FLUCHT und AUSREISE Diskussionsforum
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Thema: RENTENBETRUG: Demonstration am 22. Juni 2017





Es existiert ein Vorschlag des Vorsitzenden der IEDF, Dr.-Ing. Jürgen HOLDEFLEIß, die Demo-Strecke bis zum Schloß Bellevue, dem Amtssitz des Bundespräsidenten, auszudehnen.

Euer
Wolfgang Mayer



An alle von diesem Staat betrogenen Rentner, denen bisher die Fremdrente versagt wurde: illegal, gesetzeswidrig:

Aufruf, daß auch diesmal wieder möglichst viele vom Rentenbetrug Betroffene teilnehmen.

Wir, auch die VOS und die IEDF, wünschen zahlreiche Beteiligung. Es werden viele Kameradinnen und Kameraden erwartet, auch aus Berlin und Umgebung! Wir brauchen ALLE!
Zeigen wir den derzeitigen Politikern gerade vor der Wahl, was wir von "etablierten Parteien" in diesem Neuen Deutschland halten!

Von unserer Demonstration am 21.03.2017 hatte ich eine DVD gefertigt, die ich auch kostenlos an interessierte Teilnehmer verschickt hatte.

Danke für das vielfältige Lob.

Hier nun drei Links zu den wichtigsten Filmen meiner DVD:






©Thomas Rudolph

Mein Dank gilt Thomas RUDOLPH, der dieses wichtige Zeitdokument mit seinen Video-Beiträgen gesichert hat.

Hierzu zwei Anmerkungen:

– Zu Beginn des ersten Videos muß es bei meiner Ansprache „knapp 300.000“ (anstatt 3.000) Betroffene heißen.

– Das Video 3 zeigt eine Analogie zum Dritten Reich:
Enteignung der Juden durch die Nationalsozialisten.

Hierbei bezog ich mich auf ein Zitat des verdienstvollen deutschen Sozialdemokraten Ottmar SCHREINER, geäußert im Deutschen Bundestag Bonn – 12. Wahlperiode, 35. Sitzung am Freitag, den 21. Juni 1991 (vorliegendes Protokoll, Seite 2961):

„Der zentrale Punkt, der uns in den ganzen Debatten geleitet hat, war die übereinstimmende Auffassung aller Verfassungsrechtler, die wir zu drei Anhörungen des Ausschusses für Arbeit und Sozialordnung geladen hatten, die uns händeringend gebeten haben, keine Vermischung von strafrechtlichen oder Strafverfolgungsgesichtspunkten mit sozialrechtlichen Überlegungen vorzunehmen. Wir haben auf mehrfaches Befragen gehört, daß es in der deutschen Rechts- und in der deutschen Sozialgeschichte nur einen einzigen solchen Fall gegeben hat. Das war die Kürzung der Rentenanwartschaften von deutschen Juden nach 1933.
Bei allem Verständnis für das, was die Kolleginnen und Kollegen aus den östlichen Bundesländern bewegt, bitte auch ich um Verständnis, wenn ich sage: Wir im Westen haben über 40 Jahre und mehr gelernt, daß der Rechtsstaat eines unserer höchsten Güter ist.
(Beifall bei der SPD sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU und der FDP)

©spiegel.de
Ottmar Schreiner †, SPD

Und weil der Rechtsstaat damals eines unserer höchsten Güter war, sind fünf Minuten nach SCHREINERs Rede nahezu alle Zusatz- und Sonderversorgungen, mit und ohne eigene Beitragsleistungen per RÜG und AAÜG in das bundesdeutsche Rentensystem übertragen und zum verfassungsgeschützten Eigentum nach Artikel 14 (Grundgesetz) erklärt worden.

Lies hierzu Lothar GEBAUER am 5.6.2013 und 18.3.2016:

„Ottmar SCHREINER hat bei der Verabschiedung des Rentenüberleitungsgesetzes (RÜG) am 21.6.1991 die stärkste Keule aus dem Wald deutscher Argumente geholt und die Zeit der Nazis benannt als einzige Epoche, in der die Anwartschaften nicht als Eigentum geschützt wurden. Damals hat man den Juden die Anwartschaften gestohlen. SCHREINER bezog sich auf drei händeringende Staatsrechtler, die bei Anhörungen den Gesetzgeber warnten, das Rentenrecht mit strafrechtlichen Aufgaben zu befrachten. Gemeint waren damals, 1991, die treuen Freunde der DDR, die sich mitunter strafwürdig verhalten haben und deren Rente deshalb gekürzt werden sollte.“

Ergänzend u.a. Ottmar SCHREINERs Rede aus der 155. Debatte des Deutschen Bundestages vom 26. Januar 2012 (bitte nach unten scrollen): ► hier!

Dr. Wolfgang Mayer




Zuletzt bearbeitet: 09.05.2017 17:09 von Administrator


Von Fabian Lambeck - 17.05.2017 - "ND" - Ressort Politik

Mehr könnte für Ostrentner bald weniger sein -
Gesetzentwurf zur Rentenangleichung erntet bei einer Anhörung im Bundestag teilweise deutliche Kritik

Es klingt wie der ganz große Wurf: 27 Jahre nach dem Beitritt der DDR soll die Renteneinheit endlich vollendet werden. Das zumindest verspricht Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD). Ihr Gesetzentwurf zur Rentenangleichung sieht vor, dass der Rentenwert Ost bis 2025 in sieben Schritten auf Westniveau steigen soll. Derzeit befindet sich der Entwurf im parlamentarischen Prozess und so beschäftigte sich am Montag auch der Bundestags-Ausschuss für Arbeit und Soziales in einer Anhörung mit dem Vorhaben. Viele der geladenen Experten mahnten dabei Nachbesserungen an.

Der Vertreter der SPD-nahen Arbeiterwohlfahrt (AWO) plädierte dafür, den Rentenwert statt in sieben in nur zwei Schritten anzuheben. Die von Nahles vorgesehene schrittweise Erhöhung sieht ein Plus von jeweils 0,7 Prozent pro Jahr vor. Diese geringe Steigerung könnte dazu führen, dass der Rentenwert Ost nach der derzeitigen Anpassungsformel höher ausfällt »als nach der für diesen Stichtag im Gesetzentwurf vorgeschlagenen ersten Angleichungsstufe«, so die AWO. Nahles Planungen sehen vor, dass der Wert zum 1. Juli 2018 auf 95,8 Prozent steigt. Doch aufgrund der anhaltend guten Konjunktur klettert der Rentenwert bereits zum 1. Juli 2017 von 94,1 auf 95,7 Prozent. Somit steigt der Wert nach der derzeitigen Regelung schneller, als nach der von Nahles präferierten Formel. Und so warnte der AWO-Experte: Wenn diese Dynamik im nächsten Jahr anhält, müsse man sicherstellen, »dass Rentner nicht von einem schnelleren Angleichungsprozess abgeschnitten werden«.

Auch der Sozialstatistiker Eckart Bomsdorf von der Uni Köln erkannte hier Versäumnisse im Entwurf, die zu einer »Verschlechterung« für Ost-Rentner führen könnten. Bomsdorf schlug vor, die für 2019 bis 2024 vorgesehene Anpassung auf die Jahre 2018 bis 2023 vorzuziehen. Zudem sollte eine Mindestbegünstigungsklausel garantieren, dass das alte Rentenrecht angewendet wird, wenn dies zu einem höheren Rentenwert führt als die Neuregelung.

Alfred Spieler von der Volkssolidarität bezeichnete es als »wünschenswert«, die Angleichung »so wie im Koalitionsvertrag vorgesehen« bis 2020 zu vollziehen.

Die Vertreter der Deutschen Rentenversicherung hatten hier keine Bedenken. Aus ihrer Sicht sei »eine Straffung des Zeitplans denkbar«. Sprich: Die Angleichung könnte durchaus schneller und in weniger Schritten erfolgen.

Der DGB-Vertreter verwies auf ein weiteres Problem, das sich aus den Lohnunterschieden in Ost und West ergibt. Das Beitrittsgebiet sei »in weiten Teilen eine tariffreie Zone«. Wenn die Höherwertung der Löhne, wie im Entwurf vorgesehen, wegfallen, dann »bedarf es einer Alternative«, etwa einer Stärkung der Allgemeinverbindlichkeit. Sollte die »Lohndiskriminierung Ost« weiter Bestand haben, müsse auch die Höherwertung beibehalten werden, so der Gewerkschafter.

Bodo Aretz vom Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung widersprach: Auch in Westdeutschland werde die »Lohnspreizung stärker«. Nur um dann darauf zu verweisen, dass das Bruttojahresarbeitsentgelt im Osten 2015 nur 87 Prozent des Westniveaus betragen habe. Für 2017 erwarte er einen Anstieg auf 89 Prozent.

Alfred Spieler machte zudem deutlich, dass der Begriff »Rentenüberleitung« unzutreffend sei. So entstehe der Eindruck, »als ob alle Ansprüche übergeleitet sind«. Dieser Eindruck täusche aber, da strittige Fragen der Rentenüberleitung offen blieben. Reichsbahner, Beschäftigte im Sozial- und Gesundheitswesen oder in der DDR Geschiedene wurden nicht berücksichtigt. Hier scheute der Gesetzgeber wohl den Aufwand.

Kommentar eines Betroffenen West-Rentners mit FRG-Anwartschaften:

Die soeben im Artikel von Herrn Lambeck genannten Vertreter und Funktionäre lassen sich also "anhören" - sie sind auf keinen Fall so betroffen wie die Ausgereisten, die deutschen Flüchtlinge von vor 1989 aus der Ostzone/DDR und die offiziell Abgeschobenen und Freigekauften des Regimes in Ost-Berlin.

Weshalb eigentlich war der Vorstand von der I.E.D.F. e.V.
nicht zur Anhörung geladen?

Klaus-Dieter Wohlgemuth



IEDF Mitglied Thomas Rudolph hat unsere Demo vom 21. März 2017 hier im Forum sehr anschaulich, und das mit viel Fleiß und Professionalität, Revue passieren lassen.
Dafür möchte ich ihm persönlich und im Namen aller Mitdemonstranten recht herzlich danken und hoffe bereits heute, dass er sich auch zu unserer nächsten Demo am, 22. Juni 2017, an gleicher Stelle wieder aktivieren kann.


Heute aber möchte ich erst einmal auf einen ausgezeichneten Artikel im Stacheldraht Nr.4/2017 hinweisen, welcher auf den Seiten 11 und 12 abgedruckt ist.
Unser IEDF Vereinsmitglied, Siegfried Ulrich, hat die passenden Worte gefunden und den schäbigen und schändlichen Rentenbetrug von Merkels Regierungskoalition aus CDU/CSU/SPD an uns nochmals in den Focus der Öffentlichkeit gerückt.
Ich glaube im Namen aller Demonstranten vom März diesen Jahres sprechen zu dürfen,wenn ich Herrn Siegfried Ulrich meinen herzlichen Dank für seinen perfekten Beitrag im aktuellen Stacheldraht ausspreche.

Die letzten Demonstrationen, es sind bereits 5 Stück! an der Zahl, haben gezeigt, dass sich letzlich nur über Proteste auf der Straße etwas bewirken lässt.

Eine andere Sprache verstehen die Politiker der Regierungsparteien offensichtlich nicht. Alles um Merkel, Schäuble, Nahles, Altmeier, Seehofer, Gabriel, von der Leyen, Oppermann, Kauder, dont´t forget Peter Weiss (CDU), strotzt von Arroganz, Ignoranz und Geschichtsvergessenheit.


Auch wenn wir noch kein Ergebnis vorzeigen können, haben wir mit unseren Protesten Wirkung erzielt. Leider, und das muss mit aller Schärfe kritisiert werden, waren die bisherigen Teilnehmerzahlen nicht die, die sich die Organisatoren von IEDF, VOS und Dr. Wolfgang Mayer erwünscht und erhofft haben. Insofern möchte ich an alle, die sich gesundheitlich und finanziell dazu in der Lage fühlen, appellieren, sich doch umgehend in die Teilnehmerlisten der Organisatoren einzuschreiben.

Unseren “Politikern” von CDU/CSU/SPD muss klargemacht werden, dass die Rentenbetrogenen und einstigen Wähler ihrer Parteien diesmal bei der anstehenden Bundestagswahl im September 2017 mit Sicherheit ihr Kreuzchen bei anderen Parteien machen werden.

Ich, das steht schon heute fest, werde AfD wählen, eine Partei, die sich für den Erhalt von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in unserem Land einsetzt.

Peter Kämpfe

PS: Hier also der oben angesprochene Artikel im Stacheldraht:





Zuletzt bearbeitet: 24.05.2017 08:51 von Peterkae







Von: Dr. Martina Bunge
Gesendet: Dienstag, 13. Juni 2017 18:39
An: Margitta und Gundhardt Lässig
Betreff: Information

Liebe Lässigs,

es ist 'höchste Eisenbahn', Ihnen mitzuteilen, dass Ihr Problem unlängst noch einmal im Bundestag war:
Am 1.6. wurde das Gesetz zur Angleichung der Rentenwerte Ost an West verabschiedet, neben den Unzulänglichkeiten hat es einen pikanten Titel: Rentenüberleitungs-Abschlussgesetz oder einfacher gesagt: Schlussstrich.


Damit das nicht so unbemerkt durchgeht, hab ich meiner Fraktion vorgeschlagen, mit einem Entschließungsantrag zu dokumentieren, dass es nicht sein darf, dass mit diesem lange überfälligen Akt der Angleichung zugleich ein Schlussstrich unter all die anderen Ungerechtigkeiten gezogen wird.

In Punkt II 4. hab ich natürlich Ihre Problematik mit aufgelistet, damit es nicht in Vergessenheit gerät.

Da zig Anträge in dieser Debatte am 1.6. liefen, ist dieser Entschließungsantrag allerdings ziemlich untergegangen - aber: das Bekenntnis meiner Fraktion ist und bleibt dokumentiert!

Mit freundlichen Grüßen

Ihre
Martina Bunge










Im Bundestag ist es leider nur noch die Fraktion der LINKEN, die unser Anliegen unterstützt. Die CDU/CSU/SPD – Merkelregierung und ihre Lobbyisten hat die ehemaligen Zonenflüchtlinge schon lange verraten. Sie steht für Rechtsbeugung und Manipulation der Rechtslage.
Wir, die Flüchtlinge setzen unsere ganze Hoffnung in die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs.

Dr.Martina Bunge, DIE LINKE:
- Rente für DDR-Flüchtlinge nach ursprünglichen Zusagen -
Menschen, die aus der DDR geflüchtet oder ausgereist sind oder von den Behörden ausgewiesen wurden, erhielten in der Bundesrepublik eine Rente nach dem sogenannten „Fremdrentenrecht" zugesprochen. Sie wurden so gestellt, als hätten sie ihr Erwerbsleben in der Bundesrepublik zurückgelegt. Das gilt inzwischen nur noch für vor 1937 Geborene. Das ist ein massiver Vertrauensbruch. Die Linke unterstützt die Forderung von Betroffenen nach einer Altersversorgung gemäß den früheren Zusagen.








Gratulation an Frankreich !

Die Medien beschreiben derzeit in wunderbarer Weise den Wahlsieg des jungen Präsidenten Emmanuel Macron .

Ein Zitat: „Das alte Parteiensystem bricht zusammen ! Die seit Jahrzehnten herrschende politische Klasse wird vom Wähler abserviert…“

Gratulation und energisches Schaffen, Frankreich !

Richtig, es ist eine französische Revolution aus der Mitte des Volkes.
Das Volk hat entschieden.

Die Franzosen machen das, was bei uns in diesem
„Neuen Deutschland“ schon lange nötig wäre:
Unsere etablierten Alt-Parteien, angeblich eine „Parteiendemokratie“ in Berlin, mitsamt der politischen „Elite aller Parteien“ abwählen und gegen eine neue „Kompetenzdemokratie“ austauschen.


Ich bin mir sicher, dass eine Reihe betrogener Rentner im September 2017 die einzige Alternative wählen, um den Parteiensumpf auszutrocknen und einige Volksvertreter aufs Abstellgleis abzuschieben.

F.Schaarschmidt




Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

















Weltflüchtlingstag 2017 + 20. Juni 2017 + Flüchtlinge unterstützen + Spende jetzt für Zonenflüchtlinge


Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR – im Sprachgebrauch der DDR „Republikflucht“ – war das Verlassen der DDR oder ihres Vorläufers, der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ), oder Ost-Berlins ohne Genehmigung der Behörden. Von der Gründung der DDR am 7. Oktober 1949 bis in den Juni 1990 verließen über 3,8 Millionen Menschen den Staat, davon viele illegal und unter großer Gefahr. Eingeschlossen sind in diese Zahlen aber auch 480.000 seit 1962 legal ausgereiste DDR-Bürger.

http://www.flucht-und-ausreise.de/Ausreisestatistik.pdf



Wir werden es nur schaffen, wenn wir durch freiwillige Spenden Unterstützung bekommen.





Unabhängig von unserem Renten-Raub-Problem geht es sehr vielen Ost-wie-West-Rentnern nicht gut schon in diesen Jahren heute!

Pfui Teufel Frau Doktor - Pfui Teufel christlichen Frau Jugendfreundin!

Rentenreform: Merkel sieht keinen Änderungsbedarf bei der Rente

Aus Sicht der Bundeskanzlerin braucht die gesetzliche Rente bis zum Jahr 2030 keine Anpassungen. Die Reformen ihrer Regierung hält die CDU-Chefin für ausreichend.

20. Juni 2017, 12:04 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, dpa,


Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel sieht anders als die SPD keinen Bedarf für eine große Rentenreform nach der Bundestagswahl im Herbst. "An der gesetzlichen Rente haben wir bis 2030 die Reformschritte eigentlich gemacht, die ich für notwendig erachte", sagte Merkel beim Industrietag in Berlin. Dort wird am Nachmittag auch noch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz auftreten.

Merkel sagte, das Rentensystem sei dank der Reformen der vergangenen Jahre stabil aufgestellt. Wegen der hohen Erwerbstätigkeit liege das erwartete Rentenniveau über den Prognosen, die Beiträge zugleich unter den erwarteten Beitragssteigerungen. "Es gibt aus unserer Sicht bis 2030 keine Notwendigkeit, das Rentensystem jetzt wieder zu verändern", sagte Merkel. Wichtig bleibe, die Betriebsrenten und die Erwerbsunfähigkeitsrente zu stärken sowie die private Vorsorge transparenter zu machen.

SPD-Kanzlerkandidat Schulz und Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hatten kürzlich die Rentenpläne der Sozialdemokraten vorgestellt. Bei einem Wahlsieg will die SPD ein prognostiziertes Absinken des Rentenniveaus auf 44,7 Prozent bis 2030 verhindern. Dieses Verhältnis von Löhnen und Rente soll bis dahin bei 48 Prozent gehalten, der Beitragssatz von heute 18,7 Prozent bei maximal 22 Prozent begrenzt werden. Die Solidarrente soll alle, die 35 Jahre und länger gearbeitet haben, eine Rente 10 Prozent über der Grundsicherung garantieren und Altersarmut verhindern. Anders als mit der Union soll es bei der SPD auch keine Anhebung des Rentenalters geben. Derzeit liegt es bei 67 Jahren.




Demo gegen Rentenbetrug – Die Politik schaut weg, trotz Bundestagswahl

„Wir, das sind 300.000 Bundesbürger, die rechtswidrig durch das sogen. Rentenüberleitungsgesetz (RÜG) betroffen sind.“
So beginnt der jüngste Aufruf zur mittlerweile vierten Demo gegen den Rentenbetrug der damaligen CDU/CSU-FDP-Koalition, die zu Beginn der 90er Jahre einstige DDR-Flüchtlinge durch einen Federstrich rückwirkend wieder zu DDR-Bürgern erklärt hatte. (…)


https://17juni1953.wordpress.com/2017/06/20/demo-gegen-rentenbetrug-die-politik-schaut-weg-trotz-bundestagswahl/





Liebe Betroffene des Rentenbetrugs durch die Bundesregierung,
verehrte Kameradinnen und Kameraden,
liebe Freunde,

betreffs unserer 4. Demonstration durch das Berliner Regierungsviertel am 22. Juni 2017 einige Fakten und Gedanken:

Es beteiligten sich polizeilich offiziell gezählte 43 Demonstranten; ein entspr. Dokument hatte ich beim Einsatzleiter zu unterzeichnen. Da auch viele Polizisten und drei Journalisten leibhaftig an unserer Demo (sogar mit Interesse!) teilnahmen, darf man von deutlich über 50 ausgehen, zumal während der Demo noch einige dazukamen. Allerdings hielten aufgrund des miesen Wetters nicht alle bis zum Ende durch. Der Bundesfinanzminister war's, der Sturm und Regen befohlen hatte, daß uns die Schirme davonzufliegen drohten. Denn nach Verlassen des schwerstgesicherten SCHÄUBLE-Areals und ehemaligen Reichsluftfahrtministeriums verzogen sich die dunklen Wolken wieder. Zur Erinnerung: Wolfgang SCHÄUBLE ist jener Minister, der u.a. zum Besten gab: „Es gehört zu dem erreichten Stand europäischer Rechtstradition, daß Gesetze nicht rückwirkend zum Nachteil Betroffener geändert werden dürfen.“ (23.11.2012 im Bundesrat)

Trotz dessen schlossen sich „echte“ SED- und Stasiopfer wie der Dauerdemonstrant Gustav RUST (in Häftlingskleidung pflegt er seit zwei Jahrzehnten am Reichstag die Kreuze ermordeter Mauerflüchtlinge) und Dieter WALTER, der wackere Träger des Bundesverdienstkreuzes, spontan unserem Demonstrationszug an.

Kritik

Die Anzahl der Teilnehmer betreffend dennoch Kritik auf der ganzen Linie! Nimmt man als Basiswert 300.000 Betroffene, bedeuten 50 Mann, daß jeder Sechstausendste (= 0,017 Prozent) dabei gewesen ist, während 5.999 Rentenbetrogene zu Hause blieben. Oder anders: Rund sechstausend Rentenbetrogene warten darauf, daß ein Einziger an vorderster Front für sie kämpft, um die Kohlen aus dem Feuer zu holen.
Das ist fürwahr beschämend und lockt keinen der verantwortlichen Rentenbetrüger oder gar Minister hinter'm Ofen vor. Beinahe, so könnte man annehmen, habe die Mehrheit der Betroffenen eine gerechte Rente gar nicht verdient.

Ich schäme mich für die Trägheit dieser überwältigenden Mehrheit. Als besonders schlimm empfinde ich seit nunmehr anderthalb Jahren die fehlende BERLINER Präsenz!!! Denn Menschen zu kritisieren, die u.a. weite Anfahrtswege in Kauf zu nehmen haben, sollte nicht in den Fokus der Betrachtungen gerückt werden. Eher der fehlende Idealismus, das Alter schlechthin sowie die damit in Verbindung stehenden Krankheiten und – nicht zu unterschätzen – das „Ausklinken“ bei sich nicht sofort einstellendem Erfolg. BEHARRLICHKEIT muß die Devise lauten! Unsere Beharrlichkeit (die das MfS seinerzeit, als wir unsere Ausreiseanträge durchdrückten, als HARTNÄCKIGKEIT bezeichnete) wird sich auszahlen.

Natürlich kann nicht jeder betroffene DDR-Altübersiedler an jeder Demo teilnehmen; das wäre zu viel verlangt! Argumente wie die zweier IEDF-Mitglieder „Sorry, ich habe mit meiner viel zu niedrigen Grundrente einfach nicht genügend Geld, um nach Berlin zu kommen“ sind freilich ernst zu nehmen. „Entschuldigungen“ wie (Auswahl) „Ich kann diesmal nicht teilnehmen, weil wir dringend einen Schrank zusammenschrauben müssen“ oder „Wir haben ein Töchtertreffen, das nicht einfach abgesagt werden kann“ lassen einen da schon eher die Stirn runzeln.

Interessant auch dieses Beispiel: Eine Dame bat mich, ihr einen Rollator zu besorgen, um an der Demo teilnehmen zu können. Ich verstaute ein solches Gefährt in Weida an der Elster im Kofferraum meines Wagens, da meine Mutter (93) zwei davon hat. Am 21. Juni rief mich Frau F. erneut an um kund zu tun, daß dies nicht mehr nötig sei, da ihrer wieder funktionstüchtig sei. Vorsichtshalber nahm ich den Rollator trotzdem mit nach Berlin. Doch wer erschien nicht?? ... die Dame (sowohl mit als auch ohne Rollator).

Trotzdem: Man darf uns nicht kleiner machen als wir in Wahrheit sind. Ich denke, daß sogar bloß 10 bis 20 Demonstranten wahrgenommen würden. Die Bundesregierung ängstigt sich so kurz vor der Wahl, Fehler zuzugeben. Die große Politik scheint in Lähmung zu erstarren; bester Indikator sind die Wahlkampfthemen, die an Banalität kaum zu unterbieten sind. Rentenkorrekturen bei den DDR-Altübersiedlern? Nein, das könnte in die Hose gehen. Es würden andere Gruppierungen oder Minderheiten folgen! Dabei stehen diese längst auf der Matte, wie der CDU-Mann und Hinterbänkler Peter WEIß nicht müde wird, gerade davor zu warnen.

Zum Ablauf

Die Strecke war die gleiche wie während unserer Aktionen 2016 und im März 2017. Im Vorfeld der Demonstration fielen lediglich die Vereinigung der Opfer des Stalinismus e.V. (VOS) und die Interessengemeinschaft ehemaliger DDR-Flüchtlinge (IEDF) positiv auf. Wie gehabt, halfen sie bei der Bereitstellung logistischer und technischer Mittel. Im Besonderen ist Rainer BUCHWALD und Hugo DIEDERICH ein großes Kompliment zu machen, da die beiden VOS-Vorständler weder Einsatzbereitschaft noch Mühe scheuten. (Die Hilfsbereitschaft aller Teilnehmer in Ehren; aber dem Rainer ist dabei leider das Innere seines Transporters beschädigt worden. Gute Kontakte zu einem Autolackierer bitte bei uns melden!) Auch Ute LEPKE, die während der Demo eigentlich im Krankenhaus hätte sein müssen, schonte sich nicht, wie gewohnt ihre Stimme zu strapazieren.

Eine super Zusammenarbeit war mit Gabi BERMANN, Volker HILGERT und Peter KÄMPFE (alle IEDF) von vornherein gewährleistet. So wünscht man sich das als Organisator!
Apropos Organisation: Ich selbst hatte vor und nach der Presseerklärung diesmal nur 680 Journalisten angeschrieben, davon 40 individuell; d.h. jeweils persönliche Texte inkludiert. Zum nächsten Termin – das wird wohl der 13. September 2017 sein – wird volle Kanne eingeschenkt, versprochen!!!

Aussagekräftige Fotos machte erneut Armin Lutz DIETRICH; siehe

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