FLUCHT und AUSREISE Diskussionsforum
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Thema: Politisch Verfolgte der DDR leiden weiter


KD_Wohlgemuth:
Hallo Herr Stichler,

... Demgegenüber waren den Westdeutschen die Blicke gen Osten zu anstrengend, zu lästig und zu unbequem. und in der Tat ist es in einer Gesellschaft viel bequemer sich von einer Unzahl von Medien "bedienen" zu lassen, als sich durch menschliche Neugier delbst auf den Weg zu machen und zu schauen, wie ergeht es denn Menschen woanders und damals, wie ergeht es denn den Menschen in der Sowjetzone/ DDR eigentlich?

Wer keine Verwandten hatte - und das war die Mehrzahl im Westen hatte auch keinerlei Interesse sich diesem Teil Deutschlands zu befassen.


So richtig einige Anmerkunge sind, so falsch sind andere Behauptungen. Da fühle ich mich (sicherlich nicht ausschließlich) persönlich angegangen. Ich habe mich bereits seit dem 12. Lebensjahr mit der jüngsten Geschichte befasst und die Frage nach den WARUM gestellt. Für mich stand fest, dass die vielzitierten "17 Millionen" in der SbZ durch willkürliche Entscheidungen der Siegermächte in stalinisticher Unfreiheit landeten. Der übergroße Rest wurde ebenso willkürlich "in die Freiheit" transportiert. Aus diesem Umstand folgte mein Credo, dass sich die freien Deutschen solange für die "17 Millionen Landsleute" einsetzen müssten, bis diese frei über sich selbst bestimmen könnten.
Daran habe ich mich bis zum Mauerfall gehalten, mit allen Konsequenzen. Und ich war sicher nicht allein in diesem Denken. Übrigens hatte ich keine "genetischen" Verwandten
in der SbZ, aber ich fühlte mich immer verwandt.
Trotz aller berechtigten Kritik an manchen schlimmen Zeiterscheinungen halte ich diese Pauschalisierung für nicht gerechtfertigt. Bei allem Respekt vor unterschiedlichen Sichtweisen.

Carl-Wolfgang Holzapfel, einstiger Mauerdemonstrant



WIE GEHT ES WEITER IN UNSEREM KAMPF - FRG

Betroffene, Unterstützer und Sympathisanten

(das Prädikat "liebe" erspare ich mir, es verweichlicht zu sehr)!

Nun ergreift der "Papiertiger" eines Opfervereins von ca. 200 Beitragszahlern wieder das Wort und verkündet es 380.000 Betroffenen des Rechtsbruchs als die "Verkündung"!!!
Wir sollten uns den "Grünen" zuwenden ist nur einer der "Gedankengänge".

Wie kann solch ein Verein für 380.000 Betroffene diese Vorgaben machen- ein VereinsVorstand, der augenscheinlich nur für sich spricht?

Zwei OpferVereine sollen das Privileg - sich selbst? - zugestehen, nunmehr in einer Expertenkommission die Weichen für diese 380.000 zu stellen - für mich nicht!

Warum habt ihr aufgegeben zu kämpfen?
Dieses Oberhaupt des "PapierträgerVorstandes" bringt es bis heute nicht einmal fertig, geschlossen euren Willen und den Rechtsbruch dieser PolitElite gegenüber kämpferisch anzuzeigen!
Für diesen Verein durfte ich bei der letzten Demo in Berlin die "Nacharbeit" machen - wie immer!

Was erwartet ihr also noch von der Arbeit dieses Vereins, wie auch von der eines Dachverbandes, für die Zukunft Eures Rechtsanspruches ??? - augenscheinlich darf man Euch zwar Eure Beitrittsgelder abfordern und dafür wieder 15 Jahre bei Kaffee und Kuchen sich dem Papier widmen.

Hört auf, diesen Worten zu glauben; hört auf, "Blockierern" Eures Rechts hinterherzulaufen - steht endlich auf, wie in der Vergangenheit - und seid bereit, für Euer Recht zu kämpfen!

Laßt Euch nicht einreden, daß nur der "Papierweg" zum Erfolg führt. Diesen habt Ihr im Vertrauen lange genug beschritten.

Steht auf und kämpft!

Uns stehen mit Sicherheit noch viele andere Wege offen; wir hätten sie VOR der Wahl nutzen sollen- aber auch jetzt ist es noch nicht zu spät!

Frau Merkel attestierte ich nach dem Gegenüberstehen bei der Gedenkveranstaltung in Berlin-Hohenschönhausen, wie bei zwei weiteren Treffen, ihren eiskalten Blick auf Uns und ihre emotionslose Mimik - viele glaubten an ein Versprechen aus ihrem Munde uns gegenüber - ja, Hoffnung hatten wir lange, nämlich über 20 Jahre; getragen vom Papierkrieg der Papiertiger - was habt ihr unterm Strich erreicht?

Laßt uns diesen "Verleugnern" Eures/Unseres Rechts zeigen, daß mit uns nicht zu spaßen ist; wir wurden lange genug verhöhnt!

Wolfgang Graetz



FRG - WIE GEHT ES WEITER IN UNSEREM KAMPF?

Betroffene, Unterstützer und Sympathisanten

(das Prädikat "liebe" erspare ich mir, es verweichlicht zu sehr)!

Nun ergreift der "Papiertiger" eines Opfervereins von ca. 200 Beitragszahlern wieder das Wort und verkündet es 380.000 Betroffenen des Rechtsbruchs als die "Verkündung"!!!
Wir sollten uns den "Grünen" zuwenden ist nur einer der "Gedankengänge".

Wie kann solch ein Verein für 380.000 Betroffene diese Vorgaben machen- ein VereinsVorstand, der augenscheinlich nur für sich spricht?

Zwei OpferVereine sollen das Privileg - sich selbst? - zugestehen, nunmehr in einer Expertenkommission die Weichen für diese 380.000 zu stellen - für mich nicht!

Warum habt ihr aufgegeben zu kämpfen?

Dieses Oberhaupt des "PapierträgerVorstandes" bringt es bis heute nicht einmal fertig, geschlossen euren Willen und den Rechtsbruch dieser PolitElite gegenüber kämpferisch anzuzeigen! Für diesen Verein durfte ich bei der letzten Demo in Berlin die "Nacharbeit" machen - wie so oft!

Was erwartet ihr also noch von der Arbeit dieses Vereins, wie auch von der eines Dachverbandes, für die Zukunft Eures Rechtsanspruches??? - augenscheinlich darf man Euch zwar Eure Beitrittsgelder abfordern und dafür wieder 15 Jahre bei Kaffee und Kuchen sich dem Papier widmen.

Hört auf, diesen Worten zu glauben; hört auf, "Blockierern" Eures Rechts hinterherzulaufen - steht endlich auf, wie in der Vergangenheit - und seid bereit, für Euer Recht zu kämpfen!

Laßt Euch nicht einreden, daß nur der "Papierweg" zum Erfolg führt. Diesen habt Ihr im Vertrauen lange genug beschritten.

Steht auf und kämpft!

Uns stehen mit Sicherheit noch viele andere Wege offen; wir hätten sie VOR der Wahl nutzen sollen- aber auch jetzt ist es noch nicht zu spät!

Frau Merkel attestierte ich nach dem Gegenüberstehen bei der Gedenkveranstaltung in Berlin-Hohenschönhausen, wie bei zwei weiteren Treffen, ihren eiskalten Blick auf Uns und ihre emotionslose Mimik - viele glaubten an ein Versprechen aus ihrem Munde uns gegenüber - ja, Hoffnung hatten wir lange, nämlich über 20 Jahre; getragen vom Papierkrieg der Papiertiger - was habt ihr unterm Strich erreicht?

Laßt uns diesen "Verleugnern" Eures/Unseres Rechts zeigen, daß mit uns nicht zu spaßen ist; wir wurden lange genug verhöhnt!

Wolfgang Graetz




Aus dem Tagebuch eines ehemaligen politischen Häftlings

Wieder sitze ich über den Akten. Es sind im Laufe der Jahre immer mehr geworden; mehr als 5 Jahre hat das Verfahren in der 1. Instanz gedauert. Dazu die Stasi-Akte, dicker als meine Hand hochkant. Ich sei gesund, hatte der erste Gutachter geschrieben; der zweite, vom Gericht beauftragte sagt, ich habe gesundheitliche Schäden. Aber nicht aus der Haft sondern aus der Kindheit. Ja, es waren ja auch nur 4 ½ Jahre. Im Alter zwischen 15 und 23. Drei Haftzeiten; die Jugendhaft war die Hölle und die Erwachsenenhaft nicht viel besser, wenn auch ruhiger. Die Buchstaben verschwimmen mir vor den Augen. Ich kann nicht mehr. Die Lügen der Gutachter, sehr filigran ausgearbeitet; die absichtliche Begriffsstutzigkeiten des Gerichtes. 50 % der Lügen sind widerlegbar; das Gericht geht keinem der Punkt nach. Erlebnisse in der DDR Jugendhaft: paraniode Fehlerinnerungen. 333 aktenkundige Tage Isolations- oder Arresthaft, oft im Tigerkäfig. Gitter in Gittern. Schadet einem jungen Menschen nicht. Naumburg, Cottbus, alles nicht schlimm. Ja, Schäden wurden festgestellt. Aber die müssen doch andere Ursachen haben. Ach, da saß in er Pubertät mal ein Furz quer. Alles klar, da haben wir die Ursach‘. Unendlich viele Verdrehungen. Wo anfangen? Je mehr ich schreibe, desto mehr dreht das Berufungsgericht die Augen hoch, je weniger ich schreibe, desto weniger kann ich erklären was ich meine. Ich möchte alles hinschmeißen. Ich schreibe einen Satz, stehe auf und rauche eine Zigarette, ich schreibe einen zweiten Satz, stehe wieder auf und rauche wieder. Auf das Gerichtsgutachten hatte ich 36 Seiten erwidert, später nochmal 20. Das Gericht hat es gar nicht gelesen, nur zum Gutachter weitergeschoben. Zeugen, eidesstattliche Erklärungen, alles nicht einmal angeschaut von der Richterin. Das Urteil ist nur 16 Seiten dick aber voller Behauptungen; einige dicke Fehler des Gutachters schreibt die Richterin einfach um. An seiner Kompetenz zweifelt sie nicht.
Ja, Hilfe wird überall angeboten. In der Praxis sieht das dann so aus, dass jeder eine Adresse für dich parat hat, wohin du dich wenden sollst; der hat wieder eine Adresse usw. Zum Schluss hast du einen Mitarbeiter der Caritas im Haus, der dir Mut machen soll. Ich muss die Papiere ordnen, die Fehler benennen, die Fundstelle kennzeichnen. Verwaltungsakte Blatt Nummer so und so, Gerichtsakte Seite so und so; dieses Zitat, jenes Schreiben. Wo ist das Blatt, eben hab ich es doch hier hingelegt … Naumburg und Cottbus war keine Urlaubsreise. Aber der Gutachter wusste Rat; meine Aufsässigkeit war der Grund, dass ich überhaupt erstmal mit der DDR in Konflikt kam. Dafür keine Belege außer Verdrehungen kleinster doppeldeutiger Halbsätze. Nein, das kann sich im Gefängnis nicht so abgespielt haben, so was gab es nicht. Muss ich mir von einem Wessi-Gutachter sagen lassen. Die viele Einzelhaft hätte mir gutgetan, da ich -wie er drauf kommt, wird ein Rätsel bleiben- eh gern alleine war. Meine vielen Freunde und meine Mitgliedschaft in mehreren Vereinen als Jugendlicher widerlegen das nicht. Ich schmeiß den ganzen Papierkram jetzt in die Tonne. Mein gutes Zeugnis der 10. Klasse überzeugt den Gutachter nicht. Wo anfangen? Die Frist läuft. Bei Kameraden gibts keine Hilfe. Ja die gibt’s, abends lallend am Telefon. Lass es sein.
Der Tisch voll Papier, das Sofa voll Papier. Ich bin nicht mehr so jung. Ja, früher, da hätte ich das mit Links gemacht. Ich rauche erstmal eine. Zehn Gerichtsurteile habe ich mir runtergeladen. Die meisten verlieren das Verfahren in der ersten Instanz. Nicht aufgeben! Der tägliche Drill und die ständigen Drohungen in der Jugendhaft haben mir nicht geschadet mit 15 bis 17 Jahren. Der Gutachter beschreibt die Haft als wäre es ein BRD Gefängnis von heute. Wer einen Gutachter einen Lügner nennt, hat schlechte Karten. Also schreibe: ER IRRT.
Musste das Gericht die Fakten nicht prüfen? Ist denn der Gutachter der Richter? Mein Vater sei fast nie zuhause gewesen. Gesagt hatte ich, dass er tags, wie jeder Vater, auf Arbeit war. Unsere Presse dreht der AfD jedes Wort im Mund rum. Lernt man das auf der Journalistenschule? Wieviel soll ich schreiben? 15 Seiten oder 50? Die Gerichte sind überlastet. Lehnt das LSG den Antrag auf PKH wieder ab? Wenn die poltischen Häftlinge nicht so zerstritten wären und eine gemeinsame Front bilden würden, dann gäb‘s dort auch einen Fond oder sowas. Ja, ich hätte mich damals anpassen sollen, dann wär das alles nicht passiert. Klugscheißer Gutachter. Zersetzungsmaßnahmen des MfS, die halbe Akte voll. Nicht mal angeschaut hat sich die Richterin das alles. Tja, wenn der Gutachter das sagt, wird es wohl stimmen. Recherchen ergeben, dass der Gutachter in seiner Jugend stramm links war. Pech für mich. Ich habe Wut. Ich habe keine Kraft mehr. Meine Verfassungsbeschwerde wegen der abgelehnten PKH der ersten Instanz schmort in Karlsruhe in der Schublade. Ich wohne in Thüringen, dem linksregierten. Alle Ämter voller Seilschaften. Kein Durchdringen. Helfer glauben zu helfen; haben noch keine Zelle von innen gesehen. Waren 1 Monat in Widerstandsgruppen und seit der Wende immer nahe der Macht. Als Berater und Helfer. Adressen kann ich mir selber raussuchen, da brauche ich keinen Helfer.
Ich brüte über den Papieren, nein ich schaue nur drauf. Immer wieder in den Tigerkäfig, 18 oder 21 Tage, immer und immer wieder. Das gilt nicht laut Gutachter, ich hätte nicht provozieren sollen in der Haft. Ja Mensch, ich war unschuldig verurteilt, jung und dumm, wütend und ausgelaugt. Du Idiot. Ein Tag in der Haft ist wie 5 Tage und ein Tag in der Arresthaft ist wie 10 Tage. Ein Tag ist bei Gott wie 1000 Jahre. Ich muss schreiben, die Frist läuft ab. Der Raubtierkapitalismus ist mir ein Grauen. Achso, in der DDR nicht klargekommen und in der BRD auch nicht. Querulant. Ich habe keine Kraft mehr aber ich muss. Was soll da rauskommen? Das Schlimmste sind die vielen kleinen Verdrehtheiten, deren Auflösung stets 100 mal mehr Worte brauchen als die Lüge selbst. In einer Zeit, wo keiner mehr richtig liest oder zuhört. Auch Richter nicht. Jedenfalls nicht jeder. Die Buchstaben tanzen vor meinen Augen und ich sehe sie. Aber die Luft ist raus. Zum Glück habe ich meine Rehabilitierung in den 90-ern gemacht. Mit 35 Jahren hast du noch Elan. 70 Seiten; bitteschön hier sind sie. Die Staatsanwaltschaft empfiehlt, den Antrag zurückzuziehen. NEIN. Aber nun bin ich fast 60. Ich schlafe so schlecht, besonders im Dunkeln und bei Stille; also lasse ich den Fernseher leise laufen; ist das gesund über Jahre? Den Leisetretern von damals geht es gut; haben ihr Haus und Garten, ich habe Hartz 4. Ich habe im Schach eine DWZ von über 1700 gehabt, eine ELO von 1900. Ich war Kreismeister 2013 in meinem Kreis ; noch mit 52 Jahren in der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft RAMADA Cup 6³ 2010/2011 in Halle belegte ich von 49 Teilnehmern den 1. Platz in der C-Gruppe. Wo ist meine Powe



Wir wollen uns doch nichts vormachen :
Diese ganze demütigende und verlogene Behandlung , die uns Antragstellern entgegengebracht wurde und wird ,ist absolut gewollt und basiert nicht nur auf Unkenntnis und Desinteresse sondern ist politisches Kalkül ! Ich habe selbst von 2000 bis 2005 einen solchen juristischen Kampf durchstehen müssen und bin auch heute noch Frau Ruth Ebbinghaus dankbar , dass sie mir damals nicht nur engagiert sondern auch erfolgreich zur Seite gestanden hat .



Der Rest passte nicht rein:

Wo ist meine Power geblieben nach 5 Jahren Prozess? Woher kommt meine Niedergeschlagenheit? Ich habe es so satt, aber ich werde nicht aufgeben. Ich wähle aber auch keine der etablierten Parteien mehr.



Hallo Bernd Stichler -

bitte eine Frage: Ruth Ebbinghaus? Ist das die Ruth Ebbinghaus aus Rostock?



Frau Dr.Ruth Ebbinghaus praktiziert in Würzburg .

Wichtiger Hinweis : In Veitshöchheim bei Würzburg gibt es
noch einen Facharzt , der früher in Berlin praktiziert hat und der sich in der uns betreffenden Materie bestens auskennt . Mindestens ebenso gut wie Frau Dr. Ebbinghaus .
Im Netz sofort zu finden :

Dr. Christian Knorr - Veitshöchheim .


https://www.jameda.de/veitshoechheim/aerzte/psychosom-med-u-psychotherapeuten/dr-christian-knorr/bewertungen/81017460_1/



Zuletzt bearbeitet: 29.01.2018 09:21 von B_Stichler


Hallo Bernd,

schön dass Du wieder mitspielst.
Ich hoffe es geht Dir besser.
Zum Thema werde ich auch etwas schreiben.
Muss den Text aber noch editieren.

Wir haben hier nun eine Katastrophe im Anmarsch,
Kapstadt ist die einzige Stadt weltweit ohne öffentliche Trinkwasserversorgung. Die Wasserhähne bleiben trocken.
Die Bevölkerung kann von öffentlichen Wasserstellen 25 Liter holen. Es bilden sich lange Menschenschlangen.
Schlägereien, Kampf um das Wasser bevor es alle ist.
Offiziell heisst es: Alte Menschen und Behinderte, nicht imstande zu den Wasserstellen zu kommen, sollen Nachbarn um Unterstützung bitten".

Was wird die deutsche Regierung den deutschen "Wasserflüchtlingen", lebend in Südafrika, sagen wenn diese als politische Flüchtlinge, weil benachteiligt bei der Versorgung mit Trinkwasser, weil sie "Weisse" sind, mir deutscher Staatsangehörigkeit, aber ohne Kapital (Geld) und ohne Wohnung in Deutschland, ankommen?

Mutti, schaffen Sie das?

Klaus




Hallo Klaus,

ich habe mal schnell unseren Trink-Wasserverbrauch für zwei Personen nachgerechnet und bin auf 165 Liter pro Tag gekommen.

Aber 25 Liter pro Tag plus Anstellen, Herumzanken und Heimschleppen - da leben wir hier in Deutschland fast noch paradiesisch.

Dann vielleicht noch ein umgekehrter Rassismus: Schwarz gegen Weiß.

Und wie geht bzw. ging das eigentlich ohne öffentliche Wasserversorgung?

Ob das alles hier als "Fluchtgründe" anerkannt würde, kann wohl getrost bezweifelt werden.

Bleib optimistisch!

Mit Grüßen aus Thüringen

Gerd





Hallo Gerd.
Ja, das ist sehr schwer zu beschreiben.
Fakt ist, dass namhafte Wissenschaftler, aber auch Politiker, schwarz und weiss, seit 20 Jahren davor gewarnt hatten unbegrenzt Zuzug nach Kapstadt zu gewähren. Die Kapstadt Infrastruktur, Wasser, Sanitär, Verkehr u.v.m. war zugeschnitten auf 2.1 Million Einwohner. Dann kamen die Schwarzen Immigranten, legal und illegal, aus dem Norden, Osten und Süden Südafrikas und noch viel mehr aus anderen afrikanischen Ländern, z.B. knapp 1,2 Millionen aus Zimbabwe, 1.7 Millionen aus den v.g. südafrikanischen Regionen und Zentralafrika, Westafrika. Alles zusammen ungefähr 4 Millionen, schätzt man.
Anstatt diesen Influx zu stoppen, waren alle schwarzen "Brüder und Schwestern willkommen".
Wahrscheinlich gleich Deutschland "Wir schaffen das".
Es wurden keine neuen Dämme (Talsperren wie sie in Deutschland genannt sind) gebaut und auch die Wartung des Vorhandenen war unzureichend.
Die Wasserknappheit war vorprogrammiert. Aber solange es
genügend Regen gab, kümmerte es die "Politik" nicht, dass der Wasserstand in den Dämmen jedes Jahr niedriger wurde.
Dann aber kam das Desaster. In den letzten 3 Jahren Trockenheit.
Nun wurden die Dämme leerer und leerer.
Amageddon ist nun hier.
Ja, es war eine Schwarz-Gegen-Weiss-Politik. Wer den Mut hatte auf die Probleme hinzuweisen wurde automatisch zum "Rassisten".
Wir haben nun plus/minus vier Millionen Menschen, sich an 149 Wasserstellen (es sollten ja eigentlich 200 sein) drängen. Es sind unvorstellbare Zustände. Wenn man die
Bilder betrachtet, das ZDF hat auch einige gezeigt, sieht man keine Weissen an den Wasserstellen. Sie müssten um ihr Leben fürchten, in der aufgeheizten Athmosphere, wenn sie sich auch Wasser zu holen versuchten.
Bis letzte Woche haben wir unser Wasser in 5 Liter- flaschen im Supermarkt gekauft. Gestern waren alle Supermärkte "ausverkauft".
Neue Lieferungen werden erwartet. Aber wer, wenn nicht Millionär, kann auf Dauer die hohen Wasserpreise in den Geschäften bezahlen? Es gibt tausende Weisse, einfache Arbeiter, Angestellte und Rentner, die jeden Monat Probleme haben ihre Familien zu ernähren, die Mieten zu zahlen, die Stromrechnungen zu begleichen und ihre Schulden für Hauskredit, Raten für Auto, Schulgeld für die Kinder, Arztbesuch und Krankeversicherungen zu bezahlen.
Diese Menschen müssen immer noch mehr Schulden machen um jetzt auch noch Wasser zum Trinken, Kochem, Waschen und Duschen bezahlen zu können.
Keiner kann sagen wie lange sie noch Bankkredite bekommen werden oder obdachlos werden, wie schon viele, auch junge, Weisse täglich bettelnd zu sehen an Verkehrs- ampeln, vor Geschäften oder einfach an Strassenecken sitzend, hoffend auf ein paar Cent und nachts unter Brücken, in Tunneln oder einfach in Eingangsbereichen der Häuser schlafend.
Ja, Kapstadt ist wunderschön, - vor allem für "betuchte" Touristen mit Euros, Dollars und Pfund.
Und in Kapstadt schiessen Luxushotels aus der Erde, wie Pilze im Wald. Über Weihnachten mehr als eine Million Touristen. Ja, sie spenden viel Geld und sorgen für hohe
Steuereinnahmen. Vor allem aber: Sie verbrauchten Wasser, viel Wasser.

Ja, die 25 Liter Wasser täglich sind kostelos aber reichen natürlich nicht und sind in erster Line zugänglich nur für "Nichtweisse".

Noch zwei oder drei Monate, dann müssen wir alles was nicht verkauft werden konnte, Haus, Möbel, Auto, u.s.w. "stehen und liegen lassen" um nach Deutschland zu fliegen, wo es ja genügend Wasser gibt, nur um nicht zu verdursten.
Irgend welche Leute werden dann alles benutzen, stehlen und zerstören, was zurückbleiben musste.
Richtige Umzugskosten, dafür reicht das Geld nicht. Die Flugtickets sind auch nicht billig.

Klaus





Newlands Spring water to be rerouted following physical altercation, traffic congestion
2018-01-31 15:55
Alex Mitchley

People queue to collect water from a natural spring outlet at South African Breweries. (AP)
Cape Town’s drought crisis team closed down - City
Following a physical altercation and mass congestion for water at the Newlands Spring in Cape Town, the city has decided to reroute the water to the Newlands swimming pool site down the road.
While Safety, Security and Social Services MMC Alderman JP Smith thanked residents for collecting natural spring water in an effort to improve the city's water security, he announced that the current set up was not working.
"Unfortunately, due to the number of residents wanting to access the site to collect water, there is a great deal of congestion and this is making it more difficult for people trying to access the spring," said Smith in a statement.
"Earlier this week, a physical conflict broke out and a person was arrested by SAPS. The surrounding neighbors and particularly the adjacent old age home are also being adversely affected."





Das Thema hier lautet:

Politisch Verfolgte der DDR leiden weiter



Peter:
Das Thema hier lautet:
Politisch Verfolgte der DDR leiden weiter


Nach Merkel-Zusage in HSH:
Absage von SPD-Ministerium in Sachen Rentenbetrug


Berlin, 2.02.2018/cw – Am 11.08.2017 besuchte die Bundeskanzlerin das ehemalige Zentralgefängnis der DDR-Staatssicherheit in Hohenschönhausen. Angela Merkel nutzte ihren Besuch, um mit anwesenden Demonstranten vor der Gedenkstätte über deren Anliegen zu sprechen. ...

Angela Merkel hatte den Demonstranten zugesagt, den ganzen Komplex noch einmal überprüfen zu wollen. Am 20. Januar 2018 hat sich die Vereinigung 17. Juni deshalb in einem Schreiben erneut an die Bundeskanzlerin gewandt und nach dem Stand der zugesagten Überprüfung gefragt. Gleichzeitig möchte der Verein wissen, ob der Komplex Gegenstand der Koalitionsverhandlungen mit der SPD sein wird. Eine Antwort steht noch aus.

...

Jetzt erhielt die Vereinigung 17. Juni Post aus dem „Referat K 46 –SED-Unrecht“ der Beauftragten für Kultur und Medien. ...

In dem Antwortschreiben vom 30. Januar schreibt Referatsleiter Dr. Thomas Wagner, ...
Das seit der letzten Wahl von Dr. Katarina Barley (SPD) geführte Ministerium teilte bereits am 11. Oktober auf den gesuchten Kontakt hin mit, dass „es bei seiner Ablehnung einer Änderung der gesetzlichen Grundlage (FRG) bleibe. Weder aus rechtlichern noch aus politischen Gründen sei eine Änderung angezeigt,“ ...
Abschließend vermerkt das SPD-geführte Ministerium seine Auffassung, dass „im Übrigen die Rente nach dem Fremdrentengesetz, wie auch viele andere Rententhemen aus der Rentenüberleitung, nicht originär dem Themenbereich „Politische Opfer der DDR-Diktatur“ zuzuordnen“ sei.

Das BKM brachte dieses Thema „gleichwohl in das „Dialogforum SED-Opfer“ ... ein, ... Das BMAS wird zu diesem Gespräch einladen.“

Schroffe Ablehnung Belastung für geplante Gespräche

In einer ersten Stellungnahme ... erklärte der Verein am gestrigen Donnerstag, man „wolle ohne Aufregung die ausstehende Stellungnahme der angeschriebenen Bundeskanzlerin abwarten, ehe man zu einer Beurteilung der bisherigen Verschleppungspraxis gegenüber dem angesprochenen Personenkreis gelange.“ Allerdings sehe man in der „schroffen Ablehnung des BMAS eine schwere Belastung derartiger Gespräche. ... Im Haus eines nunmehr engagierten Gegners könne wohl schwerlich eine zufriedenstellende Lösung des Konflikts erreicht werden.“

Auch die Zusammensetzung der geplanten Gesprächsrunde “im kleinen Kreis“ ... entspreche eher der Absicht einer Spiegelfechterei. ... Das sei nicht der angemessene Umgang mit Menschen, die die Lasten der Teilung Deutschlands „im Übermaß geschultert hätten“, erklärte Vorstandssprecher Carl-Wolfgang Holzapfel.

Quelle: © 2018 Redaktion Hoheneck, Berlin
https://17juni1953.wordpress.com/2018/02/02/nach-merkel-zusage-in-hsh-absage-von-spd-ministerium-in-sachen-rentenbetrug/





Das Thema lautet:
Politisch Verfolgte leiden weiter.

Mit vier Jahren Zuchthaus in der Stasi Sonderhaftanstalt
Bautzen-II gehöre ich doch wohl auch zu den politisch Verfolgten, oder etwa nicht? Als die "Roten Socken" im Westen immer mehr Einfluss bekamen und die Stasi einen Anschlag auf mich (vergeblich) versuchte, gingen meine Familie und ich nach Südafrika.

Über das Wochenende schreibe ich eine Dokumentation über
die Art und Weise wie 1994 das bayrische Sozialministerium in Bayreuth durch einen Ossi-Arzt als Sachverständigen, die Anträge auf Haftfolgeschaden als unbegründet "abschmetterte".

Klaus



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