FLUCHT und AUSREISE Diskussionsforum
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Thema: RENTENBETRUG: Demonstration Juni 2017


Mit Blick auf unsere nächste Demonstration, die am 13. September 2017, in Berlin stattfinden wird, möchte ich Euch auf ein gerade erschienenes wichtiges Buch hinweisen.
Philip Plickert, der Herausgeber, hat in einer vernichtenden Kritik die Amtszeit von Kanzlerin Merkel unter die Lupe genommen.

Unser Unterstützer und Förderer, Peter Helmes, war einer der ersten, der eine ausgezeichnete Rezension zu diesem Buch geschrieben hat.
Der Herausgeber, Herr Philip Plickert, hat sich dafür bedankt.

Bitte lest hier die ausgezeichnete Rezension von Peter Helmes und die Danksagung zu diesem außergewöhnlich gutem Buch. Es ist gerade rechtzeitig zum Beginn des Wahlkampfes erschienen und dürfte mit Sicherheit den Einheitspolitikern von CDU/CSU/SPD/FDP/GRÜNE (SED 2.0) gar nicht gefallen.



Vom Heiligenschein zur Scheinheiligen – der Scheinriese Merkel
(www.conservo.wordpress.com)
Von Peter Helmes

Dieses Buch, rechtzeitig vor der Bundestagswahl herausgegeben, ist eine bittere Klage und eine noch ernstere Anklage, die sich nach der vorbehaltlosen Analyse der Politik der Kanzlerin und der Person Angela Merkel zwangsläufig aufdrängt. Es handelt sich letztlich um die Demaskierung einer Schein-Größe.

FAZ-Wirtschaftsredakteur Dr. Philip Plickert hat 22 Professoren und Publizisten gebeten, eine Bilanz der “Ära Merkel” zu ziehen. Um es vorweg zu nehmen: Diese Bilanz kennt fast nur rote Zahlen – umkränzt von einer Reihe schmeichelnder, den Hofschranzen und ihr ergebenen Journalisten abgelauschte verbale Nebelkerzen wie z. B. „Lichtgestalt“, „Heiligenschein“, „letzte Verteidigerin des liberalen Westens“, Begriffe, die von einigen Autoren dieses Buches süffisant aufgegriffen werden.

Und da findet sich auch noch eine Reihe wenig freundlicher Beigaben, als da sind: „Opportunistische Wenden“, „undurchdachte Entscheidungen“ oder „hohles ´C`“ statt „hohes ´C`“ (Ockenfels).

Schon in der bemerkenswerten Einleitung (Vorwort) macht Plickert seine Leser angriffslustig – ohne je die Contenance zu verlieren. Wir befinden uns hier schließlich nicht in einer Straßenschlacht, sondern in einem virtuellen Fechtkampf auf intellektuell hohem Niveau– allerdings mit einem zweischneidigen Schwert:

Fast alle Autoren („irritierte Liberalkonservative“, wie Herausgeber Plickert sie bezeichnet) „sezieren“ Merkel und trennen die Haut („Teflon“, „Physikerin“, „kalt“, „uncharismatisch“) vom Wesen. Sie (diese Autoren) legen die (vermeintlichen) Stärken der Bundeskanzlerin offen und präsentieren schonungslos ihre Schwächen.

Wie ein roter Faden zieht es durch alle Beiträge: Das Sein dieser Frau ist ganz anders als der Schein. Oder, um bei der Physik zu bleiben: „Vom Ende her betrachtet“ – was angeblich die Stärke Merkels sei – blickt man, und leider wir alle mit ihr, in den Abgrund.

Wenn sie – ideologisch bestens geschult und mit den Gaben einer Propagandasekretärin ausgestattet – angetreten sein sollte, Deutschland zu verändern, dann wird ihr das gelingen. Jedenfalls ist sie auf dem „besten“ Wege dazu: Vom Ende her betrachtet, sind vieler ihrer politischen Entscheidungen „Einzelfälle“, aber in summa landen wir im Sozialismus (DDR 2.0). Sie ist sozusagen Honeckers Rache an Westdeutschland.

Deutlich zeigt sich dies unter anderem in der „Eurokrise“, die nicht nur eine Krise des Euro ist, sondern Merkel zu immer neuen Zugeständnissen auf Kosten unserer nationalen Identität zwang und noch zwingt. Die von ihr (und nun auch Macron) angestrebte „Stärkung“ der EU-Organe gibt es nur zum Preis von weiteren Verlusten nationaler Rechte und zur Hinnahme von noch mehr staatlicher (EU-)Steuerung. Das erinnert fatal an Honeckers Lied „Den Sozialismus in seinem Lauf…“

Niemanden scheinen die permanenten Rechtsbrüche zu interessieren, die Merkels Politik begleiten. Und den Massenmedien ist nicht an einer Skandalisierung gelegen. Warum? Das zeigt Bolz auf: Weil es sich um Journalisten handelt, die ihr (Vor-)Urteil bestätigt finden. Also huldigen sie der Kanzlerin. Daß sich Merkel damit einen großen Anteil am Auseinandertriften Europas auflädt, zeichnet Werner Patzelt mahnend auf.

Ob Flüchtlingspolitik, Energiewende oder Eurokrise usw. – bei ihren abrupten Wenden hat sie weder „das Volk“ – (nicht) vertreten durch das Parlament – noch erst recht ihr Parteivolk mitgenommen. Es gab und gibt zu ihren wichtigsten Entscheidungen keine Parlamentsbeschlüsse – bzw. noch schlimmer: Das Marionetten-Kabinett und die breite Mehrheit des Eunuchen-Parlaments namens Bundestag segneten ihre einsamen Beschlüsse gehorsamst ab – zum Schaden des Deutschen Volkes. Es ist gewiß kein Zufall, daß die wenigen Großen in der Union, die ihr das Wasser reichen und Contra geben konnten (Koch, Merz etc.), allesamt politisch zu ihren Opfern wurden. Karriere machen nur die Schmeichler (Bolz).

Um auch das noch zu erwähnen: Merkel hat hundertmal gesagt, ihre Politik sei alternativlos. Das ist zwar dumm, aber nicht dumm gesagt. Denn bei vielen Menschen bleibt der Eindruck hängen, man müsse nur „Mutti“ folgen, dann sei man auf der sicheren Seite (Bolz). „Mutti“ ordnet die Welt.

Das ist die eine Seite des zweischneidigen Schwertes. Mit der anderen Seite wird freigelegt, wie sie auch in ihrer eigenen Partei weiteres Unheil anrichtet: Sie hat der CDU – der „Christlich“-Demokratischen Union – ein ganz neues, ganz anderes Profil verpaßt. Adieu Familie(-npolitik) – das entsprechende Kapitel von Birgit Kelle hätte einen Sonderdruck verdient –, adieu „christliche Grundwerte“, wenn sie nicht nur unser Land, sondern auch ihre CDU für Moslems öffnet, ohne die Grundregeln des Miteinanders so unterschiedlicher Kulturen zu regeln. Motto: „Seht her, liebe Welt, wie offen wir sind! Ich mache die Türen auf! – Und Ihr da drinnen könnt gefälligst zusehen, wie Ihr damit klarkommt…“

Etliche Konservative in der Union fielen damit in Schnappatmung, andere ins Koma und wieder andere der AfD in die Arme. Das, was unter Franz Josef Strauß ehernes Prinzip der Union war – „rechts von uns darf für andere kein Platz sein“ – wurde von ihr nahezu geräuschlos aus dem Fenster geworfen. Sie waren (und sind) zu Opfern Merkelscher „Weltgefälligkeits-Politik“ geworden. „In der Tat“, schreibt Reuth, „hat in Deutschland nie zuvor ein Bundeskanzler den Zeitgeist so konsequent bedient wie Angela Merkel“.


Es folgt Seite 2




Zuletzt bearbeitet: 03.07.2017 21:11 von Peterkae


Hier Seite 2:

An die Stelle christlicher, liberaler und konservativer“ Orientierungen (Bolz) hat Merkel ein Surrogat gesetzt: eine rot-grüne Union – den Konservativen ist damit der Nährboden entzogen. Ihr, der nicht charismatischen Führerin, fällt das leicht: „Tatsächlich ist für Angela Merkel die CDU wohl eher eine Plattform denn eine politische Heimat“ (Patzelt).

Und es dürfte ihr in ihrem tiefsten Innern völlig wurscht sein, daß an der rechten Seite eine neue konservative Pflanze blüht, die AfD – solange sie Kanzlerin bleibt. Letztlich ist ihre Öffnung nach links ein Verrat. Ein Verrat an den liberal-konservativen Werten der Politik. Aber das ist wohl auch „alternativlos“. Die Sozialdemokratisierung der Union ist im vollen Gange (Koerfer).

Alle Autoren dieses Buches sind der konservativ-liberalen Grundorientierung zuzurechnen und sich einig: Mit ihrer Politik und in ihrem Denken hat Merkel uns Konservative in der Politik zu Randfiguren gestempelt – jedenfalls, solange sie noch regiert. Alle Autoren wissen um die Fehler, aber zu dieser Politik gibt es derzeit in der Union keine Alternative, da die Partei vom Zeitgeist ergriffen ist. „Der verlorene Kompass“, nennt Daniel Koefer dies. Eine brutale Machiavellistin hat die Machtchance erkannt und nutzt sie – schamlos, mit Lächeln und Raute – eiskalt aus.

Merkel handelt nach einem eingängigen Erfolgsrezept: Ihr Politikstil ist autoritär (Bolz), weil er nicht auf einem offenen Diskurs beruht. (Ein bestechendes Beispiel zum verweigerten Diskurs Merkels liefert Sarrazin auf Seite 153.) Sie kommt sozusagen „hintenrum“, will heißen: Sie entzieht sich den Debatten und verweigert sich– mit entwaffnendem Lächeln (und der Raute!) vorgetragen – dem Diskurs. War Kanzler Schröder ein eher polternder „Basta-Kanzler“, ist Merkel atmosphärisch das genaue Gegenteil; ihr „Basta!“ ist zwar nahezu unhörbar, aber dennoch viel schärfer – eben „alternativlos“, wie sie grinsend von sich gibt.

Das Fazit: Die Kanzlerin ist ein Scheinriese, sie wird insbesondere von unkritischen Medien überschätzt. Und: Wer die Augen öffnet, kann heute schon die Konsequenz Merkelscher Politik erkennen – Deutschland wird existenzbedrohend verändert.

Vor Jahren warb Merkel für sich mit den Worten: „Sie kennen mich”. Heute wissen wir, daß wir auf sie und ihre Attitüden reingefallen sind und sie damals nicht durchschaut und schon gar nicht gekannt haben. „Eine gewiefte, aber überschätzte Politikerin“ (Plickert bei der Pressevorstellung seines Buches). Und der Ex-Bundesbanker Sarrazin ergänzt: „Kennen wir Angela Merkel?“

Die Sarrazin-typische süffisante Antwort liefert er gleich mit: „Ich kenne sie nicht. Sie hat Russisch gelernt, eine Mathematikolympiade gewonnen, ist Physikerin geworden – an intellektuellen Fähigkeiten kann es ihr nicht mangeln. Aber der Verstand ist ja nur ein Instrument – für welche Agenda setzt sie es ein?“ (…) „…Ich glaube, bei ihr stehen andere Ziele an der Spitze als das Wohl des deutschen Volkes.“ Ja, aber welche Ziele denn wohl? „Ich glaube, es geht ihr um die Verbesserung der Welt, notfalls auch auf Kosten des deutschen Volkes.“

Das wichtigste Versäumnis: Niemand hat jemals nach den Grundorientierungen und den Grundwerten dieser Frau gefragt. Heute wissen wir, daß ihre Grundwerte „Macht“ heißen, der sie alles unterordnet – und die sie mangels Grundorientierungen heute so und morgen so nach Opportunismus-Prinzipien verfolgt oder ändert. Jedenfalls ist sie mental weit weg von den christlich-demokratischen, liberalen und konservativen Wurzeln der Union. Einen ordnungspolitischen Kompaß hat sie noch weniger. Es regiert der reine Pragmatismus.

Die besondere Stärke des vorliegenden Buches liegt vor allem darin, daß die Autoren ohne Schonung die Probleme aufzeigen und sauber analysieren. Vermutlich wird Angela Merkel auch diese Beiträge als „wenig hilfreich“ (Thilo Sarrazin) bezeichnen, wenn sie denn das Buch überhaupt zur Kenntnis nimmt.

Zwei Historiker vergleichen Merkel mit Margret Thatcher (Dominik Geppert) und mit Ludwig Erhard (Daniel Koerfer) – ein „reizvoller“ Ansatz, der eben auch die Grenzen Merkels erkennen läßt.

Es würde die Dimension dieser Rezension sprengen, würde ich auf jeden einzelnen Beitrag eingehen. Hinzu kommt, daß die Fakten zur fatalen Asylpolitik und zur „Willkommenskultur“ genauso bekannt sind wie die Risiken der (vermeintlichen) Euro-Rettung. Daß die Energiewende der falsche Schritt zur falschen Zeit war, steht ebenso zu lesen. Neu – und höchst lesenswert – sind aber die Schlüsse, die die Autoren daraus ziehen.

So wird die Lektüre nie langweilig, sondern eher zu einem Aufreger. Das hebt sich wohltuend ab von all dem Weihrauchschwenken der medialen Merkel-Entourage, die ihr an den Lippen hängen, aber dabei vergessen, das Gehirn einzuschalten.

Das wichtigste Ergebnis: Plickerts Buch ist nicht nur eine dramatische Abrechnung mit der Scheingröße Merkel, sondern auch eine programmatische Vorlage zur Rückbesinnung auf die konservativen Werte. Es sollte vor und nach(!) der Wahl besondere Beachtung erfahren. Eine Pflichtlektüre für die von Merkel mißachteten Konservativen ist das Buch ohnehin; denn es bietet einen Kompaß für die Zeit nach Merkel.

*******

Merkel: Eine kritische Bilanz
Von Philip Plickert (Herausgeber)

Gebundene Ausgabe


Und hier die Danksagung von Philip Plickert an Peter Helmes:

Philip Plickert: Merkel – Eine kritische Bilanz
Blog-Reaktionen auf meine Buchbesprechung

Herr Plickert schrieb mir (26.06.2017):

„Lieber Herr Helmes,
Ihre Rezension hat eingeschlagen wie eine Bombe. Der Verkauf ging extrem hoch!
Am Montag (zwei Wochen nach dem Verkaufsstart) hat der Verlag eine zweite Auflage drucken lassen, weil die erste Auflage komplett vom Großhandel gekauft worden ist.

Und: Am Montag kam die Meldung (ab Do offiziell), dass das Buch schon auf die Spiegel-Bestseller-Liste gesprungen ist. (Platz 31, aber immerhin). Das wird der Merkel-CDU nicht schmecken, aber diese Kritik müssen sie sich anhören.

Beste Grüße und Ihnen alles Gute!
Philip Plickert“


P. Kämpfe


Zuletzt bearbeitet: 03.07.2017 22:02 von Peterkae


Wie der Rentenbetrug der Bundesregierung von den überwiegend regierungsaffinen Einheits- und Lügenmedien verklärt wird ...


20.7.2017





SUPERillu

ist eine deutsche Wochenzeitschrift der Hubert Burda Media, die vor allem in Ostdeutschland eine große Reichweite hat. Der Redaktions- und Verlagsstandort ist Berlin, Chefredakteur ist seit 2016 Stefan Kobus.

Superillu versteht sich als Familienillustrierte mit einem breiten Spektrum zwischen Ratgeber-, Unterhaltungs-, Politik- und Wirtschaftsthemen. Themen zur Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit und der Entwicklung der deutschen Einheit spielen für die Redaktion eine besonders große Rolle.

Im Superillu-Verlag erscheint auch die Verbraucherzeitschrift Guter Rat.

Geschäftsdaten

Die Zeitschrift wurde im Sommer 1990 in Ost-Berlin gegründet. Die erste Ausgabe erschien am 23. August 1990 in der DDR, sechs Wochen vor der deutschen Wiedervereinigung. Die zum Burda-Konzern gehörende wöchentliche Zeitschrift wird heute vor allem in Ostdeutschland gelesen und erreicht dort 21 % aller Menschen über 14 Jahren (Quelle: ma 2011 I).
Superillu erreicht damit nach eigenen Angaben mehr Menschen im Osten Deutschlands als Der Spiegel, Focus, Stern und Bunte zusammen.

© Wikipedia




Die Familie Christa & Reinhard LADENDORF

sandte mir Grüße aus „Rand-Berlin” sowie eine von ihr erstellte Excel-Tabelle (siehe unten), welche den letzten Absatz der VAATZ-Kolumne („Und nebenbei: ...”) widerlegt (Vorteil Rentenwert West für Übersiedler).
„Ein ‚Durschnitts-Ostrentner’, der 2015 in Rente ging, erhält mehr Rente, als ein ‚Durchschnitts-Westrentner’ für die letzten 25 Arbeitsjahre“ und „hoffentlich ist kein Denkfehler meinerseits dabei“, schrieb er weiter.



P.S.: Mehr zu unserem Vorzeige„bürgerrechtler“ Arnold VAATZ ... hier!, da und dort!

Euer
Wolfgang Mayer






Ja, der Herr Vaatz und seine (Ost-)Wähler. Da kann man doch den ehemaligen Verrätern, die bei nicht wenigen noch
immer auf Feindesseite stehen, nicht auch noch die Stange
halten. Am 14.9.89 durften wir, nach 6 Jahren Wartezeit mit Berufsverbot und einem monatlichen Familieneinkommen von 409,- Ostmark inklusive Kindergeld, ausreisen. Innerhalb der 8 Wochen bis zum Zusammenbruch haben wir uns
einen Vaatzschen Fettranzen angefressen und jede Menge Louisdor auf die Kayman-Inseln mit unserer Luxusjacht ge-
schaufelt. Herr Vaatz, wir hatten nach acht Wochen noch nicht einmal ein Bett und schliefen auf Matratzen in der
Küche! Aber einen Ferseher hatten wir, den schenkte uns eine Freundin meiner Frau. Wir saßen auf alten Gartenstüh-
len und erfreuten uns schon bald des sächsischen und thü-
ringischen Gebabbels vom Nordkap, aus Australien, Island war dabei, USA sowieso. Denn die Ostdeutschen hatte, da
ihr angespartes Stroh über Nacht in richtiges Geld verwan-
delt wurde, die schiere Reisewut gepackt. Die hatten wir
auch, auch hatten wir Stroh - aber niemanden, der bereit
war, selbiges gegen Gold einzutauschen.
1994 konnten wir uns eine Woche Südtirol leisten für 22,-
pro Person mit Halbpension. Ich habe viele Gespräche mit
ehemaligen Landsleuten geführt und sie auf die einmalige
Vorzugsbehandlung hingewiesen, das Wort'Dankbarkeit' benutzt. Müdes Lächeln allerseits. Auch heute ist es nicht
anders, noch immer werden die Rentenzahlungen im Osten vom
Steuerzahler alimentiert. Das kostet jedes Jahr unendliche Milliarden. Da wird denen, die CDU-Vaatz einst feierte, die
Fremdrente geneidet, untermalt mit hanebüchenen Argumenten. Ist es nicht Zeit, den Vaatz'schen Spruch aus seinen besseren Tagen, als Leitspruch für FuA, als obsolet zu erklären?



Der Text von Praschl ist von der Art, dass er eher kontraproduktiv wirkt. Anstatt den nachgewiesenen Mißbrauch des RÜG zu Lasten der DDR-Flüchtlinge zu benennen, spricht er von einem "Anliegen", das dem Ermessen der Politik unterliege. Der Artikel ist erkennbar mit dem Blick auf die Leserschaft in den neuen Bundesländern geschrieben.
Aber was der CDU-Abgeordnete Vaatz zu dem Thema schreibt, setzt allem die Krone auf. Es ist in allen Teilen beleidigend und soll es wohl auch sein.
Vaatz bedient alle Klischees, die im Osten über die "Republikflüchtigen" in Umlauf sind und setzt noch eines drauf, indem er deren schnöde daheim zurückgelassenen alten und kranken Eltern bedauert.

Das Klischee: Vaatz und seine Freunde (Gauck, Merkel, Nooke und viele andere "Bürgerrechtler" und Bürgerrechtler) waren tapfer in der DDR verblieben, weil sie sich vorgenommen hatten, die Mauer einzureißen. Das ist ihnen am 9. November gelungen, und ihnen haben wir die staatliche Einheit zu verdanken.
Die "Republikflüchtigen" hatten sich feige vorher aus dem Staub gemacht und sich im Westen gemütlich eingerichtet. Und nun kriegen sie eine fette Westrente, die ihnen offenbar immer noch nicht genug ist.
Zum Fettgehalt der Rente lese man bitte die Ausführungen von C. Ladendorf und G. Schaumburg. Weiter werden sicherlich folgen.

Und das Verfassungsgericht hat ihnen "richtigerweise die kalte Schulter gezeigt". Nein, Herr Vaatz, hat es nicht. Lesen Sie bitte mal, was der angesehene Verfassungs- und Verwaltungsrechtler Prof. D. Merten dazu in der "Neuen Justiz", Heft 4/2017 schreibt. Nicht die Verfassungsbeschwerde ist peinlich, sondern Ihre Gesinnung, Herr Vaatz.

Arnold Vaatz hat ein ausgeprägtes Vorurteil gegen die Leute, die aus der DDR "abgehauen" sind, das mindestens 30 Jahre alt ist. Sein Vorurteil ist stärker als besseres Wissen. Es paßt in sein Weltbild. Und damit befindet er sich in vollem Gleichklang mit dem Politbüro der CDU.




Zuletzt bearbeitet: 22.07.2017 09:50 von J_H


Lieber Herr SCHAUMBURG, Ihr bitterer Humor ist phantastisch!


Die "Bürgerrechtler" übrigens, lieber Jürgen HOLDEFLEIß, wollten statt "Mauer einreißen" doch wohl eher den "demokratischen Sozialismus" aufbauen. Der Mauerfall und die Einheit schließlich verhinderte das Vorhaben.


Die Frage warum Arnold VAATZ CDU eine ganz komische Neiddebatte mit falschen Angaben entfacht, kann er nur selbst beantworten.

Sogar BILD bzw. FOCUS schrieben, wie schon etliche Male vorher, dass die Ost-Rentner im Vorteil sind, letztens beispielsweise hier:
http://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/rund-140-euro-unterschied-systematische-beguenstigung-ostdeutsche-bekommen-mehr-rente-als-westdeutsche_id_5122863.html
Mein Mann hat eine Excel-Tabelle erstellt, in der er zu selbigem Ergebnis kommt. Diese oben.

Wenn Abgeordnete die Unwahrheit sagen (oder gar lügen), um Ost-Stimmen zu fangen und Betroffenengruppen gegeneinander auszuspielen, dann ist das schon recht übel.
Irgendwie erinnert mich das an die Zeit, als wir in der DDR den Antrag auf Entlassung aus der DDR-Staatsbürgerschaft einreichten und unser Umfeld "animiert" wurde, sich feindlich gegen uns zu stellen.

Und noch etwas:

Die Politik sagt, dass für deutsche Zeiten das Fremdrentenrecht abgeschafft sei. Das ist falsch, weil das Sozialgesetzbuch Sechs (SGB VI) für deutsche Zeiten drei Gesetze ausweist (§259a, §256a Abs.3a, §272), in denen die Berechnung nach Tabellenwerten 1 bis 16 gemäß den Inhalten des Fremdrentengesetzes (FRG) gesetzlich gesichert fortbesteht.

Doch sie schließt die sogen. DDR-Altübersiedler/resp. Bundesbürger (vor Mauerfall) davon aus - und zwar nur diese.
Bei allem - nur diese! Das ist Diskriminierung pur.



Zuletzt bearbeitet: 22.07.2017 15:17 von Crista_Ladendorf


Günter Schaumburg schreibt hier im Forum am 21.7.17 u.a.:

...Ich habe viele Gespräche mit
ehemaligen Landsleuten geführt und sie auf die einmalige
Vorzugsbehandlung hingewiesen, das Wort'Dankbarkeit' benutzt. Müdes Lächeln allerseits. Auch heute ist es nicht
anders, noch immer werden die Rentenzahlungen im Osten vom
Steuerzahler alimentiert. Das kostet jedes Jahr unendliche Milliarden. Da wird denen, die CDU-Vaatz einst feierte, die
Fremdrente geneidet, untermalt mit hanebüchenen Argumenten. Ist es nicht Zeit, den Vaatz'schen Spruch aus seinen besseren Tagen, als Leitspruch für FuA, als obsolet zu erklären?


Danke, lieber Günter, für diese Worte und Offenheit !
Richtig ist, dass die selbsternannten Bürgerrechtler nie an eine deutsche Wiedervereinigung dachten. Ziel war immer, denken wir an "Runde Tische", eine bessere DDR zu erschaffen. Alles "Wendehälse", die nunmehr zwangsvereinigt dem früheren Klassenfeind huldigen und wieder Privilegien genießen:
Es lebe die friedliche Revolution.

Besonderen Dank für diese Beiträge möchte ich nicht nur meinem Freund G.Schaumburg sagen, sondern auch Christa und Reiner Ladendorf.
Danke für die obige Tabelle der "Umrechnungsfaktoren Ost".
Auch ich habe in vielen Gesprächen mit ehemaligen Dresdner Kollegen feststellen müssen, dass in den neuen Bundesländern die Meinung herrscht, und geschürt wird, dass die Ostrentner weniger Rente als die "Wessis" kriegen.
Viele meiner Berufskollegen (Meister, Facharbeiter), auch ohne FZR, erhalten durch diese politisch gewollten "Solidaritätsfaktoren" durch Höherrechnung mindestens 1.200.- € Rente und mehr.
Auch das ist auf Kohls Stimmenfang nach dem Mauerfall zurückzuführen, wo selbst die SED-hörigen Blockparteien es wagten, nun endlich mutig zu werden.

In Gesprächen und Mails wollen einige meiner Freunde und damaligen Kollegen selbst mir gegenüber nicht mit genauen Zahlen rausrücken, was auch beweist: die Ostkollegen, die Dagebliebenen wissen schon, wie der Hase lief.

Treffen wir uns zur mächtigen Demonstration in Berlin (13.09.2017), wo noch hunderte der rund 300.000 von dieser Regierung betrogenen Altersrentner ihr Recht wiederholt fordern.
Diesem Personenkreis ab Geburtsjahr 1937 wurde die zustehende Altersversorgung nach FRG (Fremdrentengesetz) ungesetzlich gekappt.
Diese Regierung und ihre Behörden warten auf eine biologische Lösung... Viele werden altersbedingt nicht mehr die Reise nach Berlin antreten können.
Ist diese neue "BRD" schon wieder ein Unrechtsstaat ?

Wir haben mit unserem widerständigen Verhalten in der DDR durch Flucht und Ausreise den Grundstein für den Mauerfall gelegt.
Ohne jeden Zweifel, das ist untersucht wurden und auch die Aufsätze von Bernd Eisenfeld (Gauck-Behörde) weisen dies akribisch nach.




hier bei:

https://www.arnold-vaatz-mdb.de/kolumne-superillu/

können zu der Kolumne von Arnold Vaatz "Rentenwut der DDR-Flüchtlinge" auf seiner SUPERillu- Kolumneninternetseite Kommentare eingetragen werden.

Wenn Ihr möchtet, leitet den Link an die anderen Mitbetroffenen weiter (oder schreibt und stellt klar / 14 sehr lesenswerte Kommentare)




Zuletzt bearbeitet: 26.07.2017 18:06 von G_Laessig


Hier mein Kommentar an den Hrn. Vaatz:

Herr Vaatz,

sie werden es an der knappen Form der Anrede bemerken, welche Wertschätzung ich Ihnen entgegenbringe...

Eigentlich wollte ich garnicht auf Ihr Geschreibsel in der SuperIllu, bestehend aus Un- und Halbwahrheiten, reagieren, denn Sie sind – wie schon in der Vergangenheit zu dem Thema festgestellt werden konnte- ebenso ignorant und vernunftresistent wie Ihre Chefin, die Kanzlerin.

Trotzdem müssen sie wissen, dass nicht nur ich als Betroffener, sondern viele weitere sich das von Ihnen Abgesonderte nicht widerspruchslos bieten lassen.
Da bereits in den voranstehenden Kommentaren vielfacher Widerspruch dargelegt wurde, will ich das nicht wiederholen. Und- dass ein solcher Skandal mit dieser Tragweite in der jüngeren deutschen Rechts-und Sozialgeschichte bislang nur einmal vorkam - siehe Kommentar von Dr. Wolfgang Mayer.

Zunächst muss ich Sie bitten, ein Gesetzeswerk inkl. Geltungbereich zu benennen, in dem explizit die Rentenversicherung unter FRG bereits integrierte Bundesbürger rückwirkend rententechnisch zu DDR-Bürgern werden sollen. Kommen Sie mir nicht mit RÜG und SGB VI und deren §§, dort ist die Rede von „Bürgern des Beitrittsgebietes“, was niemand der ca. 300.000 vom Rentenbetrug Betroffenen zu keiner Zeit war. Diese Bezeichnung und damit der Geltungsbereich trifft e i n d e u t i g auf die ehemaligen DDR-Bürger zu, die zum Stichtag des Inkrafttretens des Staatsvertrages von Wirtschaft-und Währungseinheit Deutschlands zum 30.05.1990 ihren Wohnsitz im Gebiet der DDR hatten, also im B e i t r i t t s g e b i e t.
Oder war etwa mein Wohnsitz Karlsruhe Beitrittsgebiet? -Natürlich barer Unsinn!

Ihr CDU-Parteifreund Norbert Blüm- in den Jahren der Kanzlerschaft Kohl amtierender Minister für Arbeit und Soziales und mit großer Wahrscheinlichkeit verantwortlich für den mehrtausendfachen Eingriff in die Rentenanwartschaften der Übersiedler- hat sogar noch im August 2012 seinem Freund Frank Elstner in Form eines eMail-Briefes (vermutlich auf dessen Anfrage) mitgeteilt (Zitat):

„Lieber Frank,
niemand hat seine Fremdrentenansprüche verloren. Das waren Rentenansprüche, für welche die Empfänger keine Beiträge in die westdeutschen Kassen zahlen konnten (z.B. Übersiedler, Flüchtlinge), weil sie diese garnicht zahlen konnten.
Mit der deutschen einheit fiel dieser Grund weg. Mit dem Stichtag des ersten Staatsvertrages gab es keine neuen Fremdrentenbezieher und keine neuen Ansprüche.
Die alten Ansprüche blieben jedoch erhalten. ...(Zitatende)

Dem ist nichts, aber auch garnichts hinzuzufügen.

Zuletzt- apropos C.D.U. : Es bereitet mir unsägliche Mühe, im „C“ das christliche zu erkennen. Oder ist die Art der Gehässigkeit, die Schürung von Neid, die Missgunst, die Diskriminierung und die Missachtung etwa typisch christlich?
Oder steht das „D“ für demokratisch? - In Ihrer Partei schon lange nicht mehr, wie man täglich erneut erfahren kann. Und deshalb ist Ihre Partei nicht wählbar!!

Mit einfachem Gruß-
Hans-Joachim Kuban




Hier einige Ergänzungen zu A. Vaatz:

Verrat überall + Der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Arnold Vaatz, einst Jungstar der Ost-Union, versucht ein Comeback auf Bundesebene.
„…Denn Vaatz, im DDR-Nachwende-Deutschland erst zur ostdeutschen Polithoffnung hochgelobt, dann als Wüterich, Fanatiker und Querulant abgekanzelt, will nun wieder vorn mitmischen“. (…)


http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9105283.html

Der SPIEGEL-Artikel von 1996 zeigt den wahren Charakter des sogenannten Bürgerrechtlers Vaatz und stellt den kleinen Wüterich ins rechte Licht.

"...Der zornige Sachse mußte lernen: Freiwillig Einfluß aufzugeben ist im Politbetrieb schon fast sittenwidrig",
so der SPIEGEL.


Inzwischen gibt es 21 sehr lesenswerte Kommentare zu seiner Kolumne in der SUPERillu vom 20.07.17.

Diese wird er sich sicherlich nicht hinter seinen Spiegel stecken.

https://www.arnold-vaatz-mdb.de/kolumne-superillu




Zuletzt bearbeitet: 27.07.2017 16:43 von G_Laessig


Die SUPERillu hat einen Beitrag über den Kampf der ehemaligen DDR-Flüchtlinge und Ausreiseantragsteller gebracht.
Widerspruch ist angesagt.
Der Vorstand der "Interessengemeinschaft ehemaliger DDR-Flüchtlinge e.V." hat folgende Nachricht an die Redaktion geschickt:

Sehr geehrte Redaktion,
Ihr Beitrag "Die Rentenwut der Ausreiser" ging daneben. Abgesehen von der erkennbar skeptisch-distanzierten Grundhaltung, die dem Artikel zugrundeliegt, sind auch ein paar entscheidende Fehler darin.
Ich schreibe Ihnen im Namen des Vorstands der "Interessengemeinschaft ehemaliger DDR-Flüchtlinge e.V." (IEDF) und bitte Sie um eine Richtigstellung.

" ... nach der Wiedervereinigung das Fremdrentengesetz nicht mehr gilt ...". Das FRG gilt sehr wohl noch, und zwar wird es für eine ganze Reihe von Personengruppen angewendet: u. a. auf Aussiedler aus Polen, auf westberliner Eisenbahner, auf DDR-Altübersiedler der Geburtsjahrgänge vor 1937. Im übrigen ist die Beschränkung auf Geburtsjahrgänge vor 1937 bei DDR-Altübersiedlern durch keinen gesetzgeberischen Akt legitimiert. Das ist das Hauptargument in unserem Kampf gegen die Anwendung des Rentenüberleitungsgesetzes auf die Personengruppe der DDR-Altübersiedler.

" ... nun zählte die tatsächliche Erwerbsbiografie ...". Hier muss es richtigerweise heißen: die als versichert geltende Erwerbsbiografie. Als potenzielle DDR-Flüchtlinge waren die Betroffenen der sogenannten "freiwilligen Zusatzversicherung" nicht beigetreten. Sie hätten aus dieser niemals eine Rente erhalten können. Vergleichsrechnungen haben ergeben, dass die FRG-Rente eines DDR-Altübersiedlers auf dem selben Niveau liegt wie die Rente eines in der DDR Verbliebenen, der Mitglied der FZR war bzw. einem Zusatzversorgungssystem angehörte. Also auch hier kein Grund für Polemik zu Lasten der "Republikflüchtigen".

"Eine Verfassungsgerichtsklage Betroffener wurde abgewiesen ...". Nein. Das ist falsch. Es handelte sich um eine Verfassungsbeschwerde. Und die wurde nicht abgewiesen. Vielmehr hat sich das Verfassungsgericht dafür entschieden, lieber nicht zu entscheiden. Nach der Liegezeit von 4(!) Jahren kam der Bescheid über die Nichtannahme. Also keine Entscheidung in der Sache! Hierzu gibt es einen aufschlussreichen kritischen Kommentar in der Fachzeitschrift "Neue Justiz".

Im übrigen habe ich dem Herrn Vaatz einen Brief geschrieben, den ich Ihnen hiermit zur Kenntnis geben möchte.

Ich bitte Sie um eine angemessene Richtigstellung.

Mit freundlichem Gruß,
Dr.-Ing. Jürgen Holdefleiß
(Vorsitzender IEDF)

Und hier ist der Brief an den Bundestagsabgeordneten Arnold Vaatz:




Zuletzt bearbeitet: 27.07.2017 10:57 von J_H


Lieber Jürgen Holdefleiß,

danke für das erneut sehr gut strukturierte und auch für die Betroffenen ergiebige Schreiben an Arnold VAATZ!

Schade, daß sich Gerald PRASCHL, der Autor des SUPERillu-Beitrags „Die Rentenwut der ‚Ausreiser’ ...“, ausgerechnet an diesen CDU-Politiker gewandt hat.
VAATZ möchte am 24. September selbstverständlich wieder in den Deutschen Bundestag gewählt werden, so daß er sich rechtzeitig in Fraktionsdisziplin übt und damit strikt auf Linie der CDU-Rentenbetrüger bleibt. Die Folge ist, u.a. unseren gerechten Kampf und Protest gegen die Regierenden schlechtzureden.

So sind sie eben, die „Bürgerrechtler“ von einst!

Dem Gerald PRASCHL schrieb ich vor genau einer Woche diese Mail:

Gesendet: Freitag, 21. Juli 2017 um 09:31 Uhr
Von "Wolfgang Mayer" <wol.mayer@web.de>
An: gerald.praschl@burda.com
Betreff: Rentenbetrug an DDR-Altübersiedlern

______

Sehr geehrter Herr Praschl,

heute Nacht las ich Ihren aktuellen Artikel zum Thema Rentenbetrug an DDR-Altübersiedlern und frage mich plötzlich, weshalb ich
● in der DDR ein jahrelanges Berufsverbot hinnehmen musste (was soviel hieß wie 0,00 DM monatliches Einkommen);
● mit Gesinnungsgleichen zwei Botschaften besetzte;
● in der Stasi-Haftanstalt Berlin-Hohenschönhausen (die Sie als Gedenkstätte inzwischen auch recht gut kennen) einsaß;
● mich von dem noch heute flüchtigen SED-Scharfrichter Wetzenstein-Ollenschläger zu 3 Jahren Gefängnis verurteilen lassen musste; und schließlich
● als Vorbestrafter im Westen mit meiner Familie und insgesamt null D-Mark (genauer: 0,00 DM) ein völlig neues Leben zu beginnen hatte.

Sie interviewen zwar das Rentenopfer Helfried Dietrich und den (CDU-)Verräter Arnold Vaatz, aber die wichtigsten Fakten zum eigentlichen Thema blenden Sie komplett aus. Damit unterstützen Sie das gegen uns gerichtete System Merkel-Schäuble-Nahles.

Ich bin nicht der Einzige, den das anwidert. Pfui Teufel!

Dennoch mit freundlichem Gruß –
Dr. Wolfgang Mayer.


Wie der Zufall so spielt, arbeitet der aus der Oberpfalz stammende Journalist mit mir zusammen im Förderverein Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Vor 15 bis 20 Jahren schrieb er anstelle von Fake News vollkommen anders über die SED- und Stasi-Geschädigten; siehe zum Beispiel ... hier!

P.S.: Die Mail an ihn (s.o.) blieb bisher ohne Antwort. /wm




01. August 1975 - Vergesst in diesem Zusammenhang bitte den Jahrestag des Helsinki-Abkommens nicht. Wir müssen immer wieder daran erinnern, dass dieses Abkommen die ersten Löcher in die DDR-Mauer geschlagen hat, weil sich die Eingesperrten im Osten darauf beriefen bei ihren Anträgen auf Entlassung aus der DDR-Staatsbürgerschaft, bei den Ausreiseanträgen und bei der Forderung auf die freie Wahl des Landes, in dem sie leben wollten.


Erich Mielke hat dann seinen Befehl speziell gegen diese Menschen erlassen:
http://f3.webmart.de/f.cfm?id=2165073&r=threadview&t=3971615&m=16424229#16424229

Selbsternannte "Bürgerrechtler" machen unendlich viel Wind um ihre "friedliche Revolution". Die Auseinandersetzung mit dem Staat DDR aber begann viel früher - en masse nämlich zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Abkommens in Helsinki. Und nicht erst im Jahr 1989!




Zuletzt bearbeitet: 29.07.2017 16:15 von Crista_Ladendorf


Danke, liebe Christa Ladendorf, für die Erinnerung an dieses historische Datum und den Link, der auf die DDR-amtlichen Geheimdokumente führt.
Vaatz, als Mitglied im Bundesvorstand der CDU und Stellvertreter des Fraktionsvorsitzenden immerhin kein Hinterbänkler, hat mit seinem Outing in entlarvender Deutlichkeit die Haltung seiner Partei öffentlich gemacht. Die kannten wir zwar vorher schon, aber die beleidigenden Unterstellungen, gepaart mit bewusst gesetzten Unwahrheiten und Häme, hatte man uns bisher noch erspart.

Vor dem Hintergrund der Vaatz`schen Hetze lohnt es sich wirklich, diesem Link zu folgen und in die geheimen Vorschriften von Staatssicherheit und Ministerrat der DDR zu lesen: der Ausreiseantragsteller im Visier der Staatssicherheit, gefangen im Dickicht geheimer Vorschriften, die alle seine Lebensbereiche infizierten.

Es ist ungeheuerlich, was Vaatz da von sich gegeben hat. Er hat es als Vertreter seiner Partei getan, und in diesem Sinne sollten wir seinen Text interpretieren.

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