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Thema: CDU-Blockade für Rentenlösung durchbrechen


In Ihrem Forum steht doch schon alles über B-Strukturen!
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Nur mit dem Begriff "geführt" hätte ich leichte Probleme, weil er evtl. missverstanden werden könnte, weil "geführt" in diesem Zusammenhang vielleicht annehmen lässt, sie hätten einen Führungsoffizier oder so etwas Ähnliches gehabt. Ich denke eher, dass es sich um eine Art Liste handelt, die geführt und ständig überprüft werden musste, ob die ausgewählten Personen noch zuverlässig agierten. Und um das festzustellen, waren Schulungen doch sehr geeignet.

Die Quelle, auf die sich hier bezogen wird (Wieland Zumpe) kenne ich persönlich sehr gut. Ich denke, es stimmt alles, was er schreibt. Nicht ohne Grund hat Herr Zumpe an der Universität in Leipzig noch immer Hausverbot.

Im übrigen gibt es an der Uni in Leipzig eine Forschungsarbeit darüber, wie die armen Reisekader doch bespitzelt, von der Stasi überwacht wurden.

Die armen Reisekader, kann ich da nur sagen! In vielen Fällen bescheinigten die MfSler den "Bespitzelten" ihre weitere Eignung als Reisekader, waren so gesehen also eher ein Förderkreis. Wie viele IMs waren auf Gunther Emmerlich angesetzt? Ich habe mal eine Zahl von 37 oder 38 gehört.

Ich will die Bespitzelung keineswegs verharmlosen, die DDR war eben durch und durch ein Überwachungsstaat, aber nicht alle hatten von dieser permanenten Überwachung - im Vergleich zu anderen, die von der Stasi (zumeist die HVA) als "Nicht geeignet" eingeschätzt wurden - Nachteile zu gewärtigen.

Die Diskussion über die B-Strukturen ist keine Phantomdiskussion. B-Strukturen existierten und existieren weiter.




Vielleicht sollte ich noch sagen, dass ich die Ausarbeitungen zu diesem Thema (B-Strukturen) durch Herrn Zumpe bis heute nicht kannte. Das sage ich, damit es nicht so aussieht, als würde über Selbstverständlichkeiten geredet, als wäre das alles nicht neu, als würde ich mir fremde Arbeitsergebnisse zu eigen machen. Oder was auch immer.

Es ist sein Verdienst, die Geschichte und die Funktion der B-Strukturen erkundet zu haben.

Aber vor dem Hintergrund dessen, was ich dazu weiß, ist mir das alles plausibel und einleuchtend, was er schreibt. Nur glaube ich nicht, dass diese Leute 1989/90 dazu noch vergattert werden konnten, sie wurden vielmehr gebeten, für diese oder jene Aufgabe zur Verfügung zu stehen.

Weder hat Herr Stolpe je gesagt, wer ihn denn gebeten habe, für die SPD in Brandenburg zu kandidieren, noch andere, die sagten, sie seien gebeten worden. Die Namen derer, die sie gebeten hatten, nannten solche Leute auch auf Nachfrage nicht. Aber das bewegt sich schon im Spekulativen, solange die Listen der B-Kader nicht öffentlich sind.

Ich glaube, Klaus Bartl hatte mal im SLT damit gedroht, eine Büchse der Pandora zu öffnen ... Ob in der Büchse die Namen von B-Kadern gewesen wären, ich weiß es nicht.



„Für mich endete meine kurze Verweildauer in der Volksbildung vorfristig (dauerhafter Verlust des Anspruchs auf I-Rente). Ich hatte als einzige in dem damaligem Pädagogen‚kollektiv’ mich mit Händchenheben geweigert, den Einmarsch der Warschauer Vertragsstaaten in die CSSR zu ‚begrüßen’. … Und so habe ich meine Hand nicht bei der Frage, wer sich dagegen ausspricht, erhoben, sondern erst bei der Frage, wer sich enthält.
Aber das hat gereicht. Mit dem, was folgte, könnte ich einige Seiten eines Buches füllen.“


Das war sehr mutig, liebe Frau Dr. Dietze!

Ich weiß, wie schwierig es damals war, sich im Staatsdienst querzulegen und damit herauszudrehen. Ohne (Be-)Schädigung ist das praktisch unmöglich gewesen. Bei den Betroffenen liefen jahrelang innere Prozesse ab, die tiefe Eingriffe in deren jeweilige Persönlichkeitsstrukturen bedeuteten, krank machten, Freundeskreise zerstörten und nicht selten auch Familien auseinander brachten. Einem Außenstehenden sind derartige Vorgänge heute kaum noch zu vermitteln.

Ich danke Ihnen für Ihre ausführliche Darstellung. Vielleicht füllen Sie nicht bloß einige Seiten, sondern einmal ein ganzes Buch mit den von Ihnen gemachten Erfahrungen ...?



Seit vielen Jahren:

HOHN UND SPOTT FÜR DIE CDU/CSU-BONZEN






    Erhard Göhl: „Für mich hat die Wende nie stattgefunden
    Jutta Fleck, „die Frau vom Checkpoint Charlie“, moderierte am 17. Juni 2013 ein Gespräch zwischen Erhard Göhl und Schülern in Dillenburg




KOMMENTAR zu Erhard Göhl

Diese Art des Umgangs mit Stasi-Verfolgten und politisch Inhaftierten zu Ostzeiten ist im "Roten Land Brandenburg" bis heute – reichlich 26 Jahre nach dem Mauerfall –, wofür gerade diese Menschen viel Leid erdulden mußten, an der Tagesordnung. Es gehört zur Tagesordnung in diesem "Roten Land", welches die politische Struktur durch einen extrem politisch hofierten Stasi-Zuträger bekam, jegliche Art von Haftschäden weitestgehend zu negieren.

Hofiert auch von der Bundeskanzlerin Merkel, die aufgewachsen unter der SED-Politik, sich im erwachsenen Alter bewußt dieser Politik verschrieb!!! – und sich heute, zusammen mit Herrn J. Gauck, gern als "Bürgerrechtlerin" darstellen läßt; als eine "Bürgerrechtlerin" zugehörig einer stasi-initiierten Vereinigung, dem "Demokratischen Aufbruch".

Wer jetzt nicht erkennt, durch wen das deutsche Volk regiert und in seinem Nationalbewußtsein erniedrigt wird – dem ist wahrlich nicht zu helfen.

Einfache Worte – nur so sind sie noch verständlich und zu vermitteln.

Es gehört heute zur politischen Kultur, dass ein Land von denen regiert wird, die wir als politische Gegner der DDR, nie wieder an der Macht haben wollten. Die "Linke Partei" bezeichnet dieses Brandenburg als "die kleine DDR" – wie bezeichnend und wie vermessen. Alles möglich geworden durch solche im Text benannten machtbesessenen Politiker.

Es gehört zur Arbeitsweise dieser Gutachter (hier am Beispiel E. Göhl), sachbezogene Aussagen einfach unter den Tisch fallen zu lassen oder aber so zu interpretieren, dass sie sogar dem Betroffenen schaden.
Es gehört weiterhin zu ihrer Arbeitsweise, dass sie selbst internationale Studien über "Politische Haft und deren Folgen" einfach als nicht zutreffend darstellt.

All dies habe ich sowohl dem Auftraggeber, diesem Landesamt, aufgezeigt, als auch der aufsichtsführenden Behörde, dem Ministerium für Arbeit und Soziales, dargestellt. Die verantwortliche Justitiarin kommentierte, ich müsse "gegen diese Gutachterin eine Privatklage führen"!!! Absurder geht es nicht mehr.

Die Verstrickungen und Abhängigkeiten sind überdeutlich.

Und jetzt wird dieses Deutschland noch von einer ehemaligen FDJ-Agitatorin regiert, die ihr Demokratie-Bewußtsein und -verständnis unter ihren Genossen Erich Honecker erlernt hat und dies bewußt umsetzt.

Warum werden wir, die Andersdenkenden, von dieser Bundeskanzlerin als "Dummköpfe und Unwillige" dargestellt? Warum lassen wir uns das gefallen??

Mein Merkel-Land?
Nein, Frau Merkel, und vor allem nicht ihr Merkel-Volk!

Wolfgang Graetz



Etwas Tröstliches:

- Zur Bundestagswahl am 22. 09. 2013 brachte es die CDU/CSU auf 41,5 % der Wählerstimmen.

- In der aktuellen Erhebung von INSA, am 25. 04. 2016, bringt es die CDU/CSU auf 31% der Wählerstimmen.

Das ist ein kontinuierlicher Verlust von nunmehr über 10% !


Keine der anderen Parteien musste im Verlauf der Jahre derart hochprozentig "abspecken".

CDU-Blockade durchbrechen? - wie es im Titel dieses Strangs heißt. Die Mühe kann man sich sparen. Die durchbrechen sich selber, wenn es so weiter geht!



KONZEPTIONSLOSIGKEIT DER CDU


Von: Felix Heinz Holtschke <felixhho@gmail.com>
Datum: 9. Juni 2017 um 14:31:39 MESZ
An: leserbriefe@rheinische-post.de
Betreff: Union verzichtet auf eigenes Rentenkonzept - RP vom 09.06.2017

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Diese Konzeptionslosigkeit der CDU in dieser sozialpolitisch dringenden Rentenfrage ist mitnichten eine Sturzgeburt des aktuellen Wahlkampfes, sondern lässt sich hinsichtlich Tatenlosigkeit und Ignoranz wie ein roter Faden bis in die 90er Jahre zurück verfolgen. Beispiel:
Fremdrentengesetz für die vor dem Fall der Mauer in die Bundesrepublik geflüchteten bzw. freigekauften politischen Häftlinge.

Frau Merkel und Vorgänger lässt ca. 300.000 Anspruchsberechtigte (und Wähler!), die gesetzeswidrig und ohne Wissen des damaligen „Die-Rente-ist-sicher-Ministers“ Norbert Blüm im Zuge des Einigungsvertrages trotz Ausbürgerung aus der DDR-Staatsbürgerschaft wieder nach den DDR-Anwartschaften anstatt dem versprochenen Fremdrentengesetz veranlagt werden, seit Jahr und Tag eiskalt am Fliegenfänger hängen. Arrogante Untätigkeit ihrer MinisterInnen von der Leyen und Nahles bis heute. Am 22. Juni werden wir alle dafür Verantwortlichen in Berlin bei der nächsten Demo wieder - zum 5. Male - daran erinnern!

Felix Heinz Holtschke
40489 Düsseldorf
Via E-Mail
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    ©nwzonline.de
    Dr. phil. Norbert Blüm




Liebe Kameraden,

wider Erwarten wurde mein Leser-Protest abgedruckt
...

Felix Heinz Holtschke
VOS-Landesvorsitzender NRW




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