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Thema: Medienberichte Juli-Dez 2014


Streitgespräch Pisteninitiative Koller vs. Lais

http://www.zueriplus.ch/konkret.htm



Pläne des Flughafens Zürich

Südbaden will neue Flugrouten verhindern

http://www.nzz.ch/zuerich/suedbaden-will-neue-flugrouten-verhindern-1.18407789

Andreas Schürer 21.10.2014, 05:30 Uhr

Der Flughafen Zürich will die Landungen aus Osten und Starts nach Norden entflechten – neue Routen wären die Folge. Gar nicht gut kommen diese Pläne in Süddeutschland an. Drei Landkreise und die Regierung in Stuttgart melden Gegenwehr an.

Was wie moderne Kunst erscheint, hat einen harmlos klingenden Namen: Entflechtung des Ostkonzepts (siehe Grafik). Die Neuorganisation der Anflüge von Osten auf die Piste 28 und der Starts Richtung Norden auf den Pisten 32 und 34 ist ein wesentlicher Teil der vom Flughafen Zürich beantragten Änderungen des Betriebsreglements, die letzte Woche bekanntwurden und seit Montag nun auch öffentlich aufliegen.

Als harmlos taxiert wird die Anpassung aber vor allem in Süddeutschland nicht. Die Landräte der Kreise Waldshut, Konstanz und Schwarzwald-Baar wollen verhindern, dass Berlin der Neuerung zustimmt. Mehr noch: Sie drängen auf eine einseitige Verschärfung der heutigen Sperrzeiten in den Randstunden, die 2003 die Einführung der Südanflüge nötig machten. Kritisch äussert sich auch Gisela Splett, Staatssekretärin im baden-württembergischen Verkehrsministerium und Lärmschutzbeauftragte des Landes. Sie moniert: «Der Norden des Flughafens wird belastet, der Süden geschont.»

Druck auf Berlin aufgesetzt

Berlin müsse sich nun endlich für Südbaden starkmachen, fordert Splett. Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann werde sich jedenfalls persönlich bei Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt für die Interessen der Region einsetzen. Dies könne durchaus auch heissen, die heutigen Beschränkungen des deutschen Luftraums auszudehnen – nicht über den Staatsvertrag, der politisch wohl erledigt sei, sondern über eine Anpassung der 220. Durchführungsverordnung, die den Anflug auf Zürich über deutsches Staatsgebiet regelt.

Vordringlich ist für Splett nun aber, Klarheit über die Auswirkungen der vom Flughafen Zürich beantragten Neuerungen zu erhalten. Das Land und die drei Landkreise hätten deshalb beschlossen, ein entsprechendes Gutachten in Auftrag zu geben. Dieses solle auch alternative Flugverfahren aufzeigen, mit denen die Sicherheit erhöht – und Südbaden entlastet werden könne.

Ein Ärgernis ist für Splett vor allem, dass während der deutschen Sperrzeiten neu alle anfliegenden Flugzeuge von Norden her auf die Piste 28 geführt werden sollen. Die Reihung der Flugzeuge erfolgt dabei an der Grenze zu Deutschland, bevor über dem Kanton Schaffhausen der Endanflug beginnt. Heute fliegen die Maschinen, die von Westen her via den Warteraum Gipol kommen, die Piste 28 über den Süden des Flughafens an.



Im Gegenzug zur Konzentration der Anflüge auf die Piste 28 über Norden soll die Hauptstartroute Richtung Osten neu etabliert werden. Vorgesehen ist eine deutlich grössere Linkskurve südlich des Flughafens, so dass die startenden Maschinen dem Endanflug auf die Piste 28 nicht in die Quere kommen. Für Zeiten mit wenig Flugverkehr steht eine direktere Verbindung Richtung Osten zur Verfügung, die dichtbesiedelte Gebiete im Westen und Süden des Airports entlasten soll. Der Flughafen verweist darauf, dass die Entflechtung des Ostkonzepts eine wesentliche Massnahme ist, die im 2013 publizierten Sicherheitsbericht zum Flughafen Zürich vorgeschlagen wurde.

Verschärfungen gefordert

Martin Kistler, Landrat des Landkreises Waldshut, bringt seine Beurteilung der Pläne des Flughafens Zürich so auf den Punkt: «Wir haben eine Reduktion des Lärms gefordert – und nun werden wir sogar noch zusätzlich belastet.» Aus Kistlers Sicht wird mit der beantragten Entflechtung des Ostkonzepts die Beschränkung des deutschen Luftraums, die Südbaden seit 2003 in den Randzeiten morgens und abends mehr Ruhe bringt, ad absurdum geführt: «Die Nordausrichtung wird wieder zementiert, das ist nicht akzeptabel.» Dass die Flugzeuge in Südbaden noch auf einer Höhe von mindestens 3600 Metern über Meer sind, lässt Kistler als Gegenargument nicht gelten. Zum einen seien je nach lokaler Topografie auch solche Anflüge störend. Zum anderen stehe weiterhin im Raum, dass künftig die Mindestflughöhen gesenkt würden.

Um eine scharfe Reaktion ist Kistler nicht verlegen. Zusammen mit seinen Landratskollegen der Kreise Konstanz und Schwarzwald-Baar fordert er Berlin auf, die heutigen Beschränkungen zu verschärfen. Da der Staatsvertrag politisch tot sei, gelte es, neue Vorstösse zu lancieren, die Entlastung brächten. Konkret verlangen die drei Landräte, dass ab dem ersten Quartal 2015 die abendlichen Sperrzeiten an den Wochentagen verlängert werden. In einem zweiten Schritt sollen weitere Beschränkungen in Kraft treten, bis die Ziele der «Stuttgarter Erklärung» umgesetzt seien. Diese in Süddeutschland breit abgestützte Forderung zielt unter anderem darauf ab, dass nicht mehr als 80 000 Anflüge jährlich über Norden erfolgen; heute sind es knapp über 100 000.

Kritik ist aber auch aus der Schweiz zu vernehmen, Einsprachen und ein jahrelanger Prozess bis zur allfälligen Umsetzung des Betriebsreglements 2014 sind programmiert. Thomas Hardegger, SP-Nationalrat und Präsident des Schutzverbandes der Bevölkerung rund um den Flughafen, bemängelt, dass der Lärmteppich insgesamt grösser werde. Der gesetzlich relevante Lärm nehme zwar nicht markant zu, aber der wahrnehmbare und störende sehr wohl.



Betriebsreglement 2014 - Flughafen Zürich

http://www.bazl.admin.ch/themen/infrastruktur/00300/01241/03872/index.html?lang=de

Die Flughafen Zürich AG hat dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) Änderungen des Betriebsreglements zur Genehmigung eingereicht. Dabei geht es u.a. um eine Entflechtung der An- und Abflugrouten im Osten des Flughafens. Das neue Betriebsreglement liegt vom 20. Oktober bis zum 18. November 2014 öffentlich auf.

Typ: PDF
Gesuch Flughafen Zürich Betriebsreglement 2014
Gültig ab 15.10.2014 | Grösse: 510 kb | Typ: PDF

Typ: PDF
Beilage 1 - Änderungsanträge
Gültig ab 15.10.2014 | Grösse: 27 kb | Typ: PDF

Typ: PDF
Beilage 2 - Umweltverträglichkeitsbericht
Gültig ab 15.10.2014 | Grösse: 4109 kb | Typ: PDF

Typ: PDF
Beilage 3a - Fluglärmberechnungen
Gültig ab 15.10.2014 | Grösse: 1596 kb | Typ: PDF

Typ: PDF
Beilage 3b - Karten Fluglärmberechnungen
Gültig ab 15.10.2014 | Grösse: 22752 kb | Typ: PDF

Typ: PDF
Beilage 4 - AIP-Karten
Gültig ab 15.10.2014 | Grösse: 2565 kb | Typ: PDF



Villingen-Schwenningen Fluglärm: Wolf attackiert Verkehrsminister

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.villingen-schwenningen-fluglaerm-wolf-attackiert-verkehrsminister.e3740a65-0090-4d63-a3b8-4096a58ae5ce.html

Felicitas Schück, 29.10.2014 06:52 Uhr

Villingen-Schwenningen - Bisher war der Konsens beim Fluglärmstreit mit dem Flughafen Zürich parteiübergreifend. Doch nun ist anscheinend Schluss mit der Einigkeit.

Landtagspräsident Guido Wolf (CDU, Tuttlingen), lange Zeit in Sachen Flugverkehrsbelastung ein Herz und eine Seele mit Staatssekretärin Gisela Splett (Grüne), und der CDU-Landtagsabgeordnete Felix Schreiner erheben Vorwürfe gegen Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne): Sie verstehen nicht, "dass das Thema Fluglärm bei der großen Verkehrskonferenz des Landes mit der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich ausgeklammert wurde."

Das Landesverkehrsministerium reagiert mit Unverständnis auf die Vorwürfe: Schließlich werde das Thema schon seit Jahren bei der traditionellen großen Verkehrskonferenz außen vor gelassen, weil weder das Land Baden-Württemberg noch der Kanton Zürich Entscheidungsbefugnis beim Fluglärmstreit hätten. "Wir könnten also höchstens stundenlang diskutieren", so Sprecher Edgar Neumann auf Anfrage unserer Zeitung. "Selbstverständlich setzen sich die Landesregierung, der Verkehrsstaatsminister und die Verkehrsstaatssekretärin bei jeder Gelegenheit für die Region Südbaden und den Schutz der dortigen Bevölkerung vor dem Fluglärm ein", betont er. Und fügt kritisch hinzu: "CDU-Politiker, die hier Vorwürfe erheben, sollten sich stattdessen bei ihren Parteifreunden in Berlin dafür starkmachen, dass die Bundesregierung sich in gleicher Weise für den Schutz der südbadischen Bevölkerung einsetzt und vor allem ihr Handeln transparent macht. Dazu würde auch gehören, die Landesregierung über neue Entwicklungen (geplantes neues Ost-Anflug-Regime) und deren Bewertung zu informieren, statt im Fluglärmbeirat durch ständige Abwesenheit zu glänzen."

Das Verhältnis zwischen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) und seinem baden-württembergischen Kollegen scheint ohnehin nicht das beste. Der Fluglärmstreit, so Neumann, spiele dabei jedoch keine Rolle.

Die beiden CDU-Landtagsabgeordneten gehen unterdessen noch weiter. Sie behaupten, dass Verkehrsminister Hermann bereits seit Sommer Kenntnis von einem Gutachten der Deutschen Flugsicherung (DFS) zum Ostanflugkonzept habe und zitieren entsprechende Schweizer Medienberichte.

Das Verkehrsministerium bestreitet das. Hermann liege das Gutachten der DFS zu diesem Thema nicht vor. "Deswegen kann er dazu auch nicht Stellung nehmen", so Neumann.



Bantli:
Betriebsreglement 2014 - Flughafen Zürich

http://www.bazl.admin.ch/themen/infrastruktur/00300/01241/03872/index.html?lang=de

Die Flughafen Zürich AG hat dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) Änderungen des Betriebsreglements zur Genehmigung eingereicht. Dabei geht es u.a. um eine Entflechtung der An- und Abflugrouten im Osten des Flughafens. Das neue Betriebsreglement liegt vom 20. Oktober bis zum 18. November 2014 öffentlich auf.

Typ: PDF
Gesuch Flughafen Zürich Betriebsreglement 2014
Gültig ab 15.10.2014 | Grösse: 510 kb | Typ: PDF

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Beilage 1 - Änderungsanträge
Gültig ab 15.10.2014 | Grösse: 27 kb | Typ: PDF

Typ: PDF
Beilage 2 - Umweltverträglichkeitsbericht
Gültig ab 15.10.2014 | Grösse: 4109 kb | Typ: PDF

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Beilage 3a - Fluglärmberechnungen
Gültig ab 15.10.2014 | Grösse: 1596 kb | Typ: PDF

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Beilage 3b - Karten Fluglärmberechnungen
Gültig ab 15.10.2014 | Grösse: 22752 kb | Typ: PDF

Typ: PDF
Beilage 4 - AIP-Karten
Gültig ab 15.10.2014 | Grösse: 2565 kb | Typ: PDF


Im Umweltverträglichkeitsbericht der EMPA vom 30.10.2014 hat's einen Riesenbock. Dürfte allerdings nur ein Tippfehler sein. Wer findet ihn?




gusto:
Im Umweltverträglichkeitsbericht der EMPA vom 30.10.2014 hat's einen Riesenbock. Dürfte allerdings nur ein Tippfehler sein. Wer findet ihn?


Du machst es also auch noch spannend:

Es gibt gar keinen Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) von der EMPA vom 30.10.2014 wie Du schreibst, sondern nur einen von envico mit Datum vom 25.10.2013. Der Riesenbock liegt also eher bei Dir!



was ist denn das?

Beilage 3a - Fluglärmberechnungen



Admin: Das war vor allem ein unnötig langer Link und deshalb von mir gekürzt! *g


die Fluglärmberechnungen sind Teilinnhalt des Umweltverträglichkeitsberichtes (Wie man dort nachlesen kann!)



Zuletzt bearbeitet: 03.11.14 11:51 von Administrator


ich gebe zu, beim Datum habe ich mich vertippt: 30. Oktober 2013 statt 2014

Wo ist ein Riesenbock?




@gusto

Was soll das Rätselraten?

"Brösmele" ihn doch raus, wenn Du ihn schon entdeckt hast!



Ich tippe mal auf:

Die haben glatt die Pistenverlängerung vergessen!





Uff Kontrollator, Volltreffer!

Da lupft es ja dem @gusto vor lauter Staunen die Ziegel ab dem Dach!

Oder war es doch eher die Luftsäule ... ?



gusto:
was ist denn das?

Beilage 3a - Fluglärmberechnungen
Ich tippe auf Fluglärmberechnungen, was soll es des sonst sein?

die Fluglärmberechnungen sind Teilinnhalt des Umweltverträglichkeitsberichtes (Wie man dort nachlesen kann!)

Nein, es sind eben nur die Fluglärmberechnungen, keine UVB, die hat envico erstellt.

Und was soll jetzt da ganze Theater? Das ist doch schwache wie Luftsäule leer. Ich habe fairtig!


Zuletzt bearbeitet: 03.11.14 21:14 von Kontrollator


Pilot in Australien

03. November 2014 15:36; Akt: 03.11.2014 17:03 Print

Mit dem Flugzeug auf ein Bier ins Pub

http://www.20min.ch/panorama/news/story/Mit-dem-Flugzeug-auf-ein-Bier-ins-Pub-16384900

Ein Australier ist mit seinem Propeller-Flugzeug vor ein Pub gerollt. Weil er dabei auf einer Verkehrsstrasse gefahren ist, soll er nun bestraft werden.

Wenn der Australier sein Bier will, dann hält ihn offenbar nichts auf. Und wenn dann gerade das Auto nicht vor der Tür steht, nimmt er halt sein Propellerflugzeug. So geschehen in der Pilbara Region, im Westen von Australien. Gemäss Mark McKenzie von der örtlichen Polizei ist der Pilot mit seinem kleinen Propellerflugzeug eine Strasse runtergerollt, auf der auch Autos fahren. «Der Propeller lief. Die Flügel waren abmontiert», wird McKenzie im «Guardian» zitiert.

Offenbar habe der Pilot das Flugzeug mit den Fusspedalen steuern können. Sein Ziel war ein nahe gelegenes Pub, wo er das Flugzeug schliesslich parkierte. «Kinder kamen von der Schule nach Hause. Das hätte wirklich schlimm ausgehen können, hätte das Flugzeug zum Beispiel ein Windstoss erfasst», sagte der Polizeimitarbeiter McKenzie. Denn ohne Flügel sei das Flugzeug nicht stabil. «Die Leute glauben, dass diese Aktion ziemlich lustig ist. Aber sie war sehr gefährlich.» McKenzie ist überzeugt, dass der Pilot bald verurteilt wird.

Kommentar
Genau darum gibt es in Zürich neue Schnellabrollwege!
Da gibt es doch auch noch Vorschriften, von wo der Wind her kommt. Bei Bise könnte dieses Flugzeug z.B. bis Rümlang je nach Bierladung nicht mehr bremsen!

«Der Propeller lief. Die Flügel waren abmontiert», wird McKenzie im «Guardian» zitiert.

Also dalli, auf dem Strassenamt vorführen!!


Zuletzt bearbeitet: 03.11.14 22:00 von Administrator


gusto:
ich gebe zu, beim Datum habe ich mich vertippt: 30. Oktober 2013 statt 2014

Wo ist ein Riesenbock?
Ich dachte immer, das heisst Steinbock, sind die Riesenböcke nicht schon lange ausgestorben?

Also entweder hat die EMPA eine Jahreszahl verwechselt oder die Tante JU statt die A380 für die Lärmberechnung verwendet.

Auch nicht?

Mensch gusto wir sind ja sooooo gespannt. Gib endlich den Rehbock zum Abschuss frei, der Fehler ist sicher so schlimm, dass die Südanflüge sofort eingestellt werden!


Zuletzt bearbeitet: 03.11.14 21:19 von Kontrollator


Bantli:

Kommentar
Genau darum gibt es in Zürich neue Schnellabrollwege!

Wären das denn keine Bierabrollwege?

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