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Thema: RECHTSEXTREMISMUS: Neues von der „Ostbeauftragten“


23.5.2017
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RECHTSEXTREMISMUS

In dieser Regierungsstudie wurden sogar Gesprächspartner erfunden


Von Marcel Leubecher

Neuer Ärger um die Studie zu Rechtsextremismus im Osten: Mehrere der Befragten existieren nicht – unter ihnen: angebliche Stadträte. Und auch ein mysteriöser Mauer- und Monarchie-Befürworter wird zitiert.

©dpa
Iris Gleicke (SPD), die Ostbeauftragte der Bundesregierung, hatte die umstrittene Studie in Auftrag gegeben


Sozialforschung ist schön, macht aber viel Arbeit. Die wuchs den Gesellschaftswissenschaftlern des Göttinger Instituts für Demokratieforschung offenbar über den Kopf, als sie im Auftrag der Ostbeauftragten der Bundesregierung, Iris GLEICKE (SPD), eine qualitative Studie zum Rechtsextremismus in Ostdeutschland anfertigten. Und dabei Gesprächspartner auflisteten, die es gar nicht gibt.

Die jungen Wissenschaftler hatten keine empirische Untersuchung in allen ostdeutschen Bundesländern durchgeführt, sondern 2016 knapp 40 Interviews mit meist linken Politikern und Aktivisten aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft geführt; außerdem einzelne Gespräche mit Bürgern aus zuwanderungsfeindlichen Hotspots in Freital, Heidenau und Erfurt. Damit hat die Studie wenig Aussagekraft für die Zustände in anderen ostdeutschen Regionen.

Nun wollten viele der Gesprächspartner anonym bleiben. Deswegen fehlen in der entsprechenden Auflistung viele Namen. Stattdessen werden dann zum Beispiel „KommunalpolitikerInnen aus Heidenau“ oder „Mitglied des Stadtrates für die CDU“ als Informationsquellen angegeben. In der Fußnote erklären die Studienautoren: „In Anbetracht des brisanten Themenkomplexes“ bitten einige der „befragten InterviewpartnerInnen/Quellen um Anonymität“. Ebenso seien Namen der befragten Anwohner verfremdet worden, „um deren Anonymität zu gewährleisten“.

Der mysteriöseHerr Reese

Nun stehen auf der Liste allerdings auch erfundene Namen von Beamten und Politikern. Neben mehreren angeblichen Stadträten, die noch nie in ihren Kommunen gesichtet wurden, wird beispielsweise „Herr Reese, führender Mitarbeiter der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung“, aufgeführt. Die Einrichtung teilte der WELT mit, dass es dort niemanden gebe, der so heißt – und auch niemanden, der sich wie angegeben äußern würde.

„Unser angeblicher leitender Angestellter Reese wird an fünf Stellen zitiert, mit Positionen, die Sie niemals aus unserem Haus hören würden.“ Der erfundene Demokratievermittler stellt etwa die schützende Wirkung der Mauer heraus. Auch lobt er: „Die Monarchiezeiten waren nicht die schlechtesten.“ Die Landeszentrale habe erfolglos versucht zu rekonstruieren, wer „Herr Reese“ sein könnte, und nun bei den Göttinger Forschern um Transparenz gebeten. Bisher ohne Antwort.

Auch nennen die Wissenschaftler eine „Frau Ackermann, Mitglied des sächsischen Landtages (Fraktion DIE LINKE)“. Von den Forschern erfährt man, dass es Zeitdruck bei der Drucklegung der Studie gegeben habe. Deswegen seien Gesprächspartner unter anderen Namen aufgeführt worden, bei denen man sich nicht sicher gewesen sei, ob sie mit namentlicher Nennung einverstanden sind.

Die interne Recherche der Linkspartei hat ergeben, dass sich hinter „Frau Ackermann“ Kerstin KÖDITZ verbirgt, Fraktionssprecherin für Antifaschistische Politik. Sie habe keine Probleme mit der Veröffentlichung ihres Namens. Warum die Forscher der Sozialistin ausgerechnet den Nachnamen des ehemaligen Deutsche-Bank-Chefs verpasst haben, wird wohl nie erforscht werden.

Quelle

Anmerkung der Redaktion:

Von den Autoren der Studie wurde der Bericht insgesamt scharf kritisiert. Wir bleiben bei unserer Einschätzung, dass die Studie methodische Mängel aufweist. So wird in der Fußnote erklärt, dass einige der rund 40 Interviewpartner um Anonymität gebeten haben. In der Studie wird aber nicht gekennzeichnet, welche das sind. Klarnamen und anonymisierte Namen werden nebeneinander ohne Kennzeichnung verwendet. Zusätzlich werden teilweise Funktionsbezeichnungen komplett ohne Namensnennung genutzt. Das ist grob irreführend, weil es den Eindruck erweckt, dass es sich bei den nicht namentlich Genannten um jene Personen handelt, die um Anonymisierung gebeten haben. Und bei den namentlich Genannten um jene Experten, die nicht anonymisiert wurden. Das ist aber nicht durchweg der Fall. Etwa bei dem sogenannten Herrn Reese, dem angeblichen führenden Mitarbeiter der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung. Die Einrichtung teilte der WELT mit, dass es dort niemanden gebe, der so heißt. Der Name ist in der Studie aber nicht als anonymisiert gekennzeichnet.

Zudem sind einige Namen – laut der Forscher aufgrund von Zeitdruck – anonymisiert worden, weil man sich nicht sicher gewesen sei, ob die Gesprächspartner mit der Nennung einverstanden wären. „Frau Ackermann“, hinter der sich Kerstin Köditz, Fraktionssprecherin für Antifaschistische Politik der Linkspartei, verbirgt, hätte jedoch nach eigener Aussage keine Probleme mit der Veröffentlichung ihres Namens gehabt. Es ist zumindest fragwürdig, warum die Forscher nicht im Zuge der Interviewvereinbarung und -durchführung mit den Studienteilnehmern geklärt haben, ob sie mit einer namentlichen Nennung einverstanden sind.




Wer die DDR nicht selbst erlebt hat kann sich trotz anderslautender Beteuerungen nicht wirklich hineinversetzen. Und darauf basieren diese Vorwürfe des Rechtsextremismus , der real gar keiner ist . Er wird von den nie eine Diktatur erlebt habenden heutigen Politikern und Meinungsmachern nur behauptet . In Wirklichkeit handelt es sich um eine ganz natürliche Abwehrreaktion . Ein Volk , das aus eigener Kraft eine kommunistische Diktatur abgeschüttelt hat verspürt logischerweise nicht die geringste Lust , sich anschließend einer islamischen Diktatur zu unterwerfen . Ist das so schwer zu verstehen ?



"Wer die DDR nicht selbst erlebt hat kann sich trotz anderslautender Beteuerungen nicht wirklich hineinversetzen."


Herr Stichler !

Das stramme rot gelackte Mädel, das die "qualitative Studie zum Rechtsextremismus in Ostdeutschland" anfertigten lassen hat, hat nie im Westen gewohnt. Sie stammt aus der DDR, genauer : aus dem Bezirk Suhl.

Vor noch nicht langer Zeit war es üblich, für einen solchen Dreck ("Betrug" ist wohl der richtige Begriff) schleunigst zurückzutreten.

Mal Gerhard Branstner zitiert :
"Dummheit auf der Leiter klettert immer weiter."

Gefunden in dieser Broschüre :





"Dummheit auf der Leiter klettert immer weiter."

Dieses Zitat( gefällt mir absolut )kannte ich bisher noch nicht , finde es aber hochgradig zutreffend , nicht nur auf eine Person bezogen sondern - dem heutigen Zeitgeist entsprechend - als allgemeingültiges Phänomen . Ein Zitat , das mit wenigen Worten sehr viel aussagt.



kirama:

Das stramme rot gelackte Mädel, das die "qualitative Studie zum Rechtsextremismus in Ostdeutschland" anfertigten lassen hat, ...



... hat nie im Westen gewohnt. Sie stammt aus der DDR, genauer : aus dem Bezirk Suhl.


Eine ehemalige DDR-Staatsbedienstete: VEB Stadtbau,



dann im sozialistischen Bauamt der Stadt und seit 1990 hockt se nu im Bundestag.




Übrigens:

Der "Kampf gegen RECHTS" war schon immer Pflicht. Es bestimmte das







Wer sich einmal die Mühe macht, diesen Beitrag http://quer-denken.tv/das-nsu-maerchen-filmstory-a-la-hollywood-hintergruende-fakten-politische-absichten/anzuschauen, der muss- ohne viel Intelligenz- zu der Schlussfolgerung kommen, dass es sich bei solch rätselbehafteten Episoden wie "NSU" um aufgebaute Fakes zur Errichtung und Aufrechterhaltung einer Bedrohungslage handelt.



Die "Studie" des "Göttinger Instituts für Demokratieforschung“



... gibt es auch als download.



Zuletzt bearbeitet: 01.06.2017 19:35 von BoWa


Die Umdeutung der Mauer findet sich auf z.B. Seite 36 der "Studie":

>>Die ökonomische Auffrischungskur durch die VertragsarbeiterInnen war in den kriselnden 1980er Jahren für den SED-Staat eine bittere Notwendigkeit, „weil Rationalisierungs- und Modernisierungs-Maßnahmen zur Produktionssteigerung und Investitionen in effizientere Technologien […] nicht im erforderlichen Maße realisierbar waren“ (ebd.: 12), die sozialistischen PlanerInnen also auf die Vernutzung billiger Arbeitskraft bzw. auf extensiven Arbeitskräfteeinsatz setzen mussten – zumal infolge der Ausreise in die BRD jedes Jahr tausende DDR-BürgerInnen im arbeitsfähigen Alter das Land verließen. In der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Krise der 1980er Jahre, die Stagnation und teils einen sinkenden Lebensstandard bedeutete, richteten sich die auch von der SED-Führung instrumentalisierten Ressentiments und Stimmungen zuvorderst gegen die als „fremd“ stigmatisierten ausländischen Arbeitskräfte. Das in den bilateralen Verträgen mit den Herkunftsländern festgehaltene und von der SED immer wieder hervorgehobene Postulat, dass die ausländischen ArbeiterInnen nach zumeist fünf bis sieben Jahren wieder in ihre Heimat zurückreisen sollten, trug nach der Wende besonders zur Aggression aufseiten der einheimischen Bevölkerung bei.<<


Ja, da ist sie wieder, die Mär von denen, die einfach so „das Land verließen“ und die Legende der wackeren



ehemaligen DDR-Grenzsoldaten.

Die wollen uns ja heute weismachen, sie hätten an einer Mauer gestanden, um diese Millionen von Menschen abzuwehren, die ins Arbeiter- und Bauern-Paradies HINEIN ...



... und dieses zu ihrer dauerhaften Heimat machen wollen.



Zuletzt bearbeitet: 01.06.2017 20:26 von BoWa
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