eLeW, ein Land eine Welt - Forum 1 und FAQ
Zurück zur Übersicht
Autor
Thema: Habe mir die Seiten mal angeschaut


Zitat:
"Hmm. Habe mir die Seiten mal angeschaut, da fallen mir gleich soviele Kommentare zu ein, daß es mir zuviel wird, sie alle aufzuschreiben. Im Grunde denke ich, ist Euer Ausgangspunkt verkehrt, Ihr geht von zahlreichen falschen Voraussetzungen aus, über den realen Politikbetrieb, über Ursachen für Sachen, die falsch laufen, über das Wesen des Menschen, über wirtschaftliche Zusammenhänge, über Steuersysteme... Wie gesagt, leider so viel auf einmal, daß ich mich außerstande sehe, da vernünftige Kommentare draufzugeben, wenn ich nicht die ganze Nacht da dransitzen will."
Zitatende

Nun, der Anfang ist gemacht, wer geht ins Detail?



Ein beachtenswerter Politologe aus Brüssel, Malte Woydt, hat hier http://www.woydt.be/lesebuch/l63/ho6308de.php eine aktuelle Stellungnahme zum Thema Parteigründungen hinterlegt.

Zwei Gründe, warum die eLeW nicht betroffen ist:

1. Das Spektrum der Parteiangebote von den Programmen her sollte für jeden Geschmack etwas bieten. Tritt aber jemand bei, fängt die Knochenmühle an, bei der die korrupten Ellbogenfahrer an die Spitze gelangen. Endergebnis ist ein Kanzler, der von sich erzählt, wie er am Gitter des Bundeskanzleramtes rüttelt und sich schwört, hier muss ich rein.
Solche Ich-Vertreter durch Volks-Vertreter abzulösen, nimmt sich keine der bekannten Parteien vor. Die eLeW sucht erst einmal die Mitglieder, und wirbt dann erfolgreiche Frauen und Männer als Politiker auf Zeit gegen Lohnfortzahlung und Aufwandentschädigung als Volksvertreter ein. Das bringt Zupacken in die Politik und Stärke gegen Korruption.

2. So wie 40 Jahre Schmieren der Wirtschaft nur zum Arbeitsplatzabbau geführt haben, haben 100 Jahre Parteipolitik des gesamten Spektrums den Staat zum Hilfsmittel für das kapitalistische Wachstum degeneriert. Darüber diskutieren genügend Ideologen und Intellektuelle.
Wer setzt sich aber für den Menschen ein, der in Frieden seinen Teil zum Gemeinwohl beitragen will, und der hilflos der sinnlosen Zerstörung an allen Enden gegenüber steht. Mit dem Internet steht eine Möglichkeit (noch?) zur Verfügung, solche Menschen, aber auch Nichtwählern (40% sind da locker zu mobilisieren), Partei-Verdrossenen und -Aussteigern eine Plattform zu bieten.

Und hier gehts zum Beitritt zur ganz anderen Partei dieses Jahrtausends, die alle aus dem vorigen Jahrhundert ablöst:
http://www.elew.de/mitgl01.htm.
Alles Gute, Hans U. Scholz


Zuletzt bearbeitet: 14.10.06 09:21 von Administrator


Der Link auf Malte Woydt aus Brüssel gefällt mir, von seinem Lesebuch kann die elew was lernen. In dem Artikel zur Parteigründung kommt auch das Wort "Arbeitslosigkeit" vor. Da findet ihr, dass sich Politiker, die Arbeit für alle fordern, am Ziel vergreifen. Die Arbeitslosigkeit abschaffen geht nicht und die elew macht sich mit der Forderung nach Vollbeschäftigung nur lächerlich. Schaut selbst nach.

Gruß und Kuss, Pompejus



Hallo Pompejus.
Das trifft, die eLeW ist für die Vollbeschäftigung und macht sich lächerlich, voll daneben. Meiner Meinung nach kritisiert Malte Woydt in Arbeitslose (klicken) das Phrasengedresche vom Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und fordert, Menschen mit Problemen zu helfen. Arbeitslosigkeit ist dabei nur eines von vielen möglichen Problemen.

Unter neoliberaler Virus gibt es bei ihm einen Verweis auf Wirtschaftsliberalismus (klicken)

Da macht M. Woydt deutlich, worum es geht. Kapitalisten sitzen am längeren Hebel und die amtierenden Politiker helfen, diesen Hebel noch zu verlängern. Dabei wird dann der Hebel der Regierungen immer kürzer.

Die eLeW versteht den augenblicklichen neoliberalen Weg der amtierenden Parteien als einen Kurs in den menschlichen, wirtschaftlichen und umweltzerstörenden Abgrund. Die Reduzierung des Menschen auf das Verhältnis von Nutzen und Kosten macht ihn den Augen der Aktionäre, Investoren und Kapitalgesellschaften (AIK) reif für die Entsorgung. Da für den schnellen Dollar Umweltbelange hinderlich sind, zertören AIKs gerne die Umwelt. Und schließlich fressen sich die AIKs gegenseitig auf. Da die eLeW all das zu hindern sucht, handelt sie auch im Sinne der AIKs.

Wie? Zum Beispiel mit Vollbeschäftigung. Nur, dass die AIKs nach dem Fressen sovieler Subventionen trotz Arbeitsplatzzerstörung erst recht gierig geworden sind, noch mehr für noch weniger Arbeitsplätze zu erhalten. Also müssen Arbeitsplätze ohne die AIKs geschaffen werden.
Die Arbeit, die in Deutschland in überreichem Maße unerledigt liegen bleibt, muss hierzu nur in bezahlte Arbeit umgewandelt werden. 10 Millionen (Offizielle und inoffizielle Arbeitslose minus Entschuldigte) zusätzliche Arbeitsverträge bringen das Sozialkassenelend sofort zum Ende, schaffen Nachfrage für die strahlenden AIKs und lösen nebenbei viele ungenannte, sehr teure Probleme wie Verwahrlosung, Kleinkriminalität, Bildungsunlust etc.

Welche Arbeit, welche Finanzierung etc. bitte auf den eLeW-Seiten suchen und finden.

Alles Gute, Hans U. Scholz



Zuletzt bearbeitet: 14.10.06 09:25 von Administrator


Habe mal nachgesehen, ob es die elew noch gibt. Tatsächlich.
Aber weitergekommen ist sie wohl nicht.

Gruß und Kuss, Pompejus



Zitat vom 06.04.04 21:37:

>Nun, der Anfang ist gemacht, wer geht ins Detail?<

Gerade dieser Auforderung scheint niemand nachgehen zu wollen. Deshalb wird man in "hundert Jahren" nachschauen können, sehen, dass sie es noch gibt und dass die eLeW nicht weitergekommen ist.

Weil alle eben mal nur nachsehen, wird ein Weiterkommen der eLeW Utopie bleiben.



Zurück zur Übersicht

WebMart Homepage Tools: Eigenes Forum kostenlos starten

Webdesign - Shop-System - Newsletter-System - Homepage-Verzeichnis