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Thema: Medienberichte Okt-Dez 2010


Schwarzwald-Baar-Kreis

Fluglärmgegner treffen Verkehrsminister Ramsauer

http://www.suedkurier.de/region/schwarzwald-baar-heuberg/schwarzwald-baar-kreis/Fluglaermgegner-treffen-Verkehrsminister-Ramsauer;art372502,4553935

Bürgerinitiativen-Sprecher Edwin Fluck wird über die Themen Flugsicherung und Fluglärm im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet mit dem Bundesverkehrsminister jetzt persönlich sprechen.

Edwin Fluck aus Blumberg, Sprecher der Bürgerinitiative (BI), wurde zusammen mit einem weiteren BI-Vertreter auf Initiative des CDU-Bundestagsabgeordneten Siegfried Kauder jetzt zum Ministergespräch mit Peter Ramsauer in Berlin eingeladen. Thema des auf Ende November terminierten Treffens in Berlin sollen Fluglärm und Flugsicherung sein. Das teilte Kauder mit. „Das Treffen scheint mir überfällig zu sein. Jüngst entstandene Irritationen müssen ausgeräumt werden“, so Kauder in seiner Mitteilung: „Ich weiß wie wichtig die Themen Fluglärm und Flugsicherung für den süddeutschen Raum sind. In die Sache muss endlich Tempo kommen“.



1. November 2010, Neue Zürcher Zeitung

Ohropax für jeden Ausschaffungshäftling

http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/ohropax_fuer_jeden_ausschaffungshaeftling_1.8227780.html

Ein Rundgang im fast immer voll belegten Zürcher Ausschaffungsgefängnis im Flughafenareal

Kriminelle Ausländer oder jene, die kein Aufenthaltsrecht in der Schweiz erwirken konnten, werden seit je ausgeschafft. Das Zürcher Amt für Justizvollzug hat am Montag für die Medien die Tore des Ausschaffungsgefängnisses geöffnet.

Brigitte Hürlimann

Wenn eine derart emotional und kontrovers debattierte Volksinitiative wie die «Ausschaffungsinitiative» zur Abstimmung kommt, dann erinnern sich die Medien daran, dass es seit 1996 ein grosses Zürcher Ausschaffungsgefängnis gibt, das sich im Flughafenareal befindet. Über die Haftbedingungen in diesem aussergewöhnlichen Gefängnis, das eigentlich keins sein sollte, weil es ums Wegbefördern aus der Schweiz und nicht um die Bestrafung kriminellen Tuns geht, ist schon oft berichtet worden. Das Zürcher Amt für Justizvollzug hat nun am Montagmorgen die Tore des Ausschaffungsgefängnisses erneut für die Journalisten geöffnet – jedoch in der Einladung darauf hingewiesen, dass eigentlich kaum ein Zusammenhang mit der Initiative bestehe: weil hier der grösste Teil der Insassen aus Gründen des Ausländerrechts inhaftiert ist und nicht aus strafrechtlichen Gründen.

600 Wegweisungen 2009

Die Gefängnisverantwortlichen betonten beim Rundgang deshalb wiederholt, sie befürchteten keine grossen Veränderungen, auch bei einer allfälligen Annahme der Initiative. Das Ausschaffungsgefängnis, das für 106 Personen konzipiert wurde, ist seit seiner Eröffnung fast immer voll belegt oder gar massiv überbelegt. Vor allem in den Jahren 2002 bis 2006 mussten im Gefängnis bis zu 130 Frauen und Männer beherbergt werden, was den Betrieb an die Grenzen der Funktionsfähigkeit brachte. Seit 2008 nimmt die Anzahl der Insassen eher ab, bleibt aber auf hohem Niveau stabil.

Über die Gründe für die Belegungsschwankungen konnte Amtsleiter Thomas Manhart keine Angaben machen: Dies sei Sache des Migrationsamts, das die Menschen via Haftrichter ins Ausschaffungsgefängnis führe, mit oder ohne kriminelle Vergangenheit. Das Migrationsamt des Kantons Zürich hatte es am Montag vorgezogen, sich nicht den Medienfragen vor Ort zu stellen. Immerhin hatte das Amt schon vor dem Gefängnisrundgang interessierten Journalisten mitteilen lassen, man habe vergangenes Jahr rund 600 Wegweisungen verfügt, davon rund 110 wegen einer strafrechtlichen Verurteilung. Mehr Mut als die Verantwortlichen des Migrationsamts bewiesen am Montag eine junge Frau aus Nigeria und ein Mann aus Tunesien, die den Journalisten Red und Antwort standen, über den Alltag im Ausschaffungsgefängnis berichteten und von der Angst, zurück ins Heimatland spediert zu werden. Der Vollzug der Ausschaffungshaft unterscheidet sich klar vom Strafvollzug, und zwar seit das Bundesgericht ein Machtwort gesprochen hat. Im Ausländergesetz wird zu diesem Thema nur festgehalten, die Haft sei in geeigneten Räumen durchzuführen, der Inhaftierte so weit wie möglich zu beschäftigen und eine Zusammenlegung mit der strafrechtlichen Haft zu vermeiden. Erst das Bundesgericht konkretisierte, wie und warum sich eine Ausschaffungshaft vom Strafvollzug zu unterscheiden habe.

Ohrenbetäubender Lärm

Im Ausschaffungsgefängnis, das einen Teil des Flughafengefängnisses in Anspruch nimmt, dürfen die Insassen dank dem Bundesgericht den grössten Teil des Tages ausserhalb ihrer Doppelzellen verbringen. Sie dürfen fast jeden Tag Besuch empfangen und so oft telefonieren, wie sie wollen. Eineinhalb Stunden pro Tag ist für «Spazieren» reserviert. Dies findet in kargen Höfen statt, die von fünf Meter hohen Mauern umsäumt und mit einem Drahtzaun abgedeckt werden. Doch das Schlimmste am Spazierhof ist weder die Enge noch der Beton, sondern der ohrenbetäubende Fluglärm – alle Insassen bekommen beim Eintritt Ohropax.

Die Gefängnisleitung bemüht sich darum, den Frauen und Männern Arbeit gegen ein bescheidenes Entgelt anzubieten, bekommt aber meist viel zu wenige Aufträge, um alle Arbeitswilligen beschäftigen zu können. Wem das Spazieren im ohrenbetäubend lauten Betonhof nicht behagt, der darf ab und zu den bescheidenen Fitnessraum im Innern des Gebäudes benutzen. Der gleiche Raum dient auch für Gebete und Messen – und ab 16 Uhr 30 müssen alle zurück in die Zellen und werden bis am nächsten Morgen eingeschlossen. Das im Sommer 2008 von der Justizdirektion angekündigte Projekt für ein zusätzliches Zürcher Ausschaffungszentrum mit einem weniger restriktiven (und kostenintensiven) Regime ist derzeit auf Eis gelegt: aus Spargründen.




Video

Aus dem Innern des Ausschaffungsgefängnisses

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Aus-dem-Innern-des-Ausschaffungsgefaengnisses/story/31691996

Von Claudia Blumer. Aktualisiert um 18:07 Uhr

Hans-Rudolf Gerber, Leiter des Flughafengefängnisses Zürich-Kloten, führt durch die Abteilung Ausschaffunsghaft, in der jene sitzen, die raus sollen. Rundgang durch das Gefängnis für mehrheitlich nicht Straffällige: Ausschaffungsgefängnis in Zürich-Kloten.



Über 15'000 Eingaben zum SIL-Prozess

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/ber-15000-Eingaben-zum-SILProzess--/story/23648789

Aktualisiert vor 30 Minuten

Der Bund hat für das SIL-Objektblatt über 15'000 Eingaben erhalten. Erwartet hatte man 1000.

Die Zukunft des Flughafens Zürich bewegt die Gemüter. Während der Vernehmlassungsfrist zum neuen Betriebsreglement hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) über 15'000 Eingaben erhalten, wie es am Dienstag mitteilte.

Über 95 Prozent der Eingaben zum Objektblatt des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt für den Flughafen Zürich bestehen aus Standardbriefen respektive vorgedruckten Karten. Diese hatten Organisationen zur Verfügung gestellt. Die Eingaben stammten von Gemeinden, Organisationen, Unternehmen und Privaten, heisst es in der Mitteilung.

Von Behörden kamen rund 100 Eingaben. Noch nicht geäussert haben sich zum SIL-Objektblatt die in ihrer Raumplanung betroffenen Kantone Aargau, Schaffhausen und Zürich. Sie haben bis Anfang Dezember Zeit, ihre Stellungnahmen einzureichen.

Der Sachplan Infrastruktur Luftfahrt steckt den Rahmen für die Entwicklung des Flughafens Zürich bis 2030 ab. Konkret definiert der Bund mit dem Objektblatt den Rahmen für den künftigen Betrieb des Flughafens und die erforderlichen Anlagen wie Pisten, Rollwege und Gebäude. Festgelegt werden zudem die Grenzen des zulässigen Fluglärms in Form von Belastungskurven.

Drei Betriebsvarianten

Das Objektblatt für den Flughafen Zürich basiert auf drei Betriebsvarianten. Die Varianten «E optimiert» und «E DVO» funktionieren auf dem heutigen Pistensystem. Die Variante «J optimiert» verlangt eine Verlängerung der Piste 28 nach Westen und der Piste 32 nach Norden.

«E optimiert» orientiert sich weitgehend am früher praktizierten Nordbetrieb (Landungen hauptsächlich von Norden), «E DVO» bildet die heute praktizierte Betriebsform mit den morgendlichen Südlandungen und den abendlichen Ostanflügen ab. «J optimiert» setzt auf eine Kombination von Nord- und Ostbetrieb.

Genehmigung bis 2012

Das Bazl wird die Eingaben nun analysieren und prüfen, inwiefern den darin geäusserten Anliegen entsprochen werden kann. Gemäss Bazl ist vorgesehen, dass der Bundesrat das überarbeitete Objektblatt gemeinsam mit den auf den SIL abgestimmten Richtplänen der Kantone Aargau und Zürich 2012 genehmigt. (ep/sda)

Erstellt: 02.11.2010, 15:06 Uhr



2. November 2010, 15:04, NZZ Online

15 000 Eingaben zum Zürcher SIL-Objektblatt

http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/15_000_eingaben_zum_zuercher_sil-objektblatt_1.8239847.html

Über 95 Prozent Standartbriefe

Beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) sind in den vergangenen gut zwei Monaten über 15 000 Eingaben zum Objektblatt Zürich des Sachplans Infrastruktur Luftfahrt eingegangen. Die Auswertung steht noch aus. Dabei wird man weit weniger als 15 000 mal einarbeiten müssen, über 95 Prozent der Eingaben sind Masseneinsendungen.

ark. Dem Bazl stehen arbeitsreiche Monate bevor. Seit dem Start der öffentlichen Anhörung am vergangenen 23. August sind über 15 000 Meinungsäusserungen zum SIL-Objektblatt eingegangen. Da zahlreiche Gemeinden und Bürgerorganisationen im Umfeld des Flughafens Zürich ihre Bürger und Mitglieder mit vorgedruckten Eingaben bedienten, dürfte die Zahl der unterschiedlichen Reaktionen allerdings weit unter tausend liegen.

Noch ausstehend sind die Reaktionen von einigen Kantonen, namentlich Zürich. Diese haben bis Ende November Gelegenheit, auf den Entwurf des neuen raumplanerischen Konzepts für den Flughafen zu reagieren. Das Bazl wird die Eingaben laut einer Mitteilung nun analysieren und prüfen.

Dabei soll eruiert werden, «inwiefern den darin geäusserten Anliegen entsprochen werden kann». Angesichts des weit gefächerten Meinungsspektrums zum Objektblatt-Entwurf dürfte es dem Bundesamt relativ leicht fallen, den Entwurf mehr oder weniger unverändert zu belassen und so für eine gutschweizerische mittlere Unzufriedenheit zu sorgen.



Über 15’000 Eingaben zum SIL-Objektblatt für den Flughafen Zürich

http://www.bazl.admin.ch/aktuell/medieninformation/00024/index.html?lang=de&msg-id=36000

Bern, 02.11.2010 - Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat zum Objektblatt des Sachplans Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) für den Flughafen Zürich über 15’000 Eingaben erhalten. Das Amt wird diese nun auswerten. Noch ausstehend sind die Stellungnahmen einzelner Kantone.

Während der öffentlichen Anhörung vom 23. August bis am 29. Oktober sind beim BAZL über 15'000 Eingaben zum Entwurf für das SIL-Objektblatt des Flughafens Zürich eingegangen. Sie stammen von Gemeinden, Organisationen, Unternehmen und Privaten. Über 95 Prozent der Eingaben bestehen aus Standardbriefen respektive vorgedruckten Karten, wie sie Organisationen zur Verwendung angeboten haben. Von Behörden stammen rund 100 Stellungnahmen. Noch nicht geäussert haben sich bisher die durch den SIL in ihrer Raumplanung betroffenen Kantone Aargau, Schaffhausen und Zürich. Sie haben bis Anfang Dezember Zeit, ihre Stellungnahmen einzureichen.

Das BAZL wird die Eingaben nun analysieren und prüfen, inwiefern den darin geäusserten Anliegen entsprochen werden kann. Es ist vorgesehen, dass der Bundesrat das überarbeitete Objektblatt gemeinsam mit den auf den SIL abgestimmten Richtplänen der Kantone Aargau und Zürich 2012 genehmigt.

Mit dem Objektblatt definiert der Bund den Rahmen für den künftigen Betrieb eines Flughafens und die erforderlichen Anlagen wie Pisten, Rollwege und Gebäude. Es beschreibt die Rolle des Flughafens, definiert die möglichen Betriebsformen und legt die Grenzen des zulässigen Fluglärms in Form von Belastungskurven fest. Das Objektblatt für den Flughafen Zürich basiert auf drei Betriebsvarianten. Während zwei dieser Varianten («E optimiert» und «E DVO») auf dem heutigen Pistensystem funktionieren, erfordert die dritte («J optimiert») eine Verlängerung der Piste 28 nach Westen und der Piste 32 nach Norden. «E optimiert» orientiert sich weit gehend am früher praktizierten Nordbetrieb (Landungen hauptsächlich von Norden), «E DVO» bildet die heute praktizierte Betriebsform mit den morgendlichen Südlandungen und den abendlichen Ostanflügen ab und «J optimiert» setzt auf eine Kombination von Nord- und Ostbetrieb (im Tagesverlauf wechselweise Landungen aus Norden und Osten).

Adresse für Rückfragen:

Für Medienschaffende:

Kommunikation BAZL
Telefon: 031 324 23 35

Herausgeber:

Bundesamt für Zivilluftfahrt
Internet: http://www.bazl.admin.ch



Fluglärmgegner frohlocken ThugauerZeitung 4.11.10

Die Mehrheit der 15'000 Stellungnahmen zum neuen Sachplan für den Flughafen Kloten komme aus dem Osten, sagen die hiesigen Fluglärmgegner. Das sei ein starkes Zeichen gegen noch mehr Ostanflüge.

Von einem «Riesenerfolg» im Kampf gegen die stärkere Ostausrichtung des Flughafens Zürich spricht Josef Imhof, Präsident des Bürgerprotests Fluglärm Hinterthurgau. 80 bis 90 Prozent der 15'000 Eingaben zum Sachplan Infrastruktur Luftfahrt für den Flughafen stammen aus dem Osten, schätzt er.

Gleich tönt es auch beim Zürcher Partnerverband Bürgerprotest Fluglärm Ost. Über eine genaue Erhebung verfügt zwar auch dessen Präsident Fritz Kauf nicht. Die Verbände im Osten des Flughafens hätten aber Eingaben aus der Bevölkerung erleichtert, indem sie Zehntausende vorgedruckte Postkarten gegen die Ostausrichtung des Flughafens verteilten. Die Fluglärmgegner im Süden des Flughafens arbeiteten dagegen mit Standardbriefen. Briefe seien aufwendiger und würden weniger benutzt, sagt Kauf.

Aus allen Himmelsrichtungen

Die Zahlen sind darum wichtig, weil sie einen Hinweis geben, in welchen Regionen der Widerstand gegen Fluglärm heute schon besonders gross ist. Adressat der Eingaben war das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl). Nach dessen Angaben sind über 95 Prozent der Stellungnahmen Standardbriefe oder vorgedruckte Postkarten. Die regionale Herkunft sei noch nicht ausgewertet. Aus allen Himmelsrichtungen um den Flughafen seien Eingaben eingetroffen, sagt Sprecher Anton Kohler.

Zur Vorsicht mit Zahlenangaben mahnt darum der Sirnacher Gemeindeammann Kurt Baumann, der im Lenkungsausschuss des Verbands Region Ost sitzt. Dort sind 85 Thurgauer, Zürcher und St. Galler Gemeinden im Kampf gegen den Fluglärm vereinigt. Auch Baumann ist aber überzeugt, dass sehr viele Eingaben aus dem Osten des Flughafens stammen. Die grosse Resonanz sei positiv. «Alles andere wäre fatal gewesen», sagt er.

«Keine Volksabstimmung»

Die Eingabe-Flut aus dem Osten werde im Bazl etwas bewegen, ist Bürgerprotest-Präsident Imhof überzeugt. Die Angst vor noch mehr Fluglärm bewege die Bevölkerung. Jetzt werde auch der politische Druck gegen eine weitere Ostausrichtung des Flughafens steigen.

Das Bazl gibt sich unbeeindruckt. «Die Anhörung hat nicht den Charakter einer Volksabstimmung», lässt das Amt ausrichten. Nicht die Menge, sondern der Inhalt entscheide. Dem widerspricht der Thurgauer Umweltdirektor Jakob Stark. Die Zahl der Einwendungen spiele sehr wohl eine Rolle: «Wenn jemand eine Karte schickt, zeigt er, dass ihn das Thema bewegt.»

Bis Ende Oktober hatten sich Behörden und Bevölkerung zum Sachplan Infrastruktur Luftfahrt äussern können. Er wird den Rahmen definieren für den künftigen Betrieb des Flughafens. Eine von mehreren Varianten sieht eine verstärkte Ostausrichtung vor.



Cleantech

04. November 2010 16:19; Akt: 04.11.2010 16:19 Print

Umwelt-Branche so wichtig wie Tourismus

http://www.20min.ch/finance/news/story/Umwelt-Branche-so-wichtig-wie-Tourismus-20004213

Die Schweizer Umweltindustrie erwirtschaftete im Jahr 2008 zwischen 18 und 20 Milliarden Franken - etwa ähnlich viel wie der Tourismus.

Die Ökologisierung der Wirtschaft ist keineswegs Zukunftsmusik. Bereits heute arbeiten 4,5 Prozent der aktiven Schweizer Bevölkerung in der Cleantech-Industrie. Die Bedeutung von Technologien, Produktionsverfahren und Dienstleistungen zur Senkung des Verbrauchs natürlicher Ressourcen dürfte bis 2020 ein Marktvolumen von 2,2 Billionen Euro erreichen, wie der Bundesrat in einer Analyse festhielt. Das entspricht einem Volumen von 5,5 bis 6 Prozent aller wirtschaftlichen Tätigkeiten weltweit.

Die Schweiz ist in dem Wirtschaftszweig international gut positioniert. Studien zeigen aber, dass sie ihren Vorsprung einbüsst. Die Zahl der Patente ging seit 2000 zurück. Die Cleantech-Exporte kamen zwischen 1996 und 2008 auf einen Anteil von knapp 15 Prozent. Zwar stiegen sie, aber nicht im selben Ausmass wie die anderen Exporte. Der Vorsprung beim Weltmarktanteil schrumpfte seit Mitte der 1990-er Jahre und ist unterdessen dahin.

Schweiz will zurück an die Weltspitze

Mit einem Masterplan will ihr der Bund Flügel verleihen und Schweizer Cleantech bis 2020 an die Weltspitze bringen. Umweltministerin Doris Leuthard präsentierte die Details dazu am Donnerstag.

Der Masterplan basiert auf einer Vision und formuliert vier Ziele, die bis 2020 umgesetzt sein sollen. Die Vision: Dereinst soll die Schweiz nur noch soviele Ressourcen verbrauchen, wie nachwachsen. Dazu soll sie bei sauberer Technologie als Wirtschafts- und Innovationsplatz führend werden und weltweit Impulse aussenden.

Wissen der Hochschulen umsetzen

Die Ziele: Das erste setzt bei der Stärkung von Forschung und Wissen über saubere Technologien an. Dieses soll die Schweiz in ausgewählten Teilbereichen des Sektors an die Weltspitze katapultieren. Zweitens fasst der Bundesrat eine verbesserte Innovationskraft der Branche ins Auge: Die Unternehmen sollen das Wissen der Hochschulen wirksam umsetzen können.

Als drittes Ziel formuliert der Masterplan, dass ressourcenschonende Technologien bei Entwicklung, Nachfrage und Einsatz im Umwelt- und Energiebereich zum Durchbruch kommen. Und letztlich soll sich die Schweiz in der internationalen Wahrnehmung als führender Cleantech-Standort etablieren.

(sda)



15'000 SIL-Eingaben beim BAZL!! (BFO-Newsletter 2. November 2010)

Mit ein bis zwei Tausend Eingaben hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) beim laufenden SIL-Prozess gerechnet: daraus wurden nun 15'000!!!
http://www.bazl.admin.ch/aktuell/medieninformation/00024/index.html?lang=de&msg-id=36000

Die Aktionen der Gemeinden im Osten sowie der Bürgerorganisationen BFO und Bürgerprotest Fluglärm Hinterthurgau haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Wir schätzen, dass rund 80 bis 90% der Antworten aus dem Osten stammen. Die Betroffenheit der Bevölkerung durch die neuen Luftstrassen östlich des Flughafens haben dazu geführt, dass die Bürgerinnen und Bürger unserem Aufruf gefolgt sind. Ein herzliches Dankeschön vom Vorstand von BFO!

Die Beamten in Bern sollten diesen postalischen Volksaufstand lieber nicht ignorieren; denn aus Worten folgen auch Taten. Wir sind für eine Demonstration in Bern bereit, wenn die Anliegen der wirklich betroffenen Bevölkerung nicht berücksichtig werden.

BÜRGERPROTEST FLUGLÄRM OST

Kommentar: Das habt Ihr schon des öfteren behauptet, Ihr Pappnasen. Mal schauen, wie viele der Postkärteler dann wirklich einen Samstagnachmittag statt im Flughafenshopping beim Demonstrieren in Bern verbringen wollen...


Zuletzt bearbeitet: 05.11.10 22:56 von Thomas


Baden-Württemberg ist aktiv:
http://www.fluglaerm-weg.de/?p=95
Bern wird dem Vorschlag sicher gleich zustimmen. Man hat der DVO ja auch gleich zugestimmt obwohl dies nur ein simple, nicht unterzeichnete Verordnung war. Interessant, was passiert wäre, wenn weiter über Norden angeflogen worden wäre. Wohl Fr. 40.-/Busse pro Flieger - gemäss Aussage eines swiss Chef-Piloten. Die Politik kann natürlich solche hohen Bussen nicht verkraften.

Wie war das mit maximal 30% Umsteigeverkehr?
Eine Airline kauft sich Passagiere Wo ist da der viel beschworene Nutzen für die Wirtschaft und die Bevölkerung?




Bis zu sechs Prozent weniger Flüge

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Bis-zu-sechs-Prozent-weniger-Fluege/story/26022192

Aktualisiert um 10:51 Uhr

Die Zahl der Personen, die im Raum Zürich unter Fluglärm leiden, ist im vergangenen Jahr um 2285 auf 46'750 Personen gesunken. Damit liegt der Zürcher Fluglärm-Index wieder knapp unter dem Richtwert.

Der ZFI-Monitoringwert hat im vergangenen Jahr um 5 Prozent abgenommen, wie aus dem ZFI-Bericht 2009 hervorgeht. Die Zahl der tagsüber stark von Fluglärm Betroffenen ist um 3 Prozent, jene der nachts gestörten Personen um 7 Prozent zurückgegangen.

Hauptverantwortlich für den tieferen ZFI-Wert ist der Rückgang der Flugbewegungen. Insgesamt gingen diese gegenüber 2008 um 4,3 Prozent zurück, während der Nacht - von 22 bis 6 Uhr - waren es 6 Prozent. Die Nachtflugsperre dauerte dabei von 24 Uhr bis 6 Uhr.

ZFI um 10 Prozent gewachsen

2008 hatten sich noch 49'035 Personen durch den Flugbetrieb stark gestört gefühlt. Damit wurde der ZFI-Richtwert nur gerade zwei Jahre nach seiner Einführung überschritten. Als Gründe nannten die Behörden damals die Zunahme des Flugbetriebs sowie das Bevölkerungswachstum rund um den Flughafen Zürich.

Dieses Wachstum war auch im vergangenen Jahr ungebrochen: Mit rund 2 Prozent lag es über dem kantonalen Mittel von 1,2 Prozent. Zwischen 2000 und 2009 führte dieses Wachstum zu einem Zuwachs des ZFI um 10 Prozent. Gemäss Bericht wurde dieser Anstieg durch den deutlichen Rückgang der Flugbewegungen innerhalb der letzten 10 Jahre jedoch «mehr als kompensiert».

ZFI enthält keine Stimmen von Betroffenen

Die Zürcher Stimmbevölkerung hatte dem ZFI im November 2007 zugestimmt. Gleichentags schickten sie eine Volkinitiative bachab, die eine drastische Beschränkung der Flugbewegungen forderte.

Ermittelt wird der ZFI mittels einer mathematischen Formel. Berücksichtigt werden dabei die Bevölkerungszahl, die Zahl der Flugbewegungen, der Flottenmix, die Dauer der Nachtsperre sowie die An- und Abflugrouten. Betroffene werden nicht befragt.

Erstellt: 09.11.2010, 10:50 Uhr



Aktuell: ZFI Dokumente 2009

9. November 2010

Zürcher Fluglärm-Index sinkt unter Richtwert

http://www.vd.zh.ch/internet/vd/de/Themen/Flughafen/Themen/ZFI.html

Der Regierungsrat hat den Bericht der Volkswirtschaftsdirektion zum Zürcher Fluglärm-Index (ZFI) 2009 verabschiedet. Darin werden die Jahre 2008 und 2009 sowie in einer Langzeitbetrachtung die Jahre 2000 und 2005 bis 2009 miteinander verglichen. Der vom Regierungsrat bei 47‘000 stark belästigten Personen festgelegte ZFI-Richtwert ist im Jahr 2009 mit rund 46‘800 Personen leicht unterschritten worden (2008: rund 49‘000). Ausschlaggebend war die überproportionale Entlastung aus dem Flugbetrieb. Alleine aufgrund der Bevölkerungsentwicklung wäre der ZFI-Monitoringwert erneut gestiegen. Der Regierungsrat hat überdies die Volkswirtschaftsdirektion beauftragt, eine Verordnung zur Förderung der Wohnqualität in der Flughafenregion auszuarbeiten.

Medienkonferenz vom 9. November 2010

Mitteilung Nr. 10/283, 3 Seiten

Staatskanzlei des Kantons Zürich, Kaspar-Escher-Haus, Neumühlequai 10, Postfach, 8090 Zürich
Kommunikationsabteilung des Regierungsrates, Telefon 043 259 59 00, E-Mail kommunikation@sk.zh.ch


Medienmitteilung des Regierungsrates


Zürcher Fluglärm-Index sinkt unter Richtwert


ki. Der Regierungsrat hat den Bericht der Volkswirtschaftsdirektion zum Zürcher Fluglärm-Index (ZFI) 2009 verabschiedet. Darin werden die Jahre 2008 und 2009 sowie in einer Langzeitbetrachtung die Jahre 2000 und 2005 bis 2009 miteinander verglichen. Der vom Regierungsrat bei 47‘000 stark belästigten Personen festgelegte ZFI-Richtwert ist im Jahr 2009 mit rund 46‘800 Personen leicht unterschritten worden (2008: rund 49‘000). Ausschlaggebend war die überproportionale Entlastung aus dem Flugbetrieb. Alleine aufgrund der Bevölkerungsentwicklung wäre der ZFI-Monitoringwert erneut gestiegen. Der Regierungsrat hat überdies die Volkswirtschaftsdirektion beauftragt, eine Verordnung zur Förderung der Wohnqualität in der Flughafenregion auszuarbeiten.

Der ZFI-Monitoringwert weist die Zahl von Fluglärm am Tag stark belästigter bzw. in der Nacht im Schlaf stark gestörter Personen aus. Er fiel von 49‘035 (2008) auf 46‘750 (2009). Dies entspricht einer Reduktion von rund fünf Prozent. Damit konnte der Richtwert von 47‘000 stark belästigten bzw. in der Nacht stark gestörten Personen im Jahr 2009 eingehalten werden. Im Vorjahr war dieser Richtwert überschritten worden. Der Monitoringwert am Tag (06.00 – 22.00 Uhr) ist um drei Prozent und in der Nacht (22.00 – 06.00 Uhr) sogar um sieben Prozent gefallen. Rund 96 Prozent der stark belästigten, bzw. gestörten Personen leben im Kanton Zürich.

Bevölkerungszuwachs kompensiert

Zu Vergleichs- und Analysezwecken wurde die Entwicklung des ZFI-Monitoringwerts auch über einen längeren Zeitraum hinweg untersucht. Dabei wurde als Vergleichsjahr das Jahr 2000 herangezogen, das bei der seinerzeitigen Festlegung des Richtwerts eine zentrale Rolle gespielt hat. Wäre der ZFI bereits 2000 in Kraft gewesen, so hätte er damals insgesamt rund 59‘600 Personen als vom Fluglärm stark belästigt bzw. gestört ausgewiesen. In der Zeit zwischen 2000 und 2009 hat das Bevölkerungswachstum, isoliert betrachtet, den ZFI um zehn Prozent ansteigen lassen. Dieses Wachstum ist durch eine günstige Entwicklung im Flugbetrieb (minus 31 Prozent) mehr als kompensiert worden. Die Abnahme des ZFI-Monitoringwertes im Jahr 2009 ist auf die rückläufige Entwicklung der Flugbewegungen zurückzuführen (-4,3 Prozent). Die Bevölkerungsentwicklung alleine hätte den Wert auch dieses Jahr wieder ansteigen lassen. Die Bevölkerung nahm innerhalb des Untersuchungsgebiets innert Jahresfrist um rund zwei Prozent zu.

Eckwerte zur Förderung der Wohnqualität bestimmt

Wie ein durch die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) eigens erstellter Sensitivitätsbericht gezeigt hat, würde die Zahl der von Fluglärm stark belästigten bzw. gestörten Personen um 20 Prozent fallen, wenn alle Bauten innerhalb des Untersuchungsgebiets mit Minergie-Standard oder Schalldämmlüftern ausgestattet wären. Die Zahl der in der Nacht stark gestörten Personen könnte sogar um rund zwei Drittel gesenkt werden. Diese Abnahme ist darauf zurückzuführen, dass bei eingebauten Schalldämmlüftern bzw. bei Minergiebauten in der Nacht die Fenster geschlossen bleiben können, so dass weniger Aufwachreaktionen zu verzeichnen sind.
Die Erneuerung von Wohnbauten und deren Ausstattung mit hochwertigem Schallschutz vermag die Wohnqualität in Gebieten, in denen der Immissionsgrenzwert (IGW) durch Fluglärm überschritten wird, zu verbessern. Es ist dem Regierungsrat deshalb ein grosses Anliegen, Gemeinden und Liegenschaften-Eigentümer in diesen Gebieten bei der Erneuerung der Wohnbauten und ihrer Ausstattung mit hochwertigem Schallschutz zu beraten und zu unterstützen. Bereits in der Verordnung zum ZFI wurde dieses Anliegen ausdrücklich festgehalten. Der Regierungsrat hat nun Eckwerte bestimmt für die Umsetzung von Massnahmen, die der Förderung der Wohnqualität in der Flughafenregion dienen. Es wurde festgelegt, dass die Volkswirtschaftsdirektion in enger Zusammenarbeit mit der Baudirektion die Gemeinden und Eigentümer bei Konzepten und Planungsstudien sowie bei Investitionen für Modellvorhaben und deren Projektierung unterstützt. Dies kann einerseits durch Beratung, anderseits durch finanzielle Unterstützung aus dem Bestand des Flughafenfonds geschehen. Der Regierungsrat beauftragte die Volkswirtschaftsdirektion, aufgrund der Eckwerte eine Verordnung auszuarbeiten.



Zürich/Region: 9. November 2010 13:33

Organisationen fordern weitere Massnahmen

http://www.zo-online.ch/article30925/Ressorts/Fokus-Region/Organisationen-fordern-weitere-Massnahmen-gegen-Fluglaerm.htm

Fluglärm: Stellungsnahmen zum ZFI 2009

Fluglärmorganisationen nehmen Stellung zum ZFI 2009, der unter den Richtwert von 47'000 fluglärmgeplagten Personen gesunken ist (wir berichteten).

Der Bürgerprotest Fluglärm Ost findet die Feststellung der Volkswirtschaftsdirektion, dass für den Rückgang der Lärmbelastung hauptsächlich der Rückgang der Flugbewegungen verantwortlich sei, «erstaunlich». Damit würden die Verantwortlichen erstmals zugeben, dass ein direkter Zusammenhang zwischen der Anzahl Flugbewegungen und der Anzahl stark belärmter Menschen bestehe. Der Bürgerprotest fordert deshalb eine Plafonierung der Flugbewegungen, da sie die Einhaltung des ZFI unterstütze und eine spürbare Entlastung für die Bevölkerung bringe. Ebenfalls fordert der Bürgerprotest absolute Nachtruhe von 23 Uhr bis 6 Uhr. Damit würde sich die Anzahl stark belärmter Personen reduzieren und der ZFI könne langfristig eingehalten werden.

Der Dachverband Fluglärmschutz «nimmt mit Erstaunen zur Kenntnis, dass der Richtwert laut neustem ZFI-Bericht mit 46'800 stark belästigten Personen ganz knapp nicht erreicht wurde, obwohl die ZFI-relevanten Gebiete weiterhin ein Bevölkerungswachstum verzeichnen und der Flugbetrieb nicht wesentlich abgenommen hat». Der Verband prangert an, dass die Regierung einfach die Berechnungsmethode geändert habe, um den Grenzwert einhalten zu können. So dürfen ab dem Jahr 2009 die baulichen Fortschritte bezüglich Lärmschutz in die Berechnung einfliessen. Das sei besonders stossen, weil bei den Grenzwert-Berechnungen gemäss der Lärmschutzverordnung passive Schallschutzmassnahmen nicht mitberücksichtigt werden dürften. «Damit wird auch dem letzten Optimisten klar, was der ZFI wirklich ist: Eine Fata Morgana, die nie irgendwelche wirkungsvollen Massnahmen auslösen wird», poltert der Verband.

Der Schutzverband der Bevölkerung um den Flughafen Zürich begrüsst die Verringerung der Lärmbelastung der Bevölkerung durch Fluglärm grundsätzlich sehr, wie der Verband in seiner Stellungsnahme schreibt. Es zeige sich einmal mehr, dass die Flugbewegungszahlen der entscheidende Faktor für die Fluglärmbelastung seien. Der Verband sieht aber auch einen «Trend zu grösseren Flugzeugen und dadurch zum Drehkreuzbetrieb des Flughafen». Es sei «ärgerlich und wirtschaftlich riskant», dass damit immer mehr volkswirtschaftlich uninteressante Transitpassagiere die Lärmbelastung verursachen würden. Ebenfalls bestehe eine Tendenz, Flüge vermehrt in den Nachtstunden abzuwickeln. Es müsse deshalb besonders darauf geachtet werden, dass ausserhalb der zulässigen Nachtbetriebszeiten keine zusätzlichen Starts und Landungen ermöglicht würden. Ausserdem müsse der Lärmgebührentarif aktualisiert werden.



Uster: 9. November 2010 10:34

Stadt Uster will Südanflüge abschaffen

http://www.zo-online.ch/article30913/Ressorts/Uster/Stadt-Uster-will-Suedanfluege-abschaffen.htm

Ustermer Stadtrat zur Entwicklung des Flughafens

[Der Stadtrat von Uster spricht sich gegen Südanflüge aus und fordert unter anderem, dass diese bis höchstens im Jahr 2015 bewilligt werden.

Der Stadtrat von Uster nimmt gegenüber dem Bundesamt für Zivilluftfahrt Stellung zur Entwicklung des Flughafens Kloten. Er setzt sich dafür ein, dass die regelmässigen Südanflüge bis höchstens im Jahr 2015 bewilligt werden, wie die Stadt in einer Mitteilung schreibt. Auf den Südanflug sei ganz zu verzichten, sobald dies ein Staatsvertrag mit Deutschland oder der «gekröpfte Nordanflug» ermöglichten.

In seiner Stellungnahme zum Objektblatt Flughafen Zürich des Sachplans Infrastruktur Luftfahrt (SIL) an das Bundesamt für Zivilluftfahrt schreibt der Stadtrat auch, dass das Stadtgebiet von Uster bereits heute von Fluglärm belastet sei und eine Änderung des Flugverkehrs mit mehr Südstarts zu einer massiven Zunahme der Fluglärmbelastung führen könnte. Der Stadtrat spricht sich ebenfalls gegen eine Parallelpiste aus. Vielmehr will er die Flughafenbetreiberin dazu verpflichten, für Schallschutzmassnahmen wie Schallschutzfenster aufzukommen.

In einem zweiten Schreiben an das Kantonale Amt für Raumplanung fordert der Stadtrat unter anderem, dass das Gebiet südlich des Flughafens zu schonen und die Anzahl der vom Fluglärm betroffenen Personen zu reduzieren sei. Mit diesen Eingaben wolle sich der Stadtrat die Lebensqualität in Uster verbessern, schreibt der Stadtrat weiter. (anb)



Flughafen will 8600 neue Parkplätze

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Flughafen-will-8600-neue-Parkplaetze/story/23998818

Aktualisiert um 13:27 Uhr

Am Zürcher Flughafen werden Abstellplätze für Autos an Spitzentagen knapp. Die Flughafen Zürich AG beantragt deshalb rund 8600 zusätzliche Parkplätze.

Heute stehen den Passagieren, Besuchern und Angestellten am Flughafen 17'107 Parkplätze zur Verfügung. An rund 30 Tagen pro Jahr sei die Parkplatzsituation kritisch. An diesen Tagen sind die meisten Parkplätze belegt und Angestellte müssen auf provisorische Parkplätze in der Nähe des Rega-Centers ausweichen. Man rechne in den kommenden Jahren mit wachsenden Passagierzahlen und die Situation werde sich zusätzlich verschärfen, teilt die Flughafen Zürich AG heute Mittwoch mit. Deshalb soll die Zahl der Parkplätze bis 2020 schrittweise auf 25'700 erhöht werden.

Beim Bundesamt für Zivilluftfahrt werden 7100 zusätzliche Parkplätze für Passagiere und Angestellte beantragt. 1523 Parkplätze beantragt die Flughafen Zürich AG bei der Stadt Kloten für das grosse Immobilienprojekt The Circle, das zu rund 3000 zusätzlichen Arbeitsplätzen am Flughafen führen wird.

Die Inbetriebnahme der verschiedenen Parkhäuser und -flächen ist zwischen 2013 und 2020 geplant. Der genaue Zeitpunkt werde an die Entwicklung der Passagierzahlen angepasst.

Auch künftig über 42 Prozent ÖV-Passagiere

Die Auflage, dass mindestens 42 Prozent der Passagiere, Besucher und Angestellten mit dem öffentlichen Verkehr anreisen müssen, werde auch mit den zusätzlichen Parkplätzen erfüllt, schreibt der Flughafen. Der sogenannte Modalsplit wird seit 1994 regelmässig erhoben. Er stieg von 34 Prozent ÖV-Passagieren kontinuierlich auf 43,2 Prozent 2003 und 46,3 Prozent im letzten Jahr.

Für die zusätzlichen Parkiermöglichkeiten am Flughafen muss eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden. Die Plangenehmigungsgesuche sind laut Mitteilung Mitte Oktober bei den zuständigen Stellen eingereicht worden.

(fsc/sda)

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