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Thema: Kommentare zu Medienberichten Jan-Jun 2014



" Eine Annahme ist ihr heute schon gewiss."


Da lachen ja die Hühner!





Bantli:
Bei Pistenverlängerungen kommt die Schweiz Deutschland entgegen.

"Wieder an den Verhandlungstisch zurückfinden"

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.fluglaerm-streit-mit-schweiz-deutschland-will-nachverhandeln.b71723a7-ed3f-4dd4-a9cc-fb8ddb1acbd3.html

„Auch der Schweiz muss an einem Kompromiss gelegen sein“, sagte Schwarzelühr-Sutter. Ohne eine Einigung mit Deutschland und ohne Pistenverlängerung, die der Zürcher Kantonsrat ablehnt, habe der Flughafen Zürich ein Problem. „Wir sollten daher, als gute Nachbarn, wieder an den Verhandlungstisch zurückfinden.“

Zeitlicher Druck bestehe nicht. „Im Zweifel leben wir ohne Vertrag besser als mit einem Vertrag, der uns schlechter stellt.“ Deutschland habe 2003 mit einer einseitig erlassenen Rechtsverordnung Nachtflüge, Flüge in den Morgen- und Abendstunden sowie an Sonn- und Feiertagen eingeschränkt. „Unsere Verhandlungsposition ist damit recht gut.“


Bei Pistenverlängerungen kommt die Schweiz Deutschland entgegen. Der Zürcher Kantonsrat versucht zwar eine Volksabstimmung zu verhindern, wird aber hier wie schon die Fluglärmverteiler beim Pistenmoratorium, eine Niederlage kassieren. Eine Volksinitiative wird in Kürze lanciert werden. Eine Annahme ist ihr heute schon gewiss.


Mit solchen Forderungen handelt Deutschland kontraproduktiv. Die Zürcher sind sicher bereit, die Pistenverlängerungen abzusegnen, aber bestimmt nicht, weil Deutschland diesbezüglich Druck macht.



Die Zürcher sind sicher bereit, die Pistenverlängerungen abzusegnen, aber bestimmt nicht, weil Deutschland diesbezüglich Druck macht.


Genau so ist es!



gusto:

" Eine Annahme ist ihr heute schon gewiss."


Da lachen ja die Hühner!


Nur, solange sie nicht gebraten sind!! *g



Bantli:
gusto:

" Eine Annahme ist ihr heute schon gewiss."


Da lachen ja die Hühner!


Nur, solange sie nicht gebraten sind!! *g


Lieber lachende Hühner als Südstarts straight wegen der zu kurzen Ostpiste!



Der Kantonsrat ist ungeschickt oder unehrlich.

Ungeschickt: Wenn er tatsächlich einen Pistenausbau verhindern wollte, so hätte er den Richtplaneintrag zugelassen und bei einem konkreten Projekt Nein gesagt. So muss er damit rechnen, dass das Stimmvolk ihm das letzte Wort in die dieser Frage wegnehmen wird, eine Volksinitiative wird kommen diesbezüglich.

Aber vielleicht ist er einfach unehrlich und will die Verantwortung für den Entscheid letztlich auf das Volk abschieben.



Pflästerlipolitik des Bundes.

http://www.srf.ch/news/regional/aargau-solothurn/aargau-bauen-trotz-fluglaerm-in-der-nacht

Das UVEK will den Interessenkonflikt zwischen Lärmschutz der Bevölkerung und Siedlungsentwicklung entschärfen. Konkret sollen die Planungs- und Immissionsgrenzwerte für den Nachtflugbetrieb als eingehalten gelten, wenn die Gebäude gut schallisoliert sind.


Konkret sollen die Planungs- und Immissionsgrenzwerte für den Nachtflugbetrieb plötzlich neu als eingehalten gelten, auch wenn diese bisher gemäss Lärmschutzverordnung (LSV) überschritten wurden. Ein Trick mit der sogenannten "guten Schallisolierung" soll dies möglich machen. Die Grenzwerte beruhen auf dem zeitlich gemittelten Leq-Lärmwert, gemäss dem ein grosser Teil der betroffenen Bevölkerung infolge Mittelung sowieso keinen Fluglärm hat. Dort sollte endlich einmal der Hebel für eine glaubwürdige Revision der Lärmschutzverordnung angesetzt werden, aber die nicht betroffenen Kantone und Flughafenlobby haben dies bisher aus gut verständlichen Gründen (Kosten) verhindert. "Gut schallisoliert" heisst noch lange nicht genügend schallisoliert. Was geschieht in diesem Falle? Auch hier keine Antwort!



Speziell gefertigte Betonblöcke stoppen Flugzeuge

Der Flughafen darf mit dem Segen des BAZL das neue Bremssystem " Emas" auf der Piste 28 einrichten. Sollte er dies bis Ende Oktober 2016 realisiert haben, wird sich der Bund an dem 15 Millionen-Projekt mit 4,6 Millionen beteiligen.

Man wird den Verdacht nicht los, dass mit diesem Projekt die Anpassung der Piste 28 definitiv ad Acta gelegt wird, denn es glaubt wohl niemand, dass der Flughafen das grosszügige Finanzierungsangebot des Bundes ungenutzt lassen wird und ebenfalls glaubt niemand, dass der Flughafen jetzt Bremsbetonblöcke einbauen wird, um zu einem späteren Zeitpunkt den Ausbau der Piste 28 vorzunehmen.

Die Marschrichtung des BAZL scheint ziemlich klar zu sein: Im SIL sollen die Südstarts straight eingetragen, um dann eingeführt zu werden. Dies heisst, dass die Bevölkerung in unserer (noch) wunderbaren Wohngegend mit grosser Lebensqualität in Zukunft täglich mit 16 Stunden Startlärm beschallt werden wird.

Wollen wir das?

Ursula Hofstetter
Alte Forchstrasse 24 B
8127 Forch



Für den Flughafen ist das Bremssystem Emas nur eine vorübergehende Massnahme

... und ebenfalls glaubt niemand, dass der Flughafen jetzt Bremsbetonblöcke einbauen wird, um zu einem späteren Zeitpunkt den Ausbau der Piste 28 vorzunehmen.


Die Annahme ist falsch, dass wegen den Kosten von 15 Millionen Franken für das Bremssystem Emas die Verlängerung der Piste 28 damit vom Tisch ist. Dies ist eine reine Massnahme für den Notfall, der hoffentlich nie eintritt. In Relation zu den Gesamtkosten für die Pistenverlängerungen (mehrere 100 Mio) sind diese Kosten sehr gering. Für den Flughafen ist dies nur eine vorübergehende Massnahme und der Souverän wird, wenn es dann endlich soweit kommt, einer Verlängerung auch zustimmen!

Die Marschrichtung des BAZL scheint ziemlich klar zu sein: Im SIL sollen die Südstarts straight eingetragen, um dann eingeführt zu werden. Dies heisst, dass die Bevölkerung in unserer (noch) wunderbaren Wohngegend mit grosser Lebensqualität in Zukunft täglich mit 16 Stunden Startlärm beschallt werden wird.


Dies hingegen ist richtig!







Kollektivwohl und Kollektivrisiko

Die Fluglärmverteilung über dicht bevölkerte Wohnregionen steht im Widerspruch zum Kollektivwohl und kleinstem Kollektivrisiko (Anzahl betroffene Menschenleben bei einem Flugzeugabsturz), für die der Staat laut Gesetz zu sorgen hat.

Lärm über der Hauptstadt

http://blog.tagesanzeiger.ch/welttheater/index.php/32901/laerm-ueber-der-hauptstadt/

Das gibt es nur in Belgien, der Heimat des Absurden und Skurrilen: Ein neues Startregime für den Flughafen Zaventem sorgt für Dauerbeschallung am Himmel über Brüssel und für politischen Streit vor den nationalen Wahlen diesen Sonntag. Statt über die dünner besiedelte Peripherie starten die Maschinen neuerdings in einem breit ausgefächerten Bogen über die Innenstadt.

[...]

Das neue Startregime läuft offiziell unter dem Titel «Plan de dispersion». Das könnte man frei mit dem Motto «Lärm für alle» übersetzen.

Kommentar VFSN: Herr Israel irrt. Das gibt es nicht nur in Belgien, Absurdistan liegt in Zürich, wir toppen Brüssel locker! Bei uns gibt es in gewissen Himmelsrichtungen sogar "Fluglärmgegener" die seit Jahren "Lärm für alle" fordern!!!


Für den einzelnen Betroffenen mag es zwar egal sein, in welcher Wohngegend er mit Fluglärm belästigt wird. Der Staat hat jedoch nicht für das Einzel-, sondern das Kollektivwohl zu sorgen. Es gilt dabei das vom Bundesgericht anerkannte Prinzip: Möglichst wenig Menschen mit möglichst wenig Fluglärm belasten. Das Gegenteil ist der Fall, wenn neue Flugrouten (Südanflüge und Südstarts geradeaus) über dicht besiedelte Wohnregionen eingeführt werden. Entsprechendes gilt auch für das Kollektivrisiko. Ein allfälliger Flugzeugabsturz soll möglichst wenig Menschenleben fordern.

Risiko = Wahrscheinlichkeit x Ausmass

Individuelles und kollektives Risiko, siehe Seite 7.

Risikoanalyse-Flugbetriebsvarianten - Bienz, Kummer & Partner



http://www.nzz.ch/zuerich/region/mehr-nordstarts-1.18321186

Gar nicht erfreut über diesen abgesprochenen Entscheid zwischen dem Flughafen Zürich, der deutschen Swiss und des BAZL ist der Präsident der IG-Nord, Herr Hanspeter Lienhart. Der Norden sei zwar grundsätzlich bereit Fluglärm zu ertragen, aber eine zusätzliche Belastung sei für den Norden inakzeptabel.


Sehr geehrte Frau Bundesrätin

Dumm nur, dass der Flughafen in Kloten seit seiner Existenz vor 60 Jahren, immer nach Norden ausgerichtet ist (war). Dieses Gebiet hat sich sowohl wettermässig, als auch betr. Bevölkerungsdichte als optimales An- und Abflugsgebiet erwiesen. Die Bodenpreise waren deshalb auch entsprechend tief. Die erwiesenermassen bevorzugten Wohn-Gebiete rund um den Zürichsee, eben wegen des Sees, entsprechend hoch.

Dank der Laisserfaire Aviatikpolitik Ihres Vorgängers, ist es möglich geworden, dass auch der traditionell vom Fluglärm beschallte, dünn besiedelte Norden nun gewisse Lärmverteilungs-Ansprüche stellt. Würde ich auch, wenn ich im Norden des Flughafens wohnen würde.

In diversen Flughafenabstimmugnen hat sich das Zürchervolk ganz klar für eine Kanalisierung des Fluglärms ausgesprochen. Auch mit einer breitflächigen Fluglärmverteilung, die Sie anscheinenden favorisieren, wird der Norden immer noch nicht zum favorisierten Wohngebiet, eben wegen des Zürichsees. Es wird jedoch zu einem Exodus alteingessessener Familien führen, besonders wegen der drohenden Südstarts. Der Lastenausgleich vom Süden in den Norden wird nachhaltig gestört werden, denn die (noch )von guten Steuerzahlern bewohnten Gemeinden im Süden des Flughafens, werden nicht mehr in der Lage sein, den Norden zu finanzieren Die russischen, deutschen und fernost Oligarchen werden sich freuen und wir "Südler" werden sicher nach Südbaden, zu den "Taliban", Ihr Zitat, auswandern, denn dort wird sogar gegen NICHT EXISTENTEN Fluglärm gekämpft und das Leben ist erst noch viel billiger; eine Dose Nivea kostet dort die Hälfte.

Wollen Sie das wirklich?

Mit freundlichen Grüssen

Ursula Hofstetter
8127 Forch



Ground Based Augmentation System (GBAS)

Die Technik von GBAS ist längst vorhanden, einzig der politische Wille zu dessen Einführung fehlt.

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.schwarzwald-baar-kreis-fluglaerm-neue-anflugrouten-ueber-deutschland.9497191f-8d46-4111-8c4e-773f81835432.html
Das "Ground Based Augmentation System", das getestet werden soll, sei äußerst selten und teuer, erklärt Kerstin Weber, Sprecherin des Bundesamtes für Flugsicherung. In Deutschland gebe es dieses System beispielsweise nur am Flughafen Bremen, in Frankfurt soll es eingeführt werden. Deswegen halte sich die Zahl der Flugzeuge mit diesem satellitengestützten Anflugsystem in Grenzen. "Die Flugzeuge müssen die technischen Voraussetzungen haben, das sind nicht so viele", sagte Weber. Und sie fügt hinzu: "Auf lange Sicht werden aber alle Flugzeuge nachgerüstet werden." Das werde aber noch zehn bis 15 Jahre dauern, meint die Sprecherin.


Es wird keine laut Sprecherin Kerstin Weber 10-15 Jahre dauern, bis der Grossteil aller Flugzeuge mit GBAS ausgerüstet ist. Durch zukünftig höhere Kerosinpreise wird die Flottenerneuerung der Airlines automatisch vorangetrieben. Andererseits kann man mit zusätzlichen Landegebühren erreichen, dass auch bei älteren Flugzeugen innert nützlicher Frist nachgerüstet wird.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ground_Based_Augmentation_System

Als erstes Verkehrsflugzeug ist seit Mai 2005 die Boeing 737NG für den Flugbetrieb mit GBAS zugelassen. Ende November 2006 landete in Sydney die erste Linienmaschine der Qantas Airways mit dem System. Aktuell werden die meisten neuen Flugzeugmodelle der Firmen Boeing (B737NG, B747-8, B777, B787) und Airbus (A320, A340, A380) serienmäßig oder zumindest optional mit GBAS ausgerüstet. Die Hersteller bieten Nachrüstsätze (ILS → ILS + GLS) für bestimmte Flugzeuge an.




„Wer hat die Bise erfunden?“

Der Flughafen begründet die heutigen zahlreichen Reklamationen lapidar mit einer ausserordentlichen Bisen-Situation, welche Ostanflüge infolge Seitenwind und Nordanflüge infolge Rückenwind nicht zulasse. Die Frage: „Wer hat die Bise erfunden“ ist nun gelöst! Offenbar gab es seit Eröffnung des Flughafens 1948 nie eine Bisen-Situation oder der Flughafen lässt heute trotz weit fortgeschrittener Flugtechnik völlig untaugliche Piloten bei uns landen.

Adrian Schoop



Reichle habe zugesichert, dass die Genehmigung nicht mit dem »gekröpften Nordanflug« in Verbindung stehe. Für diesen werde weiterhin keine Genehmigung erteilt.


Seit wann muss Deutschland eine Flugroute bewilligen, die ausschliesslich schweizer Hoheitsgebiet tangiert?????

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