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Thema: Aktionen und Proteste


hard facts 7: Ist der Flughafen gebaut? (VFSN)

http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=2468&Itemid=1

Der Flughafen ist gebaut, behaupten die Initianten der Behördeninitiative. Sie suggerieren „nichts verändern am Flughafen“, bewirken und erzwingen aber damit genau das Gegenteil - den „Neubau“ von vielen neuen Flugrouten.

Die gemäss eigenen Angaben so ungemein kompromissbereiten Fluglärmverteiler halten aber absolut kompromisslos an einem Pistenverlängerungsverbot fest und verunmöglichen so, dass über eine bevölkerungsschonende Lösung des Fluglärmproblems auch nur nachgedacht werden darf.

Es ist extrem unglaubwürdig sich gegen eine geringfügige Pisteverlängerung zu sträuben - kapazitätsfördernde Schnellabrollwege aber nicht mit in das Ausbauverbot einzuschliessen.

Es ist extrem unglaubwürdig eine Pisteverlängerung von 450 m verbieten zu wollen, aber den Neubau von über 100'000 m neuen Flugrouten zu fordern!





hard facts 8: Die Behördeninitiative verunmöglicht jegliche Planungssicherheit (VFSN)

http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=2470&Itemid=1

Was ändert eine verlängerte Piste an der Planungssicherheit im Osten und Norden? Die Piste wird sicherer, die Verfügbarkeit höher (so dass die Abendanflüge auch wirklich im Osten statt finden können), aber die Kapazität wird nicht erhöht und auch die Flugrouten ändern sich nicht. Es passiert somit eigentlich nichts.

Wird die Initiative angenommen, passiert das gleiche, was schon durch die Fairfluginitiative erreicht werden sollte: Das Nord/Süd Konzept mit Südstarts geradeaus über Wohnquartiere der Stadt Zürich wird zur bitteren Realität. Das bedeutet, dass ein seit über 50 Jahren bestehendes System, das zudem in einem rechtskräftigen Richtplan verankert ist, zu einem wesentlichen Teil um 180 Grad gedreht wird. Ein solches Vorgehen unter dem Deckmantel der Planungssicherheit ist zynisch. Wie soll und kann mit einem solchen Vorgehen Vertrauen geschaffen werden?

Eine Annahme der von den Ost- und Nordgemeinden eingereichten Behördeninitiative führt dazu, dass neue Flugrouten, die in ihren Auswirkungen einem Pistenneubau entsprechen, über eines der dichtest besiedelten Gebiete geführt werden. Das widerspricht dem Raumplanungsgesetz, dem Umweltschutzgesetz, dem Flughafengesetz etc. und nicht zuletzt einem gesunden Menschenverstand.

Die Behördeninitiative gibt nur eine Sicherheit: Die Sicherheit, dass Planungssicherheit im Kanton Zürich der Vergangenheit angehört!



Mögliche Ab- und Anflüge gemäss SIL-Bericht. Bei einem Pistenverlängerungsverbot dürften die meisten zum Einsatz kommen. Sieht so Planungssicherheit aus?



hard facts 9: Eine Pistenverlängerung erhöht die Kapazität nicht! (VFSN)

http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=2472&Itemid=1

Rhetorische Frage: Was macht man, wenn es auf einer Strasse immer wieder zu Staus kommt? Verlängert man sie? Nein, natürlich nicht. Bei Flugpisten ist das nicht anders.



Eine Pistenverlängerung bewirkt keine Kapazitätssteigerung. Erst wenn die Landepiste frei ist, darf das folgende Flugzeug zur Landung ansetzen, bzw. den Missed Approach Point passieren.

Eine Verlängerung der Piste 10/28 erhöht die Kapazität nicht. Sie erhöht jedoch generell die Sicherheit und die Verfügbarkeit der Piste 28 bei besonderen Wetterlagen und verhindert damit zusätzliche Überflüge über dicht besiedeltes Wohngebiet der Stadt Zürich.

DESHALB:




hard facts 10: NEIN zu einer Vorlage voller Widersprüche (VFSN)

http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=2483&Itemid=1

Eine Vorlage die komplett widersprüchlich begründet wird, ist abzulehnen.

Das behaupten die Initianten:
Sinnlose Investitionen verhindern: Nach dem Nutzungskonzept des Bundes steigern Pistenverlängerungen weder die Flughafenkapazität, noch reduzieren sie die Fluglärmbelastung. Jedoch müssten CHF 900 Millionen für die Infrastruktur und CHF 1.5 Milliarden für Entschädigungen investiert werden. Pistenverlängerungen kosten viel, bringen aber nichts.


Gemäss dieser Aussage bringt eine Pistenverlängerung also keine Kapazitätserhöhung (dass die Fluglärmbelastung nicht reduziert wird ist erwiesenermassen falsch). Nur eine Zeile später wird behauptet:
Fluglärm begrenzen: Rein rechnerisch lässt sich die Kapazität auf verlängerten Pisten massiv ausbauen.


Liebe Initianten: Egal ob man es praktisch, theoretisch oder "rein rechnerisch" betrachtet: Steigert eine Pistenverlängerung die Flughafenkapazität oder nicht?

Wer sich an derart widersprüchliche Argumente klammert, ist offensichtlich im extremen Argumentationsnotstand. Die wahren Ziele der Initiative möchte man natürlich nicht nennen: Fluglärmverteilung wie schon mit Fairfluginitiative!



hard facts 11: Eine Pistenverlängerung ist keine Geldverschwendung (VFSN)

http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=2467&Itemid=1

Das Hauptargument der Initianten: keine Verschleuderung von 2.487 Milliarden Franken. Woher kommt diese Zahl?

Die Zahl stammt aus dem SIL-Bericht: "Betriebsvarianten" vom 8. Dezember 2006. Dort sind die Kosten für alle Varianten nach den gleichen Grundsätzen ermittelt worden.

Bei einer Ablehnung der Behördeninitiative könnte die Variante J (Pistenverlängerung) realisiert und damit zehntausende von Menschen von Fluglärm entlastet werden. Die Kosten dafür werden mit 2.487 Milliarden aufgeführt.:



Was die Pistenstopper und Fairteiler aber tunlichst verschweigen:

Ein JA zur Behördeninitiative bedeutet mehr Südlandungen und neu Südstarts geradeaus. Damit steigen die prognostizierten Kosten für Schallschutz und der Gesamtbetrag steigt um 50% auf 3.6 Milliarden.

Ein Ja zur Behördeninitiative kostet unglaubliche 3.6 Milliarden!!

Übrigens: der Gegenvorschlag des VFSN würde 1 Milliarde Franken weniger kosten als die Behördeninitiative!

Es ist unglaublich, dass die Initianten eine Steuergeldverschwendung anprangern, aber verschweigen, dass die Annahme der Initiative mit Abstand die teuerste aller Varianten ist.



Die Südanflüge von heute Nacht beweisen, dass die Piste 28 verlängert werden muss. Wir übernehmen bereits einen grossen Anteil der Anflüge, wegen Ostwind. Dies fast den ganzen Winter über.

Daher habe ich bereits gemäss Empfehlung des VFSN abgestimmt!



Hallo gusto. Kannst du mir erklären was sich gerade jetzt über unseren Köpfen abspielt? Und warum?



Flughafenpolitik:
Die Südanflüge von heute Nacht beweisen, dass die Piste 28 verlängert werden muss. Wir übernehmen bereits einen grossen Anteil der Anflüge, wegen Ostwind. Dies fast den ganzen Winter über.

Daher habe ich bereits gemäss Empfehlung des VFSN abgestimmt!


Aber Du hättest 2 mal Nein stimmen müssen, denn auch im Referendum des VFSN ist ein Ausbauverbot für die Ostpiste enthalten.

Abstimmungsbulletin durchlesen ist empfehlenswert.



Wer kann mir sagen, WARUM heute Abend wieder diese Südanflüge??? - Vermutlich ist die Ost-Piste eben doch zuuu kurz



Verfügbarkeit ist nicht Kapazität.

Die Ostpiste ist zu kurz (Bremsweg), um auch bei schlechtem Wetter darauf sicher landen zu können. Der Süden muss deshalb im Winterhalbjahr, zusätzlich zu den morgendlichen Südanflügen, auch noch bis zu 60 % der abendlichen Ostanflüge übernehmen.

Fazit:
Bei der Verlängerung der Ostpiste geht es um die Verfügbarkeit der Piste und nicht etwa darum, wieviele Flugzeuge stündlich darauf landen können (Kapazität).







hard facts 12: Ist Bevölkerungsschutz Geldverschwendung? (VFSN)

http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=2501&Itemid=1

Die Kosten lassen es erahnen. Dort wo die Lärmkosten an grössten sind, bei dieser Varianten werden auch am meisten Menschen mit Fluglärm belastet.

Die teuerste aller Varianten, ein JA zur Behördeninitiative, ist auch noch diejenige, die mit Abstand am meisten Menschen belärmt. Dass der Gegenvorschalg auch hier überzeugt ist nicht weiter verwunderlich.



DESHALB:




In Kloten ist bei mehreren "Leben statt Lärm" Plakaten das "Leben" durch ein "arbeitslos" überklebt worden.

Die "Leben statt Lärm"-Plakate sind v.a. im Flughafengebiet präsent. Die Initianten scheinen den Kampf aufgegeben zu haben. Einzig um den Flughafen wollen sie noch die eine oder andere Gemeinde gewinnen, um dann auf Opfer zu machen, sollten die Ausbaupläne voranschreiten.



hard facts 13: Fluglärm im Oberland: Behauptungen und Realität (VFSN)

http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=2513&Itemid=1

Der Verein, der vehement Südanflüge forderte und fordert und dadurch dazu beigetragen hat, dass das früher vom Fluglärm verschonte Zürcher Oberland überhaupt zu Fluglärm kam, möchte jetzt plötzlich das Oberland, natürlich völlig uneigennützig, vom Fluglärm befreien und malt Horrorszenarien an die Wand.

Das ist die Tatsachenverdrehung des BFO:


So sieht die Realität aus. Die Anflüge zum Endanflug auf Piste 34 (Süden) führen zu ca. 80% über das Oberland, das Oberland ist somit hauptsächlich durch die vom BFO geforderten Südanflüge stark belastet:

Quelle: Deutsche Flugsicherung, Flugspuren vom 12.11.2011 (grosses Bild)


Die Anflüge zum Endanflug auf Piste 28 (Osten) werden zu über 70% nördlich geführt, selbst wenn sie südlich geführt werden, ist nur ein kleiner Teil des Oberlandes betroffen:

Quelle: Deutsche Flugsicherung, Flugspuren vom 12.11.2011 (grosses Bild)

Wir bedauern die wiederholten Falschaussagen des BFO und werden uns wie bis anhin dafür einsetzen, dass so wenig Menschen mit so wenig Fluglärm wie möglich belastet werden. Das gilt selbstverständlich auch für das Oberland.

DESHALB:




Der Anruf hat Kultstatus im Internet.

So kann man sich z.B. zu Wort melden, wenn es wegen Fluglärm zu laut wird!



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