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Thema: Bahn geht 2006 doch nicht an die Börse


Hallo,

zu euren Aktuell-Aufheulern wegen der Bahn eine gute Nachricht für euer Aktuell von heute: Bahn geht 2006 doch nicht an die Börse. Der AV Michael Frenzel hat das gestern mitgeteilt. Die Gewerkschaft Transnet ist erleichtert. Der Transnet-Chef Norbert Hansen sagte, der Hick-Hack um den Börsengang habe bei den Beschäftigten zu massiven Unruhen und Sorgen um den Arbeitsplatz geführt.

Ich unterstütze die elew in der Forderung, nie die Bahn zu privatisieren. Jeder weiß doch, dass sowas zum Profitauspressen der Bahn und deshalb zu Massenentlassungen führt. Ziel muss sein, die Bahn kostendeckend zu führen, und dabei Mitarbeiter und Kunden zufrieden zu stellen.



Danke Steven, das wird gleich aufgegriffen. Aktuell von heute: Mehdorn wird wohl nicht zurücktreten.
Zitat: "Der Tag war noch nicht vorbei, da hat unser Kanzler Herrn Mehdorn den Rücken gestärkt. Experten und Parlamentarier haben Mehdorns für gescheitert erklärt, und der Kanzler hält dagegen.
Lieber Steven, zur Freude besteht kein Anlass. Der Kanzler sieht den Börsengang jetzt in 2008 kommen.
Zur Freude ist erst Anlass, wenn der ganze Privatisierungswahn gestoppt ist, und wenn aus der Bahn, die den Aktionären verantwortlich ist, eine Bahn geworden ist, die sich den Fahrgästen gegenüber verantwortlich sieht."

Alles Gute




Wer sind eigentlich die Kräfe, die den Börsengang wollen?
Da ist zum einen der Finanzminister, der mit dem Erlös seinen Haushalt schönen will. Zum anderen werden ja Milliarden im Verkehrsetat verteilt. Da könnte es schon von Vorteil für z.B. die Autoindustrie sein, wenn die Bahn von diesem Topf getrennt wird. Dann gibt es die Liberalen, die grundsätzlich privatisieren. Schließlich gibt es noch die Anleger, die für eine Dekade aus der Bahn Geld herausholen. Danach wird nur noch notdürftig geflickt und die marode Bahn endlich wieder dem Staat überlassen.

Wer sind eigentlich die Kräfte, die den Börsengang ablehnen?
Das müsste (neben der elew) die SPD als Volks-Partei sein. Und zwar vom kleinsten Mitglied bis zum Kanzler. Denn die Bahn hilft dem Volk und das Volk braucht sie. Außerdem jeder, der sehen und denken kann.
Sehen, was in England passiert, und denken, was mit dem Allgemeinwohl verpflichteten Einrichtungen passiert, wenn sie dem Privatinteresse ausgeliefert werden.

MfG, Steven



Leider hat SPD-Tiefensee die Sache wieder forciert, einen Gesetzentwurf zur Teilprivatisierung vorgelegt und das Bundeskabinett hat einstimmig zugestimmt.

Die Hoffnung der eLeW (komplett dagegen, wenn AG dann höchstens eine den Banken, Investoren und McKinseys entzogene Volks-AG) liegt jetzt bei den Ländern. Die fürchten, dass der Regionalverkehr leidet.

Unsere neo-liberalen Parteien, regierend und opostionell, wünschen, dass die 5 Millionen Fahrgäste und die zu transportierenden Güter täglich eine weitere Zahlung an die Großaktionäre leisten.
Und dass die Privatinvestoren aus der dem Steuerzahler gehörenden Bahn ein Unternehmen erschaffen, dass weltweit kleinere Unternehmen mit Steuerzahlervermögen vernichtet und ein global playend Monopol-Monopolist wird.

Die eLeW wünscht, dass die Bahn nicht weltweit konkurriert, sondern ihre Investitionen in die eigene Verbesserung steckt. Ihre weltweiten Aktivitäten dürfen der weltweiten Verbesserung der weltweiten Verkehrsstrukturen dienen und mit der Entwicklungshilfe verknüpft werden. Nicht aber zum Abschöpfen von Vermögen der Schwächeren in anderen Ländern dienen. Deutschland mag den Banken, Investoren und McKinseys gehören, damit muss Mensch und Volksvertretung sich aber nicht abfinden.

Weltweite Logistik gehört nicht in eine Hand, höchstens in eine öffentliche.

Die eLeW appelliert an Freund und Andersdenkende, die Privatisierung zu stoppen.

Ganz nebenbei, kürzlich in Stuttgart beschlossen, 21 Milliarden in die Bahnstruktur zu investieren. Die Commmerzbank schätzt den Wert der gesamten Deutschen Bahn für den Verkauf an der Börse auf zwischen 10,4 und 13,6 Milliarden Euro. FOCUS erwartet bei einem Börsengang für 49,9 Prozent der Aktien maximal 6,2 Milliarden Euro. Davon blieben dem Bund nur 3,1 Milliarden Euro, da die Bahn die andere Hälfte für eine Kapitalerhöhung benötige.



Zur Zeit wird die Bahnprivatisierung, ich werde mal den Begriff ändern, die Bahn-Volks-Ausplünderung durch die Länder verhindert. Heute wird der Regierung nämlich ein Gutachten vorgelegt, dass die Bahn-Volks-Ausplünderung die Länder teuer zu stehen kommt. Langsam äußert sich Widerstand gegen 59-Jahre-Bundesrepublik-Privatisierung-der Gewinne-Sozialisierung-der-Verluste.

Wie geht es weiter?
Professor Heiner Monheim gibt im TAZ-Interview heute eine Prognose ab (ganz unten): Jetzt werden von SPD-Tiefensee und Bahn-Mehdorn Projekte verschenkt, eine Express-S-Bahn im Ruhrgebiet, Bahnhofsprojekte, eine Pyramide für jeden, der sich mit Geld sein Maul stopfen lässt.

Wie das? Lesen Sie selbst, ich kann dem Interview voll zustimmen.

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