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Thema: Medienberichte Jul-Dez 2016


Flughafen Zürich

Im Blindflug ans Bundesgericht

http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/flughafen-zuerich-im-blindflug-ans-bundesgericht-ld.129326

Kommentarvon Andreas Schürer 19.11.2016, 05:30 Uhr

AL und Grüne wehren sich vor Bundesgericht gegen die Flughafeninitiative, die mehr Mitsprache für das Zürcher Volk verlangt. Das ist schwach.

Zugegeben: Völlig abwegig ist es nicht, Entscheide des Zürcher Kantonsrats vor Bundesgericht zu ziehen. Erst letztes Jahr kassierte das Parlament in Lausanne zwei schmerzhafte Niederlagen. So rügten die Richter des höchsten Gerichts, dass der Kantonsrat die vom Volk angenommene Kulturlandinitiative der Grünen beerdigen und für Uferwege am Zürichsee Enteignungen kategorisch ausschliessen wollte. Nun aber überspannen Grüne und AL den Bogen. Gegen die vom Kantonsrat unterstützte Volksinitiative «Pistenveränderungen vors Volk» ergreifen sie nicht etwa das Referendum und damit politische Mittel. Sondern sie künden auch hier den Gang vor Bundesgericht an (NZZ 17. 11. 16). Das ist schwach und nährt die Vermutung, dass sie im Blindflug politische Niederlagen vermehrt juristisch anfechten wollen.

Natürlich kann über Sinn und Unsinn der Pisteninitiative diskutiert werden. Anders als bei der Kulturland- und der Seeuferwegvorlage ist aber keine juristische Angriffsfläche ersichtlich. Den Entscheid des Kantonsrats gälte es folglich zu respektieren – oder ihn eben mit einem Referendum anzufechten.

Die Volksinitiative zielt auf eine Anpassung des Flughafengesetzes, das die Mitsprache des Volks sicherstellen soll. Heute können Kantonsratsentscheide zu Pistenausbauten aber nur vors Volk gebracht werden, wenn sie zustimmend ausfallen. Neu soll dies auch möglich sein, wenn der Kantonsrat ein Ausbauprojekt ablehnt. AL und Grüne stört, dass in einem Bereich ein negatives Referendum eingeführt werden soll. Rechtlich halten dies aber namhafte Staatsrechtler für bedenkenlos, und politisch muss eine solche Entscheidung auf kantonaler Ebene möglich sein.

Zentral ist, dass das Flughafengesetz ohnehin eine Spezialgesetzgebung ist. Dieses Recht so weiterzuentwickeln, dass das Volk in jedem Fall das letzte Wort zum Pistenausbau haben kann, ist politisch plausibel, ja richtig. Unterstrichen wird diese Einschätzung durch den Schildbürgerstreich, den sich der Kantonsrat in der letzten Legislatur leistete. Obwohl sich das Zürchervolk 2011 mit 58,8 Prozent gegen ein kategorisches Ausbauverbot ausgesprochen hatte, strich das Parlament Pistenverlängerungen aus dem Richtplan; es brauchte eine Intervention des Bundes, um das wieder zurechtzurücken. Rechtlich gesehen scheint der Fall klar: Dem Kanton ist es unbenommen, im Flughafengesetz eine Grundlage für ein negatives Referendum zu schaffen. Juristisches Neuland wäre dies nicht: Vor allem auf kommunaler Stufe wenden viele Kantone dieses Instrument an, etwa der Kanton Aargau. Für einmal droht in Lausanne nicht dem Kantonsrat, sondern der AL und den Grünen eine krachende Niederlage.



Inside Paradeplatz - Die Schweiz, eine fette Beute

Drei Viertel der Gewinne Schweizer Firmen, jährlich rund CHF 200 Milliarden, fliessen ins Ausland. Oft kommen dazu noch weitere Konzern- und Patententschädigungen in Milliardenhöhe, die Schweizer Tochterfirmen an ihre ausländischen Muttergesellschaften zahlen. Reinvestiert werden im Schnitt pro Jahr weniger als zehn Milliarden Franken.

Die Schweiz ist eine fette Beute, die, obwohl wir die reichsten Menschen der Welt sein sollen, nicht mehr den Eindruck macht, sie könne sich gegen das Ausschlachten jener Schätze, die ihre Vorfahren gesammelt haben, zur Wehr setzen.

Nur ein Viertel der Dividenden von grossen Firmen wie Nestlé, Roche, Novartis oder UBS bleiben in der Schweiz, wobei es bei diesen Grosskonzernen sogar noch viel weniger sind, weil der ausgewiesene Anteil Schweizer Aktionäre oft unter 20% liegt.

Wenn dann für die Schweizer Aktionäre, sei es bei Lindt & Sprüngli oder Schindler, noch etwas übrig bleibt, sind das beachtliche Beträge, die tatsächlich zum Wohlstand des Landes beitragen können.

Wie die Burkhard-Erben ihren Familienkonzern SIKA nach Frankreich verschleudern wollen, weil ihnen selbst das unternehmerische Flair abgeht, so haben sich die Erben vieler alter Schweizer Familien bereichert, weil ihnen Bargeld lieber als unternehmerische Verantwortung ist. Der grosse Ausverkauf fand in den letzten vierzig Jahren statt. Kaspar Villiger, alt Bundesrat und UBS-Präsident, sagte es: „Die 100 grössten Schweizer Konzerne werden von Ausländern kontrolliert.“ Die einst ihm zur Hälfte gehörende Villiger Gruppe zählt nicht dazu, denn Heinrich Villiger, Kaspars Bruder, ist dort allein verantwortlicher Aktionär geblieben.

Die Schweiz, eine fette Beute. Das gilt nicht nur für die Wirtschaft. Es gilt auch für unsere Hochschulen und Universitäten, wo die meisten Professoren aus dem Ausland kommen und etwa die Hälfte der Studenten ebenfalls. Wie dies der Schweiz wirklich dient, wollte noch niemand nachweisen, reisen die Professoren doch gerne weiter in andere Staaten und die Studenten ziehen ihnen nach. Einige gründen Unternehmen bei uns im Land, aber oft sind es auch wieder talentierte Ausländer, die ihre „shops“ mit Gewinn wieder ins Ausland verkaufen.

Wo die Wirtschaft sich verselbständigt und globalisiert, hat die Schweiz wenig zu melden. Im Gegenteil, der Kanton Bern macht es überaus deutlich, dass er die dort angesiedelten ausländischen Firmen über die Unternehmenssteuerreform III hinaus mit Sonderangeboten an den Kanton binden will, damit sie nicht abwandern. Die Kosten dafür zahlen die eigenen Bürger oder jene Kantone, die den Kanton Bern mit jährlich 1,3 Milliarden Franken subventionieren.

Gegen diesen Einkauf von Ausländern in die Schweiz wird oft argumentiert, auch unsere Firmen würden im Ausland Firmen zukaufen. Die Schweiz beschäftige in Deutschland, Frankreich und den USA Millionen Menschen. Aber sind dies wirklich Schweizer Unternehmen, siehe oben? Es sind mehrheitlich genau jene globalen Konzerne, die eigentlich nicht schweizerisch geführt sind, die mit dem Geld, das sie in der Schweiz verdienen, im Ausland mehr investieren als bei uns.

Ein gutes Beispiel ist der Flughafen Zürich. Er ist mehrheitlich noch im Besitz von Schweizern, darunter vor allem der Stadt und dem Kanton Zürich. Das Zürcher Volk durfte mit seinen Steuern den Flughafenausbau finanzieren. Aber wer hat dort das Sagen? Es ist der deutsche Lufthansa-Konzern, dessen Tochtergesellschaften, darunter die Swiss, dort 90% des Verkehrs abwickeln. Die hoch rentable Swiss in dem sonst finanziell angeschlagenen deutschen Luftfahrtkonzern führt ihre Dividende nach Frankfurt ab. Sie beteiligt 300’000 Menschen rund um den Flughafen an ihrem Erfolg mit Fluglärm morgens ab 06.02 Uhr und oft abends bis kurz vor Mitternacht. Klein- und Schulkinder, die mehr als sieben Stunden Schlaf brauchen, kommen nicht mehr zur Ruhe. Die Gesundheit vieler Menschen leidet, die Umwelt ist nicht mehr natürlich. Am Flughafen Basel-Mulhouse geht es noch schlimmer zu, aber dieser ist ohnehin unter Pariser Kontrolle.

Die Schweiz, eine fette Beute, weil bei uns die reichen Erben zu den besten Kunden von globalen Hedge Fonds zählen, die in den letzten Jahren auch nicht gut abgeschnitten haben. Weil viele alte Frauen, die ihre Männer überlebt haben, mit Millionenvermögen, die sie kaum anzulegen wissen, in ihren Villen an den Sonnenhügeln leben. Weil Parteien und viele Politiker zu einer Manövriermasse verkommen sind, die sich von Geldmacht leicht beeinflussen lässt.

Gut, 0,26% aller Schweizer sind noch reich, weil sie über zehn Millionen Franken Vermögen versteuern. Die anderen mögen sehen, wo sie bleiben. Sie haben die jüngste Entwicklung verschlafen.



Blick - Swiss lässt Problem-Maschinen weiter fliegen

Trotz Horror-Absturz in Kolumbien mit Jumbolino

ZÜRICH - Beim Absturz des bolivianischen Jumbolinos ist ein technischer Fehler nicht auszuschliessen. Dennoch lässt die Swiss ihre zwölf Maschinen des gleichen Herstellers weiterfliegen.

Guido Felder

Der Typ des abgestürzten Flugzeugs, die Avro RJ85, auch Jumbolino genannt, ist ein Problemflieger. Bei der Swiss, die noch zwölf Maschinen dieses Typs in der etwas längeren Version Avro RJ100 betreibt, häufen sich die Zwischenfälle. In den vergangenen zwölf Monaten gab es rund ein Dutzend Vorfälle, in drei Fällen eröffnete die Schweizer Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) ein Verfahren.
Der jüngste Zwischenfall mit einem Jumbolino der Swiss ereignete sich am 15. September auf dem Flug von Nürnberg (D) nach Zürich: Wegen starken Ölgeruchs mussten die Piloten die Sauerstoffmasken anziehen.

Geruch unbekannter Herkunft

Insbesondere mit der Hydraulik und dem Lüftungssystem haben die im Durchschnitt 17 Jahre alten Jumbolino-Flieger der Swiss ein Problem, wie die Fluggesellschaft schon im Oktober dem BLICK bestätigte. In mehreren Fälle wurde Geruch unbekannter Herkunft festgestellt. Die Piloten ziehen daher inzwischen vorbeugend Sauerstoffmasken an, um ihre Arbeitsfähigkeit aufrechtzuerhalten und die Flugsicherheit nicht zu gefährden.

Trotz des Absturzes am Montag und der sich häufenden Probleme in der eigenen Flotte, sieht die Swiss keinen Handlungsbedarf. Swiss-Sprecherin Sonja Ptassek zu BLICK: «Momentan ist es viel zu früh, etwas zu diesem Thema zu sagen, da die Unfallursache noch nicht feststeht. Wir verfolgen die Untersuchungen sehr genau, aber momentan gibt es keine Änderungen in Bezug auf unsere Avro-Flotte.»

Ersatz-Lieferung verzögerte sich

Die zwölf Jumbolinos, die noch aus Crossair-Zeiten stammen, hätten schon 2014 durch fabrikneue Jets vom Typ Bombardier CS100 abgelöst werden sollen. Doch deren Auslieferung verzögerte sich wegen Fabrikationsproblemen um über zwei Jahre. Bis Mitte 2017 soll der letzte Jumbolino der Swiss ausgemustert sein.

Publiziert am 30.11.2016 | Aktualisiert vor 1 Minuten

So viel zu Sichereit an erster Stelle


Zuletzt bearbeitet: 30.11.16 10:40 von Flughafenpolitik


Google Timelapse ermöglicht Zeitreise

So hat sich der Zürcher Flughafen verändert

http://www.blick.ch/news/google-timelapse-ermoeglicht-zeitreise-so-hat-sich-der-zuercher-flughafen-veraendert-id5842998.html

Googles Timelapse bietet jetzt Aufnahmen aus 33 Jahren an. So wird ein detaillierter Blick auf die Erde im Schnelldurchlauf möglich.



Google Timelapse

https://earthengine.google.com/timelapse/



Flughafen Zürich

Geteilte Meinungen zu geteiltem Lärm

http://www.nzz.ch/wissenschaft/flughafen-zuerich-geteilte-meinungen-zu-geteiltem-laerm-ld.132004

von Andreas Schürer 2.12.2016, 05:30 Uhr

Die aktuellen Pläne für die Entwicklung des Flughafens Zürich lassen alte Kritik neu aufflammen - Kritik an der rechtlich relevanten Mittelung des Lärms.

Wer nur auf die Tageslärmkurve blickt, verortet Zürich nahe beim Paradies. Bezüglich der vom Flughafen verursachten Lärmdosis zwischen 6 und 22 Uhr weist sie auf lange Sicht einen massiven Rückgang aus. Einer, der die Entwicklung bestens kennt, ist Martin Bissegger, Naturwissenschafter und seit siebzehn Jahren Leiter der Fachstelle Lärmmanagement des Flughafens Zürich. Der Lärmteppich sei in den letzten dreissig Jahren um zwei Drittel der Fläche zurückgegangen, sagt er. Der Teppich weist jene Gebiete aus, in denen mit Belastungen über den relevanten Grenzwerten der Lärmschutzverordnung zu rechnen ist.

Vor allem von 1987 bis 1999 sei die Fläche trotz der Zunahme der Anzahl Flugbewegungen stark zurückgegangen, erläutert Bissegger. Er führt dies auf technologische Fortschritte zurück. Ganz so heil ist die Welt aber auch in Zürich nicht. Derzeit sorgt der zweite Teil des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL), den der Bundesrat voraussichtlich im nächsten Sommer verabschieden wird, für Diskussionen.

Im Fokus stehen die bei Bise und Nebel geplanten Südstarts geradeaus über Teile der Stadt Zürich, die Zürichseeregion und das Zürcher Oberland. Auswirkungen auf den Lärmteppich hätten die Pläne wohl kaum, sagt Bissegger, weil laut dem jetzigen SIL-Vorschlag der prozentuale Anteil an Starts Richtung Süden auch künftig relativ gering sein werde. Zusammen mit den frühmorgendlichen Südanflügen geben sie aber einer bekannten Kritik Nahrung: der Kritik am sogenannten Leq 16, an der rechtlich relevanten Mittelung der Schallenergie durch 16, in Bezug auf das 16-stündige Zeitfenster von 6 bis 22 Uhr. Technisch ausgedrückt ist der Leq ein in Dezibel ausgedrücktes Lärmmass, das sich ergibt, wenn die Schallenergie aller Lärmereignisse summiert und über eine bestimmte Zeitspanne gemittelt wird – im Falle des Leq 16 eben durch 16.

Lothar Ziörjen, Präsident des Fluglärmforums Süd, bringt das Unbehagen so auf den Punkt: «Die Leute empfinden den Leq 16 als zynisch. Sie verstehen nicht, warum sie offiziell keinen Lärm haben sollen, wenn sie am Morgen nach dem ersten Südanflug senkrecht im Bett stehen.» Das Mass möge geeignet sein, um die Belastung durch Autobahnen oder Eisenbahnen auszuweisen, in Bezug auf den Flughafen Zürich zeichne es jedoch ein falsches Bild, da es viele Konzeptwechsel gebe und zum Beispiel der Südanflug nur stundenweise erfolge. Auch für Thomas Hardegger, Präsident des Schutzverbands der Bevölkerung rund um den Flughafen, ist das heutige Vorgehen ungerecht. Fairer wäre seiner Ansicht nach eine Mischung aus Durchschnittswerten und Einzelereignissen über einem gewissen Level.

Für diese Einwände zeigt Bissegger gewisses Verständnis – der Leq 16 sei aber auch im internationalen Umfeld heute das am häufigsten verwendete Mass zur Beurteilung von Fluglärm während der Tageszeit. Der Leq möge ein Kompromiss zwischen der Handhabbarkeit und einem Abbild der Störung sein, er gelte jedoch in der eidgenössischen Lärmschutzverordnung als die massgebende Lärmgrösse für die Beurteilung sämtlicher Verkehrsträger. In den Nachtstunden gelte für Fluglärm zudem ein Ein-Stunden-Leq, also eine Mittelung der Messwerte über lediglich eine Stunde. Dadurch werde das Mass sehr sensibel und reagiere ausgeprägt auf Einzelereignisse – entsprechend stark variierten die Werte. Eine langfristige Raumplanung sei so aber schwierig handhabbar, was auch nicht im Interesse der Gemeinden liegen könne.

Auch der Bund zeigt wenig Enthusiasmus für eine Anpassung. Das Bundesgericht hat 2010 die heutige Praxis zwar infrage gestellt. Im neuen luftfahrtpolitischen Bericht wehrt sich der Bundesrat aber gegen vorschnelle Änderungen. Er schreibt: «Bei der bundesgerichtlich angeordneten Überprüfung der Lärmgrenzwerte in den Tagesrandstunden sind auf die anderen Verkehrsträger abgestimmte Lösungen anzustreben.» Im Klartext heisst dies, wie Urs Holderegger, Sprecher des Bundesamts für Zivilluftfahrt, sagt: «Wir wollen keine Sonderbehandlung für die Luftfahrt. Sollte die Lärmschutzverordnung angepasst werden, müssen Auto, Zug und Luftfahrt gleich behandelt werden.»



Off topic

Greifensee

05. Dezember 2016 17:18; Akt: 05.12.2016 17:21

Vogelgrippe-Virus hat den Kanton Zürich erreicht

http://www.20min.ch/schweiz/zuerich/story/Vogelgrippe-Virus-hat-den-Kanton-Zuerich-erreicht-13127749

Der Vogelgrippe-Virus H5N8 ist in der Schweiz weiter auf dem Vormarsch: Beim Greifensee und Zürichsee gab es nun auch erste Funde.

Das Vogelgrippe-Virus ist im Kanton Zürich angekommen: Vor ein paar Tagen wurde das Virus H5N8 am Greifensee bei einer toten Reiherente nachgewiesen, wie die Greifensee-Stiftung auf ihrer Homepage schreibt und wie das Newsportal «Zueriost» am Montag berichtete. Ausserdem führt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) als bereits publizierte Funde im Kanton Zürich neben dem Greifensee auch den Zürichsee und Glattfelden auf.

Die Krankheit wird von Zugvögeln verschleppt, die auf der Reise in ihre Winterquartiere Zwischenhalte einlegen. Das Virus, das nach aktuellem Wissensstand nicht auf den Menschen übertragbar ist, wurde unter anderem bereits am Bodensee, Genfersee, Neuenburger See und an zahlreichen Mittellandseen nachgewiesen.

Schweizer Hausvögel noch nicht betroffen

Gemäss BLV sind viele Wildvögel vom Vogelgrippevirus betroffen. Das Hausgeflügel in der Schweiz sei dank den getroffenen Massnahmen - anders als in anderen Ländern - bislang verschont geblieben. Es wurden unter anderem Märkte und Ausstellungen mit Geflügel verboten. Diese Massnahmen müssten vorerst unverändert beibehalten werden, schreibt das BLV auf seiner Homepage.




Küsnacht wehrt sich gegen die Südstarts

http://www.zsz.ch/meilen/kuesnacht-wehrt-sich-gegen-die-suedstarts/story/13128064

Der Gemeinderat Küsnacht hat beim Bundesamt für Zivilluftfahrt eine Stellungnahme zu den geplanten Südstarts vom Flughafen Zürich abgegeben. Die Behörde lehnt den Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt kategorisch ab.

Der Gemeinderat Küsnacht zerreisst den überarbeiteten Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL 2) in der Luft. In diesem Licht kann seine Stellungnahme zum Plan, wie der Flughafen Zürich sich entwickeln soll, gesehen werden. Adressat ist das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl).Das Bazl hat im September SIL 2 präsentiert. Es sieht unter anderem die Verlängerungen der Pisten 16 und 28 vor. Für die Region Zürichsee am nachteiligsten wirken sich die vorgesehenen bis zu 13 000 Südstarts geradeaus pro Jahr aus. Auch die seit 2000 heftig bekämpften Südanflüge am Morgen und Abend würden durch den Entwicklungsplan SIL 2 in Stein gemeisselt.

Keine Kapazitätserhöhung

Bereits haben 5000 Bewohner der Region ihre Einsprachen gegen die geplanten Süd­starts geradeaus beim Bazl eingereicht. Jetzt doppelt der Gemeinderat Küsnacht nach. Die Gemeinde sei von den neuen Festlegungen negativ betroffen, heisst es in einer Medienmitteilung. Die Behörde wehrt sich «vehement und mit überzeugenden Gründen und Argu­menten» gegen die Weiterführung der Südlandungen und gegen die Einführung von Süd­starts. Gemeindepräsident ­Mar­kus Ernst (FDP) verleiht dem Küs­nachter Unmut deut­liche Worte: «Bevölkerung und Behörden aus allen Himmelsrichtungen des Flug­hafens sind erbost über die Mogelpackung des SIL.»

In zwölf Punkten zerpflückt der Gemeinderat Küsnacht SIL 2. So erfülle der Entwicklungsplan nicht den Anspruch auf Rechtssicherheit für Sach- und Richtpläne. SIL 2 enthalte keine ernsthafte Prüfung von alterna­tiven Flugbetriebskonzepten. SIL 2 verstosse gegen die Grundprinzipien des Raumplanungs- und Umweltrechts sowie der Lärm­schutz­verordnung.

Der Sicherheitsgedanke im Flugbetrieb bei ­Bise und Nebel werde missbraucht, um Kapazitäten zu erhöhen. Konkret verlangt der Gemeinderat: «Sämt­liche Massnahmen wie Pistenverlängerungen, Roll­wege, Enteisungsplätze, Flugbetriebs- konzept etc. haben sich an den Si­cher­heits- und Betriebsoptimierungen und nicht an Kapazitätserweiterungen auszurichten.»

Verfahren sistieren

Süd­starts und -landungen widersprächen auch dem Sicherheitsgedanken, wonach die heikelsten Flugphasen nicht ausgerechnet über dem dichtesten Siedlungsgebiet um den Flug­hafen geführt werden sollten. Genau dies ist aber laut der Küsnachter Stellungnahme bei SIL 2 der Fall.

Darum fordert der Gemeinderat, das Verfahren zu sistieren. Insbesondere sei der Einsatz der Flugbetriebskonzepte zu über­arbeiten, von den Süd­starts und -landungen abzusehen. Zudem dürfte die Zahl der Flugbewegungen nicht erhöht werden. (Zürichsee-Zeitung)

(Erstellt: 05.12.2016, 18:24 Uhr)



Hier kann die Stellungnahme Küsnachts eingesehen werden.

https://www.kuesnacht.ch/public/upload/assets/8163/2016-11-23_SIL_Stellungnahme_Kuesnacht.pdf



Hier die Eingabe der Stadt Zürich

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Zuletzt bearbeitet: 17.12.16 15:29 von Thomas


NZZ - Zürcher Fluglärmindex Keine Entspannung in Sicht

Zürcher Fluglärmindex Keine Entspannung in Sicht


von Stefan Hotz 16.12.2016, 18:40 Uhr

Der Zürcher Fluglärmindex (ZFI) ist 2015 erneut – wenn auch geringfügig – angestiegen. Der Grund dafür liegt im überdurchschnittlichen Wachstum der Bevölkerung in der Flughafenregion.

Eigentlich sieht fast alles gut aus. Der Flughafen ist erfolgreich; dank ihm rangiert Zürich bezüglich globaler Erreichbarkeit in Europa an siebter, im kontinentalen Kontext immerhin an achter Stelle. Die Flughafen Zürich AG ist gesund, transparent und nutzt etwa mit den Gebühren ihre Möglichkeiten, um die Belastung durch Lärm und Luftschadstoffe zu verringern.

Noch immer starten zu viele Jets nach 23 Uhr: startende Maschine, aufgenommen aus dem Tower in Kloten. (Bild: Karin Hofer / NZZ)

Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh hat deshalb an der Präsentation des Flughafenberichts 2016 ein positives Fazit gezogen. Ihr Aber bezog sich auf die Verspätungen nach 23 Uhr, und das ist natürlich nicht nur ein betriebliches Problem. Besonders nächtliche Starts beeinflussen den ZFI, über den zum zweiten Mal – damit die Lärmproblematik nicht zu sehr im Vordergrund steht – zusammen mit der Eigentümerstrategie Bericht erstattet wird.

Weniger Flüge ab 23 Uhr

Zunächst die Zahlen: 2015 ergab das ZFI-Monitoring erneut einen Höchstwert von 61 916 betroffenen Personen. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg um 1 Prozent. Der Wert liegt nun etwa 15 000 über dem 2007 vom Regierungsrat festgelegten Richtwert von 47 000 Personen.

Auffällig ist, dass 2015 nur die Zahl der tagsüber (6 bis 22 Uhr) stark belästigten Personen um etwa 2 Prozent auf 37 726 zugenommen hat. Leicht rückläufig ist mit 24 190 gegenüber dem Vorjahr hingegen die Anzahl der nach 22 Uhr im Schlaf gestörten Personen. Dennoch bleiben die Nachtflüge ein grosses Problem. Denn nach 22 Uhr werden nur etwa 4 Prozent aller Flüge abgewickelt, die jedoch etwa 40 Prozent zum ZFI beitragen, wie Markus Traber, der Chef des Amtes für Verkehr, ausführte.

Alle beteiligten Partner, der Flughafen selber, aber auch die Swiss sowie der Kanton, ergreifen Massnahmen, um vor allem Starts in dieser Zeit zu reduzieren. So führte im Rückblick die Einführung der von 23 bis 6 Uhr verlängerten Nachtsperre zu einer deutlichen Abnahme der bewilligungspflichtigen Flüge nach 23 Uhr 30. In der ersten halben Stunde der Nachtsperre, die für den Abbau von Verspätungen vorgesehen ist, verharrte die Zahl aber bei rund 2000 Bewegungen (2015: 2200).

Von allen Langstreckenflügen, die flugplanmässig spätabends abheben sollten, startet die grosse Mehrheit erst nach 23 Uhr. Das liegt in der Regel an verspäteten Anschlussflügen. Laut Mark Dennler, Abteilungsleiter Luftverkehr, gibt man nun am Abend den Starts Priorität. Dieser Druck hat dazu geführt, dass erste Airlines die Flugpläne anpassten, um rechtzeitig in Zürich zu landen. Eine weitere Hoffnung ruht auf dem Betriebsreglement 2014. Das würde es erlauben, bei späten Starts von der starren Regel abzuweichen, dass die Maschinen bis 8000 Fuss (2450 Meter über Meer) auf der Standardabflugroute bleiben müssen und deshalb mehr als unbedingt nötig dichtbesiedeltes Gebiet überfliegen.

Zielkonflikt mit Raumplanung

Der Flugbetrieb (die unterste Kurve in der Grafik) trug in den letzten Jahren jedoch nur wenig zum Anstieg des ZFI bei. In Zukunft wird die Erneuerung der Swiss-Flotte hier eine zusätzliche Verbesserung bringen. Haupttreiber ist der in der Grafik fast wie mit dem Lineal gezogene Bevölkerungszuwachs in der Flughafenregion. Seit dem Referenzjahr 2000 für den ZFI ist die Einwohnerzahl im Glatttal überdurchschnittlich stark um etwa 30 Prozent angestiegen.

Regierungsrätin Walker Späh wies auf den offensichtlichen politischen Zielkonflikt hin. Gemäss dem kantonalen Raumordnungskonzept sei das starke Wachstum in den städtischen Gebieten, und damit auch um den Flughafen, ebenso gewollt wie gute Bedingungen für den Flughafen. Walker Späh betonte, die Regierung nehme die Menschen, die gemäss ZFI unter Fluglärm leiden, ernst. Aber das seien 4 Prozent der Kantonsbevölkerung. Sie habe auch einen Auftrag für alle anderen; jene, die viel fliegen, und jene, die am Flughafen arbeiten.



TAGI - Zahl der Lärmgeplagten erreicht neuen Spitzenwert

Zahl der Lärmgeplagten erreicht neuen Spitzenwert

Fast 62'000 Menschen rund um den Zürcher Flughafen sind stark vom Lärm gestört. Das sind über 30 Prozent mehr, als es laut Fluglärmindex sein dürften.

Noch nie waren so viele Menschen vom Fluglärm geplagt wie 2015. Das zeigt der heute Freitag präsentierte Zürcher Fluglärmindex (ZFI). Demnach leiden 61'916 Personen unter den Emissionen der Flugzeuge. Das sind 535 mehr als noch 2014 - dem bisherigen Rekordjahr.

Zugenommen hat die Anzahl der am Tag stark belästigten Personen und zwar von 36'949 auf 37'726, das entspricht einer Zunahme von 2 Prozent. Die Zahl der im Schlaf gestörten Menschen hat hingegen im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt abgenommen, so waren 24'190 Menschen des Nachts stark vom Fluglärm gestört (Vorjahr 24'432).

30 Prozent über dem Grenzwert

Der aktuelle ZFI überschreitet damit den 2007 verankerten Grenzwert von 47'000 um fast 15'000 Personen. Das Bevölkerungswachstum in der Flughafen Region sowie Veränderungen im Flugbetrieb prägen die Entwicklung des Indexes.

Eine Analyse der eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) zum aktuellen ZFI zeigt, dass die Bevölkerungszunahme allein den Index gegenüber 2014 erhöht hätte. Eine isolierte Betrachtung des Flugbetriebs ergab indessen eine leichte Abnahme – was mit der stärkeren Bündelung der Flugspuren in der Nacht zu tun hat.

Umfrage

Der Grenzwert des Zürcher Fluglärmindexes wird Jahr für Jahr deutlicher überschritten – ergibt dieses Instrument überhaupt noch Sinn?

Am Flughafen Zürich gilt eine siebenstündige Nachtflugsperre zwischen 23 und 6 Uhr. Zwischen 23 und 23.30 Uhr können jedoch bewilligungsfrei Verspätungen abgebaut werden. 2015 waren dies 2200 Flüge. Hier bestehe «immer noch Verbesserungspotenzial», heisst es im Bericht zum ZFI. Bewilligungen braucht es für die Zeit nach 23.30 Uhr. Die Flughafen Zürich AG hat im vergangenen Jahr 238 solcher Einzelbewilligungen erteilt.

Der ZFI ist das Resultat einer Volksabstimmung von 2007. Damals wurde die Initiative «Für eine realistische Flughafenpolitik» abgelehnt, dafür aber ein Gegenvorschlag des Kantonsrates angenommen. Dessen Kernstück war der ZFI, der die zulässige Zahl jener Menschen festlegen sollte, die vom Fluglärm stark gestörten werden. (pia/sda)



Flughafenbericht 2016 erschienen

16.12.2016 - Medienmitteilung

http://www.rr.zh.ch/internet/regierungsrat/de/aktuell.newsextern.-internet-de-aktuell-news-medienmitteilungen-2016-flughafenbericht_45_2016_45_erschienen.html

Der Regierungsrat hat den Flughafenbericht 2016 verabschiedet. Die in der kantonalen Eigentümerstrategie für die Flughafen Zürich AG vorgegebenen Ziele wurden erreicht, während der Fluglärm-Index aufgrund des Bevölkerungswachstums erneut leicht angestiegen ist. Im Berichtsjahr stagnierte die Anzahl Flugbewegungen bei 265‘000 auf dem Wert des Vorjahres.

Mit dem Flughafenbericht legt der Regierungsrat jährlich wiederkehrend Rechenschaft über seine Beteiligung an der Flughafen Zürich AG (FZAG) ab und informiert gleichzeitig über die Erfüllung der ihm gemäss kantonalem Flughafengesetz zugewiesenen Aufgaben. Hauptinhalte des Berichts bilden das Fluglärmcontrolling inklusive Berichterstattung zum Zürcher Fluglärm-Index 2015 sowie die Überwachung der kantonalen Beteiligung an der FZAG.

Strategiecontrolling: Vorgegebene Ziele erreicht, Vorbehalte bei der Pünktlichkeit

Der Kanton Zürich ist Hauptaktionär der FZAG, was ihm den gemäss Flughafengesetz erforderlichen Einfluss verschafft. In der Eigentümerstrategie hat der Regierungsrat für die Bereiche Verkehrs- und volkswirtschaftliche Bedeutung, Umweltschutz, Unternehmensführung und Beziehungspflege eigene strategische Ziele bzw. Erwartungen an die FZAG formuliert, über deren Erreichung er im jährlich erscheinenden Flughafenbericht informiert. Der Regierungsrat stellt mit Genugtuung fest, dass die FZAG die in der Eigentümerstrategie vorgegebenen Ziele erreicht hat. Der Flughafen kann heute die volks- und verkehrswirtschaftlichen Anforderungen weitestgehend erfüllen. Die Erreichbarkeit des Standortes Zürich ist im internationalen Vergleich überdurchschnittlich gut und der Flughafen Zürich gehört gestützt auf Umfragewerte in Bezug auf seine Qualität weltweit zu den Spitzenreitern. Das Unternehmen FZAG steht finanziell solide da.

Der Regierungsrat bringt allerdings bei der Pünktlichkeit des Flugbetriebs sowie bei der Vielzahl an Flügen nach 23.00 Uhr Vorbehalte an, worauf im Fluglärmcontrolling eingegangen wird. Auch das wirtschaftliche und geopolitische Umfeld, in dem sich der Flughafen Zürich und insbesondere die ihn bedienenden Fluggesellschaften bewegen, wird zusehends anspruchsvoller. Das Spannungsfeld zwischen Sicherheit, Lärmbelastung und Entwicklungsmöglichkeiten des Flughafens bleibt weiterhin bestehen und wird im Rahmen der derzeit laufenden Anpassung des SIL Objektblatts bzw. des daraus folgenden Betriebsreglements zu diskutieren sein.

Erstmalig wird auf der Grundlage der Richtlinien zur Public Corporate Governance über die Beteiligung an der FZAG aus Investorensicht Bericht erstattet.

Fluglärmcontrolling: Leichter Anstieg des ZFI-Monitoringwerts bei stagnierender Anzahl Flugbewegungen

Zürcher Fluglärm-Index

Der ZFI-Monitoringwert stieg von 61‘381 Personen im Jahr 2014 auf 61‘916 Personen im Jahr 2015 und überschreitet den Richtwert (47‘000) um rund 14‘900 Personen. Die Zunahme des ZFI gegenüber dem Vorjahr betrug 1 Prozent, wobei die Zahl der am Tag stark belästigten Personen um 2 Prozent gestiegen und die Zahl der in der Nacht im Schlaf gestörten Personen um 1 Prozent gesunken ist.

In den kantonalen Siedlungsgebieten Glattal und Limmattal wuchs die Bevölkerung nach wie vor überproportional, was denn auch der Hauptgrund für den leichten Anstieg des ZFI-Monitoringwerts darstellt. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass der Flugbetrieb für sich alleine betrachtet im Berichtsjahr sogar zu einer leichten Abnahme der Anzahl betroffenen Personen geführt hätte. Einmal mehr wird damit der politische Zielkonflikt zwischen der an sich gewünschten Siedlungsentwicklung in der Flughafenregion und der dadurch steigenden Anzahl Fluglärmbetroffener deutlich.

Die im Frühjahr 2016 gestartete und noch während einiger Jahre laufenden Flottenerneuerung vor allem beim Homecarrier SWISS sollte sich in den nächsten Jahren positiv auf die Entwicklung des Flugbetriebsindex auswirken. Bei der Entwicklung der Bevölkerung ist hingegen von einem weiteren Zuwachs auszugehen, was für sich betrachtet zu einem weiteren Anstieg des Monitoringwerts führen dürfte und durch bauliche Massnahmen (Förderprogramm Wohnqualität resp. Schallschutzauflagen) alleine nicht kompensiert werden kann.

Siebenstündige Nachtflugsperre

Seit dem 29. Juli 2010 gilt am Flughafen Zürich eine siebenstündige Nachtflugsperre (23.00 Uhr bis 06.00 Uhr, bewilligungsfreier Verspätungsabbau zwischen 23.00 und 23.30 Uhr), die auf Initiative des Zürcher Regierungsrats eingeführt wurde. Im Berichtsjahr wurden in der Zeit des bewilligungsfreien Verspätungsabbaus rund 2200 Flüge gezählt, was einem leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Regierungsrat erwartet von den Flughafenpartnern eine deutliche Reduktion der Anzahl Flüge nach 23.00 Uhr. Die Flughafenpartner entwickeln zurzeit Massnahmen, damit inskünftig vor 23.00 Uhr geplante Flüge auch tatsächlich vor 23.00 Uhr starten.

Die FZAG erteilte 2015 total 238 Einzelbewilligungen für die Zeit nach 23.30 Uhr. Davon meldete das Amt für Verkehr dem Bund drei Flüge, die nach Ansicht des Kantons nicht hätten bewilligt werden dürfen.
Flugbewegungen

Bei 320‘000 Flugbewegungen pro Jahr prüft der Kanton gemäss Flughafengesetz Massnahmen zur Bewegungsbeschränkung. Im Berichtsjahr stagnierten die Flugbewegungen mit 265‘000 auf dem Wert des Vorjahres. Die Flugbewegungen waren nach einem markanten Rückgang nach der Jahrtausendwende in den letzten Jahren jeweils stabil und liegen heute um rund 18 Prozent tiefer als im Jahr 2000. Trotz der vom Bund im Rahmen des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) erwarteten Zunahme wird die Zahl der Flugbewegungen in naher Zukunft unter 320‘000 bleiben. Bewegungsbeschränkungen zur Stabilisierung des ZFI lehnt der Regierungsrat deshalb ab.



Präsentation des Bezirks Meilen an der konsultativen Konferenz

http://www.vd.zh.ch/internet/volkswirtschaftsdirektion/de/themen/flughafenpolitik/flugbetrieb_und_umwelt/kkfz/_jcr_content/contentPar/downloadlist_0/downloaditems/_17_kkfz_pr_sentatio_0.spooler.download.1480508515419.pdf/Pr%C3%A4sentation_Bezirk+Meilen.pdf



Südschneiser bieten Kooperation an – andere Vereine sind skeptisch

http://www.zuonline.ch/suedschneiser-bieten-kooperation-an-andere-vereine-sind-skeptisch/story/24837471

Die Fluglärmgegner im Süden spannen zusammen. Auch andere Organisationen werden aufgefordert, im gemeinsamen Kampf gegen einen Ausbau des Flughafens mitzumachen. Doch diese stellen klare Forderungen auf.

Die neue Koorperation strebt an, mehr Druck auf die Flughafenverwaltung und den Lufthansa-Konzern zu betreiben. Sie wollen einen «massvollen Flug­hafen».

Der Verein Flugschneise Süd – Nein (VFSN) und die Stiftung gegen Fluglärm setzten auf Kooperation. Das ist an sich noch keine überraschende Meldung. Denn beide Organisationen setzen sich gegen Südanflüge und -abflüge vom Flughafen Zürich-Kloten ein. Adolf Spörri, Präsident der Stiftung mit Sitz in Gock­hausen, sagt, dass eine Fusion kein Thema sei. Eine verstärkte Zusammenarbeit sei aber sinnvoll, weil damit ein viel grösserer Teil der Bevölkerung erreicht werden könne. «Wir werden mit verstärkter Aufklärung der ganzen Bevölkerung auf­zeigen, wohin die masslosen Begehrlichkeiten des Flug­hafens und des deutschen Lufthansa-Konzerns führen, welche in Kloten einen ‹EU-Hub› installieren wollen», sagt Spörri.

Matthias Dutli, Präsident des VFSN, bekräftigt Spörris Worte. Aktionen im nächsten Jahr sollen gemeinsam geplant werden. Ange­strebt werde mehr Druck auf die Flughafenverwaltung und den Lufthansa-Konzern, um in Zürich einen «massvollen Flug­hafen» zu betreiben.

Gemeinsame Ziele

Auffallend ist vor allem ein Satz in der gemeinsamen Presse­mitteilung. «Da der Flugverkehr auch für Gesundheits- und Umwelt­probleme rund um den Flughafen verantwortlich ist, wird den anderen Bürgerorganisationen die Zusammenarbeit angeboten.» Sowohl die Stiftung wie auch der VFSN streben eine Zusammenarbeit mit allen Organisationen rund um den Flug­hafen an, auch mit den Behördenorganisationen.

Kontakte zu den anderen Organisationen bestünden seit längerem und sollen intensiviert werden, erklärt Adolf Spörri. «Die Ziele sind – unabhängig von der Himmelsrichtung, in welcher die Organisation angesiedelt ist – die Lebensqualität, die Unversehrtheit und die Einhaltung bestehender Gesetze wie Umwelt­gesetzgebung oder Lärmschutzverordnung», sagt er. Die Organisationen müssten einen Ring um den Flug­hafen schliessen, um ihren Einfluss zu vergrössern, ergänzt Matthias Dutli. So werde eine Voraussetzung geschaffen, damit Zürcher Politiker, vor allem auch natio­nal tätige, die das Interesse ihrer Wählerinnen und Wähler vertreten, sich verstärkt einsetzen können.

Nur mit Südstarts

Bisher schien eine Zusammenarbeit unmöglich. Zuletzt setzten sich die Organisationen gemeinsam mit den Gemeinden aus Westen, Norden und Osten für Südstarts ein, die eine gerechtere Verteilung des Fluglärms bringen sollen. Die klare Position der Südschneiser in dieser Frage missfiel den anderen Organisationen.

Was sagen sie zum Friedens­angebot? Hans­peter Lien­hart (SP), Bülacher Stadtrat und Präsident der IG Nord, hat bisher keine Kenntnis von einer gewünschten engeren Kooperation. Er könne sich eine solche «selbstverständlich» vorstellen. Allerdings: «Nur wenn der Süden bereit wäre, über die Mittagszeit die Südstarts geradeaus zu akzeptieren». Davon gehe er aber nicht wirklich aus.

Die Präsidentin der Region Ost, Barbara Günthard-Maier (FDP), ist offen für den «Austausch mit allen Himmelsrichtungen». Man habe in der Vergangenheit auch selber das Gespräch gesucht. Klar sei aber, dass es «eine faire Lösung» geben soll, sagt die Winterthurer Stadträtin.

(Zürichsee-Zeitung)
(Erstellt: 27.12.2016, 10:03 Uhr)

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