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Thema: Südanflug Jan-Jun 2016


Hier die Beiträge.



STIFTUNG GEGEN FLUGLÄRM – GOCKHAUSEN / ZH

Präsident: Adolf Spörri Pressesprecher: Klaus J. Stöhlker

Kloten unter Fremdkontrolle – Zürcher Volk entmündigt

Was am Zürcher Flughafen Kloten geschieht und geplant wird, unterliegt immer weniger der Kontrolle des Zürcher Volks, das „seinen“ Landesflughafen finanziert hat. Die Stiftung gegen Fluglärm protestiert gegen eine Entwicklung, die zur Entmündigung der Bürger in Sachen Flughafen führt und unterstützt die Zürcher Kantonsregierung mit Frau Regierungsrätin Carmen Walker-Späh darin, die Aufsicht über die Entwicklung des Flughafens vor Ort zu belassen.

Es sind zwei Entwicklungen, die wie eine Zangenbewegung die politische Handlungsfähigkeit der betroffenen Zürcher einschränken. Einmal hat die Deutsche Lufthansa, welche die Fluggesellschaft Swiss betreibt, seit dem 01. Januar 2016 das Hubmanagement, darunter auch jenes von Kloten, nach Frankfurt verlegt. Harry Hohmeister, der vormalige CEO der Swiss, hat den Auftrag, die Leistung des Hubs Kloten zu steigern. Die Planung des Streckennetzes der Swiss liegt jetzt in Frankfurt. Schweizer Interessen und solche der Flughafenanlieger spielen nur noch am Rande eine Rolle.

Gleichzeitig hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt, BAZL, seinen Anspruch angemeldet, die Flughafenentwicklung in Kloten künftig vermehrt von Bern aus zu steuern. Die Zürcher Kantonsregierung hat dagegen Protest eingelegt. Aus Sicht der Stiftung gegen Fluglärm würden die Anliegen der Fluglärmgegner geschwächt, wenn eine solche Verlagerung nach Bern stattfinden würde.

Der übertriebene Ausbau des Lufthansa-Hubs Kloten liegt nach Auffassung der Stiftung gegen Fluglärm nicht im Interesse der Zürcher Bevölkerung. Es sei vielmehr angebracht, dass die deutsche Bevölkerung im Norden der Schweizer Landesgrenze wieder vermehrt in den Flugverkehr nach und ab Kloten mit einbezogen werde. Die süddeutsche Wirtschaft, vor allem in Baden-Württemberg, profitiere überdurchschnittlich vom Flugbetrieb in Zürich, ohne anteilig daraus entstehende Belastungen zu übernehmen.

Weitere Auskünfte:
Stiftung gegen Fluglärm Stöhlker AG
Adolf Spörri
Präsident
spoerri@spoerrilaw.ch
Klaus J. Stöhlker
Pressesprecher
klaus.stoehlker@stoehlker.ch

Gockhausen, 21.01.2016



STIFTUNG GEGEN FLUGLÄRM – GOCKHAUSEN / ZH

Präsident: Adolf Spörri Pressesprecher: Klaus J. Stöhlker

Warum der Zürcher Landesflughafen eine bessere Überwachung braucht:

Kloten fliegt ausser Kontrolle


Weil Kloten mehr als ein Schweizer Flughafen ist, nämlich ein an Bedeutung laufend zunehmender Hub für die industriellen Zentren Süd-und Südwestdeutschlands, hat die Swiss eine Start-und Landepraxis entwickelt, die mit Schweizer Interessen nicht mehr kompatibel ist. Zu diesem Schluss kommt die Stiftung gegen Fluglärm, Gockhausen/ZH, welche die Flugpraxis in Kloten, vor allem in Randzeiten, untersucht hat.

Beispielhaft für diese Praxis ist die Swiss-Maschine LX 1179, die Stuttgart am frühen Morgen um 05.50 Uhr verlässt. Sie landet planmässig um 06.25 Uhr in Kloten, damit die deutschen Passagiere die Anschlüsse nach Frankfurt, Düsseldorf und Berlin pünktlich erreichen. Darunter sind meist auch jene baden-württembergischen Politiker, die in Stuttgart und Berlin eine Verkehrspolitik betreiben, die an deutschen, nicht aber an Schweizer Interessen ausgerichtet ist.

Damit die Schwaben und Badener am Abend wieder bei ihren Familien sind, verlässt LX 1178 um 22.40 Uhr Kloten, um 23.20 Uhr in Stuttgart zu landen. Bei Verspätungen, die in Kloten an der Regel sind, verschiebt sich die Lärmbelastung für die Schweizer Bevölkerung auf Mitternacht hin. Nicht genug damit, erfolgen die An-und Abflüge nach und von Kloten in grossen bis zu 70km langen Schleifen über die Schweiz, um die Lärmbelastung der Schwarzwaldbewohner tief zu halten. Auch die Flugzeit zwischen Zürich und Stuttgart erhöht sich so um ca. 15 Minuten. Vom dadurch bewirkten Mehrverbrauch an Kerosin und entsprechend höherem CO2-Ausstoss ist dann nicht mehr die Rede, weil die Stuttgarter Grünen die Nachtruhe ihrer an der Schweizer Grenze wohnhaften Landsleute mit allen Mitteln verteidigen. Die Stiftung gegen Fluglärm hat festgestellt, dass bei An-und Abflügen von und nach Berlin und Nürnberg am Schweizer Flughafen Kloten die gleiche Praxis herrscht.

Kloten fliegt für die Schweiz ausser Kontrolle. Die dafür verantwortliche Deutsche Lufthansa mit ihrer Schweizer Tochtergesellschaft Swiss, die ganz aus Frankfurt geführt wird, richtet sich mehr an ihren eigenen und deutschen Interessen aus als an denen der Schweizer Bevölkerung. Diese total 300‘000 Menschen rund um den Flughafen, die seit Jahren damit leben müssen, dass der im Flughafengesetz verankerte Fluglärmindex, ohne daraus Konsequenzen zu ziehen, überschritten wird, sind den deutschen Ansprüchen nahezu wehrlos ausgeliefert. Deutschland macht weiter keine Anstalten, die Einschränkungen der Anflüge von Norden aufzuheben, nicht einmal für deutsche Flugzeuge. Weil der Zürcher Kantonsrat und die kantonale Regierung mit der für Verkehrsfragen zuständigen Regierungsrätin Carmen Walker Späh diese Praxis nicht mehr hinnehmen will, hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL angekündigt, die politische und strategische Führung des Flughafens Kloten und Entscheide über dessen Ausbau müssten künftig in Bern wahrgenommen werden.

Berlin, Stuttgart und Bern, einschliesslich der Lufthansa-Zentrale in Frankfurt, würden dann, mehr noch als heute, darüber entscheiden, wie und wann in Kloten gebaut und geflogen wird. Die jetzt schon ausgehebelte Nachtruhe, wo Slots auch dann vergeben werden, wenn die Schlafstörung sicher ist, würde nochmals verschlechtert. Am Flughafen Frankfurt selber wurde dies aufgrund der Proteste der Bevölkerung unterbunden.

Dass die deutsche Lufthansa über ihre Tochter Swiss die Drehscheibe Kloten ohne Rücksicht auf Schweizer Interessen mit immer mehr Umsteigepassagieren ausbauen will, zeigen die Aussagen von Harry Hohmeister, Mitglied der Konzernleitung der Lufthansa. Dieser kommuniziert aus Frankfurt der Schweizer und Zürcher Politik, was sie zu tun haben. „Es wäre gut, wenn die Lufthansa sich endlich gegen die seit über 12 Jahren andauernden inakzeptablen deutschen Restriktionen stark machen würde, statt in der Schweiz den Zeigefinger zu erheben“, sagt Adolf Spörri, Präsident der Stiftung gegen Fluglärm.

Weitere Auskünfte:
Stiftung gegen Fluglärm Stöhlker AG
Adolf Spörri
Präsident
spoerri@spoerrilaw.ch
Klaus J. Stöhlker
Pressesprecher
klaus.stoehlker@stoehlker.ch

Gockhausen, 25.01.2016



Meinungs-Journalismus im Tages Anzeiger in Reinkultur

Die folgenden drei Leserbriefe zur unsäglich einseitigen wie unsachlichen "Berichterstattung" des Tages-Anzeigers zu den Südstarts geradeaus wurden selbstverständlich nicht veröffentlicht. Wir umgehen die Zensur und stellen sie hier in Netz.In einer völlig einseitige Weise und ohne jedes ausgewogene Wenn und Aber zieht Ihre Redaktorin Pia Wertheimer über die klare und nachvollziehbare Sachdarstellung von Regierungsrätin Frau Walker Späh als Repräsentantin unseres ganzen Kantons und dessen Gesamtinteresse her. Sie stellt die Vertretung unseres Kantons als entscheidungsunfähig dar. Sie verlangt vehement die Einführung der Südabflüge, somit ausgerechnet über den dichtes besiedelten Teil des Kantons Zürich, d.h. über das bereits lärmgeplagte Schwamendingen und Dübendorf sowie den ganzen angrenzenden Pfannenstiel. Sie legt sich mit dem abtretenden Chef der Swissair damit ins gleiche Bett, der zu seinem prominent aufgemachten Abschied mit dem Gespenst von Verspätungen für die Verdichtung des Flugplanes wirbt. Dabei werden doch immer weniger Flugbewegungen trotz steigenden Pasagierzahlen auch in Zukunft zu immer weniger Verspätungen führen. Der jährliche Rückgang von Starts und Landungen ist eindrücklich und lässt hoffen, dass eigentlich das Lärm-Problem Flughafen sich in seinen heutigen bestehenden Grenzen lösen sollte.

Der wahre Hintergrund der journalistisch fehlgeleiteten Meinungsmache ist rasch ersichtlich: sowohl die Redaktorin Wertheimer wie auch ihre stets ins gleiche Horn blasende Kollegin Liliane Minor haben sich im Norden des Flughafens häuslich niedergelassen, die erste wohnt in Niederglatt, die andere in Bachenbülach (siehe „local.ch“). Diese beiden Damen bestimmen also mit ihrer rein persönlichen Befindlichkeit die offizielle redaktionelle Meinung des Tages Anzeigers und es verwundert enorm, dass hier die Chefredaktion nicht für mehr Ausgewogenheit und Objektivität sorgt und diesen beiden Damen, die aus purem Eigeninteresse solche Forderungen in der grössten Tageszeitung verbreiten dürfen, nicht mehr auf die Finger schaut. Nicht nur aktuell, sondern schon in der längeren Vergangenheit ist diese Einseitigkeit festzustellen. Eine kritische Nachkontrolle würde auch zeigen, dass die so vermittelte Meinung des Tages Anzeiger je länger je mehr ist: ab mit dem Fluglärm über die Dächer der reichen Säcke im Süden, Verschonung der anderen Himmelsrichtungen und deshalb auch zum Teufel mit den Pistenverlängerungen. Letztere sollen die Kapazität nicht steigern dürfen, der Südablug dann aber schon. Für mich all dies Anlass, das Abonnement Ihrer Zeitung zu überdenken.

Thomas Brender, Ebmatingen

Berichte wie derjenige vom 25.1. " Weniger Lärm durch Südstarts" sind eine Zumutung für die Leserschaft.
Da wird doch suggeriert mit Südstarts geradeaus am Mittag werde der Fluglärm verringert und Starts in den später Abendstunden verhindert. Frau Wertheimer möge doch die Flugpläne studieren. Am Nachnittag herrscht dünner Flugbetrieb und damit genügend Zeit zum Abbau von allfälligen Verspätungen des Mittagsbetriebes. Die Verspätungen am Abend sind eine Folge der Flugpläne am Abend.

Harry Hohmeister wird zitiert, aber verschwiegen, dass er als erstes die untaugliche Infrastruktur des Flughafens kritisiert und damit Pistenausbauten favorisiert.
Aber das passt nicht ins Konzept der Journalistin P.W., die seit Monaten bei jeder Gelegenheit Südstarts geradeaus propagiert, und mit den Bürgerorganisationen im Osten des Flughafens enge Kontakte pflegt. Der längst fällige Ausbau des Pistensystemes wird von ihr total ausgeblendet.

Wiederholt wurden dem Sykguide-Chef ganzseitige Platformen im Tagi geboten. In seiner Wohngemeinde im Osten des Flughafen wird ein Pistenausbau vehement bekämpft, und auch Weder ist ein feuriger Verfechter der Südstarts geradeaus. Auf Pistenausbauten angesprochen meint er: diese würde er aus aviatischer Sicht befürworten, nicht aber aus politischer Sicht. Was nichts anderes heisst als dass der Chef der Flugsicherung politisch argumentiert. Das verursacht ein mulmiges Gefühl.

Angesprochen auf die Risiken der Südstarts über das am dichtesten besiedelte Gebiet der Schweiz sagt Weder, bei einem Absturz könne man nie genau sagen wie der Pilot reagiere, wo also der Crash erfolgen würde, aber das sei ohnehin sehr selten. Immerhin ist in Kloten noch gar nie eine Kollision zwischen zwei Maschinen wegen sich kreuzender Flugwege erfolgt, aber wiederholt Abstürze bei Landeanflug und Start.

Von einer unabhängigen Tageszeitung wie dem Tages-Anzeiger sollte man eine objektive Berichterstattung erwarten dürfen, diese aber ist in Belangnen des Flughafens ausgesprochen einseitig.

Yvonne Wewerka, Pfaffhausen.


Gut zu wissen, dass der Chef der Skyguide, Herr Weder, über genügend Standfestigkeit verfügt, sich für den Südstart geradeaus stark zu machen. Letzterer würde dringend benötigt für die Sicherheit, den Verspätungsabbau und somit für die Kapazitätssteigerung. Dass es sich hierbei allerdings nur um eine (rein) politische Angelegenheit handelt, verschweigt Weder geflissentlich.

In einem früheren Interview mit dem Tages-Anzeiger vom letzten Oktober, als es um die gleiche Angelegenheit ging, liess Weder nämlich folgendes verlauten:" Aus aviatischer Sicht würde eine Pistenverlängerung (Piste 28) etwas bringen, nicht aber aus politischer. Die Anliegen und Vorstösse der Skyguide sind also politisch motiviert. Dies ist doch sehr erstaunlich und lässt berechtige Fragen, auch in punkto Sicherheit offen.

Gut zu wissen, dass der Zürcher Regierungsrat diese Sache besonnen und unparteiisch beurteilt.

Ursula Hofstetter, Forch


Leserbriefe zu den Tages-Anzeiger-Artikeln zu den Südstarts geradeaus - vom Tages-Anzeiger nicht veröffentlicht. 08.02.2016



GV VFSN: 21. März 2016 (VFSN)

http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=3251&Itemid=1

Nur wer weiss was im Hintergrund alles abgeht, ist motiviert sich zu wehren. Eine gute Gelegenheit wieder einmal neuste Infos aus erster Hand zu bekommen ist die GV des VFSN. Die nächste Gelegenheit ist am:

Montag, 21. März 2016 19:30 Uhr, Zwicky-Fabrik

  • Begrüssung durch Rolf Rufer, Gemeindepräsident Fällanden
  • Regierungsrätin Carmen Walker Späh berichtet über den aktuellen Stand der Zürcher Flughafenpolitik
  • Jahresbericht des Präsidenten
  • Die grössten Bedrohungen 2016, im Fokus steht der Südstart geradeaus
  • Infos zum Thema Flughafen von Lothar Ziörjen, Stadtpräsident Dübendorf und Präsident des Fluglärmforum Süd

    Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme
    Der Vorstand



  • Man beachte die Farbe des Baggers



    Adrian Schoop
    Rütistrasse 51
    8044 Gockhausen ZH
    <adrian@schoop.org>


    Gockhausen, 10.5.2016

    Herr Dr.oec.HSG Andreas Wittmer
    Haldenstrasse 15
    9402 Mörschwil SG
    <andreas.wittmer@unisg.ch>


    NZZ vom 9.5.16, Andreas Wittmer: Die Lärmproblematik wird oft übertrieben

    Sehr geehrter Herr Dr. Wittmer

    Ich erlaube mir, Ihnen auszugsweise meine Eindrücke zum obgannnten Artikel in der NZZ zu schildern.


    1. "Unser Land hat nur eine Ueberlebenschance mit einer Bevölkerungszunahme und als Vergleich dient der Stadtstaat Singapur". Gerne möchte ich wissen, was Singapur zu bieten hat, das mit unserem Land vergleichbar ist oder gar besser sein soll: z.B. Kulturenvielfalt, Mehrsprachigkeit, Natur in nächster Nähe zwischen Palmen und ewigem Eis, eine Demokratie die weiter reicht als in allen Demokratien der sonstigen Welt, eine selbständige und funktionierende Verteidigung, eine weitmöglichste Selbstversorgung, zentralste Lage in der westlichen Welt, etc. Ein Vergleich mit Singapur oder New York und seinem Central Park ist völlig grotesk.

    2. "Der Verweis auf leisere Flugzeuge in 10-20 Jahren". Der A380 ist trotz Ankündigung nicht leiser als ein Jumbo. Die neuen, angeblich leiseren Flugzeuge der Swiss, und nur diese, werden erst in Jahren spürbar sein, nämlich dann, wenn sich der Flugverkehr gemäss Ihren Prognosen verdoppelt hat. Die vom Fluglärm heute Betroffenen sind meist Rentner, Schüler, Studenten, Kranke und einige, die gerne Nachts ihren Schlaf finden möchten. Sie kennen mit Ihrem Wohnort, Mörschwil SG, keinen regelmässigen und Fluglärm zu Unzeiten. Sie haben nicht erlebt, dass Ihnen der Staat seit über 12 Jahren mittels Notrecht entgegen Gesetz und Verfassung über Nacht einen krass verminderten Wohnwert, starke und andauernde gesundheitliche Belastung, immense Kosten für die Isolierungen gegen Fluglärm und eine Entwertung der Liegenschaft zwischen 15 und 20 % im Vergleich zu den vom Fluglärm nicht betroffenen Regionen aufoktroyiert hat. Eigentumsbeschränkungen sind gemäss Bundesverfassung (Art.26) zu entschädigen! Und im Falle von privaten Liegenschaften geht es um hart erarbeitetes Eigentum, welches nach schweizerischem Empfinden vielerorts der Versicherung fürs Alter dient!

    3. "Der Flughafen steht in gesamtschweizerischen Interesse - ergo soll jeder Bürger über dessen Zukunft befinden können". Ersteres stimmt. Die Zürcher Bevölkerung hat sich aber jederzeit positiv zum Flughafen verhalten. Es ist nicht zu verkennen, dass sich die vom Zürcher Fluglärm nicht-betroffene Bevölkerung keinen Deut drum kümmern wird, was dessen Betrieb für die Betroffenen bedeutet.

    4. "Begrenzte Infrastruktur bzw. Kapazitätsgrenze". Am Flughafen Zürich sind in absehbarer Zeit gar keine Kapazitätsfragen zu lösen. Es gilt einzig, einen Teil der für unser Land (ausser dem privatisierten Flughafen) keinen wirtschaftlichen Gewinn bringenden Transitflüge mit den dazu notwendigen Zubringerflügen vom Flugplan zu streichen und die verbleibenden Slots so anzulegen, dass Flüge in den Ruhezeiten wegfallen. Dies unter Berücksichtigung genügender Reservezeiten für den Verspätungsabbau und ohne deren ständiges Ueberschreiten unter fadenscheinigen Gründen! Jahrzehntelang waren die Piloten fähig, ohne Südanflüge sicher zu landen. Es darf nicht sein, dass zur Auslastung von Grossflugzeugen ausländische Transit-Passagiere mit zusätzlichen Zubringer-Flügen vorwiegend in den Ruhezeiten nach Zürich geflogen werden, welche zudem zu Lasten der aus der Schweiz startenden Passagiere für ihre längere Flugreise weit tiefere Flugpreise bezahlen!

    5. "Zürich muss ein bedeutender Hub bleiben". Bei 8 bis 10-stündigen Interkontinental-Flügen, welche ohnehin über eine Nacht hinaus dauern, darf es doch keine Rolle spielen, wenn mit einer Reisezeitverlängerung von lediglich 1,5 Stunden in einem europäischen Hub umgestiegen werden muss, um dadurch gewaltige Schäden an Gesundheit und Privatvermögen Betroffener zu verhindern! Jeder Geschäftsreisende hat ohnehin seinen Compi bei sich.....

    6. "Kloten benötigt eine vierte Piste in Dübendorf und die Privat- und Businessfliegerei, Charter- und Frachtverkehr sollen dorthin verlegt werden". Bund und Kanton fordern verdichtetes Wohnen im Glattal, ohne Rücksicht auf mehr Fluglärm, mehr Abgase, ein grösseres Unfall-Risiko, einen stark verminderten Wohnwert, hohe gesundheitliche Belastungen und einem relevanten Verlust auf den Liegenschaftswerten. Es würde entgegen der aus Sicherheitsgründen stets kritisierten gefährlichen Pistenkreuzungen. nochmals eine zusätzliche Kreuzung mit den Pisten des Flughafens Zürich entstehen! Gemäss dem aktuellen Luftfahrtpolitischen Bericht (LUPO) sind ausreichende Kapazitäten für die Privatfliegerei in der übrigen Schweiz vorhanden!

    7. "Der Flughafen als Einkaufszentrum soll ein Vorteil für die Bevölkerung sein". Es ist ein finanzieller Vorteil für den privatisierten Flughafen und ein Nachteil für die Passagiere. Es wird die schon heute chronisch verstopften Zufahrtsstrassen zum Flughafen noch weiter belasten und eine grosse Zahl von Geschäften in der Region konkurrieren. Zusätzliche Arbeitsmöglichkeiten für die Bevölkerung schafft es nicht!

    8. "Falls der Ausbau von Strassen und Schiene den Kurzstreckenflugverkehr beeinträchtigen sollten, könnten die Kurzstrecken-Flugzeuge für weitere Flugstrecken Verwendung finden". Diese werden dannzumals nicht geeignet sein um längere Strecken zu bedienen. Ich bin masslos enttäuscht über Ihr Verständnis von Demokratie, unseren Rechtsgrundsätzen und Ihrer angeblichen Sachkenntnis.

    Mit freundlichen Grüssen
    Adrian Schoop

    (Kopie an NZZ)



    NZZ-Artikel „Die Lärmproblematik wird oft übertrieben“

    http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=3272&Itemid=1

    Aviatikexperte Wittmer hat ein Recht zu träumen. Als mehr sind seine Aussagen im NZZ-Artikel "Die Lärmproblematik wird oft übertrieben" nicht zu werten.

    Die Luftfahrt mag weltweit, vor allem aber in Asien, Afrika und Südamerika ein grosses Wachstum aufweisen. Muss Zürich deshalb mit Singapur konkurrieren?

    Zürich, wie auch andere europäische Flughäfen, müssen mit ruinösen Dumpingpreisen Scheinbedürfnisse kreieren. Hubs jagen sich gegenseitig die Passagiere ab und klagen dann über Kapazitätsengpässe. Bevor man in Hinblick auf eine mehr als unsichere Entwicklung eine vierte Piste in Dübendorf wünscht, könnte man vielleicht die bestehende, zu kurze dritte Piste in Kloten ausbauen. Das dürfte genügen.

    Die Lärmproblematik soll übertrieben sein - nicht für die Betroffenen, die sich kaum damit trösten lassen, dass Herr Widmer zu wissen meint, wie viel leiser die künftigen Flugzeuge einmal sein werden.

    Interessant seine Bemerkung, dass die Flugbewegungen nicht so stark zunehmen werden – weshalb dann die vierte Piste? Alles in allem Gedankenspiele eines sogenannten Experten mit wenig Bezug zur Realität.

    Die Probleme in Zürich, lassen sich lösen, wenn man bereit ist, einen kleineren Hub, mit etwas weniger dichtem Flugplan zu betreiben. Die heutige Anzahl angeflogener Destinationen und Direktverbindungen ist ausreichend und kann einigermassen bevölkerungsverträglich betrieben werden.

    Wittmers Forderung, dass Bundesbern den Betrieb des Flughafens diktieren soll, steht so quer in der Landschaft wie der Vergleich der Schweiz mit Singapur und spricht für sein Demokratieverständnis.

    Matthias Dutli, Präsident VFSN
    Medienmitteilung VFSN, 09.05.2016



    Dauert heute die DVO so lange? Gemäss Flughafen, gibt es Südanflüge NUR wegen der DVO:



    Bild zu klein? Vergrösserung hier



    Löst Elon Musk das Problem mit Elektro-Senkrecht-Starter-und-Landern?

    http://futurezone.at/science/elon-musk-will-ein-elektroflugzeug-bauen/179.220.144

    Im Prinzip zwingend, denn wenn man die vertikale Dimension in der Luftfahrt in den Griff bekommt, so könnte man auch die Kapazität des Luftraumes ausschöpfen und müsste nicht so dumme "Entflechtungs-Ideen" wälzen wie gerade Südstarts wegen sich angeblich kreuzender Luftwege. Und die Flugrichtungen bei Starts und Landungen wären nicht mehr auf zig Kilometer durch die Pistenrichtungen vorgegeben.

    http://www.youtube.com/watch?v=erjdYiwoYAo


    Zuletzt bearbeitet: 16.05.16 02:03 von Thomas
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