FLUCHT und AUSREISE Diskussionsforum
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Thema: Wir trauern um Dr.Wolfgang Mayer


Die Lebenden soll man Ehren und Würdigen-
die Nachricht von seinem Tod hat uns, Christa und mich, Betroffen gemacht, denn ein paar Tage vorher schrieb er, "ich solle ihn doch besuchen kommen".
So blieb uns nur in "Würdigung" zu seiner Bestattung nach Greiz zu fahren.
Seiner Marika und der Familie möchten wir auf diesem Wege danken, das auch wir, würdevoll von Wolfgang Abschied nehmen konnten;
Wir wünschen dieser Familie viel Kraft für die Zukunft.
Wolfgangs Arbeit war eng verbunden mit der Arbeit der Opferverbände, wie es die IEDF, VOS und auch der Dachverband, die UOKG, darstellt.
Einfach nur "Schäbig" ist deshalb das ignorierende Verhalten der Vorstände dieser Opferverbände zum Ableben eines "Streiters für Demokratie und Recht".
Weder Blumengruß noch "angemessene" Anteilnahme.
Christa & Wolfgang





Kamerad Wolfgang Graetz schrieb gestern u.a.:

Wolfgangs Arbeit war eng verbunden mit der Arbeit der Opferverbände, wie es die IEDF, VOS und auch der Dachverband, die UOKG, darstellt.
Einfach nur "schäbig" ist deshalb das ignorierende Verhalten der Vorstände dieser Opferverbände zum Ableben eines "Streiters für Demokratie und Recht".

Weder Blumengruß noch "angemessene" Anteilnahme.
Christa & Wolfgang


Ich kann mich diesen klugen Worten nur anschließen.
Auf der vom Bestattungsunternehmen Detlef Bauer (Reichenbach) würdig gestalteten Trauerfeier waren bestimmt 95 % Verwandte erschienen und nur wenige Kameraden und Mitglieder jener oben genannten Vereine.


Dabei hatte Dr. Wolfgang Mayer seit Jahrzehnten seine ganze Kraft und sein Wissen eingesetzt, um auch für die Ziele dieser Vereine zu kämpfen:
* gegen Rentenbetrug und Rechtsbruch
* für Aufarbeitung der Verbrechen des SED-Staates

Fundamentiert hatte er seine Auffassung von Recht und Freiheit in seinem Buch:
"Flucht und Ausreise", das leider nur noch selten zu kaufen ist.

Einen korrekten und würdigen Nachruf verfaßte unser Kamerad
Carl-Wolfgang Holzapfel
für seinen langjährigen Freund
Dr. Wolfgang Mayer.

In stiller Trauer
Fritz Schaarschmidt



In Memoriam: Dr. Wolfgang Mayer

Im April 2015 wurden die Erfahrungen und Erinnerungen von damaligen Zeitzeugen der deutschen Geschichte in einem Videoprojekt aufgezeichet. Auch die Erinnerungen von Dr. Wolfgang Mayer, die auf dem Youtube-Channel von "gedaechtnisdernation" abzurufen sind. Leider sind die 18 (?) Gesprächsfilme mit Dr. Wolfgang Mayer weder in einer speziellen Playlist, noch chronologisch sortiert vorzufinden, sodass ich es heute selbst für notwendig erachtet habe, eine eigene Playlist mit den 18 Gesprächsvideos anzulegen, um die Erinnerungen und Erfahrungen von Wolfgang auch weiterhin für eine gesamte Öffentlichkeit in Erinnerung zu halten:

https://www.youtube.com/playlist?list=PL4asSwlbaC4GfHXGn-IBw8_a7aPLKVUw9

Wenn jemand die genaue Reihefolge der Gesprächsvideos kennt, kann er mir diese Reihenfolge gerne mitteilen, dann werde ich die Reihenfolge der Gesprächs-Videos in der Playlist entsprechend anpassen. Auch weiss ich nicht definitiv, ob die 18 Videos = ALLE Gesprächs-Videos mit Dr. Wolfgang Mayer in diesem Videoprojekt sind. Wer Infos dazu hat, bitte mitteilen.



Hallo Herr Hoffmann!

Ich hatte mir die Videoaufzeichnungen der Zeitzeugengespräche mit Wolfgang Mayer schon vor einigen Tagen auf YouTube angeschaut. Erst danach wurde mir so richtig klar, wieviel Ähnlichkeiten auch in Details die Besetzung der dänischen Botschaft 1988 durch Familie Mayer und Mitstreiter mit der Asylsuche meines Freundeskreises in der Ostberliner US-Botschaft im Jahr 1983 aufweist. Es ist verdienstvoll, dass Sie die einzelnen Filme chronologisch geordnet haben. Ich denke aber, vier Videos müssten anders einsortiert werden.

- Die 5 gehört an Stelle 2.
- Die 15 gehört an Stelle 17.
- Die 16 gehört an Stelle 15.
- Die 18 gehört an Stelle 16.
- Die 17 würde dann an Stelle 18 rücken.

Danke für Ihre Arbeit.

Rolf Günther




Hallo Wolfgang Graetz,

es gibt Dinge, die entziehen sich ganz einfach Deiner Einsicht.
Du bist kein Mitglied der IEDF, folglich kennst Du auch deren Arbeit nur vom Hörensagen.
Du maßt Dir aber an, zu kritisieren, dass der Vorstand der IEDF nicht an der Trauerfeier für Wolfgang Mayer teilgenommen hat. Wir haben sehr bedauert, dass die Mitglieder des Vorstandes zu dieser Trauerfeier nicht fahren konnten, weil unsere Jahresmitgliederversammlung seit Monaten auf diesen Termin festgelegt war. Es scheint auch Deiner Aufmerksamkeit entgangen zu sein, dass der IEDF-Vereinsvorsitzende Jürgen Holdefleiß am 07.10. in diesem Forum einen Nachruf veröffentlicht hat.
Bitte entschuldige auch, dass wir Dich als Moralinstanz nicht darüber informiert haben, dass wir, dem Wunsch der Witwe von Wolfgang Mayer folgend, an Stelle eines Kranzes dem SOS-Kinderdorf Pfalz eine Spende überwiesen haben.
Was bezweckst du eigentlich mit dieser Polemik, die Du bereits am 28.09.2017 in diesem Forum und nun wieder verbreitest? Warum bekämpfst Du außer unseren gemeinsamen Feinden auch diejenigen, die die gleichen Ziele haben, aber dies mit anderer Akzentuierung angehen?
Nach mehr als 15 Jahren, in denen wir erfolglos unser Recht eingefordert haben, liegen die Nerven etwas blank. Manche werden ungeduldig und suchen die Schuldigen in den eigenen Reihen. In diesen 15 Jahren haben wir mit „Briefchenschreiben“ das Thema auf verschiedenen Ebenen am Köcheln gehalten, und zwar mit zunehmender Aufmerksamkeit bei Betroffenen und in der Öffentlichkeit. Ansonsten wäre es längst in der Versenkung verschwunden.
Woher hast Du die am 28.09. geäußerte Weisheit, dass der Vorstand unseres Vereines meint, dass nur der Papierweg zum Erfolg führt? Jetzt kommst nach vielen Jahren Du und einige andere, von denen wir bisher nichts gehört hatten, daher und meinst, den allein zielführenden Weg zu kennen. Dass Du und einige andere nicht unserem Verein und grundsätzlich überhaupt keinem Verein angehören wollt ist Eure Entscheidung. Diese Nichtmitglieder können aber auch nicht verlangen, dass der Verein bzw. die Vereine sich nach ihren Vorstellungen richten.
Wir hatten einmal Konsens darüber, dass jeder (der wenigen, die sich überhaupt aktiv betätigen wollen) seinen individuellen Stil hat und danach handelt. Nur diese Mehrstimmigkeit hat, wenn überhaupt, eine Aussicht auf Erfolg. Wer will behaupten, dass er allein den sicheren Weg weiß?
Eine Vielzahl von Betroffenen, in aller Regel Vereinsmitglieder, haben alle sich bietende Gelegenheiten genutzt, Politiker auf das Dauerthema anzusprechen. Auch Du hast das jetzt getan, indem Du Gelegenheiten gesucht und gefunden hast, die Kanzlerin persönlich anzusprechen. Dafür gebührt Dir großer Dank. Dass die Kanzlerin in Hohenschönhausen überhaupt ansprechbar war, das ist aber erst durch „Briefchenschreiben“ ermöglicht worden, wie Dir inzwischen erläutert worden ist. Dieser nach Deiner Meinung so nutzlose Verein war es auch, der es Gundhardt Lässig als Beschwerdeführer (auch ihm sei hier ausdrücklich noch einmal gedankt für seine unermüdliche Arbeit) durch umfangreiches Faktenmaterial und finanzielle Absicherung ermöglicht hat, Beschwerde zunächst beim BVerfG in Karlsruhe und nun auch beim EGMR in Straßburg einzulegen. Dass Du Dich an diesen Kosten nicht beteiligst-bitte schön. Es zeigt aber, wie einseitig du die Dinge siehst. Gemeinschaftliches Handeln? Fehlanzeige! Deinen Aktionen allerdings sollen alle bedingungslos folgen. Übrigens: Du warst bei einigen Demos Veranstalter, worauf Du immer großen Wert gelegt und die Vorgehensweise bestimmt hast. Folglich hast Du nicht für diesen Verein die Nacharbeit gemacht, sondern für Dich selbst. Dieser Verein und auch die VOS unterstützen Deine Aktivitäten allerdings nach ihren Möglichkeiten, aber statt ihnen zu danken beschimpfst Du sie.
Können wir nicht dahin zurückkehren, dass wir ohne gegenseitige Anfeindungen allesamt daran arbeiten, unser gemeinsames Ziel zu erreichen?

Helfried Dietrich

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