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Thema: Südanflug Jul-Dez 2015


Hier die Beiträge.



Gemeinde-Allianz kämpft für den Südstart

In einer, für die Schweiz doch aussergewöhnlichen Neid-Kampagne, fordert die vereinte Front von Ost West und Norden die Einführung des Straight 16. Hinter den wohlklingenden Namen "Lastenausgleich für alle" und " Konsens", verstecken sich pure Eigeninteressen. Sie entlarvt sich gleich selbst. Mit dem Verbot des GNA (zur Entlastung des Südens) und der Verlängerung der Piste 28. Wie Herr Schürer richtig erwähnt: "Konsens unter Gleichgesinnten". Die zögerliche und lavierende Flughafenpolitik zu Bern hat dies ermöglicht.

Populismus benebelt bekanntlich Sicht und Verstand, anders ist dieses Positionspapier nicht zu verstehen. In diversen Abstimmungen hat sich das Zürcher Stimmvolk klar gegen eine Verteilung des Fluglärms ausgesprochen. Dies mit guten Grund, denn dieser "Lastenausglich für alle" ist gesetzeswidrig, zumindest unzulässig, wie das Bundes Gericht am 22. Dezember 2010 entschieden hat. Das am dichtesten besiedelte Gebiet der Schweiz, nämlich der Süden des Flughafens trägt heute schon einen grossen Teil der Lärm- und Umweltimmissionen. Dies in den sensiblen Morgen- und immer häufiger auch Nachtstunden. Die Schallschutzmassnahmen hat die betroffene Bevölkerung selbst zu bezahlen, trotz der Auflage im oben erwähnten Bundesgerichtentscheides. Bei der Einführung des Südstarts straight wird sich die Flughafen Zürich AG wohl kaum mehr aus der Kostenfalle retten können. Der "Lastenausgleich für alle" wird sich auch in den Budgets der Lärmverteiler-Gemeinden niederschlagen, denn die reichen Steuerzahler im Süden des Flughafens werden das kontaminierte Gebiet schleunigst verlassen.

In lange vergangenen Zeiten hielt die Schweizer Bevölkerung solidarisch zusammen, jetzt bekämpft man sich und schliesst sogar Bündnisse mit dem ausländischen "Feind" (Süddeutschland) zwecks Erfüllung eigener Wünsche.

Es ist zu hoffen, dass jetzt die Verantwortlichen im BAZL endlich klarsichtig ihre Verantwortung wahrnehmen und die Einhaltung geltender Gesetze vorantreiben. Zürichs mutige Stadtpräsidentin, Frau Mauch, zeigt wie's geht.

Ursula Hofstetter
8127 Forch



"Einsatz für die Umwelt und den Klimaschutz"

Gemäss BZ-Langenthaler-Tagblatt wird Angela Merkel übermorgen in Bern von 4 Bundesräten empfangen und an der Universität den Ehrendoktortitel für ihren "Einsatz für die Umwelt und den Klimaschutz" entgegen nehmen, sowie für ihre "Politik des Dialogs" gelobt werden.

Diese Meldung strotzt von unerträglichem Zynismus, da ausgerechnet Angela Merkel und ihr einflussreicher "grüner" Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, vollverantwortlich sind für die umwelt- und klimazerstörenden Auswirkungen der dem Flughafen Zürich auferzwungenen Anflugsbedingungen mit u.a. 70 km Umweg über dichtest-bevölkertes Gebiet - und dies mit mehrheitlich deutschen Flugzeugen. Bezüglich dem 12-jährigen Fluglärm-Terror kann jedenfalls nicht im geringsten von einer Politik des Dialogs gesprochen werden. Ich schäme mich ab der Blindheit der Universität Bern.

Adrian Schoop



Pistenverlängerungen

http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=3195&Itemid=1

Leider sträuben sich immer noch viele Kandidaten aus „Umweltgründen" gegen eine Pistenverlängerung, weil sie befürchten, dass dadurch die Kapazität erhöht würde (was erwiesenermassen nicht der Fall ist). Fällt diese Option weg, „zwingt" man den Flughafen zur Alternative Südstarts geradeaus. Diese haben eine deutliche Kapazitätserhöhung zur Folge! Spätestens nach dem „Konsens-Papier" der anderen Himmelsrichtungen müsste es doch klar sein, was gespielt wird: Die anderen Himmelsrichtungen verlangen Südstarts geradeaus, weil sie eine höhere Kapazität wollen, lehnen aber Pistenverlängerungen mit dem Argument „wir wollen keinen Flughafenausbau" ab, obwohl eine Pistenverlängerung keine Kapazitätserhöhung zur Folge hat (dafür deutlich bevölkerungsschonender wäre). Dieser Widerspruch müsste eigentlich allen auffallen! Es wäre an der Zeit wenn diverse Parteien und Kandidaten ihr Haltung in dieser Frage überdenken würden.

Vorstand VFSN, 01.10.2015



UVEK - Bundesrätin Leuthard leitet FABEC-Ministertreffen in Luxemburg

Bern, 06.10.2015 - Bundesrätin Doris Leuthard reist am 8. Oktober 2015 für ein FABEC-Treffen nach Luxemburg. Es dient dazu, sich über die bisherigen Anstrengungen zur Schaffung eines gemeinsamen Luftraums in Zentraleuropa auszutauschen und sich auf die nächsten Schritte zu verständigen. Das Treffen steht unter der Leitung von Bundesrätin Leuthard.

Um die Flugsicherung in Europa effizienter auszugestalten, hat die EU-Kommission das Projekt für einen einheitlichen europäischen Luftraum (Single European Sky, SES) gestartet. Dazu gehört die Bildung von so genannten Funktionalen Luftraumblöcken. Die Schweiz ist zusammen mit Frankreich, Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg Teil des Funktionalen Luftraumblocks Europe Central (FABEC). Der entsprechende Vertrag, der am 1. Juni 2013 in Kraft getreten ist, setzt den Rahmen, um die Flugsicherung effizienter, sicherer und umweltschonender zu gestalten. Das Treffen in Luxemburg dient dem Austausch über die dazu erarbeiteten Massnahmen. Zudem sollen die nächsten Schritte beschlossen werden. Das Treffen steht unter der Leitung von Bundesrätin Leuthard, da die Schweiz in diesem Jahr die FABEC-Präsidentschaft innehat.

Auf dem Programm steht ausserdem ein Treffen mit der luxemburgischen Umweltministerin Carole Dieschbourg. Bundesrätin Leuthard wird zudem an einem Arbeitsessen teilnehmen, das anlässlich eines Treffens der europäischen Verkehrsminister organisiert wird.



Bund will dem Kanton Zürich, gegen dessen Willen, Südstarts geradeaus aufzwingen!

Flughafen Zürich

Bern bangt um den Zürcher Hub

http://www.nzz.ch/zuerich/bern-bangt-um-den-zuercher-hub-1.18626143

Der Befund des Bundes zum Flughafen Zürich fällt unerfreulich aus: Engpässe häufen sich, und die Swiss muss um die Rentabilität bangen. Dass Bern mehr Einfluss will, kommt unterschiedlich gut an.

[...]

Ein Satz, der zu reden geben dürfte, lautet: «Im Rahmen seiner Möglichkeiten wird der Bund auf den Ausbau von Pisten und Rollwegen sowie die Optimierung oder Verlängerung der Betriebszeiten und die Optimierung von Flugverfahren hinwirken.» An anderer Stelle heisst es mit Bezug auf den Zürcher Flughafen: «Auf längere Sicht sind die Kapazitäten auch mit baulichen Massnahmen zu steigern.» Alles in allem kann dies ausgedeutscht nur heissen, dass Verlängerungen der Pisten 28 und 32 sowie der Südstart über Mittag im bald erwarteten Sachplan enthalten sein werden.

[...]

«Deshalb treibt der Bund die Umwandlung des Militärflugplatzes Dübendorf in einen zivilen Flugplatz namentlich für die Business-Aviation mit Nachdruck voran», heisst es im Entwurf – um eine kleine Provokation folgen zu lassen: «Mit Blick auf die Engpässe bei den Landesflughäfen stellen die Militärflugplätze eine wichtige Reserve für die Zivilluftfahrt da, vor allem für die Business-Aviation und unter Umständen auch für den Linienverkehr.»


Wie im Sachplan Infrastruktur und Luftfahrt (SIL) gegenwärtig vorgesehen, kann sich der Flughafen der Südstarts geradeaus zu jeder Tages- und Nachtzeit während 16 Stunden und nicht nur wie oben geschrieben, über Mittag bedienen. Prekäre Wetterverhältnisse wie Bise und Nebel sind keine notwendigen Bedingungen für Südstarts geradeaus mehr, sondern es reicht bereits, wenn der Flughafen diese aus Gründen von mehr Kapazität anfordert!



Der Süden lehnt Südstarts geradeaus zur Kapazitätssteigerung ab (VFSN)

http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=3204&Itemid=1

In einer orchestrierten Medienkampagne lassen sich in den letzten Wochen und Tagen Exponenten des Flughafens und des BAZL in den Medien an prominenter Stelle vernehmen. Ganz offensichtlich soll der SIL-Prozess auf diese Weise beeinflusst werden. Südstarts geradeaus sollen erzwungen werden, Pistenverlängerungen werden dagegen totgeschwiegen. Das ist ganz im Sinn der vielen kleinen Gemeinden im Norden, Westen und Osten des Flughafens, die ohne jegliche Legitimation sogenannte Konsenspapiere verfassen, um ihre eigenen Interessen zu propagieren.

Der Süden lehnt Südstarts geradeaus zur Kapazitätssteigerung ab. Eine, laut Flughafen geringe Kapazitätssteigerung würde erkauft mit einer massiven Zunahme der stark belärmten Personen. Eine Verbesserung der Sicherheit und der Stabilität des Flughafenbetriebes mit einer Pistenverlängerung muss genau so intensiv thematisiert und diskutiert werden. Andernfalls kann kein seriöser Dialog erfolgen.

Die Variante mit einer Pistenverlängerung würde zwar eine geringfügig tiefere Spitzen-Kapazität bedeuten, hätte aber sonst nur Vorteile: Es würden deutlich weniger Menschen mit Lärm belastet, die Variante wäre sicherer, unter dem Strich gemäss SIL deutlich kostengünstiger, würde keine Gesetze und Bundesgerichtsurteile verletzen und entspräche diversen Volksabstimmungen.

Matthias Dutli, Präsident VFSN

Medienmitteilung VFSN, 09.10.2015
zu folgenden NZZ-Artikeln:
7.10.15 Skyguide-Chef fordert Südstarts in Kloten
8.10.15 Bund will Flughäfen stärker führen
8.10.15 Föderalismus mit Fallschirm
8.10.15 Bern bangt um den Zürcher Hub















Betreff: Lärmklage
Datum: 11. Oktober 2015 22:18:22 MESZ
An: Lärm <laerm@zurich-airport.com>
Kopie: Doris Leuthard <doris.leuthard@gs-uvek.admin.ch>, peter Müller <peter.mueller.dir@bazl.admin.ch>, Stephan Widrig <stephan.widrig@zurich-airport.com>, Carmen Walker-Späh <carmen.walker-spaeh@vd.zh.ch>

Sehr geehrte Damen und Herren

Während des ganzen Wochenendes hat die Bevölkerung im am dichtesten besiedelten Gebiet der Schweiz sowohl in den sensiblen Morgen- als auch Nachtstunden den unzulässigen Lärm der Südanflüge ertragen müssen. Während anderswo am Wochenende länger geschlafen wird, wird die Bevölkerung im Süden pünktlich um 6.00h aus dem Schlaf gerissen und dieses Wochenende auch in den Nachtstunden ihres wohlverdienten Schlafes beraubt. Ein toller Start in die neue Woche.

Zur Illustration hier noch ein kleiner Zahlenvergleich: Wenn im Norden EINE Person überflogen wird, sind es im Westen deren DREI, im Osten ACHT und im Süden ACHTZEHN.

Frau Bundesrätin Leuthard, sind Sie sich dessen überhaupt bewusst?

Mit freundlichen Grüssen

Ursula Hofstetter
Alte Forchstrasse 24 B
8127 Forch



Südstarts geradeaus









Regierungsrätin Carmen Walker Späh im Interview

Initiative «Pistenausbauten vors Volk»

http://www.nzz.ch/zuerich/kein-anlass-fuer-ein-misstrauensvotum-1.18640710

Positiv steht der Regierungsrat der Initiative «Pistenausbauten vors Volk» gegenüber. Neu sollen auch ablehnende Entscheide des Kantonsrats zu Pistenverlängerungen referendumsfähig sein. Referenden sind doch aber auf zustimmende Beschlüsse beschränkt.

Antwort von Regierungsrätin Carmen Walker Späh

Zum Flughafen haben wir bereits heute eine Spezialgesetzgebung, das Flughafengesetz. In diesem ist die demokratische Mitwirkung der Bevölkerung heute nicht ausgewogen geregelt. Bei Ausbauten hat das Volk das letzte Wort, beim Verzicht auf ein solches Vorhaben liegt der Schlussentscheid beim Kantonsrat. Das ist eine demokratische Lücke, da beide Fragen gleich wichtig sind.



Südstarts geradeaus gefährden neu Menschen am Boden durch Erhöhung des Pfannenstiels.

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Gelbes-Plakat-sorgt-fuer-rote-Koepfe/story/25956159

Tobias Mattle, Sprecher des Pilotenverbandes Aeropers und Firstofficer im A340-Cockpit der Swiss, kennt wie alle seine Kollegen die Verfahren bei einem Notfall nach dem Start ab Piste 16 auswendig und weiss: Die Piloten der Swiss fliegen im Notfall rund vier Kilometer geradeaus, um dann leicht nach links abzudrehen und übers Zürcher Oberland zum Flughafen zurückzukehren. «Erhöhungen wie der Pfannenstiel sind bei Take-off-Problemen ein Risiko, vor allen Dingen bei schlechter Sicht.»


Südstarts geradeaus schaffen im Notfall ein neues Risiko und dies ausgerechnet im dichtest besiedelten Süden!

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Lärm-Beschwerden: laerm@zurich-airport.com Tel 043 816 21 31  

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