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Thema: Kommentare zu Medienberichten Jul-Dez 2015


Hier die Beiträge.



Verkappte "Konsenslösung"

In Wahrheit, Kampfansage an den Süden.

Das Positionspapier, das die 137 Gemeinden aus den Kantonen Zürich, Thurgau, St. Gallen, Aargau und Schaffhausen aufstellten, enthält drei Kernforderungen.

http://www.nzz.ch/zuerich/gemeinde-allianz-kaempft-fuer-den-suedstart-1.18576201

- Erstens seien Südstarts geradeaus von 10 bis 14 Uhr einzuführen.

- Zweitens solle davon abgesehen werden, gekröpfte Anflugvarianten zur Entlastung des Südens von den morgendlichen Anflügen zu entwickeln.

- Drittens sei auf Pistenausbauten und damit auf eine Stärkung des Ostkonzepts mit Landungen aus Osten und Starts nach Norden zu verzichten.


Alle drei Kernforderungen richten sich einseitig gegen den Süden. Die meisten der 137 Gemeinden sind überhaupt nicht von Fluglärm betroffen. Bei vielen anderen liegen die Lärmwerte weit unter den vorgeschriebenen Grenzwerten der Lärmschutzverordnung. Unter diesen Umständen noch von "Konsenslösung zu sprechen, ist wahrlich ein Hohn!



Er werde sich gegen diese «überdurchschnittliche Lärmbelastung wehren», schreibt der Stadtrat, und sich unter anderem für eine Umsetzung des Staatsvertrags mit Deutschland betreffend der Flugbewegungen einsetzen.


Was denn jetzt? Ist man mit der IG West zusammen für den Status Quo bezüglich Deutschland oder für den Staatsvertrag?



Piste 28 verlängern

In ihrem Artikel vom 13.8.2015 verlangt die Journalistin Wertheimer eine Sicht auf die Sicherheit am Zürcher Flughafen -in fetten Lettern- "ohne Tabus."Warum wird dabei die Möglichkeit einer Pistenverlängerung total ausgeblendet? Eine seltsame Art von tabuloser Berichterstatung.

Seit Jahren verlangt der Flughafen aus Gründen der Sicherheit eine Verlängerung der kurzen Piste 28. Blockiert wird dieses Vorhaben von Fluglärmgegnern aus dem Norden und Osten des Flughafens. Warum wird dieser Umstand nicht erwähnt ? Könnte es sein, dass Frau Wertheimer aus Niederglatt eine sehr einseitige Sicht der Flughafenproblematik hat, weil just in ihrer Wohngegend der Widerstand gegen eine Ertüchtigung der zu kurzen Piste 28 besonders laut ist?

Mit einem Ausbau besagter Piste 28 kann die Sicherheit nicht nur massiv verbessert werden, es weden gleichzeitig deutlich weniger Menschen belärmt als mit ein Einführung von Starts geradeaus.

Eine Darstellung dieser Sicht der Dinge wäre im Tages-Anzeiger längst fällig.

Yvonne Wewerka, Pfaffhausen



Sehr geehrte Frau Bundesrätin

Im Artikel „Neuer Chef im Luftfahrtamt“ der NZZ vom 20. August 2015 werden sie u.a. wörtlich zitiert mit der Behauptung, die Sicherheitsmargen am Flughafen würden immer kleiner.

Das leuchtet mir nicht ein. Seit dem Jahre 2000 nehmen die Flugbewegungszahlen am Flughafen kontinuierlich ab. Wenn im Jahre 2000 noch 291‘000 Bewegungen zu verzeichnen waren, so waren es deren im Jahre 2014 lediglich 265‘000. Das macht eine Differenz pro Tag von mehr als 70 Flügen.

Weshalb sollen die Sicherheitsmargen abnehmen, wenn weniger Flugbewegungen stattfinden(bei steigendem Passagieraufkommen)? Das leuchtet mir nicht ein und um eine nachvollziehbare Erklärung wäre ich Ihnen sehr dankbar.





gusto:
Sehr geehrte Frau Bundesrätin

Im Artikel „Neuer Chef im Luftfahrtamt“ der NZZ vom 20. August 2015 werden sie u.a. wörtlich zitiert mit der Behauptung, die Sicherheitsmargen am Flughafen würden immer kleiner.

Das leuchtet mir nicht ein. Seit dem Jahre 2000 nehmen die Flugbewegungszahlen am Flughafen kontinuierlich ab. Wenn im Jahre 2000 noch 291‘000 Bewegungen zu verzeichnen waren, so waren es deren im Jahre 2014 lediglich 265‘000. Das macht eine Differenz pro Tag von mehr als 70 Flügen.

Weshalb sollen die Sicherheitsmargen abnehmen, wenn weniger Flugbewegungen stattfinden(bei steigendem Passagieraufkommen)? Das leuchtet mir nicht ein und um eine nachvollziehbare Erklärung wäre ich Ihnen sehr dankbar.


Sie denkt immer noch über Lastwagenvignetten nach.



gusto:
Sehr geehrte Frau Bundesrätin

Im Artikel „Neuer Chef im Luftfahrtamt“ der NZZ vom 20. August 2015 werden sie u.a. wörtlich zitiert mit der Behauptung, die Sicherheitsmargen am Flughafen würden immer kleiner.

Das leuchtet mir nicht ein. Seit dem Jahre 2000 nehmen die Flugbewegungszahlen am Flughafen kontinuierlich ab. Wenn im Jahre 2000 noch 291‘000 Bewegungen zu verzeichnen waren, so waren es deren im Jahre 2014 lediglich 265‘000. Das macht eine Differenz pro Tag von mehr als 70 Flügen.

Weshalb sollen die Sicherheitsmargen abnehmen, wenn weniger Flugbewegungen stattfinden(bei steigendem Passagieraufkommen)? Das leuchtet mir nicht ein und um eine nachvollziehbare Erklärung wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Hab doch etwas Verständnis mit der überbeschäftigten Bundesrätin. Als Dank für die DVO muss sie schliesslich jetzt für EU-Lastwagen und deutschen Touristen die zweite Gotthardröhre planen. Das gibt viel zu tun! Da hat man keine Zeit mehr fürs Flughafendossier!



Innovationspark oder Innovationsbank?

Medienmitteilung zur Beschwerde gegen den Innovationsbank (VFSN)

http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=3184&Itemid=1

Mit dem Argument: "Dem Flugplatz drohe mit dem Innovationspark eine grossflächige Zubetonierung mit erheblichen Auswirkungen auf das tierische und pflanzliche Leben. Ausserdem sei mit erheblich mehr Verkehr und Lärm zu rechnen.“ versucht das Forum Flughafen Dübendorf den Innovationspark zu verhindern.

Dass es ausschliesslich darum geht, einen möglichst grossen zivilen Flugplatz Dübendorf zu ermöglichen, wird bewusst verschwiegen! Die Folgen: Mehr Flugverkehr, mehr Zubringerverkehr, mehr Lärm, und damit mehr Umweltverschmutzung. Wir sind sicher, das das Volk bei einer allfälligen Abstimmung diese Heuchelei durchschauen wird.

Medienmitteilung VFSN, 28.08.2015


Für mich gehört Doris Leuthardt ganz klar auf die Innovationsbank, wie im Titel ungewollt, aber richtigerweise geschrieben. Der BAZL-Filz bremst und verhindert den Schutz der Bevölkerung mit System, anstatt für Lösungen offen und innovativ zu sein. Dies gilt nicht nur für den Flugplatz Dübendorf, sondern auch für den Betrieb des Flughafen Zürich.



Geheimhaltung nervt Fluglärm-Gegner

Das Gutachten, das drei Landkreise mit finanzieller Unterstützung des Landes im Vorjahr in Auftrag gegeben hatten, befindet sich nach Informationen des Schwarzwälder Boten in der "finalen Phase". Ein Zwischenbericht soll den Landratämtern in Villingen-Schwenningen, Waldshut und Konstanz sowie dem Land bereits vorliegen.


Wahrscheinlich passen die Resultate nicht zu den politischen Vorstellungen - genau wie bei der binationalen Lärmanalyse - darum muss man nun wohl die ganze Sache nachjustieren.



TA Kommentar

Eiskalt abserviert

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/eiskalt-abserviert/story/23477963

Carmen Walker Späh legt beim Umgang mit der Fluglärm-Problematik einen eklatanten Mangel an Sensibilität an den Tag.


Die Verfasserin des obigen Artikel sugeriert, der Kanton Zürich wisse ja gar nicht, was er bezüglich des Flughafens genau wolle. Das ist falsch. Die oberste politische Behörde des Kantons - das Stimmvolk - hat sich zu diversen Fragen schon klar geäussert. Es ist gegen einen strikten Abbau beim Flugverkehr (Nein zur Plafonierungsinitiative) und auch nicht für massloses Wachstum, sondern für moderates Wachstum (Ja zum ZFI). Es ist klar gegen eine Verlärmung des ganzen Kantons mittels sog. "gerechter" Lärmverteilung (mehr als 75% Nein zur Verteilungsinitiative) und Pistenverlängerungen sind eine mögliche Option (59% Nein zum Pistenmoratorium) - zu dieser Frage können wir ja bald nochmals an die Urne. Also, das sind doch schon klare Vorgaben von höchster kantonaler Stelle.

Thomas Stäubli



Bantli:
TA Kommentar

Eiskalt abserviert

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/eiskalt-abserviert/story/23477963

Carmen Walker Späh legt beim Umgang mit der Fluglärm-Problematik einen eklatanten Mangel an Sensibilität an den Tag.


Die Verfasserin des obigen Artikel sugeriert, der Kanton Zürich wisse ja gar nicht, was er bezüglich des Flughafens genau wolle. Das ist falsch. Die oberste politische Behörde des Kantons - das Stimmvolk - hat sich zu diversen Fragen schon klar geäussert. Es ist gegen einen strikten Abbau beim Flugverkehr (Nein zur Plafonierungsinitiative) und auch nicht für massloses Wachstum, sondern für moderates Wachstum (Ja zum ZFI). Es ist klar gegen eine Verlärmung des ganzen Kantons mittels sog. "gerechter" Lärmverteilung (mehr als 75% Nein zur Verteilungsinitiative) und Pistenverlängerungen sind eine mögliche Option (59% Nein zum Pistenmoratorium) - zu dieser Frage können wir ja bald nochmals an die Urne. Also, das sind doch schon klare Vorgaben von höchster kantonaler Stelle.

Thomas Stäubli


Guter Kommentar, gell

Der Tagi meint wohl, er sei an dem Thema besonders nahe dran, weil er v.a. 2 Redaktorinnen dazu schreiben lässt, die nah am Flughafen wohnen. Dadurch bekommt die Berichterstattung allerdings einen klare Fairteiler-Schlagseite.



Ohne wenn und aber, Du bringst es auf den Punkt!!



Erhöhung der Sicherheit ohne Hundertausende von Neubelärmten

Eine Erhöhung der Sicherheit lässt sich ohne Hundertausende von Neubelärmten mit den vorgeschlagenen Pistenverlängerungen erreichen, weil der Bremsweg länger wird und sich gleichzeitig die Staffelung (Abstand zwischen 2 landenden Flugzeugen) und damit auch die Kapazität, nicht wesentlich ändert.





Falsches Spiel der Kritiker von Carmen Walker Späh.

Walker Späh erzürnt Fluglärm-Kritiker

http://www.20min.ch/schweiz/zuerich/story/Walker-Spaeh-erzuernt-Fluglaerm-Kritiker-22134151

[...]

Priska Seiler, SP-Kantonsrätin und Präsidentin des Dachverbands Fluglärmschutz, sagte zum «Tages-Anzeiger», sie sei erschüttert: «Offensichtlich hat Carmen Walker Späh den Sprung von der Stadtzürcher Kantonsrätin zur Regierungsrätin, die alle Regionen vertreten sollte, noch nicht geschafft.»


Der "Dachverband Fluglärmschutz" ist ein reiner Interessenverband des Nordens, Ostens und Westens und hat nichts mit den eigentlichen Fluglärmkritikern zu tun. Es geht ihm einzig und alleine darum, möglichst viel Fluglärm in den dicht besiedelten Süden abzuschieben. Der Fluglärm ist dabei zweitrangig. Wie ernst man das Wort "erschüttert" der Präsidentin des Verbands der Fluglärmverteiler, Priska Seiler wirklich nehmen will, sei jedem einzelnen Leser überlassen. Eines soll aber klargestellt werden: Es handelt sich bei diesen sogenannt "betroffenen" und "erschütterten" Kreisen nicht etwa um Fluglärmkritiker, wie der TA in seinem Titel fälschlicherweise suggerierte, sondern ausnahmslos um Fluglärmabschieber in den Süden.

Wer mit gezinkten Karten spielt, verliert an der Urne! Das zeigen die vergangenen Abstimmungen.



Diskussion um Zürcher Richtplan

Der Bundesrat hält an der Option Pistenverlängerungen fest

http://www.nzz.ch/zuerich/aktuell/der-bundesrat-haelt-an-der-option-pistenverlaengerungen-fest-ld.2030

[...]

Bern überstimmt Zürich

Allerdings muss der Bundesrat den Richtplan jeweils genehmigen. Das hat er am Freitag auch getan, aber die Raumsicherung für die Pistenverlängerungen wieder eingetragen, und sich damit über den Kanton Zürich hinweggesetzt. Damit hat er eine Differenz zum Sachplan Infrastruktur Luftfahrt des Bundes beseitigt. Dort sind diese Anpassungen am Pistensystem enthalten.


Alle Tricks der Fluglärmverteiler, auch jene über den Kantonsrat, liefen bisher ins Leere. Die nächste Niederlage (5.!!) bei der Abstimmung über Pistenverlängerungen ist schon vorprogrammiert.

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Lärm-Beschwerden: laerm@zurich-airport.com Tel 043 816 21 31  

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