FLUCHT und AUSREISE Diskussionsforum
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Thema: IKEA - von DDR-Zwangsarbeit profitiert?


woma 9.7.2012

WESTWARE AUS DEM OSTKNAST

Mit der DDR-Häftlingsarbeit dokumentiert die ARD ein besonderes Kapitel deutsch-deutscher Geschichte
Von Thomas SCHADE

Wäre es rausgekommen, so hätte es alle schlimm getroffen, urteilt die Autorin über jene Kassiber, die Frauen aus dem Gefängnis Hoheneck (...)Mit Waldheim, Hoheneck und Dresden liegen zudem viele Handlungsorte in Sachsen. - „Westware aus dem Ostknast“, ARD


Nun sendet das ARD-Magazin REPORT Mainz
am Dienstag, 14.01., um 21:45 Uhr abermals zum Thema Zwangsarbeit in der DDR. Inge Naumann berichtet über die Arbeit als Gefangene im ehemaligen Frauenzuchthaus Hoheneck.

(von ihr selber weiß ich, dass sie mit vielen mitgefangenen Hohenecker Frauen unter Angabe ihrer Haftzeiten unsere Petition vom 13. August 2010 mit unterzeichnet hat, was sicher nicht unwesentlich dazu beigetragen hat, dass das Petitionsverfahren endlich in Gang gesetzt wurde)

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14.01.2014 REPORT Mainz, zweiter Beitrag
- Blut gegen Devisen: Westdeutsche Firmen profitierten von der Ausbeutung politischer Gefangener in der DDR
Quelle: http://www.swr.de/report/





SWR



Aus den "Tagesthemen" vom 13.01.14

Link:
http://www.ardmediathek.de/das-erste/tagesthemen/tagesthemen?documentId=19067802

Ab Minute 18:41 ein Vorab-Bericht der ARD Sendung von REPORT-Mainz am 14.01.14 21:45 Uhr.


Zuletzt bearbeitet: 29.08.2017 13:07 von Administrator




Blutkapitalismus im Sozialismus

DDR-Häftlinge: Schuften für Aldi, bluten für die Stasi

Um den stets drohenden Bankrott der DDR abzuwenden, schreckte die Stasi vor nichts zurück: Einer Studie zufolge wurden Häftlinge zu Blutspenden gezwungen - um das Blut im Westen zu verkaufen. Von der Zwangsarbeit in der DDR soll indes nicht nur Ikea profitiert haben – sondern auch Aldi und VW.

In ihrem verzweifelten Versuch, Devisen zu erwirtschaften, hat die marode DDR Mitte der 1980er-Jahre Häftlinge zu Blutspenden gezwungen, um das Blut gewinnbringend in den Westen zu verkaufen. Das berichtet das ARD-Politikmagazin „Report Mainz“ am Dienstag unter Berufung auf eine bislang unveröffentlichte Studie der Stasi-Unterlagen-Behörde. Demnach kaufte das Bayerische Rote Kreuz damals das Blut über einen Schweizer Zwischenhändler ein.

Aus der Studie mit dem Titel „Knastware für den Klassenfeind. Häftlingsarbeit in der DDR, der Ost-West-Handel und die Staatssicherheit (1970-1989)“ geht dem Politmagazin zufolge hervor, dass Gefangenen der Haftanstalt Waldheim Blutspenden abgenommen wurden. Der damalige Vize-Chef des DDR-Bezirksinstituts für Blutspende- und Transfusionswesen Erfurt, Rudolf Uhlig, bestätigte dem ARD-Magazin, dass seine Mitarbeiter auch Gefangenen der Haftanstalt Gräfentonna „in unregelmäßigen Abständen“ Blutspenden abgenommen haben. „Es hat sich dort sehr gelohnt, in die Anstalt zu fahren, weil jedes Mal hatten wir 60 bis 70 Blutspender, und das war ein recht guter Erfolg.“
Bayerisches Rotes Kreuz gibt Bluthandel zu

Aus den Stasi-Unterlagen lässt sich nach ARD-Angaben schließen, dass die Blutspenden der Häftlinge nicht freiwillig erfolgten. In einem Spitzel-Bericht wurde demnach vermerkt, dass Krankenschwestern sich einmal sogar weigerten, den Gefangenen Blut abzunehmen. „Die armen Strafgefangenen“ seien „doch sicher alle gezwungen worden (…) dies geschieht doch unter Zwang“, heißt es in einem IM-Bericht.

Das Blut verkaufte das Zentrale Exportbüro beim DDR-Ministerium für Gesundheitswesen in den Westen. „Es lag in der Logik des Systems, dass man nicht nur die Arbeitskraft der Gefangenen ausbeutete, sondern in diesem Fall auch physisch ihr Blut nahm und im Westen veräußerte“, sagte der Historiker Tobias Wunschik, der die Studie im Auftrag des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen durchgeführt hat.

Über den Schweizer Zwischenhändler kaufte das Bayerische Rote Kreuz das Blut aus der DDR ein. Die Etiketten der Blutbeutel mit der Aufschrift „Blutspendedienst des Bayer. Roten Kreuzes“ sind in den Stasi-Akten überliefert und liegen „Report Mainz“ vor.

Auf Nachfrage gab das Bayerische Rote Kreuz zu, in den 80er-Jahren Erythrozytenkonzentrate aus der damaligen DDR bezogen zu haben. „Wir bedauern, diesen von Ihnen angefragten Sachverhalt so bestätigen zu müssen“, so der Landesgeschäftsführer des Bayerischen Kreuzes, Leonhard Stärk. Ob man damals gewusst habe, dass das Blut von Häftlingen stamme, könne man heute nicht mehr nachvollziehen. Man bedauere es zutiefst, „dass es unter einer anderen Führung des BRK diese Vorkommnisse“ gegeben habe.

© FOCUS.de




Christa Ladendorf machte mich noch auf nachfolgendes aufmerksam. Vielen Dank.



Aldi und VW sollen von DDR-Zwangsarbeit profitiert haben

Bisher war nur bekannt, dass Ikea in DDR-Betrieben produzieren ließ, in denen auch politische Häftlinge arbeiteten. Eine neue Studie belastet nun auch andere Westfirmen.


Eine Arbeiterin an einer Anlage zur Scheinwerferproduktion im VEB Fahrzeuge 
lektrik Ruhla (Thüringen), aufgenommen 1986.  |  © Dieter Demme/dpa


Mehr westdeutsche Firmen als bisher bekannt haben von der Zwangsarbeit politischer Häftlinge in der DDR profitiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine noch unveröffentlichte Studie der Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU), über die das ARD-Magazin Report Mainz berichtet.

Danach ließen zahlreiche BRD-Firmen aus der Konsumbranche, aus der Möbelindustrie, Versandhäuser, auch Unternehmen aus der Auto- und Stahlindustrie Waren oder Teile vor allem während der Ära Honecker in den siebziger und achtziger Jahren billig in DDR-Betrieben produzieren, die auch Häftlinge zur Arbeit einsetzten. Für das Forschungsprojekt der Stasi-Unterlagenbehörde wertete der BStU-Historiker Tobias Wunschik Akten aus Stasi-Beständen, dem Bundesarchiv und den Landesarchiven aus.

Aus den Akten gehe hervor, dass auch Deutschlands führender Discounter Aldi Waren von einem DDR-Betrieb bezog, der Häftlinge zur Arbeit einsetzte. Es handelte sich um den VEB Esda Thalheim, der Strumpfhosen produzierte. Hier waren auch weibliche Gefangene des berüchtigten DDR-Frauenzuchthauses Hoheneck zur Zwangsarbeit eingesetzt.

"Ikea nur die Spitze des Eisbergs"

Aldi Nord und Aldi Süd bestätigten laut Report Mainz die Geschäftsbeziehungen über DDR-Außenhandelsbetriebe mit dem VEB Strumpfkombinat. Weder damalige noch heutige Mitarbeiter hätten jedoch Kenntnis davon gehabt, dass Häftlingsarbeiterinnen des Gefängnisses Hoheneck an der Produktion beteiligt gewesen seien. "Wir bedauern und verurteilen aufs Schärfste die in der ehemaligen DDR offenbar übliche Praxis, politische Häftlinge und Strafgefangene unter Zwang für die Produktion von Waren einzusetzen", heiße es in der Stellungnahme von Aldi Nord. Ähnlich habe sich auch Aldi Süd geäußert.

Der Bundesbeauftragte für Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, sagte dem Bericht zufolge: "Das Forschungsprojekt hat gezeigt: Ikea war nur die Spitze des Eisberges." Die DDR war laut Historiker Wuschnik aus unternehmerischer Sicht ein Billiglohnland, noch dazu geografisch nah gelegen und ohne Sprachhürden zu bespielen. "Mehrere Hundert westliche Firmen waren im Ost-West-Handel aktiv, viele haben dabei Waren aus der DDR bezogen, und in sehr viele dieser Waren war Häftlingsarbeit eingeflossen", sagt Wuschnik den Angaben zufolge. Es lasse sich aus Teilzahlen ungefähr abschätzen, dass jährlich mindestens 200 Millionen DM mit Waren umgesetzt worden seien, die allein auf Häftlingsarbeit beruht hätten.

Rundscheinwerfer für den Golf

Den Wissenschaftlern zufolge gibt es jetzt erste Belege dafür, dass auch der Volkswagen-Konzern Waren von DDR-Betrieben mit Häftlingen gekauft haben soll. VW habe bestätigt, im Zuge von Kompensationsgeschäften verschiedene Produkte vom DDR-Betrieb VEB Kombinat Fahrzeugelektrik Ruhla erhalten zu haben. Der Betrieb sei mit der Herstellung etwa von Rundscheinwerfern für den Golf und den Transporter von einem DDR-Handelsunternehmen beauftragt gewesen.

Im DDR-Betrieb VEB Fahrzeugelektrik Ruhla waren nach DDR-Dokumenten auch Gefangene zur Arbeit eingesetzt. VW habe dazu mitgeteilt: "Volkswagen war und ist weder bekannt, in welchem Betriebsteil des Kombinats welches Produkt gefertigt wurde, noch bestehen und bestanden Kenntnisse darüber, dass möglicherweise Häftlinge in DDR-Betrieben für Lieferungen an Volkswagen mitgearbeitet haben." Volkswagen habe den Einsatz von Häftlingen in DDR-Betrieben weder veranlasst noch wissentlich gebilligt oder gar davon profitiert.

Auch wenn die Geschäftsbeziehungen der westdeutschen Firmen mit der DDR meist über Außenhandelsbetriebe abliefen und die DDR den Einsatz von Häftlingen geheim zu halten versuchte, sieht Historiker Tobias Wunschik durchaus eine Verantwortung bei den Unternehmen: "Man ging eben nicht bis in die Betriebe und ließ sich die ganze Produktionsstrecke zeigen." Das sei aber möglich gewesen. Die DDR sei derart erpicht auf Devisen gewesen, dass gerade große Abnehmer auch eine bestimmte Macht gehabt hätten, wenn man wirklich daran interessiert gewesen wäre.

Der Bundesbeauftragte für Stasi-Unterlagen, Jahn, sagte laut Report Mainz: "Wer sich mit der Diktatur eingelassen hat, Geschäfte gemacht hat, der konnte nie sicher sein, unter welchen Bedingungen die Produkte gefertigt worden sind." Jahn habe die Unternehmen aufgefordert, ihre Archive zu öffnen und die weitere Aufklärung finanziell zu unterstützen.

QUELLE






Manches verschwindet irgendwann im Internet.
Andreas' Stasi-Dokumente sind verschwunden aus dem Netz, die Links, die ich oben legte, funktionieren alle nicht mehr.
Mist, man sollte sich so was zeitig genug abspeichern.

Es ist kaum zu glauben, was mir mein Freund Siegmar Faust, mit dem mich ein herzliches Vertrauensverhältnis verbindet, über Andreas' Leben nach dem Mauerfall und dem Vorgehen der sächsischen Justiz gegen ihn geschrieben hat. Wegen 8 Fotos ...


(Bild oben: Mein Freund Siegmar, der gute alte SED-Kandidat, der inzwischen wie auch Vera Lengsfeld auf evangelische Theologie umgeschult hat, rechts ein weiterer Theologen-Kollege)


Zuletzt bearbeitet: 18.01.2014 08:48 von BoWa



Heute berichten BILD-Online und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung ganz aktuell:

VORWÜRFE GEGEN WESTDEUTSCHE MÖBEL-HERSTELLER

So profitierten sie von Zwangsarbeit im DDR-Knast

Vor über einem Jahr schockierte das schwedische Möbelhaus Ikea mit einem Geständnis.
Der Konzern gab zu, jahrelang Möbel verkauft zu haben, die politische Häftlinge in der DDR unter Zwang herstellen mussten.
Jetzt stellt sich heraus: Ikea war wohl nur die Spitze des Eisbergs.
Mehrere westdeutsche Unternehmen sollen vor allem in den 70er und 80er Jahren von Zwangsarbeit in DDR-Gefängnissen profitiert und zu günstigen Preisen Möbel aus Ostdeutschland bezogen haben.
Das berichtet die
„Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“.

Klicken Sie bitte auf folgenden Link, um die Seite anzusehen:

http://www.bild.de/politik/inland/ddr/westdeutsche-moebelfirmen-profitierten-von-ddr-zwangsarbeit-34303568.bild.html




...

Die Häftlingsarbeit war ein lukratives Finanzierungsmodell für die DDR. Die SED-Führung garantierte dem Zwischenhändler Lämmerzahl beim Ankauf von Möbeln Rabatt. Im Gegenzug erteilte Lämmerzahl einer der DKP nahestehenden Druckerei in der Bundesrepublik Aufträge, die er üppig vergütete.
Die Wissenschaftler der Stasi-Unterlagen-Behörde stießen noch auf einen weiteren Fall, in dem die DKP vom Westexport profitierte. Er betrifft die Firma Chemo-Plast, die Kerzen aus Sträflingsproduktion verkaufte und vollständig im DDR-Besitz war. Ihr gehörte ein Gebäude, das der Düsseldorfer DKP-Parteivorstand nutzte. Außerdem befanden sich auf ihrer Gehaltsliste sieben DKP-Funktionäre, obwohl sie nie für Chemo-Plast arbeiteten.

© faz.net 19. 1. 14





Zwangsarbeit in DDR-Gefängnissen Strumpfhosen und Werkzeug für den Westen

20.02.2014 10:41 Uhr | Aktualisiert 20.02.2014 23:49 Uhr

Von MARKUS DECKER

Eine Frau, die zu DDR-Zeiten in Hoheneck gefangen war, musste Strumpfhosen für den West-Export herstellen. Ein Mann, der in Halle einsaß, produzierte Werkzeugkästen für die Bundesrepublik: In Berlin haben am Mittwochabend ehemalige politische Häftlinge über Zwangsarbeit in DDR-Gefängnissen berichtet.

Berlin/Halle (saale)/MZ.

Es ist gerade vier Wochen her, dass die Stasi-Unterlagenbehörde eine Studie über Zwangsarbeit in DDR-Gefängnissen veröffentlichte. Unter dem Titel „Knastware für den Klassenfeind“ kam der Forscher Tobias Wunschik zu dem Ergebnis, dass weitaus mehr westliche Unternehmen vom Einsatz von DDR-Häftlingen profitierten als bislang bekannt. Neben dem schwedischen Möbelkonzern Ikea sollen auch bundesdeutsche Firmen Möbel aus der DDR bezogen haben, die teilweise von politischen Gefangenen gefertigt wurden. So seien über einen Zwischenhändler die Firmen Neckermann, Quelle, Otto, Kaufhof, Horten, Hertie, Karstadt, Möbel Hess und Möbel Steinhoff beliefert worden. Der Studie zufolge wurden neben Möbeln auch andere Häftlings-Waren in den Westen exportiert. Zeitweise sollen sogar Blutkonserven der Häftlinge vom DDR-Regime verkauft worden sein. Die DDR habe in den 80er Jahren „Knastwaren“ im Wert von mindestens 200 Millionen D-Mark jährlich abgesetzt, so Wunschik. Am Dienstagabend lud die Stasi-Unterlagenbehörde Betroffene und Fachleute zur weiteren Aufarbeitung in Thüringens Berliner Landesvertretung.

Werkzeugkästen produziert

Zunächst berichteten die einstigen politischen Häftlinge Edda Schönherz, die in Hoheneck (Sachsen) einsaß, und Matthias Nagel, der in Halle inhaftiert war, von ihren Erfahrungen. Schönherz sprach von „Bedingungen unter aller Würde“, vom Drei-Schicht-System, gesundheitlichen Schäden und spärlicher Bezahlung. Zudem betonte sie: „Ich konnte die Arbeit nicht ablehnen.“ In Hoheneck wurden Strumpfhosen für den West-Export gefertigt. Nagel, der mit Anfang 20 einsaß, verwies darauf, dass Lkw der westdeutschen Salzgitter AG in Halle vorfuhren, um Material zu bringen, aus dem dann Werkzeugkästen für die Bundesrepublik produziert wurden.

In einer zweiten Runde diskutierten Experten über Konsequenzen. Behörden-Leiter Roland Jahn sieht eine Verantwortung der Unternehmen. Und Verantwortung bedeute an dieser Stelle erst einmal, die eigene Rolle zu hinterfragen. Ikea, so Jahn, habe sich dieser Verantwortung zumindest teilweise gestellt – etwa indem es dem Opferdachverband UOKG Geld für Forschungen gab.

Der Vorsitzende des Beirates der Stasi-Unterlagenbehörde, Richard Schröder, fand es hingegen von vornherein „unfair“, die westlichen Unternehmen überhaupt auf die Anklagebank zu setzen. Dies sei gewissermaßen eine Ersatzhandlung dafür, dass man der eigentlich Verantwortlichen nicht mehr habhaft werden könne. Er fügte hinzu, der Ost-West-Handel sei Teil jener Entspannungspolitik gewesen, die letztlich die Mauer zum Einsturz gebracht habe.


Moralische Schuld

Bemerkenswert war der Auftritt des ehemals stellvertretenden Leiters der Haftanstalt Bautzen I, in der Zwangsarbeit ebenfalls an der Tagesordnung war. Auf die Frage, warum er denn diesen Beruf überhaupt ausgeübt habe, antwortete Frank Hiekel: „Aus egoistischen Motiven. Ich wollte Karriere machen.“ Er sei sich aber „völlig bewusst, dass ich moralische Schuld auf mich geladen habe.“ Jahn sagte später, Menschen erführen auch dadurch „Wiedergutmachung, dass solche Sätze fallen“.

MZ

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Herr Prof. Schröder wird immer wunderlicher.




Schwedisches Fernsehen über

HAFTZWANGSARBEIT in der DDR

mit unseren Forumsmitgliedern Carl-Wolfgang HOLZAPFEL, Tatjana STERNEBERG & Wolfgang WELSCH



woma:
SCHUFTEN FÜR DEN KLASSENFEIND


IKEA: Kritik an ZDF-Morgenmagazin

Berlin, 14.10.2014/cw – Die in Berlin ansässige Vereinigung 17. Juni 1953 e.V. hat heftige Kritik an einem Beitrag des ZDF-Morgenmagazins zum 40. Geburtstag des schwedischen Möbelhauses IKEA geübt. In einer Mail des gesamten Vorstandes unmittelbar nach der Ausstrahlung des Beitrages heute morgen nach 8:15 Uhr heißt es:

Das war wohl nichts. Sie wollten “kritische” Anmerkungen zum 40. Geburtstag des schwedischen Möbelhauses machen. Heraus kam eine kaum verdeckte Werbung.

Wo blieben die Verstrickung von IKEA in die Haftzwangsarbeit der DDR? Wo die aktuelle Tätigkeit in der Diktatur Weißrusslands, um durch die Ausbeutung der dortigen Arbeitnehmer die Gewinnspanne zu erhöhen?

IKEA hatte nach der Kritik an seiner Beteiligung an der Haftzwangsarbeit Besserung gelobt und geht frisch-fröhlich in die nächste Diktatur? Kein Thema zum 40. Jahrestag?

War da nicht schon mal ein 40. Jahrestag?

Eigentlich genug Stoff für einen Geburtstagsgruß, finden Sie nicht?
Nachdenkliche Grüße aus Berlin nach Berlin.”

Quelle: http://17juni1953.wordpress.com/2014/10/14/ikea-kritik-an-zdf-morgenmagazin/




cwh:
woma:
SCHUFTEN FÜR DEN KLASSENFEIND


IKEA: Kritik an ZDF-Morgenmagazin


Ohne Kommentar die Antwort der Redaktion vom 16.10.2014:

Von: moma@zdf.de
An: vereinigung.17.juni.1953@gmail.com
Datum: 16. Oktober 2014 14:03
Betreff: AW: IKEA 40. Geburtstag

Sehr geehrter Herr Holzapfel,

vielen Dank für Ihr Interesse am ZDF-Morgenmagazin und ihre Anmerkungen.
Die Redaktion hatte sich entschieden, das Thema eher emotional anzugehen und – nicht repräsentativ – zu überprüfen, ob es tatsächlich in jedem Haushalt ein IKEA-Produkt gibt. Die Einordnung des Erfolgs des Möbelherstellers durch einen Professor für Design der Hochschule der Künste in Berlin unterstreicht die journalistische Auseinandersetzung mit dem Thema.
Dass ein Befragter seine Probleme beim Zusammenbau der Möbel zum Ausdruck gebracht hat, rundet das Bild der Meinungsäußerungen im Beitrag ab.

Bleiben Sie weiterhin ein kritischer Zuschauer unserer Sendung.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr ZDF-Morgenmagazin

Quelle: http://17juni1953.wordpress.com/2014/10/14/ikea-kritik-an-zdf-morgenmagazin/






Hier mal das Gesudel aus der Feder von Andreas Richter zu den Zeiten als seine Arbeitgeber, bei dem er seit 31 Jahren "ununterbrochen tätig ist" noch "Freiheit" hieß. Heute heißt sein Wurschtblatt



"Mitteldeutsche Zeitung" und ausgerechnet in meiner Heimat Weißenfels ist er Chef der Lokalredaktion:




Zuletzt bearbeitet: 29.08.2017 12:04 von BoWa


P.S.:

Also, wenn der Andreas Richter von der LÜGENPRESSE schreibt, dass ...

... also dass Andreas Schmidt ...

... also dass Andreas Schmidt
seine Fotografenlehre "abbrach", war es ja doch anders.

Richtig ist, dass Andreas Schmidt 14 Tage vor der Gesellenprüfung von der Staatssicherheit verhaftet wurde und schlichtweg in Chemnitz in Haft sass.

Und wenn der Andreas Richter schreibt, dass Andreas Schmidt sich 1982 "in die BRD rettete", so ist die Wahrheit ja, dass dieser nach fünf Jahren Stasi-Haft in Handschellen und einer entsicherten Maschinenpistole im Rücken außer Landes geschleift wurde.

Verkauft um 93.470 Deutsche Mark.



Haben die Menschenfreunde vom Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche zu Stuttgart gemanagt.
Die Cleverles.

Die Verfügung dazu trägt diese Unterschrift:



Und sicher könnte auch Andreas Schmidt sagen:



Tcha, das könnte er sagen, wenn sein Name Roland Jahn wäre.

Aber sein Name ist Andreas Schmidt und deshalb kommt solch ein Unsinn nicht über seine Lippen.




Zuletzt bearbeitet: 29.08.2017 16:57 von BoWa
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