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Thema: Medienberichte Jan-Jun 2015


Hier die Beiträge.



Flughafen Zürich

Flugverkehrsleiter unterschätzt Helikopter

http://www.nzz.ch/zuerich/region/flugverkehrsleiter-unterschaetzt-helikopter-1.18453007

31.12.2014, 05:30 Uhr

Im Mai 2012 wären nach Starts in Zürich beinahe ein Airbus der British Airways und ein Helikopter kollidiert. Wie knapp es war, zeigt ein neuer Bericht.

asü. Am Flughafen Zürich wird es wegen der Vielzahl an Flugverfahren, Verkehrsarten und Auflagen rasch gefährlich, wenn Fehler gemacht werden. Ein Schlaglicht darauf wirft ein schwerer Vorfall vom 29. Mai 2012, zu dem die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (Sust) am Dienstag einen Bericht veröffentlicht hat.

Die Verantwortung für das Entstehen der gefährlichen Situation weist die Sust dem Verkehrsleiter der Flugsicherung Skyguide zu. Er liess kurz nach einem Helikopter der Swiss Jet AG auch einen Airbus A320 der British Airways starten. Weil er die Geschwindigkeit und das Steigvermögen des Helikopters unterschätzt habe, sei es zu einer gefährlichen Annäherung gekommen, schreibt die Sust – das Kollisionsrisiko sei hoch gewesen. Glücklich ausgegangen sei der Vorfall, weil die Besatzung des Airbus einen automatischen Ausweichbefehl erhalten und diesen korrekt befolgt habe. Auch die Besatzung des Helikopters sei von ihrem System gewarnt worden und habe gut reagiert.

Der Flugverkehrsleiter liess den Helikopter kurz vor Mittag vom Heliport West starten. Zwei Minuten später wartete vor der Piste 28 auch der Airbus der British Airways auf die Startfreigabe. Dessen Route sollte zunächst parallel zu jener des Helikopters Richtung Westen verlaufen, diese aber nach einer Linkskurve dann kreuzen. Laut dem Sust-Bericht beobachtete der Flugverkehrsleiter den Flugverlauf des Helikopters und stellte fest, dass dieser immer noch der Pistenachse 16 folgte. Darauf entschied er, auch den Airbus A320 starten zu lassen – in der Annahme, dass dieser den Helikopter nach kurzer Zeit überhöht haben würde und das Kreuzen unproblematisch sei. Doch dies stellte sich als Irrtum heraus. Weil der Flugverkehrsleiter laut Sust darauf verzichtet habe, das Radar-Display zu konsultieren, sei er einer optischen Täuschung unterlegen: Er habe den relativ grossen Helikopter näher am Flughafen und tiefer gewähnt, als dieser tatsächlich gewesen sei. Die Sust schreibt: «Die offenbar bei Skyguide weitverbreitete Haltung, das Radarsystem in Platzverkehrsleitstellen bei Sichtbedingungen als Hilfsmittel nicht zu benutzen, muss kritisch hinterfragt werden.»

Problematisch war laut der Sust auch, dass der Helikopter nicht wie bei Instrumentenflügen üblich ab der Piste 28 startete. Dies hätte eine zeitliche Staffelung erlaubt, weil die gleiche Piste benützt worden wäre wie vom übrigen Abflugverkehr. Im vorliegenden Fall sei aber versucht worden, Verzögerungen zu vermeiden. Dies zeuge zwar von einer hohen Dienstleistungsbereitschaft von Skyguide, schreibt die Sust. In diesem Fall sei sie aber im Bestreben nach Effizienz zu weit gegangen, «indem sie selber eine Ausgangslage schuf, die sie nicht mehr beherrschen konnte».

Tadellos funktioniert haben dagegen die Warnsysteme. Jenes des Airbus gab den konkreten Befehl zum Aufsteigen aus, jenes des Helikopters warnte bloss vor einer Kollision. Weil die Besatzungen richtig reagierten, kreuzten sich die beiden Maschinen schliesslich in einer Distanz von horizontal 0,24 nautischen Meilen und vertikal 750 Fuss – und konnten ihre Destinationen London Heathrow beziehungsweise Les Eplatures ungehindert anfliegen.

Skyguide-Sprecher Roger Gaberell verweist darauf, dass eine Konstellation wie an jenem Mittag im Mai sehr selten sei und der Flugverkehrsleiter über keine Routine mit dem Verfahren verfügt habe. Die Situation mit dem Start des Helikopters ab dem Heliport West sei intern intensiv ausgewertet worden. Eine überstürzte Anpassung der Nutzung des Radars dränge sich aber nicht auf. Bei Sichtbedingungen sei es durchaus sinnvoll, mit Blick auf die Flugzeuge zu operieren. Eine gleichzeitige Fokussierung auf den Radar könne möglicherweise sogar von wesentlichen Beobachtungen ablenken und kontraproduktiv sein. Skyguide werde das Thema für Schulung und Weiterentwicklung aber vertieft analysieren.

Konsequenzen hat der betroffene Mitarbeiter keine zu gewärtigen. Er habe nach bestem Wissen und Gewissen gearbeitet, sagt Skyguide-Sprecher Gaberell. Für eine gute Fehlerkultur sei es wichtig, dass dies nicht geahndet, sondern für den internen Erfahrungsaustausch genutzt werde.

Kommentar
Kapazität vor "Safety First", auch wenn es darum geht, neue Flugrouten über den dicht besiedelten Süden zu öffnen!



Blick - Erst am Gate und dann im Flieger Swiss lässt Passagiere sieben Stunden warten

Schon beim Check-In gestern in Zürich ist klar: Pünktlich geht die Swiss-Maschine in Richtung Los Angeles nicht in die Luft. Statt wie geplant um 13.10 Uhr ist der Abflug erst auf 17.30 Uhr vorgesehen. «Grund dafür war ein technischer Defekt. Die ursprünglich für den Flug vorgesehene Maschine konnte nicht eingesetzt werden und musste ausgetauscht werden», sagt Swiss-Sprecherin Karin Müller.

Doch dies ist erst der Anfang einer nervenaufreibenden Odyssee für die Passagiere von Flug LX40. Als sie nach knapp viereinhalb Stunden Wartezeit endlich im Flieger sitzen, folgt der nächste Dämpfer für die 209 Fluggäste, darunter auch Blick.ch-Redaktorin Lea Hartmann, die geschäftlich nach L.A. reist.

«Ein Crew-Mitglied sei krank geworden und müsse ersetzt werden, sagte man uns», so Hartmann. Tatsächlich fällt der Maitre de Cabine aus und muss kurzfristig ausgewechselt werden. Also nochmals eine Stunde warten – in der Kabine. Für die Passagiere gibts Salzstängeli und Wasser.

«Da wussten wir, dass das nichts mehr wird»

Dann scheint die Reise endlich loszugehen – der A340-300 rollt aufs Flugfeld. «Doch dann fuhr die Maschine wieder zurück», sagt Hartmann. Durch die Fenster sehen die Passagiere, wie ihr Gepäck wieder ausgeladen wird. «Da wussten wir, dass das nichts mehr wird.»

Nach rund zwei Stunden im Flieger und sieben Stunden nach geplantem Start kommt schliesslich die Nachricht: Flug annulliert.

Grund: «Wegen eines technischen Defekts ist das In-Flight-Entertainment-System ausgefallen», sagt Swiss-Sprecherin Müller. «Weil gleichzeitig auch die Leselampen nicht funktionierten, haben wir aus Gründen des Passagier-Komforts entschieden, den Atlantikflug nicht durchzuführen.»

Verärgerte Fluggäste

Ist die Stimmung unter den Passagieren anfangs noch entspannt, wächst mit der Zeit der Ärger. «Besonders bei Paaren mit Kindern oder Leuten, die ihre Anschlussflüge oder Meetings verpassten», sagt Hartmann. «Ich bin so wütend», schnaubt eine junge Französin. Sie ist Lehrerin und hätte diese Woche in Los Angeles an einer Sprachschule zu unterrichten beginnen sollen.

Auch eine Schweizer Seniorin macht ihrem Ärger Luft: «Ich bin schon viel geflogen, aber das ist mir noch nie passiert. Das war mein letztes Mal, nach diesem Debakel fliege ich nicht mehr.»

Entschädigungen werden «individuell geprüft»

Der Airline ist der Vorfall unangenehm. «Es war eine Verkettung unglücklicher Umstände», sagt die Swiss-Sprecherin. «Das ist sehr unangenehm für die Passagiere, das ist uns klar.»

Die meisten Fluggäste konnten heute Mittag weiterreisen. Allfällige Entschädigungsansprüche würden «individuell überprüft», heisst es bei Swiss. (mad/eg)



Auf den Sommer hin könnten Baugesuche für «Büli Ost» eingehen

http://www.zuonline.ch/artikel_289337.html

Bülach: Mit dem Bundesratsentscheid von Ende November kann das rund 8000 Quadratmeter grosse Areal Mettmenriet in Bülach überbaut werden. Jetzt bemüht sich der Stadtrat um Abklärungen, was städtebaulich sinnvoll wäre. Die alten Planungen gehen von einem Stadtteil mit 78 Wohngebäuden aus. Mit der revidierten Lärmschutzverordnung dürfen Flughafengemeinden ihr Siedlungsgebiet auch dort entwickeln, wo es zwischen 0 und 6 Uhr Fluglärm gibt.

Mehr als sieben Jahre ist es her, als die Oskar Meier AG ihre geplanten Gebäude am grossen Hang zwischen der Kantonsschule und der Sekundarschule Mettmenriet ausgesteckt hatte. Zwei Baugesuche waren es, die 2007 für das bereits 1996 eingezonte Wohngebiet eingingen: Insgesamt 37 Mehrfamilienhäuser mit zusammen 225 Wohnungen, dazu 12 Reiheneinfamilienhäuser, 18 Doppeleinfamilienhäuser und 11 Einfamilienhäuser. Der unbescheidene Name «Büli Ost» rückte das Vorhaben schon damals in die Nähe der Planungen im Gebiet Bülach Nord.

Als Baubeginn im Mettmenriet wurde der Sommer 2008 genannt es kam anders. Die damalige Lärmschutzverordnung schrieb vor: Noch nicht erschlossene Bauzonen für Gebäude mit lärmempfindlichen Räumen (also beispielsweise fürs Wohnen) dürfen nur so weit erschlossen werden, als die Lärm-Planungswerte eingehalten sind. Diese Bedingung hat das Gebiet Mettmenriet, obschon ausserhalb der SIL-Abgrenzungslinie liegend, nicht erfüllt. Und damit war das Bauvorhaben «Büli Ost» blockiert (siehe Kasten).

Doch mit der Revision der Lärmschutzverordnung durch den Bundesrat ist die Bebauung der Fläche jetzt wieder möglich. Die Gemeinden innerhalb der Fluglärm-Abgrenzungslinie («AGL-Gemeinden») hatten erfolgreich eine Lockerung des entsprechenden Fluglärmschutzes verlangt. Ende November hat der Bundesrat diesem Ansinnen stattgegeben; die revidierte Lärmverordnung tritt am 1. Februar in Kraft. Aus Sicht des Stadtrats sind damit die Bremsen gelöst. «Jetzt kann ein rechtmässig als Wohnzone eingezontes Baugebiet so entwickelt werden, wie es die Bauund Zonenordnung der Stadt vorsieht», fasst Bülachs Bauvorsteher Hanspeter Lienhart zusammen. Theoretisch können bereits auf den Sommer hin Baugesuche bei der Stadt eingehen, die, sofern die Planungswerte eingehalten werden, auch bewilligt würden. Die betroffenen Grundstücke gehören sieben verschiedenen Eigentümerschaften. Sie hatten sich für den Anlauf von 2007 in einer Vereinigung zusammengefunden, um einen privaten Erschliessungsplan und das Bauprojekt von Oskar Meier erst zu ermöglichen. Die Arbeiten beginnen nun freilich von vorn.

Städtische Proaktivität

Die Stadt Bülach besitzt zwar, abgesehen von den Flurwegen, kein eigenes Land. Doch was auf den 8000 Quadratmetern geschieht, ist für die Stadtentwicklung bedeutend. So hat auch Stadtpräsident Mark Eberli das Gebiet zum Auftakt der Legislatur 2014-2018 zu den wichtigsten Elementen der Stadtentwicklung gezählt und vermerkte dazu: «Das Wohngebiet umfasst eine ähnlich grosse Siedlungsfläche wie Bülach Nord.»

Es erstaunt daher nicht weiter, wenn Hanspeter Lienhart anmerkt, dass sich der Stadtrat von Anfang an proaktiv in die Planung von «Büli Ost» einbringen wolle. «Man wird nicht nur das, was vorgesehen ist, hinsichtlich der Bauund Zonenordnung (BZO) prüfen, sondern auch schauen, was städtebaulich die sinnvollste Lösung ist.» Ein für die Stadtentwicklung so bedeutendes Gebiet bedürfe «sorgfältiger Abklärungen». Zu diesen Abklärungen gehörten einerseits Fragen des Verkehrs und der Erschliessung sowie der Art des Bauens. Andererseits wäre auch die derzeitige Einzonung als reines Wohngebiet gegebenenfalls zu hinterfragen, meint Lienhart, zum Beispiel dann, wenn es um zusätzlichen Schulraum gehen würde.

«Selbstverständlich haben die Grundeigentümer das Recht, alles zu realisieren, was heute BZO-konform ist», hält der Hochbauvorsteher fest. Er sei indessen überzeugt, dass es den Eigentümern und der Stadt gemeinsam gelingen werde, ein sinnvolles Wohnbauprojekt auf die Beine zu stellen. Ob man am Ende der Planungsarbeiten wiederum auf 78 Gebäudeeinheiten kommt und wie viele Wohnungen es tatsächlich werden, ist derzeit offen. Unbestritten ist aber, dass das Vorhaben «Büli Ost» ein für Unterländer Verhältnisse grosses Projekt werden wird mit dem geplanten Stadtteil «Bülach Nord» durchaus vergleichbar. Florian Schaer

Lärmschutz im Gesetz

Das hat der Bundesrat gesagt

Die bisherig gültige Lärmschutzverordnung des Bundes beschreibt in Artikel 31, dass Baubewilligungen in lärmbelasteten Gebieten nur erteilt werden dürfen, wenn Lärmimmissionsgrenzwerte eingehalten werden. Im Unterland heisst das, in Verbindung mit dem Sachplan Infrastruktur Luftfahrt, dass weite Gebiete um den Flughafen aufgrund von Flugbewegungen in der Nacht weder neu eingezont noch erschlossen werden dürfen.

Weil das Areal Mettmenriet zum Zeitpunkt der Umsetzung dieser Bestimmungen nicht feinerschlossen war (keine Baureife) und der Lärmplanungswert überschritten wird, blieb das Bauvorhaben «Büli Ost» bis auf weiteres blockiert.

Mit der Revision der Lärmverordnung durch den Bundesrat besteht ab 1. Februar wieder die Möglichkeit, in Gebieten Gebäude zu errichten, wo zwar am Tag die Grenzwerte eingehalten werden, die jedoch von Nachtfluglärm betroffen sind. Allerdings müssen Bedingungen erfüllt sein: So müssen etwa Wohnoder Schlafzimmer gegen Aussenund Innenlärm geschützt sein, und die Fenster müssen sich in den Zeiten mit Flugverkehr automatisch schliessen und in den flugfreien Zeiten automatisch öffnen lassen. Dann, so sagt das Gesetz, gelten die Planungswerte neu ebenfalls als erfüllt. red



20 Minuten -WEF-Besucher landen auf Flugplatz Dübendorf

Nicht den Flughafen Zürich, sondern Dübendorf werden die Privatjets der WEF-Gäste anfliegen. Dafür muss der Flugplatz erstmals Personenkontrollen durchführen.

Teilnehmer des World Economic Forums (WEF) in Davos werden dieses Jahr erstmals mit ihren Privatjets in Dübendorf ZH landen und von dort per Helikopter nach Davos geflogen. Das teilte das Verteidigungsdepartement (VBS) am Donnerstag mit.

In den vergangenen Jahren hatte das WEF dem Flughafen Zürich jeweils rund 1000 zusätzliche Starts und Landungen beschert. Dass die WEF-Besucher dieses Jahr in Dübendorf landen, bedeutet auch, dass erstmals auf dem Militärflugplatz Dübendorf Personenkontrollen nach Schengen-Vorgaben und Zollabfertigungen durchgeführt werden, wie das VBS schreibt.

Startschuss für Armee

Der Einsatz der Armee für das WEF hat bereits begonnen. Im Auftrag der zivilen Behörden arbeiten derzeit rund 400 Armeeangehörige am Aufbau des Sicherheitsdispositives. Insgesamt werden laut VBS voraussichtlich rund 3000 Armeeangehörige einen subsidiären Sicherungseinsatz leisten. Zwei Drittel davon unterstützen den Flugbetrieb der Luftwaffe.

Das Parlament hat für den Einsatz der Armee im Assistenzdienst vom 12. bis zum 26. Januar eine Obergrenze von 5000 Armeeangehörigen festgelegt. In Davos selbst gelangen während des WEF nur Berufssoldaten der Militärpolizei für Personenschutz und Zutrittskontrollen sowie Angehörige der Armee zur Erfüllung von Querschnittsaufgaben zum Einsatz.

Ausserhalb von Davos schützt die Armee Infrastruktureinrichtungen und erbringt Leistungen in der Logistik und der Führungsunterstützung. Die Truppe verfügt während des Assistenzdienst-Einsatzes über Polizeibefugnisse. Die Einsatzverantwortung liegt bei den zivilen Behörden, Gesamteinsatzleiter ist der Kommandant der Kantonspolizei Graubünden.



NZZ - Wächter über die Fliegerei muss Kompass neu ausrichten

Die Swiss-Luftfahrtstiftung ist ein diskretes Gremium. Vor zehn Jahren vom Bundesrat ins Leben gerufen und von der Fluggesellschaft Swiss finanziert, begleitet sie die Integration der Swissair-Nachfolgerin in den deutschen Lufthansa-Konzern unter spezifischer Berücksichtigung schweizerischer Interessen. Zudem beobachtet sie die Entwicklung des Luftverkehrs in der Schweiz. Geschaffen wurde sie, um Schweizer Sorgen über einen Bedeutungsverlust der Landesflughäfen im Zuge des Verkaufs der hiesigen Fluggesellschaft nach Deutschland zu begegnen.

Auch andere Plattformen

Anfang Oktober läuft das auf 10 Jahre befristete Mandat der 2005 etablierten Stiftung aus, deren Geschicke von sechs Personen geführt werden. An der Spitze des Stiftungsrats steht alt Bundesrat Moritz Leuenberger. Wie es dannzumal weitergeht, ist offen. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) hält fest, es sei noch kein Entscheid gefallen. Entscheide man sich aber dafür, weiterhin ein solches Organ zu unterhalten, müsste dessen Blickwinkel über jenen der bestehenden Stiftung hinausgehen.

Nachgedacht wird laut Bazl über ein Gremium, in dem sich mit der Aviatik befassende Vertreter der Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung vereint würden, um die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Luftfahrt kritisch zu beobachten. Für den Fall, dass man zu einer solchen Lösung fände, könnte sich die Swiss vorstellen, dabei wieder mitzutun, wie sie auf Anfrage festhält.

Allerdings, so das Bazl weiter, existieren bereits zwei weitere Plattformen. Einerseits das Swiss-Aviation-Leadership-Team, das unter Leitung des Bundesamtes dreimal jährlich tagt, und die Plattform Luftfahrt Schweiz unter Leitung des Infrastrukturdepartements Uvek. Auf dieser sind neben Vertretern der aviatischen Wirtschaft auch Politiker der Flughafenkantone Zürich, Basel-Stadt und Genf präsent.

Hintergrund der angestrebten breiteren Optik sind die Veränderungen im schweizerischen Luftverkehrsmarkt in den vergangenen zehn Jahren. Ging es 2005 vor allem darum, eine Schwelle gegen Verlagerungen von direkten Interkontinentalflügen nach Deutschland zu errichten, bilden heute die mit einer offensiven Preispolitik auftretenden Fluggesellschaften aus dem Nahen Osten eine Herausforderung für den Hub Zürich. Als problematisch an der neuen Konkurrenz erachtet die hiesige Aviatik-Branche Wettbewerbsverzerrungen, die von der Steuerfreiheit dieser Gesellschaften bis zur Möglichkeit reicht, ihre Heimatflughäfen rund um die Uhr anzufliegen.

Die Carriers vom Arabischen Golf bedrohen mittelfristig europäische Gesellschaften wie die Swiss in ihrer Existenz, wodurch der Weiterbestand eines interkontinentalen Hubs in der Schweiz erneut infrage gestellt würde. Die Existenz einer hier domizilierten interkontinental tätigen Fluggesellschaft gilt als Voraussetzung dafür, dass die Schweiz eine Luftverkehrsdrehscheibe bleibt. Dies, weil der Verkehr über Europa hinaus auf bilateralen Abkommen mit den Zielländern basiert.

Sowohl der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse als auch der Branchenverband Aerosuisse zielen deshalb in dieselbe Richtung wie das Bazl. Die Swiss-Luftfahrtstiftung habe ihre ursprüngliche Mission erfüllt, stellen sie fest. Die Erschliessungsqualität der Schweiz habe nicht gelitten. Dennoch erachten sie den Fortbestand einer Organisation, die sich als Wächter schweizerischer Interessen im Luftverkehr versteht, grundsätzlich als sinnvoll. Nur, so Aerosuisse-Präsident Paul Kurrus, wäre deren Kompass neu auszurichten. Denkbar wären für die Aviatik-Lobby eine Erweiterung des Stiftungszwecks oder die Schaffung einer neuen Organisation. Kurrus hofft, dass bis im Herbst darüber wie auch über ein künftiges Finanzierungsmodell Klarheit herrscht.

Antworten des Bundesrats

Vonseiten der Gewerkschaften will man per Interpellation von SP-Nationalrat Philipp Hadorn vom Bundesrat wissen, wie er die Performance der Swiss-Luftfahrtstiftung einschätzt. Man möchte vor allem Aufschluss darüber, wie sehr die Stiftung schweizerische Interessen artikuliert und durchgesetzt hat, die nicht mit jenen der Lufthansa identisch sind. Als Beispiel dafür nennt Hadorn, der die Gewerkschaft Gata des Bodenpersonals präsidiert, Restrukturierungen der Swiss, bei denen hier Arbeitsplätze verloren gingen.

Auch er tendiert zur Option, die spezifische Vertretung schweizerischer Interessen nicht länger auf den Lufthansa-Konzern zu fokussieren, sondern auf die gesamte internationale Luftfahrtbranche auszuweiten. Wesentlich für Hadorn ist, dass ein solches Gremium explizit als von Swiss und Lufthansa unabhängig deklariert wird.

Bis im Herbst muss die Landesregierung zudem den luftfahrtpolitischen Bericht von 2004 überarbeiten. Es ist davon auszugehen, dass sie sich dort auch zur Frage äussern wird, mit welchen Mitteln die Schweizer Luftfahrt künftig begleitet und gefördert werden soll.



20Min -Der Flughafen Zürich verzeichnet für das Jahr 2014 einen neuen Rekord.

Erstmals sind über 25 Millionen Fluggäste in Zürich ein-, aus- oder umgestiegen.

Im Jahr 2014 nutzten 25'477'622 Passagiere den Flughafen Zürich. Dabei nahm der Anteil Lokalpassagiere im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu (plus 6,4 Prozent). Etwas weniger häufig wurde der Zürcher Flughafen hingegen zum Umsteigen genutzt (minus 5,5 Prozent).

Obwohl die Zahl der Passagiere um 2,5 Prozent stieg, gab es nur 1 Prozent mehr Flugbewegungen, weil die Maschinen im Durchschnitt grösser und besser ausgelastet waren. Insgesamt verzeichnete der Flughafen 264'970 Starts und Landungen.

Anteil der Swiss-Flüge leicht zurückgegangen

Die mit Abstand meisten Flüge waren von der Swiss (55,4 Prozent), wobei dieser Anteil im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückging (2013: 56,8 Prozent). Hinter der Swiss folgten Air Berlin (5,6 Prozent), Edelweiss Air (4 Prozent), Lufthansa (2,8 Prozent) und British Airways mit 2,2 Prozent.

Die durchschnittliche Auslastung der Maschinen erhöhte sich von 109 auf 110 Passagiere. Die Flüge waren im Schnitt zu 75,9 Prozent ausgelastet. Das ist etwas mehr als im Jahr 2013, als die Maschinen erst zu 74,8 Prozent besetzt waren.

Auch die Zahlen aus dem Fracht-Bereich zeigen nach oben: Das Frachtvolumen stieg im Jahr 2014 um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt wurden 429'830 Tonnen Fracht transportiert.

Aus Flughafen-Sicht positiv waren auch die Zahlen des Monats Dezember, die gleichzeitig mit den Jahreszahlen veröffentlicht wurden. Im letzten Monat des Jahres 2014 nutzten 1,875 Millionen Passagiere den Zürcher Flughafen. Im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht dies einem Wachstum von 4,5 Prozent.

Mehr Passagiere auch in Genf und Basel

Auch an den Flughäfen von Genf und Basel gab es im vergangenen Jahr mehr Reisende. In Genf wurden 15 Millionen Passagiere verzeichnet, was einem Wachstum von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Der Flughafen Basel-Mülhausen verzeichnete gar den vierten Passagierrekord in Folge. 6,52 Millionen Passagiere nutzten den EuroAirport. Das ist ein Plus von 11 Prozent gegenüber 2013.

(cho/sda)



Schwarzwald-Baar-Kreis Landräte protestieren gegen Fluglärm

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.schwarzwald-baar-kreis-landraete-protestieren-gegen-fluglaerm.f41cf621-ddc7-4e87-9c8a-080c966ccac0.html

(fsk), 15.01.2015 10:17 Uhr

Schwarzwald-Baar-Kreis - Abermals haben die Landräte Südbadens den Plänen des Flughafens Zürich, das Betriebsreglement zu ändern, eine klare Absage erteilt. Sie appellieren an Minister Alexander Dobrindt dringend, eine weitere Anpassung der 22. Durchführungsverordnung zur Regelung der An- und Abflüge auf den Flughafen Zürich nicht zuzulassen.

In einer gemeinsamen Stellungnahme vom 12. Januar bekräftigten sie gegenüber dem Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt, dass sie keine weitere Verfestigung der Nordausrichtung des Flughafens zu Lasten Südbadens wollen. "Der Taktik der Schweiz, ihre Ziele Schritt für Schritt quasi scheibchenweise durchzusetzen, sollte die Bundesregierung jetzt mit Entschlossenheit entgegentreten", so die Landräte.

Das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt hatte auf deutscher Seite neben dem Land Baden-Württemberg die Landkreise Lörrach, Waldshut, Konstanz und Schwarzwald-Baar-Kreis beteiligt. Der Antrag auf Änderung des Betriebsreglements beinhalte im Wesentlichen die Entflechtung des Ostkonzeptes und des Südkonzeptes. "Hierzu sollen aus dem Osten und Süden kommende Flugzeuge zunächst über den Landkreis Konstanz entlang der Staatsgrenze nach Norden an den Anflugpunkt über den Schwarzwald-Baar-Kreis geführt werden. Aus Westen kommende Fahrzeuge sollen über das Rheintal unter anderem über Hohentengen und das Wutachtal zum selben Anflugpunkt über dem Schwarzwald-Baar-Kreis geleitet werden. Bei dem beantragten Ostkonzept, das während der abendlichen Sperrzeiten und tagsüber bei Westwindlagen praktiziert werden soll, erfolgt der Endanflug zwar wie bisher auch von Osten über die Piste 28. Die ›Reihung‹ der Flugzeuge erfolgt aber über Südbaden an der Landesgrenze Deutschland/Schweiz, bevor sie über den Kanton Schaffhausen hinweg in den Endanflug geführt werden."

Nach Auffassung der Landräte handele es sich somit nicht um ein Ostkonzept, sondern um ein "verkapptes Nordanflugkonzept". Damit würde die Nordausrichtung des Flughafens dauerhaft zu Lasten Deutschlands zementiert, befürchten sie. Zusätzlich zu dem tagsüber praktizierten Nordkonzept würde der Flughafen Zürich das südbadische Gebiet künftig auch durch das Ostanflugkonzept umfassend in Anspruch nehmen, so formulieren die Landräte. "Das heißt, der Flughafen könnte während der gesamten Betriebszeit von Norden angeflogen werden. "Diese Planungen führen zwangsläufig zu Mehrbelastungen in den südbadischen Landkreisen Waldshut, Konstanz und Schwarzwald-Baar. Das können wir nicht akzeptieren", so die Landräte. Vielmehr müsse die Stuttgarter Erklärung, die eine weitere Reduzierung der vom Fluglärm betroffenen badischen Regionen beinhaltet, konsequent umgesetzt werden, fordern sie. Die baden-württembergische Landesregierung in Stuttgart stehe hinter den Forderungen der Landkreise, sagte die Staatssekretärin im Verkehrsministerium in Stuttgart, Gisela Splett (Grüne).

Das für die Änderung zuständige deutsche Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung befinde sich noch im Abwägungsprozess, erklärte dessen Sprecherin Kerstin Weber. Noch liege kein Verordnungsentwurf vor und wenn dieser vorliege, müsse er erst vom Bundesjustizministerium genehmigt werden. Eine Öffentlichkeitsbeteiligung gebe es auf deutscher Seite nicht. " Aber jeder kann ein Schreiben an uns schicken und das passiert auch."



Schaffhausen will weniger Fluglärm in der Nacht

http://www.toponline.ch/schaffhausen/detail/art/schaffhausen-will-weniger-fluglaerm-in-der-nacht-001679309/

13.01.2015 16:03 - von: rof/sda

Der Schaffhauser Regierungsrat verlangt eine «umfassende Überarbeitung» des Betriebsreglementes für den Flughafen Zürich. Es sei nicht fair, wenn die Region Schaffhausen immer stärker die Last des Fluglärms zu tragen habe.



Der Flughafen Zürich begründe die Änderung des Betriebsreglementes mit sicherheitstechnischen Überlegungen. Tatsächlich werde jedoch eine Kapazitätssteigerung in den empfindlichen Nachtstunden vorgenommen, heisst es in einer Mitteilung des Regierungsrates vom Dienstag.

Der Kanton Schaffhausen sei sich der volkswirtschaftlichen Bedeutung des Flughafens Zürich als wichtigem Wirtschaftsmotor bewusst. Er wehre sich jedoch gegen die anhaltende Intensivierung der Belastung im Norden.

Vom Flughafen Zürich profitierten grundsätzlich alle Regionen. Das bedeute aber auch, dass alle einen Anteil der Belastungen durch den Fluglärm zu tragen hätten. Es könne nicht angehen, dass gewisse Regionen, insbesondere jene im Süden des Flughafens, ihren Teil auf andere übertragen.

Die Schaffhauser Regierung verlangt deshalb in ihrer Stellungnahme an das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl), dass in den Nachtstunden die Anzahl der Starts über den Gemeinden Buchberg und Rüdlingen nicht erhöht wird. Zudem wehrt sie sich gegen vermehrte Überflüge von Flugzeugen, die nach 22 Uhr auf der Piste 28 landen.

Nichts einzuwenden hat der Regierungsrat gegen die Erstellung von so genannten Schnellabrollwegen, wenn diese dafür genutzt werden, Verspätungen zu reduzieren. Schnellabrollwege dürften jedoch nicht für die Erhöhung der Anzahl Bewegungen in den Tagesrand- und Nachtstunden genutzt werden.



Unterschriften für Pistenvorlage zusammen:

https://www.facebook.com/ProFlughafen


Zuletzt bearbeitet: 17.01.15 19:29 von Thomas


Zürich

19. Januar 2015 11:01

BDP-Nationalrat Lothar Ziörjen tritt zurück

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/BDP-Nationalrat-Lothar-Zioerjen-tritt-zurueck-18001651

Weil er sich auf das Dübendorfer Stadtpräsidium konzentrieren will, verabschiedet sich Ziörjen aus der nationalen Politik. Nachfolger wird Rudolf Winkler.

Der Zürcher BDP-Nationalrat Lothar Ziörjen tritt per sofort zurück. Dies teilte seine Partei am Montag mit. Ziörjen wolle sich auf das Stadtpräsidium von Dübendorf konzentrieren und ziehe sich deshalb aus der nationalen Politik zurück, schreibt die BDP.

Als Nachfolger von Ziörjen wird in der kommenden Frühjahrssession Rudolf Winkler als Nationalrat vereidigt werden. Winkler ist diplomierter Landwirt. Als langjähriger Gemeindepräsident in Ellikon a. d. Thur verfüge er über eine reichhaltige Politerfahrung, heisst es in der Mitteilung.

Ziörjen gehörte zu den BDP-Mitgliedern der ersten Stunde und präsidierte während fünf Jahren die 2009 gegründete Kantonalpartei. 2011 wurde er erst in den Kantonsrat und wenig später in den Nationalrat gewählt. Er gehörte der Geschäftsprüfungskommission und der Sicherheitspolitischen Kommission an. Die BDP hält fest, sie bedauere den Rücktrittsentscheid, verstehe und respektiere diesen aber.

(sda)



Weltwirtschaftsforum 2015

Flughafen Zürich erwartet über 1100 Flugbewegungen

http://www.nzz.ch/wirtschaft/flughafen-zuerich-erwartet-ueber-1100-zusaetzliche-starts-und-landungen-1.18463673

18.1.2015, 14:56 Uhr

Zürich (sda) Während des Weltwirtschaftsforums (WEF) vom 21. bis 24. Januar in Davos rechnet der Flughafen Zürich mit über 1100 zusätzlichen Flugbewegungen. Dazu gehören auch zahlreiche Helikopterflüge, mit denen die Exponenten aus Politik und Wirtschaft nach Davos gelangen.

Wie der Flughafen am Mittwoch mitteilte, reisen viele der Gäste mit Privatflugzeugen an. Für diese stehen in Kloten etwa 60 Standplätze zur Verfügung. Diese seien jedoch bereits für angemeldete Delegationen reserviert. Als Ausweichvariante zum Parkieren von Flugzeugen stehe unter anderem der Flugplatz Dübendorf bereit.

Im vergangenen Jahr lag die Zahl der zusätzlichen Starts und Landungen während des WEF bei täglich 754. Während des WEF 2015 seien Spitzenwerte von rund 800 Flugbewegungen möglich, heisst es in der Mitteilung.



SRF - Viel Stress, viel Druck und trotzdem ein Traumberuf

Viel Stress, viel Druck und trotzdem ein Traumberuf

Am Mittwoch beginnt in Davos das Weltwirtschaftsforum. Für die Fluglotsen von Skyguide in Zürich heisst dies: Zweihundert Flugbewegungen mehr pro Tag. Eine anspruchsvolle, aber auch spannende Zeit. So, wie der Beruf des Fluglotsen allgemein. Die Reportage aus Kloten.

Reportage aus dem Skyguide-Tower in Kloten (20.1.2015)

5:47 min

Draussen ist es noch tiefe Nacht, doch drinnen, in der «Kanzel», wie die Fluglotsen ihren Arbeitsplatz nennen, leuchtet ein Lichtermehr. Blaue, grüne, rote, weisse, gelbe Lämpchen blinken auf den Bildschirmen und Apparaten.

Zwei Männer und eine Frau sitzen im Kontrollraum der Skyguide am Flughafen Zürich. Vor sich drei Bildschirme mit Radar, Flunummern und dem virtuellen Pistennetz von Kloten. Noch viel wichtiger ist jedoch der Blick nach draussen, auf die Pisten, wo sich neben den Flugzeugen auch Gepäckwagen, Busse mit Passagieren oder Handwerker tummeln.

Ein stressiger Job, bei dem der kleinste Fehler grosse Auswirkungen haben kann. Und trotzdem ein Traumberuf, sagt Joe Betscha, seit 15 Jahren Fluglotse. «Du hast grosse Verantwortung, viel Abwechslung - wegen des Wetters und der Piloten aus verschiedensten Ländern und Kulturen. Trotzdem muss das Endresultat immer dasselbe sein. Es ist anspruchsvoll und gleichzeitig spannend und abwechslungsreich.»

(fren; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 12:03 Uhr)





NZZ - Etihad Regional baut vier Strecken ab

yeh. Die Fluggesellschaft Darwin Airline, die im Markt unter dem Namen Etihad Regional agiert, hat am Dienstagabend eine umfassende Restrukturierung angekündigt. Sie will sich von vier defizitären Strecken trennen. Die Routen Lugano–Zürich, Zürich–Linz, Genf–Toulouse sowie Genf–Nizza sind künftig nicht mehr Teil des Angebots. An der Tessiner Firma, ein früherer Partner der Swiss, beabsichtigt Etihad Airways einen Anteil von 33,3% zu halten – die Genehmigung der Behörden steht noch aus. Darwin Airline wurde in Etihad Regional umgetauft.

Als Grund für die Kursänderung – erst im vergangenen Jahr kündigte die Airline etwa an, die Strecke Lugano–Zürich ab November zweimal täglich bedienen zu wollen – gab die Gesellschaft «das aggressive Verhalten» des Konkurrenten Swiss an. Sie wirft der Lufthansa-Tochter eine ganze Reihe von Massnahmen vor, die aus ihrer Sicht zu unlauterem Wettbewerb führen, etwa, Dumping-Preise auf Flugrouten der Darwin Airline zu offerieren.

Zudem wirkt sich laut Firmenangaben das schwierige wirtschaftliche Umfeld in Europa negativ auf die Geschäfte aus. Ferner weist die Etihad Regional darauf hin, dass sie auf die Erlaubnis für die Zulassung von einigen Codeshare-Flügen wartet; das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) stellt diese aus.

Der Kampf um den Schweizer Markt tobt schon lange. Im Dezember 2014 hat Etihad Regional eine Beschwerde gegen die Swiss bei der Wettbewerbsbehörde (Weko) eingereicht. Nun gibt Konzernchef Maurizio Merlo aber offenbar auf. Er sagte, er wolle keinen aussichtslosen Kampf führen.

Frage: Handelt es sich hier etwa um Schweizer Protektionismus für eine Deutsche Airline?



NZZ - Immer ausgeprägtere Sommerspitze

(sda) Das Flugsicherungsunternehmen Skyguide hat im vergangenen Jahr 96,7 Prozent des Flugverkehrs über der Schweiz und angrenzenden Gebieten pünktlich abgewickelt. Das ist eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozent. Der Verkehr nahm um 1,3 Prozent zu. 2014 war geprägt durch wenig Verkehr am Anfang und Ende des Jahres sowie eine starke Zunahme im Sommer, wie Skyguide am Montag mitteilte. Am Flughafen Zürich nahm der Verkehr um 0,8 Prozent zu, am Flughafen Genf um 1,9 Prozent.

Den Motor der Verkehrsentwicklung bildeten mit einem Zuwachs von 5,8 Prozent erneut die Billigfluggesellschaften. Die Charter-Flüge nahmen um 0,9 Prozent zu. Die traditionellen Linien verzeichneten dagegen einen Verkehrsrückgang von 0,7 Prozent. Am Flughafen Genf nahmen die Verspätungen um 24,2 Prozent ab. Grund für die deutliche Verbesserung waren vor allem günstigere Wetterbedingungen und eine weniger angespannte Personalsituation, wie es in der Mitteilung heisst.

Demgegenüber nahmen am Flughafen Zürich die Verspätungen um 5,7 Prozent zu. Verursacht wurden sie vor allem durch schlechtes Wetter und die Pistenkapazitäten. Alles in allem war die Pünktlichkeit mit einem Anteil von 96,7 Prozent verzögerungsfreien Flügen schweizweit jedoch sehr hoch. Daraus resultierte eine durchschnittliche Verspätung pro Linienflug von lediglich 0,09 Minuten. Insgesamt kontrollierte Skyguide 2014 rund 1,16 Millionen Flüge, 684 372 davon waren Überflüge. Im Schnitt wurden täglich 3149 Flüge überwacht. Spitzentag war der 27. Juni mit 4026 Flügen. Die bisherige absolute Höchstmarke war am 27. Juni 2008 mit 4153 Flügen erreicht worden.

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