FLUCHT und AUSREISE Diskussionsforum
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Thema: Bundespräsident Wulff unter Druck




Mittlerweile hat sich für Gauck ausgesprochen wohl auch die ganze UOKG, also der "Verein Freiheit e.V." in Erfurt, die Gedenkbibliothek mit Frau Popiolek, die INTERESSENGEMEINSCHAFT EHEMALIGER DDR-FLÜCHTLINGE mit ihren Aktivisten hier auf dem Forum, der Verein Pro Universitätskirche e.V., Leipzig ...
Erstaunlich, dass sich auch der "Bund der Vertriebenen" mit

seiner Vorsitzenden Erika Steinbach, unter die Gauck-Fans begeben haben soll...


Es vermeldet



P.S.:
sagt mal, liebe Mitschreiber von der INTERESSENGEMEINSCHAFT EHEMALIGER DDR-FLÜCHTLINGE :

Habt Ihr das echt so beschlossen in eurer UOKG ?
Oder hat die UOKG wieder mal den alten vogtländischen Brauch gepflegt, ungefragt Unterschriftskopien unter ein Schriftsück zu fälschen ?



Ja, lieber Bodo, wenn ich in diesem Falle nicht an Unterschriftsfälschungen denke, so ist Deine Frage mehr als berechtigt ...

Ein möglichst gauckfreies Wochenende wünscht Dir
Wolfgang.



Ich hoffe doch sehr, dass wir von Gauck verschont bleiben. Es spricht mehr dagegen, als dafür. Wurden vom Dachverband die letzten aktuellen Ereignisse mit Gauck, gegen die Opfer, vergessen ? Auch sollte man die Ereignisse (Entstehung der BStU) in den 90er Jahren und die Einstellung der Stasi nochmal Revue passieren lassen. Gauck ist nicht derjenige, der die Opfer hofiert, auch wenn er das glauben machen möchte.



Das Sprechen im Namen Ungefragter in einer so wichtigen Frage kenne ich bisher nur aus der alten SED.

Als es im Herbst 1989 darum ging, ob die SED einen Sonderparteitag einberuft, für dessen Einberufung ein bestimmtes Quorum nötig war und der laut Statut der SED die Befugnis hatte, die SED aufzulösen, oder einen Parteikongress, der keinerlei Befugnis hatte, außer ganz unverbindlich über gesellschaftliche Veränderungen zu diskutieren, hat die Sektionsparteileitung der ehemaligen Sektion Journalistik im Namen von über 400 SED-Mitglidern (Zahl wichtig, für ein Quorum gegen einen Sonderparteitag, also gegen die Auflösung der SED) einen Brief an das ZK (oder an das Politbüro) geschrieben, dass diese über 400 SED-Mitglieder sich für einen Parteikongress und nicht für einen Sonderparteitag aussprechen würden. Über diesen Brief wurden wir lapidar informiert.

Ich war über das Sprechen im Namen von Ungefragten maßlos empört. Allein schon so um die 10 SED-Mitglieder, die mir über den Weg gelaufen waren, waren für einen Sonderparteitag, damit die SED einen Auflösungsbeschluss fassen kann.

Ich habe mich sofort und völlig aufgeregt und empört hingesetzt und einen Brief geschrieben, dass die 400 Stimmen nicht gegen einen Sonderparteitag gezählt werden dürfen, weil von den 400 keiner gefragt worden sei, und alle, die mir an dem Montag über den Weg gelaufen seien, die ich gefragt hatte, gegen eine völlig unverbindliche Parteikonferenz gewesen seien. Diese Zahl sei also keinesfalls zu zählen.

Diesen Brief habe ich noch am gleichen Tag zur Post geschafft und per Einschreiben und vor allem per Eilbrief (gab es damals noch) in die Eichendorffstraße in Leipzig gebracht. Leider gibt es diesen Brief nur handschriftlich, also nur einmal. Copy-Shops oder andere Vervielfältigungsmöglichkeiten gab es kaum. Mir war ja auch wichtig, dass er ganz schnell ankommt, bevor die 400 gezählt worden waren.

In einer so wichtigen Entscheidung (Unterstützung von Gauck als neuer Bundespräsidentskandidat im Namen der Opferverbände) darf kein Vorstand für alle anderen gleich mit eine Stimme abgeben.

Ich weiß natürlich, dass Sie solch alte Kamellen der SED nicht wirklich interessieren.

Aber die Tradition dieser undemokratischen Verfahrensweise vielleicht schon. Es ist eben keine "vogtländische" Besonderheit.



woma:
Ja, lieber Bodo, wenn ich in diesem Falle nicht an Unterschriftsfälschungen denke, so ist Deine Frage mehr als berechtigt ...


O.K., o.k. ...
Ich habe ein mit "die UOKG" gezeichnetes Schriftstück vor mir, von dem ich ausgehe, dass es von Rainer Wagner autorisiert ist.
Das ist eine Antwort an die gemeinsame Anfrage von VOS und Bautzen-Komitee. Darin versichert die UOKG, dass sie sich dessen bewußt ist, dass man nicht ungefragt Unterschriftskopien unter ein Schriftstück setzen darf. Und das schon gar nicht dann so ins Vereinsgeschehen werfen darf.
Der Vorstand der UOKG sei sich dessen doch einig.

Also will ich bis zum anderweitigen Beweis erst mal nur davon ausgehen, dass Rainer Wagner eine Presseerklärung im Namen der UOKG abgegeben hat OHNE die 32 Unterschriften der 32 Vereinsvorsitzenden der 32 Mitgliedsvereine drunter zu kopieren.

Wobei es natürlich kein Zufall ist, dass die Zahl der Mitgliedsvereine in der UOKG und die Zahl der kristallographischen Punktgruppen identisch ist..

32 garantiert Stabilität (glauben jedenfalls einige Theologen).
Das ist jetzt schwer zu erklären.

Ich weise nur darauf hin, dass Rainer Wagner in

0
666
7

Weißenfels geboren ist.

Wirft jetzt mal als Zusatzaufgabe in Mathe ein

der

BoWa




Zuletzt bearbeitet: 18.02.2012 17:47 von BoWa


HenrikeDietze:
Ich weiß natürlich, dass Sie solch alte Kamellen der SED nicht wirklich interessieren.


Bedingt schon, liebe Frau Dietze,

obwohl natürlich irgendwie jeder weiß, dass das alles so war.

Und Sie haben Recht: Es ist keine vogtländische Besonderheit.
Als ich 1985 in Tübingen mit dem Studium begann, gab es dort an der Uni 32 linke Sekten, bestehend etwa aus insgesamt 21 Personen (Die jeder einzeln wiederum Mitglied in mindestens zwei Dutzend dieser Sekten waren). Und diese 21 Personen schlossen ihre 32 linken Sekten dann immer zu machtvollen "Aktionsbündnissen" zusammen, also so was ähnlichem wie der UOKG.
Also diese 32 linken Sekten gründeten dann z.B. ein machtvolles "Aktionsbündnis Stricken für den Frieden" oder so. Dann riefen sie alle 25.000 Studenten der Uni zu einer "Vollversammlung" zusammen um zunächst eine Resolution zu verabschieden. Zu der "Vollversammlung" kamen dann immer nur die 21 Personen bzw. ihre 32 linken Sekten selbst. Und dann war natürlich klar:

"Die Vollversammlung der 25.000 Studenten der Uni hat beschlossen ...."


Übrigens hat meine Lieblings-Agitprop-Sekretärin der FDJ diese Sitten ab 2003 auch in der CDU eingeführt.

Mit den "REGIONALKONFERENZEN".

Zuvor gab es in der CDU Delegiertenparteitage.
Dort darf nur reden und abstimmen, wer von seiner Kreis-CDU zum Delegierten gewählt worden ist.

Meine Lieblings-Agitprop-Sekretärin führte die "REGIONALKONFERENZEN" ein. Dort darf jedes der 499.646 CDU-Mitglieder hinkommen und ihr zujubeln. Also ich meine: Jeder, der sich ne Fahrkarte dafür kauft. Ich kann z.B. auf ne Konferenz nach Schleswig-Holstein fahren und sagen, ich wäre gern in meiner Region gewesen, aber die war vorige Woche Freitag und da hatte meine Oma Husten oder so, und dann fahre ich eben auf ne Konferenz nach Schleswig-Holstein.

Wem dafür das Geld zu schade ist, der kann sich seit 2010 auch an virtuellen Regionalkonferenzen im Internet beteiligen.

Diese "REGIONALKONFERENZEN" haben bisher immer einstimmig beschlossen, dass Merkel recht hat (Zum Beschluss des Gegenteils wären sie auch gar nicht demokratisch legitimiert gewesen)

Dem berühmten "Leipziger Parteitag der CDU von 2003", von manchen benannt als "Die Thatcherisierung der CDU" gingen fast ein dutzend Regionalkonferenzen voraus, die in fast einem dutzend Regionen "beschlossen" hatten, dass Maggi Merkel bedingungslos zu folgen ist.

Da wagen es die eigentlich zu Beschlüssen befugten, die Delegierten eines Bundesparteitages dann kaum noch, dagegen zu sein.

Kurz:

32
ist überall.

Ihr

BoWa



Pro Universitätskirche e. V. war am Votum für Gauck nicht beteiligt



BoWa:
BoWa:
Wie es weitergeht mit dem zurückgetretenen Bundespräsidenten, können wir ahnen:

Wulff wollte dem Glogowski, als er den endlich zurückgetreten hatte, noch die Pension streichen.

Na, sagte ich doch ...


Mittlerweile hat auch der ehrenwerte Ex-Bundespräsident Walter Scheel, Ex-NSDAP-Mitglied (wie auch Ex-Bundespräsident Carstens)



gefordert, Wulff solle seine Pension sein lassen

Weil das, was Wulff vorgelebt habe ja im Vergleich mit so einem bisschen Krieg spielen und NSDAP -Mitgliedsbeitrag zahlen ja nun wirklich unverzeihlich sei.

Und schon Claudia Roth von der Unterhaltungs-Kapelle "Ton Steine Scherben" hielt "eine in der kommenden Woche geplante Gedenkveranstaltung mit Wulff für die Opfer des Neonazi-Terrors unmöglich. «Das ist unter diesen Bedingungen schlechterdings nicht vorstellbar.»"

Möglicherweise hat Frau Roth nun doch den Walter Scheel als Redner vorgeschlagen.

Unterhaltungswert hat das alles aber längst nicht mehr.

Findet der

BoWa


Zuletzt bearbeitet: 19.02.2012 12:40 von BoWa


Rainer Wagner führt als Vorsitzender die Geschäfte der UOKG. Als solcher hat er sich für Gauck ausgesprochen. Damit ist nicht behauptet, jeder einzelne Mitgliedsverband sei auch dafür. Pro Universitätskirche e. V. Leipzig etwa hat sich zu Gauck nicht geäußert. Mich etwa stört, wie Gauck sich bei der Dr. Weinbergerschen Frage nach dem Psychiatriemissbrauch einfach auf Sonja Süß und ihr Buch berufen hat. Meine Kritik an diesem Buch habe ich schon im Forum geäußert.



Henrike Dietze:
„In einer so wichtigen Entscheidung (Unterstützung von Gauck als neuer Bundespräsidentskandidat im Namen der Opferverbände) darf kein Vorstand für alle anderen gleich mit eine Stimme abgeben.
Ich weiß natürlich, dass Sie solch alte Kamellen der SED nicht wirklich interessieren. Aber die Tradition dieser undemokratischen Verfahrensweise vielleicht schon. Es ist eben keine ‚vogtländischeBesonderheit.“


Liebe Frau Dr. Dietze,

ich interessiere mich sehr wohl für „solch alte Kamellen der SED“, sofern sie von Insidern wie Ihnen serviert werden.

Zur „vogtländischen Besonderheit“ bedarf es eines Zusatzes:
Seit vielen Jahren geistert ein pferdebeschwanzter Vogtländer durch’s Internet.
Da der Mann nicht allzu ernst genommen wird, diffamiert er SED-Opfer mittels übler Schmähschriften – meist unter Pseudonym. Zu DDR-Zeiten hatte er ein Schauspielstudium abgebrochen, gammelte durch’s Land, beschmierte Tunnel, machte ein Kind, für das er Unterhaltszahlungen verweigerte und landete schließlich im Gefängnis. Dort stellte er einen Ausreiseantrag. Seitdem wähnt er sich als „politischer“ Häftling, ja als ein SED-Opfer gar.
In den Neunzigern gründete der arbeitsscheue Zeitgenosse einen Verein, mit dem er sich im Jahre 2004 von der Bundesstiftung „Aufarbeitung der SED-Diktatur“ einen Förderbetrag i.H.v. 6.000 Euro erschlich. Laut Urteil des Amtsgerichtes Plauen soll der Verein aufgrund einer Unterschriftsfälschung zustande gekommen sein. Das Landgericht Potsdam entschied unlängst, daß man ihn sogar einen Unterschriftenfälscher nennen darf.

Ob die Stiftung den zu Unrecht gezahlten Betrag zurückgefordert hat, ist allerdings nicht bekannt.

Herzliche Grüße nach Leipzig!



Wissen Sie, aus solchen und ähnlichen Gründen meide ich normlerweise solche Foren. Vor allem die Foren, wo es angeblich "gegen rechts" geht. Die sprechen ja nicht einmal von "rechtsextremistisch" oder "rechtsradikal".

Da sind nämlich sehr oft welche dabei, die dann die "Rolle" eines Nazis, eines antisemitischen Hetzers spielen, um die "anderen Diskussionsteilnehmer" zu "sensibilisieren" für solche Schmähungen, um die Diskussion anzuheizen. Die greifen dann auch irre Summen Förderbeiträge für "Projekte gegen rechts" ab, für den Aufbau von Internetforen, die nicht selten sogar noch unter einem einzigen Portal laufen. Und mitunter sogar ganz populäre Schirmherren gewinnen können, konnten. Ich habe da auch mal eine ganz, ganz üble Erfahrung gemacht. Und dann wollte er den Nazi nur gespielt haben (siehe oben), gar noch eine edle Tat vollbracht haben.

Im übrigen haben die Frauen von Hoheneck sich von der Unterstützung von Herrn Gaucks Wahl zum Bundespräsidenten durch den Vereinsvorsitzenden der UOKG distanziert, sogar die Frage gestellt, ob der Vorstand der UOKG so etwas wie das Politbüro sein wolle.

Wenn in solch sensiblen Fragen derart vereinnahmende und undemokratische Aktionen gestartet werden, ist das für Mitgliedsvereine und deren Mitglieder bitter, tut richtig weh. Natürlich muss ein Vereinsvorstand in operativen Fragen selbständig handeln, dafür ist er ja schließlich gewählt worden. Aber leider erlebe ich so etwas im Osten nicht gerade selten. Und sie finden dann oft gar nichts dabei.

Aber eine solche vorauseilende Unterstütztung übersteigt die Befugnis eines gewählten Vorstandes, zumal wenn es noch andere Mitgliedsvereine gibt. Solche "Bündnispolitik" - sie wurde hier im Forum schon mal beschrieben, aufgrund meines Beitrages, erinnert wirklich an eine ganz bestimmte Bündnispolitik: Aufbauschen, mehr Schein als Sein. Ich weiß gar nicht mehr, welche Massenorganisationen so alles in der Volkskammer waren.



Zuletzt bearbeitet: 20.02.2012 18:42 von HenrikeDietze


Habe eine sehr bissige Karikatur gefunden.

Da sie aus einem sehr bissigen Magazin ist, gebe ich die genaue Quelle ("Cicero") mit an.
Über eine reguläre Verlinkung müssten die sich eigentlich ja sogar freuen...




Zuletzt bearbeitet: 03.03.2012 00:22 von Administrator


Ich möchte erneut bekennen, dass mir von Anfang an der Kandidat Gauck lieber war als der stromlinienförmige Parteisoldat Wulff.
Der damaligen Weiterbeschäftigung von Stasi-Offizieren in der BStU lag vielleicht eine „Übereinkunft“ zwischen BRD- und DDR-Unterhändlern zugrunde.
Die Attentaten auf Schäuble und Rowedder konnte man dann auch so verstehen: Wir können auch anders!

Gauck wird das verstanden haben und bei den kommenden Schwierigkeiten auch mit den dreisten Linken wird er wahrscheinlich wissen wie richtig Paroli geboten werden muss.

glaubt

Gerd-Peter Leube
aus
Erfurt




BoWa:
... Claudia Roth von der Unterhaltungs-Kapelle "Ton Steine Scherben" hielt "eine in der kommenden Woche geplante Gedenkveranstaltung mit Wulff für die Opfer des Neonazi-Terrors unmöglich.


Wulff ist mit einigem ungewöhnlichen und vielleicht derzeit (noch) nicht mal mehrheitsfähigem Verhalten aufgefallen.

Er machte eine Muslima zur niedersächsischen Sozialministerin und eine Ossi-Frau zur niedersächsischen Wissenschaftsministerin..

Hatte ich gestaunt, damals.

Als voriges Jahr rauskam, dass 10 bisher ungeklärte Morde auf das Konto Zwickauer Knalltüten gehen, war es nur Wulff, der auf den Gedanken kam, die Hinterbliebenen in sein Büro einzuladen. Und sie zu fragen, was er, was der deutsche Staat jetzt tun könne.

Am 24.11.2011 vermeldete "Die Zeit", Wulff habe nach den Gesprächen mit den Familien entschieden, eine öffentliche Gedenkfeier zu veranstalten.

Es war einigermaßen perfide von Claudia Roth von der Unterhaltungs-Kapelle "Ton Steine Scherben" dem Wulff vorzuhalten , dass er für so was eigentlich moralisch völlig disqualifiziert sei.

Und es kam ja dann auch so, wie es kommen mußte. Die Rede redeten dann irgendwelche Gutmenschen, die dem Wulff seine Idee klauten, sie selber umsetzten und Wulff dabei dann noch zu allem Überfluß einen krummen Hund nannten.

Die Sache ist so was von ekelhaft ...- äh !

Findet

der

BoWa




Zuletzt bearbeitet: 02.03.2012 23:14 von BoWa


Jetzt verstehe ich, wieso der Vater des einen Opfers als Redner eingeschoben wurde und er in seiner Rede sagte, dass sie alle hier die Gäste von Christian Wulff seien und er sich bei ihm persönlich für die Einladung zu dieser Gedenkveranstaltung bedanken möchte.

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