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Thema: Medienberichte Jul-Dez 2016


Zürichsee-Zeitung

13 000 Südstarts über den See

http://www.zsz.ch/meilen/13000-suedstarts-ueber-den-see/story/13936868

Die Region Zürichsee kommt im neuen Sachplan Infrastruktur Luftfahrt schlecht weg. Vertreter des Fluglärmforums Süd sprechen von «Hiobsbotschaft» und «Katastrophe». Sie kündigen Widerstand an.

Schlimmer hätte es für den Süden nicht kommen können. Der für die Entwicklung und den Betrieb des Flughafens Zürich massgebliche Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL) erhielt Anpassungen. Die wesentlichen Änderungen laufen den Interessen der Bevölkerung in der Region südlich des Flughafens zuwider.

SIL 2 – die Überarbeitung des aus dem Jahr 2013 stammenden SIL 1 – sieht rund 13 000 Starts auf der Piste 16 geradeaus in den Süden vor. Das entspricht 7 Prozent aller Abflüge. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) begründet diese am Dienstag präsentierte Massnahme mit mangelhafter Sicherheit auf den sich kreuzenden Pisten 16 (Südstarts) und 28 (Weststarts). Heute fliegen nur Grossraum-Flugzeuge von der Piste 16 ab. In Zukunft sollen bei Bise und Nebel alle Jets von dort starten, dafür wird dann jeweils die Piste 28 gesperrt.

Von 1000 zu 13 000 Südstarts

Die 13 000 Südstarts geradeaus sind den Vertretern des Fluglärmforums Süd – eine Plattform von 23 Gemeinden und Städte im Süden des Flughafens – ein Dorn im Auge. «SIL 2 ist schockierend, eine Katastrophe für die Gemeinden im Süden des Flughafens», sagt der Küsnachter Gemeindepräsident Markus Ernst (FDP). Es sei noch schlimmer rausgekommen als befürchtet. «Sprach man bisher nur von 1000 möglichen Südstarts pro Jahr, sind es jetzt 13 000», kritisiert Ernst.

Kantonsrat Jürg Trachsel (Richterswil, SVP), der im Fluglärmforum die linksufrigen Gemeinden vertritt, ist enttäuscht über die Südabflüge. «Für den Süden ist das eine Hiobsbotschaft. Aus Gründen der Sicherheit ist es nicht sinnvoll, wenn über die Stadt Zürich und den dicht besiedelten Süden gestartet wird.» Der Zumiker Gemeindepräsident Jürg Eberhard (FDP) bezeichnet SIL 2 «als einen schweren Schlag und für mich völlig unverständlich.» Die Topografie werde nicht berücksichtigt, denn mit den Südstarts geradeaus fliege man direkt auf den Pfannenstiel zu, die Flugzeuge seien also dem Boden viel näher als in anderen Startrichtungen.

«Bise und Nebel Vorwand»

Gemässigter äussert sich der Planungs-Stadtrat von Rapperswil-Jona, Thomas Furrer (parteilos): «Zu befürchten war, dass der Bund die Südstarts geradeaus generell zulassen würde, nicht nur bei Nebel und Bisenlagen. Wenigstens diese Befürchtungen trafen nicht ganz zu.» Fluglärmforums-Präsident Lothar Ziörjen (BDP, Stadtpräsident von Dübendorf) ist skeptisch, was die 13 000 Südstarts betrifft. Er hält diese für eine Gummibestimmung, die willkürlich angewendet werde. «Es wird weit mehr Südstarts geradeaus geben, das kennen wir schon von den Südanflügen – es werden immer mehr», sagt Ziörjen. Diese Befürchtung teilt Jürg Trachsel. «Ich behaupte, dass Bise und Nebel nur ein Vorwand sind, um möglichst viele Südstarts durchführen zu können.»

Markus Ernst ärgert die «Arroganz von Bundesrätin Leuthard, andere Varianten nicht einmal zu prüfen. «Bern hat sich von den Bedürfnissen der Bevölkerung entfernt, den Boden verloren. Das ist jenseits von Gut und Böse.» Jürg Eberhard vermisst einen Vergleich von verschiedenen Varianten, wenn es um den Sicherheitsaspekt geht. Bern scheine schon zum vornherein auf Südstarts fixiert gewesen zu sein. «Darum fehlt mir das Vertrauen in die Flughafenpolitik», sagt der Zumiker, «da wird nicht mit offenen Karten gespielt.»

Warten auf Regierungsrat

Jürg Trachsel vermisst etwas anderes: «Wenn schon Südstarts, dann hätte ich auch etwas über den gekröpften Nordanflug erwartet, aber der kommt überhaupt nicht mehr vor im SIL 2», klagt der Richterswiler. Für Lothar Ziörjen werde der Lärmschutz ignoriert und Sicherheitsargumente zur Erhöhung der Kapazität des Flughafens missbraucht. «Für mich hat der Schutz der Bevölkerung Vorrang, erst danach kommt die Kapazitätssteigerung des Flughafens», fordert er.

Markus Ernst wartet nun gespannt auf die Reaktion des Zürcher Regierungsrats. Denn dessen Fluglärmindex ZFI sei mit 13 000 Südstarts im Jahr wohl kaum einzuhalten. Küsnacht werde als Mitglied des Fluglärmforums Süd alle zur Verfügung stehenden Rechtsmittel gegen die Südstarts ergreifen. Das Fluglärmforum Süd prüft ebenfalls politische und juristische Massnahmen. (Zürichsee-Zeitung)

(Erstellt: 27.09.2016, 17:42 Uhr)



Fluglärmforum Süd

Plattform der Gemeinden und Städte im Süden des Flughafens Zürich

MEDIENINFORMATION


Zürich / Dübendorf, 27. September 2016

Stellungnahme des Fluglärmforums Süd zum heute publizierten SIL 2-Objektblatt:

Der Südabflug geradeaus untergräbt die Glaubwürdigkeit des Flughafens

Das Fluglärmforum Süd, die Plattform der Städte und Gemeinden im Süden des Flughafens Zürich, nimmt zur Kenntnis, dass das Uvek (Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation) sich mit der geplanten Einführung der Südstart geradeaus-Route erneut gegen die Interessen der Bevölkerung im Süden des Flughafens stellt. Damit entsteht ein weiterer Konflikt in der Flughafenpolitik, welche tragfähige Lösungen für Jahre blockieren wird. Dies untergräbt nicht nur der Glaubwürdigkeit des Flughafens, sondern schadet auch der Entwicklung des Flughafens als unbestritten wichtiger Standortfaktor für die ganze Schweiz.

„Leider überrascht uns das heute von Bundesrätin Doris Leuthard präsentierte SIL 2-Objektblatt mit der neuen Abflugvariante Südstarts geradeaus nicht“, erklärt Lothar Ziörjen, Präsident des Fluglärmforums Süd und Stadtpräsident von Dübendorf. Denn bereits im August wurden die Pläne über eine Indiskretion bekannt. Das Fluglärmforum Süd lehnt Südabflüge geradeaus ab. Sollte ein zusätzlicher Bedarf bei Bise und Nebel ausgewiesen sein, müssen zuerst verschiedene, ebenfalls kreuzungsfreie Lösungen wie der gekröpfte Nordanflug oder der Westanflug ausgearbeitet, auf die Wirkung im Gesamtsystem geprüft und öffentlich dargelegt werden.

Nicht entscheidend ist, wie viele derartige Abflüge über eines der dichtest besiedelten Gebiete der Schweiz stattfinden würden. Tatsache ist, dass der Abflugkorridor technisch eingerichtet wäre und entsprechend im Verlauf der Zeit genügend neue „Gründe“ auftauchen würden, um diese Variante zu benutzen. „Wenn wir die Entwicklung der Südanflug-Route in den letzten Jahren zum Vergleich nehmen, würden die Ausnahmen auch bei den Südabflügen geradeaus schnell zur Normalität werden. Skyguide handelt autonom und scheint politisch nicht kontrollierbar. Entsprechend hoch bleibt unser Misstrauen“, kommentiert Lothar Ziörjen die heutige Situation. Das Fluglärmforum Süd behält sich vor, nach Prüfung des publizierten SIL 2-Objektblatts entsprechend politische und juristische Massnahmen zu ergreifen, sollte dies möglich sein. Über diese Schritte und allenfalls weitere Einschätzungen zum Vorschlag des Bundes wird das Fluglärmforum Süd entsprechend kommunizieren.

Über das Fluglärmforum Süd

Das Fluglärmforum Süd ist die Plattform der Gemeinden und Städte im Süden des Flughafens Zürich. Es vertritt rund 300’000 Menschen in den Kantonen Zürich, St. Gallen und Schwyz, die alle von den Südanflügen betroffen sind. Mit der Stadt Zürich ist der Süden des Flughafens eines der dichtest besiedelten Gebiete in der Schweiz. Das Fluglärmforum Süd setzt sich zum Ziel, mit allen politischen und rechtlichen Mitteln die widerrechtlichen und schädlichen Südanflüge zu stoppen und Südabflüge zu verhindern. HINWEIS AN DIE REDAKTION: Aktuelle flughafenpolitische Themen kommentiert das Fluglärmforum Süd jeweils auch auf Twitter (@fluglaermforum) sowie auf seiner Facebook-Seite.

Kontakte (nur bis 13 Uhr erreichbar):
Lothar Ziörjen, Präsident Fluglärmforum Süd, Telefon 044 821 37 94
Stephan Oehen, Oehen PR Schweiz AG, Telefon 043 541 10 07 / 079 410 02 26

Webseite:
www.fluglaermforum.ch



Verein Flugschneise Süd-NEIN (VFSN)

Südstarts geradeaus bei Nebel und Bise

http://vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=3301&Itemid=1

Die im neuen SIL-Objektblatt aufgeführten 13‘000 (!) Südstarts geradeaus zeigen einmal mehr, dass die Bedürfnisse und Ängste der Bevölkerung im Süden des Flughafens nicht wahrgenommen werden.

Aus Sicherheitsgründen – die das BAZL auch diesmal wieder vorschiebt – könnte man auch das Ostkonzept mit Pistenverlängerung einführen,welches mit erheblich geringerer Lärmbelastung Kreuzungspunkte der Flugrouten eliminieren würde.

Mit der sofort möglichen Einführung des gekröpften Nordanflugs könnte der per Volksentscheid beschlossene ZFI eingehalten werden.

Zudem widerspricht die im SIL-Blatt vorgesehene Auffächerung der Flüge im Westen klar dem Volksentscheid gegen die Fluglärmverteilung.

Die Tatsache, dass keine anderen Flugvarianten als jene im Süden über das am dichtesten besiedelte Gebiet verlangt werden, verstärkt das Misstrauen der Zürcher Bevölkerung gegenüber dem BAZL und der Verkehrsministerin enorm.

Auch das Versprechen, dass Südstarts geradeaus nur bei entsprechenden Wetterverhältnissen geflogen werden, weckt im Süden kein Vertrauen. Bereits heute dienen Nebel und Bise als fragwürdige und kaum kontrollierbare Begründung für immer mehr Südanflüge vor allem nachts. Das anfängliche Versprechen, nur in Ausnahmefällen über den Süden anzufliegen, ist längst vergessen.

Der vom Zürcher Volk angenommene ZFI verpflichtet die Regierung, dafür zu sorgen, dass möglichst wenige Personen belärmt werden. Der Kanton Zürich hat im Verwaltungsrat der Flughafen AG bei lärmrelevanten Entscheiden ein Vetorecht. Wir verfolgen gespannt, wie man davon Gebrauch machen wird.

Bereits heute wird der Flughafen laut eigenen Angaben sicher betrieben – wäre es anders, dann müsste er schliessen. Obwohl sich die Zahl der Flüge während der letzten zehn Jahre kaum verändert hat, stützt sich das BAZL einmal mehr auf Prognosen, welche eine starke Zunahme von Flugbewegungen voraussagen. Mit diesem Argument verlangt man jetzt diese neue problematische Startroute.

Der Verein Flugschneise Süd-NEIN verlangt, dass auf Südstarts geradeaus generell verzichtet wird.

Medienmitteilung, Matthias Dutli, Präsident VFSN



30.09.2016 - 15:17, sda

Flughafen Zürich: Weniger Warteschleifen dank besserer Planung

https://www.bluewin.ch/de/news/regional/region-zurich/2016/9/30/flughafen-zuerich--weniger-warteschleifen-dank-bess.html

Bessere Planung der Ankunftszeiten, weniger Warteschleifen für die Flugzeuge: Am Flughafen Zürich ist im vergangenen Jahr ein neues System getestet worden, das die Ankunftswellen optimieren soll. Dieses System, iStream genannt, wird nun definitiv eingeführt.

Mit iStream können die Flugsicherung skyguide, die Fluggesellschaft Swiss sowie die Piloten in den Maschinen die Ankunftszeiten laufend austauschen und korrigieren. Dauert ein Flug länger, ist skyguide somit bereits informiert und kann die Ankunftswelle besser planen.

Wie die Swiss am Freitag mitteilte, verlief die einjährige Testphase positiv. Mit iStream konnte die Zahl der Warteschleifen am Flughafen Zürich um rund 95 Prozent reduziert werden. Entsprechend wurde einiges an Kerosin eingespart.

Das Konzept mit den während des Fluges angepassten Ankunftszeiten wird deshalb ab dem 13. Oktober verbindlich. Vorerst gilt es für alle Anflüge der Morgenwelle in Zürich.

Künftig soll das Konzept auch für andere Ankunftswellen in Zürich angewendet werden. Getestet wird es zudem neu am Flughafen Paris Charles de Gaulle. iStream wird von der EU mitfinanziert.



SRF 1 - Flughafen-Chef Stephan Widrig will mehr Kapazitäten

Der Flughafen Zürich soll seine Kapazitäten erhöhen können. Das fordert Flughafen-Chef Stephan Widrig. Im Interview mit dem Regionaljournal tönt er an, dass der Flughafen mit entsprechenden Anträgen beim Bund vorstellig wird.

Am vergangen Dienstag informierte das Bundesamt für Zivilluftfahrt über seine Vorgaben für den künftigen Betrieb des Flughafens Zürich. Hintergrund war ein Sicherheitsbericht aus dem Jahr 2012. Dieser bemängelte, dass sich die An- und Abflugrouten häufig kreuzen. Das sei ein Sicherheitsrisiko.

Neu sollen deshalb bei schlechtem Wetter die Flugzeuge Richtung Süden starten, direkt über Zürich und andere dicht besiedelte Gemeinden. Dazu möchte der Bund auch zwei der drei Pisten verlängern.

«Flughafen ist nicht gefährlich»

Widrig begrüsst diese Massnahmen. Es sei richtig, dass Probleme angegangen würden. Er bestreitet jedoch, dass es am Flughafen Zürich ein Sicherheitsrisiko gibt. «Der Flughafen Zürich ist nicht gefährlich», betont er als Regionaljournal-Wochengast. Zusätzlich zu den Sicherheitsmassnahmen hätte sich Widrig aber auch Massnahmen gewünscht, damit der Flughafen weiter wachsen kann.
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Weniger Warteschleifen

Bessere Planung der Ankunftszeiten, weniger Warteschleifen: Im vergangenen Jahr ist in Zürich ein System getestet worden, das die Ankunftswellen optimieren soll. Dieses System, iStream genannt, wird nun definitiv eingeführt. Damit können Flugsicherung skyguide sowie die Piloten in den Fliegern die Ankunftszeiten laufend austauschen und korrigieren.

«Die gestiegene Nachfrage von Flügen wird nicht vom Airport vorangetrieben sondern von mehreren verschiedenen Faktoren. Neben Wirtschaft und Forschung sind das auch das Bevölkerungswachstum und die immer internationaler werdenden Verwandtschaftsverhältnisse sowie das gestiegene Pro-Kopf-Einkommen in der Schweiz.» Aber auch Menschen aus den Schwellenländern könnten sich mittlerweile Tourismus-Reisen nach Europa leisten – und dem müsste Rechnung getragen werden, so Widrig.

Es gäbe eine Nachfrage nach Mobilität und diese wolle der Flughafen Zürich auch in zehn Jahren erfüllen. Er lässt durchblicken, dass der Flughafen deshalb im Rahmen des Verfahrens, welches nun zu den neuen Plänen des Bundes läuft, seine Wünsche einbringen werde. «Wir werden nun die Vorschläge des Bundes in aller Ruhe analysieren und werden uns dann äussern.»
Frühestens in sieben Jahren

Bis der Flughafen ein neues Flugkonzept erhält, dürfte es jedoch noch lange dauern. Bund und Kanton Zürich wirken mit und am Schluss dürften auch noch die Gerichte eingeschaltet werden. Widrig rechnet deshalb mit mindestens sieben Jahren.

(kueh; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 17:30 Uhr)



Flugplatz Dübendorf

Mit der Feldlerche gegen Fluglärm

http://www.nzz.ch/zuerich/flugplatz-duebendorf-mit-der-feldlerche-gegen-fluglaerm-ld.119947

von Andreas Schürer 3.10.2016, 05:30 Uhr

Die Stadt Dübendorf unterliegt vor Baurekursgericht dem Bund. Im Kampf gegen die aviatische Flugplatz-Nutzung darf sie eine Magerwiese nicht unter Schutz stellen.

Um die künftige Nutzung des Flugplatzes Dübendorf wird mit harten Bandagen gekämpft. Der Bund will die Piste nach dem weitgehenden Rückzug des Militärs der zivilen Aviatik zur Verfügung stellen. Allen voran die Geschäftsfliegerei, die am Flughafen Zürich verdrängt wird, soll dort eine neue Heimat erhalten. Die Standortgemeinden bekämpfen das Vorhaben vehement, an verschiedensten Fronten und durchaus ideenreich. Das jüngste Kapitel spielte sich nun vor dem Baurekursgericht des Kantons Zürich ab. Der aktuelle Fall: Der Stadtrat Dübendorf hat eine Magerwiese, die sich gleich neben der Piste befindet, unter Schutz gestellt. Die Wiese sei ausserordentlich wertvoll und beherberge seltene Pflanzen- und Tierarten, von der Aufrechten Trespe bis zur Feldlerche. Dass mit diesem Entscheid auch die aviatischen Pläne des Bundes torpediert werden, versteht sich von selbst. Das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), die Eigentümerin des Areals, hat denn den Entscheid des Stadtrats auch angefochten – und hat nun recht erhalten.

Die Magerwiese bildet einen jeweils rund 50 Meter breiten Streifen auf beiden Seiten entlang der asphaltierten Start- und Landepiste. Laut dem Dübendorfer Stadtrat hat eine Untersuchung durch eine spezialisierte Firma ergeben, dass die Wiese als ein im Mittelland seltener Lebensraumtyp zu klassifizieren und für bedrohte Tier- und Pflanzenarten unbedingt zu erhalten sei. Würde auf Massnahmen gegen den Vogelschlag verzichtet und die Schnitthöhe nicht so tief gehalten wie heute, könnten sich sogar noch mehr seltene Vogel-, Insekten- und Pflanzenarten in diesem Lebensraum ansiedeln. Aus diesen Gründen nahm der Stadtrat mit Entscheid vom 7. April den Trockenstandort Flugfeld/Äschenwiesen ins kommunale Inventar der Natur- und Landschaftsschutzobjekte auf und stellte ihn damit unter Schutz.

Das VBS kritisierte in seinem Rekurs, dass dieser Entscheid erheblichen Einfluss auf gegenwärtige und künftige Nutzung der Piste habe. Der Wert der Trockenwiese sei unbestritten. Um die Flugsicherheit nicht zu gefährden, sei aber bisher eine maximale Aufwuchshöhe der Wiese festgelegt worden. Dadurch könnten die Schutzanforderungen zwar nicht vollumfänglich umgesetzt, der Erhalt der Trockenwiese aber sichergestellt werden. Das Interesse der Flugsicherheit überwiege jenes des Naturschutzes in diesem Fall klar.

Der Stadtrat meinte zu diesem Argument, beim Flugplatz Dübendorf handle es sich um eine militärische Anlage; nun habe aber das VBS selber mitgeteilt, dass die Piste durch die Armee nicht mehr benötigt werde. Bis eine allfällige zivil-aviatische Nutzung Realität werde, müssten noch unzählige Verfahren durchlaufen werden. Da bliebe noch genügend Zeit, Interessenabwägungen vorzunehmen.

Für das Baurekursgericht ist es «unerfindlich», weshalb der Stadtrat diese Interessenabwägung nicht schon jetzt vornahm und ohne Prüfung der Verhältnismässigkeit entschied, die Wiese des VBS unter Schutz zu stellen. Die Argumentation, dies könne zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden, verfange nicht. Der Bundesrat habe mehrfach seinen Willen bekundet, die Piste aviatisch weiter zu nutzen; das müsse berücksichtigt werden. Die Unter-Schutz-Stellung sei demnach wieder aufzuheben.



SRF - Schweizer Steuergeld für ausländische Piloten

Schweizer Steuergeld für ausländische Piloten

Von der neuen Pilotenförderung des Bundes profitieren nur Linienpiloten der Lufthansa-Tochter Swiss. Drei Viertel der Piloten kommen aus dem Ausland. Politiker kritisieren die Praxis scharf und fordern dringend Korrekturen.

Subventionen für ausländische Piloten?

Seit Anfang Jahr unterstützt der Bund die Ausbildung angehender Linienpiloten in der Schweiz. Die hiesige Branche braucht dringend Nachwuchs. Nun zeigt sich, dass bei den Linienpiloten ausschliesslich Anwärter der Lufthansa-Tochter Swiss in den Genuss der Bundesgelder kommen.

Der Grund: Die Verordnung des Bundesrates sieht vor, dass nur jene Piloten Geld beantragen können, die schon vor Beginn der Ausbildung einen Arbeitsvertrag haben. Diese Verpflichtung können nur Swiss-Anwärter vorlegen. Abgänger unabhängiger, privater Flugschulen, die später etwa bei Easyjet Schweiz oder Helvetic fliegen, haben das Nachsehen.

Politiker ärgern sich über die aus ihrer Sicht einseitige Förderung. «Das ist ganz klar nicht im Sinn des Gesetzgebers», sagt GLP-Nationalrat Martin Bäumle in der «Rundschau». Philipp Hadorn von der SP sekundiert: «Es kann nicht sein, dass nur Auszubildende von einem Unternehmen, der Swiss, in den Genuss kommen.» Und auch FDP-Nationalrat Hans-Ulrich Bigler findet klar, alle Schweizer Firmen müssten gleichmässig berücksichtigt werden.

Bundesamt: Müssen mit der Swiss reden

Tatsächlich profitieren von der Schweizer Aviatikförderung vor allem Nicht-Schweizer. Die Swiss, die als einziges Unternehmen die Vorgaben erfüllt, ist in deutschem Besitz. Und von den staatlich unterstützten Linienpiloten sind drei Viertel Ausländer. Die Fördergelder fliessen hauptsächlich an österreichische, italienische, deutsche und tschechische Anwärter.

Urs Holderegger vom Bundesamt für Zivilluftfahrt bestätigt den hohen Anteil ausländischer Empfänger bei den Linienpiloten. Glücklich sei man darüber nicht: «Das ist nicht, was wir wollten.» Man suche das Gespräch mit der Swiss. Ob aber die entsprechende Verordnung geändert werde, könne er zurzeit nicht sagen. Genau dies fordern Politiker aber dringend. Nationalrat Hans-Ulrich Bigler: «Das muss korrigiert werden, die Verordnung muss angepasst werden.» Kollege Philipp Hadorn kündigt bereits an, in der nächsten Session mit einem Vorstoss Druck zu machen.

Nur Swiss geht verlangte Verpflichtung ein

Der Bund übernimmt gemäss Verordnung bis zu 50 Prozent der Ausbildungskosten. Für angehende Linienpiloten – alle bei der Swiss – hat das zuständige Bundesamt bereits eine Million Franken gesprochen. Bis Ende Jahr dürften noch einige Gesuche mehr eintreffen.

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt legt Wert auf die Feststellung, dass die entsprechende Verordnung grundsätzlich offen für alle Teilnehmer sei.

Die Swiss sei offenbar als einzige Airline bereit, für angehende Linienpiloten in der Schweiz eine Verpflichtung einzugehen. Und ausländische Anwärter dürften wegen des Freizügigkeitsabkommens nicht ausgeschlossen werden. Die Swiss gibt zu bedenken, die Auflagen – insbesondere die Anstellungsverpflichtung – seien auch für sie hart gewesen.



Zollikon Zumikon

Südstarts werden massiv mehr Lärm bringen

http://www.zolliker-zumiker.ch/CMS/de-CH/Gemeinde/40-2016-S%C3%BCdstarts-werden-massiv-mehr-L%C3%A4rm-bringen.aspx

Der neue Sachplan Infrastruktur Luftfahrt bringt den rechtsufrigen Zürichsee-Gemeinden Zumikon, Zollikon und Küsnacht, die im entsprechenden Korridor liegen, viel Ungemach. Die Lärmbelastung werde erheblich steigen, meint Matthias Dutli, Präsident des Vereins Flugschneise Süd – Nein.

Mit dem neuen Sachplan Infrastruktur Luftfahrt SIL2 haben die Verantwortlichen den Zumikern und Zollikern ein grosses Kuckucksei ins Nest gelegt. Er sieht jährlich rund 13 000 Starts auf der Piste 16 geradeaus in den Süden vor. Begründet hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL dies mit mangelhafter Sicherheit auf den sich kreuzenden Pisten 16 mit Südstarts und 28 mit Weststarts. Die Sicherheit von Hunderttausenden von Schwamendingen über Dübendorf bis zum See ist dagegen nicht Bestandteil des überarbeiteten Sachplans.

Der Gemeindepräsident von Zumikon Jürg Eberhard betont, dass der Fluglärm seit Beginn des Südanflugregimes zugenommen habe, dieses sei aber heutzutage regulär, es sei bewilligt und somit rechtmässig. Dass es mit den Umweltschutzgesetzgebungen im Konflikt stehe, sei eine Tatsache, weil es dort heisse, dass der Lärm kanalisiert werden solle. So wie es das alte Regime vorgesehen habe: Starts und Landungen über dem wenig bevölkerten Norden, der dicht besiedelte Süden sei nur in angemessener Höhe zu überfliegen. Der Entscheid über das Flugregime liege bei Skyguide. Es herrsche keine vollkommene Willkür, aber der Flugverkehrsleiter könne entscheiden – die Gemeinden hätten nichts zu sagen. Die Zunahme des Fluglärms bestätigt auch eine Anwohnerin am Chapf. Sie habe an einem schönen Sommerabend in einer Stunde 63 Flugzeuge gezählt. Und der Lärm sei so laut, dass man auf der Terrasse kein Gespräch mehr führen könne.

«Gekröpfter» nicht diskutiert

Der Präsident des Vereins Flugschneide Süd – Nein, Mathias Dutli, ergänzt, dass Skyguide durchaus im Sinne des Flughafens entscheiden könne, indem man beispielsweise eine Gewitterzelle als so gefährlich einstufe, dass man das Regime wechseln müsse. Und dass die Starts wesentlich lauter seien als Landungen, auch weil die Piloten gegen den Pfannenstil hin schnell steigen müssten.

Ins selbe Horn stösst auch der Zolliker Gemeinderat Sascha Ullmann, der wie Jürg Eberhard Mitglied des Fluglärmforums Süd ist. «Auch gehe ich davon aus, dass das ‹Bisenkonzept› in den von Deutschland einseitig verordneten Sperrfristen morgens und abends weiterhin das ‹Südkonzept› mit den Südanflügen ist.» Es könne also bei Bise durchaus sein, dass die Region morgens und abends durch Südanflüge belastet werde und tagsüber mit Südstarts. «Dass dabei über Mittag nicht geflogen wird, ist ein schwacher Trost.» Für seine Gemeinde geht Sascha Ullmann vor allem im Gebiet Sennhof und im Zollikerberg von einer deutlich störenden Mehrbelastung aus. Aber auch im Dorf erwartet er ein «hörbares Grollen».

Jürg Eberhard hält fest, dass das Fluglärmforum Süd nach wie vor gegen Südstarts sei, auch bei Nebel und Bise. Den gekröpften Anflug parallel zur deutschen Grenze sieht er als gute Variante, die aber vom BAZL unter den Tisch gekehrt worden sei. Das Forum Süd kritisiere denn auch, dass weder diese noch andere Alternativen geprüft wurden. «Der nun vom Bundesrat vorgelegte SIL2 folgt zu einseitig den Ideen des Flughafens», sagt auch Sascha Ullmann.

Frist für Einwendungen läuft

Matthias Dutli erklärt, dass der Flughafen zu Nordlandung und Südstarts tendiere. Weil die Piste 32 zu kurz für grosse Flugzeuge sei, müssten diese auf der Piste 16 von Norden her landen. Deshalb werde die Pistenverlängerung angestrengt. Und auch eine Kapazitätserweiterung werde geplant: Man wolle von heute rund 270’000 Flügen auf 360’000 steigern. Es habe schon früher Südstarts gegeben, aber mit der Rechtskurve nach dem Start. Mit Südstarts geradeaus könne der Flughafen die Kapazität steigern, dafür würden aber auch massiv mehr Leute beschallt. Der Flughafen werde dazu ein konkretes Gesuch einreichen, das in die Vernehmlassung gehe. Dann müssten Kantons- und Regierungsrat entscheiden, der definitive Entscheid werde in sechs bis acht Jahren fallen.

Auch Jürg Eberhard bestätigt diesen Zeitplan. Das Forum Süd der Gemeinden werde jetzt zum SIL2-Vorschlag Stellung nehmen. Und auch die Bevölkerung könne das. Das werde zurzeit im Gemeinderat Zumikon diskutiert. Dieser möchte die Bürgerinnen und Bürger auffordern, sich aktiv zu äussern. Die Gemeinde würde die entsprechende Vorlage ausarbeiten und allen rechtzeitig zur Verfügung stellen. Die Frist für Stellungnahmen läuft bis zum 8. November 2016.

Weder Jürg Eberhard noch Mathias Dutli sind gegen einen gut funktionierenden Flughafen. Aber gegen die Auswüchse von Kloten als Drehscheibe oder Hub. Als Beispiel nennt Matthias Dutli den täglichen Flug nach Hongkong, der unmöglich mit Passagieren aus der Schweiz gefüllt werden könne. Man fliege einfach Passagiere aus anderen Destinationen ein, die in Kloten umsteigen würden. Und das sei doch «bireweich». (wn)



Flughafen Zürich
Ein unausgegorener Plan
Gastkommentarvon Lothar Ziörjen8.10.2016, 05:30 Uhr

http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/flughafen-zuerich-ein-unausgegorener-plan-ld.120995

"Ein Pistenausbau zur Stabilisierung des geltenden Flugregimes hat dereinst in einer Volksabstimmung nur ohne die geplanten Südabflüge geradeaus eine Chance."

Der Flughafen Zürich ist für die ganze Schweiz zentral. Der Bund versucht dem Rechnung zu tragen und bringt zwei wesentliche Neuerungen: einerseits die Möglichkeit von Pistenausbauten, um das An- und Abflugregime sicherer, stabiler und verspätungsresistenter zu machen. Andererseits sollen neu sogenannte Südabflüge geradeaus bei Bise und Nebel über die Quartiere im Norden, Westen und Süden der Stadt Zürich, über Dübendorf, den Pfannenstiel, Uster und mit Auswirkungen bis in die Gegend des oberen Zürichsees geflogen werden. Die Bevölkerung in einem der dichtestbesiedelten Gebiete der Schweiz würde damit noch mehr belastet. Diese Region trägt bereits heute mehr als einen Viertel des Fluglärms.

Flughafenpolitik soll emotional sein dürfen, grundsätzlich geht es aber um Fakten. Ohne Südabflüge geradeaus, erklären heute das Bundesamt für Zivilluftfahrt und der Flughafen Zürich unisono, sei die Sicherheitsmarge zu klein. Bedeutet dies, dass der Flugbetrieb heute in Kloten unsicher ist? Nicht einmal die ärgsten Flughafenkritiker würden dies behaupten. Unbestritten bleibt: Sicherheit muss in der Luft und am Boden jederzeit gleichermassen garantiert werden. Eine Tatsache lässt die geplanten Südabflüge geradeaus vor diesem Hintergrund in einem völlig anderen Licht erscheinen: Es gibt keine Flugroute, die mehr Menschen einem Absturzrisiko und dem maximal möglichen Fluglärm aussetzt, als An- und Abflüge über dem dichtbesiedelten Süden.
Wie unausgegoren der aktuelle Vorschlag aus Bern ist, zeigt sich in einem weiteren Punkt. Dem Flughafen sollen «ca. 13 000 Südabflüge» zustehen. Die Schätzung der Anzahl Südabflüge basiert auf der Schätzung der Anzahl Nebel- und Bisetage im Jahr und auf der Schätzung der prognostizierten und erneut korrigierten Entwicklung am Flughafen im Jahr 2030. In einem Rechtsstaat wie der Schweiz hat die betroffene Bevölkerung Anrecht auf eine verbindliche Regelung. Die Einführung von Südstarts geradeaus wäre der massivste Eingriff in das An- und Abflugregime des Flughafens Zürich seit der Durchsetzung der Südanflüge mit Notrecht. Schätzungen, welche Abflugschleusen Richtung Süden sich öffnen, sind unseriös und schlicht illegal.

Grundsätzlich hätte der Flughafen aufgrund des ersten SIL-Objektblatts seit 2013 die Möglichkeit gehabt, jährlich bis zu 1000 Südabflüge geradeaus zu beantragen und diese bei Nebel und Bise zum Verspätungsabbau einzusetzen. Der Bericht der Flugunfalluntersuchung, welchen der Flughafen seiner Argumentation zugrunde legt, war damals bereits bekannt. Wer den Vergleich zum neu vorliegenden SIL-Objektblatt des Bundes mit geforderten «ca. 13 000» Südabflügen macht, kann zwei Schlüsse ziehen. Entweder hat sich das Klima dramatisch verändert, so dass heute 13-mal so viele Bise- oder Nebeltage im Jahr auftreten. Oder der Flughafen wünscht sich einen grösseren Handlungsspielraum auf dem Rücken der Bevölkerung und hat deshalb mit der Beantragung zugewartet. Das ist unglaubwürdig.
Es gibt alternative Möglichkeiten, um den Betrieb am Flughafen stabil und sicher weiterzuentwickeln. Eine ist der sogenannt gekröpfte Nordanflug. Eine andere zu prüfende Möglichkeit sind Westanflüge über wenig besiedeltem Gebiet. Wer diese Optionen verneint, dem fehlt es an Respekt gegenüber der Bevölkerung und gegenüber dem Zürcher Regierungsrat.

Wenn Bund und Flughafen sich einen erhöhten Handlungsspielraum erhoffen, erweisen sie sich einen Bärendienst. Es gibt alternative Möglichkeiten, um den Betrieb am Flughafen stabil und sicher weiterzuentwickeln. Eine ist der sogenannt gekröpfte Nordanflug. Eine andere zu prüfende Möglichkeit sind Westanflüge über wenig besiedeltem Gebiet. Wer diese Optionen verneint, dem fehlt es an Respekt gegenüber der Bevölkerung und gegenüber dem Zürcher Regierungsrat. Denn dieser würde bei einer Einführung von Südabflügen geradeaus mit einer unmöglichen Situation konfrontiert. Stimmen die Vertreter des Kantons Zürich im Verwaltungsrat der Flughafen Zürich AG den Südanflügen geradeaus zu, würden sie indirekt geltendes kantonales Recht brechen. Denn Südabflüge geradeaus lassen den Zürcher Fluglärmindex (ZFI) gänzlich entgleisen. Die Einhaltung des ZFI-Grenzwerts – er ist bereits heute überschritten – ist von Gesetzes wegen verlangt.

So wie der ZFI und so wie alle wichtigen Vorlagen des Flughafens bei Volksabstimmungen im Kanton Zürich Mehrheiten gefunden haben, ist zu erwarten, dass auch das wichtige Anliegen der Pistenverlängerungen vors Volk kommt. Vielfach sind es der Süden des Flughafens und die Stimmbürger der Stadt Zürich, die für die Annahme von Flughafenvorlagen den Ausschlag geben.
Der Flughafen Zürich soll sich weiterentwickeln können. Qualitative Entwicklung des Angebots steht dabei vor unbegrenztem Wachstum. Ein Pistenausbau zur Stabilisierung des geltenden Flugregimes hat in einer Volksabstimmung dereinst nur reale Chancen, wenn der Bundesrat das SIL-Paket im nächsten Jahr ohne die Südabflüge geradeaus verabschieden wird.

Lothar Ziörjen, Stadtpräsident Dübendorf, ist Präsident des Fluglärmforums Süd.


Zuletzt bearbeitet: 08.10.16 13:13 von Thomas


Privatjet-Krise in Zürich

Kleinflughäfen jubeln

http://www.blickamabend.ch/news/privatjet-krise-in-zuerich-kleinflughaefen-jubeln-id5643504.html

Der Flughafen Zürich platzt aus allen Nähten. Privat- und Businessjets weichen deshalb in die Provinz aus.

Der Flughafen Zürich hat ein Luxusproblem: Jahr für Jahr nutzen mehr Menschen den grössten Airport der Schweiz. Vergangenes Jahr flogen erstmals mehr als 26 Millionen Passagiere über «ZRH». Die Kehrseite: Es wird immer enger. Die Zivilluftfahrt verdrängt die sogenannte General Aviation – also vor allem Privat- und Businessflüge.

Nun zeigt sich, dass die Privatflieger Zürich zunehmend das Heck zukehren. Zugunsten kleinerer Flughäfen, die mehr freie Kapazitäten haben.

«Wir hatten von Januar bis September 2016 zehn Prozent mehr Businessjets als im Jahr zuvor», sagt Mathias Gantenbein (38), CEO des Flughafens Bern, «dieses Geschäftsfeld entwickelt sich sehr erfreulich.» Dasselbe Bild zeigt sich am EuroAirport in Basel. Dieses Jahr verbuchte man dort bis Ende September bereits zehn Prozent mehr Flüge, so Flughafensprecherin Vivienne Gaskell.

Zürcher Privatjet-Krise

Auch am St. Gallen Airport in Altenrhein am Bodensee spürt man die Zürcher Privatjet-Krise. «Wir haben letztes Jahr wohl rund fünf Prozent von Zürichs aus Slot- und Platzgründen abgewiesener General Aviation aufgenommen», schätzt Daniel Steffen (51), CEO des Flugplatzes. «Dass solche Flüge an den grossen Flughäfen keinen Platz haben, ist auch in anderen Städten so: London, Paris, New York.» Für Regionalflughäfen in der Schweiz sei das eine Chance.

Ganz anders die Gemütslage in Zürich selbst: «Die Situation wird sich zunehmend verschlechtern», warnt Sprecherin Sonja Zöchling. Das sei schädlich für den Wirtschaftsstandort Zürich: «Grosse internationale Firmen betreiben oftmals ihre eigenen Businessjets. Wenn sie mit diesen nicht mehr in Zürich landen können, besteht die Gefahr, dass sie sich einen anderen Standort für ihren Firmensitz suchen.» Derzeit zählt Zürich pro Jahr rund 30'000 General-Aviation-Flüge. Mittelfristig werde sich diese Zahl halbieren, so Zöchling.

Eigentlich stünde eine Lösung bereit: Der Militärflugplatz Dübendorf soll sich in einen Zürcher Business-Flughafen verwandeln. So will es zumindest der Bund. «Nach dem Vorbild anderer Wirtschaftsmetropolen, wo solche Business-Airports längst üblich sind», sagt Urs Brütsch (51), Geschäftsführer der Flugplatz Dübendorf AG.

Doch in Dübendorfs Nachbargemeinden hat niemand auf den zusätzlichen Fluglärm gewartet. Der Widerstand ist gross.

Brütsch schätzt, dass es noch fünf bis sieben Jahre dauern wird, bis das Projekt Realität ist. Ob die reichen Businessjetbesitzer so lange warten wollen, ist fraglich.



Zürich-Kloten

02. November 2016 12:35; Akt: 02.11.2016 12:48

Flugzeuge dürfen bis spät in die Nacht starten

http://www.20min.ch/schweiz/zuerich/story/26418575

Der Flughafen Zürich verletzt die Nachtflugordnung nicht, wenn er verspätete Starts und Landungen bis um 23.30 Uhr zulässt. So entschied das Bundesverwaltungsgericht.

Der Schutzverbands der Bevölkerung um den Flughafen Zürich (sbfz) forderte im April 2015 vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) Massnahmen, damit am Flughafen Zürich künftig die Nachtflugordnung eingehalten werde. Er wirft den Flughafenbetreibern vor, dass zu viele Slots im Zeitraum von 22.30 bis 22.45 Uhr vergeben würden. Damit würden Abflüge nach 23 Uhr faktisch im Flugplan eingeplant.

Die Nachtflugordnung sieht für das Zeitfenster zwischen 23 Uhr und 6 Uhr eine Nachtflugsperre vor. Allerdings dürfen bis um 23.30 Uhr Verspätungen abgebaut werden. Dafür braucht es keine besondere Bewilligung. Starts und Landungen nach 23.30 Uhr darf der Flughafen nur bei unvorhersehbaren ausserordentlichen Ereignissen bewilligen.

Keine zusätzliche Reserve

Das Bundesverwaltungsgericht hält in seinem am Mittwoch publizierten Urteil fest, dass der Flughafen mit seiner bestehenden Praxis die Nachtflugordnung nicht verletzte - auch wenn es häufig zu einem Abbau der Verspätungen nach 23 Uhr komme.

Das Gericht räumt ein, dass die Forderung des sbfz nach mehr zeitlicher Reserve im Flugplan vor diesem Hintergrund verständlich sei. Die Bestimmungen sähen jedoch vor, dass verspätete Flugzeuge ohne weitere Voraussetzungen bis 23.30 Uhr starten dürften.

Rüffel für das BAZL

Das BAZL hatte die Eingabe des Schutzverbandes als eine aufsichtsrechtliche Anzeige betrachtet. Es stellte sich auf den Standpunkt, dass dem sbfz in diesem Fall keine Parteistellung zukomme. Aus diesem Grund erliess es keine anfechtbare Verfügung.

Dies ist gemäss Bundesverwaltungsgericht falsch. Inhaltlich sei die Abweisung der Anliegen des sbfz jedoch korrekt gewesen.

(sda)



Breite Front gegen Südstarts

http://www.zsz.ch/meilen/breite-front-gegen-suedstarts/story/13351992

Die vorgesehenen jährlich 13'000 Südstarts vom Flughafen Kloten aus sind an der Podiumsdiskussion in der Vogtei Herrliberg schlecht weggekommen. Die Mehrzahl der Referenten und das Publikum liessen ihrem Ärger freien Lauf.

Einigermassen Verständnis für die vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) beschlossenen Massnahme mit den Südstarts bringt am Dienstagabend im Saal der Vogtei Herrliberg einzig der Walliseller Stefan Tschudin auf. «Der Flughafen Zürich ist für die ganze Schweiz zentral», sagt der Leiter Betrieb der Flughafen Zürich AG. Der Bund versuche nun, dem Rechnung zu tragen und sei gewillt, das An- und Abflugregime sicherer, stabiler und verspätungsresistenter zu machen. Mittel zum Zweck seien sogenannte «Südabflüge geradeaus» die bei Bise und Nebel über die Quartiere im Norden, Westen und Süden der Stadt Zürich, über Dübendorf, den Pfannenstiel, Uster und mit Auswirkungen in die Gegend des Zürichsees geflogen werden.

Tschudin deutete aber an, man sei sich nicht sicher, ob das Massnahmenpaket für die künftige Entwicklung des Flughafens Kloten ausreiche. Von allen Seiten hagelt es nun Kritik auf ihn ein. «Sind die Südstarts einmal genehmigt, ist die Versuchung gross, Flugzeuge auch bei normalen Bedingungen – ohne Bise und Nebel – in Richtung Süden starten zu lassen», sagte Urs Dietschi aus Tagelswangen. Mehr Kapazität brauche es ohnehin nicht. Der ehemalige Kantonsrat war Gastredner und vertrat die Vereinigung Bürgerprotest Fluglärm Ost. Dietschi solidarisierte sich an diesem Abend zwar mit dem Süden, es ist allerdings ein offenes Geheimnis, dass der Osten nicht enttäuscht wäre, falls ihn der Süden in Sachen Fluglärm entlasten würde.

Geballte Opposition

Ihr Fett bekamen Tschudin, die Flughafen Zürich AG, das Bazl und auch das von Bundesrätin Doris Leuthard geleitete Eidgenössische Departement für Umwelt. Verkehr, Energie und Kommunikation von Küsnachter Seite ab. Gemeindepräsident Markus Ernst (FDP), assistiert vom langjährigen Swissair-Piloten und Flugsicherheitsexperten Jürg Schmid, wehrten sich vehement gegen die ab 2024 vorgesehene Häufigkeit der Südstarts. «Die Bevölkerung in einem der dichtest besiedelten Gebiete der Schweiz mit Fluglärm noch mehr zu belasten, ist Unfug und auch aus Sicherheitsgründen klar abzulehnen», sagt Schmid.

«Unausgegoren ist die Absicht des Bundes», hielt Ernst fest. Noch 2013 sei die Rede von jährlich nur bis zu 1000 Südabflügen bei Nebel und Bise gewesen. Nun habe sich das Blatt drastisch und unnötig gewendet. «Bundesbern prüft nicht einmal durchaus mögliche Varianten zu den Südstarts.»

Publikum empört

Emotional wie sonst eher selten an Podien in der Vogtei reagierte die Zuhörerschaft im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal. Markus Ernst und Schmid heimsten mit ihren Voten Applaus und Bravo-Rufe ein. Moderator Oliver Rappold, Vereinspräsident des Forums Vogtei, liess das Publikum am Ende der Diskussion ausgiebig zu Wort kommen.

Die Empörung in den Sitzreihen war beträchtlich. Ein Redner fühlt sich in den Grundrechten verletzt und forderte vehement zum Widerstand gegen die Südstarts aus. Auch andere fühlen sich im Stich gelassen. Welche negativen Auswirkungen Fluglärm auf die Gesundheit habe, sei ja bekannt. Sogar Volksinitiativen gegen die Südstarts kommen aufs Tapet. Dass an diesem Abend niemand in Begeisterungsstürme ausbrechen würde, war zu erwarten gewesen. Der Ärger im Publikum erreichte aber ein Ausmass, das deutlich machte, wie gross der Verdruss der Bevölkerung in der Region über die Südstarts ist.

(Zürichsee-Zeitung)
(Erstellt: 02.11.2016, 14:46 Uhr)



TAGI - Bis 23.30 Uhr – Flugzeuge dürfen in Kloten spät noch starten

Entlastung für den Flughafen: Dieser verletze die Nachtflugordnung nicht, wenn er verspätete Flugbewegungen bis 23.30 Uhr zulässt, sagt das Bundesverwaltungsgericht.

02.11.2016

Das Bundesverwaltungsgericht hat eine Beschwerde des Schutzverbands der Bevölkerung um den Flughafen Zürich in einem entscheidenden Punkt abgewiesen. Dieser verlangte vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) Massnahmen, damit am Flughafen künftig die Nachtflugordnung eingehalten werde. Er wirft den Betreibern vor, dass zu viele Slots im Zeitraum von 22.30 bis 22.45 Uhr vergeben würden. Damit würden Abflüge nach 23 Uhr faktisch im Flugplan eingeplant.

Umfrage

Ist der Staat beim nächtlichen Fluglärm streng genug?

Die Nachtflugordnung sieht für das Zeitfenster zwischen 23 Uhr und 6 Uhr eine Nachtflugsperre vor. Allerdings dürfen bis um 23.30 Uhr Verspätungen abgebaut werden. Dafür braucht es keine besondere Bewilligung. Starts und Landungen nach 23.30 Uhr darf der Flughafen nur bei unvorhersehbaren ausserordentlichen Ereignissen bewilligen.
Forderung ist «verständlich»

Das Bundesverwaltungsgericht hält in seinem heute Mittwoch publizierten Urteil fest, dass der Flughafen mit seiner bestehenden Praxis die Nachtflugordnung nicht verletzte – auch wenn es häufig zu einem Abbau der Verspätungen nach 23 Uhr komme.

Das Gericht räumt ein, dass die Forderung des Schutzverbands nach mehr zeitlicher Reserve im Flugplan vor diesem Hintergrund verständlich sei. Die Bestimmungen sähen jedoch vor, dass verspätete Flugzeuge ohne weitere Voraussetzungen bis 23.30 Uhr starten dürften.

Rüffel fürs Vorgehen des Bazl

Das Bazl hatte die Eingabe des Schutzverbandes als eine aufsichtsrechtliche Anzeige betrachtet. Es stellte sich auf den Standpunkt, dass dem Schutzverband in diesem Fall keine Parteistellung zukomme. Aus diesem Grund erliess es keine anfechtbare Verfügung.

Dies ist gemäss Bundesverwaltungsgericht falsch. Inhaltlich sei die Abweisung der Anliegen des Schutzverbandes jedoch korrekt gewesen.





SRF 1 - Breite Front gegen Südstarts bei Nebel und Bise

Rund 4000 Privatpersonen haben beim Bundesamt für Zivilluftfahrt gegen die geplanten Flugrouten reklamiert. Damit ist die Zahl der Beschwerden im Vergleich zu früheren Änderungen der Flugrouten leicht rückläufig.

Anmerkung: Vom Bazl wurde ausgeführt, dass es fast nur Einsprachen aus dem Süden des Flughafens gab.



NZZ - Schutzkonzept Süd Motörchen sind kein Schlager

9.11.2016, 12:15 Uhr

Rund 10 000 Schlafzimmer im Süden wollte der Flughafen so aufrüsten, dass die Bewohner am Morgen nicht von frühen Anflügen geweckt werden. Die Nachfrage ist lau. Nicht so die Kritik.

n einem Info-Pavillon hat der Flughafen potenziellen Nutzniessern Varianten präsentiert: Den automatischen Fensterschliessmechanismus (links) und den Schalldämmlüfter. (Bild: Patrick B. Kraemer / Keystone)

Die Absicht im «Schutzkonzept Süd» tönt durchaus hehr: Im Juli teilte die Flughafen Zürich AG mit, dass sie in den kommenden zwei Jahren ein Massnahmenkonzept umsetzen werde, das die Anwohner vor Aufwachreaktionen durch morgendliche Südanflüge schütze; Antrieb für dieses Vorhaben bildet ein Bundesgerichtsurteil vom Dezember 2010. Rund 10 000 Schlafräume in etwa 1000 Liegenschaften würden mit einem automatischen Fensterschliessmechanismus oder mit einem Schalldämmlüfter ausgerüstet, schrieb der Flughafen, acht Millionen Franken aus dem Lärmfonds seien dafür reserviert. In den Genuss des Programms sollten Haus- und Wohnungseigentümer im Bereich der Südanflugroute kommen, die nicht vom ordentlichen Schallschutzprogramm profitieren, bei denen es also nicht zu lärmrechtlich relevanten Grenzwertüberschreitungen kommt. Definiert hat der Flughafen das Gebiet denn auch nicht über Lärmkriterien. Stattdessen entspricht es jener Zone, in der wegen der Südanflüge die Dachziegel geklammert werden mussten: dem sogenannten Dachziegelklammerungssektor. Dieser enthält Gebiete der Gemeinden Zürich, Dübendorf, Wallisellen und Opfikon.

Nur jeder Vierte greift zu

Nun zeigt sich, dass die Zahl von 10 000 Schlafzimmern nicht erreicht werden wird. Ist der Leidensdruck zu gering? Oder überzeugt das Schutzkonzept nicht? Das lässt sich nicht abschliessend beurteilen. Fakt ist, dass nur rund 250 von 1000 berechtigten Liegenschaftsbesitzern das Angebot des Flughafens annehmen. Fix reserviert sei die Ausrüstung für rund 2500 Schlafzimmer, bezüglich etwa 1000 Schlafzimmern sei der Entscheid noch ausstehend, sagt Martin Bissegger, Leiter Lärmmanagement der Flughafen Zürich AG. Zu zwei Dritteln hätten sich die Leute für die Fensterschliessmechanismen entschieden. Dieser Antrieb wird am Fensterrahmen montiert. Er kann so programmiert werden, dass er das Fenster zu einer bestimmten Zeit automatisch schliesst, konkret also kurz vor 6 Uhr morgens, vor dem ersten Südanflug. Bissegger teilt die Wertung nicht, dass die Nachfrage bescheiden sei. Da es sich beim Schutzkonzept Süd um ein völlig neues Konzept handle, das noch nirgends sonst implementiert worden sei, übertreffe der Rücklauf die Erwartungen.

«Eine Scheinlösung»

Ein Kritiker des Schutzkonzepts Süd ist Adolf Spörri, der privat betroffen ist als Hauseigentümer in Gockhausen und zudem die Stiftung gegen Fluglärm präsidiert. Er meint: «Es ist nur eine Scheinlösung – kein Lärmschutzkonzept, sondern ein Konzept zur Vereinfachung der Zimmerlüftung.» Nötig ist aus seiner Sicht, dass der Flughafen den Betroffenen den Einbau neuer Fenster finanziere. Die beiden vorgeschlagenen Varianten nützten nämlich nur, wenn jemand bei offenem Fenster schlafe und über so hochwertige Fenster verfüge, dass sie ihn nach dem Schliessen vor Lärm schützten. Seine Fenster seien aber rund 20-jährig. «Da nützt mir weder das Motörchen noch der Schalldämmlüfter etwas.» Für Lothar Ziörjen, Stadtpräsident von Dübendorf und Präsident des Fluglärmforums Süd, verpasst der Flughafen eine Chance, Goodwill zu schaffen: «Statt dass er mit freiwilligen Angeboten auf die Betroffenen zugeht, verschanzt er sich hinter rechtlichen Argumenten.» Dies sei zwar formal korrekt – die Anwohner in der Anflugschneise fühlten sich aber so nicht ernst genommen. Durch den engen und scharf definierten Dachziegelklammerungssektor würden die Leute brüskiert; nachvollziehen könne das Vorgehen kaum jemand. Einspruch angemeldet hat auch der Verein Flugschneise Süd – Nein (VFSN). Der Flughafen mache nur das absolute Minimum, kritisiert er. Vor Bundesverwaltungsgericht blitzten die Kritiker letztes Jahr allerdings weitgehend ab.

Die Kritik, das Schutzkonzept Süd sei eine Scheinlösung, lässt der Flughafen denn auch heute nicht gelten. Fenster nach heutigem Ausbaustandard böten ausreichend Schutz, sagt Bissegger. Der Flughafen habe zusammen mit der Empa Dübendorf aufzeigen können, dass bei geschlossenen Fenstern Aufwachreaktionen vermieden werden könnten. In Fällen, wo die Mindestdämmwerte der Fenster ungenügend seien, biete der Flughafen Hand für Fensterersatz. Auch bezüglich der Motörchen und der Lüfter ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt und das Bundesverwaltungsgericht haben den Flughafen dazu verknurrt, allenfalls weitere Gebäude aufzurüsten. Bis Ende 2017 muss er das für das Schutzkonzept Süd relevante Gebiet neu definieren – nicht aufgrund von Dachziegelklammern, sondern aufgrund akustischer Kriterien.

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