Südanflug NEIN! Südanflug NEIN! - Forum
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Thema: Aktionen und Proteste


Flughafenpolitik:
3 Jahre unzulässige Südanflüge

Von Sonntag, Oktober 30 2016 - 08:00
Bis Sonntag, Oktober 30 2016 - 10:00

Sonntag, 30. Oktober 2016

Um 08 Uhr beim Schützenhaus Zumikon. Achtung, Umstellung auf die Winterzeit!

Detailprogramm folgt

Schützenhaus Zumikon
Süssplätzweg 34
Zumikon, Schweiz



Es sind leider bereits 13



Stellungnahme zum SIL-Objektblat Teil 2

Stiftung gegen Fluglärm

https://static1.squarespace.com/static/570f79e4cf80a157aa6c01f7/t/5822ef2246c3c4fdf3e57af1/1478684458653/Stiftung+gegen+den+Fluglärm-Stellungnahme-def-2016-11-08-mU.pdf

Hoffentlich machen die Gemeinden des Südens den gleichen Druck, um SIL 2 zu kippen.



Absurd und dekadent oder nur Vetterliwirtschaft

Sich kreuzende An- und Abflug-Schneisen sind ein Sicherheitsrisiko, das leuchtet jedem ein.

Das UVEK stellt fest, dass der Flughafen Zürich zuviele Slots vergibt. Er ist deshalb nicht in der Lage, bei sich kreuzenden Flugschneisen die notwendigen zeitlichen Sicherheits-Abstände einzuhalten und Verspätungen (die im Flugverkehr nie restlos zu umgehen sind) in den vorgeschriebenen Zeiträumen ausserhalb der Ruhezeiten abzubauen. Das UVEK stellt fest - aber unternimmt nichts.

Statt nicht-kostendeckende marktverzerrende Flugpreise zu verbieten (z.B. aktuell: Easy-Jet Europa-Angebote zu Fr. 29.90) und dadurch für unser Land wirtschaftlich völlig unnütze Flüge zu verhindern, verlangt das UVEK mit Südstarts eine neue Flugschneise in niedrigster Höhe über dichtest bevölkertes Gebiet und droht zudem mit der Freigabe des ehemaligen Flugplatzes Dübendorf für die Business-Aviation als vierte Piste von Kloten - was nichts anderes bedeuten kann, als in Kloten noch mehr Flüge zuzulassen.

Der immense Verlust an Lebensqualität, von Liegenschaftswerten (oft hart erspartes Alterskapital), die in höchstem Masse gesundheitsschädigende Dauerbelärmung durch Flugverkehr in Ruhezeiten, das erwiesenermassen höchste Absturzrisiko in Flughafennähe und über dichtest bevölkertem Gebiet interessiert Bundesrätin Leuthard ebensowenig wie die verfassungsrechtlich vorgeschriebene Vergütung von Schäden durch Enteignungen. Die Bewohner in vom Fluglärm nicht betroffenen Regionen sollen über das gesundheitliche Schicksal der in der Südschneise Wohnenden bestimmen.

Die unsinnige Fluglärm-Messung mittels ZFI erfasst z.B. in Gockhausen bei nachweisbaren 80-85 dB pro Carrier im 2,5-Minuten-Abstand keinen einzigen Menschen. Dies im durch Fluglärm höchstbelasteten Ort der ganzen Südschneise.

Das UVEK ist nicht bereit, die längst bekannten kreuzungsfreien Varianten über wenig-bevölkerte Gebiete mit weit geringerer Belastung von Mensch und Natur vorzuschreiben.

Der kantonale, einst ausdrücklich „behördenverbindliche“ Richtplan, das kantonale Raumplanung-Gesetz, die Luftreinhalte-Verordnung, das Umweltschutz-Gesetz, der Verfassungsartikel über Schutz vor Willkür und Währung von Treu und Glauben, der Verfassungsartikel über Gewährleistung von Eigentum und Entschädigung von Enteignungen und Eigentumsbeschränkungen und der Verfassungsartikel über Umweltschutz sind wertlos …… Mr Trump lässt grüssen…...

Danke Frau Leuthard!

Adrian Schoop, Gockhausen



Beitrag über Fluglärm in der Tagesschau des Westschweizer Fernsehens TSR

Dienstag, 11. Apr 2017 um 19.30 Uhr!



Massenhafte Protesten wegen Südanflügen der letzten Tage und Nächste.

Leuthard hat jedoch vorgesorgt, dass der Flughafen Kloten fast beliebig auf die Südanflüge zurückgreifen kann:

Betriebsreglement für den Flughafen Zürich vom 30. Juni 2011
Anhang 1: An- und Abflugverfahren

Art. 21
Landepisten
a) Instrumentenflüge ohne Einschränkung durch die DVO

Bei Instrumentenanflügen erfolgt die Landung von 07.00 Uhr bis
21.00 Uhr in der Regel auf die Piste 14 oder auf die Piste 16.
Vorbehalten bleibt Artikel 22.

Auf einer anderen Piste darf nur gelandet werden, wenn die Pisten
14 und 16 aus Sicherheitsgründen – namentlich aus technischen
oder meteorologischen Gründen - nicht benutzt werden
können.
Auf der Piste 34 darf in diesem Fall nur dann gelandet
werden, falls auch die Piste 28 aus Sicherheitsgründen nicht benutzt
werden kann.

https://www.flughafen-zuerich.ch/~/media/flughafenzh/dokumente/business_und_partner/flugbetrieb/betriebsregelement_fzag_20160801.pdf

Das BAZL und UVEK haben den Flughafen einseitig geschützt und die Anwohner an die Flugindustrie verkauft.



Flughafen Zürich - Rabatt für Fluglärmgebühren

Sie finden untenstehend weitere Informationen zu folgenden Themen:
Plangenehmigungen und Verfügungen zur Betriebskonzession und zum Betriebsreglement
laufende Anhörungen
SIL Zürich
Staatsvertrag mit Deutschland

Bitte auf Register "Anhörungen" gehen, um die Dokumente zu sehen


Der Flughafen beantragt einen tiefgreifenden Rabatt für den Homecarrier Swiss im Zusammenhang mit den geänderten Gebühren für Fluglärm.

So bewirkt der Zuschlag nichts


Zuletzt bearbeitet: 03.05.17 14:05 von Flughafenpolitik


Lärmpegel im Nationalratssaal und in Schlafzimmern

Gastkommentar von Edi Rosenstein, Geschäftsführer Verein Flugschneise Süd – NEIN

Nationalratspräsident Dominique de Buman liess kürzlich im Nationalratssaal den Lärm messen, um dann Gegenmassnahmen ergreifen zu können, denn im Saal herrsche ein Geräuschpegel wie an einer stark befahrenen Strasse. Ein weiser Entscheid, denn nur wer den Voten der Volksvertreter in Ruhe zuhören kann, ist in der Lage, fundierte Entscheide zu fällen. Wer jedoch während Stunden einem zu hohen Lärmpegel ausgesetzt ist, läuft gemäss einer vom Bundesamt für Zivilluftfahrt in Auftrag gegebenen Studie Gefahr, krank zu werden, insbesondere wenn die Lärmbelastung Menschen vom Schlaf abhält.
Die Debatte um den Fluglärm im Zusammenhang mit dem Flughafen Zürich-Kloten wurde in letzter Zeit in den Medien je nach Standpunkt der schreibenden Person unter Einbezug oder Weglassung von relevanten Fakten geführt. Dabei ginge es doch eigentlich um zwei Themen, die anschauungsneutral, unpolitisch und unpolemisch abgehandelt werden sollten. Auf der einen Seite geht es um die seit Jahren schlafenden Verhandlungen mit Deutschland bezüglich der Anflugroute über das schwach besiedelte Süddeutschland. Unsere Regierung in Bern hat dieses Dossier aus diversen Gründen schubladisiert, anstatt mit klaren Forderungen und mit selbstbewusstem Auftreten dafür zu sorgen, dass die sicherheitsrelevanten Aspekte berücksichtigt werden. Es müsste das kleinkarierte Territorialdenken in einer globalen Welt aufgegeben und der Vernunft zum Durchbruch verholfen werden. Dass der Flughafen, welcher als Home-base einer deutschen Airline dient, die bevölkerungsschonendsten, sicheren Routen nicht nutzen kann, widerspricht jeder Logik und Vernunft. Eigentlich wäre das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) zuständig, um Flugrouten, -zeiten und Ähnliches zu bestimmen. Leider fungiert das BAZL jedoch nicht als Lenkungs- und Aufsichtsorgan über die Luftfahrt, sondern als Handlangerin des Flughafens, indem es seine Wünsche und Anträge fast ausnahmslos erfüllt.

Auf der anderen Seite sind die berechtigten Bedürfnisse nach Sicherheit und Lebensqualität der Bevölkerung im Grossraum um den Flughafen zu berücksichtigen. Dieser verfassungsmässige Anspruch wird seit Jahren mit Füssen getreten, wobei sich sogar der Bundesrat über entsprechende Bundesgerichtsurteile hinwegsetzt. Die jährlich vom Flughafen selbst publizierten Zahlen zur Bevölkerung, welche dem Fluglärm ausgesetzt ist, kennen nur eine Tendenz: nach oben. Der entsprechende Bericht wird seit Jahren von der Regierung brav entgegengenommen und kommentiert - ohne Konsequenzen. Und das, obwohl die Regierung von Gesetzes wegen verpflichtet wäre, „Massnahmen zu ergreifen“, so wie es im Abstimmungstext zum Zürcher Fluglärmindex steht.

Die längst geforderte Anpassung des völlig realitätsfremden LEQ (gemitteltes Lärmmessungsverfahren) wurde nicht mal im Ansatz in Angriff genommen. Die morgendlichen Südanflüge mit 80 dB wecken die betroffene Bevölkerung ab 6 Uhr morgens im 3 Minutentakt, gelten jedoch nicht als Lärm, da sie über 16 Tagesstunden gemittelt werden. Nur massive wirtschaftliche Interessen von einflussreichen Kreisen können solch ein irreales System erdacht und durchgesetzt haben.
Ein gut funktionierender Flughafen ist für Zürich und die Region wichtig, er sollte aber mit Respekt gegenüber der hiesigen Bevölkerung betrieben werden und nicht als Ego-Projekt einiger weniger oder von Nostalgikern, die immer noch ihrer Swissair nachtrauern. Dank der Hub-Funktion sind zwar viele Destinationen mit Non-Stop-Flügen erreichbar, wovon die hiesige Bevölkerung wegen den hohen Preisen für Direktflüge aber kaum Gebrauch macht und der wirtschaftliche Ertrag als marginal bezeichnet werden muss.

Im Schutzkonzept für den Flughafen Zürich vom Januar 2018 werden 72 dB als Massstab für bauliche Schallschutzmassnahmen vorgegeben. Wenn 70 dB im Nationalratssaal für Politiker nach Gegenmassnahmen rufen, dann sollten 80 dB für rund 230‘000 schlafende Frauen, Kinder und Männer in der Südschneise nach ebensolchen schreien.

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