FLUCHT und AUSREISE Diskussionsforum
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Thema: Der Präsident nach Wulff: Gauck oder Beate K.?


Klaus_Plaetzsch:
"Der DDR-Bürgerrechtler Lutz Rathenow ... fragt weiter: „Wäre solches Geheimdienstvertrauen auch gegenüber ... dem Bundesnachrichtendienst aufgebracht worden?“


Lieber Klaus Plaetzsch,

dem dicken Lutz ist hier etwas verquer geraten.

Die Frage wäre eher, ob der Bundesnachrichtendienst der Frau Klarsfeld Materialien über die Nazivergangenheit diverser Bundeskanzler, Bundesminister und Bundespräsidenten geliefert hätte.

Aber so ist er wahrscheinlich, der dicke Lutz: Wenn er was über die Blockflöten-Vergangenheit seines Ministerpräsidenten als ehemaliger Stellvertreter des Rates des Kreises Kamenz wissen will, dann fragt er wahrscheinlich auch beim sächsischen Landesamt für Verfassungsschutz oder in der sächsischen Staatskanzlei nach und vertraut dann der Antwort.

So ein Vorgehen spart auch Kalorien.

Weiß

der

BoWa



HenrikeDietze:
Ich bitte Sie, Frau Klarsfeld hat sich damit doch nicht erpressbar gemacht.


Damals schon: Zusammenarbeit der Staatsbürgerin eines NATO-Staats mit einem gegnerischen Geheimdienst

HenrikeDietze:
Ist es nicht vielmehr so, dass Frau Klarsfeld die Stasi benutzt hat, um dem Ziel, Genugtuung für die Opfer zu erreichen, ein Stück näher zu kommen?


Im Fall Lübke z. B. unterschob die Stasi gefälschtes Material westlichen Medien. Inwieweit Frau Klarsfeld diese Risiken kannte, ist mir unbekannt.





Klaus Plätzsch:

Damals [sei das] schon [strafbar gewesen]: Zusammenarbeit der Staatsbürgerin eines NATO-Staats mit einem gegnerischen Geheimdienst


Sie hat doch mit denen nicht zusammengearbeitet! Sie hat von denen Material bekommen. In der DDR wäre das sicher strafbar gwesen, aber in einem westeuropäischem Staat?

Sie hat denen doch keine Informationen zukommen lassen.

Es gab doch sogar Bundestagsabgeordnete, die mit Stasi-Leuten geredet und sogar Informationen ausgetauscht hatten!

Wenn etwas gefälscht gewesen wäre, wie bei Lübke, dann wäre das in einem Gerichtsverfahren vielleicht herausgekommen, entdeckt worden - oder nicht verwertbar gewesen. Im Fall Barbie haben aber sehr, sehr viele Zeugen vor Gericht ausgesagt. Und es gab sicher / vielleicht auch in Frankreich gerichtsverwertbare Dokumente.

Bei Lübke war ja auch nicht alles falsch. Und das ganze Material - auch / vor allem - das gefälschte, diente der Rufschädigung und der Diskreditierung. In einem Gerichtsverfahren ist das doch nie verwendet worden. Und in einem Gerichtsverfahren wäre die Fälschung ja vielleicht auch entdeckt worden.




HenrikeDietze:
Sie hat doch mit denen nicht zusammengearbeitet! Sie hat von denen Material bekommen. In der DDR wäre das sicher strafbar gwesen, aber in einem westeuropäischem Staat?


Ob strafrechtlich relevant oder nicht - wenn die Stasikontakte Klarsfelds bekannt geworden wären, hätte es einen Skandal gegeben.

HenrikeDietze:
Sie hat denen doch keine Informationen zukommen lassen.


So funktionieren Kontakte zu Geheimdiensten nicht. Da muß man schon was springen lassen, z. B. hat Fr. Klarsfeld sicher den Stand ihrer Ermittlungen der Stasi übermittelt.

HenrikeDietze:
Es gab doch sogar Bundestagsabgeordnete, die mit Stasi-Leuten geredet und sogar Informationen ausgetauscht hatten!


Ja, darunter auch echte Spione.





Vor einiger Zeit stand hier im Forum auch mal das Thema der NAZI`s in der DDR zur Diskussion. Da hätte doch Frau Klarsfeld bei ihren guten Kontakten durchaus mal kritisch hinterfragen können . Hat sie das getan ?



Ob es 1968 ff in der Bundesrepublik einen Skandal gegeben hätte, wenn bekannt geworden wäre, dass Frau Klarsfeld ihr Material von der Stasi bekommen hat (zum Teil jedenfalls), weiß ich nicht. Vielleicht wäre unter großen Teilen der Bevölkerung in der Bundesrepublik diese Tatsache auch bejubelt worden. Die Sympathie für die DDR war ziemlich groß, die Kinder von Nazis haben oft erst damals erfahren, dass ihre Eltern welche waren. Ja, selbst bis zur RAF gab es viel Verständnis und klammheimliche Sympathie.

Denken Sie nur an den Mescalero-Nachruf für Buback und die Verteidiger dieses Nachrufes.

Bitte hier lesen!

Zugegebenrmaßen sind das alles Dinge, die ich auch erst nach 1990 erfahren konnte.

Die offiziöse DDR hat sich von den RAF-Tätern immer distanziert, aber sie mitunter irregeleitete Linke genannt. Dass die ideologische Wurzel im Marxismus lag, stets mit Nachdruck verneint. Heute kann das aber keine mehr verneinen, der sich Gedanken darüber macht, woher das kam.




"Klarsfeld hatte Aktionen gegen Kiesinger mit DDR besprochen

...Die Aktionen gegen den damaligen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger (CDU), mit denen die von der Linkspartei für das Bundespräsidentenamt nominierte Beate Klarsfeld berühmt geworden ist, waren mit der DDR-Regierung besprochen und von dieser unterstützt.

Wie die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (F.A.S.) berichtet, reiste die „Nazi-Jägerin“ Beate Klarsfeld zu diesem Zweck im April 1968 nach Ostberlin, um sich mit dem Nationalrat „über die Vorbereitung einiger Aktionen gegen Kiesinger zu beraten und entsprechende Unterstützung zu erhalten.“

SED-Chef Walter Ulbricht wies den DDR-Nationalrat bald darauf an, „Frau Klarsfeld jede sachdienliche Hilfe zu gewähren.“ Die Hilfe für Frau Klarsfeld bestand, anders als von ihr gewünscht, letztlich nicht in finanzieller Unterstützung, sie wurde jedoch mit Material für ihre Öffentlichkeitsarbeit versorgt...."

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politically incorrect 4.3.2012
Klarsfelds Zusammenarbeit mit der DDR

Klarsfelds Zusammenarbeit mit der DDR Die Präsidentschaftskandidatin der LINKEN, Beate Klarsfeld, hat wohl schon in früheren Jahrzehnten erfolgreich mit dieser Klientel zusammengearbeitet: Für ihre Ohrfeige gegen den damaligen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger holte sie sich nach Recherchen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung Instruktionen bei der Vorgängerpartei ihrer jetzigen Unterstützer. Sie habe ihre Aktion mit dem DDR-”Nationalrat” abgesprochen, einer für Propaganda-Aktionen gegen die Bundesrepublik zuständigen SED-Organisation. Der linke Heuchler, Doppelmoralist und frühere Waffen-SS-Mann Günter Grass spielt übrigens bei dem Schmierenstück aus dem Sumpf tiefroter Intrigen und politischer Diffamierungspropaganda auch eine unrühmliche Rolle.

(Von Michael Stürzenberger)

SED-Chef Walter Ulbricht habe angewiesen, Klarsfeld Unterstützung zu gewähren. Sie habe zwar Geld gewollt, soll dann aber immerhin “Dokumente” bekommen haben. Die Berliner Morgenpost berichtet ausführlich über die Vorgänge in ihrem Artikel “Klarsfelds Ohrfeige war mit DDR abgesprochen“:

Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (FAS) hat im Bundesarchiv Berlin Belege gefunden, dass ihre Angriffe „mit der DDR-Regierung besprochen waren und von dieser unterstützt wurden“. Nach dem Zeitungsbericht reiste Klarsfeld „im April 1968 nach Ost-Berlin, um sich mit dem Nationalrat „über die Vorbereitung einiger Aktionen gegen Kiesinger zu beraten und entsprechende Unterstützung zu erhalten“.

SED-Chef Walter Ulbricht habe daraufhin den sogenannten DDR-Nationalrat, eine für Propagandaaktionen gegen die Bundesrepublik zuständige SED-Organisation, angewiesen, „Frau Klarsfeld jede sachdienliche Hilfe zu gewähren“. Anders als von ihr gewünscht, habe diese Unterstützung jedoch nicht in Geld, sondern in Dokumenten für ihre Angriffe bestanden.

Klarsfeld war demnach also willige Erfüllungsgehilfin einer üblen Schlammschlacht von SED-Bonzen, die den Rufmord Kurt Georg Kiesingers zum Ziel hatte. Inhaltlich substanzlos, denn Kiesinger war lediglich einfaches NSDAP-Mitglied – wie Millionen andere Deutsche damals auch – und bekleidete eine “weitgehend unbedeutende Stellung” in der Rundfunkabteilung des Auswärtigen Amtes. Aber mit hinterhältiger und verlogener Diffamierungspropaganda kannte sich die SED bestens aus:

Das „Neue Deutschland“ überraschte am 23. November 1966 mit der Schlagzeile, Kiesinger sei der „Chefagitator Hitlers“ gewesen. Das war so grotesk und schlecht erfunden, dass die Behauptung eine mäßigende Wirkung auf die Berichterstattung in westlichen Zeitungen hatte.

An den Angriffen gegen Kiesinger beteiligte sich auch in unfassbar verlogener Weise Günter Grass, der seine eigene Vergangenheit als Waffen-SS-Mann über Jahrzehnte verheimlichte:

Dafür gab es nun weitere Angriffe, zum Beispiel durch den linken Schriftsteller Günter Grass. Er schrieb Mitte Mai 1968: „1927 geboren, hatte ich, dank der Fürsorge der Generation des Herrn Kiesinger, die Möglichkeit, mit 15 Jahren Luftwaffenhelfer, mit 16 Jahren Soldat zu werden und als 17-Jähriger in Gefangenschaft zu geraten.“

Bei so viel selbstgerechter Heuchelei wird einem regelrecht schlecht. Grass sollte sich posthum bei Kiesinger entschuldigen und dem deutschen Volk Abbitte leisten, dass er ihm jahrzehntelang seine eigene SS-Verstrickung verschwiegen hat. So resumiert auch die Berliner Morgenpost:

Über seine Mitgliedschaft in der Waffen-SS jedoch fand sich in Grass’ wilder Attacke kein Wort – er verschwieg sie bis 2006.

Linke Doppelmoral in Reinkultur. Wenn Beate Klarsfeld Anstand und Charakter hätte, würde sie jetzt ihre Kandidatur zurückziehen. Sie hat zwar ohnehin keine Chance, Bundespräsidentin zu werden, aber schon als Kandidatin befleckt sie dieses Amt. Eine offensichtliche Verleumderin und DDR-Erfüllungsgehilfin sollte für dieses repräsentative Amt nicht antreten.



Die Linkspartei setzt allerdings auf denselben Reflex, mit dem schon die DDR ihren Antifaschismus inszenierte - ebenfalls mit Hilfe von Frau Klarsfeld. Denn die „Nazi-Jägerin“ verfolgte ihren selbstgestellten Auftrag 1968 tatsächlich auf recht einäugige Weise. Während sie ehemalige NSDAP-Mitglieder, die in Westdeutschland zu Amt und Würden gelangt waren, anprangerte, schwieg sie über die Nazis im Partei- und Regierungsapparat des SED-Staates.

>>>Kompletter Artikel




>Buchhandlung 89




politically incorrect:
Inhaltlich substanzlos, denn Kiesinger war lediglich einfaches NSDAP-Mitglied – wie Millionen andere Deutsche damals auch – und bekleidete eine “weitgehend unbedeutende Stellung” in der Rundfunkabteilung des Auswärtigen Amtes. Aber mit hinterhältiger und verlogener Diffamierungspropaganda kannte sich die SED bestens aus:

Das „Neue Deutschland“ überraschte am 23. November 1966 mit der Schlagzeile, Kiesinger sei der „Chefagitator Hitlers“ gewesen. Das war so grotesk und schlecht erfunden, dass die Behauptung eine mäßigende Wirkung auf die Berichterstattung in westlichen Zeitungen hatte.


Lt. FAS von heute entlastet der ehemalige Chefkommentator des SED-Blatts "Berliner Zeitung", Karl-Heinz-Gerstner, selbst NSDAP-Mitglied und danach KGB- und Stasispitzel in seiner nach der Wiedervereinigung erschienen Autobiographie seinen Duzfreund Kiesinger. "Kiesinger war kein Nazi. Er war überhaupt nicht der Typ. Ihn beherrschten konservative Vorstellungen, liberale und nationale Übereugungen." Kiesinger habe Gerstner, der in der deutschen Botschaft in Paris arbeitete, 1942 dort in Bezug auf Hitler gefragt, ob es nicht einen mutigen Mann gäbe, "der diesen Verbrecher über den Haufen schießt." Zu DDR-Zeiten verschwieg Gerstner geflissentlich sein Wissen über Kiesinger.

Frau Klarsfeld war auf ihre öffentlichkeitswirksame Aktion gegen Kiesinger fixiert. Die gleichen Motive lassen sie jetzt als bekennende Sarkozy- und Israel-Anhängerin mit der umbenannten SED paktieren. Man kennt diese eitlen Alten ja schon seit Heym und Schmuddel-Zwerenz für die umbenannte SED im Bundestag saßen.





Vielen Dank für den Hinweis auf den Beitrag in der FAS. Und dort sind auch die Lesermeinungen wichtig.

Ich will auch keine Frau Klarsfeld als Bundespräsidentin. Und sie wird es auch nicht.

Aber Gauck wird es. Und das halte ich für außerordentlich schlecht für die Opfer und Betroffenen und für die "Aufarbeitung" dessen, was die DDR war.

Der Bundespräsident hat nun mal vor allem eine auf die Meinung im Lande abzielende Position. Mehr hat er nicht. Aber das ist ungeheuer viel.

Der Vorteil, dass nun ausgerechnet zwei ungeeignete Kandidaten zur Auswahl stehen, besteht nun aber darin, dass Legendenbildungen hinterfragt werden.

Die Tragödie von Wulff ist, dass er nicht mehr unabhängig agieren konnte, nachdem er es als völlig normal ansah, dass sich Politiker privat aushalten lassen und dafür ihren "Freunden" Vorteile gewähren.





HenrikeDietze:

Aber Gauck wird es. Und das halte ich für außerordentlich schlecht für die Opfer und Betroffenen und für die "Aufarbeitung" dessen, was die DDR war.


Ich sehe das nicht so. Schon allein die Vita Gaucks wird bei jedem nationalen und internationalen Auftritt des Bundespräsidenten das Gedenken an das DDR-Unrecht wachhalten.



Das hilft den Opfern doch nicht. Schon allein, wie er öffentlich gegen die Novellierung des Stasi-Unterlagengesetzes vorgegangen ist, und damit gegen Roland Jahn.

Und seine eigene Vita ist doch nun auch keine Vorzeige-Vita! Warum hat er denn gelogen, was die Einstellung von Stasi-Mitarbeitern in der BStU anbelangte.

Wer hat ihn denn dazu ermächtigt, an der Spitze einer öffentlichen Behörde nach Gutsherrenart einzustellen? Und in den anderen öffentlichen Behörden wurde doch nicht anders verfahren, wie man nun vielfach weiß. Und damit waren sie oft in Schlüsselpositionen, um die zu "entfernen", die das nicht wollten, dass solche Leute schon wieder / immer noch / weiterhin das Sagen hatten.

Gucken Sie sich doch nur die Zusammensetzung der sogenannten Integritätskommission des Rektors Cornelius Weiss an der Uni an. Eine Kommission, von der niemand an der Uni etwas wusste, die durch nichts legitimiert war, die sich der Rektor selbst zusammengebastelt hatte.

Und dann gucken Sie sich doch an, wer da alles weiterbeschäftigt wurde!

Und Wieland Zumpe bekam Hausverbot! Aber das ist nur ein Beispiel.



Frau Klarsfeld ist nach Aussagen des der TAZ bisher drei mal fürs Bundesverdinstkreuz vorgeschlagen worden. Drei mal hat das zuständige Amt abgelehnt.

Hingegen erhielten das Bundesverdienstkreuz

- Herr Trobisch-Lütge für sein unermüdliches Wirken für traumatisierte Opfer der SED-Diktatur

- Frau Hildigund Neubert für ihre ungemein sachlichen Beiträge zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

- Frau Marianne Birthler für noch gewaltigerere Beiträge zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

- Herr Gauck als Pensionszugabe für die Aufarbeitung der SED-Diktatur an sich

- Bruder Rainer Wagner für sein unermüdliches Kämpfen für die Opfer Kommunistischer Gewaltherrschaft

- Erika Riemann dafür, dass Stalins Bart ab ist

- usw. usf.





...und was genau wollen Sie nun mit Ihrem Beitrag ausdrücken ?

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