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Thema: Südanflug Jul-Dez 2016


Hier die Berichte.



Ansprache von Adolf Spörri, Präsident der Stiftung gegen Fluglärm, gehalten am Info-Forum Flughafen vom 30. Juni 2016

Sehr geehrte Frau Regierungsrätin
Sehr geehrte Damen und Herren


Als Präsident der Stiftung gegen Fluglärm, welche sich für den Schutz der Bevölkerung gegen gesundheitsschädlichen und störenden Fluglärm und andere gesundheitsschädliche Immissionen des Flugverkehrs einsetzt, möchte ich zuerst Ihnen, Frau Regierungsrätin Walker Späh, danken für Ihre Haltung, welche Sie seit Ihrem Amtsantritt immer wieder zum Ausdruck gebracht haben. Sie haben sich klar für den Schutz der Bevölkerung gegen übermässige Immissionen durch den Flugverkehr ausgesprochen. Sie haben sich gegen Südstarts ausgesprochen. Sie müssen als Volkwirtschaftsdirektorin dafür schauen, dass es unserer Wirtschaft - und dazu gehört auch der Flughafen - gut geht, weil es dann auch der Bevölkerung gut geht. Der Flughafen ist wichtig, auch für unseren Export und Tourismus. Aber Sie nehmen auch eine Güterabwägung vor zwischen den Interessen des Flughafens und der Airline-Industrie einerseits, immer weiter wachsen zu können, und anderseits den Ansprüchen der Bevölkerung auf Lebensqualität und Ruhe, insbesondere auf genügend Nachtruhe. Sie wissen, dass die 7-stündige Nachtruhe fast nie eingehalten wird, weil der Flughafen und die Airlines den Flugbetrieb so geplant und geregelt haben, dass die Zeit für den sogenannten Verspätungsabbau eigentlich immer und voll ausgenützt wird, sowohl für Landungen wie auch für Starts. Die Stiftung begrüsst Ihren Einsatz, diesen Missstand zu beseitigen. Frau Regierungsrätin, wir setzen grosse Hoffnungen in Sie!

Der deutsche Lufthansa-Konzern, insbesondere dessen Tochter Swiss, hat - zuletzt verstärkt - Forderungen und Ansprüche nach zeitlichem und flugtechnischem Ausbau an den Flughafen Kloten gestellt. Die aktuellen Äusserungen von Thomas Klühr, dem neuen Chef der Swiss, sind klar und unverblümt. Es geht um Kapazitätssteigerung, nichts anderes. Argumentiert wird indes mit der dadurch zu erreichenden Vermeidung von Verspätungen und der Einhaltung der Nachtruhe ab 23 Uhr. Gefordert wird unter anderem auch der Südstart straight, welcher über dichtbesiedeltes Gebiet führen würde und eine neue zusätzliche Belastung für die Bevölkerung wäre. Aus der Vergangenheit wissen wir, dass die Anrainer um den Flughafen bisher nur Lebensqualität verloren haben und der Flughafen und die Airlines noch nie Zugeständnisse gemacht haben, welche als solche bezeichnet werden könnten. Deshalb müssen wir diesen Ansinnen entgegentreten. Der Einwand, viele Menschen würden dort freiwillig wohnen, sticht nicht. Wer kann, verlässt die Lärmzonen so rasch wie möglich. Dem stehen aber Wohnungsknappheit und hohe Mietkosten entgegen.

Im Namen der Stiftung gegen Fluglärm fordere ich:

  • Den Verzicht auf Südstarts, damit nicht noch mehr Menschen mit Lärm geschädigt werden und damit nicht auch das Lebenswerk vieler fleissiger Menschen beeinträchtigt, ja gar zerstört wird.

  • Die Durchsetzung der geltenden Gesetze und Vorschriften gegenüber dem Flughafen und den internationalen Fluggesellschaften.

  • Intensivere Verhandlungen des Bundes, des Kantons Zürich und aller Flughafen-Kantone mit den entsprechenden Ansprechpartnern in Berlin, Stuttgart und Südbaden. Dies mit dem Ziel einer angemessenen Lastenverteilung.

    Die Auswirkungen der Luftverschmutzung durch Abgase, durch CO2 etc. sind ein Dauerthema in der nationalen und internationalen Politik. Auch die Wissenschaft beschäftigt sich intensiv damit und wir alle sehen und spüren die von den Menschen zumindest mitverursachte Klimaänderung, die teilweise dramatische Auswirkungen hat. Die Politik gibt Gegensteuer, erhebt und erhöht Lenkungsabgaben, wie soeben bei der CO2-Abgabe auf Benzin geschehen. Es gibt internationale Klimakonferenzen, in Kioto, in Paris, wo Absichtserklärungen abgegeben und Protokolle unterzeichnet werden. Auf der andern Seite ist man nicht fähig, Lufträume und Flugrouten so festzulegen, dass einerseits möglichst kurze Wege geflogen werden müssen und anderseits möglichst wenig Menschen belärmt werden. Die nach deutschen Vorgaben erstellte Lärmstudie aus dem Jahr 2009, initiiert von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Pascal Couchepin, liegt vor, wird jedoch schlicht ignoriert, weil das Ergebnis nicht den deutschen Erwartungen entsprochen hat. Zu diesen soeben angesprochenen Themen hat die Stiftung ein Handout erarbeitet, welches aufliegt und welches Sie gerne behändigen und in Ruhe studieren können. Sie werden erkennen, was ich mit meinen Ausführungen ansprechen will.

    Ich komme zum Schluss:
    Ich wende mich an alle Bürger- und Standesorganisationen rund um den Flughafen und appelliere an sie, sich zusammen zu schliessen und gemeinsam für einen Flughafen zu kämpfen, der unserem Kanton, unserem Land und unserer Bevölkerung dient. Wir wollen kein Heimatflughafen der Deutschen Lufthansa sein und kein Hub für globale Billigflieger. Ich bin mir bewusst, dass jede Organisation unterschiedliche Interessen hat und verfolgt. Aber wir haben doch alle ein gemeinsames Interesse: Den Schutz der Bevölkerung rund um den Flughafen. Was uns trennt, macht uns schwach. Was uns eint, macht uns stark.

    Ich danke Ihnen.

    Adolf Spörri, Präsident der Stiftung gegen Fluglärm
    Zürich/Gockhausen, den 30. Juni 2016



  • Info-Forum Flughafen Zürich

    http://www.vd.zh.ch/internet/volkswirtschaftsdirektion/de/themen/flughafenpolitik/flugbetrieb_und_umwelt/info_forum_flughafen.html

    Hintergrund

    Das Info-Forum Flughafen Zürich dient dem Informationsaustausch zwischen den Bürgerorganisationen und Interessenverbänden rund um den Flughafen Zürich einerseits und der Volkswirtschaftsdirektion andererseits. Das Info-Forum wurde gebildet, um diesen Organisationen ein Gefäss für den Meinungsaustausch zu bieten.

    Es findet in unregelmässigen Abständen statt und verfügt über keine Beschlusskompetenz.

    Mitglieder

    Bürgerorganisationen und Interessensverbände rund um den Flughafen Zürich. Diese sind jeweils durch zwei Delegierte am Info-Forum vertreten.

    Adressänderungen, An- und Ameldungen sind bitte dem Generalsekretariat der Volkswirtschaftsdirektion, generalsekretariat@vd.zh, zu melden.



    Info - Forum Flughafen vom 30. Juni 2016

    Stiftung gegen den Fluglärm

    http://static1.squarespace.com/static/570f79e4cf80a157aa6c01f7/t/57763395e58c628b379bd46e/1467364255928/Handout+fu%CC%88r+Info+Forum+Flughafen+Zu%CC%88rich+vom+30-06-2016.pdf

    Dokumentation:
    - Umweltbelastung durch Flugindustrie
    - Fehlende Reaktion durch die Politik

    30.6.2016
    Stiftung gegen den Fluglärm
    Adolf Spörri, Präsident



    Antwort auf den Leserbrief von Robert Jörg in der heutigen Ausgabe der ZSZ.

    "Der Flughafen bringt durchaus viel Positives"

    Bei einer Reduktion der Umsteigepassagiere fürchtet Herr Jörg den Verlust von Arbeitsplätzen bei der Swiss und beim Flughafen. Erstere rekrutiert ihr Personal zum Teil in ihrem Stammland, DE, auch Leihpiloten werden eingesetzt; der einfache Grund hierfür sind Sparmassnahmen. Die beinahe Gratis-Flugtickets zum deutschen Hub in Kloten müssen kompensiert werden. Der Flughafen generiert den Hauptteil seiner Arbeitsplätze im aviatikfremden Geschäft, in den Shopping-Centers und in ein paar Jahren im gigantischen Circle.

    Betr. Export- Importwirtschaft via Flugfracht: Diese ist schon seit Jahren rückläufig und das Sorgenkind der Aviatik Branche. Warum wohl? Die Konkurrenz auf hoher See ist zu gross.

    Wegzug der Swiss von Kloten: Die Lufthansa wird sich wohl hüten ihren Goldesel ziehen zu lassen, zudem steht die Konkurrenz schon auf der Türschwelle, was aber die Swiss in Bern zu verhindern sucht. Soviel dazu zur freien Marktwirtschaft..... Bei einem Wegzug der Swiss würden sogar Steuergelder eingespart, denn seit Januar 2016 subventionieren die Schweizer Steuerzahler die Piloten-Schule der Swiss, die einzige Schweizer Pilotenschule kann von solchem Geldsegen nur träumen.

    Ja, Herr Jörg, die Bahn fährt Tag und Nacht, wählt man seinen Wohnort nahe eines Bahngeleises weiss man das und akzeptiert den Lärm, so geschehen bei mir und meiner Familie; der Lärm der Forchbahn gehört dazu. Was aber definitiv nicht dazugehört, sind die seit 2003 per Notrecht eingeführten Südanflüge, denn bevor wir unser Haus vor bald 30 Jahren gekauft haben, informierten wir uns selbstverständlich im Richtplan und den Umweltschutzgesetzen. Damals stand darin nichts von einer Flugschneise. Genau das ist das Problem und "man" fühlt sich über den Tisch gezogen.

    Ursula Hofstetter
    8127 Forch



    FLUGLÄRMFORUM SÜD — Plattform der Gemeinden und Städte im Süden des Flughafens Zürich

    Informationsbroschüre 2016, Nein zu Südabflügen geradeaus

    07. September 2016

    Download der Informationsbroschüre: PDF- 1 MB



    Bürgerforum Küsnacht

    Was wir verhindern wollen: Südstarts straight über Küsnacht

    ​http://www.buergerforum-kuesnacht.ch/leer-c1bn

    Anflüge sind illegal und stehen im Widerspruch zur Umweltschutz-Gesetzgebung. Es gäbe dafür durchaus Alternativen, die aber bis heute nicht ernsthaft verfolgt werden. Die Bekämpfung dieser Anflüge ist seit langem ein Anliegen des BFK.

    Seit 2013 kommt aber zusätzlich die Gefahr einer massiven Verstärkung des Lärms durch Südstarts geradeaus hinzu. Zudem würden diese das Sicherheitsrisiko für die Bevölkerung im Süden erhöhen.

    Im April 2013 hatten wir deshalb im Schulhaus Limberg mit dem damaligen Präsidenten des VFSN (Verein Flugschneise Süd Nein) Thomas Morf eine erfolgreiche, sehr gut besuchte Veranstaltung durchgeführt, um insbesondere die Südstarts geradeaus zu thematisieren. Vom zusätzlichen Lärm würden neben dem Küsnachter Berg und der Forch, die schon so lange unter den Südanflügen leiden, auch Itschnach und Küsnacht Dorf massiv betroffen.

    Im Juni 2013 fand daraufhin in Küsnacht eine zweite, von der Gemeinde organisierte Orientierung mit einem Podiumsgespräch statt, um die Menschen auch hier für die Gefahr vermehrt zu sensibilisieren.

    Zusätzlich fand vor den Sommerferien an mehreren Orten des Gemeindegebiets, auf unsere Initiative hin und mit unserer Beteiligung, eine Demonstration des zu erwartenden Fluglärms statt.

    Zudem gelang es uns in gemeinsamen Gesprächen, alle politischen Parteien Küsnachts für eine gleichlautende Resolution gegen die Südstarts geradeaus zu motivieren. Diese wurde im September 2013 an die Vertreter der beteiligten Parteien im Bezirk und auf Kantonsebene verschickt.

    Die Lage ist verworren. Kann man den Beteuerungen von Kanton und Flughafen, sie wollten keine Südstarts, glauben? Was wird uns das neue Betriebsreglement des Flughafens, welches zurzeit in Bearbeitung ist, bringen? Es ist nötig, wachsam zu bleiben, die Entwicklung aufmerksam zu verfolgen und im gegebenen Zeitpunkt weitere Aktionen zu unternehmen.



    Süd-Starts über Küsnacht (BFK)

    http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=3292&Itemid=1

    Info-Abend

    Mit
    Markus Ernst, Gemeindepräsident Küsnacht, Mitglied Fluglärmforum SÜD und
    Matthias Dutli, Präsident «Flugschneise Süd Nein» (VFSN)

    Südanflüge über der Pfannenstiel-Region sind nur der Auftakt. Jetzt wollen die Flughafen-Verantwortlichen und der Bund «Südstarts straight» ganztags einführen. Mit schlimmen Folgen für Küsnacht!

    Das Bürgerforum Küsnacht (BFK) lädt deshalb alle Interessierten zur öffentlichen Info-Veranstaltung am 20. September ein. Wehren wir uns!

    Dienstag, 20. September 2016, 19:30 Uhr,
    Reform. Kirchgemeindehaus Küsnacht.

    Im Anschluss wird ein Apéro offeriert.

    Buerger Forum Kuesnacht

    Flyer (PDF)



    Südanflüge und -starts: die unerklärbare Logik von Frau Leuthard

    Die Wahl von Christian Hegner zum Direktor des BAZL begründete Frau Leuthard am 19.8.2015 u.A. damit: "Man hat in den vergangenen Jahren sehr viel über Lärm gesprochen, aber wenig über Sicherheit. Das müsse sich ändern, denn ein Crash wäre fatal".

    Tatsache ist, dass 60 % aller Flugunfälle bei Landungen (die zusätzlichen bei Starts sind mir nicht bekannt) innerhalb der letzten 6 km vor dem Flughafen stattfinden und statistisch muss man damit alle 10 Jahre rechnen. In diesem Absturzkorridor leben rund 40'000 Menschen!

    Die grösstmögliche Flugsicherheit ist gemäss den Untersuchungen der Stiftung gegen Fluglärm nur mit Westanflug möglich und ICAO-konform. Dass für Herrn Hegner's Musikgehör als in der Südschneise wohnender Besitzer eines Berufspilotenbrevets die Symphonie einer A380 am bekömmlichsten tönt ist nicht erstaunlich. Dass aber das durch Frau Leuthard mit seinem Vorgänger, Peter Müller, aufgebaute Anti-Zürcher-Ressentiment der beiden Aargauer weiterleben soll, ist ungeniessbar.

    Laut Leuthard's und Hegner's Logik verhindert man also einen fatalen Crash, indem man möglichst viele An- und Abflüge über das am dichtesten bevölkerte Gebiet verordnet………Alles klar? Im UVEK und BAZL herrschen sture Unverantwortlichkeit. Dies muss endlich ein Ende finden!

    Adrian Schoop, Gockhausen



    Anpassung SIL-Objektblatt

    Flughafen Zürich (SIL 2)

    https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/45507.pdf

    Medienkonferenz
    Christian Hegner, Direktor
    27. September 2016





    Flughafen Zürich SIL 2





    Stadt Zürich mit Schwamendingen und ganzes Pfannenstilgebiet durch Südstarts geradeaus verlärmt.

    Nicht nur in Schwamendingen, Dübendorf, Gockhausen, Pfaffhausen, Binz, Ebmatingen und Forch dürfte es mit den neuen Südstarts geradeaus sehr laut werden, sondern besonders auch in Zumikon, wo sich ungefähr der Abdrehpunkt der Südstarts nach links und rechts befindet.

    Da dürften einige Leute, die bis heute in der Südschneise untätig waren, noch ganz arg überrascht werden!

    Südstarts sind bekanntlich viel lauter als Südanflüge, wie wir anlässlich der Westpisten-Sanierung schon einmal erfahren durften.



    Der Zolliker Gemeinderat Sascha Ullmann bringt es auf den Punkt.

    Zollikon Zumikon

    Südstarts werden massiv mehr Lärm bringen

    http://www.zolliker-zumiker.ch/CMS/de-CH/Gemeinde/40-2016-S%C3%BCdstarts-werden-massiv-mehr-L%C3%A4rm-bringen.aspx

    [...]

    «Auch gehe ich davon aus, dass das ‹Bisenkonzept› in den von Deutschland einseitig verordneten Sperrfristen morgens und abends weiterhin das ‹Südkonzept› mit den Südanflügen ist.» Es könne also bei Bise durchaus sein, dass die Region morgens und abends durch Südanflüge belastet werde und tagsüber mit Südstarts. «Dass dabei über Mittag nicht geflogen wird, ist ein schwacher Trost.» Für seine Gemeinde geht Sascha Ullmann vor allem im Gebiet Sennhof und im Zollikerberg von einer deutlich störenden Mehrbelastung aus.


    Dem ist nichts mehr anzufügen!



    Neue Website

    Fluglärmforum Süd

    http://fluglaermforum.ch/

    Die neue Website wurde mit dem sehr beliebten Content Management System (CMS) Joomla! realisiert. Die Inhalte sind sehr übersichtlich und auch ansprechend dargestellt. Ein Besuch, neben der VFSN-Website http://www.vfsn.ch/ und dem Forum Südanflug-NEIN!, lohnt sich deshalb.



    Westanflugkonzept

    21 entscheidende Pluspunkte mit Westkonzept

    https://static1.squarespace.com/static/570f79e4cf80a157aa6c01f7/t/58144ad9e6f2e15be2f7b322/1477724889464/Westanflugkonzept.pdf

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