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Thema: Medienberichte Jan-Jun 2014


Flughafen-Projekt «The Circle» sorgt für luftigen Gesprächsstoff

http://www.limmattalerzeitung.ch/limmattal/zuerich/flughafen-projekt-the-circle-sorgt-fuer-luftigen-gespraechsstoff-128150995

Weil das Grossprojekt «The Circle» aufgrund seiner geschwungenen Fassade öffentlichen Grund überragen wird, fallen Gebühren an. Zur Höhe will momentan allerdings niemand Auskunft geben.

von Patrick Gut

Als reines Luftschloss darf man «The Circle» wohl nicht mehr bezeichnen. Auch wenn mit dem Bau des Komplexes in unmittelbarer Nachbarschaft zum Flughafen vorderhand noch nicht begonnen wird. Die Flughafen Zürich AG und die Swiss Life als Co-Investor werden für das Grossprojekt eine Milliarde Franken investieren. Auf 180 000 Quadratmetern Nutzfläche sollen bis 2018 Büros, zwei Hotels, ein Kongresszentrum, Läden und Gesundheitseinrichtungen entstehen.

Für rund ein Drittel der Fläche haben die Investoren das Universitätsspital und die Hyatt-Hotelgruppe als Mieter gewonnen. Bevor aber die Bagger auffahren, bleibt noch einiges zu tun. Zuvor soll die Hälfte der 180 000 Quadratmeter vermietet sein.

Luftschloss hin oder her ist Luft im Zusammenhang mit «The Circle» auf dem politischen Parkett ein Thema. An der Visualisierung wird die ausladende Fassade ersichtlich. Unschwer ist zu erkennen, dass das Gebäude in der Höhe über den öffentlichen Grund hinausragen wird. Es beansprucht damit nicht den öffentlichen Grund selber, aber sehr wohl dessen Luftsäule.

Die Konsequenz: Es wird eine Gebühr fällig. Diese berechnet sich unter anderem aus der überragten Fläche und dem Bodenpreis. Eine Rolle spielt zudem der finanzielle Nutzen, den der Bauherr aus der Sache zieht. Zur Erklärung: Eine senkrecht aufragende Fassade erlaubt weniger Gebäudefläche und damit weniger Möglichkeiten als eine ausladende Fassade wie im Beispiel von «The Circle».


Kantonsrat Daniel Heierli (Grüne, Zürich) ist auf das Thema aufmerksam geworden, als er eine Visualisierung (siehe Bild unten) des Grossprojekts am Flughafen gesehen hat.

Heierli hat im Rat eine Anfrage eingereicht. Er will wissen, ob der Kanton Zürich überhaupt Gebühren für die Nutzung des Luftraums über kantonalem Boden erhebt. Letztlich interessiert ihn, ob auch für das Projekt «The Circle» solche Gebühren erhoben würden.

Die kantonale Verwaltung zeigt sich auf Anfrage zurückhaltend. Schliesslich könne man die Anfrage von Kantonsrat Heierli nicht via Presse beantworten. Es scheint aber unausweichlich, dass aufgrund des kantonalen Planungs- und Baugesetzes und einer einschlägigen Verordnung eine Gebühr erhoben wird. Gut möglich, dass die Investoren nach Luft schnappen müssen, wenn sie dereinst die Gebührenrechnung in ihren Händen halten.

(Schweiz am Sonntag)

Kommentar:
Der Flughafen beansprucht zwar nicht den privaten Grund zum Beispiel der Gockhausener Hausbesitzer, aber sehr wohl deren Luftsäule in nur 300 m Überflughöhe. Die logische Konsequenz daraus wäre: Eine Gebühr, bezw. Entschädigung ist fällig! Weder die Gerichte, noch die Politik sind jedoch bisher darauf eingegangen.




Hotelplan geht fremd

Migros-Tochter bremst Swiss mit deutscher Airline aus


http://www.blick.ch/news/wirtschaft/hotelplan-geht-fremd-migros-tochter-bremst-swiss-mit-deutscher-airline-aus-id2966265.html

Das Migros-Reisebüro will in Zukunft mit der deutschen Charterairline Germania zusammenarbeiten und damit die teurere Swiss-Schwester Edelweiss umgehen. Die deutsche Airline wird für extra Schweizerin!

Die beiden Parteien sind «noch in Vertragsverhandlungen», wie eine Hotelplan-Sprecherin gegenüber der «Schweiz am Sonntag» erklärt. Man sei jedoch zuversichtlich, dass diese auf gutem Weg seien. «Falls die Verträge zur Unterzeichnung kommen, und davon gehen wir aus, werden die Flüge ab Sommer 2015 durchgeführt.»

Nach dem Grounding von Moritz Suters Hello-Airline im Herbst 2012 hatte Hotelplan-Chef Thomas Stirnimann einen Millionenschaden in seiner Bilanz. Schnell musste eine neue Airline her.

Stirnimann wurde in Tschechien bei der Charter-Gesellschaft Travel Service fündig. Für Flüge innerhalb Europas war die Kooperation kein Problem, für Flüge in Nicht-EU-Länder, insbesondere die für Hotelplan wichtige Feriendestination Ägypten, jedoch schon.

Denn ein alter Gesetzesartikel aus der Luftfahrtverordnung aus dem Jahr 1973 erlaubt ausländischen Airlines eine Betriebsbewilligung für Flüge ab der Schweiz nur, wenn sie «keine wesentlichen schweizerischen Interessen» beeinträchtigen.

Von diesem Veto-Recht machte Swiss-Chef und Edelweiss-Präsident Harry Hohmeister. So kam die Edelweiss in den Genuss, für Hotelplan zwei wöchentliche Flüge von Zürich und Genf nach Sharm el-Sheikh und Hurghada durchzuführen.

Hotelplan suchte in der Folge das Gespräch mit dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl), um die protektionistische Gesetzeshandhabung zu lockern, allerdings ohne Erfolg.

Um mit Germania auch in Nicht-EU-Länder fliegen zu dürfen, greift Stirnimann in die Trickkiste. Laut Brancheninsidern hat Germania beim Bazl eine Schweizer Betriebsgenehmigung, ein sogenanntes Air Operator Certificate, beantragt. Damit würde Germania zu einer Airline mit Schweizer Niederlassung und Schweizer Verwaltungsrat. (rsn)



Fluglärm: Betroffene zu Teilhabern machen

http://ef-magazin.de/2014/07/07/5505-fluglaerm-betroffene-zu-teilhabern-machen

von Steffen Hentrich

Sind steigende Immobilienpreise ein Grund zur Entwarnung?

07. Juli 2014

Große Investitionsprojekte stoßen zunehmend auf den Widerstand der Bewohner im unmittelbaren Bauumfeld. Ob es sich nun um Flughäfen, Windkraftanlagen oder Fernleitungen für Strom handelt, viele Projekte werden durch Anwohnerwiderstand verzögert oder gar verhindert.

Jetzt wird in der „Welt“ von einer Untersuchung berichtet, die Befürchtungen vieler Anwohner, die Auswirkungen der Großprojekte würden zu Lasten der Preise ihrer Immobilien gehen, seien unberechtigt, weil nachgewiesen werden konnte, dass im Zuge des Baus von Flughäfen und Windkraftanlagen keine Wertverluste beobachtbar seien. Im Gegensatz dazu habe sich gezeigt, dass die Immobilienpreise infolge der Investitionen sogar gestiegen seien. Nicht näher eingegangen wird auf die Frage, inwiefern neben dem Einfluss der Investitionsprojekte auch andere Determinanten der Immobilienpreisentwicklung berücksichtigt wurden. Ganz unabhängig davon ist dieses Untersuchungsergebnis kein Beleg dafür, dass der Widerstand der Bevölkerung ohne Substanz sei. Ein Anstieg der Immobilienpreise mag Menschen für die Einschränkung der Lebensqualität teilweise kompensieren, ist jedoch keine Garantie für einen echten Interessenausgleich, der jeden einzelnen Betroffenen vom Opponenten zum Befürworter derartiger Projekte macht. Pragmatischer wäre hingegen, die Betroffenen direkt zu Teilhabern der wirtschaftlichen Gewinne von Großprojekten zu machen, indem man sie nach Maßgabe objektiver Belastungskriterien aus den Überschüssen entschädigt. Zu oft werden die Betroffenen mit dem Rückgriff auf für den einzelnen oft nicht zufriedenstellende Belastungsgrenzwerte oder Kostenübernahmen von Schutzmaßnahmen abgespeist. Darüber hinaus gehende Belastungen bleiben ohne Kompensation.

Kein Wunder, dass viele Projekte verzögert werden, sich aufgrund zusätzlicher Emissionsschutzmaßnahmen verteuern oder ganz scheitern, wenn die Gewinne nicht fair, den Kosten angemessen, verteilt werden.



Blick - Champagner, Kuchen und Platz am Notausgang Das kosten die Extras jetzt bei der Swiss

Champagner, Kuchen und Platz am Notausgang Das kosten die Extras jetzt bei der Swiss

Den Preiskampf am Himmel spürt auch die Swiss, wie die heute veröffentlichten Verkehrszahlen belegen. Insgesamt gingen die Passagierzahlen im ersten Halbjahr um 0,5 Prozent zurück. Das liegt inbesondere an den Europaflügen. Dort vermeldete die Swiss ein Minus von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. «In Europa spüren wir schwächere Nachfrage und sehr starken Wettbewerbsdruck», sagte Swiss-Sprecherein Susanne Mühlemann zu Blick.ch.

Individualität im Flieger

Um insbesondere gegen die Billig-Konkurrenz punkten zu können, setzt die Swiss nun auf spezielle Angebote für ihre Passagiere. Die zunehmende Individualität der Reisenden soll auch im Flieger nicht Halt machen.

Mehr Beinfreiheit erwünscht? Kein Problem. Wer bereit ist, 35 Franken zu zahlen, kann sich ab dem 15. Juli auf Europaflügen einen entsprechenden Platz sichern – bis zu 11 Monate im Voraus. Auf Langstreckenflügen werden 99 Franken fällig. Kostenlose Platzreservationen seien laut Swiss auch weiterhin beim Check-In 23 Stunden vor Abflug möglich.

Wer sich über den Wolken etwas Besonderes gönnen möchte, kann nun eine Flasche Champagner (59 Franken) oder Premium-Rotwein (55 Franken) zu einem ganzen Schoggi- oder Früchtekuchen (48 Franken) bestellen.

One-Way-Tarife ab Zürich

Auch bei den Flügen an sich beschreitet die Swiss neue Wege. Wie bereits in Genf wird es nun auch ab Zürich One-Way-Tarife ab 89 Franken geben. Diese gelten zunächst nur für 17 Ziele in Europa, im Laufe des Jahren sollen noch weitere folgen.

SWISS verkommt zum Billigflieger, zum Premium-Preis



Zürich | 12.07.2014

«Der Flughafen jammert da auf einem sehr hohen Niveau»

http://www.landbote.ch/detail/article/der-flughafen-jammert-da-auf-einem-sehr-hohen-niveau/gnews/99276875/

SP-Nationalrat Thomas Hardegger präsidiert neu den Schutzverband der Bevölkerung um den Flughafen Zürich. Der Rümlanger sagt, dass er offensiver als seine Vorgängerin agieren will.

Herr Hardegger, Sie sind Nationalrat, Gemeindepräsident, führen eine Firma und präsidieren diverse Gremien – seit kurzem den Schutzverband der Bevölkerung um den Flughafen Zürich. Sammeln Sie Ämter?

Thomas Hardegger: Nein, überhaupt nicht. Ich war ja schon Vizepräsident. Zudem hätte ich das Amt abgelehnt, wenn wir nicht über eine gut funktionierende Geschäftsstelle verfügen würden. Das ist mir auch bei meinen anderen Vorsitzen wichtig. Ich hätte mir gut auch einen anderen Präsidenten oder eine andere Präsidentin vorstellen können.

Wieso?

Meine Vorgängerin, Ursula Moor, ist bei der SVP, ihr Vorgänger, Peter Staub, bei der FDP. Ihnen konnte niemand vorwerfen, sie seien wirtschaftsfeindlich. Bei mir wird jede kritische Frage gerne so ausgelegt.

Sie hätten die Wahl ablehnen können.

Ich sitze in der parlamentarischen Verkehrskommission und bekomme die den Bund betreffenden Flughafenthemen mit. Der Informationsfluss zum Verband ist damit einfacher. Und die Vernetzung ist wichtig.

Wird der Verband an Präsenz zulegen? Ihre Vorgängerin agierte eher zurückhaltend.

Das liegt vielleicht auch am Temperament. Aber es könnte durchaus sein, dass der Verband offensiver agieren wird.

Die Bürgerprotestorganisationen – insbesondere jene im Süden und im Osten – sind wesentlich lauter.

Das hat zwei Gründe. Erstens sind wir eine Behördenorganisation, unsere Delegierten sind gewählte Exekutivmitglieder. Das ergibt einen anderen Stil. Zweitens suchen wir schneller den Kontakt zu Vertretern von Flughafen, Swiss oder Skyguide, um Fragen zu klären oder Interesse anzumelden. Wir wollen immer zuerst den Konsens finden und intervenieren erst dann, wenn wir uns nicht ernst genommen fühlen oder nicht weiterkommen.

Liegt die Zurückhaltung auch daran, dass der Verband die Interessen aller Himmelsrichtungen vertreten will – auch Sie als Gemeindepräsident einer «Westgemeinde»?

Das ist tatsächlich eine Herausforderung. Kommt hinzu, dass die Interessen der weiter entfernten Gemeinden einbezogen werden müssen. Sie leiden ebenfalls unter Fluglärm, auch wenn er vielleicht nicht so stark ist wie in einer Flughafen-Anrainergemeinde.

Das macht die Aufgabe nicht einfacher.

Nein, überhaupt nicht. Der Verband hütet sich auch davor, Stellung zu beziehen, wo Massnahmen nur eine einzelne Region betreffen. Er hat sich aus diesem Grund beispielsweise nie für oder gegen die geplanten Südstarts geradeaus ausgesprochen. Wir haben aber von der Delegiertenversammlung verabschiedete Eckwerte, in denen die gemeinsamen Interessen gebündelt werden, wie etwa die Nachtruhe oder das Verhindern von Pistenausbauten.

Sind Sie sicher, dass die Delegierten der «Südgemeinden» gegen eine Verlängerung der Ost-West-Piste 10/28 sind? Sie würde zu mehr Landungen aus Osten führen und könnte den Süden entlasten.

Auch eine verlängerte Piste 10/28 wäre nicht rund um die Uhr für alle Flugzeuge verfügbar. Das heisst, es wird mit der aktuellen Verordnung oder dem allfälligen Staatsvertrag mit Deutschland immer Südanflüge und Starts Richtung Süden geben. Zudem erhöht ein Pistenausbau die Kapazität, das kann auch nicht im Interesse der Südgemeinden sein. Die Frage ist doch: Kann sich der Flughafen mit dem bestehenden Pistensystem weiterentwickeln? Wir sagen: Ja, er kann.

Der Kantonsrat hat eine Pistenverlängerung ohnehin aus dem Richtplan gestrichen.

Das hat uns natürlich sehr gefreut. Nebst SP, Grünen, GLP, EVP und EDU haben auch die bürgerlichen Unterländer gegen den Eintrag gestimmt. So ist eine sehr klare Mehrheit zustande gekommen. Nun müssen Bund und Kanton die Differenzen in ihren Richtplänen bereinigen. Ich bin der Meinung, dass dies nicht eilt. Das kann man auch dann machen, wenn über allfällige Pistenverlängerungen Klarheit herrscht.

Kommt es überhaupt dazu?

Das ist fraglich. Der Bund hat erklärt, er werde nicht über das Votum der Zürcher hinweg bestimmen. Wenn im Kantonsrat die Mehrheit gegen Pistenausbauten bestehen bleibt – und davon gehe ich aus –, wird es gar nicht erst zur Volksabstimmung kommen.

Es sei denn, sie wird durch eine Volksin­itia­ti­ve erzwungen. Wie sähe das Resultat an der Urne aus?

Die vergangenen Abstimmungen zeigen, dass es schwer für uns würde. In Regionen, die nicht in Flughafennähe liegen, fehlen Sensibilität und Solidarität mit den Lärmgeplagten. Vor allem dann, wenn Flughafenlobbyisten es schaffen, die Regionen gegeneinander auszuspielen. Indem sie beispielsweise dem Süden versprechen, er würde mit einer längeren Piste 10/28 entlastet.

Auch in den Anrainergemeinden ist der Protest gegen Pistenausbauten zaghafter als auch schon. Viele arbeiten am Flughafen oder haben Verwandte, die vom Arbeitgeber Flughafen abhängig sind. Zudem sinkt die Zahl der Flugbewegungen stetig und die Flugzeuge werden leiser.

Zum Glück hat sich die Si­tua­tion etwas verbessert. Ein Airbus A380 ersetzt mit seiner Kapazität drei Maschinen und ist erst noch leiser als jede von denen. Das ist sicher ein Gewinn, und wir anerkennen diese positive Entwicklung auch.

Anders ist wohl auch nicht zu erklären, weshalb die Flughafenregion so stark wächst. Wieso dann der Kampf gegen den Ausbau des Flughafens?

Der Schutzverband wird häufig als Flughafengegner hingestellt, der den Luftverkehr gefährdet und Arbeitsplätze vernichtet. Das stimmt einfach nicht. Selbstverständlich haben wir Anrainergemeinden ein grosses Interesse an einem gut funktionierenden Flughafen. Aber wir müssen uns auch die Frage stellen, ob die Entwicklung des Flughafens sinnvoll, notwendig und siedlungsverträglich ist.

Was verstehen Sie darunter?

Unsere Region boomt, und damit entstehen Verkehrsprobleme mit Staus und Platzproblemen in Bus und Bahn. Dar­un­ter würde auch die Erreichbarkeit des Flughafens leiden. Es muss das Ziel aller sein, die Distanzen der Pendler zu verkürzen. Das geht aber nur, wenn die Leute qualitativ gute Wohnbedingungen in der Region vorfinden. Sonst ziehen sie in den Thurgau oder Aargau. Und es kann auch nicht sein, dass i



[Fortsetzung]

Was würde die Si­tua­tion verbessern?

Gut wäre eine längere Nachtruhe. Wichtiger ist uns derzeit aber, dass die Nachtsperre ab 23.30 Uhr eingehalten wird und die Flüge in den Nachtrandstunden lärmschonend sind, indem lenkungswirksame Gebühren erhoben werden. Zudem sollte der Flugplan so gestaltet werden, dass die Zeit zwischen 23 und 23.30 Uhr tatsächlich dem Verspätungsabbau dient – und nicht wie heute quasi als ordentliche Betriebszeit genutzt wird.

Der Flughafen argumentiert, dass diese späten Abflüge wichtig seien, um Anschlüsse auf Langstreckenverbindungen anzubieten und konkurrenz­fähig zu bleiben.

Mit der Einführung der Südanflüge wurde der Betriebsbeginn von einem Tag auf den anderen von 5 auf 6 Uhr verschoben. Keine einzige Verbindung wurde deswegen gestrichen. Auch nicht nach der Einführung der verlängerten Nachtruhe. Der Flughafen jammert da auf einem sehr hohen Niveau.

Der Schutzverband kämpft auch mit juristischen Mitteln für den Einsitz in jenes Gremium, das die Bewilligungen für die späten Starts und Landungen erteilt. Offenbar ist es doch nicht so einfach, im Dialog mit dem Flughafen einen Konsens zu finden.

Im Zuge der Flughafen-Privatisierung im Jahr 2000 haben Kanton und Bund hoheitliche Aufgaben an den Flughafen abgetreten, auch Bereiche der Aufsicht und der Bewilligungen. Ich behaupte, dass die Bevölkerung heute dieser Vorlage nicht mehr zustimmen würde, weil sie gemerkt hat, dass sie massiv an Einfluss verloren hat. Wir haben auch deshalb mehr juristische Verfahren, weil weniger politisch entschieden werden kann. Dar­um ist auch die Ablehnung der Pistenverlängerung im Richtplan ein Highlight. Da konnte die Politik noch einmal agieren.

Heinz Zürcher

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65 Gemeinden und zwei Ortsgruppen gehören heute dem Schutzverband der Bevölkerung um den Flughafen Zürich an. 1967 gegründet, bezweckt er den Schutz der Bevölkerung vor unzumutbarem Fluglärm und andern durch den Flugbetrieb verursachten Immissionen. Zudem setzt er sich für die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und die Wahrung der Interessen und Rechte der Betroffenen ein.

Thomas Hardegger

Der 58-jährige SP-Politiker ist seit 2011 Nationalrat und seit 2006 Gemeindepräsident von Rümlang. Dort befindet sich auch der Sitz seiner Hardegger Immobilien AG. Er hat zudem diverse Mandate und präsidiert etwa den Hausverein Zürich und Fussverkehr Schweiz. Am 2. Juli wurde er einstimmig zum Präsidenten des Schutzverbandes der Bevölkerung um den Flughafen Zürich gewählt.
Heinz Zürcher



Unsichtbare Gefahr

Diese Risiko-Regionen überfliegt die Swiss Tag für Tag

http://www.watson.ch/!907228278?utm_medium=earned&utm_source=app&utm_rainbowunicorn=2003554671&utm_campaign=share-tracking

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt rechnet damit, dass Airlines künftig gewisse Kriegsgebiete ganz umfliegen müssen. Daten von Flightradar24 zeigen: Die Swiss überquert täglich Risiko-Regionen.

Regelmässige Passagiere der Swiss wissen es: Die Airline fliegt (wie viele ihrer Konkurrentinnen) täglich über Kriegs- und Krisengebiete. Vor weniger als einer Woche, am 16. Juli, überquerte die Swiss letztmals ostukrainischen Luftraum. Es war ein Airbus A343 auf dem Weg von Bangkok nach Zürich. Einen Tag später schossen mutmasslich prorussische Rebellen in der gleichen Region eine Boeing 777 der Malaysia Airlines mit einer Boden-Luft-Rakete vom Himmel. 298 Menschen starben.

Die Tragödie hat eine neue Debatte über die Sicherheit in der Passagierfliegerei entfacht. Doch wer wissen will, welche Flüge der Swiss weiterhin über Risiko-Regionen verkehren, bekommt von den Verantwortlichen keine Antwort. Die «Aargauer Zeitung» hat nun anhand von Daten des Online-Dienstes Flightradar24.com jene Verbindungen der Airline ermittelt, die laut der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA über potenziell gefährliche Gebiete führen.

  • Auf der Strecke Dubai–Zürich halten sich Swiss-Flugzeuge während gut 1'000 Kilometern über dem Irak auf. Sie überfliegen die Metropole Mossul, die im Juni von der Terrormiliz Islamischer Staat erobert wurde. An einem anderen Punkt nähern sich die Jets mit dem Schweizer Emblem bis auf 30 Kilometer der syrischen Grenze an.

  • Swiss-Flüge von Zürich in die indische Hauptstadt Neu-Delhi verkehren über Afghanistan. Je nach Flughöhe kann das sehr gefährlich sein. Die Luftfahrtbehörde FAA warnt amerikanische Fluggesellschaften eindringlich vor Angriffen mit Kleinwaffen und tragbaren Luftabwehrraketen.

  • Über Libyen gilt für US-Airlines ein komplettes Flugverbot. Swiss-Flugzeuge überqueren Lybien laut Flightradar24 dennoch. Zum Beispiel am Samstag, 5. Juli, auf dem Weg von Zürich nach Johannesburg, Südafrika.

    Neuer Umgang mit Kriegsgebieten

    Die erwähnten Routen galten bis zum letzten Donnerstag als unproblematisch. Nun mehren sich Zweifel: Denn die Piloten von Flug MH17 hatten die im ostukrainischen Luftraum gültige Mindestflughöhe von 9750 Metern eingehalten und sogar um 300 Meter überschritten. Trotzdem kamen sie und mit ihnen alle Passagiere ums Leben. Niemand rechnete damit, dass eine Rebellengruppe einen modernen Passagierjet auf Reiseflughöhe abschiessen könnte.

    Für das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) im bernischen Ittigen ist klar: Es muss sich etwas ändern. «Die zentrale Frage lautet, wie man künftig mit Kriegsgebieten umgeht», erklärt Kommunikationschef Urs Holderegger. Bis jetzt seien die Airlines davon ausgegangen, dass Passagierflieger ab einer gewissen Höhe sicher seien. Diese Annahme sei nun infrage gestellt. «Eine Verschärfung der internationalen Bestimmungen ist wahrscheinlich. Luftraumbeschränkungen bis zu einer gewissen Höhe dürften bei bestimmten Kriegsgebieten nicht mehr ausreichen.»

    Die neuen Sicherheitsempfehlungen sollen in der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) ausgearbeitet werden. Die Schweiz ist laut Holderegger an mehreren Panels der ICAO beteiligt.

    Sofortmassnahmen auf nationaler Ebene lehnt das Bundesamt jedoch ab. Holderegger: «Es macht keinen Sinn, wenn jedes Land auf eigene Faust versucht, etwas zu unternehmen. Es braucht eine internationale Koordination.»

    Swiss-Pilot Hurter berichtet von Überflügen

    Auch der Schaffhauser Swiss-Pilot und Nationalrat Thomas Hurter (SVP) sieht keinen sofortigen Handlungsbedarf für seine Arbeitgeberin. Wenn eine Fluggesellschaft überleben wolle, könne sie bei der Sicherheit ohnehin keine Abstriche machen, geschweige denn ein Unglück in Kauf nehmen. Er räumt freilich ein, dass Flüge über Kriegsgebieten Kapitän und Co-Pilot sehr viel Aufmerksamkeit abverlangen: «In solchen Situationen überlegt man sich natürlich, welche Optionen man hat, wenn technische Probleme auftreten oder ein Passagier wegen gesundheitlicher Probleme so schnell wie möglich in ein Spital muss.»



  • Zürich-Kloten

    22. Juli 2014 12:02; Akt: 22.07.2014 12:22 Print

    Meersäuli im Flughafen-Parking ausgesetzt

    http://www.20min.ch/schweiz/zuerich/story/Meersaeuli-im-Flughafen-Parking-ausgesetzt-19074022

    Ein Passant hat in der Nacht auf Dienstag im Parkhaus 2 des Flughafens Zürich eine Kartonschachtel mit drei Meersäuli drin entdeckt. Der Tierrettungsdienst sucht Zeugen.

    Bei den ausgesetzten Tieren handelt es sich um drei unkastrierte Jungtiere im Alter von vier bis sechs Monaten. Vermutlich sind die beiden Männchen und das Weibchen Geschwister, wie es in einer Mitteilung des Tierrettungsdienstes heisst.

    Ein Passant hatte in der Nacht auf Dienstag im 5. Stock des Flughafen-Parkhaus 2 eine Schachtel mit der Beschriftung Villeroy & Boch plus den drei Nagern darin gefunden und die Kantonspolizei Zürich alarmiert. Diese überbrachte die Schachtel dem Tierheim Pfötli im benachbarten Winkel ZH.

    Schachtel voller Kot und Urin

    «Die Tiere müssen mehrere Stunden in der Schachtel verbracht haben – diese war von Kot und Urin durchweicht», schreibt der Tierrettungsdienst. Zudem hätten sich weder Futter noch Wasser in der Box befunden. Wer etwas beobachtet hat oder Informationen zu den ausgesetzten Meerschweinchen hat, kann sich beim Tierrettungsdienst, Telefon 044 211 22 22 melden. Die Hinweise werden vertraulich behandelt.



    184'000 Passagiere, 1500 Flüge

    Rekord-Wochenende am Flughafen Zürich


    http://www.blick.ch/news/wirtschaft/184000-passagiere-1500-fluege-rekord-wochenende-am-flughafen-zuerich-id3016309.html

    KLOTEN - Am Samstag und am Sonntag sind je 92'000 Passagiere über den Flughafen Kloten gereist. So viele wie noch nie in der 66-jährigen Geschichte des Airports.

    Die Ferienzeit sorgt für Hochbetrieb am Flughafen. Am Samstag und am Sonntag sind jeweils 92'000 Passagiere abgeflogen, angekommen oder umgestiegen. Das sind rund 700 Flüge pro Tag. Damit wurde gleich an zwei Tagen aufeinander der bisherige Rekord von 89'000 Passagieren geknackt.

    Ein Grund ist der Zeitpunkt mitten in den Sommerferien. Das heisst, dass nicht nur viele Menschen in die Ferien flogen, sondern dass auch viele schon wieder zurückkehrten, wie Mediensprecher Michael Stief zu Blick.ch sagt.

    Trotz des Rekord-Wochenendes verlief der Betrieb laut Stief reibungslos. Es kam zu keinen aussergewöhnlichen Wartezeiten.

    Zum Vergleich: Im Schnitt wickelt der Flughafen Zürich 68'000 Passagiere und rund 625 Flüge pro Tag ab. (sas)



    Aviatik

    Lufthansa mit vermasseltem Quartal

    http://www.finanzen.ch/nachrichten/aktien/Lufthansa-mit-vermasseltem-Quartal-1000228266

    Der Pilotenstreik und der Preiskampf im Passagiergeschäft hinterlassen spuren - dennoch bestätigt die deutsche Fluggesellschaft die Jahresprognose.

    FRANKFURT (awp international) - Der Pilotenstreik und ein Preiskampf im Passagiergeschäft haben der Lufthansa im zweiten Quartal einen überraschend starken Gewinnrückgang eingebrockt. Mit 359 Millionen Euro fiel das operative Ergebnis um 17 Prozent niedriger aus als ein Jahr zuvor, wie Europas grösste Fluggesellschaft am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Nur dank der Verbesserungen aus dem ersten Jahresviertel stieg der operative Gewinn in der ersten Jahreshälfte um 56 Prozent auf 114 Millionen Euro. Der Nettoverlust verringerte sich um 61 Prozent auf 79 Millionen Euro. Analysten hatten mit deutlich besseren Zahlen gerechnet.

    "Das zweite Quartal war überhaupt nicht zufriedenstellend", sagte Finanzchefin Simone Menne. Die Lufthansa müsse in der wichtigen Sommersaison einiges aufholen. Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand um Lufthansa-Chef Carsten Spohr nach der im Juni gekappten Prognose weiterhin einen operativen Gewinn von rund einer Milliarde Euro an. Im kommenden Jahr sollen es rund zwei Milliarden werden. /stw/fbr



    Swiss fliegt 118 Millionen Gewinn ein

    http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Swiss-fliegt-118-Millionen-Gewinn-ein/story/10968262

    Trotz weniger Passagieren machte die Schweizer Airline im ersten Halbjahr einen satten Gewinn. Weniger rosige Zeiten erlebt das Mutterhaus Lufthansa.

    Die Fluggesellschaft Swiss ist trotz härterer Konkurrenz erfolgreich unterwegs. Die Lufthansa-Tochter weist einen Halbjahresgewinn von 118 Millionen Franken aus. Das sind 64 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode.

    Für den Gewinnsprung sind allerdings buchhalterische Effekte durch die Anfang Jahr geänderte Abschreibungsmethode der Lufthansa-Gruppe verantwortlich. Klammert man diesen Effekt aus, bewegt sich das Resultat auf Vorjahresniveau, wie die Swiss schreibt. Für die ersten sechs Monate 2013 hatte die Airline einen Überschuss von 72 Millionen Franken bekannt gegeben.

    Auch der Betriebsertrag genannte Umsatz betrug im Semestervergleich praktisch unverändert 2,517 Milliarden Franken. Wie bereits bekannt, sank die Zahl der Passagiere leicht um 0,5 Prozent auf 7,74 Millionen.

    Hart daran gearbeitet

    Vom Gewinn geht mit 115 Millionen Franken der grösste Teil auf das Ergebnis im zweiten Quartal zurück. Das Umfeld sei aber unverändert schwierig: «Swiss schlägt sich im Wettbewerbsvergleich zwar gut, von einer Beruhigung der Marktlage ist aber nichts zu verspüren, insofern müssen wir uns den Erfolg weiterhin hart erarbeiten», wird Swiss-Chef Harry Hohmeister zitiert.

    Swiss bekomme den zunehmenden Wettbewerbsdruck insbesondere in Europa aber auch auf den Nordatlantik-Strecken zu spüren, der Zerfall der Durchschnittserlöse belaste die Erträge deutlich. Für das Gesamtjahr geht Hohmeister dennoch davon aus, das Ergebnis von 2013 (264 Millionen Franken Gewinn) deutlich zu übertreffen; auch dies massgeblich wegen der neuen Abschreibungspolitik für Flugzeuge.

    «Nicht zufriedenstellende»

    Weniger rosig sieht es beim Mutterhaus Lufthansa aus. Der Pilotenstreik und sinkende Ticketerlöse auf einigen Strecken haben der Airline den Frühling verhagelt. Der operative Gewinn sei im zweiten Quartal um 17 Prozent auf 359 Millionen Euro gefallen, teilt das Unternehmen mit.

    Nur dank der Verbesserungen aus dem ersten Quartal stieg der operative Gewinn in der ersten Jahreshälfte um 56 Prozent auf 114 Millionen Euro. Der Nettoverlust verringerte sich im ersten Halbjahr um 61 Prozent auf 79 Millionen Euro.

    «Das zweite Quartal war überhaupt nicht zufriedenstellend», sagte Finanzchefin Simone Menne. Die Lufthansa müsse in der wichtigen Sommersaison einiges aufholen.

    «Neue Billigairline»

    Im Passagier- und im Frachtgeschäft hätten Überkapazitäten, insbesondere auf Amerika-, Europa- und zuletzt auch auf Asien-Pazifik-Strecken, zu Preisrückgängen geführt. Zudem haben Wertberichtigungen auf ausstehende Geldforderungen in Venezuela sowie der Streik der Piloten im April das Ergebnis mit jeweils 60 Millionen Euro belastet.

    Aufholen will die Fluggesellschaft mit neuen Billigablegern unter der Marke «Wings» im Kurz- und Langstreckenverkehr. Mit der Strategie will der neue Lufthansa-Chef Carsten Spohr schnell wachsenden Rivalen wie Easyjet oder Ryanair in Europa Paroli bieten. Erster Standort der neuen «Eurowings» wird bekanntlich Basel.

    Auch auf der Langstrecke plant die Lufthansa eine neue Günstig-Airline - nach derzeitigem Stand mit einem Turkish Airlines Partner. Der deutsche Konzern mit 117'000 Mitarbeitern hält an den Geschäftserwartungen fest: Dieses Jahr wird ein Betriebsergebnis von einer Milliarde Euro erwartet, für 2015 werden zwei Milliarden Euro angepeilt. (wid/sda)



    Flughafen Zürich

    Swiss-Jet muss wegen TCS-Helikopter durchstarten

    http://www.nzz.ch/newsticker/swiss-jet-muss-wegen-tcs-helikopter-durchstarten-1.18354532

    (sda) Weil sich ein Ambulanz-Helikopter des TCS am Dienstagvormittag unerlaubterweise im Luftraum des Flughafens Zürich befand, hat ein Swiss-Jumbolino durchstarten müssen. Die Flugsicherung Skyguide bestätigte am Donnerstag eine entsprechende Meldung des «Tages-Anzeigers».

    Es habe sich nicht um einen gefährlichen Zwischenfall gehandelt, sagte Skyguide-Sprecher Vladi Barrosa auf Anfrage. Als die Flugsicherung bemerkt hatte, dass sich der TCS-Heli in einem für ihn nicht freigegebenen Luftraum in Pistennähe befand, gab sie um 11 Uhr 46 dem Piloten des im Landeanflug befindlichen Swiss-Passagierflugzeugs den Befehl zum Durchstarten.

    Ob die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (SUST) denn Fall genauer unter die Lupe nimmt, ist noch nicht klar. Man sei informiert worden und kläre nun ab, ob eine formelle Untersuchung eingeleitet werde, sagte ein SUST-Sprecher auf Anfrage.



    http://harald-ebner.de/userspace/BV/harald_ebner/Dokumente/Antw_KA_Flughafen_Zuerich_07_2014.pdf

    immer dasselbe Gestürm von unseren "befreundeten" Nachbarn.



    Russland erwägt Einschnitte für Lufthansa und Co.

    http://www.handelszeitung.ch/politik/russland-erwaegt-einschnitte-fuer-lufthansa-und-co-649239

    Massnahme Als Reaktion auf die EU-Sanktionen prüft Russland laut einem Medienbericht, die Überflugrechte europäischer Fluglinien zu beschneiden. Für Lufthansa, British Airways und Air France würde das teuer.

    Russland erwägt als Reaktion auf die Sanktionen der EU einem Zeitungsbericht zufolge, die Überflugsrechte für europäische Fluggesellschaften zu beschneiden. Im Verkehrs- und im Aussenministerium werde geprüft, ob Flüge über russischem Gebiet eingeschränkt oder gar verboten würden, berichtete die Wirtschaftszeitung «Wedomosti» am Dienstag unter Berufung auf eine nicht näher bezeichnete Person. Beschränkungen bei der Nutzung der Transsibirien-Route würden die Flugzeit nach Asien erhöhen und damit die Treibstoffkosten in die Höhe treiben.

    Für Lufthansa, British Airways und Air France könnten sich die Einbussen dem Bericht zufolge bei einem drei Monate währenden Verbot auf rund eine Milliarde Euro summieren. Europäische Airlines gerieten damit im Wettbewerb mit asiatischen Fluglinien und den Golf-Airlines auf den lukrativen Routen nach Fernost ins Hintertreffen.

    Allein 180 Flüge pro Woche über Sibirien

    Das russische Verkehrsministerium wie auch die Zivilluftfahrtbehörde wollten sich zu dem Zeitungsbericht nicht äussern. Auch die Lufthansa, die allein für 180 Flüge pro Woche den sibirischen Luftraum nutzt, wie auch das Bundesverkehrsministerium und British Airways lehnten eine Stellungnahme ab.

    Beschränkungen der Überflugsrechte würden dem Zeitungsbericht zufolge allerdings nicht nur europäische Gesellschaften treffen. Auch die heimische Fluggesellschaft Aeoroflot müsse dann mit Einbussen rechnen, weil sie von den europäischen Airlines Gebühren von rund 300 Millionen Dollar pro Jahr für den Überflug erhalte.

    (reuters/me/ama)

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