FLUCHT und AUSREISE Diskussionsforum
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Thema: LUFTANGRIFF AUF DRESDEN 1945


Nie wieder !


Dienstag, 7. Februar
13 Uhr: Einweihung der Installation „Monument“ des syrischen Künstlers Manaf Halbouni.
Bis zum 3. April 2017 sollen drei ausrangierte Busse hochkant eine Barrikade auf dem Dresdner Neumarkt bilden, wie sie der Bevölkerung in Aleppo als Schutzschild gegen Scharfschützen dienten. Mit der Skulptur des deutsch-syrischen Künstlers Manaf Halbouni, Absolvent der Dresdner Hochschule für bildende Künste, setzt Dresden ein Zeichen für Frieden, Freiheit und Menschlichkeit. Oberbürgermeister Dirk Hilbert hält ein Grußwort. Ort: Neumarkt.


Dresden am 13. Februar 2017

Installation „Monument“ von Manaf Halbouni


© Georg Thieme

Zu den hochstellten Schrottbussen als "Mahnmal" auf dem Dresdner Neumarkt:

Eine Nachricht von einem Dresdner Freund:

Hallo Fritz,

die Empörung ist groß, wobei die Contenance den Bach runter geht (siehe Anhang). Eine Diskussionskultur findet nicht (mehr) statt.
Aber angesichts der Taten von "Bomber Harris" sind die Äußerungen des Hilbert (FDP) wie Öl ins Feuer gießen. Welchen Anspruch an Kunst die Hochkant- Aufstellung von Schrott-Bussen auf dem Neumarkt haben soll, erschließt sich mir ebenfalls nicht.
Es ist zum K...

Schönen Sonntag!
Dieter


Hier der betr. Anhang:





Kommentar gefunden im Netz:


An diesem Montag jährt sich das größte Kriegsverbrechen aller Zeiten, die Bombardierung Dresdens, zum 72. Mal. Eine Kommission offizieller Holocaust-Leugner hat die Zahl der Opfer auf 25.000 heruntergelogen, tatsächlich waren es weit mehr, 350.000 bis 650.000 Tote. Churchill wollte dort die "Flüchtlinge aus Breslau braten", was ihm zweifellos gelungen ist, denn die Stadt war nicht verteidigt, aber überfüllt mit Menschen. In Dresden sind mehr Menschen ums Leben gekommen als in Hiroshima, Nagasaki und Tokio zusammengenommen. (Der Brand von Tokio gilt offiziell als der konventionelle Angriff mit den meisten Todesopfern) Dresden wird in zweifacher Hinsicht unauslöschlich bleiben: Erstens als das große umfassende Brandopfer, als der Holocaust schlechthin. Zweitens als Mahnmal des Umgangs merkeldeutscher Politiker im Umgang mit den eigenen Leuten: Da wird gelogen, geleugnet und verharmlost, da wird gar den Opfern die Schuld als Täter aufgeladen, da wird die Auslöschung Unschuldiger als Akt der Gerechtigkeit hingestellt.
Mit solchen Politikern geschlagen zu sein, wird als die größte Schmach des 21. Jahrhunderts in die Geschichtsbücher eingehen.



Proteste gegen dieses "Denkmal" an Bürgermeister Hilbert sind gerade durch Dresdner Bürger unabdingbar.

Dazu erreichte mich heute diese Nachricht:


Sehr geehrter Herr Schaarschmidt,

Sie gehören zu den wenigen mir bekannten Menschen die diesen Tag 1945 erlebten.
Meine Mutter und Schwester gehörten zu den damals Getöteten.
Ich habe mich beim Dresdner Oberbürgermeister über das von ihm zugelassene pietätslose syrisch-sächsische "Schrottbuss-Mahnmal" beschwert.
Bitte schreiben Sie ebenfalls, auch Kommunalpolitiker müssen erkennen, dass sie Widerspruch ernten.

Mit vorzüglicher Hochachtung
G. H.



Alles über den Angriff auf Dresden auch hier...

Fritz Schaarschmidt







Ich habe dieses Dokument leider erst 5 Tage zu spät gefunden. Eine Karin Mitzscherlich, die mit diesem Thema befasst ist, gibt es wirklich. Demnach scheint dieses Dokument echt zu sein.

Man kann auch über Google suchen: In Dresden Februar 1945. Dort gelangt man aus technisch unerfindlichen Gründen aber ebenfalls erst hin, wenn man zuvor über Google nach Karin Mitzscherlich gesucht hat.

http://www.dresden.de/de/leben/stadtportrait/europa/partner/coventry.php

http://www.dresden.de/de/leben/stadtportrait/europa/partner/coventry/versoehnung-leben.php

Zu Karin Mitzscherlich, die sich mit der Städtepartnerschaft Coventry-Dresden befasst, habe ich noch etwas gefunden. Aus unerfindlichen technischen Gründen findet man die Seiten nur, wenn man die Linkadressen im google-Suchfeld eingibt. Dann stehen zwei Beiträge zur Verfügung:
Versöhnung leben und Partnerstadt Coventry. Dort erscheint ebenfalls der Name Karin Mitzscherlich .
Ich erwähne das deshalb, weil Bürger, die diese ständig nach unten manipulierten Opferzahlen nicht widerspruchslos hinnehmen wollen, sofort als rechtsextrem verunglimpft werden.

Die Gestaltung eines Denkmales sollte dem Sinn und der Tragik des zu dokumentierenden Ereignisses Rechnung tragen. Und davon kann bei diesem Schrotthaufen keine Rede sein .

Der Bombenangriff auf Dresden war in seiner Gesamtauswirkung viel zu schicksalsträchtig, als dass man es hier einem überdrehten Künstler erlauben sollte, seine versponnenen Fantasien auszulassen. Persönlich empfinde ich dieses Monstrum als eine Verhöhnung der Opfer.

Bernd Stichler


Zuletzt bearbeitet: 21.02.2017 07:52 von Administrator


Proteste gegen dieses "Denkmal" an Bürgermeister Hilbert sind gerade durch Dresdner Bürger unabdingbar.

Dazu erreichte mich heute diese Nachricht:

Sehr geehrter Herr Schaarschmidt,

Sie gehören zu den wenigen mir bekannten Menschen die diesen Tag 1945 erlebten.
Meine Mutter und Schwester gehörten zu den damals Getöteten.
Ich habe mich beim Dresdner Oberbürgermeister über das von ihm zugelassene pietätslose syrisch-sächsische "Schrottbuss-Mahnmal" beschwert.
Bitte schreiben Sie ebenfalls, auch Kommunalpolitiker müssen erkennen, dass sie Widerspruch ernten.

Mit vorzüglicher Hochachtung
G. H.


„Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts“!

Jedes Denkmal, das uns Menschen dazu anregt darüber nachzudenken, was Krieg bedeutet - denk mal was Menschen anderen Menschen Furchtbares antun - finde ich gut und richtig. Dabei ist mir egal, ob diese Denkmale aus Bronze oder Schutthaufen, aus Marmor oder Schrottbussen bestehen. Menschen in deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagern, Soldaten auf den Schlachtfeldern, Bewohner von Guernica und Coventry, von Warschau und Dresden, von London und Kassel, von Stalingrad und Hamburg, von Moskau und Berlin, von Sarajevo und Aleppo wurden Opfer des Krieges, haben das gleiche grauenvolle Schicksal erleiden müssen. Errichten wir überall viele, sehr viele Denkmale gegen den Krieg, damit unsere Kinder und Enkel gewarnt sind!!!

Rolf Günther



Bernd Stichler:

Die Gestaltung eines Denkmales sollte dem Sinn und der Tragik des zu dokumentierenden Ereignisses Rechnung tragen . Und davon kann bei diesem Schrotthaufen keine Rede sein .
Der Bombenangriff auf Dresden war in seiner Gesamtauswirkung viel zu schicksalsträchtig als dass man es hier einem überdrehten Künstler erlauben sollte , seine versponnenen Fantasien auszulassen .
Persönlich empfinde ich dieses Monstrum als eine Verhöhnung der Opfer.


Lieber Kamerad Stichler,
genau wie du empfinden das fast alle Dresdner Bürger. Die sächs. Zeitungen berichteten darüber.
Vielleicht ist Herr Günther nicht durch allierte Bomberflotten tagelang bedoht wurden und hat weder liebe Angehörige noch Vermögen verloren.
Diese Bombardierungen schutzloser Städte waren Kriegsverbrechen, da nicht deutsche Truppen, sondern Zivilisten beseitigt werden sollten.
Darüber sind sich nun nach über 70 Jahren Historiker einig.
Ich habe in meiner Kindheit viele Berichte aus berufenen Mündern darüber gehört, von Zeitzeugen !
Alle Berichte zeugen von Leichenbergen, alles Frauen, Kinder, Greise, Flüchtlinge...
Und von Jagdflugzeugen, die auf die Menschen wie auf Hasen Jagd machten.
Dazu kommt die jahrelange Vertuschung der Opferzahlen, um den alliierten Siegermächten nicht zu schaden...
Die noch funktionierende Bürokratie von Wehrmacht und Polizei im Februar 1945 hatte akribisch die Leichen und Leichteile gezählt...

Rolf Günther meint u.a.:

Errichten wir überall viele, sehr viele Denkmale gegen den Krieg, damit unsere Kinder und Enkel gewarnt sind!!!


Damit hat er schon RECHT, der Herr Günther. Aber in diesem Beitrag zu Bombenangriffen auf unschuldige Menschen geht es kurz vor Ende des Krieges um Dresden und andere getroffene Großstädte in Deutschland, auch nicht um andere heutige Kriegsschauplätze.

Wenn hier angesprochen wird, wir brauchen mehr Denkmale gegen Krieg und Gewalt in der Welt,
dann ist das richtig.
Aber besonders auch für alle Opfer des Kommunismus !


Fritz Schaarschmidt


Zuletzt bearbeitet: 17.02.2017 17:14 von F_Schaarschmidt


Ich bin ein Kind des Krieges!

Die Reaktionen zeigen: das Aufstellen der Schrottbusse als Denkmal gegen den Krieg gerade in Dresden ist eine geniale Aktion! Danke Herr Halbouni und Herr Hilbert. Jeder Mensch kann sich über den Hintergrund und die Sinnhaftigkeit der umstrittenen Installation informieren. Über Kunst läßt sich trefflich streiten, das ist mir klar. Aber hier geht es nicht um Kunst, sondern um Erkenntnisgewinn, um eine friedliche Zukunft für die Städte Dresden und Aleppo, für unsere Kinder und die kommenden Generationen. Die Toten mahnen uns!

Nicht nur die Alliierten haben grauenvoll deutsche Städte mit ihren Einwohnern in Schutt und Asche gebombt. Zuerst hat das deutsche Reich brutal andere Völker überfallen. Die deutsche Luftwaffe hat die Zivilisten europäischer Städte bombardiert, auch dort verbrannten Kinder, wurden Frauen zerfetzt, erstickten Männer. All das sind Kriegsverbrechen! Mir ist bekannt, dass auch für die Kriegsführung ein „Ehrenkodex“ entworfen wurde, der Kriegsverbrechen definiert. Ich sehe im Krieg mit all seinen Handlungen ein einziges Verbrechen gegen die Menschen und die Menschlichkeit - und Menschen sind wir überall auf der Welt, in Dresden genauso wie in Aleppo.

Vielleicht ist Herr Günther nicht durch alliierte Bomberflotten tagelang bedroht wurden und hat weder liebe Angehörige noch Vermögen verloren.


Ich erblickte im Jahr 1956, 11 Jahre nach den Ende des 2. Weltkrieges, das Licht der Welt und bin trotzdem im wahrsten Sinne des Wortes ein Kind des Krieges.

Mein Vater, Jahrgang 1901, erlebte den Schrecken des 1. Weltkrieges als Jugendlicher. Er entwickelte sich zu einem glühenden Gegner jeden Krieges und warnte schon früh mit Flugblättern: „Wer Hitler wählt, wählt den Krieg“. Er verhalf zusammen mit anderen Widerstandskämpfern jüdischen Bürgern zur Flucht, beteiligte sich als Bote in einem antifaschistischen Spionagering. Auch den 2. Weltkrieg mußte mein Vater erleiden. Nach der Gestapohaft auf dem Erfurter Petersberg wurde er zum Militärdienst gezwungen. Mein Vater nutzte die erste Möglichkeit, um zu den Amerikanern zu desertieren. Er betonte immer: „Ich habe sehr viele Menschen sterben sehen, aber niemals selbst einen Menschen erschossen.“ Als er aus der Kriegsgefangenschaft nach Erfurt zurückkehrte, hatte ihn seine Frau verlassen. Ich bin sehr stolz darauf, dass mein Vater den Arsch in der Hose hatte, ein antifaschistische Widerstandskämpfer zu sein!

Meine Mutter, Jahrgang 1918, erlebte als junge Frau die Nazidiktatur und den 2. Weltkrieg in Magdeburg. Ihr Mann wurde zur Wehrmacht gezogen, ist irgendwo in Russland verschollen und für tot erklärt worden. Meine Mutter, ihre Schwester und meine Oma wurden jeweils in ihren Wohnungen bei den schweren alliierten Luftangriffen auf Magdeburg ausgebombt und traumatisiert. Meine Mutter erzählte oft über die vielen furchtbaren Stunden im Keller. Meine Mutter, ihre Schwester und meine Oma erlebten die „Befreiung“ Magdeburgs durch die russische Armee. Ich bin sehr stolz darauf, dass meine Mutter das alles überlebt hat und nicht daran zerbrochen ist!

Nach dem Krieg lernten sich meine Eltern kennen und beschlossen, zusammen nochmals das Leben zu beginnen. Aus dieser Beziehung sind drei Kinder hervorgegangen. Ich bin sehr stolz darauf, dass meine Eltern trotz ihrer traumatisierenden Erlebnisse uns drei liebevoll großgezogen haben.

Ohne den 2. Weltkrieg wäre ich nicht am Leben, ich bin ein Kind des Krieges und trotzdem einer seiner größten Gegner. Aus diesem Grund bin ich sehr beeindruckt, dass Herr Halbouni und Herr Hilbert den Arsch in der Hose hatten, das Schrottbusdenkmal in Dresden zu errichten, um der ermordeten Menschen in Dresden und in Aleppo zu gedenken und uns alle gegen den Krieg aufzurütteln!

Rolf Günther



Tagesschau-Zeit - Die sogenannten großen Qualitätsmedien schweigen weiter beharrlich. Immer schön gegen den Willen des Volkes. Macht nur weiter so!!!

Ein Blick zurück in der deutsch-deutsche Geschichte lohnt sich gerade in der heutigen Zeit. Ging nicht die sogenannte „Friedliche Revolution“ in Ostdeutschland von den sächsischen Städten wie Leipzig, Dresden, Karl-Marx-Stadt und Plauen aus. Da lag die Provinz Berlin noch im Tiefschlaf. Es war am Ende erfolgreich u. führte zum Mauerfall, zur Öffnung der innerdeutschen Grenze und schließlich zur Wiedervereinigung Deutschlands, weil die Menschen (ganz zuerst die Sachsen) mutig waren und auf die Straße gingen. Erst in kleinen Gruppen und täglich wurden es mehr und mehr.

Die Friedensgebete in der Leipziger Nikolaikirche brachten 1989 unglaublich viele Menschen aus allen Gesellschaftsschichten zusammen.

„Der Weg ist das Ziel“ … ist das Lebensmotto der sächsischen Zeitgenossen und das schon seit Friedrich August I. von Sachsen, häufig genannt August der Starke. Also seit mehreren hundert Jahren ist der Sachse aufmüpfig und kämpferisch.


Denkt daran, Geschichte wiederholt sich schneller, als man es für möglich hält

Am 7.2.2017 fand die Einweihung des umstrittenen Mahnmals auf dem geschichtsträchtigen Neumarkt in Dresden statt, wo eigentlich in wenigen Tagen der Tausenden Opfern des Bombenterrors der alliierten Luftangriffe vor 72 Jahren gedacht werden sollte.

Immer schön gegen den Willen des Volkes, macht immer weiter so!

Hunderte protestierten am 7. Februar 2017 bei der Einweihung des "Bus-Monuments" durch den Oberbürgermeister der Stadt Dresden, Dirk Hilbert. Dabei wurde er gnadenlos ausgepfiffen.

Pfiffe, Buhrufe, Plakate - Dresden will keine Busse - OB Hilbert weiht trotzdem ein.



Art. 8 des deutschen Grundgesetzes, (1) Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln. Trotz, dass laut Veröffentlichung in der Zeitung für alle Dresdener Bürger freie Trauer auf dem Neumarkt garantiert war ( für diese Uhrzeit) wurden andersdenkene Bürger mit Gewalt des Platzes verwiesen, selbst Leute die nur dastanden und sich die Plakate durchlesen wollten, wurden verwiesen.

Es war und ist eine Schande.13 02 2017 Polizei verweist friedliche und leise Trauerleute vom Neumarkt








Lieber Herr Lässig!

Der sächsische Regionalstolz sei Ihnen gegönnt, obwohl ja eigentlich die richtigen Sachsen die Niedersachsen und Angelsachsen sind und August der Starke in Sachen Menschenrechte und Demokratie nicht gerade ein gutes Vorbild ist. Aber bitte beim Widerstand gegen die Nazidiktatur und die stalinistische „DDR“-Diktatur nicht die mutigen Thüringer vergessen!!!

Einer von vielen Beweisen aus den Stasiakten:

Arbeitsvermerk zur Zuführungen von DDR-Bürgern an der ständigen Vertretung der BRD in der DDR:

Insbesondere folgende Kategorien von DDR-Bürgern wird das Aufsuchen der Ständigen Vertretung der BRD in der DDR (StV) nicht gestattet. Sie werden von Kräften des WKM abgewiesen und aufgefordert, den unmittelbaren Bereich der StV zu verlassen.

Ihre Zuführung erfolgt, wenn sie trotz Abweisung vom Aufsuchen der StV nicht abzubringen sind und sich weigern, der erteilten Auflage nachzukommen.

- Betrunkene oder angetrunkene Personen,
- Geistesgestörte,

- DDR-Bürger mit größeren Gepäckstücken,

- DDR-Bürger mit auffallend dekadentem Äußeren,

- Personen, die im Bezirk Erfurt wohnhaft sind, werden sofort zugeführt (Maßnahme
Erfurt).


http://f3.webmart.de/f.cfm?id=2165073&r=threadview&t=3823976&pg=1

Rolf Günther

P.S.

G_Laessig:
Immer schön gegen den Willen des Volkes, macht immer weiter so!


Wer zum Volk gehört, entscheiden dann also Sie, lieber Herr Lässig?





„Wer zum Volk gehört, entscheiden dann also Sie, lieber Herr Lässig?“

Lieber Herr Günther,

Ihre Frage trägt lediglich rhetorischen Charakter. Gundhardt LÄSSIGs Zeile „Immer schön gegen den Willen des Volkes ...“ verstehe ich so:

Seit Amtsantritt MERKELs verschließt sich die Bundesregierung den Interessen zahlreicher Minderheiten, wozu auch die über 300.000 betrogenen DDR-Altübersiedler zählen. Manchmal geht es sogar gegen die Mehrheit der Bevölkerung. Ignoranz nennt man das. Oder besser: Arroganz der Macht!

Das Verhalten des Dresdner Oberbürgermeisters Dirk HILBERT ist nur ein winziges Beispiel unter vielen. Weit davor rangieren Entscheidungen wie die Einführung des Euro als EU-Zahlungsmittel, die katastrophale und damit folgenschwere Flüchtlingspolitik der Bundesregierung, die eiskalte militärische Aufrüstung Deutschlands oder eben „bloß“ jener miese Rentenbetrug. Wenn man dann noch sieht, daß Politiker(innen) wie die als Rentenmanipulatorin und Dissertationsplagiatorin erwiesene Ursula von der LEYEN an der Spitze dieser gegen das eigene Volk gerichteten Entscheidungen stehen, müssen solche kritischen Aussagen wie die von Gundhardt LÄSSIG erlaubt sein, ohne daß der Kritiker gleich in eine gewisse Ecke gerückt wird.

Die eigentlich HILBERTsche Schrottaktion ist offenbar nicht mit dem Volk – resp. der Bevölkerung – abgestimmt. Und wenn sie abgestimmt gewesen sein sollte, dann hinter verschlossenen Türen; also ohne das Erfassen der Sensibilität eines großen Teils der in Dresden „schon länger lebenden“ Menschen. Dem Oberbürgermeister mangelt es nicht nur an Fingerspitzengefühl; ihm fehlt es offensichtlich an politischen Kenntnissen, methodisch-psychologischen Fähigkeiten und freilich an pädagogischem Geschick (das Denkmal sollte gewiß auch einen erzieherischen Aspekt implizieren). Die Filmsequenzen lassen die Unsicherheit des polarisierenden OB's erkennen, der sich nicht wundern muß, wenn politische Initiativen wie Pegida wieder Zulauf bekommen.

So jedenfalls geht DEMOKRATIE nicht!

W. Mayer



Ich wollte mich eigentlich zu dem Thema Dresden und die jetzige "Kunstaktion" nicht äußern, mittlerweile bin ich zu einem anderen Entschluss gekommen. Als Zeitzeugin der zweiten Reihe möchte ich hier Geschildertes öffentlich machen und zwar aus der Sicht von Verwandten, die zum Zeitpunkt des Bombenangriffes es hautnah in Dresden erlebten. Diese Erlebnisse wurden mir zwischen 1971 - . 1980 geschildert und ich gebe sie aus meiner Erinnerung wieder so gut ich kann.
Sie sprachen von einem Feuersturm, der am Altmarkt die Menschen, die auf der Straße waren, wie in einem nicht zu beherrschenden Orkan in diese Feuerhölle gezogen hat. Sie wurden von den Laternen, an die sich klammerten, einfach weg gezogen.Die Menschen hatten keine Chance.
Sie sprachen davon, dass die Menschen, die von den Phosphorbomben getroffen wurden, in ihrer Not in die Elbe rannten, um die brennende Haut zu löschen. Viele verbrannten und ertranken gleichzeitig. Die Elbe war ein einziges Grab.
Meine Schwiegermutter erzählte mir, dass damals, ca 150km entfernt von Dresden, dieses Inferno am östlichen Nachthimmel mehrere Tage zu sehen war und die Menschen wieder furchtbare Angst hatten, dass der Krieg weiter gehen würde. Sie sagte mir, dass damals knapp
200 000 Menschen gestorben wären. Sie erzählte auch von den vielen Flüchtlingen, die in Dresden Schutz suchten.
Warum erzähle ich schon hinlänglich Bekanntes? Weil mit dieser Kunstaktion versucht wird, dieses Verbrechen in Dresden, hauptsächlich an Frauen, Kindern, alten Menschen und den Flüchtlingen, mit dem Überstülpen eines anderen Verbrechens, das Andenken an die Toten zu relativieren.
Es ist eine Instinktlosigkeit ausgerechnet an der Frauenkirche diese "Kunst" aufzustellen. Die Dresdener und viele Menschen aus der ganzen Welt haben mit Spenden und einem unglaublichen Willen und Fleiß diese Kirche wieder aufgebaut. Sie ist allein aus diesem Grund ein Symbol, ein Mahnmal und das jetzt für eine Provokation zum Nachdenken über Krieg zu nutzen, ist würdelos, auch gegenüber den noch wenig lebenden Zeitzeugen. Kunst darf überspitzen aber man sollte doch auch Fingerspitzengefühl haben und die Kunst im jeweiligen historischen Kontext sehen. Insofern kann ich den Protest der Dresdener Bürger verstehen.
K. Bußler



Nun möchte ich mich als alter Dresdner auch zu Wort melden.
Ich bin Jahrgang 1940 und habe noch kindliche Erinnerungen an den 13. Februar 1945, es war sehr schlimm. Bis zum 10. September 1989 habe ich durchgehalten und wir lieben nach wie vor unsere Heimatstadt. Wie oft haben wir an der Ruine der Frauenkirche an diesem Tag Blumen niedergelegt und in Stille der vielen Toten gedacht.
Ich finde das "Denkmal" an dieser Stelle völlig deplatziert. Man sollte schon an die vielen Toten in Syrien denken, aber nicht an diesem Ort und zu dieser Zeit. Es gibt genügend andere Plätze in Dresden um so ein Monster zu platzieren,z.B. hinterm Hauptbahnhof oder am Militärmuseum an der Staufenberg Allee.
Wenn man noch weiß, das diese Aktion 57.000 € gekostet hat,und gleichzeitig die Eltern in einer Neustädter Grundschule die Farbe für einen neuen Klassenzimmer Anstrich spendieren sollen, dann fällt mir dazu nichts mehr ein.
Dieses "Denkmal" ist Wasser auf die Mühle von Pediga und AfD. Die Quittung ist schon im Anmarsch.

Gerd Bartmuß




kbussler:
Es ist eine Instinktlosigkeit...


Gestern war der Platz an den Bussen voll mit Besuchern, die heftig das Kunstwerk diskutierten. Instinktlos war sicher, daß die Originalbusse in Aleppo die Flagge der al-Sham trugen: einer Islamisteneinheit, unter der die Bevölkerung litt und den Krieg mit verursachte.
Aber wie auch hier ist eine engagierte Debatte über Krieg und Vergessen ein lebendigeres Gedenken an Kriegopfer, als jedes salbungsvolles Politikersprech. Kunst wird immer provozieren.





Das ist keine Kunst! Das ist provozierender Schrott!
HJK



3 Bus-Kadaver aus Nürnberg sind Kunst? Was ist eigentlich
Kunst? Andy Warhol sagte:"Alles ist Kunst!" Picasso zuvor:
"Wenn ich wüsste, was Kunst ist, würde ich es für mich be-
halten." Kunst ist Streit. Aber haben die Opfer von Alep-
po, wenn man den Ort des Gedenkens und Mitleidens schon
außer Landes verlegt, nichts würdevolleres verdient, etwas, wo man verhält, nachdenkt und mitfühlt? Geht das
vor Nürnberger Schrott?
Vor 72 Jahren ließen 250 000 Dresdener und Flüchtlinge im
Flammen- und Phosphorinferno ihr Leben, wurden Staub und
Asche. Noch immer gibt es in Dresden keinen dem Geschehen
entsprechenden Ort des Gedenkens.
Ich habe als 12jähriger 1955 noch die Trümmerberge und die
zahllosen Ruinen in Dresden gesehen. Ich sehe auch noch die Tränen, die meinen beiden Tanten über die gefurchten
Wangen liefen, wenn sie mir ihre Erlebnisse erzählten. Sie
hatten Vater, Schwester und Bruder verloren. Nach Bürgermeister Hilbig waren sie schuldig.




Mein Brief vom 19. Februar 2017:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Hilbert,

im Folgenden setze ich mich mit Ihren Äußerungen zur Zerstörung von Dresden im Februar 1945 und Ihrem Umgang mit diesem Gedenktag auseinander. Ich bin 76 Jahre alt, äußere mich aber nicht als Zeitzeuge, sondern als jemand, den schon seit langer Zeit die Einordnung und das Verständnis der damaligen Ereignisse beschäftigt. Diese Ereignisse wurden von Anbeginn an für politische Propagande instrumentalisiert und missbraucht, schon von den Nazis, dann von der SED-Diktatur, aber auch heute noch von verschiedenen Seiten. Zu DDR-Zeiten hieß es, anglo-amerikanische Terrorbomber haben das schöne Dresden sinnlos zerstört. Da ich ausgesprochen anglophil bin, aber diese SED-Propaganda auch nicht als offensichtlich falsch abtun konnte, hat mich das sehr gestört und bewogen, mich genauer damit zu befassen.

Zum Verständnis, was ich an Ihren Äußerungen kritisiere, bringe ich zunächst ein paar Zitate.

Vom 13. bis zum 15. Februar 1945 wurden große Teile der Dresdner Altstadt durch vier Flächenbombardements zerstört, und es gab eine große Zahl von Opfern unter der Zivilbevölkerung.

Diese Angriffe verstärkten erheblich die Kritik an der Luftkriegsführung der Westalliierten seit 1942, besonders an der britischen Area Bombing Directive. Historiker diskutieren bis heute, ob diese Flächenbombardements militärisch notwendig und zweckmäßig waren und ob sie als Kriegsverbrechen zu werten sind [...]
Am 28. März 1945 erwog Winston Churchill, den Luftkrieg gegen deutsche Städte einzustellen, und distanzierte sich in einem Telegrammentwurf an General Ismay und die britischen Chiefs of Staff und Chief of the Air Staff von dessen Ausrichtung:
„Der Moment scheint mir gekommen, wo die Frage der Bombardierung deutscher Städte einfach zum Zwecke der Erhöhung des Terrors, auch wenn wir andere Vorwände
nennen, überprüft werden sollte. [...] Die Zerstörung Dresdens bleibt eine ernste Frage an die alliierte Bombardierungspolitik. [...] Ich glaube, es ist nötig, dasswir uns mehr auf militärische Ziele konzentrieren wie Öllager und Kommunikationszentren hinter der unmittelbaren Kampfzone, statt auf reine Akte des Terrors und der mutwilligen Zerstörung, wie beeindruckend diese auch immer sind.“ [1]

Erst nach Jahrzehnten konnte mit dem Aufsetzen des Turmkreuzes auf die Frauenkirche der Versöhnungsprozess der einstigen Kriegsgegner abgeschlossen werden:

Am 13. Februar 2000, dem 55. Jahrestag der Zerstörung Dresdens, übergab der Herzog von Kent das von britischen Spenden finanzierte neue Turmkreuz der Dresdner Frauenkirche. [...] Am 22. Juni 2004 wurde es zusammen mit der Laternenhaube auf seinen exponierten Standplatz gehoben und kündet seither von der Kraft eines versöhnten Miteinanders. [2]

Dieses Ereignis habe ich mit großer Freude und Erleichterung miterlebt. Es bleibt am 13. Februar das stille Gedenken an Tod und Zerstörung. Allerdings wird das auch dieses Jahr wieder durch einige Vorhaben in dieser Zeit erschwert. Das betrifft auch die Aktionen auf dem Neumarkt und auf dem Theaterplatz, die auch von Ihnen mitgetragen und gefördert werden und die Sie folgendermaßen in Beziehung zum 13. Februar 1945 sehen:

„Es gibt immer noch Versuche, die Geschichte umzudeuten und Dresden in einem Opfermythos dastehen zu lassen“, so der OB. Dann drückt er sich klarer als bisher aus: „Dresden war keine unschuldige Stadt, das wurde wissenschaftlich ausgewertet.“ [3]

Auch die Luftangriffe auf Dresden erfolgten gemäß der vom britischen Luftfahrtsministerium herausgegebenen Area Bombing Directive.

Dieser Strategie der Flächenbombardierung lag die Annahme [...] zugrunde, das Bombardieren von Wohngebieten anstelle militärischer Anlagen würde den Kampfwillen der Zivilbevölkerung schwächen. [4]

Opfer waren überwiegend Frauen, Kinder, Alte und Kriegsversehrte; denn die wehrfähigen Männer waren fast alle an der Front oder in Dresdner Kasernen, die nicht bombardiert worden sind. Was Sie vor diesem Hintergrund damit sagen wollen, dass Dresden keine unschuldige Stadt gewesen sei, kann ich nicht nachvollziehen. Meinen Sie etwa, diese Bombardierung wäre eine Strafaktion gewesen, wobei aber Schuldige kaum getroffen wurden? Ihre Aussagen erschweren es, den Opfern in Stille und im Sinne eines versöhnten Miteinander gedenken zu können.

Ihre Aussagen und Ihr Verhalten werden dadurch noch schwerer erträglich, dass auch schon andere vor Ihnen den 13. Februar politisch missbraucht haben, beispielsweise Deborah Anderson und Anne Helm mit einer würdelosen Aktion am 13. Februar 2014, hier ein Bild vor der Semperoper auf dem Theaterplatz, auf dem jetzt die Installation „Lampedusa 361“ mit imaginären Flüchtlingsgräbern präsentiert wurde:



Antifa-Aktion: Dresden Nazifrei 13. Februar 2014 [5]


Am 14.02.2016 veröffentlichte die Sächsische Zeitung ein Interview mit Frederick Taylor:

Frederick Taylor (68) gilt in seiner Heimat Großbritannien als bester Kenner der Geschichte des 13. Februars 1945.
„Ich sage lediglich, dass die Stadt ein legitimes militärisches Ziel war, aber nicht, dass
die britischen Angriffe auch militärischen Zielen gegolten haben. Sie sollten die Zivilbevölkerung treffen. Ich wünsche mir, sie hätten niemals stattgefunden. [...]
Ich habe lange nach einem wirklich stichhaltigen Grund für die Zerstörung des Stadtzentrums gesucht. Ich habe keinen gefunden.“ [6]

Diese Einschätzung teile ich, Sie offenbar nicht, sondern rechtfertigen die Angriffe auf die
Zivilbevölkerung. Gehört auch Taylor für Sie zu denjenigen die versuchen, die Geschichte
umzudeuten? Nachdem starke Kritik an ihrer Aktion aufkam, hat Helm geäußert, sie hätte

vor allem „gegen die Art und Weise demonstrieren [wollen], wie die Stadt Dresden und die Lokalverwaltung dieses Gedenken begeht“. [7]

Sie, Herr Oberbürgermeister, scheinen auf die von Helm angestrebte Linie eingeschwenkt zu sein und haben willkürlich und ohne Not Unfrieden hervorgerufen und ein stilles Gedenken stark behindert. Ich fordere Sie auf, aus diesen Fehlern zu lernen und künftig ein angemessenes Begehen dieses Gedenktages zu gewährleisten.

Mit freundlichen Grüßen

Eckhard Koch




In meinem gestrigen Beitrag habe ich die Quellen nicht angegeben, aus denen ich zitiert habe, da ich das Datenvolumen ausgeschöpft hatte. Das hole ich hiermit nach:

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriffe_auf_Dresden#F.C3.BCr_die_Bev.C3.B6lkerung
[2] http://www.frauenkirche-dresden.de/versoehnungsgesten/
[3] https://www.sz-online.de/nachrichten/dresden-war-keine-unschuldige-stadt-3603390.html?bPrint=true
[4] https://de.wikipedia.org/wiki/Area_Bombing_Directive
[5] https://assets.jungefreiheit.de/2014/05/46312073-860x360.jpg
[6] http://multimedia.sz-online.de/dresden1945#6334
[7] https://de.wikipedia.org/wiki/Anne_Helm#cite_note-17



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