FLUCHT und AUSREISE Diskussionsforum
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Thema: Forum aufgrund DSGVO eingestellt!


Liebe Forenschreiber und Leser,

die Firma WebMart Online Tools Limited, über die das Forum auf der Webseite Flucht-und-Ausreise seit vielen Jahren mit hoher Qualität zur Verfügung gestellt wird, teilt aktuell mit, sämtliche Foren zu schließen bzw. den Forenbetrieb einzustellen. Hintergrund ist die neue am 25. Mai diesen Jahres in Kraft tretende europäische Verordnung zum Datenschutz DSGVO.

Die Mitteilung von Webmart online Tools lautet wie folgt:

"Nach langer Überlegung sehen wir uns auf Grund der DSGVO, die im Mai in Kraft tritt, gezwungen, die WebMart Forum-Software zu schließen.
Durch unsere Nutzungsbedingungen verpflichten wir uns seit vielen Jahren, sorgsam mit Ihren Daten umzugehen und haben diese auch nie an Dritte weitergegeben. Dennoch sind die technischen und organisatorischen Maßnahmen für den weiterhin kostendeckenden Betrieb der Foren durch die DSGVO für uns nicht möglich.
Die Foren werden noch bis zum 30.6.2018 zur Verfügung stehen...".

Liebe Mitglieder der Community,

wie und in welcher Form es mit dem Forum weitergeht, ist aufgrund der Kürze der Zeit noch nicht klar. Darüber wird informiert werden.

M. Mayer




Ausgerechnet zum Feiertag so eine Nachricht! Wer glaubt, dies sei keine Absicht, mag weiter träumen. Am liebsten würde man das gesamte Netz sperren, oder zumindest regulieren!!! Warum wohl??
Detlef



.......Warum wohl??
Detlef .......


Auch hier sehe ich ein weiteres Indiz dafür , dass diese EU
keine demokratische Zielstellung hat sondern dass ein zentralistisch-diktatorisches Konstrukt das wirkliche Ziel
dieser Eurokraten ist , eine EUdSSR . Demokratische Medien sind dabei hinderlich !


Zuletzt bearbeitet: 10.05.2018 19:16 von B_Stichler


Überwachung und Kontrolle...
Ein Ergebnis des "Europawahns"

Was ist diese "DSGVO" und wer braucht das ?

Welche Websites sind überhaupt von der DSGVO betroffen?

Fast alle.

Einzig ausgeschlossen sind Internetseiten, die ausschließlich familiären oder persönlichen Zwecken dienen. Eine Seite, die beispielsweise nur Urlaubsfotos zeigt, keine Werbebanner eingebunden hat und keine Analysetools nutzt, ist nicht betroffen.

Alle anderen Websitebetreiber müssen sich mit der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung beschäftigen – selbst dann, wenn man überhaupt keine Daten der Nutzer abfragt. Denn wenn ein Besucher Ihre Website aufruft, dann wird seine IP-Adresse übertragen. Und IP-Adressen fallen unter den Begriff der personenbezogenen Daten.

Acht Punkte, die Sie nun erledigten müssen, um Ihre Internetseite DSGVO-konform zu machen und Abmahnungen und Bußgelder zu vermeiden.


Informationen über Google suchen !

B_Stichler
Beiträge: 635

[Private Nachricht an B_Stichler]
» 10.05.2018 15:58 «

.......Warum wohl??
Detlef .......

Auch hier sehe ich ein weiteres Indiz dafür , dass diese EU
keine demokratiche Zielstellung hat sondern dass ein zentralistisch-diktatorisches Konstrukt das wirkliche Ziel
dieser Eurokraten ist , eine EUdSSR . Demokratische Medien sind dabei hinderlich !


Richtig, lieber Detlef und Bernd,
es wird noch schlimmer werden.
Wenn schon wieder Karl Marx Denkmale aufgestellt werden..


Zuletzt bearbeitet: 11.05.2018 08:12 von F_Schaarschmidt


Der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 9. Januar 2006 postulierte ein

"RECHT AUF INFORMATIONELLE SELBSTBESTIMUNG"

Jeder Private habe ein Recht darauf , zu bestimmen, was die Bürokrate des Staates über ihn an Daten speichert.

Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung ( Verordnung EU 2016/679 ) verpflichtet alle Private, den Behörden mitzuteilen, welche Daten bei ihnen, den Privaten vorliegen.

Ja, so kann man Datenschutz ins Gegenteil verdrehen.

Brüssel machts möglich.



Das ist nun schon in meinem Umfeld das zweite Forum, was aufgrund der neuen DSGVO eingestellt wird.

Dabei fällt auf, dass dabei von den Forenbetreibern nie gesagt wird, welche Paragraphen der neuen DSGVO denn konkret eigentlich ausschlaggebend sind, das Forum zu schliessen und einzustellen.

Konkrete Paragraphen werden nicht genannt, sondern es wird nur pauschal auf die neue DSGVO verwiesen.

Irgendwie "stinkt" das zum Himmel.

Vielleicht kann Frau Mayer bitte mal die konkreteren Gründe erfragen.





Hierzu bedarf es keiner weiteren Erläuterung , oder ?



FreeSolarkritik:

Dabei fällt auf, dass dabei von den Forenbetreibern nie gesagt wird, welche Paragraphen der neuen DSGVO denn konkret eigentlich ausschlaggebend sind, das Forum zu schliessen und einzustellen.

Konkrete Paragraphen werden nicht genannt ...


Werter Herr Hofmann,

die DSGVO gliedert sich nicht in Paragrafen, sondern Artikel. Artikel 13 DSGVO und Artikel 14 DSGVO verpflichtet webmart, den Herrn Hofmann anzuschreiben und ihn darüber aufzuklären, welche Daten von ihm in der Software von webmart kleben bleiben. Dann muss der Herr Hofmann in diese Datenerhebung einwilligen.

Der Bundesdatenschutzbeauftragte kontrolliert, ob webmart das macht. Webmart muss dem Bundesdatenschutzbeauftragten nachweisen, dass webmart den Herrn Hofmann angeschrieben hat und Herr Hofmann in die Datenerhebung eingewilligt hat. Legt webmart das nicht vor, droht der Firma nach Paragraf 43 Absatz 3 Bundesdatenschutzgesetz ein Zwangsgeld in Höhe bis

50.000 Euro .

Webmart wird allerdings dem Bundesbeauftragten für den Datenschutz nie eine Einwilligung von Ihnen vorlegen können. Webmart weiß weder wo sie wohnen, noch dass sie Hofmann heißen.

Alles klar ?

Ihr

BoWa
________________________________________________

P.S.: 3.280 Blatt Stasi-Akten habe ich bis heute über mich gesehen. Abgehörte Telefonate, Haussuchungen, Vernehmungen, Spitzelberichte. Mich hat noch nie ein Datenschutzbeauftragter oder sonst irgendeine Datenschutz-Grundverordnung gefragt,



ob ich dieser Speicherung dieser Daten beim Roland überhaupt zustimme.




Zuletzt bearbeitet: 16.05.2018 15:09 von BoWa


DSGVO: Das EU-Abmahnverein-Förderungsgesetz

von Roger Letsch / 06.05.2018

Ich bin spät dran und ziemlich genervt. Nicht, dass ich den Zug verpasst hätte oder den Flieger. Nein, ein EU-Gesetz und dessen Inkrafttreten in wenigen Tagen macht mir zu schaffen. Es frisst meine Zeit auf, ohne dass ich darum gebeten hätte, in dieser Weise beschäftigt zu werden. Dabei sind das Internet und mein Mail-Eingangsordner voll von Angeboten des Kalibers „Wolle Datensicherheit kaufen?“ und mir völlig unbekannte und möglicherweise auch nur angebliche Rechtsanwälte wollen mir helfen, gegen einen Obolus und die Überlassung all meiner Daten mein Blog rechtssicher zu machen, wenn am 25.5.2018 die DSGVO in Kraft tritt und all jenen Webseitenbetreibern saftige Abmahnungen drohen, die nicht nachgebessert haben. Ich denke, auch der letzte Internet-User hat mittlerweile das schrille Pfeifen gehört, das von diesem Gesetz ausgeht, welches, wie könnte es anders sein, in Brüssel geschaffen wurde. Für Branchen, welche die Abmahn-Anwälte ohnehin schon wie die Geier umkreisen, hat sich das Pfeifen längst in einen bedrohlichen Sirenenton verwandelt.

Und während sich Dänemark und Großbritannien bereits bei den Verhandlungen zum Gesetz Sonderrechte ausbedungen hatten, zog die Österreichische Regierung am 20. April noch in letzter Sekunde die Notbremse, indem sie eine Reihe von Ausnahmen, wie etwa für Künstler oder Journalisten, bezüglich der massiven Strafandrohung bei Verstößen gegen das Gesetz machte. Eine Geldstrafe von maximal 20 Millionen Euro oder 4 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes sind schließlich nicht für jeden ein gleichermaßen kleiner Betrag.

In Deutschland dagegen wurde das Gesetz dank der neuen „(Fast-)Allparteienkoalition der Europawilligen“ nur durchgewunken. Hierzulande scheint man der Ansicht zu sein, aus Brüssel könne nur Gutes und Schönes kommen; da muss man nicht so genau hinschauen. Und während sich unsere Gut-Medien vor allem mit dem Liebesleben Trumps beschäftigten, dräut den Bürgern und ihren digitalen Beschäftigungen Unheil aus Brüssel.

Dort wurde nämlich schon am 27. April 2016 im EU-Parlament jene: „Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG“, auch Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) genannt, in Kraft gesetzt. Die zweijährige Übergangsfrist läuft ab, am 25. Mai 2018 wird es nun ernst.
Niemand kann mehr sagen, ob sein Handeln rechtskonform ist...

Es ist also schon zwei Jahre her, dass dieses Gesetz verabschiedet wurde, welches geradezu ein Paradebeispiel dafür ist, wie eine gute Absicht, wenn sie in die Mühlen einer entfesselten Bürokratie gerät, sich in ihr genaues Gegenteil verkehrt. Erklärte Absicht war, die Bürger der EU vor dem Missbrauch ihrer Daten zu schützen – herausgekommen ist ein Schwebezustand der rechtlichen Unsicherheit, in dem so gut wie niemand mit Sicherheit sagen kann, was noch erlaubt und was verboten ist.

---> hier bitte weiterlesen

PS: Herzlichen Dank an Christa Ladendorf für diesen LINK



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