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Thema: Medienberichte Juli-Dez 2014


Bantli:
Pilot in Australien
Das bringt mich eine Idee: Die Flugzeuge mit Ziel Kloten landen in Stuttgart, montieren die Flügel ab und tuckern dann auf wem Landweg nach Kloten. Wenn sie in Stuttgart noch ein bisschen Bier zuladen, umso besser. Dann hätten wir auch keine Problem mehr mit der Luftsäule. Und der Tippfehler der EMPA würde niemanden mehr schlaflose Nächte bereiten!



Kontrollator:
gusto:
ich gebe zu, beim Datum habe ich mich vertippt: 30. Oktober 2013 statt 2014

Wo ist ein Riesenbock?
Ich dachte immer, das heisst Steinbock, sind die Riesenböcke nicht schon lange ausgestorben?

Also entweder hat die EMPA eine Jahreszahl verwechselt oder die Tante JU statt die A380 für die Lärmberechnung verwendet.

Auch nicht?

Mensch gusto wir sind ja sooooo gespannt. Gib endlich den Rehbock zum Abschuss frei, der Fehler ist sicher so schlimm, dass die Südanflüge sofort eingestellt werden!

ja - bravo - ganz heiss!!! Du bist auf der Spur. Nur noch eine kleine Anstrengung, und Du schaffst es!

( Der Steinbock ist auf Seite 5! )




@Kontrollator

Beilage 3a - Fluglärmberechnungen

Auf Seite 5

Die Fluglärmbelastung der Grossflugzeuge, d.h. Luftfahrzeuge mit einem höchstzulässigen Abfluggewicht von grösser als 8'618 kg [16], basiert auf den Basissimulationen der Projekte ZRH11 [10], vBR12 [14] und SIL08 [6] sowie den Simulationen aus dem vorliegenden Projekt.


Hier sollte wahrscheinlich "die Fluglärmbelastung von Rehböcken mit einem höchst zulässsigen Abschussgewicht von grösser als dem Loorenkopfturm" stehen, aber Kilogramm und Meter passen ja dann auch wieder nicht zusammen.

Wie dem auch sei, ich sehe das ohnehin als ein Fall für Juristen an!

@gusto wird uns sicher noch aufklären.



@gusto

Jetzt mach ich mit Dir auch noch ein Quiz, wenn Du es schon mit uns so auf die Spitze getrieben hast.

Du kannst wählen zwischen den Varianten 1-4.

Die Fluglärmbelastung der Grossflugzeuge, d.h. Luftfahrzeuge mit einem

1) höchstzulässigen Abfluggewicht von grösser als 8'618 kg (EMPA-Variante)
2) höchstzulässigen Abfluggewicht von kleiner als 8'618 kg
3) kleinstzulässigen Abfluggewicht von grösser als 8'618 kg
4) kleinstzulässigen Abfluggewicht von kleiner als 8'618 kg

Teile uns doch mit, welche Variante gilt!




Bantli:
@gusto

Jetzt mach ich mit Dir auch noch ein Quiz, wenn Du es schon mit uns so auf die Spitze getrieben hast.

Du kannst wählen zwischen den Varianten 1-4.

Die Fluglärmbelastung der Grossflugzeuge, d.h. Luftfahrzeuge mit einem

1) höchstzulässigen Abfluggewicht von grösser als 8'618 kg (EMPA-Variante)
2) höchstzulässigen Abfluggewicht von kleiner als 8'618 kg
3) kleinstzulässigen Abfluggewicht von grösser als 8'618 kg
4) kleinstzulässigen Abfluggewicht von kleiner als 8'618 kg

Teile uns doch mit, welche Variante gilt!

Für einen Rehbock ist 8'618 kg eher im obere Bereich, kann also nur 2) sein, für die Böcke mein ich. Für Grossflugzeuge ist 8'618 kg eher etwas bescheiden. Aber durch radikalen Sparmassnahmen der Airlines haben die vielleicht etwas abgenommen.


Zuletzt bearbeitet: 05.11.14 11:18 von Kontrollator


@gusto

Der Schreibfehler der EMPA ist für Juristen schwer zu verstehen. Da war eine klare Absicht dahinter. Genau deshalb braucht es einen Innovationspark in Dübendorf!



Achtung Gefahr!!!

Fluglärm-Gegner werden zorniger, schwarzwald-bote, 5.11.14

Hier sehen wir die furchterregenden, zornigen Brüder. Aber keine Angst liebe Schneiser, wir haben die zornigen Schwestern!



@Kontrollator

Warte nur, bis die zornigen Schwestern auf der noch zu kurzen Ostpiste 28 durchstarten!

Oder wollen diese etwa keine Pistenverlängerungen ...???

Es gab schon immer auch bei den Schneisern ein paar wenig Verblendete, die glaubten, man könne durch Gespräche und Kooperation mit dem Osten Südüberflüge verhindern. Wie naiv muss man doch sein, sich mit diesen östlichen Pro-Südüberflugjüngern verbrüdern zu wollen!



05.11.2014

Schwarzwald-Baar-Kreis

Einstimmig gegen neue Anflugpläne

http://www.suedkurier.de/region/schwarzwald-baar-heuberg/schwarzwald-baar-kreis/Einstimmig-gegen-neue-Anflugplaene;art372502,7379610

Schwarzwald-Baar-Kreis - Kreistag stellt sich gegen drohende Mehrbelastung mit Fluglärm

Eine Mehrbelastung Südbadens mit Fluglärm durch ein geplantes neues Anflugregime am Züricher Flughafen stößt im Kreistag des Schwarzwald-Baar-Kreises auf strikten Widerstand. Einstimmig schloss sich das Gremium einer Protestresolution an, die von 17 Europa-, Bundes- und Landesparlamentariern, der Regierungspräsidentin und den Landräten der Kreise Waldshut, Schwarzwald-Baar, Tuttlingen, Konstanz und Lörrach unterschrieben wurde. Darin werden die Pläne einhellig abgelehnt. Das Bundesverkehrsministerium wird aufgefordert, die beantragten Änderungen der deutschen Überflugsverordnung abzulehnen und die Stuttgarter Erklärung zum Schutz der Menschen in Südbaden umzusetzen.

Landrat Sven Hinterseh erläuterte zuvor, worum es geht. Derzeit wird Zürich-Kloten entsprechend dem Nordkonzept an Wochentagen von 7 bis 21 Uhr und an Wochenenden von 9 bis 20 Uhr in Mindesthöhe und in begrenzter Anflugzahl von Norden angeflogen. Das jetzt von der Schweiz entwickelte Ostkonzept würde Südbaden erheblich stärker belasten. Weil der entsprechende Staatsvertrag auf Eis liege, werde jetzt ein „Nordkonzept 2“ angestrebt, so Hinterseh. Danach sollen die Anflugrouten über dem Raum Blumberg in Richtung Schaffhausen abgeknickt und die Sperrzeiten aufgehoben werden. Zudem soll der Nordanflug an 365 Tagen im Jahr über 24 Stunden offen sein.

Die Landkreise haben bereits mit dem Land ein Gutachten in Auftrag gegeben, dass die Mehrbelastung durch einen Ostanflug über Schweizer Territorium abbilden soll. Städte und Gemeinden und Bürger können bis zum 18. November gegen dieses Konzept einsprechen, die Landkreise bis zum 15. Januar Stellung nehmen.

Massive Ablehnung der Anflugkonzeption kam aus allen Fraktionen. CDU-Sprecher Fritz Link kritisierte die Strategie durch die Hintertür und dass der Schweizer Antrag seit Monaten in Berlin bekannt sei, sei eine schallende Ohrfeige für die Betroffenen. Derzeit werde tiefer als erlaubt geflogen, stellte Kreisrat Walter Klumpp (FWV) fest, und nach FDP-Sprecher Adolf Baumann „haben die Flüge enorm zugenommen“. Die Grünen ermunterten die Verwaltung, die Internetseite für Einsprüche der Bevölkerung zu nutzen. Landrat Sven Hinterseh kritisierte unter anderem das Bundesverkehrsministerium. In der Ministerialbürokratie vergesse man wohl nicht, dass die hiesigen Proteste den geplanten Fluglärm-Staatsvertrag auf Eis legten. Für das Bundesverkehrsministerium sei das „eine heiße Kartoffel“. Trotzdem dürfe man „keinen Kuschelkurs“ fahren. Darauf sagte Edgar Schurr (SPD): „Wir sind nicht auf Kuschelkurs.“ Vielmehr tue das Ministerium, „als ob es nichts gäbe“. Der Blumberger Bürgermeister Markus Keller machte sich für Lobbyarbeit stark, um „einen Staatsvertrag light durch die Hintertür“ zu verhindern.



Unterstützung der Initiative «Pistenverlängerungen vors Volk»

Hauseigentümerverband verärgert den Osten

http://www.nzz.ch/zuerich/hauseigentuemerverband-veraergert-den-osten-1.18418426

Andreas Schürer 5.11.2014, 05:30 Uhr

Flughafenpolitik ist ein Minenfeld: Diese Erfahrung macht gegenwärtig der Zürcher Hauseigentümerverband. Vor kurzem hat er an alle Mitglieder Unterschriftenbogen zur Pistenausbau-Initiative verschickt. Dies kommt mancherorts gar nicht gut an.

Inkonsequenz kann man dem Zürcher Hauseigentümerverband (HEV) nicht vorwerfen. Der Verband hat sich stets für einen starken internationalen Flughafen Zürich eingesetzt. Von dieser Haltung rückt er auch im Zusammenhang mit den umstrittenen Pistenverlängerungen nicht ab – und nimmt harsche Kritik in Kauf.

Für Aufregung hinter den Kulissen sorgt dies: Der Verband hat der aktuellen Publikation des «Zürcher Hauseigentümers», der an die rund 74 000 Mitglieder im Kanton Zürich verschickt wurde, per Vorstandsbeschluss einen Unterschriftenbogen der Initiative «Pistenverlängerungen vors Volk» beigelegt. Die Initiative will verhindern, dass der flughafenkritische Kantonsrat mit seinem gesetzlich verankerten Vetorecht Pistenverlängerungen blockieren kann – das Zürcher Volk soll das letzte Wort haben. Mutig ist die Aktion des HEV, weil die absehbaren Reaktionen nicht ausbleiben: Vor allem im Osten des Flughafens ist die Empörung gross. Diese Region wäre besonders stark betroffen, wenn dank ausgebauten Pisten 28 und 32 vermehrt das Ostkonzept zum Zug käme, das Landungen aus Osten und Starts nach Norden vorsieht.

In den falschen Hals gekommen ist die Aktion des HEV dem Verein Bürgerprotest Fluglärm Ost (BFO). Der HEV-Vorstand missbrauche den Verband und protegiere den Süden, kritisiert Fritz Kauf, Sprecher der Bürgerorganisation. Die Initiative laufe darauf hinaus, mit den Stimmen aus dem Süden den Pistenverlängerungen zum Durchbruch zu verhelfen. Indem der HEV diesen Plan unterstütze, zeige er klar, dass für ihn Mitglieder im Norden, Westen und Osten nicht wichtig seien. Entsprechend sei die Aktion angekommen, sagt der Bassersdorfer Kauf: «Wir wissen von zahlreichen BFO-Mitgliedern, die sich beim Hauseigentümerverband beschwerten und sogar die Mitgliedschaft kündigten.»

Post erhielt der HEV-Präsident, der Stadtzürcher Gemeinderat Albert Leiser (fdp.), auch von der Bürgerorganisation selber. Deren Vorstandsmitglied Urs Dietschi aus Weisslingen moniert in dem Schreiben, der HEV unterstütze eine Aktion, mit der gezielt die Entscheide des Kantonsrats umgangen werden sollen. Für den Fall, dass sich der Verband auch in den Abstimmungskampf einmische, droht er Leiser: «Wir werden 200 000 Haushalte mit unserer Abstimmungszeitung bedienen. Die Haltung des Zürcher Hauseigentümerverbands werden wir unseren Mitglieder klar offenlegen.»

Leiser seinerseits sieht keinen Grund für Aufregung. Zum einen übertreibe der Fluglärm-Verein aus dem Osten, wenn er von zahlreichen kritischen Reaktionen an den HEV schreibe – ihm seien nur zwei kritische Stimmen zu Ohren gekommen. Zum anderen positioniere sich sein Verband inhaltlich nicht, betont Leiser: «Wir sind nicht für oder gegen Pistenverlängerungen. Wir wollen nur erreichen, dass die Frage in jedem Fall vors Volk kommt.» In einem Abstimmungskampf zu einem konkreten Ausbauprojekt würde der HEV keine Parole herausgeben, sagt Leiser.

Vorerst geht es um die Grundsatzfrage, ob der Kantonsrat abschliessend Nein sagen kann zu Pistenausbauten – oder ob auch ein negativer Beschluss referendumsfähig sein soll. Die Unterschriftensammlung für die Initiative sei auf Kurs, versichert Christian Bretscher, Geschäftsführer des Komitees Pro Flughafen. Die Aktion des HEV habe nochmals einen Schub ausgelöst.



Kommentar VFSN

http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=3083&Itemid=1

Es gäbe tatsächlich besser zum HEV passende Argumente als diese, die er aufführt. Zum Beispiel, dass dank einer Pistenverlängerung Flugregimes zum Einsatz kommen könnten, die unter dem Strich deutlich weniger Hauseigentümer durch Fluglärm belasten.

Diese Aussage befremdet uns hingegen sehr: "der HEV unterstütze eine Aktion, mit der gezielt die Entscheide des Kantonsrats umgangen werden sollen." Tatsache ist, dass der Kantonsrat einen Beschluss gefasst hat, der gezielt das Resultat der Volksabstimmung vom 27.11.2011 umgeht! Die Initiative verlangt eigentlich nur, dass diese Abstimmung wiederholt wird um den Fehlentscheid des Kantonsrates korrigieren zu können.



GA (sorry, CA) in Dübi

http://www.srf.ch/news/regional/zuerich-schaffhausen/erster-gekruemmter-anflug-in-duebendorf



Hier noch der ganze Text.

Erster gekrümmter Anflug in Dübendorf

http://www.srf.ch/news/regional/zuerich-schaffhausen/erster-gekruemmter-anflug-in-duebendorf

Erstmals ist auf dem Flughafen Dübendorf offiziell ein Militärflugzeug mittels Satellitennavigation erfolgreich gelandet. Solche Anflugverfahren eröffnen neue Möglichkeiten, etwa im jahrelangen Fluglärmstreit am Flughafen Zürich.

Flugtests mit GPS
4:40 min, aus Schweiz aktuell vom 24.10.2014

Seit Jahren ist er Thema in der Flughafenregion Zürich: Der sogenannt gekröpfte oder gekrümmte Anflug. Damit können Flugzeuge im Landeanflug enge Kurven fliegen. Heute ist nur ein schnurgerader Anflug auf einem Leitstrahl möglich.

Pionier im satellitengestützten Landeverfahren ist die Schweizer Luftwaffe. Erstmals ist offiziell ein Militärflugzeug in einem gekrümmten Anflug auf dem Flugplatz Dübendorf gelandet. Eine mit der neuen GPS-Satelliten-Technik ausgerüstete zweimotorige Super-King Air 350. «Das ist ein Meilenstein für die Schweizer Luftfahrt», schwärmt Chefredaktor Hansjörg Bürgi des Luftfahrtmagazins Skynews. Das System sei sicher, betont er. In Dübendorf gelten ähnliche Mindestsichtweiten wie bei heutigen ILS-Anflügen.

Grosses Sparpotential

«Wir haben nun in Dübendorf gezeigt, dass es funktioniert, nun könnten andere diese Erfahrung übernehmen», sagte Berufsmilitärpilot Sergio Rämi, der bei der Luftwaffe für Anflugverfahren zuständig ist. Dank der neuen Technik sind besonders die Helikopter weniger lang in der Luft, was nicht nur ökologisch sondern auch ökonomisch sinnvoll sei. «Wir sparen dank des abgekürzten Anflugs in Dübendorf allein bei der Super-Puma-Helikopterflotte jedes Jahr rund 100 000 Franken», rechnet Rämi vor. Demgegenüber stehen einmalige Investitionskosten von 90 000 Franken für das Einrichten und zertifizieren in Dübendorf.

Vorangetrieben hat das Projekt auch die Flugsicherung. «Damit können auch lärmsensitive Gegenden, etwa Dörfer umflogen werden», erläutert CHIPS-Programmleiter Jürg Hänni von Skyguide. Der Betrieb von satellitengestützten Anflugverfahren sei zudem wesentlich kostengünstiger als das herkömmliche ILS- Verfahren.

Flughafen Zürich will ebenfalls gekrümmte Anflüge

Auch am Flughafen Zürich ist seit wenigen Tagen ein ähnliches Verfahren (GBAS) erfolgreich in Betrieb. Allerdings sind damit gekurvte Anflüge noch nicht zugelassen. Es ist deckungsgleich mit der zugelassenen ILS-Anflugroute. Wie weiter? Die Politik müsste nun gekrümmte Anflüge vorantreiben, der Flughafen Zürich entsprechende Anflugrouten beantragen und das Bundesamt für Zivilluftfahrt diese bewilligen. Jürg Hännis Prognose: «Ich rechne damit, dass es noch fünf Jahre dauert, bis gekrümmte Anflüge auch am Flughafen Zürich geflogen werden».

Die Swiss hat vorerst einen Airbus A320 mit der neuen Technik nachgerüstet. Laut Airline-Angaben kostet das entsprechende Software-Update je nach Alter des Flugzeugtyps bis zu 100 000 Dollar.

Schweiz Aktuell, 19 Uhr



gusto:

Im Umweltverträglichkeitsbericht der EMPA vom 30.10.2014 hat's einen Riesenbock. Dürfte allerdings nur ein Tippfehler sein. Wer findet ihn?

gusto, du bist eine Spassbremse. Jetzt verrate uns doch endlich was für ein Bock das ist. Nach vier Tagen ist der Bock (egal ob Riesen-, Stein oder Rehbock) doch schon lange über alle Berge. So kommen wir nie zum Blattschuss!



Unruhe im Zürcher Hauseigentümerverband

Hauskrach wegen Fluglärm

http://www.nzz.ch/zuerich/hauskrach-wegen-fluglaerm-1.18420731

7.11.2014, 15:32 Uhr

asü. Im kantonalen Hauseigentümerverband (HEV) hängt der Haussegen schief. Der Verbandsdirektor Albert Leiser und der Präsident Hans Egloff sehen sich mit einer Protestwelle aus dem Osten konfrontiert. Grund für den Ärger ist, dass der kantonale HEV der jüngsten Ausgabe des «Zürcher Hauseigentümers» einen Unterschriftenbogen für die Volksinitiative «Pistenverlängerungen vors Volk» beilegte. Die vom Komitee Pro Flughafen lancierte Initiative verlangt, dass auch ein ablehnender Beschluss des Zürcher Parlaments zu Pistenverlängerungen referendumsfähig sein soll.

Im Osten des Flughafens ist die Initiative ein Reizwort. Die Region befürchtet, in einer kantonsweiten Abstimmung zu verlieren – und nach einem Ausbau der Pisten 28 und 32 mehr Fluglärm erdulden zu müssen. Entsprechend geharnischt fallen die Reaktionen aus. Nachdem die regionale Bürgerorganisation BFO auf die Barrikaden ging, äussert nun auch der Hauseigentümerverband Kloten und Umgebung harsche Kritik. Sektionspräsident Jürg Egger fühlt sich «in den Rücken geschossen», nachdem er an der HEV-Präsidenten-Konferenz auf die delikate Ausgangslage aufmerksam gemacht habe und von der Unterschriftenbogen-Aktion überrascht worden sei. Er sehe sich nun mit einer Austrittswelle empörter Mitglieder konfrontiert. Er selber werde zwar nichts überstürzen, aber sein Amt als Sektionspräsident wegen des zerstörten Vertrauens niederlegen, sagt Egger.

HEV-Direktor Leiser und Präsident Egloff versuchen mit einem Schreiben an die Kritiker zu beschwichtigen. Der Verband sei sich bewusst, dass die Interessen rund um den Flughafen unterschiedlich seien. Deshalb äussere sich der HEV nur zu Anliegen, die den gesamten Kanton beträfen. Zu konkreten Projekten wie etwa Pistenausbauten werde keine Stellung genommen – auch in Zukunft nicht. Leiser und Egloff schreiben: «Der HEV Kanton Zürich ist überzeugt, dass sich der Flughafen nur für alle nutzbringend weiterentwickeln kann, wenn sich auch der ganze Kanton zu den zukünftigen Entwicklungsschritten äussern kann. Deshalb erachtet er die Initiative als einen wichtigen Schritt in Richtung mehr Demokratie.»

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