FLUCHT und AUSREISE Diskussionsforum
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Thema: RENTENBETRUG: Demonstration Juni 2017


J_H:


Das Klischee: Vaatz und seine Freunde (Gauck, Merkel, Nooke und viele andere "Bürgerrechtler" und Bürgerrechtler) waren tapfer in der DDR verblieben, weil sie sich vorgenommen hatten, die Mauer einzureißen. Das ist ihnen am 9. November gelungen, und ihnen haben wir die staatliche Einheit zu verdanken.


Ja, so ist das Klischee,

ich könnte es ja bedienen. Bin ich doch in Handschellen und mit einer entsicherten Maschinenpistole im Rücken aus der DDR, außer Landes geschafft worden. Die Anordnung dazu trägt diese Unterschrift:



Die steht oben rechts auf diesem Blatt hier....

Und ich hatte sogar brav mein Sprüchlein aufgesagt vor dem DDR-Gericht, wie gern ich in einer DDR leben möchte ...



Also ich könnte jetzt sagen:



Tcha, das könnte ich sagen, wenn mein Name Roland Jahn wäre.

Aber mein Name ist Bodo Walther und deshalb kommt solch ein Unsinn nicht über meine Lippen.

Denn natürlich war ich heilfroh, endlich frei zu sein und endlich studieren zu können.

Und seine Unterschrift hat Erich Mielke außer auf die Abschlussverfügung zu Roland Jahn und auf die Abschlussverfügung zu Bodo Walther noch auf

mindestens 30.000 weitere Blätter

gesetzt.

Und ich versichere Euch:

Die Akte Roland Jahn oder die Akte Bodo Walther hat Erich Mielke gar nicht gelesen. Hatte er gar keine Zeit dazu.




Zuletzt bearbeitet: 31.07.2017 22:56 von BoWa


P.S.:

Ich gestatte mir einmal, Legenden zu hinterfragen und zu ergänzen. Also diese hier zum Beispiel, die wir auf der Webseite der BStU finden:



Ich ergänze
also:

Roland Jahn wurde zu 22 Monaten Haft verurteilt und nach 6 Monaten Verbüßen dieser Haft vorzeitig entlassen. Wie ging das ?

Es ging nach dem Verfahren, nach dem es gehen musste:

Die "restlichen" 16 Monate Haft wurden im Vollzug "Zur Bewährung ausgesetzt".

Also:

Roland Jahn hatte immer noch "Bewährung", als ihm das "passierte":



Hmm...

Der schlaue Jahn verrät uns nicht, ob die "Bewährung nach § 45 Abs. (6) StGB DDR widerrufen" wurde, als sie ihn erneut verhafteten. Ich denke mal:

So muss es gewesen sein.

Zu dem Zeitpunkt hatte er ja noch eine "Reststrafe" von 16 Monaten "offen" und seine Haftentlassung war erst 5 Monate her. Und Jahn war eine Entlassungsurkunde aus der Staatsbürgerschaft der DDR in die Hand gedrückt worden und er wurde als "straffällig gewordener staatenloser Ausländer" außer Landes verschubt. Wie 33.000 andere ehemalige politische Gefangene auch.



Zuletzt bearbeitet: 02.08.2017 11:58 von BoWa


LÜGEN nichts als LÜGEN und es ist unverständlich, dass diese LÜGENBANDE nicht mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt wird.

Wie lange will man noch warten. 15 Jahre Rentenpropaganda + Analyse von Holger Balodis über Lügen und Propaganda in der Rentendiskussion + Noch immer verstricken sich die Parteien in einem Gestrüpp von Rentenlügen. Dabei liegen die Lösungen auf der Hand. Ist der Titel „Die große Rentenlüge“ nicht ein wenig marktschreierisch? Maßlos übertrieben? Oder vielleicht gar abgelutscht als x-ter Aufguss eines der zahlreichen Lügenbücher?
Nein, er ist die logische Folge einer skandalösen Politik der vergangenen 15 Jahre.


http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/15-jahre-rentenpropaganda-analyse-von-holger-balodis-ueber-luegen-und-propaganda-in-der-rentendiskussion-a2181423.html?latest=1

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Betrifft Herrn Vaatz und seine unsägliche Kolumne;
in diesem Zusammenhang beschäftigt mich eine Frage und vielleicht kann mir die jemand im Forum beantworten.
Aus der Vita vom ihm geht hervor, dass er bis 1982 eine lückenlose Schul- und Arbeitsbiographie vorweisen kann.
Jetzt meine Frage: was war in den Jahren 1983 - 1989?
Was befähigt einen Mathematiker zu einer Ingenieurstätigkeit ohne Nachweis eines Studiums?
Wer mehr darüber weiß, sollte mich bitte aufklären, sonst verfalle ich noch den " Verschwörungstheorien" und ich möchte doch "politisch korrekt" und nur der Wahrheit verpflichtet sein.
Ich sag schon mal vorweg Danke für die Antwort.
K.Bußler




kbussler:

...was war in den Jahren 1983 - 1989?
K.Bußler


Das steht alles ausführlich in Vaatz's Wikipedia-Biografie.

Vaatz war vergleichsweise mutig, als er 1982 zum Resevistendienst der NVA eingezogen werden sollte, diesen Dienst verweigerte und unter dem Vorwurf der Wehrdienstverweigerung 6 Monate in den Knast kam.

Nicht reflektiert wird:

amnesty international beklagte anfangs der 1980er Jahre auch für den Westteil Deutschlands die Inhaftierung von Reservistendienstverweigerern.

Die Argumentation war in Ost und West die Gleiche:

Wer widerspruchslos die Wehrpflicht als Soldat erfüllt habe, also nicht als Bausoldat (Ost) oder Zivildienstleistender (West) den Waffendienst abgelehnt hatte, der habe es "verwirkt", bei einer Einberufung zur Reserve einen auf Pazifist zu machen.

Vaatz war einer der wenigen nach 1990 in der CDU, die eine widerständige Biografie hatten. Das Konvertieren von Nooke und Nooke und Neubert un Neubert 1996 zur CDU hatte Vaatz eingefädelt.

Vaatz stieg 1990 steil auf unter Biedenkopf. Sah sich aber dann später von Blockflöten und "Wesis" in der sächsischen CDU ausgebootet. Gegen "Wessis" stänkert er permanent.
"Republikflüchtige", DDR-Bürger also, die solch ein "Wessi" werden wollten, sind dann seine bevorzugten Zielscheiben.



+++ RUHE VOR DEM STURM +++

Gute Nacht, Deutschland! Oder: Es geht immer noch schlimmer … eines der bekanntesten Lieder des Liedermachers Georg Danzer - Ruhe vor dem Sturm 1981 – Die Vinylscheibe lag heute auf meinem Plattenteller und ich weiß nicht, ob der Text mir hilft, in Ruhe einzuschlafen. Aber hört bitte selbst und macht Euch Eure Gedanken dazu. Aktueller geht’s nimmer.


Des Volk schaut nimme länger zua
die Ruhelosen woin a Ruah
es läut' die Glockn aufn Turm
Des is die Ruhe vor dem Sturm
Des is die Ruhe vor dem Sturm

Der Sturm bricht los
es riacht nach Pech und Schwefel
die Weiber in der Kammer
die packt der grosse Jammer
Der Tischler schwingt sein' Hammer








Der Vorstand der IEDF hat am 06.08.2017, also unmittelbar nach Bekanntwerden der Tatsache, dass sich die Kanzlerin durch die Gedenkstätte führen lässt, eine Nachricht an den Gedenkstättenleiter Dr. Hubertus Knabe geschickt.
Hier ist der Text:

Sehr geehrter Herr Dr. Knabe,

der 13. August als Tag des Mauerbaus ist der Gedenktag für den Unrechtscharakter des SED-Staates schlechthin.
Sie werden am 11. August die Bundeskanzlerin durch die Gedenkstätte zu führen haben.
In diesem Zusammenhang wird sicherlich nicht nur an die Mauertoten erinnert, sondern auch derer gedacht, die die Mauer zum Einsturz gebracht haben. Die Bürgerbewegung der DDR und der Herbst 1989.

Die Politik übersieht, dass die Bürgerbewegung der DDR eine Vorhut hatte. Die Flüchtlinge und Ausreiseantragsteller aus der DDR.

Die Kanzlerin wird sich sicherlich auch zur Aufarbeitung des SED-Unrechts äußern.
Sie wäre in diesem Zusammenhang daran zu erinnern, dass mit der Wiedervereinigung auch neues Unrecht geschaffen wurde. Die politische Behandlung der ehemaligen DDR-Flüchtlinge durch die Bundesregierung ist ein eklatantes Beispiel dafür.

Es ist ein Skandal, dass es gerade die CDU ist, die eine konsequent negative Haltung gegenüber den ehemaligen DDR-Flüchtlingen einnimmt. Anliegend schicken wir Ihnen die Antwort der CDU auf unseren Wahlprüfstein zur Bundestageswahl 2017.

Der Bürgerrechtler Arnold Vaatz, immerhin Mitglied des Bundesvorstandes der CDU und stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Bundestag, hat die negative Haltung der CDU gegenüber den ehemaligen DDR-Flüchtlingen öffentlich gemacht. Mit seiner Schmähschrift in Heft 30/2017 der SUPER-illu hat er die ideologischen Grundlagen offengelegt.

Anliegend schicken wir Ihnen die Kolumne des A. Vaatz sowie die Antwort der Unionsparteien auf den Wahlprüfstein. Die ignorante Haltung der Politik gegenüber den DDR-Flüchtlingen, Ausgereisten, aus Stasihaft Freigekauften ist ein böser Schandfleck in der politischen Landschaft der Bundesrepublik Deutschland.

Sehen Sie eine Möglichkeit der Erwähnung?

Herzliche Grüße,
Dr.-Ing. Jürgen Holdefleiß
Vorsitzender der "Interessengemeinschaft ehemaliger DDR-Flüchtinge e.V." (IEDF)


Herr Dr. Knabe hätte die Möglichkeit, beim Thema "Fall der Mauer" auf die Rolle von Flucht und Ausreise hinzuweisen.

Die aktuelle verbale Entgleisung des Arnold Vaatz in der SUPER-illu und die schäbige Antwort der CDU auf unseren Wahlprüfstein zur Bundestagswahl 2017 könnten bei dem gemeinsamen Rundgang einen wirkungsvollen Kontrapunkt liefern. Wenn sie denn zitiert würden.





J_H:


Der Bürgerrechtler Arnold Vaatz, immerhin Mitglied des Bundesvorstandes der CDU und stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Bundestag, hat die negative Haltung der CDU gegenüber den ehemaligen DDR-Flüchtlingen öffentlich gemacht. Mit seiner Schmähschrift in Heft 30/2017 der SUPER-illu hat er die ideologischen Grundlagen offengelegt.


Zur Ergänzung, Herr Holdefleiß, um auch mal was Gutes über Herrn Vaatz zu schreiben:

Vaatz war in der DDR vergleichsweise mutig, er war in Haft in Unterwellenborn



(Bild oben). Was ihn sonst noch umtreibt, schrieb ich schon.


Zur Häftlingszwangsarbeit in der DDR sagte er, was nicht besser zu sagen ist.

Zur so genannten "Opferrente" haben Tatjana und ich 2007 Rundbriefe verschickt. Ich stell das mal hier ins Netz.

Es ist Arnold Vaatz zu verdanken, dass die Bedürftigkeitsprüfung bei der "Opferrente" in der Endfassung des § 17a StrRehaG für Rentner weggefallen ist ( § 17a Abs. 2, Satz 2, 2. Halbsatz); ...

... der Gesetzgeber also dieser unserer Bitte entsprochen hat.

Mit besten Grüßen

Ihr

BoWa





J. H. » 07.08.2017 12:35 «
(...) Die aktuelle verbale Entgleisung des Arnold Vaatz in der SUPER-illu und die schäbige Antwort der CDU auf unseren Wahlprüfstein zur Bundestagswahl 2017 könnten bei dem gemeinsamen Rundgang einen wirkungsvollen Kontrapunkt liefern. Wenn sie denn zitiert würden. (...)


Die Kolumne von Herrn Vaatz, lieber Jürgen HOLDEFLEIß, kennen alle. Aber die Antwort der CDU auf den Wahlprüfstein nicht, weswegen solche von den Betroffenen nicht beurteilt werden kann.

Was stünde dagegen, die benannte Antwort der CDU hier zu veröffentlichen?



G_Laessig:
Hier einige Ergänzungen zu A. Vaatz:
Inzwischen gibt es 21 sehr lesenswerte Kommentare zu seiner Kolumne in der SUPERillu vom 20.07.17.
Diese wird er sich sicherlich nicht hinter seinen Spiegel stecken.


https://www.arnold-vaatz-mdb.de/kolumne-superillu

Nunmehr sind daraus schon 34 Kommentare geworden. Ich fühlte mich zu einem zweiten Kommentar herausgefordert, den ich hier zur Kenntnis gebe.




ruwolf:


https://www.arnold-vaatz-mdb.de/kolumne-superillu

Nunmehr sind daraus schon 34 Kommentare geworden. Ich fühlte mich zu einem zweiten Kommentar herausgefordert, den ich hier zur Kenntnis gebe.


Lieber Rolf Günther,

Ihren Kommentar habe ich gelesen. Sie schreiben an Arnold Vaatz:


Die „Ermutigung“ von Wolf Biermann machte mir Mut.



Sie persönlich werden den gewaltig prägenden Lebensabschnitt der ...

freigekauften Häftlinge ...

trotz Ihrer eigenen politischer Haft nie verstehen. Viele ...

sind für ihr Leben GEZEICHNET.


Auch wenn ich Sie, Herr Günther jetzt vielleicht wieder enttäusche:

Ich bin lieber VOM LEBEN GEZEICHNET



als VON BÄRBEL BOHLEY GEMALT.




Zuletzt bearbeitet: 30.08.2017 00:13 von BoWa


ruwolf:
Lieber Bodo Walther!

Worte können verletzen, dann muß man sich wehren. Natürlich auch gegen die Verharmlosung oder Rechtfertigung von Rentenraub! Kunst kann beflügeln, aber man muß dafür empfänglich sein. Wenn es um die Beurteilung von Gemälden und Zeichnungen geht, bin ich ein Banause. Was handwerklich gut gemacht ist und mich persönlich anspricht, kann ich als kunstvolles Schaffen akzeptieren.

Mitte und Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts knallten viele Songs des Liedermachers Wolf Biermann voll in mein Hirn und meine Seele. Immer wenn ich an den Verhältnissen in der „DDR“ und in der Welt verzweifelte, niedergeschlagen oder wütend war, machten mich schon einige Noten und Sätze von ihm fast euphorisch. Trotzdem bin ich kein Biermann Fan, er ist „nur“ ein normaler Mensch, mit Fehlern und lobenswerten Seiten, wie eben jeder andere Vertreter unserer seltsamen Art. Aber er hat einige verdammt gute Lieder fabriziert.

Kunst ist sehr oft umstritten, hat aber immer etwas mit persönlichen Ansichten, Empfindungen und Befindlichkeiten zu tun. Natürlich brauchen Sie keinen Gefallen an den Werken von Frau Bohley finden, ehrlich gesagt gefallen mir diese auch nicht. Dass Sie vom Leben anderweitig gezeichnet sind, mit Mut und Willenskraft selbst dazu beigetragen haben, zeichnet Sie aus. Was Sie erduldet haben, ist beeindruckend. Herr Walther, enttäuscht haben Sie mich nicht. Ich kenne Ihren Kunstgeschmack ja nicht, achte aber Ihre Meinung genauso wie Ihren Lebensmut.

Rolf Günther




Superillu Nr. 30; Die Rentenwut der „Ausreiser“ …und was ein Politiker dazu sagt.

Einige Betroffene haben ihrem Unmut über die „Meinungsäußerung“ von Herrn Vaatz Luft gemacht, indem sie den Verfasser des Artikels mit einem (Zitat) Shitstorm überzogen haben, wie er ihn noch nicht erlebt hat. Dabei hat der Redakteur das Problem zwar notwendigerweise verkürzt, aber an meinem Beispiel mit Verständnis für unsere Forderungen im Wesentlichen korrekt beschrieben. Die undifferenzierten und unqualifizierten Angriffe gegenüber dem Redakteur, Herrn Praschl, haben aber dazu geführt, dass Superillu wahrscheinlich nie mehr zu unserem Thema etwas schreiben wird. Meine Erwiderung zu Vaatz, die ansonsten mit großer Wahrscheinlichkeit gedruckt worden wäre, erscheint deshalb nicht in der Superillu.
Ich stelle meine Erwiderung deshalb auf diesem Wege vor:

Zum Glück konnte ich mir im Westen eine kleine Existenz aufbauen und bin nicht allein auf das angewiesen, was mir die Bundesregierung von meinen einstigen Rentenansprüchen übriggelassen hat.
Andere trifft es da weitaus härter.
Zur Erinnerung: Es waren die „Antragsteller“, die zuerst in Leipzig auf der Straße waren und riefen: „Wir wollen raus.“ Erst als deutlich wurde, dass die DDR- Führung dem Treiben hilflos gegenüberstand, kamen jene hinzu, die eine andere DDR wollten. Vaatz hat deshalb Recht, wenn er früher einmal gesagt hat, die Demonstrationen hätte die DDR ausgehalten und ohne die Ausreisebewegung wäre uns die DDR noch lange erhalten geblieben.
Was Herr Vaatz, der sich gern als früheren Bürgerrechtler titulieren lässt, mit seiner Kolumne abliefert, ist wirklich ein starkes Stück. Er holt ungeniert, nicht zufällig kurz vor der Bundestagswahl, Missgunstkomplexe des Teiles der DDR- Bevölkerung, der damals den „Ausreisern“ neidvoll hinterhergeschaut hatte, wieder aus der Mottenkiste hervor.
Zunächst eine Klarstellung: Die Unterscheidung zwischen Rentenwert (ohne Zusatzbezeichnung, gültig für die alten Bundesländer) und Rentenwert Ost wurde, als das DDR- Rentensystem abgelöst wurde, eingeführt, um dem damals unterschiedlichen Preisniveau in beiden Teilen Deutschlands Rechnung zu tragen und mit gleichen Rentenpunkten eine etwa gleiche Kaufkraft zu generieren. Es ist unredlich, wenn Herr Vaatz (und viele seiner Politikerkollegen) dies so darstellt, als hätten wir damit bereits einen Vorteil.
Das Fremdrentenrecht hatte sich seit mehr als 30 Jahren bis 1993 bewährt, diente es doch dazu, den Freigekauften, Flüchtlingen und Übersiedlern eine durchschnittliche Alterssicherung zu ermöglichen. Obwohl er es besser weiß, ignoriert Vaatz, dass das Fremdrentenrecht ungekürzt weiter gilt für alle, die bis zum 31.12.1990 aus Polen nach Deutschland gekommen sind (egal, welcher Nationalität), oder die vor 1937 geboren sind, Westberliner Reichsbahnbedienstete waren und für alle, die eine fremde Staatsangehörigkeit haben bzw. aus der DDR ins Ausland gegangen sind. Ihn, Vaatz, stört auch nicht, dass es keine Rolle spielt, ob jemand, der heute in den östlichen Bundesländern Rente nach dem AAÜG (oft in vergleichbarer Höhe wie nach Fremdrentenrecht, teilweise auch deutlich darüber) bekommt, jemals SV- Beiträge gezahlt hat, wie ehemalige Kombinatsdirektoren, Ingenieure, die am 30.06.1990 in einem VEB gearbeitet haben, frühere Angehörige der Bewaffneten Organe, Partei- und FDGB- Funktionäre und viele andere.
Nur allen Deutschen, die aus der DDR abgehauen und nach 1936 geboren sind, gönnt Vaatz im Namen der Bundesregierung keine angemessene Altersversorgung.
Was würde Herr Vaatz, seine Gesinnungsgenossen oder die Öffentlichkeit sagen, wenn den Flüchtlingen, die heute aus vielen Ländern zu uns kommen, nachträglich nicht das gewährt würde, was ihnen bei ihrer Ankunft rechtsverbindlich zustand?
Der eigentliche Skandal ist der staatlich vollzogene Rechtsbruch, und nicht einmal das Bundesverfassungsgericht sieht sich genötigt, diesen zu heilen.

Helfried Dietrich





Herr Dietrich,
hier wird der Volksvertreter Vaatz Ihre Erwiderung kaum lesen. Wäre es nicht sinnvoller, sie als Kommentar zur Kolumne dieses Herrn hinzuzufügen, fragt

Rolf Günther



Guten Morgen Herr Günther,

Ihrem Vorschlag folgend habe ich den Text, leicht überarbeitet, als Beitrag 36 unter


eingefügt.


Zuletzt bearbeitet: 10.09.2017 14:19 von Administrator
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