen Lebens- und Wirtschaftsformen der Völker in diesen Ländern durch die Export-Monokulturen gefährdet werden. Die daraus entstehenden Kosten fallen nicht in Europa, sondern in den Ländern der Dritten Welt an.



Schlicht Nebenschauplatz!

Fluglärm

Empa sucht Freiwillige für Lärmtests mit Armeeflugzeugen

http://www.blick.ch/news/schweiz/empa-sucht-freiwillige-fuer-laermtests-mit-armeeflugzeugen-id2740181.html

Die Materialforschungsanstalt Empa will in Emmen LU zwei neue Propeller für PC-21-Flugzeuge testen, die weniger Lärm machen sollen. Dazu sucht die Empa Freiwillige aus der Bevölkerung. Sie sollen den Geräuschpegel während der Flugtests vom Boden aus beurteilten.

[...]

Die Empa sucht für die Tests 30 bis 40 Freiwillige aus der Bevölkerung aus dem Einzugsgebiet des Flugplatzes. Die menschliche Wahrnehmung sei sehr viel komplexer als die technischen Messmethoden, sagte Jean-Marc Wunderli, Vize-Abteilungsleiter Akustik/Lärmbelastung bei der Empa gegenüber der «Neuen Luzerner Zeitung».


Warum macht man nicht einen entsprechenden Lärmtest auf dem Flughafen Zürich?

Die Antwort dazu ist einfach. Bei der Berechnung des Zürcher Fluglärmindex (ZFI) wurde absichtlich auf jahrzehnte alte Statistikdaten von Fluglärmumfragen zurückgegriffen, weil man Angst hatte vor aktuelleren Daten.



Bei Pistenverlängerungen kommt die Schweiz Deutschland entgegen.

"Wieder an den Verhandlungstisch zurückfinden"

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.fluglaerm-streit-mit-schweiz-deutschland-will-nachverhandeln.b71723a7-ed3f-4dd4-a9cc-fb8ddb1acbd3.html

„Auch der Schweiz muss an einem Kompromiss gelegen sein“, sagte Schwarzelühr-Sutter. Ohne eine Einigung mit Deutschland und ohne Pistenverlängerung, die der Zürcher Kantonsrat ablehnt, habe der Flughafen Zürich ein Problem. „Wir sollten daher, als gute Nachbarn, wieder an den Verhandlungstisch zurückfinden.“

Zeitlicher Druck bestehe nicht. „Im Zweifel leben wir ohne Vertrag besser als mit einem Vertrag, der uns schlechter stellt.“ Deutschland habe 2003 mit einer einseitig erlassenen Rechtsverordnung Nachtflüge, Flüge in den Morgen- und Abendstunden sowie an Sonn- und Feiertagen eingeschränkt. „Unsere Verhandlungsposition ist damit recht gut.“


Bei Pistenverlängerungen kommt die Schweiz Deutschland entgegen. Der Zürcher Kantonsrat versucht zwar eine Volksabstimmung zu verhindern, wird aber hier wie schon die Fluglärmverteiler beim Pistenmoratorium, eine Niederlage kassieren. Eine Volksinitiative wird in Kürze lanciert werden. Eine Annahme ist ihr heute schon gewiss.

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Lärm-Beschwerden: laerm@zurich-airport.com Tel 043 816 21 31  

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