FLUCHT und AUSREISE Diskussionsforum
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Thema: FRG-Lösung für Betroffene in Sicht ?


Wer hätte so etwas gedacht???



Das ehemalige SED Sprachorgan, heute das der LINKEN, das NEUE DEUTSCHLAND - kurz ND, macht in ihrer gestrigen Ausgabe den ungesetzlichen Rentenbetrug an ehemaligen DDR- Flüchtlingen durch die Merkel- Regierung zum Thema.


Mit Bezug auf die tagesgleich stattgefundene 161. Bundestagsdebatte am 17.03.2016 ist in der ND Ausgabe zu lesen:

"Rentenminderungen für DDR-Flüchtlinge
Wer in die BRD übersiedelte, dem drohen Einbußen bei der Alterssicherung / LINKE und Grüne sind gegen diese Schlechterstellung

Dresden. LINKE und Grüne haben sich einen Medienbericht zufolge gegen eine Schlechterstellung von früheren DDR-Flüchtlingen bei den Rentenbezügen gewandt. Sie wollen dazu gemeinsam einen Antrag in den Bundestag einbringen, wie die in Dresden erscheinende »Sächsische Zeitung« (Donnerstagsausgabe) berichtet. Ziel sei es, ehemalige DDR-Übersiedler und DDR-Flüchtlinge vor Rentenminderung zu schützen.

»Menschen, die aus der DDR flüchten mussten, abgeschoben wurden oder ein zermürbendes Ausreiseverfahren hinter sich gebracht hatten, dürfen nicht rückwirkend mehrere hundert Euro Rente im Monat gestohlen werden«, begründete LINKEN-Rentenexperte Matthias Birkwald den Antrag gegenüber der Zeitung. Die Betroffenen dürften nachträglich nicht wieder zu DDR-Bürgern gemacht und rentenrechtlich schlechter gestellt werden.

Bis zur deutschen Wiedervereinigung wurden demnach DDR-Bürger, die in die Bundesrepublik kamen, von der gesetzlichen Rentenversicherung so behandelt, als hätten sie ihr gesamtes Erwerbsleben dort verbracht. 1993 führte eine Gesetzesänderung laut Darstellung der Linksfraktion dazu, dass das Renten-Überleitungsgesetz auf solche Menschen angewendet wurde, die nach 1936 geboren wurden und vor dem 18. Mai 1990 in die Bundesrepublik ausgereist oder geflohen sind, ausgebürgert oder als politische Häftlinge freigekauft wurden. Deren Renten seien durch die Neuberechnung zum Teil erheblich abgesenkt worden, hieß es. epd/nd"


Anmerkung (Anklicken): Wer sich von den Betroffenen und Interessierten gestern gegen 21:00 die Mühe gemacht hat um die Bundestagsdebatte zu verfolgen, dem werden noch heute die Haare vor Wut zu Berge stehen. Als Sprecher(in) für die CDU/CSU/SPD (außer MdB Peter Weiß, einen der Hardliner der Fraktion von CDU/CSU) haben die Fraktionsvorsitzenden von CDU/CSU/SPD Hinterbänkler aus den neuen Bundesländern den Vortritt ans Rednerpult gelassen.
Dieses schäbige, geschichtsvergessene Verhalten von CDU/CSU und SPD ist ohne Beispiel in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und wird in diese mit Sicherheit als eine der größten "Sauereien" nach dem 2. Weltkrieg eingehen.


Peter Kämpfe



Zuletzt bearbeitet: 19.03.2016 09:12 von Peterkae


Wer hätte so etwas gedacht???

Das ehemalige SED Sprachorgan, heute das der LINKEN, das NEUE DEUTSCHLAND - kurz ND, macht in ihrer gestrigen Ausgabe den ungesetzlichen Rentenbetrug an ehemaligen DDR- Flüchtlingen durch die Merkel- Regierung zum Thema.

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So fragte Peter Kämpfe gestern am Anfang des Artikels.

Ich glaube es ist eben ein Kardinalfehler von
vielen der vom Rentenbetrug betroffenne sich immer und immer wieder in die Vergangenheit zu flüchten und rückwärts gewandt sich zu artikulieren.

Die linken Parteien haben sich von Anfang an für unser Problem offen gezeigt und immer sind sie in der Sache aktiv geworden das steht ausser Zweifel und eben auch die Partei Die LINKE. Sie ist aus dem deutschen Desaster entstanden, in ihr finden sich heute - über 26 Jahre später - nur noch wenige der "alten Garde" aus dem Führungszirkel der SED. Die Politik der LINKEN ist doch fest im Heute und Morgen verankert - das zeigt sich täglich in ihrer politischen und parlamentarischen Arbeit in Berlin. (man muß so etwas schon verfolgen um zu dieser Erkenntnis zu kommen, denn aus den etablierten Medien kommt nicht viel an Info's dazu)

Die "Typen" aus den sogenannten antifaschistischen Blockparteien CDU, LdPD, DBD, NDPD - diese "Kletten der SED" - sie finden sich noch heute in der CDU/CSU in der FDP, der SPD und in anderen politisch maßgebenden "Zirkeln" im heutigen Deutschland - und diese sind es die uns das Leben so schwer machen mit dem Betrug an uns Alt-Bundesbürgern.

Auch die Betroffenen von uns wissen wem wir das Ganze Desaster zu "verdanken" haben - wer sich die Debatte am Donnerstag Abend angesehen hat dem sollte es endlich klar geworden sein. Die Zuseher von der IEDF die am Donnerstag, ebenfalls im Hohen Hause anwesend, haben Ihre "Eindrücke" ja umgehend durch ein Mitglied des Vorstand an die IG-Mitglieder kundgetan - vielleicht sind sie nun endlich ernüchtert worden und mit Groll im Bauch nach Hause gefahren in dieser Nacht.

Ich bin daher der Meinung das nach vorne geschaut werden muß - die Aufgabe und der gemeinsame Kampf für unser Recht und die Gerechtigkeit für uns vom Rentenbetrug betroffe Menschen liegt vor - was wir hinter uns gelassen haben ist zur Geschichte geworden denn ein Vierteljahrhundert ist eine lange Zeit im menschlichen Lebensablauf.

Mit Grüßen aus Hamburg an alle Leser hier -

Klaus-Dieter Wohlgemuth





KD_Wohlgemuth:

....Die linken Parteien haben sich von Anfang an für unser Problem offen gezeigt und immer sind sie in der Sache aktiv geworden das steht ausser Zweifel und eben auch die Partei Die LINKE. Sie ist aus dem deutschen Desaster entstanden, in ihr finden sich heute - über 26 Jahre später - nur noch wenige der "alten Garde" aus dem Führungszirkel der SED. ...


Thüringen:
.... drei Fachministerinnen der Linken haben eine SED-Vergangenheit. Nicht als einfache Parteimitglieder, sondern in Funktionen, die der Indoktrination dienten. So bildete die heutige Bildungsministerin in der DDR Lehrer für Geschichte aus, dem wohl ideologisch mit am stärksten belasteten Schulfach. Den Begriff "Unrechtsstaat" für die DDR, den sie im Koalitionsvertrag noch unterschrieben hat, um der rot-rot-grünen Regierung an die Macht zu verhelfen, mag die Bildungsministerin heute nicht mehr gebrauchen, es sei ein bloßer "Kampfbegriff".>>Deutschlandfunk


Ramelow:
... Ein kritischer Umgang mit Geschichte heiße für ihn deshalb auch, „eine Aufhebung des KPD-Verbots, die Rehabilitierung der Berufsverbote-Opfer und einen sofortigen Stopp der so genannten 'Blauhemd-Prozesse' wegen des Tragens von FDJ-Symbolen zu fordern“.
Ramelow machte sich zudem dafür stark, die SED-Opferrenten anzuheben „sowie die gekürzten Renten von Menschen im damaligen Staatsapparat der DDR“ zu thematisieren. „Die Rentenkasse darf nicht als ideologisches Kampfinstrument herhalten“, sagte er. ...
>>> Bild








Ich bin seit 1977 durch unsere geglückte Flucht in der Bundesrepublik und habe noch ein paar Jahre Zeit bis zur Rente.Ich habe mir die Video-BT-Debatte angeschaut und auch enttäuschend festgestellt, dass der Entwurf der LINKEN und der GRÜNEN von der SPD und CDU abgelehnt wurden. Die Redner der CDU und SPD haben auch mich nicht überzeugen können.

Ich stelle hier nochmal ein LINK zur Prüfung für einige Forenteilnehmer ein, die davon mehr Ahnung haben als ich. Ich glaube, dass die §§ 256a und 259b RÜG mehr unter die Lupe genommen werden sollten. Meiner Meinung nach, passen doch diese Paragraphen nicht zu unseren Klientel, so wie MdB Weiß von der CDU es passen machen wollte ?

http://www.haufe.de/personal/personal-office-premium/jansen-sgbvi-259b-besonderheiten-bei-zugehoerigkeit-zu-einem-zusatz-oder-sonderversorgungssystem_idesk_PI10413_HI533633.html

Bruni Grabow
www.sed-opfer-hilfe.de



    Lothar Gebauer:

    „Wenn falsch verstandene Statistik mit trivialer Psychologie unter Verwendung einer gehörigen Prise Vorurteilen, notfalls auch mit einer Portion Arroganz verrührt werden, dann kommt ein reichlich ungenießbarer Brei heraus. Der Himmel schütze uns vor Amateur-Statistikern, Amateur-Psychologen und Amateur-Auslegern. Wir haben schon mit den Profis unsere liebe Not.“

Lieber Lothar,

Dein Eintrag von gestern 15.17 Uhr ist - wie auch all Deine anderen Artikel hier im Forum „Flucht und Ausreise“ (siehe unten die Links) – einleuchtend und somit auch für Leser, die sich noch nicht so intensiv mit dieser Thematik befaßt haben, verständlich.

Ich bewundere Deinen jahrelangen Kampf gegen diesen offensichtlichen RENTENBETRUG, der von den Bundesregierungen KOHL bis MERKEL gedeckt wird. Immer wieder nüchtern, immer wieder sachlich kommen Deine Argumente daher, stets mit der Nennung der jeweiligen Rechtsgrundlagen; auch der fehlenden, die den Betrug letztendlich deutlich werden lassen und somit für einen Schandfleck der Deutschen Einheit den Ausschlag geben.

Daß ausgerechnet jene Menschen, die entscheidend zur Beseitigung des furchtbaren SED-Unrechtsregimes beigetragen haben, heute so primitiv um ihre Lebensleistungen betrogen werden, hätte ich mir damals bei unserem Gang in die Freiheit nicht vorstellen können.

Daß es unzählige befangene deutsche Richter gibt, die einfach die Texte ihrer Kollegen abschmieren, wußte man; aber daß es keinen einzigen innerhalb dieses Berufsstandes gibt, der sich wagte, frei von politischen Zwängen unbefangen nach bestem Wissen und Gewissen zu urteilen, will mir einfach nicht in den Kopf gehen.

Ausgerechnet der meist nur mit Worten glänzende bayerische „Papiertiger“ Horst SEEHOFER war es, der sich – in einem anderen Zusammenhang zwar – zu der durchaus zutreffenden Formulierung „Herrschaft des Unrechts“ durchringen konnte.

Die Deutsche Rentenversicherung Bund in der Ruhrstraße 2, 10709 Berlin, die 120 SED-Altlasten als fest angestellte Mitarbeiter aufgenommen und verbeamtet hat, kennt Deine Schriften ebenso gut und genau wie die Spitzenbeamten des Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Der zumindest in Teilen verkommene Staat ist es, der seine Bürger förmlich herausfordert, die ihnen zustehenden Rechte auf der Straße zu erzwingen. Am 13. April 2016 in Berlin ist es wieder einmal so weit ...

Lothar, mir bleibt, Dir für Deine tolle theoretische Leistung – die Dir nicht nur dem Vernehmen nach viel Fleiß und manches Nachdenken abverlangt hat – ganz herzlich zu danken.

Dein Freund und Mitstreiter
Wolfgang Mayer.

P.S.: Dein erster Foren-Eintrag Böswilligkeit der BfA bezüglich Rente vom 5. Juli 2004 ist mir noch so gegenwärtig, als hättest Du ihn erst gestern geschrieben ...




Zuletzt bearbeitet: 20.03.2016 22:24 von Administrator


LESERBRIEF

zur 161. Sitzung des Deutschen Bundestages am 17.03.2016


TOP 18:
Beratung des Antrags der Fraktionen DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN „Altübersiedlerinnen und Altübersiedler sowie DDR-Flüchtlinge vor Rentenminderung schützen – Gesetzliche Regelung im SGB VI verankern“

Drucksache 18/7699

Die Sitzung leitete die Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau.
Ich, Eva Aust, verfolgte diese Plenarsitzung von der Besuchertribüne des Bundestages.

Zu ihrer Person:
Petra Pau – in der DDR Lehrerin, SED-Mitglied, heute folgerichtig Angehörige der „DIE LINKE“ und in gehobener politischer Funktion als Vizepräsidentin des Bundestages.

Zu meiner Person:
Eva Aust – in der DDR Lehrerin, kein SED-Mitglied, politischer Häftling und Flüchtling, heute Rentnerin und erneutes „Opfer“, über deren Rente nach 25 Jahren Einheit gestritten wird.


Zur Erläuterung:

Nachdem ich 1982 nach 3 Jahren Haft (voll verbüßt) und nochmaligem fast 5-jährigem Zwangsaufenthalt in der DDR (Zwang – gegen meinen Willen, es erfolgte fristlose Entlassung aus dem Beruf und Berufsverbot) in die Bundesrepublik ausreisen „durfte“ und Bundesbürgerin geworden war, wurde durch die Vereinigung des Landes durch entsprechende politische Einflussnahmen rentenrechtlich wieder DDR-Bürgerin – ein einmaliger Vorgang in der deutschen Geschichte.

Wie erging es Petra Pau im vereinigten Land:
Die Erfahrungen der Ausgrenzung hat sie aufgrund ihres gesamten Lebens, welches sie in der DDR bis zur Wiedervereinigung verbracht hat, nicht erdulden müssen.

Sie wurde nie gedemütigt, erlitt keine psychische Folter (Erläuterung in dem Buch von Sibylle Plogstedt: Das Schicksal von politischen Häftlingen der DDR nach der deutschen Wiedervereinigung, Artikel in „Die Welt“: „Wie die DDR ihre Foltermethoden änderte“ vom 01.03.2011). Ihre Seele hat keinen Schaden genommen.

Sie ist eine Gewinnerin der Vereinigung unseres Landes und erfreut sich einer allgemeinen gesellschaftlichen Wertschätzung als Bundestagsvizepräsidentin.

Wie erging es mir im vereinigten Land:
Ich bin immer noch „Opfer“, werde durch entsprechend korrigierte politische Entscheidungen der verschiedenen Regierungen wieder so behandelt wie ehemals in der DDR. Ich war vor Mauerfall nach jahrelangen Repressalien in den Westteil des Landes gelangt und werde heute so behandelt, als wenn ich nie aus der DDR weggegangen wäre.

Die Öffentlichkeit erfährt von diesen gravierenden Gesetzesverletzungen so gut wie nichts.

Zur Realität von TOP 18:

Den Antragstellern der beiden Fraktionen geht es darum, dass den betreffenden Personengruppen die Rente nicht gekürzt werden darf, da sie zum Zeitpunkt des Mauerfalls bereits Bundesbürger waren und für sie das Fremdrentengesetz (FRG) im Rentenrecht der Bundesrepublik galt.

Grüne und Linke haben deshalb am 25.02.2016 erneut und gemeinsam einen Antrag zur Behebung dieser Renten-Altlast in den Bundestag eingebracht. Die Inhalte dessen wurden jedoch von der CDU/CSU und der SPD abgelehnt. Fast eine BASTA-Variante vertrat der Bundestagsabgeordnete Peter Weiß von der CDU/CSU.

Dabei ist Fakt: Es wird bei der Regelung der Renten für die betroffenen DDR-Flüchtlinge und Ausgereisten Recht verdreht.

Es handelt sich allein um ein spezifisch deutsch-deutsches Problem. Es ist ein Sonderfall in der deutschen Geschichte aus Zeiten der Teilung unseres Landes.

Als Sonderfall müsste die Rente auch geregelt worden sein. Ist sie aber nicht.

1. Da wird von Nachteilen gegenüber von Spätaussiedlern, Rußlanddeutschen und Polen gesprochen. Diese haben jedoch mit dem deutsch-deutschen Problem nichts zu tun.

2. Wäre ich nach Österreich oder in die Schweiz gegangen, bekäme ich dort die Fremdrente (geregelt im FRG der Bundesrepublik) nach bundesrepublikanischem Recht für Bundesbürger. Heute bin ich durch das Rentenüberleitungsgesetz (RÜG), welches nach dem Zusammenbruch der DDR ausschließlich für die beigetretenen DDR-Bürger geschaffen worden ist, wieder DDR-Bürgerin, die ich nicht sein wollte.

3. Laut Herrn Weiß lässt sich daran nichts ändern. Er proklamiert: Der Antrag der Grünen und Linken wird daher von der CDU/CSU abgelehnt.

4. Auch die SPD, heute in Regierungsverantwortung, lehnt den Antrag der Oppositionsparteien ab, obgleich sie in der vorangegangenen Legislaturperiode selbst als Oppositionspartei für eine Gesetzesänderung eingetreten war.

Ich möchte die Vertreter von Recht und Ordnung, die politischen Entscheider fragen, ob sie sich vorstellen können, wie es sich anfühlt im Gefängnis gesessen zu haben und noch dazu zu Unrecht?

Können sie sich weiterhin vorstellen, wie es sich anfühlt, wenn ein solcher Häftling auf der Tribüne des Deutschen Bundestages sitzt und sich anhören muss, wie über ihn gestritten wird?

Können sie sich abschließend vorstellen, ein klein wenig Empathie für die Schicksale derer, über die sie richten, zu entwickeln? Immerhin sind sie ihrem Gewissen verpflichtet.

Im 26. Jahr nach der Wiedervereinigung ist es meines Erachtens an der Zeit, dass „Opfer-Geschichten“ öffentlich gemacht werden sollten, damit sich die Bürger des vereinten Landes eine Meinung bilden können.

DieOpfersollten ihre Gesichter wieder erhalten dürfen und nicht hinter den Debatten im Bundestag versteckt werden.

Eva Aust



Eva_Aust:

Petra Pau – in der DDR Lehrerin, SED-Mitglied ...

Ihre Seele hat keinen Schaden genommen.

Ich bin immer noch „Opfer“, werde durch entsprechend korrigierte politische Entscheidungen der verschiedenen Regierungen wieder so behandelt wie ehemals in der DDR.

Eva Aust


Sehn se, Frau Aust,

ich bin kein Opfer, sondern ein Täter. Ich habe für meine drei Jahre Haft in der DDR was getan.

Und dass Petra Pau an ihrer Seele Schaden genommen hat,



weiß ich ziemlich sicher.

Nichts für ungut

verbleibt der

BoWa

____________________________

P.S.:

Was würde es dem Menschen helfen, wenn er die ganze Welt gewönne, und nähme doch an seiner Seele Schaden?

Und:

Was kann ein Mensch überhaupt zahlen, damit er seine Seele wieder löse ?

Petra Pau zahlt gerade an Sie, Frau Aust. Das heißt, sie verspricht Zahlung.

Auf Steuerzahlerkosten.

Petra Pau will ja ihre eigene und verdorbene Seele retten.

Was ihr nicht gelingen wird.

Merken Sie das nicht ?


Zuletzt bearbeitet: 21.03.2016 18:09 von BoWa


Das, Fau Aust, ist einfach eindrucksvoll und inhaltsschwer – große Anerkennung!

Ich hoffe sehr, dass dies auch ein paar von den Bundeskanzlerischen Vasallen lesen.

Schön zu wissen, dass auch Sie Teilnehmer der Renten-Betrugsdemo sind.

Wolfgang Graetz




Liebe Freunde,

am vergangenen Sonntag forderte unser Justizminister Heiko Maas in der Süddeutschen Zeitung am Equal Pay Day gleiche Löhne für Männer und Frauen.

http://www.sueddeutsche.de/news/karriere/arbeitsmarkt-maas-fordert-gleiche-loehne-fuer-maenner-und-frauen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-160320-99-288284


Dieser an sich sehr erfreulichen Meldung entnehme ich im Umkehrschluss, dass es diese Gleichheit noch gar nicht gibt. Da wird es aber Zeit nach fast 70 Jahren Grundgesetz.

Diese Gleichheit, die ganz sicher bedeutet, dass die Frauen so viel wie die Männer verdienen, nicht umgekehrt, führt damit zwangsläufig auch zu höheren und vor allem gleichen Renten, denn die Beiträge zur Rentenversicherung steigen mit den Gehältern.

Ganz bitteren Beigeschmack bekommt die Meldung aber bei DDR-Flüchtlingen. Denen wird immer gesagt, dass man die ungesetzliche, kriminelle Manipulation ihrer Rente leider nicht rückgängig machen kann, weil das zu neuen Ungerechtigkeiten führt. Und eine von den meistgenannten Ungerechtigkeiten mit enormen Empörungspotential für Abgeordnete, ist, dass Frauen nach FRG, Tabelle 1-16, bei gleicher Qualifikation niedrigere Anwartschaften bekommen.

Das ist nicht Schikane, sondern ein Abbild der bundesdeutschen Wirklichkeit, vom Gesetz genau so vorgeschrieben. Was würden sonst wohl die im Westen eingeborenen Frauen z.B. 1965 gedacht haben, wenn Mann und Frau der Flüchtlinge gleiche Anwartschaften bekämen? Davon träumten damals die Eingeborenen 1965, davon träumen sie noch heute, wie wir von Herrn Maas erfahren.

Unsere furchtlos kämpfenden Abgeordneten haben sich vor Ekel geschüttelt, weil eine Errungenschaft des Kampfes um Gleichberechtigung der Frau ausgerechnet durch die Flüchtlinge geschleift werden soll. Um solche Ungerechtigkeiten zu vermeiden, dazu sind all unsere Abgeordneten mutig, nur ihrem Gewissen und Fraktionsvorsitzenden folgend, angetreten. Da hält man sich auch nicht lange bei Proberechnungen auf, da kämpft man draufzu, als gäbe es kein Morgen. Frauen diskriminieren, am Ende noch sauer verdientes Geld wegnehmen, wo gibt es denn sowas?

Und jetzt erfahren wir von Herrn Maas, genau das gibt es in Deutschland. Und die DDR-Flüchtlinge können überhaupt nichts dafür.

Nur ein kleines Zahlenbeispiel, auch in der Hoffnung, dass die immer noch empörten Abgeordneten, die Richter und alle sonst wie empörten es ein bisschen leichter haben. Man hilft ja gern.

Hier also Zahlen für 1985: Angestellte/Angestellter mittlerer Qualifikation beitragspflichtiges Jahresgehalt:

männlich: 59160 DM weiblich 47460 DM (Leistungsgruppe 3)

Daraus Entgeltpunkte EP:

männlich: 1,2379 weiblich 0,9991

(Zur Erläuterung: der Durchschnittsverdiener hat genau 1 Entgeltpunkt im Jahr)

Bei Berechnung der EP nach RÜG, also nach ostdeutscher Methode und bei maximalen Beiträgen an die Pflichtversicherung des Unrechtsstaates DDR werden 7200 OM im Jahr zur Basis genommen. Da haben wir Gleichheit von Mann und Frau, beide bekommen dafür 0,6760 EP. Bezogen auf die EP aus dem FRG verliert die Frau reichlich 30% an Rente, der Mann weit über 50% der Rente für die Arbeitszeit in der DDR. Ich bin mir sehr sicher, dass die Flüchtlingsfrau gern auf diese Art der Gleichberechtigung verzichtet, und der Mann möchte gern auch die andere Hälfte seiner Rente.

Ein kleiner Witz, aus Zahlensalat herausgelesen. Die Gleichheit von Mann und Frau wird in den Tabellen des FRG im gleichen Jahr 1985 in Leistungsgruppe 2 erreicht, da wird Mann und Frau Beitragsbemessungsgrenze (64800 DM) zugerechnet.

Im Übrigen haben die Flüchtlings-Frauen gewusst, dass ihr Gehalt im Westen niedriger ist als das ihres Mannes, bevor sie den Ausreiseantrag geschrieben haben. Sie haben ihn trotzdem geschrieben, und nicht immer war das der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Es konnte auch nach geglückter Flucht oder Ausreise noch vieles schief gehen, mancher wird daran zerbrochen sein.

Es gibt einen Trick, auch ohne FRG, also per RÜG höhere Rente zu bekommen. Ich kenne ihn seit 15 Jahren. Ich hätte ihn 1971 kennen müssen. Wenn ich 1971 gewusst hätte, dass die DDR sich aus der Geschichte verabschieden wird, dass sie den Bach runter geht, noch bevor ich Rentner werde, dann hätte ich natürlich die freiwillige Zusatzrentenversicherung abgeschlossen. Aber ich habe leider 1971 nicht das gewusst, was das Politikgenie, der Prophet Joschka Fischer noch im September 1989 nicht gewusst hat, dass der Unrechtsstaat DDR in Auflösung begriffen ist.

Dabei muss sich Deutschland fürchterlich infiziert haben.

Liebe Grüße

Lothar Gebauer






Unweit meines Heimatdorfes liegt das Städtchen Freyburg.



Friedrich Ludwig Jahn
ist dort gestorben.

Er war einmal ein Held. Er hatte Barren und Reck erfunden und turnte 1811 in der Hasenheide mit seinen Turnern. Als Stählung im Kampf für die Freiheit. Der König spendierte ihm eine Ehrenrente.

Weil Freiheit aber nicht nur Freunde hat, sperrte ihn der König von Preußen dann ein. 5 Jahre. Und der König von Preußen sagte zu Friedrich Ludwig Jahn, er könne seine Ehrenrente wieder haben. Wenn er sich in die Provinz verkrieche. An einen Ort ohne Gymnasium, geschweige denn Universität. Dort könne er seine vorlaute Fresse halten, sich verpflichten, nie wieder politisch zu arbeiten und in Ruhe seine Ehrenrente versaufen.

Jahn willigte ein und wählte Freyburg. "Hier", so sagte er,



HIER BIN ICH NUN LEBENDIG BEGRABEN.

Die Nazis betteten seinen Leichnam 1936 nach Berlin um und machten einen Nazi aus ihm.

Die Kommunisten benannten Sportarenen nach seinem Namen und machten einen Kommunisten aus ihm.



Wie man das halt so macht mit Menschen, die schon zu Lebzeiten begraben werden und die sich für nichts als ihre Rente interessieren.



"...die schon zu Lebzeiten begraben werden und die sich für nichts als ihre Rente interessieren."


Wieder schön illustriert Herr Walther !

Ich stelle mir grade vor wie ein alter Gärtner zu Ihnen in das Rechtsanwaltsbüro Bodo Walther geht weil er um seine Rente kämpft, die ihm so mies von degenerierten Sesselpupsern aus der DDR bemessen wurde.

Der Rechtsanwalt Bodo Walther sagt dem Gärtner, dass er nicht so gern um Renten kämpft. Schon gleich nicht um die Renten von Anderen. Also von Mandanten.

Nebenbei bemerkt der Rechtsanwalt noch, dass er nicht so gut turnen kann wie der gute alte Turnvater Jahn. Was der gute alte Gärtner auch nicht kann. Dann sagt der Rechtsanwalt Bodo Walther noch dass er aber ganz gut rennen kann. Nicht ganz so schnell wie seine Schwester Gesine damals in der DDR-Nationalmannschaft. Aber ganz schön schnell. Zieht seine Windjacke an, setzt seine Sportmütze auf und rennt mit Karacho aus seinem Rechtsanwaltsbüro hinaus ins Freie.

Weil er ja mit Renten möglix nix zu tun haben will. Der flinke Bodo.



kirama:
...der flinke Bodo.


Gelle ?

Nö, mal offen: Die Renten - Demo ist gut.

Die Öffentlichkeitsarbeit ist gut.

Die Verfassungsbeschwerde ist aussichtslos.

Ja, Sie haben Recht: Wenn ein alter Gärtner oder ein sonstiger LÄSSIGer Zeitgenosse von mir verlangen würde, ich solle für ihn vor das Bundesverfassungsgericht ziehen, wegen des Fremdrentengesetzes ...

Also ich würde von ihm tatsächlich NICHT 36.000 Euro allein an HonorarVORSCHUSS absaugen. Und ich würde den aussichtslosen Prozess auch nicht führen.

Sondern meine Windjacke anziehen und joggen gehen.


Zuletzt bearbeitet: 30.03.2016 18:24 von BoWa


Lieber Herr RA Bodo Walther,

"Wie man das halt so macht mit Menschen, die schon zu Lebzeiten begraben werden und die sich für nichts als ihre Rente interessieren."


Wenn Sie am Schluß, Ihres wiederum im satirisch verfassten Beitrag zu der Feststellung kommen, dass es hier im Forum nur um den "Rentenbetrug" geht, also um Geld, dann haben Sie als vermutlich nicht Betroffener nichts aber auch gar nichts verstanden!

Hier geht es um viel mehr:
Hier geht es um elementare Gesetzesbrüche durch die Regierungen der Bundesrepublik Deutschlands, um Vertragsbrüche, um die Entmachtung des Parlaments, um die ungesetzliche Einflußnahme der Politik auf die Justiz, um nur ein paar Aspekte um die es hier geht, zu nennen.

Gerade der zuletzt genannte Punkt sollte bei Ihnen als Anwalt doch aufhorchen lassen.

Mein Vorschlag an Sie lautet: Alles noch einmal von vorn beginnen zu lesen.
Bei Rückfragen sind Ihnen die Betroffenen gern behilflich.

http://www.flucht-und-ausreise.info/

Mit freundlichen Grüßen
Peter Kämpfe




Zuletzt bearbeitet: 30.03.2016 20:30 von Peterkae


Peterkae:
Lieber Herr RA Bodo Walter,

...dann haben Sie als vermutlich nicht Betroffener nichts aber auch gar nichts verstanden!

Mit freundlichen Grüßen
Peter Kämpfe


Lieber Peter Kämpfe,

kleiner Tip:

Für 36.000 Euro Honorarkostenvorschuss versteht (fast) jeder Anwalt (fast) alles.

Ansonsten kann ich nur wiederholen:

Die Demo um das Fremdrentengesetz ist gut.

Die Öffentlichkeitsarbeit des IEDF ist gut.

Wünsche Ihnen Erfolg. Sollten Sie Erfolg haben, dann ALLEIN damit.

(Zumal ja mittlerweile sogar die Kommunisten Sie,
wie ja schon den ollen Rentner Friedrich Ludwig Jahn,
zum festen Bestandteil der Kommunistischen Sache gemacht haben. Für das Letztere ist Manfred Ewald, der letzte Präsident des DTSB, des Deutschen Turn- und Sportbundes der DDR, Mitglied der NSDAP und des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, mein Zeuge.)


Die Verfassungsbeschwerde wird diesen Erfolg NICHT haben. Vielmehr wird das BVerfG Ihnen ausführlich begründen, warum es allein dem Bundestag als Souverän zusteht, das Fremdrentengesetz, FRG, so oder so zu ändern.

Mit freundlichen Grüßen

BoWa

P.S.:
Walt H er
mit "TH".
So viel Zeit muss sein.


Zuletzt bearbeitet: 30.03.2016 21:08 von BoWa


Ihre Argumentation läßt doch einen tiefen Schluß zu und da schließe ich mich ganz der Meinung von PeKae an- Sie sollten- mit Zeit- meinen Aufruf zur Demo vielleicht auch mehrmals lesen. Ich schicke Ihnen gerne diesen noch per mail, Sie finden ihn aber auch vollständig im Forum.
Wolfgang Graetz

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