Fluglärm-DiskussionsforumHeader Ein | Aus
Seiten: Anfang ... 2 3 4 5 Zurück zur Übersicht
Autor
Thema: Medienberichte Jan-Jun 2016


Fluglärmstreit: Kein Geld für Südschneiser

http://m.srf.ch/sendungen/regionaljournal-zuerich-schaffhausen/fluglaermstreit-kein-geld-fuer-suedschneiser

Anwohner im Süden des Zürcher Flughafens haben eine Entschädigung für den Fluglärm gefordert. Nun sind sie vor dem Bundesgericht abgeblitzt. Entscheidend ist der Tag, an dem der erste Jet auf dem Flughafen Zürich landete.



Bundesgericht

Keine Entschädigung bei Südanflügen

http://www.nzz.ch/zuerich/aktuell/bundesgericht-keine-entschaedigung-bei-suedanfluegen-ld.12141

Mehrere Hauseigentümer in Gockhausen sind wegen Fluglärms vor Bundesgericht gelangt. Das Gericht ist jetzt zu einem Urteil gelangt. Dieses ist für die Immobilienbesitzer unerfreulich.

von Katharina Fontana 7.4.2016, 12:00 Uhr

Die Betroffenen können zudem auch keine Lärmentschädigung wegen Enteignung ihrer Nachbarrechte verlangen. Das Bundesgericht hält fest, dass auch für die von den Südanflügen tangierten Liegenschaften der Stichtag des 1. Januar 1961 gilt, der in ständiger Rechtsprechung verwendet wird. Wurde das Grundstück nach diesem Zeitpunkt erworben, besteht kein Anspruch auf Entschädigung, weil die nachfolgende Lärmentwicklung im Einzugsgebiet des Flughafens als voraussehbar angesehen wird. Beim fraglichen Stichtag handle es sich um eine allgemeingültige Regel, die in allen Verfahren streng zu beachten sei und nicht von Fall zu Fall angepasst werden dürfe, sagt das Bundesgericht. Das Argument der Beschwerdeführer, der Militärflugplatz Dübendorf habe zuvor die Möglichkeit von Südanflügen eingeschränkt, ändert an dieser Sichtweise nichts. Die Einstellung des Militärflugbetriebs rechtfertigt es laut Urteil nicht, für die Gemeinden im Süden des Flughafens vom Stichdatum abzuweichen.

1C_232/2014 vom 18. 3. 16 – BGE-Publikation.



Piloturteil zu Südanflügen: Hauseigentümer gehen leer aus

http://www.derbund.ch/zuerich/region/Suedanfluege-Hauseigentuemer-gehen-leer-aus/story/27206372

Hausbesitzer in Gockhausen, die direkt überflogen werden, erhalten gemäss Bundesgericht keine Entschädigungen. Auch andere Südschneiser erhielten eine Hiobsbotschaft.

Sechs Hauseigentümer aus Gockhausen, deren Grundstücke seit Oktober 2003 von anfliegenden Maschinen am frühen Morgen direkt überflogen werden, haben kein Anrecht auf Entschädigungen wegen Minderwerts. Das hat das Bundesgericht am 18. März entschieden, wie es heute Donnerstag bekanntgegeben hat. Die sechs Entschädigungsbegehren an den Flughafen aus den Jahren 2004 und 2005 waren von der Eidgenössischen Schätzungskommission zu Pilotfällen erklärt worden.

Die Grundstücke werden in einer Höhe von etwa 350 Metern überflogen. Richter der Vorinstanz, des Bundesverwaltungsgerichts (BVG), hatten im Spätherbst 2011, im Januar 2012 und im Juni 2013 in Allerherrgottsfrühe Augenscheine im Ortsteil Dübendorfs genommen und keine «besonders bedrohliche Wirkung» durch die Jets festgestellt. Diese «für den Überflug typischen Beeinträchtigungen physischer und psychischer Art» sind aber Voraussetzung für eine Entschädigung wegen direkten Überflugs.

Nach 1961 Fluglärm «voraussehbar»

Deshalb hat das Bundesgericht das abschlägige Urteil des BVG bestätigt. Wie dieses sehen die Bundesrichter auch kein Risiko herabfallender Gegenstände oder haben keine Kerosindämpfe festgestellt. Zum Vergleich waren die BVG-Richter auch nach Opfikon gepilgert, wo die Flieger bedeutend tiefer, etwa 100 Meter, über den Dächern Richtung Flughafen fliegen. Hauseigentümer in Opfikon haben schon verschiedentlich Entschädigungen erhalten.

Das Bundesgericht hat auch seine Linie bezüglich von Entschädigungen wegen Fluglärms bestätigt, die unabhängig vom direkten Überflug fällig werden können. Infrage kommen in der Ost- wie der Südanflugschneise weiterhin nur Hauseigentümer, welche ihre Grundstücke vor dem Stichtag 1. Januar 1961 erworben haben. Danach – so das Bundesgericht – sei ein erhöhter (Flug-)Lärmpegel «voraussehbar» gewesen.

Militärjets ohne Einfluss

Die Einstellung des Militärflugbetriebs in Dübendorf, der gemäss den Hauseigentümern die Möglichkeit von Südanflügen zuvor eingeschränkt habe, rechtfertigt laut der Bundesrichter übrigens keine Abweichung vom Stichdatum für die Südgemeinden. Denn die Armeejets flogen zu Bürozeiten und nicht wie die Flugzeuge im Südanflug auf Kloten zwischen 6 und 7 Uhr. Das Stichdatum 1961 sei eine allgemeingültige Regel für die Behandlung von Fluglärmentschädigungen, so das Bundesgericht.

Dieses hat mit dem neusten Urteil die Hoffnung auf Entschädigung vieler direkt überflogener Hauseigentümer der Südgemeinden jenseits von Opfikon zunichtegemacht.

Zwei Urteile in zwei Tagen

Dasselbe Gericht hatte am Tag vor diesem Urteil entschieden, dass Hauseigentümer in Kloten, die direkt von Maschinen im Ostanflug überflogen werden, für ihr gesamtes Grundstück entschädigt werden müssen. Der Flughafen und die Schätzungskommission hatten nur genau den Teil entschädigen wollen, der direkt überflogen wird. Die Flughöhe beträgt hier 70 bis 100 Meter.

Enttäuscht hatten die Bundesrichter im gleichen Urteil aber alle anderen fluglärmgeschädigten Hauseigentümer im Osten des Flughafens, weil sie für die vor allem abends belästigte Schneise dasselbe Modell für die Berechnung des lärmbedingten Minderwerts festlegten wie für den Süden, nämlich einen Durchschnitts-Lärmwert über 16 Stunden.

Urteil 1C_232/2014 (DerBund.ch/Newsnet)
(Erstellt: 07.04.2016, 12:28 Uhr)



IG Nord mit absurdem Theater

http://www.ignord.ch/dynpg/upload/imgfile174.pdf

Zuerst rufen die nach "gerechter Fluglärmverteilung", dann bekommen sie neu auch ein paar Starts ab und merken, dass diese ja lauter sind als Landungen.



Blick - Wie der Flughafen Paris ein Dorf vernichtet

Goussainville in der Nähe des Flughafens Charles de Gaulle ist ein Geisterdorf. In den 70er-Jahren vertrieb die Bauleitung viele Anwohner. Nun verfällt das Dorf und ein Wiederaufbau ist verboten.

Droht uns dies nun auch in Zürich? Dem Flughafen werden alle Türen weit geöffnet, auch vom Bundesgericht



Kloten

Trotz Fluglärm: Grünes Licht für neue Bauzonen

http://www.limmattalerzeitung.ch/limmattal/zuerich/trotz-fluglaerm-gruenes-licht-fuer-neue-bauzonen-130226849

von Christian Wüthrich — az Limmattaler Zeitung

Zuletzt aktualisiert am 26.4.2016 um 10:04 Uhr

Flugzeuge im Endanflug sind in Kloten kein Hinderungsgrund mehr für den Bau von Wohnungen. Dies gilt zumindest in der Ostanflugschneise – dort liegen zum ersten Mal Bewilligungen der Lärmfachleute vor.

Halb Kloten liegt innerhalb der sogenannten Abgrenzungslinie (AGL) vom Flughafen. Das hatte zuletzt dazu geführt, dass in diesen Gebieten das Bauen massiv eingeschränkt wurde. Während die Siedlungsentwickler, Bauplaner und Verkehrsfachleute das bauliche Verdichten als wirksames Mittel gegen die Zersiedelung der Landschaft propagierten, blieb Klotens Raumplanung in dieser Hinsicht grösstenteils aussen vor. Viele Wohngebiete liegen zu nah an den Pisten, im Osten teilweise genau unter dem Endanflug auf die Piste 28. Auch der Zürcher Fluglärmindex (ZFI) trug dazu bei, dass in Kloten die Ansiedlung von neuen Bewohnern in Lärmgebieten verhindert wurde. An verdichtetes Bauen in der Flughafenstadt hatte aus offensichtlichen Gründen zuletzt niemand mehr ernsthaft geglaubt.

Unscheinbares Baugesuch

Das hat sich nach Jahren der baulichen Blockade nun wieder geändert. Ein unscheinbares Baugesuch eines örtlichen Baujuristen im Auftrag zweier privater Grundbesitzer sowie der Stadt Kloten hat zu einem unerwarteten Resultat geführt. Die kantonalen Lärmspezialisten innerhalb der Baudirektion gaben nämlich völlig überraschend grünes Licht nach ihrer Vorabklärung in den drei Fällen und machen somit den Weg frei für neue Wohnbauten (dunkelgrüne Flächen im Planausschnitt). Ohne die Zustimmung des Kantons wäre die Bebauung der Grundstücke nämlich nicht möglich.

Die positiven Baurechtsentscheide in Kloten sind erst möglich geworden, nachdem die neue Lärmschutzverordnung (LSV) des Bundes vor etwas mehr als einem Jahr in Kraft getreten ist. Damit liegen nun also die ersten rechtsverbindlichen Dokumente vor, welche für die lärmigen Ostquartiere Klotens aufzeigen, dass mitten in einer längst vergessenen Bauzone der Flughafenstadt nun doch wieder neue Wohnungen entstehen können.

Lärmschutz: Neue Verordnung

Per Februar 2015 hat der Bundesrat eine neue Lärmschutzverordnung eingesetzt. Darin steht, dass mit der Festlegung der Abgrenzungslinie (AGL, blaue dicke Linie, siehe Plan) ein verlässlicher Rahmen für die Optimierung des Siedlungsgebietes zu schaffen sei.

Neues Siedlungsgebiet ist demnach nur noch ausserhalb der AGL möglich. Allerdings gibt es eine spezielle Passage: «Eingezonte und erschlossene Gebiete in der ‹Stadtlandschaft› und ‹urbanen Wohnlandschaft› sollen aufgezont werden können, wenn die Überschreitung des Immissionsgrenzwertes ausschliesslich durch den Flugbetrieb der ersten Nachtstunde (22–23 h) verursacht wird.» Voraussetzung ist zudem eine gute Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr. In den vorliegenden Fällen waren diese Bedingungen erfüllt. (cwü)

«Damit hätte ich nicht gerechnet», sagt der Anwalt, der in der Zeitung nicht namentlich genannt werden möchte. Alle hätten bislang immer sofort abgewinkt, als er von Bauprojekten in Klotens lärmigsten Gebieten gesprochen habe. Selbst die Baubehörden der Stadt hätten sich nicht vorstellen können, dass auf den von ihm bezeichneten Grundstücken im Härdlenquartier jemals noch gebaut werden dürfe.

Einst rechtmässig eingezont

Dort liegen etliche Baulandparzellen, die einst rechtmässig eingezont wurden (hell- und dunkelgrüne Flächen, siehe Plan). Bis heute ist dieses Bauland aber leer geblieben, da der Flugverkehr den Grundbesitzern zuletzt einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte. Insgesamt handelt es sich um eine Fläche, die fast so gross ist wie drei Fussballfelder. Darauf dürften in naher Zukunft zahlreiche Wohnungen für einige hundert zusätzliche Einwohner entstehen. «Aus Sicht der Stadt ist das sinnvoll», erklärt Marc Osterwalder, da die Nachfrage nach Wohnraum in Kloten ungebrochen sei und die Zuzüger den Lärm offensichtlich akzeptieren würden.

Auflagen für die möglichen Neubauten gibt es dennoch. So müssen die Häuser über eine automatische Lüftung verfügen, was durch die Minergie-Bauweise heute aber relativ einfach zu erreichen ist.

Die Konstellation, die zur Aufhebung der baulichen Blockade in Kloten geführt hat, ist ziemlich speziell und auf Kloten beschränkt, weshalb man auch von der «Lex Kloten» spricht. Dies kommt nicht von ungefähr, denn die Klotener waren an vorderster Front dabei, als es darum ging, die Lärmschutzverordnung und danach auch den kantonalen Richtplan 2015 anzupassen.

Zählt nicht für den ZFI

Während tagsüber (6–22 Uhr) für die meisten Teile der Stadt Kloten keine Überschreitung des massgeblichen Grenzwertes berechnet worden ist, sieht es abends für die erste als Nacht definierte Stunde (22–23 Uhr) anders aus. Dann landen jeweils etliche Jets über Klotens Osten, was den berechneten Lärm im Quartier (gelber Bereich, siehe Plan) ganz knapp über den Alarmgrenzwert treibt. Durch die Revision der LSV sowie die neuen Regeln des kantonalen Richtplanes inklusive Minergie-Auflagen darf Kloten nun aber dennoch ein bisschen wachsen. Im ZFI werden die neuen Bewohner dieser Häuser übrigens nicht mitgezählt.



SRF 1 - Kurs gegen Fluglärm am Flugplatz

Kurs gegen Fluglärm am Flugplatz

Flugplatz-Chef Daniel Steffen will mit diesem Kurs die Pilotinnen und Piloten sensibilisieren: «Wenn sie oben ihren Spass haben, kommt unten Lärm an». Deshalb sollen die Piloten möglichst leise fliegen: Schnell aufsteigen, schnell auf den See hinaus, Motoren beim Anflug drosseln.

Die meisten würden diese Möglichkeiten bereits kennen, sagt Steffen. «Wir wollen aber das Wissen wieder auffrischen.» Die Piloten sollen sich bewusst auf lärmarmes Fliegen konzentrieren.

Goodwill schaffen

Steffen verfolgt indes mit diesem Kurs auch ein anderes Ziel. Die Bevölkerung soll spüren, dass der Flugplatzleitung ihre Lärmklagen nicht egal sind und etwas gemacht wird. So erhofft sich Steffen auch weniger Kritik bei Ausbauplänen.

Der Kurs am Dienstag war der erste seiner Art in Altenrhein. Daniel Steffen plant, diese Ausbildung im Zweijahres-Rhythmus zu wiederholen.

Ein Ansatz, wo der Flughafen Zürich und der Bundesrat sowie Kanton Zürich prüfen sollte. Wenn schon Südanflüge, dann Lärmoptimiert!



29.04.2016 - 10:43, aktualisiert: 11:05, sda

Bauarbeiten für neues Bremssystem am Flughafen Zürich beginnen

https://www.bluewin.ch/de/news/regional/region-zurich/2016/4/29/bauarbeiten-fuer-neues-bremssystem-am-flughafen-zuer.html

Am Flughafen Zürich beginnt Mitte Mai die Installation des neuen Bremssystems am Ende der Piste 28. Die Arbeiten sollen sechs bis acht Wochen dauern. Die Vorbereitungsarbeiten starten bereits am kommenden Montag.

Da sich die Bauarbeiten im Sicherheitsbereich der Piste 28 befinden, werde jeweils in der Nacht nach dem Ende des Flugbetriebs gearbeitet, teilte der Flughafen am Freitag mit. Optimierte Bauabläufe und moderne Maschinen und Geräte sollen die Lärmbelastung möglichst gering halten. Zudem werde in den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag nicht gebaut.

Das Bremssystem EMAS (Engineered Materials Arresting System) leitet Flugzeuge, die bei einem Startabbruch oder einer Landung das Pistenende überrollen, in ein Bett aus speziell gefertigten Betonblöcken. Die Räder des Fahrwerks sinken in diesen Spezial-Beton ein. Dadurch wird das Flugzeug abgebremst, ohne dass es allzu stark beschädigt wird.

Das neue Bremssystem kostet rund 11 Millionen Franken - vier Millionen weniger als ursprünglich geplant. Der Bund beteiligt sich mit 30 Prozent am Bauvorhaben. Die Tiefbauarbeiten und der Asphaltbelag wurden bereits im vergangenen Jahr ausgeführt respektive eingebaut.



Haus mit Verkehrslärm

http://www.20min.ch/finance/news/story/15774433

Das "ruhigste Haus der Welt"?

Hmmm,

30m davon entfernt ist die Verbindungsstrasse Genf-Lausanne, 50m davon weg die Bahnlinie Genf-Lausanne und 800m davon entfernt die Anflugschneise zum Flughafen Genf mit ca. 90'000 Flugbewegungen p.a.

Also, es besteht noch Hoffnung für die belärmten Villen in Zumikon


Zuletzt bearbeitet: 04.05.16 00:46 von Thomas


Zürich senkt die Flughafengebühren

Kommen jetzt Billig-Airlines nach Zürich?

http://www.blick.ch/news/wirtschaft/zuerich-senkt-die-flughafengebuehren-kommen-jetzt-billig-airlines-nach-zuerich-id4993952.html

ZÜRICH - Die Flughafen Zürich AG senkt die Gebühren für Airlines. Davon könnten bald auch Passagiere profitieren.

Petar Marjanovic und Onur Ogul

Die Gebühren am Zürcher Flughafen machen ihn zu einem der teuersten weltweit. Dies könnte sich jedoch bald ändern: Wie die Flughafenbetreiberin gestern in einer Mitteilung bekannt gab, werden die Gebühren pro Flug und Passagier gesenkt. Das freut die Airlines. Doch auch Passagiere könnten von leichten Preissenkungen profitieren. Die Fluggesellschaften Swiss und Edelweiss bestätigen auf Anfrage von BLICK: «Wir werden den Gebührenanteil senken.»

Die Gebühren liegen heute für Lokalpassagiere bei 36.40 Franken und für Transferpassagiere bei 18.90 Franken pro Flug. Doch diese Gebühren machen lediglich einen Teil des Billettpreises aus. Für den Kunden relevant ist der Gesamtpreis, der sich aus noch weiteren Komponenten zusammensetzt. Um wie viel ein Billett konkret günstiger wird, sei daher noch nicht voraussagbar, sagt Swiss-Sprecherin Karin Müller. Grundsätzlich seien Ticketpreise immer von Angebot und Nachfrage abhängig.

Höhe der Senkung noch unbekannt

Vage Aussagen kommen auch vom zuständigen Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl), welches die Gebühren gestern per Verfügung genehmigte. Da die Einsprachefrist von 30 Tagen noch läuft, könne man noch keine konkrete Zahlen nennen. Die Senkung wird auf September wirksam. Wie BLICK von Insidern weiss, wird die Senkung im einstelligen Franken-Bereich ausfallen.

In der Passagierluftfahrt zählt aber jeder Rappen: Aviatik-Experte Kurt Hofmann geht deshalb davon aus, dass die Senkung der Gebühren den Standort Zürich auch für Low-Cost-Airlines wie Ryanair attraktiv machen könnte. «Wenn die Konkurrenz nach Zürich expandiert, dann wird auch die Swiss mit tieferen Ticketpreisen reagieren müssen», sagt Hofmann.

Wettbewerb zu Gunsten der Kunden

Mehr Wettbewerb fordert auch Preisüberwacher Stefan Meierhans: «Jeder kleine Schritt in Richtung tieferen Gebühren fördert den Wettbewerb zu Gunsten der Kunden.» Mit Betonung auf klein: Meierhans sieht das Problem im Gesetz und forderte schon 2015 vom Departement Leuthard Massnahmen, die die Gebührenhöhe markant reduzieren.

Dem Entscheid des Bazl ging ein Streit vor dem Bundesverwaltungsgericht voraus. Im vergangenen Juli hatten mehrere Fluggesellschaften gegen die Flugbetriebsgebühren am Flughafen Zürich Beschwerde eingereicht und teilweise recht erhalten. Das Gericht wies den Fall zur Neubeurteilung zurück an das Bazl.

Publiziert am 04.05.2016 | Aktualisiert um 16:00 Uhr



03.05.2016

BAZL verfügt Gebühren am Flughafen Zürich

https://www.flughafen-zuerich.ch/unternehmen/medien/news-center/2016/mai/mm-20160503-gebuehrenverfuegung?cat=medienmitteilung

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) genehmigt die von der Flughafen Zürich AG im September 2015 beantragten Gebühren. Diese werden für die Nutzer des Flughafens Zürich in Zukunft tiefer ausfallen.

Mit der am 3. Mai 2016 erlassenen Verfügung genehmigt das BAZL die von der Flughafen Zürich AG beantragten Gebühren. Diesem Antrag ging eine Einigung mit den Fluggesellschaften voraus. Sofern die Verfügung rechtskräftig wird, können diese per 1. September 2016 eingeführt werden und sind für vier Jahre gültig.

Mit der Einführung der genehmigten Flughafengebühren profitieren Passagiere und Fluggesellschaften von tieferen Kosten. Dank der erfreulichen Passagierentwicklung und der Kosten- und Investitionsdisziplin bei der Flughafen Zürich AG kann trotz der Gebührenreduktion die Kostendeckung im regulierten Bereich beibehalten werden. Damit können sowohl die Wettbewerbs- als auch die Entwicklungsfähigkeit des Flughafens Zürich weiter gesteigert werden.

Auch Lande- und Flugzeugabstellgebühr betroffen

Die Lande- und Flugzeugabstellgebühren werden gemäss Antrag vom September 2015 ebenfalls angepasst. Diese Anpassungen beinhalten insbesondere Vereinfachungen in der Bemessung der Gebühren, welche neu über Gewichtsklassen erfolgt.



Provokative Thesen zum Flughafen Zürich

«Die Lärmproblematik wird oft übertrieben»

http://www.nzz.ch/zuerich/provokative-thesen-zum-flughafen-zuerich-die-laermproblematik-wird-oft-uebertrieben-ld.18674

Interview von Andreas Schürer 9.5.2016, 05:30 Uhr

Andreas Wittmer, Aviatik-Experte von der Universität St. Gallen, warnt vor Engpässen am Flughafen Zürich. Er schlägt vor, Dübendorf als vierte Piste zu betreiben und eine U-Bahn-Verbindung zu bauen.

Herr Wittmer, Sie haben es gut. Sie können an der Universität St. Gallen über die Entwicklung des Luftverkehrs forschen und pointierte Thesen aufstellen. An die politische Front müssen andere.

Das ist richtig, und das soll auch so bleiben. Einmischen dürfen und sollen wir uns aber schon, richtig dosiert, nicht zu oft. Wir sind keine Politiker, sondern unabhängige Wissenschafter, die aus beobachtender Position der Politik und der Industrie Hinweise geben können. Die Distanz gibt uns eine gewisse Freiheit – wir können manchmal Dinge thematisieren, die andere nicht aussprechen können oder dürfen.

[...]



Schutzverband ade

http://www.landbote.ch/front/freiensteinteufen-will-aussteigen/story/13433077



Stiftung gegen Fluglärm mit Website

http://www.stiftungfluglaerm.ch/



23.05.2016 - 14:16 Uhr

Stiftung gegen Fluglärm lanciert neue Website

http://www.lokalinfo.ch/news/?tx_ttnews[tt_news]=7123&cHash=a83a90c8d20093adbc954c69f70a4ddd

Mit einer Website verstärkt die im Jahr 2000 gegründete Stiftung gegen Fluglärm, Gockhausen/ZH, ihre Informationsbasis zum Schutz der Bevölkerung gegen gesundheitsschädlichen Lärm und Schadstoff-Immissionen.

Die Stiftung wendet sich mit der neuen Website (http://www.stiftungfluglaerm.ch) an alle Betroffenen rund um den Flughafen Zürich–Kloten.
Sie steht als Plattform auch den Behörden und Bürgerorganisationen zur Verfügung.

Die Startseite bietet dem User alle wichtigen Inhalte auf einen Blick. Die themenorientierte Navigationsstruktur führt den Nutzer mit wenigen Klicks zum gesuchten Inhalt. Zahlreiche Visualisierungselemente wie Bildgalerien, Videos, aktuellen Medienmitteilungen sowie Links und Downloads rund um das Thema Fluglärm ermöglichen einen emotionalen und einfachen Zugang zum Konzept der Stiftung gegen Fluglärm.

Fragen, Anregungen und Meinungen rund um die Themen der Stiftung gegen Fluglärm werden unter der E-Mail info@stiftungfluglaerm.ch entgegen genommen. (pd./Foto: A. J. Minor)

Seiten: Anfang ... 2 3 4 5 Zurück zur Übersicht


Lärm-Beschwerden: laerm@zurich-airport.com Tel 043 816 21 31  

Nutzungsbedingungen