FLUCHT und AUSREISE Diskussionsforum
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Thema: Der Präsident nach Wulff: Gauck oder Beate K.?


Als Liberaler aber kein PG (Parteigenosse) und schon gar nicht PS (Parteisoldat) bin ich angenehm überrascht.

Für die Zukunft der Bundesrepublik erscheint mir der Vorschlag, Herrn Gauck zum Bundespräsidenten zu wählen, der beste zu sein.

Ich drücke ihm fest die Daumen, dass sich parteiübergreifend genügend Politiker - Stimmen aus allen Parteien - für ihn entscheiden!

Gerd-Peter Leube




Zuletzt bearbeitet: 01.03.2012 14:52 von Administrator


Ich habe gestern
frühmorgens gleich
nach dem Zähneputzen
an kompetenter Stelle
meine Favoritin
Gesine Schwan
vorgeschlagen.

Euer
Chr. Hellström.



Mir kommen meine Gedanken leider nicht beim Zähneputzen.
Ich bitte um Verzeihung.
Wenn ich aber die letzliche Wahl hätte zwischen Sahra Wagenknecht oder Gesine Schwan - würde ich die wählen, die mir als die kleinere Opportunistin erscheint.

Gerd-Peter Leube



Natürlich Gauck, das sollte in unseren Kreisen doch unumstritten sein.



leu:
Als Liberaler ... erscheint mir der Vorschlag Herrn Gauck zum Bundespräsidenten zu wählen, der beste zu sein.


Manches an Joachim Gauck irritiert mich.

Irritierend für mich ist, dass er, letztendlich erfolglos, seine eigenen Söhne Christian und Martin Gauck von der sich ihnen bietenden akademischen Ausbildung im Westen abhalten wollte. Christian ist heute Arzt, in der DDR hätte er es allenfalls zum Hilfs-Krankenpfleger gebracht.



Und dann noch, dass Gauck durch seine ständigen Westreisen in Sachen Kirche immer dazu Gelegenheit zur Flucht hatte, wie die Presse übereinstimmend berichtet.
Versetze sich mal einer in die lage von Gaucks Söhnen Christian und Martin.

Also in der DDR hinter Stacheldraht und Minenfeld zu sitzen, auf seine Ausreise zu warten und einen Vater zu haben, der mit seinem Reisepass in der Hand erklärt, das man Freizügigkeit gar nicht braucht ...
Also ...

Ja, dieser Mann als deutsches Staatsoberhaupt ...

Na ja ...



Zuletzt bearbeitet: 14.06.2010 18:42 von BoWa


NICHT JOACHIM GAUCK!

Der damalige Vorsitzende des Sonderausschusses zur Kontrolle der Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS)/Amt für Nationale Sicherheit (AfNS) und spätere Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, der, ähnlich dem letzten DDR-Innenminister, jede Menge hauptamtliche Stasi-Mitarbeiter in seine Behörde aufgenommen und wissentlich verbeamtet hat, wäre als Bundespräsident eine Zumutung und eine schallende Ohrfeige für jedes SED/Stasi-Opfer; auch ohne die hämischen Kommentare Peter-Michael DIESTELs & des „Insiderkomitees“. wm



Dr_W_Mayer:
NICHT JOACHIM GAUCK!


Dein Wort in Gottes Gehör, Wolfgang,

allerdings hört man ja:
"Joachim Gauck ist ein Vertreter der ostdeutschen Seele. Darüber muss man schon nachdenken", sagte der Chef der FDP in Sachsen, Holger Zastrow dem SPIEGEL.


Zuletzt bearbeitet: 14.06.2010 18:38 von BoWa


Bei allem Für und Wider, ich glaube, was mit Wulff auf unser Land zukommen würde wäre deutlich schlimmer und es würde die Gegenwart und Zukunft betreffen , nicht nur für uns sondern für unsere Kinder und Enkel! Dagegen sehe ich in Gauck das kleinere Übel. Noch deutlicher möchte ich nicht werden.



BeST:
... ich glaube, was mit Wulff auf unser Land zukommen würde wäre deutlich schlimmer ...
Noch deutlicher möchte ich nicht werden.


Lieber Bernd Stichler,

hier noch was Irritierendes:

Niederelbe-Zeitung, 22. April 2010

Schwer zu schaffen macht ihm (Gauck) die Ausreise seiner Söhne, die im Westen studieren, ein besseres Leben wollen. Die Schmerzlichkeit dieser Trennung beschreibt Gauck mit eindringlichen Worten: "Ich wünschte mir, sie würden bleiben und die Reihen der Andersdenkenden verstärken. Sie gehören doch zu uns, sagte mir mein Herz, zu denen, die alles verändern wollen, zu denen, die nicht fliehen, sondern stehen."

Wenn Gauck Passagen wie diese vorliest, breitet sich fühlbare Ergriffenheit im Publikum aus...

________________________________________________

P.S. von mir:
Ich kriege heute noch einen dicken Hals, wenn ich so was lese. Der Vater, der nicht versteht, warum seine nach Bildung strebenden Kinder dorthin gehen, wo sie diese Bildung erlangen können. Und sich nicht dreinfügen wollen in die ihnen zugedachte Rolle des armen Opfers beruflicher Verfolgung, über das sich aus den Augen von Leuten, die in der DDR sehr wohl haben studieren können, heute Ströme von Krokodilstränen ergießen. Uwe Barth, thüringer Landeschefs der FDP, ist da so ein Beispiel für Leute, die Mitleid säckeweise verschenken können.

Dein

Bodo Walther


Zuletzt bearbeitet: 14.06.2010 18:45 von BoWa


Für mich ist es nicht entscheident, ob Herr Wulff oder Herr Gauck kanditiert. Es kommt vielmehr darauf an, dass das höchste Amt der Bundesrepublik mit Würde und Anstand geführt wird. Bei Herrn Köhler vermeinte ich es zu spüren.
Also, egal wer zum Bundespräsident gewählt wird, er soll mit den Aufgaben des Amtes wachsen.

Zum Thema Studium der Söhne von Herrn Gauck. Dachte er da an den Spruch: "Bleibe im Lande und nähre dich redlich."? Dann hat er es aber arg missverstanden. Für mich war Deutschland immer ein Land - nur dass es die Kommunisten es um ihres verquarkten Klassenkampf-Begriffes willen, geteilt haben. Ich erinnere mich noch an die unselige Definition von der sozialistischen Nation Anfang der 80er Jahre.
Nein, nein - die Söhne sind doch in Deutschland geblieben, sie sind halt nur in den besseren Teil gegangen. Oder grasser formuliert, der liebe Gott (er verzeihe mir jetzt meine Flachsigkeit!) hat nicht jeden zum Märtyrer bestimmt und als Pfarrerskind im sozialistischen Teil Deutschlands leben zu müssen, konnte sehr hart sein. Es hatte ja nicht jeder (man verzeihe mir abermals die satirische Bemerkung) die Qualitäten einer Frau M...



makno:
Zum Thema Studium der Söhne von Herrn Gauck. Dachte er da an den Spruch: "Bleibe im Lande und nähre dich redlich."?


Lieber Matthias Knobloch,

dachte er wohl. Jeremia, Kapitel 29:

"Bleibet im Lande
nähret Euch redlich
und suchet der Stadt Bestes"


Ich habe dazu (leider) meine eigenen Befindlichkeiten in Vatersachen.

Ich hab dazu mal diese Geschichte geschrieben:

NACH DEM VATER ...


Gute Nacht

Ihr

Bodo Walther

_____________________

P.S.:

Guten Morgen,

Der Jeremia-Spruch, Kapitel 29:

"Bleibet im Lande
nähret Euch redlich
und suchet der Stadt Bestes"


ist, wie mir erst heute morgen auffällt, offensichtlich auch Ihnen so unbekannt, dass weithin geglaubt wird, dieses "Suchet der Stadt Bestes" beziehe sich auf seine Vaterstadt.
Das tut er aber gerade nicht. Jeremia spricht über die babylonische Gefangenschaft Israels, die seiner Voraussicht nach 70 Jahre währt. Er spricht über ein fremdes Land, in dem auszuharren sei.
Übrigens betraf diese babylonische Gefangenschaft Israels nur die intellektuelle Elite Israels, nicht die Schafhirten. Babylon wollte die intellektuellen Eliten Israels in sein Reich integrieren, sie zu seinen Dienern machen und verschleppte sie nach Babel. Dort erhielten sie z.T. außerordentlich hohe Bildung und Ausbildung mit dem Ziel, sie ihrem Volk und G'tt zu entfremden.
Was aber nicht funktionierte. Das Buch Esther erzählt davon, Daniel un der Gesang der drei Männer im Feuerofen.

Evangelischen Predigern, die (auch mir) das Jeremia-Wort "Suchet der Stadt Bestes" um die Ohren schlugen, werfe ich vor allem eins vor:

Mangelnde Bibelkenntnis, Unwissenheit.

Ihr

Bodo Walther


Zuletzt bearbeitet: 14.06.2010 18:46 von BoWa


Auf meinen Vorschlag
hat augenscheinlich
niemand reagiert.
Da Inge Meysel leider
viel zu früh von uns
gegangen ist , bleibt
noch folgende Lösung :
Enie van de Meiklokjes !

Wäre sie nicht auch
eine würdevolle Kandidatin ?
Sie ist doch im Besitz der
deutschen Staatsbürgerschaft,
oder ?

Herzlichst
Chr. Hellström



1995 wurden meine Akten in der Gauck Behörde manipuliert. Nach der Akteneinsicht habe ich widerspruch eingelegt in Berlin. Ich war damit erfolgreich und man fand 40 DIN A 4 Seiten die man mir nachträglich übergab. Damals wusste ich das die Stasi in der Gauck Behörde die Akten manipuliert.Eine Person wie Gauck darf kein Bundesprädident werden da er mit den Verbrechern zusammenarbeitet. Die Verbrecher verwalten Ihre eigenen Akten.Seit 1989 hat die Stasi Regie geführt und hat 1990 die DEUTSCHE DEMOKATISCHE BUNDESREPUBLIK gegründet. Man hat die Stasizentrale aufgelößt, aber das Netzwerk ist erhalten geblieben. Die Stasi hat in den letzten 20zig Jahren sehr erfolgreich gearbeitet. Und das alles unter den Augen des Verfassungschutzes. MFG Wolle



Hellstroem:
Enie van de Meiklokjes !

Wäre sie nicht auch
eine würdevolle Kandidatin ?

Herzlichst
Chr. Hellström


Lieber Herr Hellström,

das geht nicht. Enie van de Meiklokjes ! ist noch keine 40 Jahre alt, die eine Bundespräsidentin sein muss.

Man könnte allerdings so als job-sharing die Präsidentschaft zwischen Luc Jochimsen und Joachim Gauck teilen.

Montagsreden hält Gauck.

Sontagsreden Jochimsen.

Außerdem sind sie beide zusammen 144 Jahre alt. Also 104 Lebenserfahrungs-Jahre mehr als vorgeschrieben.

Herzlichst
Ihr

Bodo Walther



BoWa:

P.S.:

Guten Morgen,

Der Jeremia-Spruch, Kapitel 29:

"Bleibet im Lande
nähret Euch redlich
und suchet der Stadt Bestes"


ist, wie mir erst heute morgen auffällt, offensichtlich auch Ihnen so unbekannt, dass weithin geglaubt wird, dieses "Bleibet im Lande" beziehe sich auf sein Heimatland.
Das tut er aber gerade nicht. Jeremia spricht über die babylonische Gefangenschaft Israels, die seiner Voraussicht nach 70 Jahre währt. Er spricht über ein fremdes Land, in dem auszuharren sei.
Übrigens betraf diese babylonische Gefangenschaft Israels nur die intellektuelle Elite Israels, nicht die Schafhirten. Babylon wollte die intellektuellen Eliten Israels in sein Reich integrieren, sie zu seinen Dienern machen und verschleppte sie nach Babel. Dort erhielten sie z.T. außerordentlich hohe Bildung und Ausbildung mit dem Ziel, sie ihrem Volk und G'tt zu entfremden.
Was aber nicht funktionierte. Das Buch Esther erzählt davon, Daniel un der Gesang der drei Männer im Feuerofen.

Evangelischen Predigern, die (auch mir) das Jeremia-Wort "Bleibet im Lande..." um die Ohren schlugen, werfe ich vor allem eins vor:

Mangelnde Bibelkenntnis, Unwissenheit.

Ihr

Bodo Walther


Lieber Herr Walther,

ich lese den Spruch: Bleibe im Lande und nähre Dich redlich" nicht bei Jeremia!!!
Psalm 37,3: Hoffe auf den HErrn und tue Gutes; bleibe im Lande und nähre dich redlich.

Die Jeremia-Stelle, auf welche Sie sich beziehen (Kap. 29), lautet:
1. Dies sind die Worte im Briefe, den der Prophet Jeremia sandte von Jerusalem zu den übrigen Ältesten die weggeführt waren, und zu den Priestern und Propheten und zum ganzen Volk, das Nebukadnezar von Jerusalem hatte weggeführt gen Babel
2. (nachdem der König Jechanja und die Königin mit den Kämmerern und Fürsten in Juda und Jerusalem samt den Zimmerleuten und Schmieden zu Jerusalem weg waren),
3. durch Eleasa, den Sohn Saphans, und Gemarja, den Sohn Hilkias, welche Zedekia, der König Judas, sandte gen Babel zu Nebukadnezar, dem Könige zu Babel, und sprach:
4. So spricht der HErr Zebaoth, der GOtt Israels, zu allen Gefangenen, die ich habe von Jerusalem lassen wegführen gen Babel:
5. Bauet Häuser, darin ihr wohnen möget; pflanzet Gärten, daraus ihr die Früchte essen möget;
6. nehmet Weiber und zeuget Söhne und Töchter; nehmet euren Söhnen Weiber und gebet euren Töchtern Männer, daß sie Söhne und Töchter zeugen; mehret euch daselbst, daß euer nicht wenig sei.
7. Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe lassen wegführen, und betet für sie zum HErrn; denn wenn's ihr wohlgehet, so gehet es euch auch wohl. 8. Denn so spricht der HErr Zebaoth, der GOtt Israels: Laßt euch die Propheten, die bei euch sind, und die Wahrsager nicht betrügen und gehorchet euren Träumen nicht, die euch träumen;
9. denn sie weissagen euch falsch in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt, spricht der HErr.
10. Denn so spricht der HErr: Wenn zu Babel siebenzig Jahre aus sind, so will ich euch besuchen und will mein gnädiges Wort über euch erwecken, daß ich euch wieder an diesen Ort bringe."

Also Ps. 37,3 ist da mißbraucht worden.
Ich kenne die damals fragwürdigen Exegesen der Vertreter der "Kirche im Sozialismus" Sie hatten sich mit der sogenannten Zweistaatlichkeit Deutschlands abgefunden und deswegen so argumentiert. Für mich war diese These nie gegeben (siehe meinen Beitrag oben).

Aber noch einmal, nicht Jeremia, sondern Psalm 37.

Ich will jetzt aber nicht als Besserwisser dastehen. Für mich gilt in Fragen der Bibelkenntnisse letzten Endes 1. Kor. 13,9: Denn unser Wissen ist Stückwerk

Ihr Matthias Knobloch



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