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Thema: Medienberichte Jan-Jun 2014


Schwarzwald-Baar-Kreis Fluglärm: Staatsvertrag steht auf der Kippe

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.schwarzwald-baar-kreis-fluglaerm-staatsvertrag-steht-auf-der-kippe.bba396bb-f7f3-485b-88f3-d1bc90512b1a.html

Felicitas Schück, 27.05.2014 10:46 Uhr

Schwarzwald-Baar-Kreis - Der Staatsvertrag zum Thema Fluglärm mit der Schweiz steht auf der Kippe: Der Vorgänger des derzeitigen Verkehrsministers Alexander, Dobrindts, Peter Ramsauer (beide CSU), hatte den Staatsvertrag zum Flughafen Zürich 2012 zusammen mit der Schweiz entwickelt, der die Eidgenossen geradezu frohlocken und das Gesetzeswerk flugs unterschreiben ließ. Gestern hieß es allerdings aus dem Bundesverkehrsministerium: "Das Ratifizierungsverfahren zum Staatsvertrag wird in der Bundesrepublik Deutschland nicht eingeleitet, bis alle im Zusammenhang mit dem Vertrag aufgetretenen Fragen geklärt und Einigungen rechtsverbindlich festgelegt sind."

In Südbaden, dessen Bevölkerung vom Fluglärm geplagt wird, hält die Empörung über den Staatsvertrag an. Dieser lasse der Schweiz freie Hand in Bezug auf Flughöhen, Warteräume und Anzahl der Flugbewegungen. "Es muss neu verhandelt werden auf der Grundlage der Stuttgarter Erklärung", forderte der CDU-Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei (CDU) gestern erneut in Villingen-Schwenningen. Er betonte zusammen mit Landrat Sven Hinterseh (Schwarzwald-Baar), dass die drei vom Fluglärm betroffenen Kreise Waldshut, Konstanz und Schwarzwald-Baar sowie die jeweiligen Bundestagsabgeordneten an einem Strang zögen. "Die entscheidenden Punkte", sagte Frei, seien im Staatsvertrag so formuliert, "dass es schwer ist, sich vorzustellen, wie wir zu einer Lösung kommen können."

In Berlin wird unterdessen am Staatsvertrag geschraubt und gedreht, erklärt Ingo Strater, Sprecher des Bundesverkehrsministeriums. Zum Stand der Dinge teilt er mit, dass die Flugsicherungsorganisationen beider Länder derzeit Verfahren entwickeln, mit denen die strittigen Punkte geklärt und Lösungen rechtsverbindlich festgelegt werden könnten. "Die notwendigen Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Sobald sie abgeschlossen sind, wird ein weiteres Gespräch auf Fachebene mit der Schweiz vereinbart, wobei Vertreter der Region beteiligt werden", teilt der Sprecher mit.

Skeptisch ist die Bürgerinitiative gegen den Fluglärm im Schwarzwald-Baar-Kreis, dass auf dieser Ebene eine Einigung möglich ist. "Dieser Vertrag muss vom Tisch", forderte gestern Bernd Kröber (VS). Er hat im Februar an Alexander Dobrindt und Kanzlerin Angela Merkel geschrieben "und bis heute keine Antwort erhalten, was an sich befremdlich ist."



Villingen-Schwenningen

Staatsvertrag zum Fluglärm liegt auf Eis

http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Staatsvertrag-zum-Fluglaerm-liegt-auf-Eis;art4319,2625480

Im Streit um die Fluglärm-Belastung in Südbaden herrscht gegenüber der Schweiz Funkstille. Die Eidgenossen verweigern neue Verhandlungen.

PETRA WALHEIM | 27.05.2014

Der neue CDU-Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei ist zuversichtlich, dass die neue Bundesregierung den Staatsvertrag mit der Schweiz in der vorliegenden Form nicht ratifizieren wird. Dafür gebe es keine Mehrheit, sagte Frei. Der Vertrag, auf den sich der frühere Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und die Schweizer Bundesrätin Doris Leuthard im Juli 2012 geeinigt hatten, sollte den jahrzehntelangen Streit um die Flugbewegungen vom und zum Züricher Flughafen über Südbaden regeln. Ziel war, Südbaden vom Fluglärm zu entlasten.

Das ist nach Ansicht der politisch Verantwortlichen in Südbaden und der Landesregierung nicht gelungen. Im Gegenteil. Bei näheren Hinsehen entpuppte sich der Vertrag als Verschlechterung für Südbaden. Deshalb fordern die Politiker einen neuen Vertrag. "Das beste wäre, man würde sich mit einem weißen Blatt Papier zusammensetzen und einen völlig neuen Vertrag aufsetzen", sagte Sven Hinterseh, Landrat des Schwarzwald-Baar-Kreises, gestern. Mit Erläuterungen, Fußnoten und Protokollen könne der Vertrag nicht "geheilt" werden. Zu massiv seien die Verschlechterungen für Südbaden.

In dem Vertrag sind weder die Zahl der Flugbewegungen über Südbaden noch die Flughöhen festgeschrieben. Schon im November 2009 hatten Landräte, Bundes- und Landtagsabgeordnete, Oberbürgermeister und Bürgermeister sowie Bürgerinitiativen die "Stuttgarter Erklärung" unterschrieben. Darin wird unter anderem gefordert, dass es maximal 80.000 Anflüge nach Zürich pro Jahr über Südbaden geben darf und dass der Warteraum "Rilax", in dem Flugzeuge im Anflug nach Zürich über Südbaden kreisen, aufgehoben wird. Keiner der Punkte aus der "Stuttgarter Erklärung" seien im Staatsvertrag berücksichtigt worden, bedauerte Bernd Kröber von der Bürgerinitiative Schwarzwald-Baar.

Die Schweiz hat den Staatsvertrag ratifiziert und wartet dringend darauf, dass die deutsche Seite nachzieht. Im Februar waren Doris Leuthard und der Schweizer Bundespräsident Didier Burkhalter zu Gesprächen bei Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt in Berlin. Offenbar ohne Ergebnis, denn seitdem herrscht in der Sache Funkstille.



Alle fliegen auf die Schweiz

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/alle-fliegen-auf-die-schweiz-618047

Luftfahrt Die Schweizer reisen immer mehr und nutzen dabei gern günstige Angebote. Das spielt ausländischen Fluggesellschaften in die Hände – sie schnappen der Swiss Passagiere weg.

VonTim Höfinghoff & Stefan Eiselin

Hilfe für Gulf Air kam aus der Schweiz. «Wir sind hocherfreut, dass wir mit André Dosé einen international anerkannten Profi als CEO gewinnen konnten», erklärte die National-Airline Bahrains freudig, als sie die Wahl des neuen Firmenchefs bekannt gab. Ex-Swiss-Chef Dosé übernahm den Chefsessel bei Gulf Air von seinem Vorgänger James Hogan.

Das war 2007. Mittlerweile brauchen die forschen Golf-Airlines keine Hilfe mehr aus der Schweiz. Sie sind zur selbstständigen Macht in der Luftfahrtbranche geworden. Und ihre Ambitionen sind global. Die Swiss ist kein Trainingscamp mehr für potenzielle Kaderleute, sie ist ein Opfer ­eines Trends geworden. Immer mehr Fluggesellschaften – besonders aus dem Nahen Osten – drängen in den Heimmarkt der Lufthansa-Tochter und machen ihr das Geschäft streitig.

Kein Wunder, denn die Schweizer reisen immer mehr. Seit 1950 haben sich die Passagierzahlen an den helvetischen Flughäfen rapide erhöht (siehe Grafik). Neben den Destinationen in Europa werden Nordamerika und ­Asien immer wichtiger – und eben der Nahe Osten. Vergangenes Jahr verbuchte Zürich als grösster Airport in der Schweiz 25 Millionen Passagiere. Zum Vergleich: London kommt auf 72 Millionen Reisende, in Dubai sind es schon 66 Millionen Menschen. Die Golfregion liegt strategisch günstig – auf dem Weg nach Asien, Afrika und Australien sind sie ein idealer Um­steigeort. Das nutzen die Golf-Airlines.

Mehr Flieger, mehr Personal

In der Schweiz macht sich unter der Führung von James Hogan allen voran Etihad Airways breit. Die Flug­gesellschaft aus Abu Dhabi kaufte sich Ende 2013 bei der Tessiner Regionalfluglinie Darwin ein. Seither wächst sie – mit neuen Fliegern und mehr Personal. Unter dem Namen Etihad Regional fliegt das Unternehmen aus ganz Europa Passagiere auf das Streckennetz der Golf-Airline. Dass es Etihad Regional ernst meint mit ihrer Offensive, zeigte sich kürzlich in Zürich, als das Unternehmen fünf neue Routen präsentierte, allesamt ab Zürich, der Heimatbasis der Swiss. «Zürich ist ein strategisch wichtiger Ort für uns», sagte Etihad-Regional-Chef Maurizio Merlo, der sowohl Touristen als auch Geschäftsleute als Kunden im Blick hat. Der Tessiner und sein Team wollen nicht nur Passagiere an Orte wie Düsseldorf und Linz fliegen. Vielmehr geht es darum, ein Zubringer für ­Etihad in Abu Dhabi zu sein. Von dort sollen die Reisenden zu Zielen im ­Nahen Osten und in Asien weitertransportiert werden.

Für das ehemalige Darwin-Team ist die Expansion auch eine Frage des Überlebens. In den vergangenen zehn Jahren habe das Unternehmen lediglich einmal keinen Verlust geschrieben, berichtete Etihad-Regional-Verwaltungsratspräsident Emilio Martinenghi. «Jetzt gehen wir in Richtung Wachstum.» Die Gewinnzone werde das Unternehmen erst im Jahr 2015/16 erreichen. Dafür soll auch der starke Partner Etihad sorgen.

Wie sich erfolgreich Passagiere aus Zürich absaugen lassen, zeigen Airlines wie Emirates schon länger. Die Airline aus Dubai wächst rasant und bietet mittlerweile von Zürich aus mehr als 900 Sitzplätze in Richtung Heimatbasis Dubai an – pro Tag. Seit Anfang des Jahres fliegt Emirates auch mit einem seiner 48 A380 in Kloten ein. Der Riesenflieger kann pro Flug rund 590 Reisende transportieren. Auch Qatar und Etihad fliegen täglich Reisende zum Golf und von dort weiter in der Welt.

Aus Asien kommt ebenfalls Konkurrenz für die Swiss. So ist Singapore Airlines schon seit vier Jahren mit einem A380-Flieger in Zürich vertreten. Und Cathay Pacific macht der Swiss das Leben ab 2015 schwer. Bisher war die Schweizer National-Airline die einzige Nonstop-Anbieterin von Zürich nach Hongkong. Dieses Monopol fällt nun.

Sinkende Preise

Während die etablierten europäischen Fluggesellschaften wegen des gestiegenen Einflusses von Emirates und Co. um ihre Zukunft bangen, können sich Kunden hierzulande wegen der neuen Anbieter über neue Flugrouten und sinkende Preise freuen. Der Preiskampf ist brutal. Für die Swiss kommt das alles andere als ­gelegen. Die Lufthansa-Tochter ist seit längerer Zeit damit beschäftigt, die Kosten zu drücken. Im Rahmen des Konzern-Sparprogramms Score gilt es, 313 Millionen Franken bis 2015 zu sparen. Die Massnahmen wirken. Der Swiss ist es gelungen, im ersten Quartal 2014 einen Gewinn zu erzielen. Die Mutter Lufthansa hingegen bleibt in den roten Zahlen.

Wie stark die Swiss unter Druck steht, zeigt auch der Hilferuf an die Politik. Die Golf-Airlines profitierten von tiefen Personalkosten und zahlten keine Sozialabgaben, beklagt sich Swiss-Chef Harry Hohmeister. Er forderte von den Schweizer Politikern «gleich lange Spiesse» für seine Fluggesellschaft. Bei der Airline heisst es zudem: «Wir fordern keine Verhältnisse wie in Dubai oder Abu Dhabi, aber Europa läuft Gefahr, sich von Verkehrs- und Handelsströmen abzukoppeln.» Kürzlich wurde bekannt, dass das Emirat Abu Dhabi Etihad einen zinslosen Kredit über 3 Milliarden Dollar zur Verfügung stellte. Er muss 2027 zurückgezahlt werden.

Die Swiss weiss, was auf dem Spiel steht. Bei ihrer Gründung 2001 war sie noch fragil. Sie musste sich auf Zürich konzentrieren und liess Basel und Genf links liegen. Das rächte sich, die Konkurrenz nutzte die Schwäche aus. Easyjet ist in Basel Mulhouse Platzhirsch mit ­einem Marktanteil von mehr als 50 Prozent. In Genf Cointrin kommen die Briten auf einen Anteil von 41,5 Prozent. Und am Rheinknie will Europas führender Billigflieger ­Ryanair wachsen. Das Unternehmen hat gerade wieder Basel in sein Netz aufgenommen. Ryanair fliegt drei Mal pro Woche von Dublin und drei mal Mal von London Stansted nach Basel. Doch dabei dürfte es nicht bleiben.



Swiss-Chef stellt Milliarden-Investitionen infrage

SRF - Swiss-Chef stellt Milliarden-Investitionen infrage

Emirates, Qatar Airways und Etihad heissen die Airlines, die Swiss-Chef Harry Hohmeister in die Enge treiben. Die Fluggesellschaften aus den Golfstaaten sind dank heimischer Unterstützung zur bedrohlichen Konkurrenz für die Swiss geworden.

Für das letzte Jahr konnte die Swiss noch einen stolzen Gewinn verkünden. Doch jetzt steht sie an einem Wendepunkt. Vor allem die Rahmenbedingungen setzen die Fluggesellschaft unter Druck. «Wenn sich an nichts schrauben lässt, müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass hier die Standort-Voraussetzungen für globalen Wettbewerb nicht mehr stimmen», sagt Swiss-Chef Harry Hohmeister im Interview mit «ECO».

Es sind Airlines aus dem Nahen Osten wie Emirates, Qatar Airways und Etihad Airways, die ihm Sorgen bereiten. Sie bieten teilweise massiv günstigere Preise für dieselben Flugziele (s. Box) – häufig in Kombination mit mehr Service. So hat etwa jeder Business-Class-Sitzplatz einen Zugang zum Gang. In Teilen der Flotte sind Bars zu finden. Und in der 1. Klasse bietet Emirates etwa Duschen an.

Diese Airlines bauen ihre Heim-Destinationen wie Dubai und Abu Dhabi zu immensen Drehkreuzen aus. Sie sind Teil der wirtschaftlichen Gesamtstrategie der Vereinigten Arabischen Emirate. Ziel ist es, mithilfe solcher Dienstleistungen eine Zukunft nach dem Erdöl zu gestalten. Dafür tätigen diese Staaten massive Investitionen. Golf-Airlines profitieren von Steuervorteilen, tiefen Arbeitskosten und günstigem Zugang zu Treibstoff.

Steuervorteile dort, erhöhte Gebühren hier
Im Gegensatz dazu die Situation in der Schweiz. Nachtflugverbot, Flughafengebühren und Sicherheitskosten prägen hier die Diskussion. Die Rahmenbedingungen hemmen die Swiss: «Wir sehen heute schon, dass die Swiss in den letzten zwei Jahren praktisch nicht mehr gewachsen ist», sagt Swiss-CEO Harry Hohmeister. Man müsse «härter kämpfen, um noch erfolgreich zu sein.»

Swiss hat einen Bericht zuhanden des Bundesamts für Zivilluftfahrt erstellt. In diesem bezeichnet sie die Fluggesellschaften aus den Golfstaaten als Bedrohung für die Swiss und für das Luftverkehrssystem der Schweiz insgesamt.

Harry Hohmeister sagt: «Man darf hier in diesem Land nicht vergessen, dass die Swiss zwischen 2009 und 2019 in der Summe absehbar sechs Milliarden Franken investieren wird – in ein Unternehmen, das zu 90 Prozent Arbeitsplätze in der Schweiz schafft.» Und: «Das ist natürlich gefährdet; nicht nur die Investitionen, sondern mittelfristig auch die Arbeitsplätze.»

Es ist ein weiterer Appell des Swiss-Chefs an die Adresse der Schweizer Politik. Sie müsse die Rahmenbedingungen verbessern, damit Airlines hier erfolgreich geschäften könnten. Andernfalls könnte sich die Luftfahrt in der Schweiz komplett umwälzen. Andreas Wittmer vom Aviatik-Kompetenz-Center der Universität St. Gallen formuliert es gegenüber «ECO» drastisch: «Ein Szenario könnte sein, dass es die Swiss in zehn Jahren nicht mehr gibt.»

Anmerkung:
Dann müssen wir den Flughafen auch nicht für 420'000 Bewegungen ausbauen und die nächtlichen Messflüge können am Tag abgewickelt werden, wie es das Bundesgericht in einem Urteil festgehalten hat. Die Südanflüge werden in zehn Jahren der Geschichte angehören. Danke Herr Hohmeister. Das ist jammern auf hohem Niveau, um noch mehr bei Bund und Kanton herauszuholen.




Sinnlos fliegen...

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2169558/Friseur-Tourismus-nach-Berlin#/beitrag/video/2169558/Friseur-Tourismus-nach-Berlin


Zuletzt bearbeitet: 15.06.14 09:30 von Thomas


Flughafen testet Vereinfachung

Mehr Nordstarts

http://www.nzz.ch/zuerich/region/mehr-nordstarts-1.18321186

Freitag, 13. Juni 2014, 11:00

asü. Während der deutschen Sperrzeiten soll am Flughafen Zürich der Betrieb vereinfacht werden. Vom 14. Juni bis am 3. August wird die Flugsicherung Skyguide jeweils am Wochenende und an deutschen Feiertagen einen Testbetrieb durchführen, der Kreuzungen auf den Pisten 34 und 28 verhindert. Konkret wird jeweils von 7 bis 9 Uhr morgens nur noch ab der Piste 32 Richtung Norden gestartet. Heute heben die Flieger je nach Destination auch ab der Piste 28 nach Osten ab. Gelandet wird während der deutschen Sperrzeiten von Süden auf die Piste 34. Die Kreuzung der Pisten 28 und 34 verleiht diesem Konzept eine Komplexität, die von Sicherheitsexperten mehrfach kritisiert wurde, offiziell zuletzt in einer Sicherheitsüberprüfung vom Dezember 2012.

Der von Skyguide durchgeführte Testbetrieb erfolgt in Absprache mit dem Flughafen Zürich, der Swiss und dem Bundesamt für Zivilluftfahrt. An den Wochenenden und am 19. Juni, der in Baden-Württemberg ein Feiertag ist (Fronleichnam), hat dies rund 30 zusätzliche Nordstarts pro Tag zur Folge, wie die Flughafensprecherin Sonja Zöchling sagt. Aus betrieblicher Sicht falle ins Gewicht, dass nur noch eine Piste für Starts zur Verfügung stehe – schlimmstenfalls drohen regelmässige Verspätungen. Ob der Flughafen das angepasste Regime während der Morgenstunden, in denen von Süden angeflogen wird, definitiv einführt, wird nach der Auswertung der Testphase entschieden.

Gar nicht erfreut über die Pläne ist Hanspeter Lienhart, Bülacher Stadtrat und Präsident der IG-Nord. Zum einen sei er enttäuscht, dass er von dieser Neuerung über die Medien erfahren müsse. Zum anderen sei die zusätzliche Belastung für den Norden inakzeptabel. Die Region sei zwar durchaus bereit, einen erheblichen Anteil Fluglärm auszuhalten. Die Grenze sei aber erreicht. Naturgemäss positiver äussert sich Thomas Hardegger, Gemeindepräsident von Rümlang. Auf den ersten Blick werde seine Gemeinde entlastet. Wie genau sich die Flugrouten jener Maschinen änderten, die Destinationen im Osten ansteuerten, müsse erst noch geklärt werden.



Flughafen Zürich

Neue Anflugrouten über Deutschland?

http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/flughafen-zuerich-neue-anflugrouten-ueber-deutschland/-/id=1622/did=13591540/nid=1622/b53d1d/

Im Streit um den Fluglärm des Flughafens Zürich droht ein neuer Konflikt: Die Schweiz hat offenbar neue Anflugrouten beantragt. Möglicherweise wird die Landebahn dann auch wieder vom deutschen Hochrhein aus angeflogen.

Die Schweiz will offenbar die derzeit geltenden Anflugregeln über dem deutschen Grenzgebiet ändern, wie am Montag bekannt wurde. Nach Informationen des Landratsamtes Waldshut wurden beim Deutschen Bundesamt für Flugsicherung bereits neue Anflugrouten beantragt. Grund für die Änderungen soll ein neues Anflugsystem sein, das am Flughafen Zürich getestet wird.

Bei diesem neuen System kommen zusätzliche GPS-Satellitensysteme an Bord der Flugzeuge und ein zusätzliches Signal am Boden zum Einsatz. Im Kreis Waldshut wird befürchtet, dass damit zum Beispiel der sogenannte gekröpfte beziehungsweise gekurvten Nordanflug getestet werden könnte. Dann wäre es in Zukunft möglich, Landeanflüge aus Zürichs Süden wieder zurück an den deutschen Hochrhein zu verlegen. Dadurch würde die Lärmbelastung entlang der deutschen Grenze ansteigen.

Die Änderung soll bereits Mitte Juli erfolgen. Vorher will sich der Deutsche Fluglärmbeirat unter dem Vorsitz der Landesregierung mit dem Thema befassen. Der Waldshuter Landrat Tilman Bollacher warnte am Montag vor dem Antrag der Schweiz. Deutschland dürfe der Schweizer Salamitaktik nicht auf den Leim gehen, sagte er.



Schwarzwald-Baar-Kreis

Fluglärm: Neue Anflugrouten über Deutschland?

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.schwarzwald-baar-kreis-fluglaerm-neue-anflugrouten-ueber-deutschland.9497191f-8d46-4111-8c4e-773f81835432.html

Felicitas Schück, 17.06.2014 08:48 Uhr

Schwarzwald-Baar-Kreis - Im Streit um den Fluglärm des Flughafens Zürich droht ein neuer Konflikt: Die Schweiz hat offenbar neue Anflugrouten beantragt.

Die Schweiz hat beim Deutschen Bundesamt für Flugsicherung beantragt, ein neues satellitengestütztes Anflugsystem auf einer Landebahn am Flughafen Zürich testen zu dürfen. Gisela Splett (Grüne), Staatssekretärin im Landesverkehrsministerium, alarmierte sofort argwöhnisch die Mitglieder der Fluglärmkommission, zu denen unter anderem die Landratsämter Schwarzwald-Baar, Konstanz und Waldshut, einige Gemeinden und die Bürgerinitiativen gehören. "Wir halten es nicht für ausgeschlossen, dass dieses Vorgehen dazu dient, Erfahrungen zu sammeln, die es ermöglichen, das Anflugverfahren für den gekröpften Nordanflug zu testen", schrieb sie am Freitag, den 13. Juni, an die Mitglieder.

"Gisela Splett hat die Möglichkeit angeboten, dass eine Sitzung der Fluglärmkommission noch vor dem 10. Juli einberufen wird und wartet jetzt auf Rückmeldung", erklärt Edgar Neumann, Sprecher des Verkehrsministeriums. Es geht um die 220. Durchführungsverordung. In ihr wurde vor Jahren die Zahl der An- und Abflüge vom Flughafen Zürich über Deutschland geregelt.

Die Schweiz hat nun beantragt, dass die 220. Durchführungsverordnung geändert wird. Bis 10. Juli will das Bundesamt für Flugsicherung über den Antrag entschieden haben.

Das "Ground Based Augmentation System", das getestet werden soll, sei äußerst selten und teuer, erklärt Kerstin Weber, Sprecherin des Bundesamtes für Flugsicherung. In Deutschland gebe es dieses System beispielsweise nur am Flughafen Bremen, in Frankfurt soll es eingeführt werden. Deswegen halte sich die Zahl der Flugzeuge mit diesem satellitengestützten Anflugsystem in Grenzen. "Die Flugzeuge müssen die technischen Voraussetzungen haben, das sind nicht so viele", sagte Weber. Und sie fügt hinzu: "Auf lange Sicht werden aber alle Flugzeuge nachgerüstet werden." Das werde aber noch zehn bis 15 Jahre dauern, meint die Sprecherin.

"Wir können im Moment noch nicht richtig einschätzen, was es bedeutet, wenn der Antrag der Schweiz genehmigt wird", sagt Sprecher Neumann. Deswegen wünsche die Staatssekretärin mindestens die Anwesenheit des Bundesamtes für Flugsicherung in der Sitzung, wenn diese zustande käme. "Das sollen die uns dann mal erklären", sagt Günther Scherr (Bad Dürrheim), ein Sprecher der Bürgerinitiative gegen den Fluglärm im Schwarzwald-Baar-Kreis. Die Befürchtung der Fluglärmgegner ist, dass hier ein Hintertürchen geöffnet werden soll. "Wenn die Durchführungsverordnung geändert wird, brauchen die den Staatsvertrag möglicherweise gar nicht", vermutet Scherr.

Die Schweiz hatte einen Staatsvertrag, den der Vorgänger des jetzigen Bundesverkehrsministers Alexander Dobrindt (CSU) mit seiner Schweizer Amtskollegin ausgehandelt hatte, bereits in den entsprechenden Gremien unterzeichnet. Gegen die Ratifizierung gibt es im Bundestag großen Widerstand, weil der Vertrag nach Ansicht der Fluglärmgegner der Schweiz freie Hand über deutschem Gebiet lassen würde, nicht nur, was An- und Abflüge sowie Warteräume angeht. "Selbstverständlich hören wir uns die Bedenken an", versichert Weber. Entschieden ist noch nichts: "Das ist im Gespräch und wird noch geprüft", so die Sprecherin.



IG Nord mit allen Zurzibieter Gemeinden wehrt sich gegen mehr Fluglärm

http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/zurzach/ig-nord-mit-allen-zurzibieter-gemeinden-wehrt-sich-gegen-mehr-fluglaerm-128099365

Neu schickt der Flughafen Zürich am Wochenende 60 zusätzliche Flüge in Richtung Norden – auch die Gemeinden im Zurzibiet sind nicht begeistert.

von Nadja Rohner

Die IG Nord, die sich gegen Fluglärm engagiert, zeigt sich in einer Medienmitteilung besorgt über eine neue Entwicklung am Flughafen Zürich: Dort starten per sofort am Wochenende, während der Sperrzeiten über Deutschland, sämtliche Flugzeuge in nördliche Richtung – unabhängig vom Flugziel. «Unter dem Vorwand eines zweimonatigen Testbetriebs aus Sicherheitsgründen werden dadurch zusätzliche Flugbewegungen in den lärmsensiblen Randstunden über den Norden gelenkt», schreibt die IG um Präsident Hanspeter Lienhart.

«Die Gemeinden im Norden des Flughafens tragen als traditionelle Anflugregion schon heute einen Grossteil des Fluglärms und wehren sich gegen eine weitere Kanalisierung und Mehrbelastung.» Präsident Lienhart zeigt sich «erstaunt, dass uns der Flughafen nicht vorgängig informiert hat». Die zusätzlichen Nordstarts «haben es in sich», schreibt die IG: «Zwischen 7 und 9 Uhr werden am Wochenende künftig alle Flugzeuge Richtung Norden starten. Das sind am Samstag und am Sonntag je rund 30 zusätzliche lärmintensive Flugbewegungen in den sensiblen Randstunden.»

Der Norden trage heute schon die Hauptlasten des Flughafens. «Der Bevölkerung wurde am ersten Testwochenende bereits vor Augen geführt, was es heisst, den Fluglärm zu kanalisieren.» Die IG Nord werde sich mit aller Kraft gegen eine Überführung vom Test- in den Normalbetrieb wehren, so Lienhart.

Mit der Beschränkung auf eine Achse gebe der Flughafen benötigte Kapazitäten Preis. Das werfe Fragen auf, findet Lienhart, denn «ein einachsiger Betrieb kann langfristig auf einer Piste nicht bewältigt werden». Zwar habe das Bundesamt für Zivilluftfahrt das Konzept der Parallelpisten versenkt, aber «vielleicht hat der Flughafen diese Pläne noch nicht begraben».

Der IG Nord gehören neben Zürcher und Schaffhauser Gemeinden auch alle Zurzibieter Gemeinden (plus Mandach) an.

(az Aargauer Zeitung)



Keine Änderung für Deutschland durch neues Anflugsystem GBAS am Flughafen Zürich

http://www.baf.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2014/10_GBAS_Zuerich.html

Datum18.06.2014

Das satellitengestützte Anflugverfahren GBAS am Flughafen Zürich ist eine Ergänzung zum bisherigen Instrumentenlandesystem (ILS)

Bei der Einführung eines satellitengestützten Anflugverfahrens (GBAS) am Flughafen Zürich handelt es sich um eine Systemerweiterung, an der im Zusammenhang mit dem europäischen Forschungsprogramm SESAR (Single European Sky Air Traffic Management Research Programme) gearbeitet wird.

Das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat das GBAS-Verfahren für eine der Landebahnen des Flughafens beim Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) beantragt. Es muss durch eine Änderung der 220. Durchführungsverordnung in ihrer bisher gültigen Fassung von Deutschland genehmigt werden, soweit der deutsche Luftraum betroffen ist.

Durch die Einführung eines GBAS Systems am Flughafen Zürich werden die Anflugführungen im deutschen Luftraum und damit die überflogenen Gebiete im Süddeutschen Raum in keiner Weise verändert. Das neue satellitengestützte Verfahren stellt dem anfliegenden Luftfahrzeug neben einer Beschreibung des horizontalen Flugwegs auch Informationen zum Höhenprofil zur Verfügung. Diese sind besonders für den Endanflug auf die Landebahn von Bedeutung. Die Genauigkeit dieser dreidimensionalen Wegführung entspricht derzeit der eines konventionellen Instrumentenlandesystems in CAT I-Betrieb. Das bestehende System wird so um eine weitere Komponente ergänzt und der allgemeinen Forderung nach der Nutzung moderner Navigationstechnologie entsprochen. Anfliegende Flugzeuge des internationalen Luftverkehrs, die über die dafür erforderliche Ausrüstung verfügen, erhalten damit die Möglichkeit, die neue Technik zusätzlich zu nutzen.

Kommentar: Wie immer. Lügen und Schaumschlägerei der süddeutschen Hetzer.


Zuletzt bearbeitet: 23.06.14 04:57 von Thomas


Villingen-Schwenningen Weiterer Affront im Fluglärm-Streit

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.villingen-schwenningen-weiterer-affront-im-fluglaerm-streit.a8da2df0-e44d-4975-bb6f-625841eb92fa.html

Felicitas Schück, 25.06.2014 10:35 Uhr

Villingen-Schwenningen - Der Fluglärmstreit eskaliert erneut. Kann die Schweiz die noch ausstehende Ratifizierung des Staatsvertrages im Bundestag über ein Hintertürchen umgehen?

Die baden-württembergische Staatssekretärin im Verkehrsministerium, Gisela Splett (Grüne), wollte für diesen Freitag den Fluglärmbeirat einberufen. Anlass ist der Antrag der Schweiz, neue satellitengestützte Anflugverfahren auf den Flughafen Zürich zuzulassen. Dafür sollte die 220. Durchführungsverordnung, die An- und Abflüge über deutsches Gebiet regelt, geändert werden.

Die Staatssekretärin hatte das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung als Genehmigungsbehörde eingeladen, in der Sitzung zu erklären, was das für die Region bedeutet. Doch Nikolaus Hermann, Direktor der Behörde, sagte ab.

Seine Begründung läßt tief blicken: "Für die mit Fluglärm belasteten Anwohner eines Flughafens ergibt sich naturgemäß kein Unterschied aus dem Umstand, ob ein sie überfliegendes Flugzeug einen inländischen oder ausländischen Flughafen ansteuert. In dem bei mir geführten Festlegungsverfahren ist es daher mein Ziel, bei ausländischen Flughäfen dieselben Beteiligungsmöglichkeiten zu gewähren, wie sie auch bei der Festsetzung von Flugverfahren für inländische Flughäfen bestehen." Es handele sich nur um eine lärm- und emissionsneutrale Änderung.

Bisher haben nur wenige Flugzeuge die technischen Voraussetzungen für das "Ground Based Augmentation System", das getestet werden soll. Allerdings werden in zehn bis 15 Jahren alle Flugzeuge mit dieser sehr teuren Technik ausgestattet werden. Die Absage des Bundesaufsichtsamtes für Flugsicherung bestätigt für Bernd Kröber, Sprecher der Bürgerinitiative gegen die Fluglärmbelastung im Schwarzwald-Baar-Kreis, "alle Befürchtungen, dass hinter verschlossenen Türen ohne Beteiligung verhandelt wird und Tatsachen geschaffen werden sollen".

Staatssekretärin appelliert an Dobrindt

Das sehr formal gehaltene Absageschreiben zeige einmal mehr, dass die, "die das Desaster mit dem Staatsvertrag angerichtet haben, nicht fähig oder nicht willens sind, die Brisanz einer DVO-Änderung auf Wunsch der Schweiz zum jetzigen Zeitpunkt zu erkennen. Die beabsichtigte Änderung wird uns wieder als ›lärm- und emissionsneutral‹ verkauft, wie schon früher die dritte Änderung der DVO, die aber in Wahrheit die Umwegflüge von Süden am Flughafen vorbei nach Norden sanktioniert und damit absolut vermeidbare Belastungen unserer Region zulässt".

Splett hat in einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) appelliert, die von der Schweiz beantragten neuen Anflugverfahren nicht zu gestatten. Das Ministerium hat die Rechtsaufsicht über das Bundesaufsichtsamt. Es bestehe der Eindruck, so Splett, dass dem Bundesaufsichtsamt die "Brisanz der Angelegenheit" nicht bewusst sei. Mit der Absage werde eine Chance verpasst, "die dringend notwendige Transparenz bei den Anflügen auf den Flughafen Zürich über Südbaden herzustellen".

Das meint auch der Bundestagsabgeordnete und ehemalige Donaueschinger Oberbürgermsiter Thorsten Frei (CDU). Er will heute mit Abgeordnetenkollegen aus Waldshut und Konstanz direkt im Bundesverkehrsministerium für Verkehr vorsprechen. "Ich hielte es für einen schweren Fehler, in einer Zeit, in der wir grundlegende Nachbesserungen zum Staatsvertragsentwurf von der Schweiz einfordern, die 220. DVO in dem von der Schweiz gewünschten Sinne zu ändern. Zunächst geht es um eine Einigung mit der Schweiz hinsichtlich des Staatsvertrages. Die Angelegenheit ist hochpolitisch und kann nicht als rein verwaltungstechnisches Verfahren behandelt werden."

Der Bundestagsabgeordnete Thomas Dörflinger (CDU) fordert in einem Schreiben an Herrmann ebenfalls, den Antrag auf der Piste 14 ein satellitengestütztes Anflugverfahren zu installieren, abzulehnen. Bernd Kröber erwartet von der Landesregierung, dass sie es nicht bei dem Schreiben an Dobrindt belässt.



Schwarzwald-Baar-Kreis Fluglärm-Streit: Bedenken entkräftet

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.schwarzwald-baar-kreis-fluglaerm-streit-bedenken-entkraeftet.b22e2ef0-ef84-4d1e-9100-9ef5ebf89d97.html

Felicitas Schück, 26.06.2014 07:20 Uhr

Villingen-Schwenningen - »Keine Zugeständnisse bei Flugbewegungen und Flugrouten, kein gekröpfter Nordanflug« fordern die südbadischen Abgeordneten Thorsten Frei, Thomas Dörflinger, Andreas Jung und Gabriele Schmidt (alle CDU) am Mittwoch in einer gemeinsamen Pressemitteilung. In einem Gespräch im Bundesverkehrsministerium wurden ihre Bedenken gegen das satellitengestützte Anflugverfahren gestern indes entkräftet.

Dort sicherte Gerold Reichle, der Abteilungsleiter für Luft- und Raumfahrt, den Abgeordneten zu, dass das Anflugverfahren dem Stand der Technik entspreche und eine Genehmigung des GBAS-Verfahrens für Piste 14 nicht zu mehr Fluglärm führen werde. Es würden dadurch weder neue Flugrouten noch mehr Flugbewegungen durch verkürzte Landeintervalle möglich. »Die Staffelung der Flugrouten wird nicht verändert, das konnte das Bundesverkehrsministerium glaubhaft darlegen«, so Frei.

Entscheidend sei, dass die Genehmigung nicht zu einer Aushöhlung der in der 220. Durchführungsverordnung (DVO) festgelegten Sperrzeiten führen dürfe. Ebenso wenig dürfe das satellitengestützte Verfahren zu einer Verkürzung der Landeintervalle führen. Reichle habe zugesichert, dass die Genehmigung nicht mit dem »gekröpften Nordanflug« in Verbindung stehe. Für diesen werde weiterhin keine Genehmigung erteilt.

In einer Stellungnahme zu unserer Berichterstattung über den Flughafen Zürich erklärte das Bundesverkehrsministerium, die enge Einbindung des Landes und der Region bleibe Ziel des Bundesverkehrsministeriums. Das Ratifizierungsverfahren in der Bundesrepublik werde nicht eingeleitet, bis alle im Zusammenhang mit dem Vertrag auftretenden Fragen rechtsverbindlich geklärt seien, betonte das Ministerium erneut. Die Flugsicherungsorganisationen beider Länder entwickelten derzeit Verfahren, die den Bestimmungen des Staatsvertrages entsprechen sollten und mit denen die strittigen Punkte geklärt und Lösungen rechtsverbindlich festgelegt werden könnten.

Demnach laufen die notwendigen Abstimmungen dazu noch und sind noch nicht abgeschlossen. Anschließend werde über weitere Gespräche auf Fachebene mit der Schweiz entschieden, teilte das Ministerium als »Sachinformation« mit.

Kommentar
Pure Schaumschlägerei der immer gleichen, in Berlin längst schon bekannten süddeutschen Politiker, nur um sich bei ihren Wählern mit viel selbstgemachtem Lärm in Erinnerung zu rufen! Leider fehlt es ihnen an den fundamentalsten technischen Kenntnissen, um GBAS beurteilen zu können.



Anflugregime

Flughafen Zürich vereinfacht den Start ab Piste 16

http://www.nzz.ch/zuerich/flughafen-zuerich-1.18330027

Mittwoch, 25. Juni 2014, 13:45

(sda) Der Flughafen Zürich macht den Pilotinnen und Piloten das Abfliegen ab Piste 16 einfacher: Statt wie bisher zwei Abdrehpunkte gibt es künftig nur noch einen. Diese Änderung soll keinen Einfluss auf den Lärm haben.

Die vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) genehmigte Änderung gilt ab Donnerstag, wie der Flughafen Zürich am Mittwoch mitteilte.

Sie sei nicht lärmrelevant, hiess es beim Flughafen auf Anfrage der sda. Man werde aber dennoch an mehreren Standorten Lärmmessungen durchführen, um dies zu überprüfen.

Von der Änderung betroffen sind nur die Piloten. Für sie wird der Start ab Piste 16 weniger kompliziert. Bisher hatten sie je nach Wetter die Wahl zwischen Sichtflug- oder Instrumentenflugverfahren und entsprechend die Wahl zwischen zwei verschiedenen Abdrehpunkten.

Kritik von Piloten

Der Abdrehpunkt definiert die Stelle, an der die Maschine zur ersten Linkskurve ansetzt. Dass es beim Start ab der Zürcher Piste 16 zwei solcher Punkte gab, wurde von Piloten immer wieder kritisiert. Dies sei unüblich und kompliziert.

Ab Donnerstag gibt es deshalb nur noch einen Abdrehpunkt für jede Wetterlage. Er befindet sich rund 200 Meter über Boden und führt dazu, dass die Flugspuren über dem kaum besiedelten Waldgebiet zwischen Opfikon und Wallisellen gebündelt werden.



SRF - Ferienreisen sind grosse Strapazen fürs Klima

Zug, Flugzeug oder Car: Verkehrsmittel im Oekotest

Mit einem Flug beginnen für viele die Ferien. Fliegen ist populär. Im letzten Jahr reisten ab den Flughäfen Zürich, Basel und Genf insgesamt 45 Millionen Passagiere. So viel wie noch nie.

Im Schnitt heben Herr und Frau Schweizer doppelt so häufig ab wie die Deutschen, Franzosen oder Italiener. Besonders beliebt sind Flüge auf die Ferieninsel Mallorca. Wie stark belastet dieser Flug das Klima verglichen mit einer Zugfahrt von Bern in die Provence?

«Kassensturz» bestellt beim Beratungsunternehmen ESU-services eine Klimabilanz. Umweltnaturwissenschaftlerin Regula Keller ist auf solche Berechnung spezialisiert. Die Expertin kalkuliert wie klimaschädlich ein bestimmtes Reiseszenario ist.

Zur Klimaänderung tragen verschiedene Gase bei. Um sie vergleichen zu können, wird ihr Effekt mit demjenigen von CO2 verglichen und in CO2-Äquivalenten angegeben.

Ans Meer mit Flug oder Zug

Die Reise mit dem TGV-Zug nach Marseille verursacht einen Ausstoss von umgerechnet 19 Kilo CO2 pro Person. Der Flug nach Mallorca stösst pro Person dagegen 665 Kilo Treibhausgase aus, 35 mal so viel.

Wer mit einem Umsteigeflug nach Mallorca reist, belastet das Klima nochmals fast doppelt so stark. Gemäss Einschätzung des WWF sind diese 1,2 Tonnen CO2-Äquivalente etwa so viel, wie ein Durchschnittsschweizer mit einem Auto pro Jahr ausstösst.

Solche Flüge mit Umsteigen mögen preislich attraktiv sein, fürs Klima sind sie schlecht, weiss Regula Keller von ESU-services: «Bei jedem Start muss das Flugzeug mit viel Energie beschleunigt und auf mehrere Kilometer Höhe transportiert werden.» Ausserdem sind Strecken von Umsteigeflüge länger, das braucht mehr Treibstoff.

Zug, Car, Auto und Flugzeug im Klimavergleich

Um zu zeigen, welchen Einfluss verschiedene Verkehrsmittel aufs Klima haben, macht «Kassensturz» den Direktvergleich. Nach Marseille in Südfrankreich gelangt man mit verschiedenen Verkehrsmittel: Auto, Flugzeug, Zug oder Reisecars. «Kassensturz» liess von der Experten von ESU-services berechnen, wie klimaschonend diese diversen Verkehrsmittel sind.

Der TGV hängt alle ab: Die umgerechnet 19 Kilogramm CO2-Äquivalenten pro Kopf für die Reise nach Südfrankreich sind konkurrenzlos. Auf Platz zwei folgt der Reisecar mit einem Ausstoss von 64 Kilogramm pro Kopf. Beim Auto sind es 96 Kilo Treibhausgase pro Insasse.

Vorausgesetzt im Auto sitzen vier Personen, betont Regula Keller: «Doppelt so viele Autoinsassen, bedeutet halb so viele Emissionen.»

Auf dem letzten Platz in der Klimabilanz landet der Flug nach Marseille. Das Flugzeug nach Südfrankreich stösst 12 x soviel Treibhausgas aus, wie der Zug. Bei solchen Ferien kann sich das Klima nicht erholen, im Gegenteil.

Und Frau BR Leuthard will in Kloten weiterhin eine Drehscheibe für den Internationalen Flugverkehr betreiben. Ist sie nicht auch Umweltministerin?
Aber auf dem Umwelt-Auge ist sie blind.




Gucken mit Doris – in 15 Varianten

Besichtigungsministerin Leuthard

http://www.blickamabend.ch/news/gucken-mit-doris-in-15-varianten-besichtigungsministerin-leuthard-id2820180.html

03.07.2014 79 Reax

Ihren Wechsel in den Ständerat wollte die heutige Verkehrsministerin seinerzeit mit Duschmittel beschleunigen. «Duschen mit Doris» wurde zum vielzitierten Bonmot. Jetzt also die Nachfolge-Aktion: «Gucken mit Doris».

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