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Thema: Schlussstriche verhöhnen die Opfer


KRITIK AN AFD-FORDERUNG NACH ENDE DER STASI-AUFARBEITUNG
„Schlussstriche verhöhnen die Opfer“


Magdeburg – Heftige Kritik hagelt es an der Forderung von Sachsen-Anhalts AfD Landeschef Andre Poggenburg (42) nach einem Schlussstrich bei der Stasi-Vergangenheit. „Für uns zählt das Hier und Jetzt”, sagte Poggenburg zur Vergangenheit des AfD-Kandidaten Frank-Ronald Bischoff (69), der zwölf Jahre als Offizier im besonderen Einsatz (OibE) für die Stasi arbeitete. Poggenburg plädierte dafür, mit Blick auf eine Stasi-Vergangenheit einen Schlussstrich zu ziehen. „Grundlegend: ja, im Einzelfall: nein“, sagte er.

„Schlussstriche verhöhnen die Opfer und verhindern, dass nächste Generationen begreifen, wie Diktaturen in Deutschland funktioniert haben“, erklärt Roland Jahn (64), Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, gegenüber BILD. Hugo Diederich (63), Bundesgeschäftsführer der „Vereinigung Opfer des Stalinismus“ (VOS): „Wir sollten es auch 28 Jahre nach dem Fall der Mauer nicht zulassen, dass ehemalige hauptamtliche Mitarbeiter wieder leitende Funktionen im Staat bekommen. Dies gilt erst recht für das oberste parlamentarische Gremium, dem Deutschen Bundestag.“ Diederich weiter: „Wir müssen die Machenschaften der Staatssicherheit und ihres Befehlsgebers SED weiter gründlichst aufarbeiten, um Lehren für die Zukunft zu ziehen. Oder will Herr Poggenburg morgen wieder in einer Diktatur aufwachen?“

Auch Birgit Neumann-Becker, Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, sagt zu BILD: „Einen Schlussstrich unter die Aufarbeitung der SED-Diktatur kann es nicht geben, weil sie eine der Grundlagen ist, um ehemals Verfolgte zu rehabilitieren und zu unterstützen.“

Die Expertin weiter: „Dass die Aufarbeitung und Anerkennung SED-Verfolgter nicht beendet ist, zeigen auch folgende Zahlen: 2016 wurden allein in Sachsen-Anhalt 299 Anträge zur strafrechtlichen Rehabilitierung und dazu 938 Anträge in weiteren Rehabilitierungsangelegenheiten neu eingereicht.“
Die Tätigkeit des jetzigen AfD-Bundestagskandidaten Frank-Ronald Bischoff als Stasi-OibE und als Leiter der Abteilung Inneres beim Rat des Kreises Halberstadt untersuchte die Historikerin Renate Hürtgen (68) für ihr Buch „Ausreise per Antrag – Der lange Weg nach drüben. Eine Studie über Herrschaft und Alltag in der DDR-Provinz.“ In dem Buch heisst es, Bischoff habe Antragsstellern gedroht, dass sie keine Arbeit mehr bekämen, wenn sie einen Ausreiseantrag stellen würden.

Renate Hürtgen zu BILD: „Typisch für seine „Arbeitsweise“ - so erfuhr ich im Rahmen meiner Buchrecherchen von ehemaligen Antragstellern auf Ausreise - war der ständige Wechsel zwischen verständnisvoll-väterlichem und aggressivem Verhalten. Und immer hätte er unmissverständlich gemacht, dass es allein von ihm abhänge, wie die Entscheidung fallen wird. Dies entsprach zwar nicht den tatsächlichen Abläufen, hob aber seine Bedeutung für die Antragsteller enorm. Das Ganze lässt auf einen eitlen, machtbewußten MfS-Mitarbeiter schließen, der sich, wie so häufig beim MfS, als Machtelite verstand.“

► „Bischoffs Tätigkeit ist nach der Analyse der Historikern viel schwerwiegender als die eines IM. Hürtgen: „Er war kein "üblicher" Spitzel, sondern hat seine staatliche Funktion im Dienste und in den Befehlsstrukturen nicht nur der Partei, sondern auch des MfS erledigt. Seine Arbeit im Rat des Kreises war ständiger Kontrolle und Berichtspflicht des MfS unterstellt, keine wichtige Entscheidung war ohne Zustimmung der Bezirksverwaltung bzw. des MfS zu treffen“. so Hürtgen.

Frank-Ronald Bischoff steht auf Platz 7 der AfD-Landesliste in Sachsen-Anhalt und ist Direktkandidat im Wahlkreis 68 (Harz).

Quelle:
Bild vom 22.09.2017, Autor HANS-WILHELM SAURE
veröffentlicht am 22.09.2017

http://www.bild.de/regional/leipzig/stasi/heftige-kritik-an-afd-forderung-nach-ende-der-stasi-aufarbeitung-53300542.bild.html






Sitzt dieser Bischoff im Bundestag? Wenn ja, ist das
Thema AfD für mich erledigt! Diese Psycho-Gangster der
Abteilung Inneres durfte ich sechs Jahre genießen. Durch die Bank Unmenschen!



In Poggenburg`s Forderung liegt Sprengstoff denn ein Schlussstrich unter die Aufarbeitung der STASI-Verbrechen würde automatisch auch einen Schlussstrich unter die HHG-Gesetzgebung bedeuten ! Und hier enttäuscht die AfD viele ihrer Anhänger . Allerdings ist Poggenburg gerade mal 42 Jahre alt und hat von den Segnungen der STASI-Herrschaft nichts mehr mitbekommen . Aber gerade deshalb , weil er diesbezüglich völlig ahnungslos ist , sollte er nicht über Dinge reden , von denen er nichts versteht !
Außerdem sollten wir nicht vergessen dass auch in anderen Parteien ausreichend Leute sitzen die uns als 5. Rad am Wagen sehen und die - wenn sie auch sonst die AfD verteufeln - bei diesem Thema auf den Poggenburg-Zug aufspringen würden .


Zuletzt bearbeitet: 01.11.2017 17:35 von B_Stichler


Schaumburg:
Sitzt dieser Bischoff im Bundestag?


Laut Bundestagsliste der AfD-Fraktion sitzt der ehem. Stasi-Offizier
n i c h t im Bundestag. Er hat es trotz der dubiosen Verharmlosung seitens der AfD nicht geschafft, die einstigen Opfer über einen Sitz im Bundestag zu verhöhnen. Vielleicht haben ja unsere Proteste (Vereinigung 17. Juni) auch etwas dazu beigetragen...

Allerdings hat jede Medaillie zwei Seiten: Hier im Forum wird z.B. (interesanterweise via BILD) ein Verbands-Funktionär zitiert, der sich empört über die "Stasi-Kandidatur" bei der AfD äußert(e). Auch eine Art von Verhöhung.

Denn wie soll man das einordnen? Dieser Funktionär leitete einst die Stasi-Sparkassen-Filiale in einer Seitenstraße zum Mielke-Ministerium.

Die Stasi unterhielt eine eigene Sparkasse, wo die Hauptamtlichen ihre (uneinsehbaren) Konten unterhielten. Auch bestimmte Transaktionen an inoffizielle "Werktätige" sollen über dieses Stasi-Institut gelaufen sein. Ein Filialleiter dieser "Kasse" war absolut Geheimnisträger innerhalb dieser Krake.

Wir sollten uns künftig sortieren, ehe wir gegen Stasi-Verstrickungen anbrüllen. Das ist eine Sache der Glaubwürdigkeit, oder nicht?




Ronald Bischoff AfD-Bundestagskandidat war jahrelang Stasi-Offizier

Halle (Saale) -
Ronald Bischoff, der AfD-Kandidat zur Bundestagswahl im Wahlkreis  Harz, war zur DDR-Zeit hauptamtlicher Offizier des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS).

„Vom November 1977 bis 1989 war ich für das MfS als OibE erfasst“, teilte Bischoff der MZ auf Anfrage schriftlich mit. Ein „OibE“ ist ein Offizier im besonderen Einsatz.

Offiziell war Bischoff Mitarbeiter beim Rat des Kreises Halberstadt, später beim Rat des Bezirkes Magdeburg. Womit er dort genau befasst war und was seine Aufgaben als Stasi-Hauptmann, als der er beim MfS geführt worden ist, waren, will der 69-Jährige nicht sagen.

Nur so viel: „Im Rahmen meiner Tätigkeit war ich auch anfangs mit ausreisewilligen Bürgern befasst.“

AfD-Bundestagskandidat Ronald Bischoff: Kein Problem mit Stasi-Vergangenheit

Probleme mit der eigenen Stasi-Vergangenheit hat Bischoff nicht. „Das politische System ist gescheitert, mit Staatssicherheit“, schreibt er auf die Frage, wie die ehemalige Tätigkeit für das MfS seine Kandidatur beeinflusst. Der Untergang der DDR und der Stasi liege  bereits mehr als 25 Jahre zurück, so Bischoff.

Weder der AfD-Landesvorsitzende André Poggenburg noch die Landesgeschäftsstelle oder die Bundespressestelle der AfD war am Donnerstagnachmittag für einen Stellungnahme zur Kandidatur Bischoffs erreichbar.

Dokumente der Stasiunterlagen-Behörde, die noch etwas mehr Licht in Bischoffs Tätigkeit bringen könnten, gibt es nur gegen einen schriftlichen Antrag. Dessen Genehmigung könnte aber mehrere Wochen dauern; dann wäre die  Wahl schon entschieden.   „Wir haben Unterlagen mit Bezug zu Herrn Bischoff an Medien herausgegeben“, bestätigt Dagmar Hovestädt, Pressesprecherin des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes, der MZ zumindest.

Was in den Unterlagen steht, dazu gibt die Pressestelle keine Auskunft. Bei einer Internetrecherche  aber lassen sich die Dokumente finden, die Bischoff ab dem 1. November 1977 als „OibE“ mit dem Dienstgrad Hauptmann ausweisen.

Ein „OibE“ ist ein Berufsoffizier des MfS, der konspirativ für die Stasi gearbeitet hat. „Es war häufig sinnvoll, nach außen hin nicht als Geheimpolizei zu agieren, sondern als zivile Einrichtung“,  erklärte Roger Engelmann, Bereichsleiter  bei der Stasiunterlagen-Behörde.

„Es hätte politisch auch nicht gut ausgesehen, wenn man einen Ausreiseantrag bei der Kreisstelle des MfS hätte stellen müssen.“  (mz)

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung, 15.09.17, Autor: Ingo Kugenbuch

https://www.mz-web.de/sachsen-anhalt/landespolitik/ronald-bischoff-afd-bundestagskandidat-war-jahrelang-stasi-offizier-28414764




Zuletzt bearbeitet: 02.11.2017 17:38 von ruwolf


Schaumburg:
Sitzt dieser Bischoff im Bundestag? Wenn ja, ist das
Thema AfD für mich erledigt! Diese Psycho-Gangster der
Abteilung Inneres durfte ich sechs Jahre genießen. Durch die Bank Unmenschen!


Hallo Herr Schaumburg,

ich habe eben, wie Herr Holzapfel, die Fraktionsaufstellung der AfD im Bundestag durchgeschaut, anscheinend hat es Bischoff nicht in den Bundestag geschafft.

Mein Psycho-Gangster der Abteilung Inneres der Stadt Erfurt, den ich nur 8 Monate genießen durfte, hieß Oxfort. Wie nannten ihn den schmierigen Herrn Oxfort, weil er immer einen abgewetzten Anzug und ein entsprechendes Hemd trug. Darin sah er schmierig aus und verhielt sich auch entsprechend. Im übrigen ähnelte sein Äußeres dem Aussehen des Herrn Frank-Ronald Bischoff aus Sachsen-Anhalt.

Rolf Günther


Zuletzt bearbeitet: 02.11.2017 17:43 von ruwolf


B_Stichler:
Allerdings ist Poggenburg gerade mal 42 Jahre alt und hat von den Segnungen der STASI-Herrschaft nichts mehr mitbekommen . Aber gerade deshalb , weil er diesbezüglich völlig ahnungslos ist , sollte er nicht über Dinge reden , von denen er nichts versteht !


André Poggenburg
André Poggenburg (* 12. März 1975 in Weißenfels) ist ein deutscher Politiker (AfD). Er ist Landesvorsitzender der AfD Sachsen-Anhalt und Mitglied des Bundesvorstandes seiner Partei. Seit 2016 gehört Poggenburg dem Landtag von Sachsen-Anhalt an und ist dort als Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion Oppositionsführer gegenüber der Regierung Haseloff. Gemeinsam mit dem thüringischen AfD-Vorsitzenden Björn Höcke verfasste er 2015 das Positionspapier des extrem rechten und völkischen Flügels der AfD, die sogenannte Erfurter Resolution.

Quelle: Wikipedia

Guten Abend Herr Stichler,
ich denke, als 42jähriger deutscher Landesvorsitzender und Mitglied des Bundesvorstandes einer Partei muss man über die Geschichte der stalinistischen SED-Diktatur und ihrer Geheimpolizei informiert sein.

Rolf Günther



AFD-KANDIDAT
Bischoff war geheimer Stasi-Offizier

Seine Vergangenheit hat den Harzer AfD-Kandidaten Frank-Ronald Bischoff eingeholt: Stasi-Unterlagen belegen, dass er Stasi-Offizier war.

Halberstadt l Nach dem Mauerfall hat Cliff Schinke nach Frank-Ronald Bischoff gesucht. Wollte ihn, wie er sagt, zur Rede stellen. Wollte wissen, warum Bischoff es ihm damals so unendlich schwer gemacht hat. 1986 und in den folgenden drei Jahren, in denen er, damals Mittzwanziger, der DDR ganz legal den Rücken kehren wollte und sich wegen des Ausreiseantrages in der Abteilung Inneres beim Rat des Kreises Halberstadt jenem Herrn Bischoff gegenüber sah. „Es gab in den Jahren viele Gespräche, drei Mal hat mich Herr Bischoff hin zitiert. Das war nicht angenehm, es war richtig derbe. Mein Ausreiseantrag habe ehrverletzenden Charakter, hat er mir vorgeworfen. Und er drohte mir mit dem Kreisgericht und der Verhaftung“, erinnert sich der heute 53-Jährige.

Am 3. Oktober 1989 – und damit wenige Wochen vor dem Mauerfall am 9. November 1989 – durfte Schinke endlich raus. Nachdem er sich auf ziemlich abenteuerliche Weise in Ost-Berlin Zugang zur ständigen Vertretung der BRD verschafft habe und so geradewegs auf eine Liste mit Ausreisekandidaten gelangte. Wie es das Schicksal wollte, machte Cliff Schinke im Westen eine Ausbildung als Versicherungsmann und landete schon wenig später wieder in der alten Heimat. Um hier eine Generalvertretung für eine Versicherung aufzubauen.

Peiniger auf Wahlplakat entdeckt

Zurück in Halberstadt, wollte Schinke in den 1990er Jahren seinen Peiniger finden: „Schließlich kannte ich ja seinen Namen, der stand beim Rat des Kreises ganz offiziell an der Bürotür.“ Allein: Die Suche blieb erfolglos. Um so größer die Überraschung, als ihn jener Bischoff nun als Direktkandidat von den Wahlplakaten der AfD anlächelte. „Zugegeben, ich musste mehrmals hinschauen. Aber wenn ich mir die Falten weg denke, erkenne ich ihn eindeutig wieder“, versichert Cliff Schinke.

Eben jenen Frank-Ronald Bischoff, der von 1977 bis zur Wende nicht nur für Ausreisewillige beim Rat des Kreises zuständig war, sondern dies als Geheimoffizier des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS/Stasi) im Dienstrang eines Hauptmanns tat.

Auszüge aus Stasi-Akten

Nachdem die Volksstimme vor einer Woche enthüllt hatte, dass sich Bischoffs Name auf einer Gehaltsliste mit hauptamtlichen Stasi-Mitarbeitern findet – Jahresgehalt zuletzt 23.250 DDR-Mark – legte wenig später die Bild-Zeitung mit Auszügen aus Bischoffs Stasi-Akte nach. Aus diesen Stasi-Akten, die nun auch der Volksstimme vorliegen, geht klar hervor: Der am 11. April 1948 in Aue bei Zeitz geborene Frank-Ronald Bischoff war nicht irgendein Stasi-Mitarbeiter, sondern ein Offizier im besonderen Einsatz, kurz OibE.

Dabei handelte es sich um Stasi-Offiziere, die im Sold des DDR-Geheimdienstes standen, aber als vermeintlich „normale“ Mitarbeiter an ausgewählten Schnittstellen von Betrieben, Behörden und Ministerien arbeiteten. Der Vorteil für das MfS: Der Geheimdienst hatte so direkten Zugriff auf die Abläufe vor Ort und das „Ohr an der Basis“.

Vorwurf zum Teil eingeräumt

Was die Akten nun belegen und was Cliff Schinke als Opfer berichtet, deckt sich zumindest grundsätzlich mit Bischoffs Darstellung: Er habe nach seiner Zeit bei der DDR-Armee beim Rat des Kreises Halberstadt und später beim Rat des Bezirkes Magdeburg gearbeitet und sei dort tatsächlich auch für Ausreiseverfahren zuständig gewesen. Er habe die Entscheidungen, wer letztlich gehen durfte, aber nicht getroffen, betonte Bischoff vor wenigen Tagen gegenüber der Volksstimme. Und: „Ich habe in meiner Position zwar Kontakte zu Stasi-Leuten gehabt, aber niemals vom MfS Gehalt kassiert.“

Eine doppelte Lüge, wie die nun vorliegenden Akten belegen. Demnach war Bischoff als OibE hauptamtlicher Mitarbeiter und stand auf der Stasi-Gehaltsliste. Was er nun auf erneute Nachfrage der Volksstimme auch einräumt: „Ja, ich war ein OibE.“ Das alles liege aber mittlerweile Jahrzehnte zurück. „Ich habe der DDR gedient, jetzt diene ich der BRD. Und dabei habe ich mich stets an Recht und Gesetz gehalten und bin nie straffällig geworden.“ Zudem hätten Leute wie Cliff Schinke und dessen Vater Dr. Werner Schinke – beide Vornamen hat Bischoff im Gespräch sofort parat – ihn nach der Wende doch anzeigen können.

Repressalien nach Ausreiseantrag

Cliff Schinke hätte dafür gute Gründe gehabt. „Ich habe 1986 in Leipzig studiert und bin nach meinem Ausreiseantrag sofort exmatrikuliert worden.“ Auch seine Eltern hätten Repressalien erlitten. „Ich war damals Direktor der Fleischwarenwerke in Halberstadt und habe nach Cliffs Ausreiseantrag binnen 24 Stunden meine Position verloren und wurde nach Magdeburg abgeschoben“, berichtet der heute 81 Jahre alte Vater. „1993 bin ich rehabilitiert worden.“ Seine Frau Sigrid habe ihre Position im Vorzimmer des Chefs der damaligen Friseur-PGH „Figaro“ verloren.

Familie Schinke hat die Enthüllungen rund um Bischoffs Vergangenheit daher mit Genugtuung registriert. Das deckt sich mit dem Empfinden in Athenstedt, dem früheren Wohnort des heute in Stiege lebenden Bischoff. „Im Grund wusste damals doch jeder, wo und wofür Bischoff gearbeitet hat“, so eine Einwohnerin.

Quelle: Volksstimme, 16.09.2017, Autor: Dennis Lotzmann

https://www.volksstimme.de/lokal/halberstadt/afd-kandidat-bischoff-war-geheimer-stasi-offizier




Zuletzt bearbeitet: 04.11.2017 08:26 von ruwolf


Ich habe es schon einmal geschrieben, in jeder Partei tummeln sich Typen, welche mehr schaden als nützen! Das kann keine Partei verhindern, noch einmal ein Rückblick auf die Nachkriegszeit und kein Staat hat auf diese Typen verzichtet! Nicht einmal die Roten !!!

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=3&ved=0ahUKEwjOv8Pawa_XAhUBqaQKHR1SDiQQFgg1MAI&url=https%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FListe_ehemaliger_NSDAP-Mitglieder%2C_die_nach_Mai_1945_politisch_t%25C3%25A4tig_waren&usg=AOvVaw2R_Bisb1fpUa84hE39dSmK

Detlef



Na und?



Nachtrag, im Netz anklicken

Nazis in den Nachkriegsregierungen

Da staunt man nur und wundert sich über IM in den Parteien bestimmt nicht mehr.



Ich wundere mich nicht über IM, ehemalige NSDAP- oder SED-Mitglieder in anderen Parteien. Man kann das - wie ich - ablehnen. Aber ein ehemaliger Stasi-Offizier, der auch heute noch keine Reue zeigt und seine damaligen „Aktivitäten“ gut und richtig findet, darf definitiv von keiner Partei als Kandidat für den Bundestag aufgestellt werden!

Rolf Günther




Das wird interessant, wenn die alle in einer Partei*) zusammentreffen!
Ehemalige NSDAP- Mitglieder, SED-Altkader, ehemalige FDJ-Funktionäre, einstige NVA-Führungsoffiziere, ehemalige MfS-Mitarbeiter.
Soviele widersprüchliche Ideologien. Spannende Gemengelage. Hochbrisant.
*)Preisfrage: welche Partei könnte das wohl sein?




Wieso widersprüchliche Ideologien? Es sind doch nur die zwei Seiten der selben Medaille.



Hallo Herr Günther, eigentlich hoffe ich immer, dass ein Beitrag mal nicht mit einem Konter Ihrerseits stehen bleibt, vergeblich, warum nur? Ich finde mangelnde Toleranz ist das Grundübel heutzutage. Man muss nie die gleiche Meinung haben, aber ertragen trägt wesentlich zu friedlichem Zusammenleben bei.
Grüße aus dem Vogtland

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