FLUCHT und AUSREISE Diskussionsforum
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Thema: Warum ich AfD gewählt habe


Lange und wie ich glaube mit gutem Grund, habe ich mich seit Jahren nicht mehr im FORUM gemeldet, obwohl die Beiträge jeden Tag gelesen.
Zuerst möchte ich Kamerad Holzapfel zustimmen zu seinem Kommentar. Ich kenne ihn seit Jahrzehnten als aufrechten Menschen mit, auch in harten Zeiten, unbeugsamer freiheitlich-demokratischer Gesinnung.
Andere "Schreiber" jedoch erscheinen mir dubios.
"Die Nachricht hör' ich wohl. Allein mir fehlt der Glaube."
Ich war viele Jahre politischer Gefangener in Bautzen-II, und wurde 1965 freigekauft und bin Rentner mit Euro 751.00 monatliche deutsche Altersrente.
ES LEBE DIE GESAMTDEUTSCHE "DDR", in welcher es uns Rentnern blendend geht, dank Mutti Angelika!
Du hast Dein Ziel schon fast erreicht. Allerdings nur fast!
Bedenkt bitte es kann und wird auch anders kommen. Die gegenwärtige politische Situation in Deutschland ist nicht neu.
Alles schon mal dagewesen. 2017 und 1933. Vergleiche bieten sich an.
Aber das heist nicht, dass die gleichen Fehler wie damals
wiederholt werden. Nur Idioten lernen nichts aus "gestern". Und die AfD hat intelligente Mitglieder und Verantwortungsträger. Sie sollten gewählt werden.

Klaus






T-Online heute :


"Mit allen Mitteln des Rechtsstaates einschreiten"
Merkel verurteilt Verbrennung israelischer Flaggen


Warum habe ich solche Reaktionen von Merkel noch nie erlebt , wenn es um deutsche Staats-Embleme und Flaggen ging ?

Was meinen Sie dazu , Herr ruwolf ?



Hallo Herr Stichler, hier meine Reaktionen auf Ihre Fragen vom 7.12. und 9.12.17

Ein Bürgermeister finanziert Sozialwohnungen in seiner Gemeinde, stellt einer bedürftigen Familie günstigen Wohnraum zur Verfügung und hilft beim Bezug von Hartz IV. Es stellt sich heraus: Vater und Mutter der Familie sind rechtsradikal, bereiten mit anderen in ihrer Wohnung Straftaten vor. Frage: finanziert der Bürgermeister dann schuldhaft Rechtsradikalismus? Eine Universität stellt Studenten Räumlichkeiten zu Verfügung und gibt finanzielle Unterstützung für Studierenden-Vertretungen. Es stellt sich heraus: einige Studenten sind linksradikal, bereiten mit anderen in den Räumlichkeiten Straftaten vor. Frage: finanziert die Universität dann schuldhaft Linksradikalismus?

Straftaten und deren Finanzierung, auch im Bereich Extremismus, müssen angezeigt, nachgewiesen und die Täter oder Täterorganisationen verurteilt werden. Opfer und Geschädigte müssen unterstützt werden. Vermutungen oder unbewiesene Anschuldigungen reichen jedoch nicht aus. So sollte demokratische Rechtssprechung funktionieren.

B_Stichler:
Überzeugte Demokraten finanzieren keinen Gewalt-Terror!.....
Das ist absolut richtig . Im Umkehrschluss jedoch würde das bedeuten , dass Diejenigen , die mit Staats - und Steuergeldern linke Gewalt finanzieren , absolut keine Demokraten sind !!!


Das ist absolut richtig, wenn die Verantwortlichen das bewußt, gezielt und mit extremistisch-krimineller Energie tun. Denn überzeugte Demokraten finanzieren keinen Gewalt-Terror! Vielleicht erkennen Sie die versteckte Kritik an ihrer Art zu formulieren.

B_Stichler:
…meinen Sie , das linke Gewaltpotential finanziert sich aus eigener Tasche ?


Natürlich auch! Linke oder rechte Gewalttäter werden sich über Staatsknete freuen, sind aber sicher nicht darauf angewiesen. Sie sind Extremisten, jedoch deshalb nicht zwangsläufig dumm oder unfähig, sich zu organisieren oder ihr Tun zu finanzieren.

B_Stichler:
Und was extremistisch oder demokratisch ist , das bestimmen Sie , Herr ruwolf ?


Was extremistisch oder demokratisch ist, das bestimmen weder Sie, Herr Stichler, noch ich! Aber ich nehme mir, wie Sie, das Recht heraus, meine Meinung dazu zu äußern. Es wird bestimmt durch Gesetze, natürlich auch durch das Grundgesetz, von der großen Mehrheit der Bevölkerung und im Notfall von zuständigen Gerichten. So funktioniert Demokratie.

B_Stichler:
Wenn Sie das ehrlich meinten , Herr ruwolf , dann müssten Sie ein erklärter Gegner der Etablierten sein ! Sind Sie das ?


Wen meinen Sie mit Etablierten? Ältere Parteien, andere Organisationen, organisierte Kriminelle, egoistische Interessengruppen, politisch Verantwortliche, einzelne Personen? Das müsste ich von Ihnen erfahren, um antworten zu können.

B_Stichler:
Nicht uninteressant wäre auch die Tatsache , dass der Sohn des überzeugten Demokraten Ralf Stegner aktives Mitglied der Antifa-Schlägertruppe ist .


Ein Vater und überzeugter Demokrat ist nicht für die Taten seines volljährigen/erwachsenen Sohnes verantwortlich zu machen. Demokratische Rechtssprechung sollte und muss Täter bestrafen, schließt aber Sippenhaft aus.

B_Stichler:
Wie sehen Sie das , Herr ruwolf ?


Verehrter Herr Stichler, so sieht das Herr ruwolf.

Rolf Günther





Detlef:
Ein chinesisches Sprichwort:" Man kann Flüsse und Berge ändern, nicht aber den Menschen"


Hallo Herr Bauer, ein anderes Sprichwort lautet: „Menschen ändern das Leben, das Leben ändert die Menschen.“



Sachsen-Anhalts AfD-Chef Poggenburg lobt die DDR

Sachsen-Anhalts AfD-Landeschef André Poggenburg hat die DDR für ihr Bekenntnis zum deutschen Volk gelobt.


Sachsen-Anhalts AfD-Landeschef André Poggenburg hat die DDR für ihr Bekenntnis zum deutschen Volk gelobt. Der SED-Staat habe kein Problem mit dem Nationalgedanken gehabt, sagte der Rechtspopulist der "Mitteldeutschen Zeitung" aus Halle vom Freitag. Dies zeige etwa der Begriff der "Nationalen Volksarmee".

Sein verstorbener Großvater, Oberst der Volkspolizei und Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit, wäre heute stolz auf seinen deutschnationalen Kurs, sagte der 42-Jährige. Einst habe er über einen Beitritt zur CDU nachgedacht. Deren Unterstützung des Irak-Kriegs habe dies aber verhindert, sagte Poggenburg.

Quelle: Stern, 18. August 2017

https://www.stern.de/news/sachsen-anhalts-afd-chef-poggenburg-lobt-die-ddr-7583536.html




B_Stichler:
Sehr geehrter Herr ruwolf , dürfte ich Sie um eine Präzisierung ihrer Aussage bitten ?

In wessen Sinne würden Sie das System verbessern , im Sinne eines Heiko Maas oder im Sinne eines Francois Voltaire ?

Bitte kein rumeierndes Grundsatzreferat sondern eine klare Antwort in einem Satz !


Ich persönlich würde unser demokratisches System weder im Sinne eines Heiko Maas noch im Sinne eines Francois Voltaire verbessern, sondern gegen die von mir erkannten Rechtsbrüche und Fehlentwicklungen vorgehen.

Rolf Günther



B_Stichler
"Mit allen Mitteln des Rechtsstaates einschreiten"
Merkel verurteilt Verbrennung israelischer Flaggen

Warum habe ich solche Reaktionen von Merkel noch nie erlebt , wenn es um deutsche Staats-Embleme und Flaggen ging ?

Was meinen Sie dazu , Herr ruwolf ?


Darauf kann ich Ihnen leider nicht antworten. Habe keine ausreichenden Informationen.

Rolf Günther




ruwolf:
Sachsen-Anhalts AfD-Chef Poggenburg lobt die DDR - Quelle: Stern, 18. August 2017


Der stern bezieht sich nur auf ein Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung. Daher ist das eigentliche Interview wesentlich informativer oder "erhellender" - je nach Standpunkt und Kritikfähigkeit:

https://www.mz-web.de/sachsen-anhalt/landespolitik/mz-sommerinterview-afd-chef-andr%C3%A9-poggenburg-lobt-die-ddr-28185186



Da wir bei Sprüchen gelandet sind ein letzter mir gefallender Spruch von Benjamin Franklin

" Die ganz Schlauen sehen um fünf Ecken und sind geradeaus
blind"

Detlef



ruwolf:
Sachsen-Anhalts AfD-Chef Poggenburg lobt die DDR

Sachsen-Anhalts AfD-Landeschef André Poggenburg hat die DDR für ihr Bekenntnis zum deutschen Volk gelobt.


Sachsen-Anhalts AfD-Landeschef André Poggenburg hat die DDR für ihr Bekenntnis zum deutschen Volk gelobt. Der SED-Staat habe kein Problem mit dem Nationalgedanken gehabt, sagte der Rechtspopulist der "Mitteldeutschen Zeitung" aus Halle vom Freitag. Dies zeige etwa der Begriff der "Nationalen Volksarmee".
...


Sie zitieren immer nur irgenwas ohne zu sagen, was SIE damit sagen wollen ...



Der Nationalgedanke ist kein politisches Phänomen sondern
er ist das Produkt einer historisch - geschichtlichen Entwicklung und daher etwas absolut natürliches . Aber der Nationalgedanke fehlt großen Teilen der deutschen Masse heute . Unabhängig vom herrschenden Regime ist der Nationalgedanke ein Volksgedanke . Mehr als Poggenburg stört mich Merkel , die unsere Nation zerstören will !

......Sie zitieren immer nur irgenwas ohne zu sagen, was SIE damit sagen wollen .....

Das unterschreibe ich !



Zuletzt bearbeitet: 14.12.2017 10:17 von B_Stichler


Ach so, ich verstehe; Leute wie Poggenburg stören Sie eigentlich auch.
Ich finde wir brauchen viel mehr Poggenburgs und zwar recht bald.



Hier muss ich entschieden widersprechen . Wir brauchen keinerlei Poggenburgs , die mit der STASI sympathisieren sondern wir brauchen jede Menge Menschen , die sich zur deutschen Nation bekennen !


Zuletzt bearbeitet: 15.12.2017 07:23 von B_Stichler


Was Hänschen nicht lernt , lernt Hans nimmermehr
AfD West - AfD Ost

Meine persönliche Feststellung im Nordwesten:
Der hiesige Kreisvorsitzende ( 67 ) und ( westdeutscher ) Studienrat ist seinem Herrn Lucke gefolgt und hat die AfD verlassen. Er hatte zumindest noch Kenntnis davon , daß es mal eine DDR gab. Mir persönlich klagte er öfter sein Leid darüber , dass es mitunter sehr schwer sei, bei Diskussionen mit der Linken deren Argumente zu knacken. Das glaubte ich ihm aufs Wort. Innerlich musste ich schmunzeln weil mir sofort klar wurde , daß es tatsächlich einen Unterschied macht , wo man seine Bildung erhalten hat und wo man seine Lebenserfahrungen gemacht hat , wenn man denn überhaupt welche gemacht hat. Der Nachfolger ( 49 ) und Geschäftsmann hat von gesamtdeutscher Politik absolut keine Ahnung. Woher sollten denn beide Herren wirkliche Lebenserfahrung haben ? Wohlbehütet aufgewachsen im Schoße der westlichen Wohlstandsgesellschaft , mit demokratischen Rechten ausgestattet und militärisch beschützt von Atlantischen Bündnis sind sie sorglos aufgewachsen . Als ich diesem Nachfolger meine Unterstützung anbot spürte ich sofort , dass er mich für einen Spinner hielt , weil er ja von Deutschland absolut nichts weiß. Er faselte was von ...wollen nicht in der Vergangenheit leben ….u.s.w. Dabei weiß er ja nicht mal , was die Vergangenheit war. Wer die Vergangenheit nicht kennt , versteht die Gegenwart nicht und wird die Zukunft nicht meistern. Die Kenntnis der Vergangenheit ist unverzichtbares Grundwissen. Wenn er 1969 geboren wurde dann war er 1989 also 20 Jahre alt und hat wohl mehr zufällig etwas von den Ereignissen in der DDR mitbekommen und mangels Interesses wohl auch nicht verstanden. Sein gleichaltriger Landsmann-Ost hingegen hatte als 20Jähriger schon bereits einiges an politischem Wissen und an Lebenserfahrung sammeln können , das brachte der sozialistische Alltag automatisch mit sich und die Funk-und Fernsehwellen des Westens machten ja vor der Mauer nicht halt. Fazit : Der 20 Jährige Michel-Ost war dem 20 Jährigen Michel West an gesamtdeutscher politischer Kenntnis und an Lebenserfahrung deutlich überlegen ! Aber Michel-West tut sich schwer , diese Tatsache zu akzeptieren. Dabei kann man das an einem ganz bezeichnenden Beispiel verdeutlichen : Seit 1990 sind inzwischen 27 Jahre vergangen , also genügend Zeit , auch die neuen Bundesländer mit kulturellen Bereicherern zu überschwemmen. Das ist aber aufgrund des Widerstandes von Michel-Ost nicht so maßlos ( Maaslos ) gelungen wie in den alten Bundesländern . Also ist Michel-Ost der politisch Klügere und Entschlossenere . Ich kann durchaus verstehen dass Michel-West , dem die Ostverwandtschaft 40 Jahre lang die Füße geküsst hat für ein Westpaket , jetzt Schwierigkeiten hat zu verdauen , dass er eben nicht mehr der Größte ist . Nun hat die AfD ein ganz bestimmtes Problem in der Form , dass sie mal in die Situation kommen könnte , innerparteilich oder sogar parlamentarisch eine Entscheidung treffen zu müssen , die vornehmlich Belange der neuen Bundesländer betrifft. Aber da wir ja Gesamtdeutschland sind muss eine politische Partei auch in der Lage sein , jedes in Deutschland anfallende Thema behandeln zu können !Und hier kann man keinesfalls ausschließen dass sich – auch in der AfD – westdeutsche Überheblichkeit dem Osten gegenüber und deutschlandpolitische Ahnungslosigkeit summieren und bei den betreffenden westdeutschen AfD-Mandatsträgern und Parlamentariern eine falsche Entscheidung auslösen .
Es gibt hier einen ganz gravierenden Unterschied zwischen Michel-West und Michel-Ost. Aufgrund der permanenten Unterdrückung von 1945 bis 1989 hatte Michel-Ost ständig Augen und Ohren nach Westen gerichtet und war über bundesdeutsche Politik besser informiert als der bundesdeutsche Wohlstandsmichel. Michel-Ost hatte also ständig gesamtdeutsche Polit-Kenntnisse. Anders dagegen Michel-West. Das Wissen darüber, dass er einen immens besseren Lebensstandard hatte und in einem ( damals noch ) freiheitlichen Staat lebte , machte ihn gegenüber seinen ostdeutschen Landsleuten überheblich und herablassend. Dazu kam die bundesdeutsche Wohlstandsverblödung , die es mit sich brachte , dass Michel-West sich nichtmal mehr für bundesdeutsche Politik interessierte sondern nur noch für eigene materielle Belange. ( Ausnahmen bestätigen die Regel ! ) Michel-West dachte nicht mehr selbst sondern übernahm ohne eigene Überlegung aus purer Wohlstandsbequemlichkeit kritiklos die Verlautbarungen der Medien. Dadurch verlor er mehr und mehr die kritische Beobachtungsgabe , die ihm heute völlig fehlt. Bis heute ist es Michel-West noch nicht vollständig gelungen , seine nunmehr durch nichts begründete Überheblichkeit den Neubundesbürgern gegenüber zu überwinden. Und DAS könnte eventuell zu politischen Fehlentscheidungen innerhalb der AfD führen, weil eben der ahnungslose Michel-West zwar nicht die politischen Kenntnisse , aber die zahlenmäßige Mehrheit hat ! Beschämend für Mandatsträger West der AfD ist auch die Tatsache , dass sie auf entsprechende Fragen von Medienvertretern , warum die AfD in den alten Bundesländern deutlich weniger Stimmen geholt hat als in den neuen Bundesländern , bis heute noch nicht die richtige Antwort gefunden haben – oder sich die richtige Antwort nicht eingestehen wollen ! Hier muss die AfD noch innerparteilich an sich selbst arbeiten .

Bernd Stichler


Zuletzt bearbeitet: 26.12.2017 08:06 von B_Stichler


Bevor ich eine Arbeit entsprechend meiner pädagogischen
Qualifikation aus DDR-Zeiten bekam, verdingte ich mich Ende 1989 beim Magistrat in meiner Wahl-Heimatstadt als Verwaltungsmitarbeiter - kurz: Ich war Hiwi in der Pass- und Meldestelle. Ich musste Geld verdienen um hungrige
Mäuler zu stopfen. Als Idealist und Willy-Brandt-Verehrer und aus Dankbarkeit dem Landesteil gegenüber, welcher mir
und meiner Familie eine neue Heimat bot, kam es mir nicht
in den Sinn auf arbeitslos zu machen, obwohl ich als ar-
beitsloser Lehrer finanziell erheblich besser abge-
schnitten hätte. Es sprach sich schnell herum, dass in der
Passtelle ein DDR-Gegner arbeiten würde, und so musste ich
die ersten Tage allerhand Hände von neugierigen Kollegen schütteln, wobei sich die Hände derer, die als Kinder nach dem Kriege aus ihrer ostdeutschen Heimat vertrieben wurden, besonders warm anfühlten. Schließlich kam auch der
1. Stadtrat, packte ebenfalls meine Flosse und sprach
etwas von Freiheit und Demokratie, wobei er unentwegt auf
meinen Schreibtisch schielte, wo die neue Ausgabe des
"SPIEGEL" lag (den las ich damals noch). Dann sprachen wir
über Bildung und Schule, er wusste, das ich Lehrer war, und fasste seine Überzeugung zusammen in dem Satz:"Ihm sei
klar, dass das Bildungsniveau in der DDR mit dem der Bundesrepublik nicht mithalten könne, da ja alles der po-
litischen Indoktrination unterworfen sei." Da habe ich
erst einmal geschluckt, und dann entgegnet: "Mag sein, noch kann ich es nicht beurteilen. Aber Schopenhauer sagte
einst: Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bil-
dund ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Ver-
stand." Er atmete tief durch, tat noch einen verstohlenen
Blick auf Augsteins Blatt und ging. "Jetzt haben Sie einen
neuen Feind", sagte eine Kollegin zu mir, "so etwas ist der nicht gewöhnt."
Am nächsten Tag kam die Sekretärin des Stadtrates zu mir
und fragte mich, ob ihr Chef einmal im "Spiegel" blättern
dürfe. Als sie gegangen war, sprach eine andere Kollegin:
"Sie müssen wissen, der ist so was von schwarz, der wusste
bisher nicht, wie das Wort 'Spiegel' geschrieben wird. Was
ist denn mit dem passiert?"
Irgendwie ist es eigenartig - die kleinen Geschichten am
Rande des Lebens sind allgegenwärtig, während die großen
sich oft hinter einer grauen Nebelwand mehr und mehr ver-
flüchtigen.



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