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Thema: Kommentare zu Medienberichten Jan-Jun 2016


Hier die Beiträge.



Lauter Applaus für alle Fluglärmkritiker

http://www.landbote.ch/region/winterthur/lauter-applaus-fuer-alle-fluglaermkritiker/story/21132115

Das Thema Fluglärm bewegt im Tösstal: Gegen 400 Interessierte verfolgten eine lebhafte Podiumsdiskussion in der Grosshalle. Regierungsrätin Carmen Walker Späh erntete dabei mehrmals unwilliges Raunen, Kritiker dafür viel Sukkurs.

[...]

Ralph Weidenmann vom Bürgerprotest fühlte sich von den beiden Gesprächspartnern zeitweise offenkundig zu wenig ernst genommen. Mehrmals versuchte er, den Südstart geradeaus ins Spiel zu bringen, blitzte damit jedoch ab. Schliesslich sagte Walker Späh, dass dieser nicht der Flughafenpolitik entspreche, worauf viele im Publi­kum lachen mussten. Es gehe darum, möglichst wenige Leute zu beschallen, sagte Walker Späh weiter. Auch Conrad erinnerte an den demokratischen Prozess: Der Südstart sei nicht im Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) enthalten, rein betrieblich wäre er aber von Nutzen.


Ralph Weidenmann wohnt nicht mehr in Nürensdorf, sondern im Thurgau. Er wird vom BFO immer wieder herangezogen, wenn es darum geht, dem Süden möglichst viel Fluglärm unter zu jubeln. Bei Regierungsrätin Walker Späh und Conrad hat es nicht geklappt.



Bantli:
Lauter Applaus für alle Fluglärmkritiker

http://www.landbote.ch/region/winterthur/lauter-applaus-fuer-alle-fluglaermkritiker/story/21132115

Das Thema Fluglärm bewegt im Tösstal: Gegen 400 Interessierte verfolgten eine lebhafte Podiumsdiskussion in der Grosshalle. Regierungsrätin Carmen Walker Späh erntete dabei mehrmals unwilliges Raunen, Kritiker dafür viel Sukkurs.

[...]

Ralph Weidenmann vom Bürgerprotest fühlte sich von den beiden Gesprächspartnern zeitweise offenkundig zu wenig ernst genommen. Mehrmals versuchte er, den Südstart geradeaus ins Spiel zu bringen, blitzte damit jedoch ab. Schliesslich sagte Walker Späh, dass dieser nicht der Flughafenpolitik entspreche, worauf viele im Publi­kum lachen mussten. Es gehe darum, möglichst wenige Leute zu beschallen, sagte Walker Späh weiter. Auch Conrad erinnerte an den demokratischen Prozess: Der Südstart sei nicht im Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) enthalten, rein betrieblich wäre er aber von Nutzen.


Ralph Weidenmann wohnt nicht mehr in Nürensdorf, sondern im Thurgau. Er wird vom BFO immer wieder herangezogen, wenn es darum geht, dem Süden möglichst viel Fluglärm unter zu jubeln. Bei Regierungsrätin Walker Späh und Conrad hat es nicht geklappt.


Hat wohl Zeit und Frust abzubauen, denn mit lustigen Finanzboutiquen kann man nicht mehr so leicht Geld machen. Er sollte lieber gegen Bahnlärm motzen, denn er wohnt jetzt ja direkt an der Bahnlinie...


Zuletzt bearbeitet: 22.01.16 00:17 von Thomas


"Ex-Swiss-Chef: Zürich muss die Kontrolle über den Flughafen abgeben", Tagi vom 25.1.2016.

Herr Harry Hohmeister versucht mit allen Mitteln den Gewinn des Goldesels der Lufthansa, der Swiss, zu optimieren. Dabei scheut er sich nicht, die Zürcher/Schweizer Politik frontal und somit ziemlich dreist herauszufordern (anzugreifen). Das Zürcher Flughafengesetz kann er aber nicht mit lauten Forderungen ändern. Dies sollte ihm nach den Jahren in denen er das Gastrecht in Zürich genossen hat, bekannt sein.

Seit der Einführung der Einseitigen Deutschen Verordnung (DVO) herrscht am Flughafen in Kloten ein Lärmverteilungskrieg. Herr Hohmeister ist jedoch der Ansicht, dass die Ursache dieser Auseinandersetzungen hauptsächlich in den Reihen der Schweizer Bevölkerung rund um den Flughafen und natürlich auch der Schweizer Politik zu suchen sei. Eine doch ziemlich einseitige und gewagte Sicht der Dinge, oder etwa nicht?

Die betriebliche Machbarkeit am Flughafen Zürich soll anscheinend nicht mehr gewährleistet sein. Warum figuriert denn der Flughafen Kloten bei den Ratings schon seit Jahren in den Top Ten? Auch in Sachen Verspätungen?

Vordergründig geht es Herrn Hohmeister anscheinend nicht um Kapazitätserweiterung und doch lamentiert er über eine "Kapazitätsblockade" in Zürich. Schuld daran sind, wie schon weiter oben erwähnt, die lärmigen Lebensqualitäts-Verteidiger und die "Angsthasen" in Bern. Die Forderung nach Südstarts Straight zum Abbau der Belastungsspitzen über Mittag ist äusserst fragwürdig. Schaut man sich nämlich, den jedermann zugänglichen Flugplan genauer an, wird man feststellen, dass sich genau in der angeblich stark frequentierten Mittagszeit die grössten freien Gaps befinden. Eben eine äusserst diskrete und gut verpackte Kapazitätssteigerung als Endziel für den Goldesel Swiss.

Mit seinem Schwanengesang hat Herr Hohmeister "seiner"Swiss einen Bärendienst erwiesen und seinem Nachfolger, Thomas Klühr ebenfalls.

Ursula Hofstetter
Alte Forchstrasse 24 B
8127 Forch



Fluglärmgegner sind empört

Keine Freude an Hohmeisters Vorschlag hat der Verein Flugschneise Süd – Nein (VFSN). Der Südstart geradeaus sei keine Option, auch dann nicht, wenn diese auf die Belastungsspitzen am Mittag beschränkt würden, sagt VFSN-Präsident Matthias Dutli. «Flüge über das am dichtesten besiedelte Gebiet des Flughafens kommen für uns nicht infrage.» Dies gehe zulasten der Bevölkerung wie auch der Sicherheit. Der Flughafen Zürich wollte zu dem Thema keine Stellung nehmen.



Wenn man in Kloten nicht will, dass sich Verspätungen summieren, so schlage ich vor, dass man die Pisten verlängert und am Morgen von Osten landet. Das Konzept hat mehr Kapazität als Südanflüge - insbesondere am Wochenende, wo heute startende und landende Jets sich in die Quere kommen. Und am lärmgünstigsten ist es auch noch.







Ostpisten-Verlängerung = Weniger Lärmgeschädigte nach Gesetz und mehr Sicherheit.







"Ex-Swiss-Chef will beim Flughafen den Kanton Zürich entmachten", ZSZ vom 26.01.2016.

Herr Harry Hohmeister versucht mit allen Mitteln den Gewinn des Goldesels der Lufthansa, der Swiss, zu optimieren. Dabei scheut er sich nicht, die Zürcher/Schweizer Politik frontal und ziemlich dreist herauszufordern (anzugreifen). Das Flughafengesetz kann er aber nicht mit lauten Forderungen ändern, dies sollte ihm nach all den Jahren, in denen er das Zürcher Gastrecht genossen hat, bekannt sein.

Seit der Einführung der Einseitigen Deutschen Verordnung (DVO) herrscht am Flughafen in Kloten ein Lärmverteilungskrieg. Zum Glück wird dieses leidige Dossier nun endlich kompetent und besonnen von Regierungsrätin Carmen Walker-Späh bewirtschaftet. Sie scheut sich auch nicht dem Lärmverteiler-Sprachrohr,Tages-Anzeiger, die Stirn zu bieten. Danke Frau Regierungsrätin.

Herr Hohmeister hat sich definitiv in der Adresse geirrt, statt die Schweizer Politik anzugreifen, sollte er in Berlin, der Hauptstadt seines Heimatlandes, vorstellig werden.

Ursula Hofstetter
8127 Forch



Betreff: "Kampfansage ans Betriebskonzept", ZSZ vom 23. Februar 2016

Die südbadischen Landräte sind also mit der Änderung des Betriebskonzeptes, welches die Flughafen Zürich AG beim BAZL beantragt hat, nicht einverstanden.

Es gibt eine ganz einfache Lösung des Problems, bei denen allen Parteien geholfen werden kann. Die Südbadener bauen ihren Flughafen in Stuttgart aus. Die deutsche Swiss kann somit ihren Home-Flughafen ins eigene Land verlegen.

Die Südbadener Bundestagsabgeortneten können sich den Umweg über Zürich nach Berlin ersparen. Der Bundesrat kann die seit 1. Januar 2016 geltende Subventionierung der Pilotenausbildung einer ausländischen Airline, der Swiss, mit Schweizer Steuergeldern rückgängig machen und das damit gesparte Geld anderweitig (sinnvoller) verwenden. Die Forderung der Swiss nach einer restriktiven Handhabung in Sachen "fünfter Freiheit" wird obsolet und der Öffnung eines freien Marktes steht nichts mehr in Wege.

Die lärmgeplagte Schweizer Bevölkerung rund um den Flughafen wird erheblich entlastet. Die unzähligen Jets, gefüllt mit Umsteigepassagieren, die mit billigst Preisen von der Swiss nach Zürich gekarrt werden, fallen weg. Einheimische Flugpassagiere, die direkt ab Zürich in die Ferne fliegen wollen erhalten endlich faire Konditionen, bis jetzt sind nämlich Direktflüge mit der Swiss ab Zürich bis zu 50% teurer als die mit Zwischenstops z.B. in Frankfurt. Last but Not least können die günstigen deutschen Taxifahrer diejenigen Passagiere, die unbedingt mit der Swiss unterwegs sein wollen, von Kloten nach Stuttgart fahren.

Ursula Hofstetter
8127 Forch



Die deutschen Landräte kriegen es einfach nicht auf die Reihe.

Süddeutschland läuft Sturm gegen Ostanflüge

http://www.landbote.ch/news/standard/sueddeutschland-laeuft-sturm-gegen-ostanfluege/story/22782061

Süddeutsche Gemeinden wollen, dass Anflüge auf den Flughafen Zürich vermehrt im Schweizer Luftraum durchgeführt werden.

[...]

«Diese Mehrbelastung werden wir nicht hinnehmen», sagte darum der Waldshuter Landrat Martin Kistler, «zumal es Möglichkeiten gibt, den Status quo zu verbessern.» Das Gutachten umfasst nämlich auch eine Alternative zum vom Flughafen beantragten Ostkonzept. Die Variante aus Deutschland sieht vor allem vor, dass die Anflüge aus Westen auf Piste 28 nicht über deutsches Gebiet gelenkt werden, sondern vielmehr südlich des Flughafens. Der Haken an dieser Variante: Flugzeuge, die nach dem Start in Richtung Westen oder Süden fliegen, würden weiterhin die Anflugroute von Westen her kreuzen.


Die deutschen Landräte verhedern sich immer wieder von neuem mit nichtexistierender Betroffenheit (Siehe NZZ 22. 2. 2016, Pegelbereich von 20 bis 35 Dezibel) und zusätzlichen Abstrichen bei der Sicherheit, aber selbstverständlich nur in der Schweiz.



Weiterer Vorfall ist eine Frage der Zeit, ZSZ vom 4. Juni 2016

Wenn jemand auf dem Uetliberg ohne Bewilligung Bauten erstellt, wird er von Staates wegen zu recht gezwungen, diese wieder abzureissen. Wenn der privatisierte Flughafen zwecks Maximierung seiner Einnahmen mehr Landerechte vergibt als er ohne Benachteiligung Dritter und unter Berücksichtigung der branchenüblichen Verspätungen und der kaum zu ändernden ungünstigen Pistenvorgaben zu managen vermag, dann greift weder der Bund, der Kanton noch die Stadt Zürich mit ihrem Vetorecht ein. Unter dem Druck der Flughafen-Lobby haben sich 100'000e dem "Landvogt" Flughafen zu unterwerfen. Dass die auf Notrecht basierende Südschneise mindestens 6 Gesetzesartikel und 1 Verfassungsartikel verletzt kümmert den Flughafen und dessen Lobby nicht im geringsten.

Wenn es dem Flughafen ernst ist, die Sicherheit zu erhöhen, dann hilft nur eines: weniger Slots zu vergeben und einige Transit-Flüge, die unserem Land ohnehin keinen nennenswerten Mehrwert bringen, zu streichen. Bis jetzt sind die einzigen Leidenden die Bewohner der illegal installierten Südschneise. Diese erleiden seit über 12 Jahren einen krass verminderten Wohnwert, starke und andauernde gesundheitliche Belastung, immense Kosten für Schallisolierungen und in vielen Fällen im Vergleich zu den vom Fluglärm nicht betroffenen Regionen eine Entwertung ihrer Liegenschaft zwischen 15 und 20 %. Dies alles nur zu Gunsten einer Flughafen-Lobby, welche jeden Winkel der Welt per Direktflug erreichen will und nicht bereit ist ihren Anteil zu übernehmen: z.B. bei über 8-stündigen Flügen eine indirekte Verbindung zu akzeptieren. Pro memoriam: gemäss Bundesverfassung wären Teilenteignungen zu entschädigen….

Adrian Schoop, Gockhausen



Neuer Angriff der Stuttgarter: NZZ vom 17.6.2016: Strittige Pläne des Flughafens

Nota bene:

- Baden-Württemberg ist 13,4 % kleiner als die Schweiz
- Baden-Württemberg zählt aber 32,53 % mehr Einwohner als die Schweiz
- Baden-Württemberg ist eines der wirtschaftlich stärksten Gebiete Europas
- Der Ministerpräsident Baden-Württembergs weist jede Notwendigkeit für einen eigenen Hub zur Entlastung Zürichs ab
- Schweizer Kunden generieren im süddeutsche Raum einen Umsatz von min. 440 Mio Euro (2007)
- Rund 50’000 süddeutsche Grenzgänger finden ihren Arbeitsplatz in der Schweiz, wovon ca. 950 am Flughafen ZH
- Der Flughafen Zürich ist für die Süddeutschen der weitaus beliebteste Flughafen
- Bereits vor der DVO fielen 95 % des verursachten Fluglärms im Kanton Zürich an
- Die durch Deutschland und der Schweiz gemeinsam durchgeführten Lärmmessungen haben keinen durch Deutschland
beanstandbaren Fluglärm festgestellt
- Rund 190 Hotelbetriebe im südlichen Schwarzwald haben den Fluglärm nicht als störend bezeichnet
- Die hitzköpfigen Baden-Württemberger sind aber fähig über den Fluglärm in über 3600 m/M zu streiten……...

Adrian Schoop



Südstart geradeaus

Der neue Swiss-CEO fordert Kapazitätsausbau in Zürich

http://www.nzz.ch/zuerich/aktuell/der-neue-swiss-ceo-fordert-kapazitaetsausbau-in-zuerich-verspaetungen-passen-nicht-zur-schweiz-ld.91541

Wie müsste der Südstart geradeaus eingesetzt werden, damit er etwas bringt?

Zuerst dies: Die ganze Diskussion fokussiert unglaublich stark auf den Südstart geradeaus. Er muss zwar im Sachplan enthalten sein, bei bestimmten Wetterlagen und in der Mittagsspitze zwischen 10 und 14 Uhr. Aber ich halte es für einen Fehler, zu denken, dass alles an diesem Südstart liegt. Andere Themen sind gleichzeitig zu bewegen, zum Beispiel das mühselige Thema der Anflüge aus Deutschland. Da muss sich in den nächsten Jahren eine Lösung herauskristallisieren.


Es geht dem Flughafen bei den Südstarts geradeaus nicht nur um die Mittagsspitze (4 h non-stop Südstarts zwischen 10 und 14 Uhr!!), sondern auch um die anderen Spitzenzeiten am Morgen und insbesondere auch am Abend. Schon heute trägt der Süden zusätzlich zu den Morgenanflügen, auch noch die Abendanflüge des Ostens. Die Südeinwohner sind also gewarnt!

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Lärm-Beschwerden: laerm@zurich-airport.com Tel 043 816 21 31  

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