FLUCHT und AUSREISE Diskussionsforum
Zurück zur Übersicht
Autor
Thema: BND-Chef warnt: die Russen kommen u. Flüchtlinge


14. November 2017, 18:59 Uhr
Geheimdienst-Chef

BND: Russland ist "potenzielle Gefahr"

Bruno Kahl warnt vor Moskaus wachsenden machtpolitischen Ambitionen und stellt die Frage: Ist der Westen gegen diese Bedrohung noch gewappnet?

Von Stefan Kornelius

So deutlich wie nie zuvor in seiner Amtszeit hat der Präsident des Bundesnachrichtendienstes BND, Bruno Kahl, sicherheitspolitische Warnungen öffentlich ausgesprochen. In einer Rede in München beschrieb der Geheimdienstchef in drastischen Worten Russlands machtpolitische Ambitionen und stellte infrage, ob die Wehr- und Rüstungsfähigkeiten Westeuropas gegen die neuen Bedrohungen ausreichten. Kahl sagte außerdem einen wachsenden Migrationsdruck mit weit mehr als einer Milliarde Menschen voraus, die einen "rationalen Grund" hätten, sich künftig auf den Weg zu machen.

Der BND hält sich in der Regel mit öffentlichen Analysen zur Sicherheitslage zurück und berät die Regierung intern. Nun sagte Kahl vor Zuhörern der Hanns-Seidel-Stiftung, es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass sich das Verhältnis zu Russland unter Putin noch zum Besseren wenden werde. Die Machtkonzentration spräche eher für das Gegenteil. Wörtlich sagte der BND-Chef, "bei der Krim brauchen wir uns keine Hoffnungen mehr zu machen", und fügte hinzu: "Die machtpolitischen Ambitionen Russlands werden zunehmen."

Nach dem großen Sommermanöver Russlands hat der deutsche Geheimdienst eine "erstaunliche" Modernisierung bei Ausrüstung und Führungsfähigkeit der russischen Streitkräfte festgestellt. Kahl nannte die Stationierung der Truppen und den Grad der Erneuerung "beunruhigend". In drei Militärbezirken habe der Streitkräfteumfang neue Höchststände erreicht. Russland versuche, seine Führungsrolle auf dem europäischen Kontinent zurückzugewinnen. "Dazu gehört, die EU zu schwächen und die USA zurückzudrängen und insbesondere einen Keil zwischen beide zu treiben."

Kahl sprach eine klare Warnung aus: "Um es deutlich zu sagen: Statt eines Partners für die europäische Sicherheit haben wir in Russland eher eine potenzielle Gefahr. Der weltpolitische Akteur Russland ist zurück, er wird ein unbequemer Nachbar bleiben." In Richtung der politischen Akteure mahnte Kahl, dass man sich überlegen müsse, "ob die herkömmliche Aufstellung der Nato und des Westens ausreicht, um diese Bedrohungspotenziale auszugleichen und abschrecken zu können". Die Politik müsse entscheiden, "ob die eigenen Wehr- und Rüstungsfähigkeiten ausreichen".

Das künftige Migrationsszenario knüpfte der BND-Chef an die Bevölkerungsprognosen, besonders in Afrika, das jährlich um etwa 30 Millionen Menschen wächst. Es sei fraglich, ob die Bekämpfung von Fluchtursachen bei "dieser Dynamik überhaupt Schritt halten" könne. Selbst wenn es gelänge, die wirtschaftliche Lage einzelner Länder zu verbessern, werde das nicht zu weniger Migration führen, weil nur noch mehr Menschen in die Lage versetzt würden, die Reise nach Europa zu finanzieren. Kahl sprach von weit mehr als einer Milliarde Menschen, die einen "rationalen Grund" hätten, sich auf den Weg zu machen: gewaltsam Vertriebene, Umweltflüchtlinge, Opfer von Unterernährung. Die Zahl der Umweltmigranten werde "dramatisch" auf eine dreistellige Millionengröße anwachsen.

Quelle




.......Statt eines Partners für die europäische Sicherheit haben wir in Russland eher eine potenzielle Gefahr......

Das mögen diejenigen Leute so sehen , die ihre zerstörerischen Interessen durch Russland bedroht sehen .
Die Flüchtlingsinvasion wurde nicht durch Russland ausgelöst sondern durch Finanzkreise der USA . Somit käme Russland als Schutzmacht gegen den Islam entschieden stärker in Betracht als jener Staat , der die Kriege im arabischen Raum und somit die Fluchtbewegung erst ausgelöst hat .




Aha!
Der BNDS-Chef warnt! Hört, hört!

Da stehen dem Putin die US-Army-Stiefelspitzen,
die NATO-Gamaschen und Bundeswehr-Knobelbecher schon fast im Kreml-Wohnzimmer! Und da warnt der Typ vom BND vor den Russen! Wer steht hier eigentlich an wessen Grenze?

-Immer das Gleiche. Irgendwie müssen ja die exorbitant steigenden Rüstungsgelder gerechtfertigt werden.
Aber für's gemeine Volk fehlt das Geld.

Womit wir wieder beim Thema "Renten" wären...




B_Stichler
Die Flüchtlingsinvasion wurde nicht durch Russland ausgelöst sondern durch Finanzkreise der USA.


Ich bin der Meinung „Flüchtlingsinvasion“ ist der falsche Begriff. Die tieferen Ursachen für die Flüchtlingsströme liegen auch in den Auswirkungen des europäischen Kolonialismus. Wir Europäer tragen heute noch zu den Problemen bei, indem die heimatlichen Märkte der Flüchtlinge mit unseren minderwertigen Produkten überschwemmt werden - Altkleider, Hühnerbeine und -köpfe, Elektronikschrott usw. Des weiteren werden dort Rohstoffe geräubert und die Küstenbereiche leergefischt, so dass man der einheimischen Bevölkerung entscheidenden Lebensgrundlagen entzieht.

Natürlich wurden und werden die Flüchtlingsströme neben religiösen Auseinandersetzungen (im Hintergrund agieren der Iran sowie Saudi-Arabien) und den USA auch durch Russland ausgelöst. Die Sowjetunion war z.B. mit den Diktaturen im Irak, in Syrien, in Libyen, in Angola und in Mosambik verbündet. Den sowjetischen „Einmarsch“ in Afghanistan bitte nicht vergessen! Putin setzt diese Politik fort, greift aktiv in die Konflikte ein, befördert wie die USA radikal den grauenvollen Krieg in Syrien. So werden Flüchtlingsströme „produziert“!

Rolf Günther





Zurück zur Übersicht