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Thema: Medienberichte Jan-Jun 2017


Flughafen Zürich: Verbände begrüssen "SIL-Kompromiss" mit Vorbehalten

https://www.cash.ch/news/politik/flughafen-zurich-verbande-begrussen-sil-kompromiss-mit-vorbehalten-1042723

Die Stellungnahme des Zürcher Regierungsrates zum Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL) stösst bei Lärmbetroffenen auf vorsichtige Zustimmung: Dass die Regierung die Bedeutung der Nachtflugsperre betont und bei den Südstarts geradeaus zurückhaltend ist, kommt bei ihnen mehrheitlich gut an.

14.02.2017 15:49

So unterstützt die Allianz "Ballungsraum Flughafen Süd" in ihrer Stellungnahme "die Position des Regierungsrats in allen Punkten". Sie lobt unter anderem, dass die Regierung "keine Südstarts zur Kapazitätssteigerung" will und sich auch gegen die im SIL-Entwurf vorgesehenen Südstarts bei Nebel ausgesprochen hat.

Allerdings geht der Allianz sowie den weiteren Organisationen im Süden des Flughafens der Regierungsrat zu wenig weit: Dass dieser die Südstarts geradeaus zumindest bei Bise zulassen will, verstehen sie nicht. "Lärm ist nicht nur lästig, Lärm macht krank", schreibt die Allianz und das Fluglärmforum Süd hält fest, dass "Südstarts geradeaus grundsätzlich abzulehnen sind".

Der Verein "Flugschneise Süd - Nein" und die Stiftung gegen Fluglärm anerkennen zwar den Versuch der Regierung, "die sozialen Schäden durch Südstarts zu begrenzen, finden ihn aber ungenügend". Es glaube niemand daran, dass es am Ende bei bloss 20 Bisentagen im Jahr bleiben werde. "Eine einmal frei gegebene Route wird auch benützt."

Für den Gemeindezusammenschluss "Region Ost" ist es hingegen unverständlich, dass der direkte Südstart nur bei Bise, nicht aber bei Nebel angewendet werden soll. "Denn auch bei Nebel könnte mit Südstarts geradeaus gleichzeitig die Sicherheit erhöht und die Pünktlichkeit erhöht werden." Der Verzicht auf Nebel-Südstarts sei wohl "als Kompromiss gegenüber dem Süden zu deuten".

Dass der Regierungsrat griffige Massnahmen zur Einhaltung der Nachtflugsperre fordert, begrüsst die "Region Ost". Auch das Fluglärmforum Süd spricht diesbezüglich von einem "klaren Signal": Der Flughafen müsse endlich die Nachtruhe einhalten.

cf/

(AWP)



Flughafen Zürich

Zürcher Regierung will Südstarts beschränken

https://www.nzz.ch/zuerich/flughafen-zuerich-zuercher-regierung-will-suedstarts-beschraenken-ld.145479

von Andreas Schürer 14.2.2017, 20:34 Uhr

Die Zürcher Regierung nimmt Stellung zu den Plänen des Bundes zum Flughafen Zürich: Sie akzeptiert Pistenverlängerungen, Südstarts geradeaus will sie aber stark limitieren. Neue Berechnungen zeigen zudem, welche Regionen von den angepassten Routen besonders betroffen wären.

Die Zürcher Regierung hat sozusagen das Schlusswort, bevor dann voraussichtlich im Sommer der Bundesrat entscheidet: Er wird festlegen, mit welcher Infrastruktur und welchen Flugrouten am Flughafen Zürich in den nächsten rund zehn Jahren geflogen werden kann. Zur Diskussion steht der vom Bund im September vorgestellte SIL 2, das neue Objektblatt im Sachplan Infrastruktur Luftfahrt. Nun ist das Anhörungs- und Mitwirkungsverfahren abgeschlossen.

«Sicherheitsbrille aufgesetzt»

Zentrale Elemente im SIL 2 sind Südstarts geradeaus bei Nebel und Bise über Teile der Stadt Zürich, der Zürichseeregion und des Zürcher Oberlands, Verlängerungen der Pisten 28 und 32 sowie ein Ausbau der Stundenkapazität von 66 auf 70 Flugbewegungen im Nord- und Ostkonzept am Tag. Die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (fdp.) betont, dass der federführende Bund diesen Schritt klar als «Sicherheits-SIL» definiert habe, der ermöglichen soll, Erkenntnisse aus einer 2012 publizierten Sicherheitsüberprüfung umzusetzen. «Bei der Beurteilung des Vorschlags haben wir darum die Sicherheitsbrille aufgesetzt», sagt Walker Späh. Es sei dem Zürcher Regierungsrat durchaus bewusst, dass keine der im SIL-Bericht untersuchten Varianten die engpassfreie Nachfrageprognose von 376000 Flugbewegungen im Jahr 2030 zu erfüllen vermöge, nicht einmal jene mit Südstarts geradeaus im Regelbetrieb. Diese widersprächen zudem der Flughafenpolitik der Regierung, die den Grundsatz befolge, dass möglichst nicht über dicht besiedeltes Gebiet geflogen werden solle. Zu den im SIL 2 vorgeschlagenen Anpassungen schickt der Zürcher Regierungsrat folgende Botschaften nach Bern.

  • Südstarts geradeaus: Der Regierungsrat anerkennt, dass Südstarts geradeaus bei Bise die Sicherheitsmarge erhöhen. Das heutige Bisenkonzept birgt Risiken, da sich Flugzeuge am Boden und in der Luft kreuzen. Im neuen Bisenkonzept mit Landungen auf die Piste 14 und Starts geradeaus ab der Piste 16 würden diese Kreuzungspunkte eliminiert. Als nicht begründet beurteilt der Regierungsrat Sicherheitsverbesserungen dank geraden Südstarts bei Nebel. Die Problematik der gefährlichen Kreuzungspunkte sei bei dieser Wetterlage weit weniger ausgeprägt, schreibt er in seiner Stellungnahme. Laut den Plänen des Bundes würden bei Bise und Nebel im Jahr 2030 jährlich rund 13 000 Südstarts geradeaus erfolgen, rund 5000 davon bei Nebel. Bezüglich der Bisenlage verlangt der Regierungsrat zudem, dass klare Kriterien für diese Wettersituation definiert sowie ein Monitoring durchgeführt wird.

  • «Bellevue-Route»: Auf Kritik stösst die Variante des Südstarts geradeaus, in der nach einer raschen Rechtskurve der dicht besiedelte Zürcher Stadtkreis 11 überflogen wird, unter anderem das Bellevue. Begründet wird dies vom Bund damit, dass weiter südlich führende Routen teilweise durch den Kontrollraum des Militärflugplatzes Emmen führen würden. Der Regierungsrat schreibt: «Die Interessen der Stadt Zürich dürfen nicht der Freihaltung des Kontrollraumes Emmen untergeordnet werden.»

  • Kapazität: Der Regierungsrat betont, dass die neue Zielvorgabe von 70 Bewegungen pro Stunde keinen Zusammenhang mit der Verbesserung der Sicherheit habe. Die Verbindlichkeit des SIL beschränke sich zudem auf die Raumplanung. Es sei daher fraglich, ob diese Vorgabe für den Flughafen überhaupt verbindlich sei.

  • Pistenverlängerungen: Dass Verlängerungen der Pisten 28 und 32 und der Einsatz des so verbesserten Ostkonzepts die Sicherheitsmarge verbessern, anerkennt der Regierungsrat. Die dadurch erreichte Stabilisierung des Betriebs müsse so genutzt werden, dass die Nachtruhe besser eingehalten werden könne. Klar müsse allerdings sein, dass Pistenverlängerungen vom Kantonsrat und letztlich vom Zürchervolk genehmigt werden müssten.

  • Nachtruhe: Die Einhaltung der siebenstündigen Nachtruhe von 23 bis 6 Uhr sei für die Akzeptanz des Flughafens entscheidend, schreibt der Regierungsrat. Auch wenn die Zeit von 23 bis 23 Uhr 30 für den Verspätungsabbau genutzt werden könne, müsse alles unternommen werden, dass diese halbe Stunde frei von Flugbewegungen bleibe.

  • Betroffenheit: Im Auftrag des Zürcher Amts für Verkehr hat die Empa berechnet, wie sich eine vollumfängliche Umsetzung der SIL-2-PLäne des Bundes im Prognosejahr 2030 auf die Bevölkerung auswirken würde. Laut den Kriterien des Zürcher Fluglärm-Indexes wären die Städte Zürich und Winterthur sowie die Bezirke Uster, Dielsdorf und Andelfingen stark betroffen. Im Bezirk Meilen wären die Veränderungen gering.







  • Kritik aus verschiedenen Richtungen

    asü. ⋅ Die Reaktionen auf die Stellungnahme der Zürcher Regierung fallen unterschiedlich aus. Urs Holderegger, Sprecher des Bundesamts für Zivilluftfahrt (Bazl), freut sich, dass Südstarts geradeaus bei Bise gestützt würden. Für die Erhöhung der Sicherheitsmarge sei dies wichtig, die Kapazitätsprobleme am Flughafen Zürich blieben indes bestehen. Die Ablehnung der Südstarts bei Nebel nehme das Bazl zur Kenntnis. Auch der Flughafensprecher Philipp Bircher betont, dass die Position des Kantons keine langfristigen Perspektiven für die Entwicklung enthalte. Im Rahmen des lange wirksamen Sachplan-Objektblattes müsse genau dies aber erfolgen. Bezüglich der Sicherheit sei der Südstart bei Bise sehr wichtig, bei Nebel wünschenswert. Vladi Barrosa, Sprecher der Flugsicherung Skyguide, sagt zu diesem Punkt: «Die Ausklammerung des Südstarts bei Nebel ist für uns nicht nachvollziehbar.» Das Fluglärmforum Süd und weitere Organisationen im Süden stützen den Regierungsrat in der Stossrichtung, möglichst wenig Menschen mit Fluglärm zu belasten, Südstarts geradeaus werden von den meisten aber kategorisch abgelehnt. Der Schutzverband der Bevölkerung rund um den Flughafen und der Verein Region Ost wehren sich derweil gegen Pistenverlängerungen.



    Der Süden sagt nein

    http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=3333&Itemid=1

    Der Süden sagt kategorisch nein dazu, den Anteil Flüge im Süden des Flughafens Kloten von bisher 26% auf 31% zu steigern. Die Stiftung gegen Fluglärm, Zürich, und der Verein Flugschneise Süd – NEIN anerkennen den Versuch von Regierungsrätin Carmen Walker Späh, die sozialen Schäden durch Südstarts zu begrenzen, finden ihn aber ungenügend.

    „Das Versprechen der Zürcher Regierung, die Südstarts gemäss meteorologischem Mittel auf ca. 20 Bisentage pro Jahr zu beschränken, greift zu wenig weit. Die Geschichte der Südlandungen zeigt, dass eine einmal frei gegebene Route benützt werden wird. Niemand glaubt ernsthaft daran, dass es bei 20 Tagen im Jahr bleiben wird.“, sagt Adolf Spörri, Präsident der Stiftung gegen Fluglärm in Zürich. „Es ist absurd, von erhöhter Sicherheit zu sprechen, solange keine Konzepte über wenig besiedeltes Gebiet geprüft worden sind“, sagt Matthias Dutli, der Präsident des Vereins Flugschneise Süd – NEIN.

    Weitere Auskünfte:

    Stiftung gegen Fluglärm
    Adolf Spörri
    Präsident
    spoerri@spoerrilaw.ch

    Verein Flugschneise Süd - NEIN
    Matthias Dutli
    Präsident
    praesident@vfsn.ch



    Medieninformation: Fluglärmforum Süd begrüsst Verzicht der Südstarts geradeaus bei Nebel

    http://www.fluglaermforum.ch/

    14. Februar 2017

    Der Regierungsrat des Kantons Zürich stellt gegenüber dem Bund klare Forderungen zum Schutz der Bevölkerung im Fall der Einführung von Südstarts geradeaus. "Die Haltung des Regierungsrats deckt sich in wesentlichen Punkten mit unserer Eingabe an den Bund", kommentiert Lothar Ziörjen, Präsident des Fluglärmforums Süd die Stellungnahme des Regierungsrats. Das Fluglärmforum Süd begrüsst die vom Regierungsrat verlangten Forderungen und Anpassungen zur Einhaltung der Nachtruhe und zur Verhinderung, dass Südstarts geradeaus zur Kapazitätssteigerung genutzt werden. Insbesondere positiv wertet das Fluglärmforum Süd den verlangten Verzicht von Südstarts geradeaus bei Nebel. An seiner Haltung, dass Südstarts geradeaus grundsätzlich abzulehnen sind, hält das Fluglärmforum Süd fest.

    Druck aus dem Süden zeigt Wirkung

    "Tausende von Einsprachen aus der Bevölkerung sowie die Eingaben der Städte und Gemeinden im Süden des Flughafens dürften den Regierungsrat bestärkt haben, ein deutliches Signal nach Bern zu senden", erklärt Lothar Ziörjen, Präsident des Fluglärmforums Süd und Stadtpräsident von Dübendorf. Offensichtlich sind auch die Berechnungen, welche negativen Auswirkungen der SIL II auf den Zürcher Fluglärmindex (ZFI) haben, in die Haltung des Regierungsrats eingeflossen.

    Die verlangten Präzisierungen und Anpassungen sprechen eine deutliche Sprache: Der Flughafen muss endlich die Nachtruhe einhalten. Er soll gegenüber der betroffenen Bevölkerung mehr Verantwortung übernehmen und die Einhaltung der Nachtruhe vor alle anderen Interessen stellen. Skyguide und Flughafen sollen klare, nachvollziehbare Kriterien aufstellen, wann das Bisenkonzept zum Einsatz kommt. Bei Nebel sollen grundsätzlich keine Südstarts geradeaus erlaubt sein. Und Südstarts geradeaus sollen nicht für Kapazitätssteigerungen genutzt werden dürfen.

    Bund hat die Wahl: Südstarts geradeaus oder eine echte Chance, dass die Pistenverlängerungen in der Volksabstimmung angenommen werden

    Wenn der Bund jetzt über die Bücher geht, sollte er auch eine politische Güterabwägung machen: Ein stark eingeschränktes Südstarts geradeaus-Regime mit einem vom Kanton Zürich zusätzlich auferlegten Wettermonitoring oder der Verzicht auf diese Route mit der Option, dass die Pistenverlängerungen eine echte Chance auf eine Mehrheit im Zürcher Stimmvolk haben.



    20min - «Es fühlte sich an, als explodierte eine Bombe»

    Ein Kleinflugzeug ist im australischen Melbourne in ein Einkaufszentrum gestürzt. Alle Insassen sterben.


    Beim Absturz eines Kleinflugzeugs auf ein zu dieser Zeit noch geschlossenes Einkaufszentrum im australischen Melbourne sind am Dienstagmorgen alle fünf Insassen der Maschine ums Leben gekommen. Laut Behörden führte ein Triebwerksausfall zum Unfall.

    Angesichts des grossen Feuerballs sei es ein unbeschreibliches Glück, dass niemand in den Geschäften oder auf dem Parkplatz gewesen und verletzt worden sei, sagte der stellvertretende Polizeikommissar des Bundesstaats Victoria, Stephen Leane. Medienberichten zufolge sind unter den Opfern vier US-Touristen und der australische Pilot. Die US-Botschaft in Canberra und australische Behörden wollten die Nationalitäten zunächst jedoch nicht bestätigen.

    Leane sagte dem Sender ABC, darüber hinaus habe es keine weiteren Opfer gegeben. Es sehe aber so aus, dass alle fünf Menschen an Bord der Chartermaschine ums Leben gekommen seien.

    Notruf nach Start

    Der Premierminister von Victoria, Daniel Andrews, sagte, es handle sich um den schlimmsten Unfall der zivilen Luftfahrt in dem Staat seit 30 Jahren. Der durch den Absturz ausgelöste Brand sei von 90 Feuerwehrleuten gelöscht worden. Das Unglück habe sich rund 45 Minuten vor Öffnung der Mall ereignet. Polizeiinspektor Mick Frewen zufolge hatte es kurz nach dem Start einen Notruf gegeben.

    Das zweimotorige Beechcraft-Flugzeug war kurz nach dem Start vom Flughafens Essendon in Melbourne in das Direct Factory Outlet Einkaufszentrum gekracht. Dieses war zum Unfallzeitpunkt noch nicht geöffnet. Einige Mitarbeiter befanden sich bereits in einigen Shops. Sie wurden jedoch nicht verletzt.

    Augenzeugen berichteten von Explosionen, Feuer und schwarzem Rauch, wie die Polizei mitteilte. Die Gegend wurde evakuiert. Die nahen Strassen seien für die Feuerwehr und Rettungskräfte gesperrt worden, hiess es. Der Flughafen liegt rund 13 Kilometer nordwestlich vom Zentrum Melbournes. Er wird hauptsächlich von kleineren Flugzeugen genutzt.

    «Riesiger Feuerball»

    Ein Augenzeuge sagte dem Lokalradiosender ABC: «Ich sah dieses Flugzeug wirklich tief und schnell ankommen.» Den Aufprall selbst habe er nicht gesehen, «aber es gab einen riesigen Feuerball, als es gegen das Gebäude prallte». Er habe die Hitze durch das Fenster eines Taxis gespürt, in dem er gesessen habe. Dann habe wohl ein auf der Strasse rollendes Flugzeugrad die Front des fahrenden Taxis getroffen.

    Die Feuerwehr kämpfte stundenlang gegen die Flammen, die das Flugzeug sowie Teile des Gebäudes und einen nahen Parkplatz zerstörten. Das australische Verkehrssicherheitsamt teilte mit, es untersuche den Unfall. Ein Team von vier Ermittlern sei zur Unfallstelle geschickt worden.

    Flughafen geschlossen

    Live-Fernsehbilder zeigten ein ausgebranntes Flugzeugwrack und schwarzen Rauch über dem stark beschädigten Einkaufszentrum DFO und Nachbargebäuden in Essendon Fields. Ein DFO-Verkäufer sagte dem Sender Sky News, es «fühlte sich an, als explodierte eine Bombe».

    «Ich konnte die Hitze durch die Scheiben des Taxis spüren und dann knallte ein Rad – es sah wie eine Flugzeugrad aus – auf die Strasse und schlug gegen die Front des Taxis, als wir vorbeifuhren», sagte er dem Rundfunksender ABC.

    Der Flughafen Essendon Fields wurden vorübergehend geschlossen, Flüge auf die beiden grösseren Airports Tullamarine und Avalon umgeleitet. Auch eine Strasse musste wegen herumliegender Trümmer gesperrt werden.

    Die US-Botschaft in Canberra teilte mit, sie arbeite mit den örtlichen Behörden zusammen. Den Angehörigen der Verunglückten drückte sie zudem ihr Beileid aus.

    (chk/afp)



    ZSZ - Zahlen zu Südstarts verlangt

    Fluglärm SP-Kantonsrat Jonas Erni hat eine Anfrage zum Flughafen gestellt. Vom Zürcher Regierungsrat will der Wädenswiler wissen, wie sich der Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt beim Lärm auf die Region Zürichsee auswirkt.

    Dass ein Politiker vom linken Seeufer in Sachen Fluglärm über dem Zürichsee vorprescht, lässt aufhorchen. Denn meist werden rechtsufrige Kantonsräte und Gemeindepräsidenten bei diesem Thema aktiv. Jonas Erni macht jetzt die Ausnahme. Im Zusammenhang mit dem Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) möchte der Wädens­wiler SP-Kantonsrat zu den Süd­starts Zahlen und Fakten vom Zürcher Regierungsrat erhalten.

    SIL legt fest, wie sich der Flughafen Zürich entwickeln kann. Der im Herbst vom Bund präsentierte SIL 2 enthält Zündstoff, vor allem für die Gemeinden südlich der Abflugpiste 16. Von dort sollen nämlich in Zukunft bei ­Bise und Nebel die Jets geradeaus starten können.

    Wie viele Südstarts?

    Ernis mehrteilige Anfrage an den Regierungsrat fusst auf der Annahme, dass es die Süd­starts bei ­Bise und Nebel schon seit fünf Jahren gibt. Wie oft wäre dann das Bisenkonzept angewendet worden? Wie viele Tage mit Nebel­lage hätten zu Süd­starts geführt? Konkret will er erfahren, wie oft bei SIL 2 in den letzten fünf Jahren Süd­starts über Uster, Küsnacht und Wädens­wil geflogen worden wären.

    Erni erwartet vom Regierungsrat, der für die Antworten drei Monate Zeit hat, auch eine ­klare Definition: «Welche meteoro­logischen Bedingungen müssen erfüllt sein, damit eine Bisen­lage gegeben ist?» Ebenso interes­sieren ihn Angaben, um wie ­viele Dezibel sich der Fluglärm im von Südstarts geradeaus betroffenen Gebiet verändert.

    Grosse Befürchtungen

    Jonas Erni, der auch Stadtrat in Wädens­wil ist, begründet seinen Vorstoss: «Ich bin Umweltingenieur, ich beschäftige mich schon länger beruflich und politisch mit Verkehrslärm, bisher aber hauptsächlich mit jenem von der Strasse.» Dass er nun auch beim Fluglärm aktiv werde, habe mit der Ungewissheit zu tun, was SIL 2 für das linke Seeufer bedeute. «Süd­starts betreffen auch uns, es gibt in Wädens­wil wegen des Fluglärms grosse Befürchtungen.» Er wolle mit seiner An­frage Antworten, damit die Bevölkerung wisse, was auf sie zukomme.

    «Wenn man die Zahlen hat, kann man auch abschätzen, wie sich die Südstarts auswirken, zum Beispiel auf die Laut­stärke des Fluglärms am Boden», sagt Erni. Er sei skeptisch, wenn es um die Geräuschemissionen im Süden des Flughafens geht. Darum wolle er Fakten, bevor der Kanton SIL 2 in den Richtplan aufnimmt.

    Kein Gegner aus Prinzip

    Ein Gegner des Flughafens Zürich aus Prinzip sei er jedoch nicht. «Ich bin nicht für einen Entwicklungsstopp; ich stelle nur Fragen zu den Konsequenzen für die Bevölkerung südlich des Flughafens.» Eine Absprache im Stadtrat, insbesondere mit Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP), der Vorstandsmitglied von Pro Flughafen ist, gab es keine. «Im Stadtrat ist bei überstädtischen Fragen jeder frei in seiner Meinungsäusserung», erklärt Erni.

    Jetzt erwartet er genaue Zahlen in der Antwort des Regierungsrats, «nicht nur schön formulierte, wenig aussagekräf­tige Texte». Je nachdem, wie ­diese Zahlen ausfallen, werde er wei­tere Schritte unternehmen. «Dann müsste ich Verbesserungen bei SIL 2 verlangen», sagt er. (Zürichsee-Zeitung)

    Erstellt: 13.03.2017, 08:42 Uhr



    Frankfurter Flughafen

    Was aus 5,6 Millionen Fluglärm-Beschwerden wurde


    Veröffentlicht am 10.03.17 um 05:41 Uhr

    http://hessenschau.de/wirtschaft/was-aus-56-millionen-fluglaerm-beschwerden-wurde,fluglaerm-beschwerden-bei-fraport-100.html

    Fast alle sechs Sekunden geht am Frankfurter Flughafen eine Fluglärm-Beschwerde ein. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt mehrere Millionen. Nun steht fest, wie viele die Behörden für begründet hielten.

    Von Frank van Bebber

    Fast alle sechs Sekunden eine Fluglärm-Beschwerde, 15.325 am Tag, 5.593.806 im vergangenen Jahr: In der Beschwerdestelle des Frankfurter Flughafens, die hier "Nachbarschaftsdialog" heißt, quillt der Anwohner-Frust aus dem E-Mail-Postfach. "Wir nehmen erst einmal alles auf, was eingeht", sagt Max Conrady, der für Fraport die Beschwerdeflut bändigt.

    Elf Flughafen-Mitarbeiter sichten die Beschwerden. Jede Eingabe zählt für die Statistik. Doch die Statistik zeigt auch, wie die Beschwerdeflut beim Durchlaufen von Flughafen, Ministerien und Ämtern nach und nach zum Rinnsal wird. Die Bilanz 2016: 5,6 Millionen Beschwerden, 11 Verfahren.

    So werden aus 5,6 Millionen Beschwerden 11 Verfahren

    5.593.806 Beschwerden sind bei Fraport eingegangen.
    1.462.838 davon stufte Fraport als individuell und auf Flüge bezogen ein.
    6.624 Flüge meldete Fraport nach Prüfung an die Landes-Fluglärmbeauftragte.
    2.860 Flüge stufte die Beauftragte nach Radarauswertung als auffällig ein.
    11 Flüge waren auch nach Prüfung von Lotsen- und Funkprotokoll gegen die Regel.
    8 der 11 Verfahren gab das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung ins Ausland ab.
    2 der Verfahren stellte das Amt wegen Geringfügigkeit ein.
    1 der 11 Ordnungswidrigkeitsverfahren ist noch in Bearbeitung.

    Quellen: Fraport (hier); Fluglärmschutzbeauftragte des Landes und Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung auf Anfrage von hessenschau.de (Zahlen für 2016)



    BAZL - Flugplatz Dübendorf: Weiteres Vorgehen

    Flugplatz Dübendorf: Weiteres Vorgehen

    Bern, 23.03.2017 - Der Militärflugplatz Dübendorf soll wie vom Bund 2014 beschlossen als ziviles Flugfeld betrieben werden. Der Zuschlag ging an die Flugplatz Dübendorf AG. Der von den Standortgemeinden inzwischen eingebrachte Vorschlag für einen „historischen Flugplatz mit Werkflügen“ wurde vom Bund geprüft. Die Abklärungen haben ergeben, dass er operativ weitgehend umsetzbar wäre, aber wichtige Anforderungen des Bundes nicht erfüllt. Der Bund ist jedoch bereit, zusammen mit dem Kanton Zürich und den Standortgemeinden nach Möglichkeiten zu suchen, wie ihren Bedürfnissen und Anliegen Rechnung getragen werden kann. Dies soll im Rahmen des SIL-Prozesses erfolgen.

    2014 beschloss der Bundesrat, das Areal des Militärflugplatzes Dübendorf künftig für die Militäraviatik, die Zivilaviatik und den Hub-Standort Zürich des Schweizerischen Innovationsparks zu nutzen. Der Zuschlag für den Betrieb des zivilen Flugplatzes ging an die Flugplatz Dübendorf AG (FDAG). Mit der Anpassung des Konzeptteils des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) hielt der Bund 2016 fest, dass Dübendorf als ziviles Flugfeld mit Schwerpunkt Geschäftsluftfahrt genutzt werden soll. Das trägt dazu bei, den Flughafen Zürich langfristig zu entlasten. Die Nutzung entspricht damit den Vorgaben des Luftfahrtpolitischen Berichts des Bundesrates.

    Die drei Standortgemeinden Dübendorf, Volketswil und Wangen-Brüttisellen haben 2016 ein Alternativkonzept dazu entwickelt. Es wurde Mitte Januar 2017 durch den Kanton Zürich beim Bund eingereicht. Das Konzept „Historischer Flugplatz mit Werkflügen“ stützt sich teilweise auf ein im früheren Ausschreibungsverfahren unterlegenes Bewerbungsdossier für ein ziviles Flugfeld Dübendorf. Vorgesehen wäre ein Betrieb mit jährlich maximal 20‘000 Flugbewegungen und restriktiveren Betriebszeiten, als es das Konzept der FDAG vorsieht.

    Der Bund hat das Alternativkonzept sorgfältig geprüft. Dabei hat sich gezeigt, dass dieses operativ weitgehend umsetzbar wäre, aber wichtige Vorgaben des Bundes nicht erfüllt. Grosse Unsicherheiten verbleiben insbesondere bei der Finanzierung. Der Businessplan sieht über 30 Jahre eine Deckungslücke von nahezu 50 Millionen Franken vor. Die jährlichen Defizite von je rund 1.6 Mio. Franken sollen gemäss Alternativkonzept durch die Standortgemeinden gedeckt werden. Die entsprechenden Beiträge bedürfen der Zustimmung der Stimmberechtigten und sind vorderhand nicht gesichert. Durch den vorgesehenen Kostenteiler müsste die Luftwaffe zudem eine Mitfinanzierung in nicht vorgesehenem Umfang mittragen. Ausserdem zeigt das Alternativkonzept keine Lösung für die Geschäftsluftfahrt auf.

    Der Bund hält aus diesen Überlegungen grundsätzlich an seinem Entscheid für den Flugplatz Dübendorf und an seinen vertraglichen Verpflichtungen gegenüber der FDAG fest und verfolgt das Alternativkonzept in der vorgelegten Form nicht weiter. Der Bund ist jedoch bereit, zusammen mit dem Kanton Zürich und den Standortgemeinden nach Möglichkeiten zu suchen, wie ihren Bedürfnissen und Anliegen Rechnung getragen werden kann. Dies soll im Rahmen des SIL-Prozesses erfolgen, in den sowohl der Kanton als auch die betroffenen Gemeinden eingebunden sind. Damit ist gewährleistet, dass diese ihre Einwände und Bedenken – zum Beispiel zu den Betriebszeiten und Bewegungszahlen – direkt einbringen können. Im Verlauf dieses Prozesses sind mehrere Koordinationsgespräche mit allen Beteiligten vorgesehen.

    Adresse für Rückfragen

    Für Medienschaffende:
    Medienstelle BAZL, 058 464 23 35
    Kommunikation VBS, 058 464 88 75

    Für Schneiser: doris.leuthard@gs-uvek.admin.ch




    20 minuten - Gepäckwagen rasen wegen Sturm über Landepiste

    Gepäckwagen rasen wegen Sturm über Landepiste

    Zwischen zwei landenden Flugzeugen rollten im Februar 2016 sieben Gepäckwagen über die Piste 28 – Windböen hatten die Trolleys auf dem Flughafen Zürich losgerissen und unkontrolliert über den Platz gefegt. Es war nicht der erste derartige Vorfall. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) hat nun zwei Sicherheitsempfehlungen erlassen.
    Schon 28 Fastkollisionen mit Drohnen

    Am Abend des 9. Februar 2016 zog ein Sturmtief über Norddeutschland hinweg nach Südschweden. Auf dem Flughafen Zürich wurde böiger Westwind mit Spitzen von bis zu 120 Stundenkilometern gemessen.

    Gegen 22.24 Uhr bemerkten ein Flugzeugtraktorfahrer und ein Ramp Supervisor auf dem Flughafengelände, dass «hinter ihnen eine Reihe von sieben aneinandergehängten Gepäckwagen mit hoher Geschwindigkeit vom Wind in Richtung der Piste 28 getrieben wurden», heisst es im Sust-Bericht, der heute veröffentlicht wurde.

    Flugbesatzung sah Gepäckwagen nicht

    Die Arbeiter versuchten zunächst, die Gepäckwagen einzuholen und anzuhalten. Sie konnten dann aber nicht verhindern, dass diese auf die Piste rollten. Die Trolleys überquerten die Piste und kamen schliesslich am nördlichen Pistenrand beim Rollweg Juliet an der Grasnarbe zum Stillstand.

    Kurz zuvor, um 22.23 Uhr, war ein Finnair-Airbus auf der Ostpiste 28 gelandet. Und um 22.25 Uhr setzte ein Swiss-Jumbolino auf. «Die Flugbesatzung führte eine normale Landung durch und hatte keinen Sichtkontakt zu den Gepäckwagen, die sie in einem Abstand von rund 15 bis 20 Metern zur rechten Flügelspitze und mit einer Geschwindigkeit von annähernd 90 Knoten (rund 167 km/h) passierte.»

    Danach wurde die Piste für elf Minuten gesperrt: Zwei anfliegende Maschinen mussten durchstarten, die Gepäckwagen wurden entfernt, und die Landebahn wurde nach weiteren Gegenständen abgesucht.

    Die Wagen waren ungenügend gesichert

    Die Sust schreibt in ihrem Bericht von einem «schweren Vorfall». Ob die Gepäckwagen defekt waren, ist unklar – sie wurden nach dem Sturm gleich wieder eingesetzt und konnten in der Menge der rund 3500 ähnlichen Wagen nicht mehr ausfindig gemacht werden.

    Die Wagen waren aber – da sie sich bewegen liessen – zumindest ungenügend gesichert: Deshalb empfiehlt die Sust, dass das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) gemeinsam mit den Flugplatzbetreibern geeignete Massnahmen ergreift, um zu verhindern, dass sich Gepäckwagen durch starke Winde unkontrolliert verschieben können.

    Keine regelmässigen Wartungen

    Wie dem Bericht zu entnehmen ist, war es auf dem Flughafen Zürich zuvor schon zu mehreren ähnlichen Vorfällen gekommen: Für die Zeit vom Juni 2012 bis März 2016 werden acht Vorkommnisse aufgezählt. So wurde unter anderem am 21. Oktober 2014 der Flugbetrieb eingestellt, «weil sich zu viele Objekte auf Pisten und Rollwegen befanden».

    Abklärungen der Sicherheitsuntersuchungsstelle zeigten, «dass die Gepäckwagen von den verschiedenen Nutzern nicht regelmässig auf ihren Zustand kontrolliert beziehungsweise gewartet wurden». Wartungsarbeiten seien erst ausgeführt worden, nachdem Mängel eher zufällig entdeckt worden seien.

    Technische Anpassung

    Die Sust regt auch eine technische Anpassung an, da die vorhandenen Warnsysteme auf die Gepäckwagen nicht reagiert hätten.

    So lösen etwa Flugzeuge und Fahrzeuge automatisch Alarm aus, wenn sie eine aktivierte Stopplinie vor einer Piste überqueren. «Ein Versuch ergab, dass die Gepäckwagen aufgrund ihrer kleinen Masse den Alarm nicht ausgelöst hätten.»

    Nach dem schweren Vorfall hat die Flughafen Zürich AG gemäss Sust-Bericht sofort reagiert. Bereits am Tag darauf sensibilisierte sie ihre Mitarbeiter. Zudem wurden im Sinne einer Übergangslösung die Checklisten angepasst; so werden Gepäckwagen seither stichprobenartig kontrolliert und deren «Eigentümer benachrichtigt beziehungsweise in die Pflicht genommen».

    (sep/sda)

    Dies nennt sich dann Sicherheitskultur am Flughafen Zürich



    Stuttgart

    Streit um Fluglärm: Landtag lehnt Schweizer Forderungen ab

    http://www.tagblatt.de/Nachrichten/Streit-um-Fluglaerm-Landtag-lehnt-Schweizer-Forderungen-ab-326952.html

    Im Streit um Schweizer Fluglärm über Baden-Württemberg haben sich alle Fraktionen im Stuttgarter Landtag hinter die Forderungen der betroffenen Regionen gestellt.

    05.04.2017

    dpa/lsw

    Stuttgart. Die Abgeordneten votierten in der Parlamentsdebatte am Mittwoch einstimmig für einen gemeinsamen Antrag der Grünen- und der CDU-Fraktion. Sie riefen die Bundesregierung dazu auf, der Schweiz gegenüber nicht nachzugeben. Nur so könne eine deutliche Mehrbelastung der deutschen Seite verhindert werden.

    Deutschland und die Schweiz streiten seit Jahrzehnten über den Fluglärm, der von dem grenznahen Airport Zürich ausgeht. Die meisten Flugzeuge werden über deutsches Gebiet geleitet. Die Schweiz möchte die Flugrouten über deutschem Gebiet weiter ausbauen. Das stößt vor Ort auf Widerstand. Besonders betroffen sind der Hochrhein, der Schwarzwald und die Region rund um den Bodensee.




    Stuttgart

    Streit mit der Schweiz - Landtag unterstützt Fluglärmgegner

    http://www.swp.de/bietigheim/nachrichten/suedwestumschau/streit-mit-der-schweiz-landtag-unterstuetzt-fluglaermgegner-14741416.html

    lsw | 06.04.2017

    Im Streit um Schweizer Fluglärm über Baden-Württemberg haben sich alle Fraktionen im Stuttgarter Landtag hinter die betroffenen Regionen gestellt. Die Abgeordneten votierten in der Parlamentsdebatte am Mittwoch einstimmig für einen gemeinsamen Antrag der Grünen- und der CDU-Fraktion. Sie riefen die Bundesregierung auf, der Schweiz gegenüber nicht nachzugeben. Sonst drohten den Menschen an Hochrhein und Bodensee sowie im Schwarzwald zusätzliche Belastungen.

    Die Schweiz exportiere den Fluglärm des Airports Zürich nach Deutschland, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). Ziel müsse es sein, die Betroffenen besser zu schützen und die Zahl der Flüge zu begrenzen. Das Land unterstütze das. Handeln müsse jedoch die Bundesregierung in Berlin.

    Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) müsse Schweizer Forderungen auch künftig eine Absage erteilen, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Felix Schreiner. Die bestehenden Regeln dürften nicht aufgeweicht werden, betonte Thomas Marwein (Grüne). Auch SPD, FDP und AfD fordern einen besseren Schutz vor Fluglärm.

    Deutschland und die Schweiz streiten seit Jahrzehnten über den Fluglärm, der von dem grenznahen Airport Zürich ausgeht. Die meisten Flugzeuge werden über deutsches Gebiet geleitet. Die Schweiz möchte die Flugrouten über deutschem Gebiet weiter ausbauen. Das stößt vor Ort auf Widerstand. Der Versuch beider Länder, das Problem mit einem binationalen Staatsvertrag zu lösen, ist mehrfach gescheitert.

    Fluglärmgegner und Kommunalpolitiker fürchten, dass mit dem absehbaren Wachstum des Flughafens und mit einem geplanten neuen Betriebsreglement sowie mit baulichen Veränderungen die Zahl der Flüge und somit der Fluglärm über deutschem Gebiet steigt. Der Flughafen Zürich weist die Befürchtungen als unbegründet zurück.

    Der Landtag habe zwar bereits in den Vorjahren die Betroffenen unterstützt und eine Reduzierung des Fluglärms gefordert, sagte CDU-Politiker Schreiner. Es sei aber wichtig gewesen, dieses Signal in der jetzigen Legislaturperiode zu erneuern. Dies stärke die deutsche Position gegenüber der Schweiz. Zudem erhöhe es den Druck auf die deutsche Regierung, den Schutz der Menschen im Südwesten nicht aus dem Blick zu verlieren.



    Ist Kloten ein Stuttgarter Landesflughafen?

    http://www.stiftungfluglaerm.ch

    Zürich, 07.04.17 - Der Missbrauch des Flughafens Kloten als Landesflughafen für das deutsche Bundesland Baden-Württemberg und als streiksicherer HUB für den Lufthansakonzern muss ein Ende haben. Die Stuttgarter Politiker und die baden- württembergischen Unternehmen benutzen Kloten als internationalen Transfer-Flughafen, ohne die gerechten Anteile an Lärm-, Gesundheits- und Umweltschäden tragen zu wollen, protestiert die Stiftung gegen Fluglärm, Zürich.

    Aufgrund der Merkel-Couchepin-Lärmstudie aus dem Jahr 2009 ist bewiesen, dass die wenigen Gemeinden im Südschwarzwald keinen nennenswerten Fluglärm, der von Kloten ausgeht, ertragen müssen. „Dies steht im Widerspruch zu den schwäbisch-badischen Forderungen, dort den Fluglärm zu begrenzen“, sagt Adolf Spörri, Präsident der Stiftung gegen Fluglärm.

    Die Stiftung fordert den Bundesrat und die Zürcher Kantonsregierung auf, in Berlin und Stuttgart härter als bisher zu verhandeln. Rund um Zürich würden 300‘000 Menschen unter dem zunehmenden Fluglärm und der Umweltverschmutzung leiden. Weil die grüne Regierung in Stuttgart sich weigere, ihren eigenen Flughafen bei Stuttgart auszubauen, solle nun der Grossraum Zürich als Abfallkübel für deutsche Ferienreisende, Politiker, die über Zürich nach Berlin und Frankfurt fliegen und schwäbische Exportwirtschaft dienen. Spörri: „Wir sind für einen vernünftigen Ausgleich in Kloten, aber die Deutschen müssen ihren Anteil an den Belastungen übernehmen.“

    Weitere Auskünfte:

    Stiftung gegen Fluglärm
    Adolf Spörri, Präsident spoerri@spoerrilaw.ch
    Klaus J. Stöhlker, Pressesprecher klaus.stoehlker@stoehlker.ch




    Le succès commercial de l’aéroport de Zurich provoque des nuisances au-dessus des normes

    https://www.rts.ch/play/tv/19h30/video/le-succes-commercial-de-laeroport-de-zurich-provoque-des-nuisances-au-dessus-des-normes?id=8539712

    27,7 millions de personnes ont transité par l’aéroport de Zurich en 2016, c’est un nouveau record.

    In dem Beitrag kommt u.a. auch Adolf Spörri, Präs. von Stiftung gegen Fluglärm vor.

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    Lärm-Beschwerden: laerm@zurich-airport.com Tel 043 816 21 31  

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